CD Projekt RED: Kritik an Arbeitsbedingungen und Unternehmensführung; Stellungnahme der Studioleitung
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- SethSteiner
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Re: CD Projekt RED: Kritik an Arbeitsbedingungen und Unternehmensführung; Stellungnahme der Studioleitung
Das ist keine Ein- sondern eine Feststellung, dass ein Entwickler vom Profit in der Regel nichts sieht.
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eigentlichegal
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Re: CD Projekt RED: Kritik an Arbeitsbedingungen und Unternehmensführung; Stellungnahme der Studioleitung
Wir als Konsumenten haben auch keine Verantwortung dafür, wie Unternehmen mit ihren Mitarbeitern umgehen. Wir können als Konsumenten nur folgendes tun: Wir schauen uns an, wie Unternehmen ihre Mitarbeiter behandeln und können dann entscheiden, ob wir dieses Gebaren unterstützen wollen oder nicht. Denn es ist doch so: Kauf jedes Spiel zum Vollpreis und der Entwickler nimmt mehr Geld ein. Soweit, so richtig. Nur woher nimmst du die Gewissheit, dass das Mehr an Geld dafür verwandt wird die Mitarbeiter besser zu bezahlen?
Sowas habe ich wirklich noch bei keiner anderen Branche als Vorschlag gehört. Warum sollte ich einem Wirtschaftsunternehmen, dass seine Leistung bereits erbracht und ich dafür bereits bezahlt habe nochmal bezahlen? Ich geb dem Fliesenleger doch auch nicht freiwillig das doppelte Gehalt, nur weil ich weiß, dass es Fliesenleger eventuell schwer haben über die Runden zu kommen.
- Miep_Miep
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Re: CD Projekt RED: Kritik an Arbeitsbedingungen und Unternehmensführung; Stellungnahme der Studioleitung
3,1 ist eigentlich ein guter Wert bei der Mitarbeiterzufriedenheit. In meinem Konzern haben wir eine Gesamtzufriedenheit von 3,7 mit Werten von 3,2 bis 4,0 in den einzelnen Geschäftsfeldern. Die Frage ist natürlich: Ist wie alt ist die Befragung? Wurde sie geheim durchgeführt? Wie hoch war die Beteiligung? Fakt ist, dass es keine Firma gibt wo alle Mitarbeiter glücklich sind. Es wird immer Leute geben, die mehr Entgelt, weniger Stunden oder andere Kollegen haben möchten. Für mich liest es sich jedoch eindeutig so, dass CD Projekt keine Wohltäter sind, die ihre Mitarbeiter mit viel Urlaub oder gar Weihnachtsgeld für alle belohnen. Sondern eher: 100 % arbeiten, 50 % bezahlt bekommen. Und nur unter Druck entstehen Diamanten.
Wir Arbeitnehmer haben in Deutschland viele Rechte, die zu unseren Gunsten stehen (ArbSchG, MuSchG, TzBfG, ArbZG usw.). Diesen Luxus haben viele Menschen in anderen Ländern nicht. In meinen Augen ist dies ein unakzeptabler Zustand. Da helfen auch keine Relativierungen von wegen "Den Menschen in Indien geht´s aber noch schlechter" oder "Ja und? Es ist in dieser ...-Branche üblich so viele unbezahlte Überstunden zu machen".
Wir Arbeitnehmer haben in Deutschland viele Rechte, die zu unseren Gunsten stehen (ArbSchG, MuSchG, TzBfG, ArbZG usw.). Diesen Luxus haben viele Menschen in anderen Ländern nicht. In meinen Augen ist dies ein unakzeptabler Zustand. Da helfen auch keine Relativierungen von wegen "Den Menschen in Indien geht´s aber noch schlechter" oder "Ja und? Es ist in dieser ...-Branche üblich so viele unbezahlte Überstunden zu machen".
- Wigggenz
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Re: CD Projekt RED: Kritik an Arbeitsbedingungen und Unternehmensführung; Stellungnahme der Studioleitung
Ich frage mich, wie du drauf kommst, dass der Mehrgewinn des Publishers an die Mitarbeiter weitergereicht wird. Darauf basiert deine ganze Herangehensweise. Ich wäre ja auch gerne bereit, im Rahmen meiner Möglichkeiten einen kleinen Beitrag zur Verbesserung der Situation zu leisten, aber dafür müsste ich auch wissen, dass es funktioniert.Raskir hat geschrieben: ↑17.10.2017 14:59Das ist genau die falsche Einstellung bei sowas. Anstelle tatsächlich mal was zu unternehmen und selbst zu agieren schiebt man die Verantwortung weiter. Wenn man Vollpreis kauft oder sogar noch weiter gedacht, die Preise sogar steigen, dann haben Unternehmen auch mehr Mittel um ihre Arbeiter zu bezahlen. Nicht alles fließt da ein aber ein Teil evtl schon. Oder aber, man kauft es günstiger und spendet die Differenz. Entsprechende Institute gibt es reichlich. Man kann nur was bewirken indem man sein eigenes Konsumverhalten ändert. Ich habe mir fest vorgenommen beim Kauf einer neuen Konsole genau das zu machen. Bei meinem Switch Kauf im nächsten Jahr gehen 50 Euro an eine Organisation die ich mir noch rauspicke. Ich fange spät damit an. Aber ich prangere auch unternehemen nicht an, die bieten uns ja nur das was wir wollen. Und vor allem im Gaming Bereich gibt es fast niemanden der lupenrein ist. CD ist da doch noch nicht mal ein übel. Sie sjnd eben einfach kein Vorbild.Wigggenz hat geschrieben: ↑17.10.2017 14:45 Selbst wenn alle plötzlich Vollpreis kaufen, wie profitieren die Entwickler davon? Die sehen von dem Mehrgewinn keinen Cent.
Anders als bei jederzeit abänderbaren Richtlinien, wie Spiele inhaltlich gestaltet werden sollen, ist den Entwicklern allerdings auch mit einem Boykott nicht geholfen, diese sind im Zweifel sogar die am stärksten negativ betroffenen, da bei Verlusten wohl erstmal das zu teure und irgendwie entbehrliche Personal freigesetzt wird.
Insofern gibt es keine richtige Entscheidung, um den Entwicklern zu helfen. Man kann lediglich für sich entscheiden, ob man Shareholdern und Unternehmensführung es gönnt, (viel) Gewinn auf dem Rücken der Mitarbeiter zu machen. Wenn nicht, ist Boykott trotzdem das Mittel der Wahl mmn.
Bisher habe ich TW3 nur auf der PS meines Mitbewohners gezockt, aber der Sale auf gog klang sehr verlockend. Allerdings werde ich wahrscheinlich erst schauen, ob ich noch mehr zu dieser Sache erfahren kann (soweit es einem Außenstehendem möglich ist), bevor ich einem Unternehmen noch mehr Kohle gebe, das womöglich seine Mitarbeiter ausbeutet.
@Ryan2k6
Mmn sehr optimistisch-naiv.
@Ryan
Warum sollte ich bestehende Urheberrechte verletzen, nur weil ich mit einem (Vollpreis-)Kauf keinem helfe? Damit helfe ich auch niemandem, bediene nur den eigenen primitiven Konsumtrieb und werde drüber hinaus noch kriminell.
Und wenn ich mir die Welt so anschaue, und dran denke, warum sie so ist, wie sie ist, dann weiß ich:
Wenn es bei einer tatsächlichen Ungeklärtheit, die menschliches Verhalten involviert, insbesondere wenn Geld im Spiel ist, eine optimistische (gegenüber dem Verhalten der Menschen) und eine pessimistische Betrachtungsweise gibt, entscheide ich mich für die pessimistische, denn diese ist in meinen Augen zumeist auch die realistische.
- Raskir
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Re: CD Projekt RED: Kritik an Arbeitsbedingungen und Unternehmensführung; Stellungnahme der Studioleitung
Und da ist es schon wieder. Du suchst nach Gründen es nicht zu tun anstelle nach Möglichkeiten zu suchen etwas zu bewirken. Du schiebst die Verantwortung weiter so wie viele von uns. Natürlich muss es nicht sein dass das Geld an Entwickler fließt. Alles davon bestimmt nicht. Aber vielleicht einiges. Und selbst wenn nicht es gibt andere Mittel und Wege. Boykott ist natürlich eine valide Option. Aber da wir fast alle Konsolen und PCs besitzen die unter katastrophalen Umständen gemacht wurden, sollten wir uns die Frage stellen, warum wir da schon nichts unternommen haben. Der Grund ist einfach, weil wir zocken wollen und darüber hinwegsehen konnten. Aber wir sind eben kein Stück besser bis wir nichts selber Unternehmen und der Linie treu bleiben. Da kannst du gerne mit den Finger auf andere zeigen, ich für meinen Teil weiß, dass ich Teil des Problems bin und das ich mich erst selber ändern muss ehe ich mich über andere beschwere. Aber hier tun viele so als gehe sie das kaum was an und das man selber in keiner Verantwortung steht. Bullshit. Einfach nur Bullshit.Wigggenz hat geschrieben: ↑17.10.2017 15:24Ich frage mich, wie du drauf kommst, dass der Mehrgewinn des Publishers an die Mitarbeiter weitergereicht wird. Darauf basiert deine ganze Herangehensweise. Ich wäre ja auch gerne bereit, im Rahmen meiner Möglichkeiten einen kleinen Beitrag zur Verbesserung der Situation zu leisten, aber dafür müsste ich auch wissen, dass es funktioniert.Raskir hat geschrieben: ↑17.10.2017 14:59Das ist genau die falsche Einstellung bei sowas. Anstelle tatsächlich mal was zu unternehmen und selbst zu agieren schiebt man die Verantwortung weiter. Wenn man Vollpreis kauft oder sogar noch weiter gedacht, die Preise sogar steigen, dann haben Unternehmen auch mehr Mittel um ihre Arbeiter zu bezahlen. Nicht alles fließt da ein aber ein Teil evtl schon. Oder aber, man kauft es günstiger und spendet die Differenz. Entsprechende Institute gibt es reichlich. Man kann nur was bewirken indem man sein eigenes Konsumverhalten ändert. Ich habe mir fest vorgenommen beim Kauf einer neuen Konsole genau das zu machen. Bei meinem Switch Kauf im nächsten Jahr gehen 50 Euro an eine Organisation die ich mir noch rauspicke. Ich fange spät damit an. Aber ich prangere auch unternehemen nicht an, die bieten uns ja nur das was wir wollen. Und vor allem im Gaming Bereich gibt es fast niemanden der lupenrein ist. CD ist da doch noch nicht mal ein übel. Sie sjnd eben einfach kein Vorbild.Wigggenz hat geschrieben: ↑17.10.2017 14:45 Selbst wenn alle plötzlich Vollpreis kaufen, wie profitieren die Entwickler davon? Die sehen von dem Mehrgewinn keinen Cent.
Anders als bei jederzeit abänderbaren Richtlinien, wie Spiele inhaltlich gestaltet werden sollen, ist den Entwicklern allerdings auch mit einem Boykott nicht geholfen, diese sind im Zweifel sogar die am stärksten negativ betroffenen, da bei Verlusten wohl erstmal das zu teure und irgendwie entbehrliche Personal freigesetzt wird.
Insofern gibt es keine richtige Entscheidung, um den Entwicklern zu helfen. Man kann lediglich für sich entscheiden, ob man Shareholdern und Unternehmensführung es gönnt, (viel) Gewinn auf dem Rücken der Mitarbeiter zu machen. Wenn nicht, ist Boykott trotzdem das Mittel der Wahl mmn.
Bisher habe ich TW3 nur auf der PS meines Mitbewohners gezockt, aber der Sale auf gog klang sehr verlockend. Allerdings werde ich wahrscheinlich erst schauen, ob ich noch mehr zu dieser Sache erfahren kann (soweit es einem Außenstehendem möglich ist), bevor ich einem Unternehmen noch mehr Kohle gebe, das womöglich seine Mitarbeiter ausbeutet.
@Ryan2k6
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Zuletzt geändert von Raskir am 17.10.2017 15:48, insgesamt 1-mal geändert.
- Miep_Miep
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Re: CD Projekt RED: Kritik an Arbeitsbedingungen und Unternehmensführung; Stellungnahme der Studioleitung
^thisRaskir hat geschrieben: ↑17.10.2017 15:38 Und da ist es schon wieder. Du suchst nach Gründen es nicht zu tun anstelle nach Möglichkeiten zu suchen etwas zu bewirken. Du schiebst die Verantwortung weiter so wie viele von uns. Naturl muss es nicht sein dass das Geld an Entwickler fließt. Allws davon bestimmt nicht. Aber vielleicht einiges. Und selbst wenn nicht es gibt andere Mittel und Wege. Biykott ist natürlich eine valide Option. Aber da wir fast alle Konsolen und PCs besitzen die unter katastrophalen Umständen gemacht wurden, sollten wir uns die Frage stellen, warum wir da schon nichts unternommen haben. Der Grund ist einfach, weil wir zocken wollen und darüber hinwegsehen konnten. Aber wir sind eben kein Stück besser bis wir nichts selber Unternehmen und der Linie treu bleiben. Da kannst du gerne mit den Finger auf andere zeigen, ich für meinen Teil weiß, dass ich Teil des Problems bin und das ich mich erst selber ändern muss ehe ich mich über andere beschwere. Aber hier tun viele so als gehe sie das kaum was an und das man selber in keiner Verantwortung steht. Bullshit. Einfach nur Bullshit.
Kann ich so unterschreiben.
- thoxx
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Re: CD Projekt RED: Kritik an Arbeitsbedingungen und Unternehmensführung; Stellungnahme der Studioleitung
Es ist ja keine Befragung, sondern ein öffentliches Internet-Portal (wie kununu). Der Link ist auch im Artikel: https://www.glassdoor.de/Bewertungen/CD ... 644250.htm (inzwischen ist der Wer bei 3,3).Miieep hat geschrieben: ↑17.10.2017 15:21 3,1 ist eigentlich ein guter Wert bei der Mitarbeiterzufriedenheit. In meinem Konzern haben wir eine Gesamtzufriedenheit von 3,7 mit Werten von 3,2 bis 4,0 in den einzelnen Geschäftsfeldern. Die Frage ist natürlich: Ist wie alt ist die Befragung? Wurde sie geheim durchgeführt? Wie hoch war die Beteiligung?
Man darf da 2 Sachen nicht vergessen: 1. Kann sich da jeder registrieren und 2. Greift dort das Amazon Rezensionen Prinzip. Die Leute werden tendenziell eher aktiv, wenn es was zu meckern gibt (also schreiben dann Rezensionen und lassen es, wenn alles gut ist).
*edit*
Gerade mal bisschen drüber gelesen, da gibt es dann auch Bewertung mit Inhalt wie (2 Sterne, eh .Mitarbeiter mit <1 Jahr Zugehörigkeit):
Die Witcher Teile machen auf mich jetzt nicht den Eindruck nach "put random stuff together"No real idea how to make a game beginning to end. Just put random stuff together and hope for the best.
No long term plan / structure / process.
Zuletzt geändert von thoxx am 17.10.2017 15:54, insgesamt 1-mal geändert.
- Wigggenz
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Re: CD Projekt RED: Kritik an Arbeitsbedingungen und Unternehmensführung; Stellungnahme der Studioleitung
Was unterstellst du mir für ne Scheiße?Raskir hat geschrieben: ↑17.10.2017 15:38Und da ist es schon wieder. Du suchst nach Gründen es nicht zu tun anstelle nach Möglichkeiten zu suchen etwas zu bewirken. Du schiebst die Verantwortung weiter so wie viele von uns. Naturl muss es nicht sein dass das Geld an Entwickler fließt. Allws davon bestimmt nicht. Aber vielleicht einiges. Und selbst wenn nicht es gibt andere Mittel und Wege. Biykott ist natürlich eine valide Option. Aber da wir fast alle Konsolen und PCs besitzen die unter katastrophalen Umständen gemacht wurden, sollten wir uns die Frage stellen, warum wir da schon nichts unternommen haben. Der Grund ist einfach, weil wir zocken wollen und darüber hinwegsehen konnten. Aber wir sind eben kein Stück besser bis wir nichts selber Unternehmen und der Linie treu bleiben. Da kannst du gerne mit den Finger auf andere zeigen, ich für meinen Teil weiß, dass ich Teil des Problems bin und das ich mich erst selber ändern muss ehe ich mich über andere beschwere. Aber hier tun viele so als gehe sie das kaum was an und das man selber in keiner Verantwortung steht. Bullshit. Einfach nur Bullshit.Wigggenz hat geschrieben: ↑17.10.2017 15:24Ich frage mich, wie du drauf kommst, dass der Mehrgewinn des Publishers an die Mitarbeiter weitergereicht wird. Darauf basiert deine ganze Herangehensweise. Ich wäre ja auch gerne bereit, im Rahmen meiner Möglichkeiten einen kleinen Beitrag zur Verbesserung der Situation zu leisten, aber dafür müsste ich auch wissen, dass es funktioniert.Raskir hat geschrieben: ↑17.10.2017 14:59
Das ist genau die falsche Einstellung bei sowas. Anstelle tatsächlich mal was zu unternehmen und selbst zu agieren schiebt man die Verantwortung weiter. Wenn man Vollpreis kauft oder sogar noch weiter gedacht, die Preise sogar steigen, dann haben Unternehmen auch mehr Mittel um ihre Arbeiter zu bezahlen. Nicht alles fließt da ein aber ein Teil evtl schon. Oder aber, man kauft es günstiger und spendet die Differenz. Entsprechende Institute gibt es reichlich. Man kann nur was bewirken indem man sein eigenes Konsumverhalten ändert. Ich habe mir fest vorgenommen beim Kauf einer neuen Konsole genau das zu machen. Bei meinem Switch Kauf im nächsten Jahr gehen 50 Euro an eine Organisation die ich mir noch rauspicke. Ich fange spät damit an. Aber ich prangere auch unternehemen nicht an, die bieten uns ja nur das was wir wollen. Und vor allem im Gaming Bereich gibt es fast niemanden der lupenrein ist. CD ist da doch noch nicht mal ein übel. Sie sjnd eben einfach kein Vorbild.
Verantwortung von mir schieben ist nur, wenn ich etwas nicht tue, von dem ich weiß, dass es helfen würde. Verantwortung zu übernehmen ist nicht etwas zu tun, wovon man überhaupt nicht weiß, ob es hilft oder nicht.
Sorry, ich halte etwas zu tun, wovon völlig ungeklärt ist, ob es überhaupt hilft, und von dem ich sogar aus guten Gründen für wahrscheinlicher halte, dass es nicht hilft, für Bullshit.
Warum sollte ich was tun, das nicht hilft? Damit würde ich genau nichts bewirken. Hier jetzt unterstellen zu wollen, auf andere zu zeigen und sich vor Verantwortung zu drücken, ist paradox.
Oder kurz gesagt und positiv formuliert:
Wenn du mir einen einzigen tatsächlichen Beleg dafür zeigen kannst, dass ich den Entwicklern helfe, wenn ich zum Vollpreis kaufe, nehme ich alles zurück.
Boykottieren hilft wenigstens insofern, dass es der jeweiligen Unternehmensführung den Gewinn ein wenig schmälert und Fehlverhalten somit sanktioniert wird. Und an manchen Stellen zu boykottieren ist immer noch besser als gar nicht. Hier bist du derjenige, der sich drückt: "Ich bin sowieso Teil des Problems, also brauche ich mit dem Boykottieren erst gar nicht anfangen"
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eigentlichegal
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Re: CD Projekt RED: Kritik an Arbeitsbedingungen und Unternehmensführung; Stellungnahme der Studioleitung
Ich kann Wigggenz, wenn auch mit weniger drastischen Worten, nur zustimmen. Du behauptest(!), dass wenn ich Spiele zum Vollpreis kaufe (was ich übrigens sowieso schon fast immer mache), dass der arme Programmierer davon nachher mehr in der Tasche hat. Und das obwohl wir jeden einzelnen Tag sehen, dass das nicht der Fall ist, weil ICH kriege auch nicht automatisch mehr Gehalt, nur weil mein Unternehmen soundso viele Millionen mehr verdient hat. Also wieso sollte das in der Spielebranche anders laufen? Aber hey, wenn ich nur dann meine Verantwortung in der Welt übernehme, indem ich wirkungslose Dinge tue, dann zünde ich ab jetzt für jedes Spiel das ich kaufe eine Kerze an und stelle mir ganz fest vor, dass der heilige Geist den geknechteten Programmierern schon helfen wird.
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Re: CD Projekt RED: Kritik an Arbeitsbedingungen und Unternehmensführung; Stellungnahme der Studioleitung
Stimmt. Diese Bewertung ist dann eigentlich komplett zu vernachlässigen, denn 46 vom 400 Mitarbeitern entspricht einer Beteiligung von nicht mal 12 %. Interessant wäre eine gesamtheitliche Befragung mit mind. 60 % Beteiligung.thoxx hat geschrieben: ↑17.10.2017 15:47Es ist ja keine Befragung, sondern ein öffentliches Internet-Portal (wie kununu). Der Link ist auch im Artikel: https://www.glassdoor.de/Bewertungen/CD ... 644250.htm (inzwischen ist der Wer bei 3,3).Miieep hat geschrieben: ↑17.10.2017 15:21 3,1 ist eigentlich ein guter Wert bei der Mitarbeiterzufriedenheit. In meinem Konzern haben wir eine Gesamtzufriedenheit von 3,7 mit Werten von 3,2 bis 4,0 in den einzelnen Geschäftsfeldern. Die Frage ist natürlich: Ist wie alt ist die Befragung? Wurde sie geheim durchgeführt? Wie hoch war die Beteiligung?
Man darf da 2 Sachen nicht vergessen: 1. Kann sich da jeder registrieren und 2. Greift dort das Amazon Rezensionen Prinzip. Die Leute werden tendenziell eher aktiv, wenn es was zu meckern gibt (also schreiben dann Rezensionen und lassen es, wenn alles gut ist).
- ZackeZells
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Re: CD Projekt RED: Kritik an Arbeitsbedingungen und Unternehmensführung; Stellungnahme der Studioleitung
Gewinne werden nach oben Verteilt! 
Gab doch vor ein, zwei Jahren die Berichte über den Niedergang von Crytek.
Die Arbeiter haben dort miserable Arbeitsbedingungen vorgefunden, wenig Lohn erhalten und die Gebrüder Yerli sind mit dicken Sportwagen (Lambos oder Ferarris) zur Arbeit gefahren.
Könnte mir gut Vorstellen das Crytek nicht der einzige "Entwickler" ist/war bei dem es solche Arbeitsbedingungen gibt/gab.
Gab doch vor ein, zwei Jahren die Berichte über den Niedergang von Crytek.
Die Arbeiter haben dort miserable Arbeitsbedingungen vorgefunden, wenig Lohn erhalten und die Gebrüder Yerli sind mit dicken Sportwagen (Lambos oder Ferarris) zur Arbeit gefahren.
Könnte mir gut Vorstellen das Crytek nicht der einzige "Entwickler" ist/war bei dem es solche Arbeitsbedingungen gibt/gab.
- Raskir
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Re: CD Projekt RED: Kritik an Arbeitsbedingungen und Unternehmensführung; Stellungnahme der Studioleitung
@ wiggenz
Hab keinen Beleg. Wie denn auch. Aber es war auch nicht die einzige Option die ich nannte. Mal ganz konkret gefragt, hast du eine Konsole oder einen pc mit Bauteilen aus Foxconn oder ähnlichem? Wenn ja, warum kam da nicht der Boykott. Oder hast du in anderer Form deinen Beitrag geleistet? Wenn nein, wieso? Wenn du aber dich da wirklich vorbildlich gezeigt hast, dann verzeih.
Was ich sagen will ist, bevor wir auf andere zeigen sollten wir erstmal unser eigenes handeln in Frage stellen und ggf anpassen. Ich rede hier nicht nur von CD sondern allgemein wir als gamer oder noch allgemeiner. Wann unterstützen wir Ausbeutung? Im Gamingbereich sehr sehr oft. Insbesondere bei dem Erwerb neuer Hardware. Und doch haben wir sie fast alle. Deswegen nochmal in aller Ruhe und Ausführlichkeit: ist das eigene Konsumverhalten mit schuld an dem ganzen, bzw leisten wir unseren Beitrag dazu? Stört man sich selber an diesen Bedingungen? Ist die Antwort auf beides ja, MUSS man selber was unternehmen und nicht nach scheiß ausreden suchen.
Und um es nochmal klarzustellen, ich kann nicht beweisen dass man bei Vollpreis auch was an die Entwickler gibt. Ich gehe nur davon aus. Aber es war eben nur eine Option von mehreren. Ist ja nicht so als das ich möchte, dass jeder Vollpreis zahlt. Ich möchte Veränderungen ins positive wie die meisten von uns. Nur muss uns klar sein dass wir es vielleicht sind die sich zuerst ändern müssen. Wir bestimmen die Nachfrage
Hab keinen Beleg. Wie denn auch. Aber es war auch nicht die einzige Option die ich nannte. Mal ganz konkret gefragt, hast du eine Konsole oder einen pc mit Bauteilen aus Foxconn oder ähnlichem? Wenn ja, warum kam da nicht der Boykott. Oder hast du in anderer Form deinen Beitrag geleistet? Wenn nein, wieso? Wenn du aber dich da wirklich vorbildlich gezeigt hast, dann verzeih.
Was ich sagen will ist, bevor wir auf andere zeigen sollten wir erstmal unser eigenes handeln in Frage stellen und ggf anpassen. Ich rede hier nicht nur von CD sondern allgemein wir als gamer oder noch allgemeiner. Wann unterstützen wir Ausbeutung? Im Gamingbereich sehr sehr oft. Insbesondere bei dem Erwerb neuer Hardware. Und doch haben wir sie fast alle. Deswegen nochmal in aller Ruhe und Ausführlichkeit: ist das eigene Konsumverhalten mit schuld an dem ganzen, bzw leisten wir unseren Beitrag dazu? Stört man sich selber an diesen Bedingungen? Ist die Antwort auf beides ja, MUSS man selber was unternehmen und nicht nach scheiß ausreden suchen.
Und um es nochmal klarzustellen, ich kann nicht beweisen dass man bei Vollpreis auch was an die Entwickler gibt. Ich gehe nur davon aus. Aber es war eben nur eine Option von mehreren. Ist ja nicht so als das ich möchte, dass jeder Vollpreis zahlt. Ich möchte Veränderungen ins positive wie die meisten von uns. Nur muss uns klar sein dass wir es vielleicht sind die sich zuerst ändern müssen. Wir bestimmen die Nachfrage
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Re: CD Projekt RED: Kritik an Arbeitsbedingungen und Unternehmensführung; Stellungnahme der Studioleitung
Sind die Chefs von CDPR denn auch so dermaßen protzig und verschwenderisch wie bei Crytek?
Natürlich muss man nicht davon ausgehen, daß bei Mehreinnahmen automatisch die Gehälter und Arbeitsbedingungen aufgewertet werden. Zu behaupten, daß eine Gewinnsteigerung aber generell überhaupt keinen positiven Effekt auf die Unternehmenskultur haben wird ist auch nichts weiter als eine bequeme Ausrede.
Pessimisten haben auch nicht immer recht.
Natürlich muss man nicht davon ausgehen, daß bei Mehreinnahmen automatisch die Gehälter und Arbeitsbedingungen aufgewertet werden. Zu behaupten, daß eine Gewinnsteigerung aber generell überhaupt keinen positiven Effekt auf die Unternehmenskultur haben wird ist auch nichts weiter als eine bequeme Ausrede.
Pessimisten haben auch nicht immer recht.
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johndoe711686
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Re: CD Projekt RED: Kritik an Arbeitsbedingungen und Unternehmensführung; Stellungnahme der Studioleitung
So wie ihr behauptet, dass der Gewinn keine Auswirkung auf die Entwickler hat, behaupte ich, bei mehr Einnahmen haben sie auch die Möglichkeit mehr zu zahlen.eigentlichegal hat geschrieben: ↑17.10.2017 15:55 Ich kann Wigggenz, wenn auch mit weniger drastischen Worten, nur zustimmen. Du behauptest(!), dass wenn ich Spiele zum Vollpreis kaufe (was ich übrigens sowieso schon fast immer mache), dass der arme Programmierer davon nachher mehr in der Tasche hat. Und das obwohl wir jeden einzelnen Tag sehen, dass das nicht der Fall ist, weil ICH kriege auch nicht automatisch mehr Gehalt, nur weil mein Unternehmen soundso viele Millionen mehr verdient hat. Also wieso sollte das in der Spielebranche anders laufen? Aber hey, wenn ich nur dann meine Verantwortung in der Welt übernehme, indem ich wirkungslose Dinge tue, dann zünde ich ab jetzt für jedes Spiel das ich kaufe eine Kerze an und stelle mir ganz fest vor, dass der heilige Geist den geknechteten Programmierern schon helfen wird.
Und jetzt? Behaupten kann jeder. Was Raskir meint ist, anstatt zu behaupten es bringt ja alles nichts, kannst du aktiv etwas tun. Und da spricht er zum Beispiel von Spenden, oder bringt das ja auch alles nichts, weil hey, das Geld kommt ja nie da an wo man spendet?
Komplette Schwarzseherei um sich selbst besser im Spiegel sehen zu können. "Ich würde ja, aber..."
- Raskir
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Re: CD Projekt RED: Kritik an Arbeitsbedingungen und Unternehmensführung; Stellungnahme der Studioleitung
Ich verweise auf meinen vorpost. Btw, ihr hängt auch ja ziemlich auf über einen einzeiler von einem riesigen Block an Text von mir. Ist der Rest denn dann etwa konform?eigentlichegal hat geschrieben: ↑17.10.2017 15:55 Ich kann Wigggenz, wenn auch mit weniger drastischen Worten, nur zustimmen. Du behauptest(!), dass wenn ich Spiele zum Vollpreis kaufe (was ich übrigens sowieso schon fast immer mache), dass der arme Programmierer davon nachher mehr in der Tasche hat. Und das obwohl wir jeden einzelnen Tag sehen, dass das nicht der Fall ist, weil ICH kriege auch nicht automatisch mehr Gehalt, nur weil mein Unternehmen soundso viele Millionen mehr verdient hat. Also wieso sollte das in der Spielebranche anders laufen? Aber hey, wenn ich nur dann meine Verantwortung in der Welt übernehme, indem ich wirkungslose Dinge tue, dann zünde ich ab jetzt für jedes Spiel das ich kaufe eine Kerze an und stelle mir ganz fest vor, dass der heilige Geist den geknechteten Programmierern schon helfen wird.
