Matterfall: Housemarque verabschiedet sich aufgrund enttäuschender Verkäufe vom Arcade-Genre

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matzab83
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Re: Matterfall: Housemarque verabschiedet sich aufgrund enttäuschender Verkäufe vom Arcade-Genre

Beitrag von matzab83 »

Pommern hat geschrieben: 03.11.2017 14:24
Show
Es gibt genügend Beispiele, wo Indies auch gutes Geld mit Vollpreis verdienen. Kannst du hier auf 4P oft genug nachlesen. Wenn ich aber am Markt vorbei entwickele, Pech gehabt, kann schon mal vorkommen. Ist eben nur ein Luxusprodukt. Kundenschelte ist da Fehl am Platz.
Ich sage ja nicht mal, dass die Kunden Schuld sind.

Aber die Kunden haben mit Ihrer Denkweise die Entwicklung beeinflusst.
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Hokurn
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Re: Matterfall: Housemarque verabschiedet sich aufgrund enttäuschender Verkäufe vom Arcade-Genre

Beitrag von Hokurn »

matzab83 hat geschrieben: 03.11.2017 12:52 Ich finde, das Thema ist eine gute Gelegenheit, mal über die eigene Kaufmentalität nachzudenken.
Auch ich liebe Sales (Wer nicht?), aber ich will auch nicht, dass meine Arbeit verramscht wird. Ich möchte nicht, dass jemand sagt: "Das was du da machst, ist mir maximal 5 € wert."
Da empfinde ich es als logischen Schritt in eine Richtung zu wechseln, mit der ich leben kann. Wo ich mein Produkt den Wünschen der Kunden anpassen kann. Und dann landen wir auch schon bei der Ursache des Prinzips "Games-as-a-Service"...

Ob dieser Schritt wiederum uns als Spielern gefällt, ist noch einmal die andere Frage. Aber ich bleibe dabei:

Wir müssen unser Denken überdenken.
Überhaupt nicht...
Geld haben kommt von Geld behalten!
Es handelt sich um Luxusgüter. Jeder hat in einem gewissen Rahmen Geld zur Verfügung und versucht diesen optimal einzusetzen.
Wenn ich denke, dass mir Spiel XY einen Betrag nicht wert ist und ich entsprechend lange warten kann finde ich es völlig legitim auf einen Sale zu warten.
Das ist ja nicht das einzige Luxusgut, das man sich im Leben anschafft. Nur, weil ich ein Iphone haben möchte renne ich ja auch nicht am ersten Tag in den Laden und lege da 1000€ auf den Tisch.
Außerdem wird hier so getan als ob man eine großartige Leistung, die mit 20€ taxiert wird mit 5€ umgehen will. Man wartet aber dafür und das macht man auch nur, weil man eben nicht am ersten Tag unbedingt spielen möchte.

In der Spielindustrie wird einem Kunden immer wieder suggeriert, dass der Kunde in der Bringschuld ist.
Warum sollte das so sein?
Also ich verstehe es wirklich nicht. Mittlerweile will man mir Spiel (70€), Seasonpass (50€), Sofortfreischaltungen (50€) und Lootboxen (unbezahlbar) verkaufen. Klar würde ich ganz toll unterstützen, aber ich hab das damalige Gesamtpaket halt auch schon für 80€ bekommen...
Meine 80€ sind immer noch 80€, aber ich bekomme dafür weniger. Klar verdiene ich im Laufe der Zeit mehr aber nicht das Doppelte (aufwärts) und die doppelte Leistung bekomme ich auch nicht. Nur den technischen Fortschritt. Mir kann aber keine Firma, die einen Großteil ihres Budgets in Marketing steckt, die Bringschuld meinerseits verkaufen.


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Ich feier Housemarque. Ich habe immerhin zwei Spiele gekauft und davon eines im Sale mit DLC und eines Vollpreis. Da muss ich dann, aber nicht mehr weiter machen wenn es mich dann doch nicht so flasht bei den anderen Spielen.
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Wigggenz
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Re: Matterfall: Housemarque verabschiedet sich aufgrund enttäuschender Verkäufe vom Arcade-Genre

Beitrag von Wigggenz »

Wenn ich für mein Produkt einen bestimmten Preis gezahlt haben möchte, muss ich dem Kunden auch angemessene Qualität dafür bieten ;)
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Jörg Luibl
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Re: Matterfall: Housemarque verabschiedet sich aufgrund enttäuschender Verkäufe vom Arcade-Genre

Beitrag von Jörg Luibl »

Schade, was für ein Verlust.

Das waren immer leidenschaftlich designte Spiele, die mich zurück in die Spielhalle gebeamt haben. Aber für ein Studio kann so eine Fixierung auf lange Sicht auch ermüdend sein. Gerade diese totale Abkehr klingt komisch, die Formulierung "Arcade is Dead" ist seltsam radikal. Vielleicht ist es nicht nur das Finanzielle, das die Finnen zu etwas Neuem antreibt. Denn wenn sie damit scheitern, riskieren sie ihren guten Namen.

Andererseits ist es vielleicht auch strategisch gute PR, denn ein "Comeback to Arcade" könnte spätestens auf PlayStation 5 wieder Gewinn einfahren.;)
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Hokurn
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Re: Matterfall: Housemarque verabschiedet sich aufgrund enttäuschender Verkäufe vom Arcade-Genre

Beitrag von Hokurn »

Housemarque ist ja durchaus für saubere Spiele bekannt.
Aus GTA 1 wurde ja auch iwann mal GTA 5. Vllt kommt da ja auch einfach mal was großes in diesem Kontext auf uns zu...
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Spiritflare82
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Re: Matterfall: Housemarque verabschiedet sich aufgrund enttäuschender Verkäufe vom Arcade-Genre

Beitrag von Spiritflare82 »

4P|T@xtchef hat geschrieben: 03.11.2017 17:21 Aber für ein Studio kann so eine Fixierung auf lange Sicht auch ermüdend sein. Gerade diese totale Abkehr klingt komisch, die Formulierung "Arcade is Dead" ist seltsam radikal.
Glaube schon wenns nach denen ginge bzw. gegangen wäre hätten Housemarque nur Shooter gemacht...aber durch Zeitgeist und co, kommts momentan nichtmehr an und generell sind "richtige" Shmups(also wo man Knöpfe drückt anstatt den Stick bewegt zum schießen) seit 10Jahren "out". Die letzte Welle waren die Cave Shooter und da wars schon nur noch eine kleine Ballergemeinde.
Dann gabs den Wechsel zu Twin Stick, wovon nun auch einige müde sind.

"Arcade is dead" finde ich allerdings auch irgendwie unglücklich gewählt für gerade DAS Arcade Studio der letzten Jahre. Ist für einen Arcade Liebhaber wie mich ein Schlag ins Gesicht aber im Kern hat er damit irgendwo recht, Arcade ist nichtmehr so gefragt, die Leute wollen ja eher ich nenns mal "cinematische Großproduktionen" oder "Arthouse Indiegames". Dazwischen noch ein Game as a Service und der Spielebedarf für den Groß der Leute ist gedeckt

Cuphead ist zwar eine Ausnahme vom Verkauf her, aber wenn man sich die Erfolge anguckt, das Game haben irgendwie 3% der Spieler durch, ergo: zu hart für die Masse, aber der Look hats verkauft...und bekannte Youtuber/Streamer...

Für Ballereien im Voxel Feuerwerk gibts dagegennurnoch eine kleine Nische von Freaks die das bis heute gerne spielen und immer gerne spielen werden. Schade das damit Ende ist...

Resogun hatte m.E. einfach den Vorteil das es damals nix gab für die PS4, wäre Resogun diesen Sommer erschienen wäre es dem Game nicht anders gegangen als Matterfall oder Nex. Nex Machina ist mechanisch der beste Titel von Housemarque...mit solala Verkäufen, sowas ist einfach oft das Ende für kleinere Stuidos


Nex Machina hat soviel richtig gemacht wie man nur richtig machen kann was das Genre Twinstick Shooter angeht...hätte als nächstes gerne ein "richtiges" Shoot em up von denen gesehen mit Raumschiff im Weltraum, Stages, Powerups, dicken Bossen und Bullet Hell...wird wohl nixmehr, riecht nach irgendeinem Zeug mit Microtransaktionen Richtung Game as a Service was sie da so vorhaben..
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Nuracus
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Re: Matterfall: Housemarque verabschiedet sich aufgrund enttäuschender Verkäufe vom Arcade-Genre

Beitrag von Nuracus »

Wigggenz hat geschrieben: 03.11.2017 15:19 Wenn ich für mein Produkt einen bestimmten Preis gezahlt haben möchte, muss ich dem Kunden auch angemessene Qualität dafür bieten ;)
Den Zug habe ich hier zwar schon ein oder zwei Mal mit Kohle befeuert, aber dafür gibts ein Forum ja, dass man immer wieder das gleiche sagen kann und niemand schimpft. Außer die Fanboys.

Die Branche hat mich umerzogen.
- Spiele kommen auf den Markt, kosten Vollpreis, und sind 1 Jahr später immer noch nicht ordentlich gepatcht (Skyrim PS3).
- Man kauft sie neu und muss erstmal einen 10 GB Bugfix ziehen (so ziemlich jedes von nem großen Publisher).
- Oder, noch schlimmer - es wird einem gesagt, was nicht alles tolles im Spiel drin ist, und dann stellt man fest, dass die ganzen angepriesenen Features erstunken und erlogen waren (No Mans Sky).
- Vollkommen überzogene Verkaufserwartungen und Sequelverhunzungen sorgen dafür, dass der Preis des Spiels innerhalb von 2-3 Monaten teilweise von 60/70 € auf 30 € runtergeht (Mafia 3)
- Sales, Sales, Sales!


Betrifft Housemarque jetzt vielleicht nicht so, aaaaauuuußer die Sache mit den Sales. Und PS Plus.
Funkee
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Re: Matterfall: Housemarque verabschiedet sich aufgrund enttäuschender Verkäufe vom Arcade-Genre

Beitrag von Funkee »

Hokurn hat geschrieben: 03.11.2017 14:51
matzab83 hat geschrieben: 03.11.2017 12:52 Ich finde, das Thema ist eine gute Gelegenheit, mal über die eigene Kaufmentalität nachzudenken.
Auch ich liebe Sales (Wer nicht?), aber ich will auch nicht, dass meine Arbeit verramscht wird. Ich möchte nicht, dass jemand sagt: "Das was du da machst, ist mir maximal 5 € wert."
Da empfinde ich es als logischen Schritt in eine Richtung zu wechseln, mit der ich leben kann. Wo ich mein Produkt den Wünschen der Kunden anpassen kann. Und dann landen wir auch schon bei der Ursache des Prinzips "Games-as-a-Service"...

Ob dieser Schritt wiederum uns als Spielern gefällt, ist noch einmal die andere Frage. Aber ich bleibe dabei:

Wir müssen unser Denken überdenken.
Überhaupt nicht...
Geld haben kommt von Geld behalten!
Es handelt sich um Luxusgüter. Jeder hat in einem gewissen Rahmen Geld zur Verfügung und versucht diesen optimal einzusetzen.
Wenn ich denke, dass mir Spiel XY einen Betrag nicht wert ist und ich entsprechend lange warten kann finde ich es völlig legitim auf einen Sale zu warten.
Das ist ja nicht das einzige Luxusgut, das man sich im Leben anschafft. Nur, weil ich ein Iphone haben möchte renne ich ja auch nicht am ersten Tag in den Laden und lege da 1000€ auf den Tisch.
Außerdem wird hier so getan als ob man eine großartige Leistung, die mit 20€ taxiert wird mit 5€ umgehen will. Man wartet aber dafür und das macht man auch nur, weil man eben nicht am ersten Tag unbedingt spielen möchte.

In der Spielindustrie wird einem Kunden immer wieder suggeriert, dass der Kunde in der Bringschuld ist.
Warum sollte das so sein?
Also ich verstehe es wirklich nicht. Mittlerweile will man mir Spiel (70€), Seasonpass (50€), Sofortfreischaltungen (50€) und Lootboxen (unbezahlbar) verkaufen. Klar würde ich ganz toll unterstützen, aber ich hab das damalige Gesamtpaket halt auch schon für 80€ bekommen...
Meine 80€ sind immer noch 80€, aber ich bekomme dafür weniger. Klar verdiene ich im Laufe der Zeit mehr aber nicht das Doppelte (aufwärts) und die doppelte Leistung bekomme ich auch nicht. Nur den technischen Fortschritt. Mir kann aber keine Firma, die einen Großteil ihres Budgets in Marketing steckt, die Bringschuld meinerseits verkaufen.


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Ich feier Housemarque. Ich habe immerhin zwei Spiele gekauft und davon eines im Sale mit DLC und eines Vollpreis. Da muss ich dann, aber nicht mehr weiter machen wenn es mich dann doch nicht so flasht bei den anderen Spielen.
Henne-Ei-Problem. Was glaubst du, warum man dir Spiel+Season Pass+Mikrotransaktionen verkaufen will? Die Entwicklung aufwändiger Spiele kostet viel Geld.
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Hokurn
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Re: Matterfall: Housemarque verabschiedet sich aufgrund enttäuschender Verkäufe vom Arcade-Genre

Beitrag von Hokurn »

Funkee hat geschrieben: 03.11.2017 20:10
Hokurn hat geschrieben: 03.11.2017 14:51
matzab83 hat geschrieben: 03.11.2017 12:52 Ich finde, das Thema ist eine gute Gelegenheit, mal über die eigene Kaufmentalität nachzudenken.
Auch ich liebe Sales (Wer nicht?), aber ich will auch nicht, dass meine Arbeit verramscht wird. Ich möchte nicht, dass jemand sagt: "Das was du da machst, ist mir maximal 5 € wert."
Da empfinde ich es als logischen Schritt in eine Richtung zu wechseln, mit der ich leben kann. Wo ich mein Produkt den Wünschen der Kunden anpassen kann. Und dann landen wir auch schon bei der Ursache des Prinzips "Games-as-a-Service"...

Ob dieser Schritt wiederum uns als Spielern gefällt, ist noch einmal die andere Frage. Aber ich bleibe dabei:

Wir müssen unser Denken überdenken.
Überhaupt nicht...
Geld haben kommt von Geld behalten!
Es handelt sich um Luxusgüter. Jeder hat in einem gewissen Rahmen Geld zur Verfügung und versucht diesen optimal einzusetzen.
Wenn ich denke, dass mir Spiel XY einen Betrag nicht wert ist und ich entsprechend lange warten kann finde ich es völlig legitim auf einen Sale zu warten.
Das ist ja nicht das einzige Luxusgut, das man sich im Leben anschafft. Nur, weil ich ein Iphone haben möchte renne ich ja auch nicht am ersten Tag in den Laden und lege da 1000€ auf den Tisch.
Außerdem wird hier so getan als ob man eine großartige Leistung, die mit 20€ taxiert wird mit 5€ umgehen will. Man wartet aber dafür und das macht man auch nur, weil man eben nicht am ersten Tag unbedingt spielen möchte.

In der Spielindustrie wird einem Kunden immer wieder suggeriert, dass der Kunde in der Bringschuld ist.
Warum sollte das so sein?
Also ich verstehe es wirklich nicht. Mittlerweile will man mir Spiel (70€), Seasonpass (50€), Sofortfreischaltungen (50€) und Lootboxen (unbezahlbar) verkaufen. Klar würde ich ganz toll unterstützen, aber ich hab das damalige Gesamtpaket halt auch schon für 80€ bekommen...
Meine 80€ sind immer noch 80€, aber ich bekomme dafür weniger. Klar verdiene ich im Laufe der Zeit mehr aber nicht das Doppelte (aufwärts) und die doppelte Leistung bekomme ich auch nicht. Nur den technischen Fortschritt. Mir kann aber keine Firma, die einen Großteil ihres Budgets in Marketing steckt, die Bringschuld meinerseits verkaufen.


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Ich feier Housemarque. Ich habe immerhin zwei Spiele gekauft und davon eines im Sale mit DLC und eines Vollpreis. Da muss ich dann, aber nicht mehr weiter machen wenn es mich dann doch nicht so flasht bei den anderen Spielen.
Henne-Ei-Problem. Was glaubst du, warum man dir Spiel+Season Pass+Mikrotransaktionen verkaufen will? Die Entwicklung aufwändiger Spiele kostet viel Geld.
Stimmt... in einem Zeitalter wo ein Tweet um die Welt geht muss man Millionen fürs Marketing ausgeben und auf den Kunden umsetzen.
Ich habe ja bereits gesagt, dass der technische Stand mit bei ist. In einer großen Firma wird aber auch immer viel Geld verprasst. Das gepaart mit Gewinnoptimierungsstrategien, die den Kunden direkt betreffen, lässt Kritik zu. Zudem wenn ein Spiel ohne einfach scheiße ist, weil es bewusst so entwickelt wurde. Der Spielekauf ist halt wie ne Autovermietung. Ich bekomme für 19,99 die Dienstleistung. Also die Schubkarre. Die fährt ja auch...
Caparino
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Re: Matterfall: Housemarque verabschiedet sich aufgrund enttäuschender Verkäufe vom Arcade-Genre

Beitrag von Caparino »

LouisLoiselle hat geschrieben: 02.11.2017 16:45 Viele Spiele erschienen nur für PS4, und da oft auch nur als download. Dann darf man sich natürlich auch nicht wundern bezüglich der Verkaufszahlen.
Glaube Retail Versionen lohnen für kleine Titel kaum da der Handel in den USA wohl ein ESRB Rating (ähnlich PEGI in Europa) verlangt und sich solch ein Rating bezahlen lässt.
CritsJumper
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Re: Matterfall: Housemarque verabschiedet sich aufgrund enttäuschender Verkäufe vom Arcade-Genre

Beitrag von CritsJumper »

Sehr schade! Aber die haben das auch nicht gut kommuniziert. Ich hätte so gerne eine BOX-Version von denen gekauft, auch für 50 Euro. Aber wenn es die dann nicht über Amazon gibt sondern nur auf Seitenkanälen einer bestimmten Webseite von denen man nicht mal weiß ob die z.B. nach Europa liefert. Dann ist das halt blöd.

Digital Only Versionen sind mir bis auf wenige Ausnahmen halt nicht mehr Wert als 20 Euro. Dafür hab ich dann auch Nex-Machina gekauft.

Resogun ist zwar ganz toll. Aber mir war es einfach vieeeel zu eintönig. Ich hasse Shooter die dann nur in Kreiselform sind, da wird einfach keine Story erzählt durch die Veränderung oder aufpoppende Gegner. Deswegen hab ich mir das nicht gekauft.

Der bessere Weg wäre halt gewesen, so wie sie es bei Nex Machina gemacht haben mehr Story rein zu packen. Aliennation klingt auch toll, war mir aber eigentlich genau wegen der Online-Komponente zu blöd. Und ich werde auch kein Spiel mehr kaufen das so nur auf Online-Kram oder Community setzt.

Dafür reichen High Score Listen oder Videos. Lieber ein lokaler Multiplayer und dafür Gameplay von mir aus mit ein wenig Zufallsgenerator Maps. Hell Divers vermittelte je Online-Session immer eine schöne Story, hat sich aber auch irgendwann abgenutzt. Das konnte Aliennation leider nicht bieten. Dead Nation war super aber ohne Box-Version war mir das auch nicht einen Kauf wert.

Ich finde die sollten eher den anderen Weg gehen. Mehr auf Coop legen und ein Dead-Nation machen zusammen mit einer X-Com Story inklusive Basenbau oder Ressourcen Sammeln über zufällig auftretende Ereignisse, so quasi das man anfangs halt noch die Seuche in Schacht halten muss, aber auch in die einzelnen Maps gehen zum forschen oder um einen größeren Ausbruch zu verhindern etc.
So das ein Spiel Wiederspielwert besitzt, aber auch nach festen Regeln ablaufen kann wie ein Brettspiel oder eine Runde Civ. Das ganze mit 2D-Shooteinlagen kombiniert.

Ich traue dem Studio sehr viel zu. Wünsche ihnen alles gute für die Zukunft. Aber diese Aussage klingt so als werde ich beim nächsten Spiel so skeptisch sein das ich es bestimmt nicht kaufen werde.

@Caparino
Muss das Rating nicht so oder so auch für Download-Titel erfolgen?!?!
CritsJumper
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Re: Matterfall: Housemarque verabschiedet sich aufgrund enttäuschender Verkäufe vom Arcade-Genre

Beitrag von CritsJumper »

Spiritflare82 hat geschrieben:"Arcade is dead" finde ich allerdings auch irgendwie unglücklich gewählt für gerade DAS Arcade Studio der letzten Jahre.
Ja das auf jeden Fall!
Vor allem Klingt es so als würden sie mit ihren Spielen kein Geld mehr verdienen wollen oder können. Gute Reklame oder gutes Selbstbewusstsein haben die nicht! Wenn sie nicht so überzeugt sind können sie ihre Spiele ja Kostenlos im Store anbieten! ;D
Ich bin sicher es gäb neue Fans die sooooofort zum nächsten Spiel des Studios greifen würden.
Verstehe auch nicht warum sie nicht an einer Switch-Version arbeiten. Gut Nex Machina hatte zu viele Effekte und zu viele Berechnungen. Aber eine Mini-Version geht bestimmt das Gameplay war ja super! Wo ich wieder über den SHMUP Markt laufe, denke ich da kommt eine stetige dauerhafte Welle auf das Studio zu. Von Leuten die deren Spiele immer kaufen werden, einfach weil es die Games sehr gut sind.

Nach einem Plus-Release sind die Titel aber natürlich verbrannt.
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Re: Matterfall: Housemarque verabschiedet sich aufgrund enttäuschender Verkäufe vom Arcade-Genre

Beitrag von CritsJumper »

Lebensmittelspekulant hat geschrieben:Der Kunde hat nicht unendlich Geld. Er kann nur das ausgeben, was ihm zur Verfügung steht.
Na ja. Aber wenn der Umfang stimmt und es sind nieschen.. gibt man für die Spiele auch mehr aus. Wenn es nun mal Nieschen-Titel sind zahlt man gewöhnlich doch immer etas mehr dafür und Sale-Preise sind auch nicht immer gut. Ich habe verständnis das die Titel Billiger werden mit der Zeit. Damals waren es 9,99 DM und bei mir ist das akteull teilweise bei 15 bis 20 Euro. Die ich bereit bin für ein Spiel auszugeben. Ich verleiche das immer mit einem Kino-Besuch.

Wäre das Spiel nicht im Sale gewesen für 1,49 oder 5 Euro oder irgendwas anders.. hättest du es vielleicht auch für 9 oder 10 Euro gekauft oder?

Ich denke das Problem sind aber auch die Flatrates. Es gibt jetzt Spiele Gratis und super billg oder halt auch Film-Streaming für 3 bis 5 Euro. Netflix oder Spottify im Monats-Abo ist sogar noch teurer.

Letztlich haben die meiste kein Geld weil sie an DER Stelle über den Tisch gezogen werden auch was Datenvolumen bei Smartphones betrifft. Der Markt und die Preise haben sich da einfach verschoben. Smartphonegames kosten oft nur 1 bis 5 Euro.

Das ist alles im Wandel und die Entwickler müssen halt schauen was sie machen.

Generell finde ich unterschiedliche Preise gut. Teilweise soar das Modell wo jeder das zahlt was er zahlen kann. Das Studio hat es einfach nicht geschafft genug Fans zu begeistern. Ist dann halt so.

Ach wegen den Sale. Da hast du halt auch so sachen wie mich: Ich hab für 35 euro Raiden V gekauft, auch teilwesie zu teuer. Aber es gibt halt kaum gute Shooter. Die hätte ich auch für Nex Machina bezahlt wenn es eine DEMO gegeben hätte und das Spiel mir anders vor die Nase gesprungen wäre. Gäb es zu dem Zeitpunkt einen Sale hätte ich aber wahrscheinlich auch nicht mehr als 2 Euro bezahlt.
Was ich sagen will: Wenn man bei einem festen Satz maximal Kunden zu günstig verkauft, bringt es letztlich für alle nur Nachteile.
Wenn dann zu einem Spiel noch DLCs und Erweiterungen angeboten werden, nehme ich die bei einem zu günstigen Preis ebenfalls noch mit und zahle etwas mehr. Wenn das aber nicht der Fall ist. Tja dann pesch gehabt.

Evtl Lösung für das Studio: Eine Retail-Gold Version von deren Spielen veröffentlichen wo man als Disk-Version die ersten drei Spiele bekommt plus das Aktuelle und zusätzlich noch das nächste Spiel (dann als Patch-download) für 20 oder 30 Euro mehr. Aber die Videospiel Branche ist da einfach noch nicht so weit.
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Re: Matterfall: Housemarque verabschiedet sich aufgrund enttäuschender Verkäufe vom Arcade-Genre

Beitrag von R_eQuiEm »

Für mich die bis dato traurigste Gamernachricht des Jahres. Habe diese Gen jedes Spiel von Housemarque gekauft. Die Qualität sucht stellenweise seinesgleichen. Einzig Matterfall wirkte unfertig. Aber da wird sich die Situation im Studio schon bemerkbar gemacht haben. Einfach unendlich traurig.
4P|T@xtchef hat geschrieben: 03.11.2017 17:21

Andererseits ist es vielleicht auch strategisch gute PR, denn ein "Comeback to Arcade" könnte spätestens auf PlayStation 5 wieder Gewinn einfahren.;)
Schätzt du das Unternehmen so ein? Ich persönlich denke mir zb bei der Marke Dead Nation das sich ein Sequel garantiert ausgezahlt hätte. Ich kenne da nicht die genauen Zahlen, aber ich denke DN war schon ein wirtschaftlicher Erfolg. Da wünscht man sich mal das ein Entwickler ein wenig auf Nummer sicher geht und ein Sequel droppt und dann kommen nur neue Marken die größtenteils floppen. Warum sie da nicht quasi auf Nummer sicher gegangen sind will mir nicht ganz in den Kopf.
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Re: Matterfall: Housemarque verabschiedet sich aufgrund enttäuschender Verkäufe vom Arcade-Genre

Beitrag von Funkee »

Hokurn hat geschrieben: 03.11.2017 21:57
Funkee hat geschrieben: 03.11.2017 20:10
Hokurn hat geschrieben: 03.11.2017 14:51
Überhaupt nicht...
Geld haben kommt von Geld behalten!
Es handelt sich um Luxusgüter. Jeder hat in einem gewissen Rahmen Geld zur Verfügung und versucht diesen optimal einzusetzen.
Wenn ich denke, dass mir Spiel XY einen Betrag nicht wert ist und ich entsprechend lange warten kann finde ich es völlig legitim auf einen Sale zu warten.
Das ist ja nicht das einzige Luxusgut, das man sich im Leben anschafft. Nur, weil ich ein Iphone haben möchte renne ich ja auch nicht am ersten Tag in den Laden und lege da 1000€ auf den Tisch.
Außerdem wird hier so getan als ob man eine großartige Leistung, die mit 20€ taxiert wird mit 5€ umgehen will. Man wartet aber dafür und das macht man auch nur, weil man eben nicht am ersten Tag unbedingt spielen möchte.

In der Spielindustrie wird einem Kunden immer wieder suggeriert, dass der Kunde in der Bringschuld ist.
Warum sollte das so sein?
Also ich verstehe es wirklich nicht. Mittlerweile will man mir Spiel (70€), Seasonpass (50€), Sofortfreischaltungen (50€) und Lootboxen (unbezahlbar) verkaufen. Klar würde ich ganz toll unterstützen, aber ich hab das damalige Gesamtpaket halt auch schon für 80€ bekommen...
Meine 80€ sind immer noch 80€, aber ich bekomme dafür weniger. Klar verdiene ich im Laufe der Zeit mehr aber nicht das Doppelte (aufwärts) und die doppelte Leistung bekomme ich auch nicht. Nur den technischen Fortschritt. Mir kann aber keine Firma, die einen Großteil ihres Budgets in Marketing steckt, die Bringschuld meinerseits verkaufen.


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Ich feier Housemarque. Ich habe immerhin zwei Spiele gekauft und davon eines im Sale mit DLC und eines Vollpreis. Da muss ich dann, aber nicht mehr weiter machen wenn es mich dann doch nicht so flasht bei den anderen Spielen.
Henne-Ei-Problem. Was glaubst du, warum man dir Spiel+Season Pass+Mikrotransaktionen verkaufen will? Die Entwicklung aufwändiger Spiele kostet viel Geld.
Stimmt... in einem Zeitalter wo ein Tweet um die Welt geht muss man Millionen fürs Marketing ausgeben und auf den Kunden umsetzen.
Ich habe ja bereits gesagt, dass der technische Stand mit bei ist. In einer großen Firma wird aber auch immer viel Geld verprasst. Das gepaart mit Gewinnoptimierungsstrategien, die den Kunden direkt betreffen, lässt Kritik zu. Zudem wenn ein Spiel ohne einfach scheiße ist, weil es bewusst so entwickelt wurde. Der Spielekauf ist halt wie ne Autovermietung. Ich bekomme für 19,99 die Dienstleistung. Also die Schubkarre. Die fährt ja auch...
Marketing muss leider sein, wenn man ein Produkt verkaufen will. Wie man das dann genau gestaltet und wieviel Geld man dafür ausgibt ist eine andere Frage...

Tatsache ist jedoch, dass die Entwicklung von Spielen im Vergleich zu früher wesentlich aufwändiger geworden ist, Spiele vergleichsweise jedoch günstiger geworden sind - und irgendwie muss sich das Ganze ja finanzieren. Also produzieren Firmen wie EA nur noch Stangenware, bei der man absehen kann, dass sie sich verkauft (Battlefield/FIFA/Madden NFL/etc.). Die Spieler hingegen beschweren sich, dass nur noch Mist produziert wird und versuchen damit zu rechtfertigen, warum sie nur noch die Keys für drölf Euro im Russenkeyshop kaufen. Warum Entwickler wieder auf Dinge wie Season Pass/Miktrotransaktionen/Lootboxen setzen...ein Teufelskreis. Dazu kommt noch die generelle Flut an Spielen, für die man gar nicht so viel Zeit hat, sodass man sich entscheiden muss, was die Nachfrage und damit den Preis weiter senkt.

Das alles ist einer der Gründe für den Erfolg von Kickstarterprojekten, weil hier der Entwickler besser kalkulieren kann dadurch, dass zumindest ein teil der Entwicklung schon vorfinanziert wird, und außerdem besser auf die Zielgruppe eingegangen werden kann.

Ich will gar nicht sagen, dass man nicht mehr im Sale kaufen soll, mache ich ja auch. Aber die Mär vom armen Spieler, der quasi gezwungen wird immer nur billigst zu kaufen, weil die pösen Konzerne ihm das Geld aus der Tasche ziehen wollen stimmt so auch nur bedingt. Genauso kaufen viele auch bei tollen Indietiteln nur über Reseller oder warten, bis es das im Bundle oder kostenlos in PSPlus gibt, anstatt den Entwickler angemessen zu unterstützen.