Star Wars Battlefront 2 - Nach Pay-to-Win-Vorwürfen: Weitere Änderungen an den Beutekisten angekündigt

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Peter__Piper
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Re: Star Wars Battlefront 2 - Nach Pay-to-Win-Vorwürfen: Weitere Änderungen an den Beutekisten angekündigt

Beitrag von Peter__Piper »

Kobba hat geschrieben: 02.11.2017 18:35 Schlimm das man Elemente die man kreativ ins Spiel integrieren könnte, auf sowas unkreatives wie Loot Boxen auslagert, hat man als Entwickler keinen Stolz mehr? Wenn man in RPGs durch Ruinen streift und Kisten findet ist das ja eine Sache, eine ganz andere ist der lahme Scheiss der hier gemacht wird, vollkommen losgelöst vom eigentlichen Gameplay, das stinkt.

https://www.youtube.com/watch?v=8lp-MERd6BQ
Jap, das ist fast das schlimmste daran.
Obwohl man es sich als Entwickler wohl leider nicht aussuchen kann.

Hier auch mal ein herrliches Fundstück

https://www.youtube.com/watch?v=srmzZ0_Jmzs

Da packt einer 12 Minuten lang Lootboxen in einem Singleplayergame aus, und in der Beschreibung muss er unbedingt noch dazuschreiben das er MTAs ja nicht unterstützt, sich aber auch nicht künstlich darüber aufregt :lach:

Diese Ironie... nach 12 min Lootboxen öffnen :ugly:
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Amaunir
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Re: Star Wars Battlefront 2 - Nach Pay-to-Win-Vorwürfen: Weitere Änderungen an den Beutekisten angekündigt

Beitrag von Amaunir »

Na damit ist doch nun wieder alles in Ordnung. Wir können alle schon mal vorbestellen denn es könnte ja sein das wir bei dem ganzen Star Wars Rummel kein Exemplar mehr bekommen, wir können nun Kisten kaufen bis die Server glühen, die Hypestar kann schon mal ihren 90% Stempel zücken (...aber vielleicht sind sie ja auch wieder ganz gnadenlos und ziehen aufgrund der Lootboxen 3% ab) und wir alle haben ganz viel Spiel, Spaß und Spannung beim öffnen der Boxen.

Leider interessieren mich weder Shooter noch Star Wars, aber ich bin im Herzen bei euch. :wink:
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Nanatzaya
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Re: Star Wars Battlefront 2 - Nach Pay-to-Win-Vorwürfen: Weitere Änderungen an den Beutekisten angekündigt

Beitrag von Nanatzaya »

Kobba hat geschrieben: 02.11.2017 18:35...hat man als Entwickler keinen Stolz mehr?
Ahahahahahaha. Selten so gelacht.
Die und Stolz? Pffff. :lol:

Lootboxen als solches sind für mich erstmal nicht verwerflich, wenn es eine Ergänzung zu normalem Progress ist.
Bei Diablo II war's ja auch nicht anders.
Man wusste zwar was in Mephisto drin ist, aber wann man es bekommt war nicht klar.
Oder jede x-beliebige Truhe in anderen RPGs.

Ein bissl RNG schadet erstmal nicht.

Das Ausmaß, in dem es hier genutzt wird UND die Tatsache, dass man die Kisten mit Geld kaufen kann, um den ansonsten langen Grind zu verkürzen, ist IMO aber verwerflich.
Es ist so offensichtlich, dass hier nur der Kunde maximal ausgepresst werden soll, dass es schon weh tut.

Würde fast behaupten, dass das sogar der Hauptgrund ist, warum diese Mechanik so massiv auf Abneigung stößt.
Wir WISSEN, dass wir eigentlich nur verarscht und für dumm verkauft werden.
Das zeigt, das in dieser Branche bei einigen Publishern gegenüber dem Kunden nahezu NULL Respekt existiert.
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Sindri
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Re: Star Wars Battlefront 2 - Nach Pay-to-Win-Vorwürfen: Weitere Änderungen an den Beutekisten angekündigt

Beitrag von Sindri »

Peter__Piper hat geschrieben: 02.11.2017 21:10 Da packt einer 12 Minuten lang Lootboxen in einem Singleplayergame aus, und in der Beschreibung muss er unbedingt noch dazuschreiben das er MTAs ja nicht unterstützt, sich aber auch nicht künstlich darüber aufregt :lach:

Diese Ironie... nach 12 min Lootboxen öffnen :ugly:
Bei Mass Effect-Andromeda haben mehrere Leute ohne Ende Lootkisten gekauft um die Mechanik hinter den Lootkisten zu beweisen/bestätigen.
Bei jeder 10.Kiste gab es einen Pitty-timer, der dir eine garantierte Ultra-Rare Karte gegeben hat, wenn man bei den 9 Kisten vorher keine bekommen hatte. Nur um das zu beweisen wurde die Aktion mit Videos dokumentiert.
Mittlerweile wurde ja auch der SP Support eingestellt aber der MP wird weiterhin supportet. Warum wohl?
Cheraa
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Re: Star Wars Battlefront 2 - Nach Pay-to-Win-Vorwürfen: Weitere Änderungen an den Beutekisten angekündigt

Beitrag von Cheraa »

Weil der SP fertig ist und das Spiel hinter den Verkaufserwartungen liegt?
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casanoffi
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Re: Star Wars Battlefront 2 - Nach Pay-to-Win-Vorwürfen: Weitere Änderungen an den Beutekisten angekündigt

Beitrag von casanoffi »

Scorplian190 hat geschrieben: 02.11.2017 15:49 Naja, trauern tu ich aber trotzdem drum, da ich den Vorgänger fantastisch fand =/
Gut, das ist natürlich verständlich...
Ich habe mich auch oftmals geärgert, weil sich etwas in eine Richtung entwickelte, die mir nicht schmeckte.
Um mein Herz zu schonen - bin immerhin auch schon 40 ^^ - habe ich es einfach irgendwann aufgegeben, mich lange aufzuregen. Mehr als die Sache abhaken, vergessen und akzeptieren, dass es evtl. vielen anderen gefällt, kann man in den meisten Fällen eh nicht machen.

Peter__Piper hat geschrieben: 02.11.2017 15:50 Also die 3 Affen zum Besten geben... :roll:
Sind echt merkwürdige Tipps die man hier bekommt.
Ich meinte nicht, dass man alles ignorieren sollte und fröhlich weiterspielt, als wäre nichts gewesen.
Ich meinte, solche Spiele gar nicht erst kaufen, auch wenn es "weh tut".

Denn wenn man solche Spiele kauft und nur die Finger von diversen MTA lässt, dann ist das für einen Publisher garantiert nicht das Signal, MTA zukünftig sein zu lassen. Damit erreicht man nur, dass ein Pubslisher sich überlegt, wie er zukünftig MTA anders anbieten kann, damit die Kunden anbeißen.
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Wigggenz
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Re: Star Wars Battlefront 2 - Nach Pay-to-Win-Vorwürfen: Weitere Änderungen an den Beutekisten angekündigt

Beitrag von Wigggenz »

casanoffi hat geschrieben: 03.11.2017 10:43 Ich meinte nicht, dass man alles ignorieren sollte und fröhlich weiterspielt, als wäre nichts gewesen.
Ich meinte, solche Spiele gar nicht erst kaufen, auch wenn es "weh tut".

Denn wenn man solche Spiele kauft und nur die Finger von diversen MTA lässt, dann ist das für einen Publisher garantiert nicht das Signal, MTA zukünftig sein zu lassen. Damit erreicht man nur, dass ein Pubslisher sich überlegt, wie er zukünftig MTA anders anbieten kann, damit die Kunden anbeißen.
Diese Tatsache wird hier im Forum schon seit gefühlten Ewigkeiten kundgegeben, aber kaum einer scheint das so richtig akzeptieren zu wollen.

Dafür ist der Drang, das gehypt Spiel zu besitzen dann doch zu groß.
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casanoffi
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Re: Star Wars Battlefront 2 - Nach Pay-to-Win-Vorwürfen: Weitere Änderungen an den Beutekisten angekündigt

Beitrag von casanoffi »

Wigggenz hat geschrieben: 03.11.2017 10:51 Diese Tatsache wird hier im Forum schon seit gefühlten Ewigkeiten kundgegeben, aber kaum einer scheint das so richtig akzeptieren zu wollen.

Dafür ist der Drang, das gehypt Spiel zu besitzen dann doch zu groß.
Tja, Windmühlen usw. ^^
johndoe711686
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Re: Star Wars Battlefront 2 - Nach Pay-to-Win-Vorwürfen: Weitere Änderungen an den Beutekisten angekündigt

Beitrag von johndoe711686 »

Wigggenz hat geschrieben: 03.11.2017 10:51
casanoffi hat geschrieben: 03.11.2017 10:43 Ich meinte nicht, dass man alles ignorieren sollte und fröhlich weiterspielt, als wäre nichts gewesen.
Ich meinte, solche Spiele gar nicht erst kaufen, auch wenn es "weh tut".

Denn wenn man solche Spiele kauft und nur die Finger von diversen MTA lässt, dann ist das für einen Publisher garantiert nicht das Signal, MTA zukünftig sein zu lassen. Damit erreicht man nur, dass ein Pubslisher sich überlegt, wie er zukünftig MTA anders anbieten kann, damit die Kunden anbeißen.
Diese Tatsache wird hier im Forum schon seit gefühlten Ewigkeiten kundgegeben, aber kaum einer scheint das so richtig akzeptieren zu wollen.

Dafür ist der Drang, das gehypt Spiel zu besitzen dann doch zu groß.
Und wenn das hier im Forum schon keinen Anklang findet, dann ist die breite MAsse da draußen, zu der ich uns nicht zähle, erst Recht nicht bereit. Vermutlich ist man sich dort nicht mal des Problems bewusst, sondern geht zu einem der bekannten Läden, sieht nur neues CoD/BF/AAA-Spiel und denkt, boah geil, kaufen. Anders lassen sich die Verkaufszahlen ja nicht erklären.

Es sieht so aus, als wäre für uns, ich sage mal, klassischen Zocker, die Zeit der Großproduktionen vorbei. Wir müssen uns wohl wieder in die Nische bzw. die Indie-Ecke verkriechen um mit gutem Gewissen spielen zu können.

Ironischerweise, liegt das meiner MEinung nach auch daran, dass wir jahrelang so um Akzeptanz in der Gesellschaft gekämpft haben. Jetzt ist die da, Zocken ist Mainstream und damit lukrativ und bringt solche Auswüchse hervor.

Wären wir mal lieber die Geeks gelieben, die man schief anschaut. ;-)
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matzab83
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Re: Star Wars Battlefront 2 - Nach Pay-to-Win-Vorwürfen: Weitere Änderungen an den Beutekisten angekündigt

Beitrag von matzab83 »

casanoffi hat geschrieben: 03.11.2017 10:43 Ich meinte nicht, dass man alles ignorieren sollte und fröhlich weiterspielt, als wäre nichts gewesen.
Ich meinte, solche Spiele gar nicht erst kaufen, auch wenn es "weh tut".

Denn wenn man solche Spiele kauft und nur die Finger von diversen MTA lässt, dann ist das für einen Publisher garantiert nicht das Signal, MTA zukünftig sein zu lassen. Damit erreicht man nur, dass ein Pubslisher sich überlegt, wie er zukünftig MTA anders anbieten kann, damit die Kunden anbeißen.
Aber leider stehe ich da an einem Punkt, wo ich für mich sagen kann:

"Warum soll ich mich für das "Allgemeinwohl" künstlich einschränken?"

Wenn ich wüsste, dass mein genereller Verzicht auf das Game tatsächlich was bewirken würde, wäre ich gerne bereit mein Handeln zu überdenken.

Ich handhabe es so, dass ich MTA's nicht nutze, aber das Game bei Gefallen kaufe. Natürlich nur, so lange das Ganze für mich im erträglichen Rahmen ist.

Ich persönlich glaube, dass der einzelne zu wenig Einfluss auf das Gesamtsystem hat.

Hinzu kommt, dass sich der "laute Teil der Gamer" nicht einmal einig ist, was genau nun das Problem ist.

Die einen sagen "Lootboxen im Allgemeinen", die anderen sagen "solange kein Echtgeld, ist alles Ok". Und wiederum andere sagen nochmals irgendwas anderes oder dies in Variation.
Somit stellt selbst die "Dagegen"-Front keine geschlossene Front dar, da widersprüchliche Aussagen getroffen werden.

Ich zähle mich auch zu der "solange es kein Echtgeld kostet"-Fraktion.

Aber die Frage bleibt:
Wer garantiert mir, dass der laute Teil der Spielerschaft überhaupt gehört, bzw. als Einheit wahrgenommen wird.
Wer garantiert mir, dass ein Verzicht auf Spiel "XYZ" als Kritik an den MTA verstanden wird, und nicht als Kritik am Spiel an sich?

Ich empfinde das Ganze als sehr schwierig, verstehe aber auch jeden, der sich über die Entwicklung aufregt (mach ich ja auch). Nur versuche ich, im Rahmen der mir möglichen Gegebenheiten Kritik öffentlich zu platzieren, zum Beispiel in Form ausführlicher Spielerezensionen (ob das nun jedem passt, ist mir egal).

Und dann seh ich auch da keinen Kampf gegen Windmühlen, sondern eher den Versuch der aktiven Einflussnahme.
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Wigggenz
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Re: Star Wars Battlefront 2 - Nach Pay-to-Win-Vorwürfen: Weitere Änderungen an den Beutekisten angekündigt

Beitrag von Wigggenz »

Ein Spiel bietet entweder keine MTA oder es bietet welche. MTA sind dann ein fester Bestandteil des Spiels. Und ob bei einem Vollpreisspiel noch In-Game-Käufe dazukommen oder auch nur dazukommen können, ist sogar ein wesentlicher Bestandteil eines Spiels. Kritik an MTA kann damit zwangsläufig auch nur Kritik am Spiel selbst sein.

Man fängt doch auch nicht an bei einem RPG, dessen Kampfsystem einem etwa überhaupt nicht zusagt, rumzueiern: "Ja, aber, wenn ich das Spiel jetzt nicht kaufe, weil mir nur das Kampfsystem überhaupt nicht gefällt, könnte der Publisher das doch vielleicht als Kritik am Rest des Spiels auffassen."

Und Publisher sind in der Lage, Shitstorms (z.B. hinsichtlich MTA) korrekt zu lesen, solange diese mit spürbaren Sanktionen im Umsatz aus dem Spielverkauf einhergehen.
Ansonsten denken sie sich: Joa, MTA kommen zwar angeblich scheiße an, Spiel verkauft sich trotzdem top, so schlimm kann es also nicht sein. Damit kann es uns egal sein, weiter so.

Kauf eines Spiels oder irgendeines Produkts = aus Anbietersicht Billigung all seiner (der Öffentlichkeit bekannten) Bestandteile.

Hier im vorliegenden Fall:
Kauf des Spiels = aus Sicht von EA Billigung eines P2W-Systems.
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Hokurn
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Re: Star Wars Battlefront 2 - Nach Pay-to-Win-Vorwürfen: Weitere Änderungen an den Beutekisten angekündigt

Beitrag von Hokurn »

Ganz ehrlich...
Bevor ich anfange mich damit zu beschäftigen was ich wie bekomme und ob es möglicherweise spielerische Vorteile bringt diese Boxen zu kaufen (was für mich ein Ausschlusskriterium ist) bin ich lieber raus aus der Nummer.
Ist mir zu anstrengend.
Die wollen Geld haben und müssen mir das Spiel schmackhaft machen. Jetzt diesen verwirrenden Mist zu präsentieren nachdem man es vorher "auf dreist" versucht hat nervt. Man weiß ja auch nicht so genau, ob man ein Free to Play Spiel für 70€ bekommt.
johndoe711686
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Re: Star Wars Battlefront 2 - Nach Pay-to-Win-Vorwürfen: Weitere Änderungen an den Beutekisten angekündigt

Beitrag von johndoe711686 »

matzab83 hat geschrieben: 03.11.2017 11:54
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Aber leider stehe ich da an einem Punkt, wo ich für mich sagen kann:

"Warum soll ich mich für das "Allgemeinwohl" künstlich einschränken?"

Wenn ich wüsste, dass mein genereller Verzicht auf das Game tatsächlich was bewirken würde, wäre ich gerne bereit mein Handeln zu überdenken.

Ich handhabe es so, dass ich MTA's nicht nutze, aber das Game bei Gefallen kaufe. Natürlich nur, so lange das Ganze für mich im erträglichen Rahmen ist.

Ich persönlich glaube, dass der einzelne zu wenig Einfluss auf das Gesamtsystem hat.

Hinzu kommt, dass sich der "laute Teil der Gamer" nicht einmal einig ist, was genau nun das Problem ist.

Die einen sagen "Lootboxen im Allgemeinen", die anderen sagen "solange kein Echtgeld, ist alles Ok". Und wiederum andere sagen nochmals irgendwas anderes oder dies in Variation.
Somit stellt selbst die "Dagegen"-Front keine geschlossene Front dar, da widersprüchliche Aussagen getroffen werden.

Ich zähle mich auch zu der "solange es kein Echtgeld kostet"-Fraktion.

Aber die Frage bleibt:
Wer garantiert mir, dass der laute Teil der Spielerschaft überhaupt gehört, bzw. als Einheit wahrgenommen wird.
Wer garantiert mir, dass ein Verzicht auf Spiel "XYZ" als Kritik an den MTA verstanden wird, und nicht als Kritik am Spiel an sich?

Ich empfinde das Ganze als sehr schwierig, verstehe aber auch jeden, der sich über die Entwicklung aufregt (mach ich ja auch). Nur versuche ich, im Rahmen der mir möglichen Gegebenheiten Kritik öffentlich zu platzieren, zum Beispiel in Form ausführlicher Spielerezensionen (ob das nun jedem passt, ist mir egal).

Und dann seh ich auch da keinen Kampf gegen Windmühlen, sondern eher den Versuch der aktiven Einflussnahme.
Tut mir Leid, aber das ist schlicht und einfach egoistisch und asozial. Klingt jetzt schlimmer als ich es meine und außerdem hat jeder das Recht zu tun und zu lassen was er will, aber das als Argument zu nehmen ist einfach Quatsch.

Dieses ewige Argument von wegen "Meinen Verzicht merkt sowieso keiner" Da kann man nur das ebenso alte Gegenargument bringen, wenn alle so denken würden, wären wir heute nicht da wo wir sind. Es fängt immer mit wenigen an aus denen dann mehr werden. Wenn jeder denkt, sein Tun bringt nichts, dann tut keiner mehr was.

Natürlich gibt es keine Garantie, dass es was bewirkt oder ändert, aber wenn dir ein, entschuldigung, scheiss Videospiel, wichtiger ist als etwas für ein besseres Miteinander oder eine fairere Kundenbehandlung zu tun, dann ist es dein gutes Recht, aber einfach egoistisch. Dazu muss man dann eben stehen.
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matzab83
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Re: Star Wars Battlefront 2 - Nach Pay-to-Win-Vorwürfen: Weitere Änderungen an den Beutekisten angekündigt

Beitrag von matzab83 »

Ryan2k6 hat geschrieben: 03.11.2017 13:16
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matzab83 hat geschrieben: 03.11.2017 11:54
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Aber leider stehe ich da an einem Punkt, wo ich für mich sagen kann:

"Warum soll ich mich für das "Allgemeinwohl" künstlich einschränken?"

Wenn ich wüsste, dass mein genereller Verzicht auf das Game tatsächlich was bewirken würde, wäre ich gerne bereit mein Handeln zu überdenken.

Ich handhabe es so, dass ich MTA's nicht nutze, aber das Game bei Gefallen kaufe. Natürlich nur, so lange das Ganze für mich im erträglichen Rahmen ist.

Ich persönlich glaube, dass der einzelne zu wenig Einfluss auf das Gesamtsystem hat.

Hinzu kommt, dass sich der "laute Teil der Gamer" nicht einmal einig ist, was genau nun das Problem ist.

Die einen sagen "Lootboxen im Allgemeinen", die anderen sagen "solange kein Echtgeld, ist alles Ok". Und wiederum andere sagen nochmals irgendwas anderes oder dies in Variation.
Somit stellt selbst die "Dagegen"-Front keine geschlossene Front dar, da widersprüchliche Aussagen getroffen werden.

Ich zähle mich auch zu der "solange es kein Echtgeld kostet"-Fraktion.

Aber die Frage bleibt:
Wer garantiert mir, dass der laute Teil der Spielerschaft überhaupt gehört, bzw. als Einheit wahrgenommen wird.
Wer garantiert mir, dass ein Verzicht auf Spiel "XYZ" als Kritik an den MTA verstanden wird, und nicht als Kritik am Spiel an sich?

Ich empfinde das Ganze als sehr schwierig, verstehe aber auch jeden, der sich über die Entwicklung aufregt (mach ich ja auch). Nur versuche ich, im Rahmen der mir möglichen Gegebenheiten Kritik öffentlich zu platzieren, zum Beispiel in Form ausführlicher Spielerezensionen (ob das nun jedem passt, ist mir egal).

Und dann seh ich auch da keinen Kampf gegen Windmühlen, sondern eher den Versuch der aktiven Einflussnahme.
Tut mir Leid, aber das ist schlicht und einfach egoistisch und asozial. Klingt jetzt schlimmer als ich es meine und außerdem hat jeder das Recht zu tun und zu lassen was er will, aber das als Argument zu nehmen ist einfach Quatsch.

Dieses ewige Argument von wegen "Meinen Verzicht merkt sowieso keiner" Da kann man nur das ebenso alte Gegenargument bringen, wenn alle so denken würden, wären wir heute nicht da wo wir sind. Es fängt immer mit wenigen an aus denen dann mehr werden. Wenn jeder denkt, sein Tun bringt nichts, dann tut keiner mehr was.

Natürlich gibt es keine Garantie, dass es was bewirkt oder ändert, aber wenn dir ein, entschuldigung, scheiss Videospiel, wichtiger ist als etwas für ein besseres Miteinander oder eine fairere Kundenbehandlung zu tun, dann ist es dein gutes Recht, aber einfach egoistisch. Dazu muss man dann eben stehen.
Natürlich ist meine Sichtweise egoistisch.
Aber der Witz an der Sache ist: Deine ebenso.

Ich kaufe es niemanden ab, dass er seine Einstellung nur aufgrund moralischer Ansprüche hat.

Ich behaupte viel mehr:
Jeder, der sich über die aktuelle Situation aufregt, tut dies, weil seine persönliche Schmerzgrenze überschritten wurde (oder kurz davor ist, überschritten zu werden).

Niemand der hier anwesenden "Samariter" tut dies aus dem inneren Antrieb heraus, der Allgemeinheit helfen zu wollen. Jede Boykott-Bekundung dient einzig dem Wissen, persönlich an der für einen selbst unerträglichen Situation etwas zu ändern. Um die Situation für sich selbst wieder erträglicher zu machen. Somit agiert jeder, ob nun für oder dagegen, immer in gewisser Form egoistisch (oder in deinen Worten "assozial").

Natürlich ist es einfacher zu sagen, andere sind daran Schuld. Und sieh es mal so:
In meiner "assozialen " Einstellung hast du immerhin einen Sündenbock, wenn dein dir selbst auferlegter Verzicht doch nicht die gewünschten Früchte trägt. "Der matzab83 ist schuld! Er hat nicht mitgemacht! (Die eins-elfer spar ich mir netterweise mal.)"

Ich glaube nicht, dass der Einzelne generell nichts unternehmen kann. Aber ich glaube, dass der propagierte Weg des Boykotts nicht unbedingt die optimale Lösung darstellt. Wie die optimale Lösung wiederum aussieht weiß ich allerdings auch nicht.

Und mal ganz ehrlich:
Wenn es mir nicht an einem "gemeinsamen Miteinander" gelegen wäre, würde ich hier nicht posten.
Nur habe ich keine Lust, wie ein Lemming der Masse hinterher zu rennen und "Boykott!" zu brüllen, ohne für mich zu überlegen, warum ich das überhaupt machen sollte...
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Wigggenz
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Re: Star Wars Battlefront 2 - Nach Pay-to-Win-Vorwürfen: Weitere Änderungen an den Beutekisten angekündigt

Beitrag von Wigggenz »

matzab83 hat geschrieben: 03.11.2017 13:54
Ryan2k6 hat geschrieben: 03.11.2017 13:16
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matzab83 hat geschrieben: 03.11.2017 11:54
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Aber leider stehe ich da an einem Punkt, wo ich für mich sagen kann:

"Warum soll ich mich für das "Allgemeinwohl" künstlich einschränken?"

Wenn ich wüsste, dass mein genereller Verzicht auf das Game tatsächlich was bewirken würde, wäre ich gerne bereit mein Handeln zu überdenken.

Ich handhabe es so, dass ich MTA's nicht nutze, aber das Game bei Gefallen kaufe. Natürlich nur, so lange das Ganze für mich im erträglichen Rahmen ist.

Ich persönlich glaube, dass der einzelne zu wenig Einfluss auf das Gesamtsystem hat.

Hinzu kommt, dass sich der "laute Teil der Gamer" nicht einmal einig ist, was genau nun das Problem ist.

Die einen sagen "Lootboxen im Allgemeinen", die anderen sagen "solange kein Echtgeld, ist alles Ok". Und wiederum andere sagen nochmals irgendwas anderes oder dies in Variation.
Somit stellt selbst die "Dagegen"-Front keine geschlossene Front dar, da widersprüchliche Aussagen getroffen werden.

Ich zähle mich auch zu der "solange es kein Echtgeld kostet"-Fraktion.

Aber die Frage bleibt:
Wer garantiert mir, dass der laute Teil der Spielerschaft überhaupt gehört, bzw. als Einheit wahrgenommen wird.
Wer garantiert mir, dass ein Verzicht auf Spiel "XYZ" als Kritik an den MTA verstanden wird, und nicht als Kritik am Spiel an sich?

Ich empfinde das Ganze als sehr schwierig, verstehe aber auch jeden, der sich über die Entwicklung aufregt (mach ich ja auch). Nur versuche ich, im Rahmen der mir möglichen Gegebenheiten Kritik öffentlich zu platzieren, zum Beispiel in Form ausführlicher Spielerezensionen (ob das nun jedem passt, ist mir egal).

Und dann seh ich auch da keinen Kampf gegen Windmühlen, sondern eher den Versuch der aktiven Einflussnahme.
Tut mir Leid, aber das ist schlicht und einfach egoistisch und asozial. Klingt jetzt schlimmer als ich es meine und außerdem hat jeder das Recht zu tun und zu lassen was er will, aber das als Argument zu nehmen ist einfach Quatsch.

Dieses ewige Argument von wegen "Meinen Verzicht merkt sowieso keiner" Da kann man nur das ebenso alte Gegenargument bringen, wenn alle so denken würden, wären wir heute nicht da wo wir sind. Es fängt immer mit wenigen an aus denen dann mehr werden. Wenn jeder denkt, sein Tun bringt nichts, dann tut keiner mehr was.

Natürlich gibt es keine Garantie, dass es was bewirkt oder ändert, aber wenn dir ein, entschuldigung, scheiss Videospiel, wichtiger ist als etwas für ein besseres Miteinander oder eine fairere Kundenbehandlung zu tun, dann ist es dein gutes Recht, aber einfach egoistisch. Dazu muss man dann eben stehen.
Natürlich ist meine Sichtweise egoistisch.
Aber der Witz an der Sache ist: Deine ebenso.

Ich kaufe es niemanden ab, dass er seine Einstellung nur aufgrund moralischer Ansprüche hat.

Ich behaupte viel mehr:
Jeder, der sich über die aktuelle Situation aufregt, tut dies, weil seine persönliche Schmerzgrenze überschritten wurde (oder kurz davor ist, überschritten zu werden).

Niemand der hier anwesenden "Samariter" tut dies aus dem inneren Antrieb heraus, der Allgemeinheit helfen zu wollen. Jede Boykott-Bekundung dient einzig dem Wissen, persönlich an der für einen selbst unerträglichen Situation etwas zu ändern. Um die Situation für sich selbst wieder erträglicher zu machen. Somit agiert jeder, ob nun für oder dagegen, immer in gewisser Form egoistisch (oder in deinen Worten "assozial").

Natürlich ist es einfacher zu sagen, andere sind daran Schuld. Und sieh es mal so:
In meiner "assozialen " Einstellung hast du immerhin einen Sündenbock, wenn dein dir selbst auferlegter Verzicht doch nicht die gewünschten Früchte trägt. "Der matzab83 ist schuld! Er hat nicht mitgemacht! (Die eins-elfer spar ich mir netterweise mal.)"

Ich glaube nicht, dass der Einzelne generell nichts unternehmen kann. Aber ich glaube, dass der propagierte Weg des Boykotts nicht unbedingt die optimale Lösung darstellt. Wie die optimale Lösung wiederum aussieht weiß ich allerdings auch nicht.

Und mal ganz ehrlich:
Wenn es mir nicht an einem "gemeinsamen Miteinander" gelegen wäre, würde ich hier nicht posten.
Nur habe ich keine Lust, wie ein Lemming der Masse hinterher zu rennen und "Boykott!" zu brüllen, ohne für mich zu überlegen, warum ich das überhaupt machen sollte...
Genau, wenn bei einem Spiel aufgrund von MTA die Verkaufszahlen einbrechen sollten (weil sich genügend Leute für einen Boykott finden) wird man beim Publisher nicht in der Lage sein für die Zukunft 1 und 1 zusammenzuzählen... :roll:

Du machst es dir echt einfach.