Spec Ops: The Line: Entwickler würden eher Glasscherben essen als eine Fortsetzung zu machen

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Eisenherz
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Re: Spec Ops: The Line: Entwickler würden eher Glasscherben essen als eine Fortsetzung zu machen

Beitrag von Eisenherz »

ronny_83 hat geschrieben: 06.10.2017 17:28 Gab aber nur eine Stelle, wo ich geschluckt habe, was die Entscheidung und Konsequenz anbelangt bzw. die Darstellung der Konsequenz.
Die Napalm-Szene? Die war wirklich heftig, aber da ist mein "Kritikpunkt" auch der, dass man die Situation nicht anders lösen konnte und durfte. Ich hab es anderes probiert, aber es war letzten Endes kein anderer Weg möglich. Deswegen ist das auch Spiel, das man eigentlich nur einmal spielen braucht, da es komplett linear ist.
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EllieJoel
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Re: Spec Ops: The Line: Entwickler würden eher Glasscherben essen als eine Fortsetzung zu machen

Beitrag von EllieJoel »

Naja letztendlich am Ende des Tages war Spec Ops the Line auch nichts anderes als ein super generisches third person moorhuhn shooter mit lächerlichen Gegnerwellen daran ändert die Story auch nichts die auch nur in sehr wenigen Momenten glänzt. Vielleicht hätte es dem Spiel gutgetan sich nicht heuchlerisch den Spielen anzubiedern die man eigentlich kritisieren ? wollte mit dem Spiel. Wenn Leute nen generischen 3rd Person Moorhuhn Shooter mit lächerlichen Gegnerwellen wollen kaufen sie halt Gears of War oder Tomb Raider und nicht Spec Ops line.
adventureFAN hat geschrieben: 06.10.2017 14:34 The Line hat doch ganz bewusst auf die 0815-Shooter-Mechaniken gesetzt. Gerade deswegen wirkt die Story so gut... man denkt, man spielt einen 0815-Shooter, aber in Wirklichkeit steckt da viel mehr dahinter. The Line führt den Spieler vor.

Fand ich großartig!
Zumal es auch Spieler gibt die das Spiel durchgespielt haben und immernoch dachten es wäre 0815.

Im Spielebreich recht einzigartig.

So ein Quatsch das Spiel setzt "ganz bewusst" auf 0815-Shooter-Mechaniken weil 2K (oder der Entwickler) dachte das man so mehr Exemplare verkaufen kann das hat nichts mit einen genialen Geniestreich der Entwickler zutun. :roll: (Wahrscheinlich auch weil man nicht das Talent hatte etwas anderes Innovatives zumachen.)
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Everything Burrito
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Re: Spec Ops: The Line: Entwickler würden eher Glasscherben essen als eine Fortsetzung zu machen

Beitrag von Everything Burrito »

Eisenherz hat geschrieben: 06.10.2017 17:51
ronny_83 hat geschrieben: 06.10.2017 17:28 Gab aber nur eine Stelle, wo ich geschluckt habe, was die Entscheidung und Konsequenz anbelangt bzw. die Darstellung der Konsequenz.
Die Napalm-Szene? Die war wirklich heftig, aber da ist mein "Kritikpunkt" auch der, dass man die Situation nicht anders lösen konnte und durfte. Ich hab es anderes probiert, aber es war letzten Endes kein anderer Weg möglich. Deswegen ist das auch Spiel, das man eigentlich nur einmal spielen braucht, da es komplett linear ist.
weißer phosphor.

ich fand das spiel im allgemeinen zu schlecht, um die story emotional genug rüberzubringen.
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the curie-ous
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Re: Spec Ops: The Line: Entwickler würden eher Glasscherben essen als eine Fortsetzung zu machen

Beitrag von the curie-ous »

Die Phosphorszene war mein persönlicher Grund das Spiel zu beenden und seit Jahren nie mehr anzufassen. Noch nie habe ich mich in einem liniear geführten Spiel so geärgert, als hier. Man konnte durch die ThermoOptik deutlich erkennen, dass hier nicht mehr nur Kombatanten durch den Angriff getötet werden, sondern auch Zivilisten.
Ich hab das Spiel erst recht spät auf anraten gespielt und wusste, dass man mir hier ein pseudointelektuelles Kriegsdrama präsentieren möchte.
Nach der Ausführung des Phosphorangriffs war man als Spieler gezwungen durch die Reihen der verbrannten Körper zu gehen um sich der Auswirkung der weißen Scheiße bewusst zu sein, heftige Darstellung, keine Frage. Aber ich war nicht betroffen durch meinen Angriff und dessen Folgen und weil das alles so furchtbar ist, sondern eher deswegen, wir mir in den Nacken gegriffen wurde, um mich meine Fresse in einen Haufen Scheiße zu pressen, damit ich doch ganz arg betroffen und gefühlsduselig sein soll.

Ich fand - stellvertretend - diesen Moment so billig und unintelligent, dass ich jeglichen Anreiz weiterzuspielen auf der Stelle verloren habe.
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adventureFAN
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Re: Spec Ops: The Line: Entwickler würden eher Glasscherben essen als eine Fortsetzung zu machen

Beitrag von adventureFAN »

Ein Phosphorangriff IST billig und unintelligent.
Es wird halt schonungslos gezeigt... weiß jetzt nicht warum das verwerflich sein sollte. Sowas passiert im Krieg.

Warum wird dem Entwickler direkt vorgeworfen billig und unintelligent zu sein, nur weil man selbst nicht damit klar kommt?!
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5Finger
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Re: Spec Ops: The Line: Entwickler würden eher Glasscherben essen als eine Fortsetzung zu machen

Beitrag von 5Finger »

adventureFAN hat geschrieben: 07.10.2017 11:53 Ein Phosphorangriff IST billig und unintelligent.
Es wird halt schonungslos gezeigt... weiß jetzt nicht warum das verwerflich sein sollte. Sowas passiert im Krieg.

Warum wird dem Entwickler direkt vorgeworfen billig und unintelligent zu sein, nur weil man selbst nicht damit klar kommt?!
Es ist billig und unintelligent, weil das Game dir weder die Wahl gibt, noch dich sonst irgendwie dazu verleitet das Phosphor zu verwenden. Dein Char sagt einfach, ich will das machen und fertig. Selbst als man sieht, dass weder alle Bewaffnet sind, noch sonst irgendwie eine Gefahr darstellen, hält man einfach weiter drauf. Nicht weil man es will, sondern nur weil das Game es vorgibt. Daher ist mir die ganze Szene auch 0,0 nahe gegangen, denn ich habe es weder entschieden, noch irgendwie eine Chance gehabt es zu umgehen.
Dazu ist der Klimax der Szene auch noch ein Cliché³.
Show
Eine Mutter die ihr Kind beschützen will und das allein auf weiter Flur. Überall drängen sich die Leute dicht an dicht, aber um die beiden ist im Umkreis von 3m keine Sau? :roll:
Das alles macht diese Szene so unglaublich billig und unintelligent.
Zuletzt geändert von 5Finger am 07.10.2017 12:12, insgesamt 1-mal geändert.
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adventureFAN
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Re: Spec Ops: The Line: Entwickler würden eher Glasscherben essen als eine Fortsetzung zu machen

Beitrag von adventureFAN »

Ja und? Das Spiel gibt dir halt keine Entscheidung, man soll die Schrecken vom Krieg sehen.
Wäre ja noch schöner, wenn man sich das Spiel zum Friede-Freude-Eierkuchen-Ding entscheiden kann.

Die Intention ist schon ganz eindeutig: Anti-Kriegs-Spiel.
Dann könnte man auch Apokalypse Now oder Full Metal Jacked als billig und unintellligent ansehen.
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5Finger
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Re: Spec Ops: The Line: Entwickler würden eher Glasscherben essen als eine Fortsetzung zu machen

Beitrag von 5Finger »

adventureFAN hat geschrieben: 07.10.2017 12:10 Ja und? Das Spiel gibt dir halt keine Entscheidung, man soll die Schrecken vom Krieg sehen.
Wäre ja noch schöner, wenn man sich das Spiel zum Friede-Freude-Eierkuchen-Ding entscheiden kann.

Die Intention ist schon ganz eindeutig: Anti-Kriegs-Spiel.
Dann könnte man auch Apokalypse Now oder Full Metal Jacked als billig und unintellligent ansehen.
Ja und jetzt stell dir vor, wie intensiv die Szene wäre, wenn dir das Game nur ein paar Krümel Infos über die Basis gegeben hätte und dich dann zu verleitet hätte, den Mörser zu verwenden. DAS wäre Anti-Krieg gewesen.

@Ronny_83
Am Anfang hast du auch nur Soldaten, aber in den letzten Linien siehst du schon, dass es sich um eine Art Sammelpunkt/Sanitätslager oder ähnliches handeln muss und trotzdem muss du die letzte Linie zerstören, welche dann die Kettenreaktion auslöst.
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adventureFAN
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Re: Spec Ops: The Line: Entwickler würden eher Glasscherben essen als eine Fortsetzung zu machen

Beitrag von adventureFAN »

Kollateralschaden. Auch eine gängige Praxis im Kriegsumfeld.
Der Hauptcharakter ist ein Soldat und als solcher agiert er. Er soll nicht sympatisch sein, noch soll man sich mit ihm identifizieren. Darum gibt es auch keine Entscheidungen.

Spec Ops: The Line ist defintiv Anti-Kriegs-Spiel, daran gibt es gar nichts zu rütteln.
Und sowas gibt es selten im Spielebereich.
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Re: Spec Ops: The Line: Entwickler würden eher Glasscherben essen als eine Fortsetzung zu machen

Beitrag von 5Finger »

adventureFAN hat geschrieben: 07.10.2017 12:29 Kollateralschaden. Auch eine gängige Praxis im Kriegsumfeld.
Der Hauptcharakter ist ein Soldat und als solcher agiert er. Er soll nicht sympatisch sein, noch soll man sich mit ihm identifizieren. Darum gibt es auch keine Entscheidungen.

Spec Ops: The Line ist defintiv Anti-Kriegs-Spiel, daran gibt es gar nichts zu rütteln.
Und sowas gibt es selten im Spielebereich.
Niemand bezweifelt das es Anti-Krieg sein will und das es (leider) der bisher beste Vertreter in dem Bereich ist. Aber die Umsetzung ist halt dürftig. Man setzt auf eine Story die durch ihre Auflösung nur so vor Logiklücken strotzt und auf eine optisch zwar krasse, aber ansonsten eher mau umgesetzte Schockszene, das Ganze garniert mit 08/15 Gameplay.

Außerdem kann ich in dem Game so manche Entscheidung treffen, warum also nicht auch an dem Punkt?
Zuletzt geändert von 5Finger am 07.10.2017 12:51, insgesamt 1-mal geändert.
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adventureFAN
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Re: Spec Ops: The Line: Entwickler würden eher Glasscherben essen als eine Fortsetzung zu machen

Beitrag von adventureFAN »

Die Entscheidungen sind wohl nur den verschiedenen Endings geschuldet. Die sind tatsächlich nicht ganz so gut umgesetzt. Die Entscheidungen hätte es nicht gebraucht.

Ansonsten kreide ich dem Spiel aber nichts an.
Für mich ist das 0815-Gameplay gewollt, weil der Spieler erst mal denken soll er spielt einen üblichen Moorhuhn-Shooter ala CoD.
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the curie-ous
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Re: Spec Ops: The Line: Entwickler würden eher Glasscherben essen als eine Fortsetzung zu machen

Beitrag von the curie-ous »

@ adventureFAN

Ich hab dich ja nicht persönlich angreifen wollen, in dem ich dein Lieblingsantikriegsspiel oder was-auch-immer anders betrachte.
Nochmal: FÜR MICH PERSÖNLICH WAR AN DER GENANNTEN STELLE DER OFEN AUS.

"Ansonsten kreide ich dem Spiel aber nichts an."
Ist ja gut. Ist deine Meinung.

"Spec Ops: The Line ist defintiv Anti-Kriegs-Spiel, daran gibt es gar nichts zu rütteln."
Mag sein. FÜR DICH. Bitte lass uns Anderen eine differenzierte Meinung haben.
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adventureFAN
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Re: Spec Ops: The Line: Entwickler würden eher Glasscherben essen als eine Fortsetzung zu machen

Beitrag von adventureFAN »

Die unterschiedlichen Definitionen vom "Anti-Krieg"-Genre finde ich... interessant.
Es geht doch solchen Filmen/Büchern/Spielen doch nur darum schonungslos die Schrecken des Krieges zu zeigen und nicht jemanden irgendwelche Optionen offen zu lassen. Was ihr sucht ist ein Rollenspiel in dem ihr den Guten spielen könnt.

Spec Ops: The Line ist ein Anti-Kriegs-Spiel durch und durch. Punkt.
Wenn es Andere als reine 0815-Kost interpretieren wollen, bitteschön, aber ich sehe das absolut nicht so.
Zuletzt geändert von adventureFAN am 07.10.2017 19:03, insgesamt 2-mal geändert.
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Eisenherz
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Re: Spec Ops: The Line: Entwickler würden eher Glasscherben essen als eine Fortsetzung zu machen

Beitrag von Eisenherz »

Antikriegsthematiken kommen selten ohne Krieg und Gewalt aus. Siehe "Der schmale Grat", einer der besten Antikriegsfilme aller Zeiten. Auf der einen Seite ein kompetenter und mitreißender Kriegsfilm, auf der anderen Seite eine schonungslose Betrachtung der Sinnlosigkeit des Ganzen.
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Nuracus
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Re: Spec Ops: The Line: Entwickler würden eher Glasscherben essen als eine Fortsetzung zu machen

Beitrag von Nuracus »

Äh. Wie kann das hier KEIN Anti-Kriegsspiel sein? Dieses Spiel ist nicht Gameplay oder Story, es ist Gameplay UND Story. Die Story ist 100 % Anti-Krieg, das Spiel ist einfach ein Spiel, also ist es ein Anti-Kriegsspiel.

Ich würde sogar sagen, gerade WEIL der Spieler keine andere Wahl hat als zu töten und durch diese Tötungen belohnt wird, kann die Anti-Kriegsstory so schonungslos reinhauen.

Siehe diese Gesprächsszene, die weiter oben erwähnt wird. In jedem Krieg werden nicht einfach “Feinde“ erschossen, sondern - und das muss einem hier bewusst werden - Menschen, mit Hobbys, Lieblingsspeisen, Geschwistern.