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South Park Die rektakuläre Zerreißprobe: Schwierigkeitsgrad ist an die Hautfarbe des Hauptcharakters gekoppelt
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- adventureFAN
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Re: South Park Die rektakuläre Zerreißprobe: Schwierigkeitsgrad ist an die Hautfarbe des Hauptcharakters gekoppelt
Find ich toll. Ist auch gleichzeitig ein Statement. Darum lieb ich South Park. Da werden wohl einige Weiße auf die Barrikaden gehen... von wegen Gleichberexhtigung und so 
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noggaman
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Re: South Park Die rektakuläre Zerreißprobe: Schwierigkeitsgrad ist an die Hautfarbe des Hauptcharakters gekoppelt
Hab bei Stick of Truth einen schwarzen rothaarigen Juden gespielt.
Beim neuen Teil wird er dann noch Transgender.
Kann damit leben, dass ich dann auf schwer spielen muss, hätte ich sowieso getan.
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Antimuffin
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Re: South Park Die rektakuläre Zerreißprobe: Schwierigkeitsgrad ist an die Hautfarbe des Hauptcharakters gekoppelt
Ich dachte erst, das wäre einfach nur so ein Gimmick eben für die Auswahl der Hautfarbe, hätte aber keinen Einfluss auf das Spiel selbst. Da bin ich ja mal gespannt. In Teil 1 fand ich, hat Cartman mich nicht genug gemobbt, dafür dass ich ein Jude war.

Ich wäre vorsichtig, Trolltrace.com ist seit gestern online gegangen, und die Dänen verstehen hinsichtlich Trollen keinen Spaß!

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billy coen 80
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Re: South Park Die rektakuläre Zerreißprobe: Schwierigkeitsgrad ist an die Hautfarbe des Hauptcharakters gekoppelt
Ich mag mich irren, aber wurde nicht in den letzten zwei Staffeln unter anderem auch die SJW- und PC-„Kultur“ heftig verarscht??? Also eigentlich kommt da verlässlich niemand gut bei weg. Da wird in auf den ersten Blick der Zustand der westlichen bzw. US-amerikanischen Gesellschaft überspitzt aufs Korn genommen, um dann aber auf den zweiten Blick konsterniert feststellen zu müssen, dass teils schon zum Zeitpunkt der Ausstrahlung der Staffeln die Satire von der Realität überholt wurde.
Mich würde es im Sinne der Serie nicht einmal überraschen, wenn die Nummer am Ende was sehr doppelbödiges hätte und es z. B. eigentlich nur einen echten Schwierigkeitsgrad gibt und die Leute sich das mit der Hautfarbe nur hübsch einbilden sollen. Das würde zumindest gut als Satire dazu passen, dass es vor allem irgendwelche von Mami und Papi durchfinanzierten Langzeitstudis sind, die ein Semester nach dem anderen in Micky-Maus-Fächern am Arbeitsmarkt vorbeistudieren, die diesen ganzen gesellschaftsanalytisch grotesk unterkomplexen Blödsinn wie „white privilege“ von sich geben und dabei nicht merken, dass es da zig Millionen von Menschen auch weißer Hautfarbe gibt, die, aufgrund der sozialen Schicht der sie angehören, erheblich weniger Zugangsmöglichkeiten zu sozialem und kulturellem Kapital haben als sie, die aber natürlich dennoch, im Gegensatz zu ihnen, ihre Privilegien checken sollen. Weil sie eben weiß sind. Und weil das „Antirassisten“ so sagen.
- Wigggenz
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Re: South Park Die rektakuläre Zerreißprobe: Schwierigkeitsgrad ist an die Hautfarbe des Hauptcharakters gekoppelt
Glaube nicht dass da so ein "Doppelboden" drin ist, wozu auch?billy coen 80 hat geschrieben: ↑08.09.2017 17:59Ich mag mich irren, aber wurde nicht in den letzten zwei Staffeln unter anderem auch die SJW- und PC-„Kultur“ heftig verarscht??? Also eigentlich kommt da verlässlich niemand gut bei weg. Da wird in auf den ersten Blick der Zustand der westlichen bzw. US-amerikanischen Gesellschaft überspitzt aufs Korn genommen, um dann aber auf den zweiten Blick konsterniert feststellen zu müssen, dass teils schon zum Zeitpunkt der Ausstrahlung der Staffeln die Satire von der Realität überholt wurde.
Mich würde es im Sinne der Serie nicht einmal überraschen, wenn die Nummer am Ende was sehr doppelbödiges hätte und es z. B. eigentlich nur einen echten Schwierigkeitsgrad gibt und die Leute sich das mit der Hautfarbe nur hübsch einbilden sollen. Das würde zumindest gut als Satire dazu passen, dass es vor allem irgendwelche von Mami und Papi durchfinanzierten Langzeitstudis sind, die ein Semester nach dem anderen in Micky-Maus-Fächern am Arbeitsmarkt vorbeistudieren, die diesen ganzen gesellschaftsanalytisch grotesk unterkomplexen Blödsinn wie „white privilege“ von sich geben und dabei nicht merken, dass es da zig Millionen von Menschen auch weißer Hautfarbe gibt, die, aufgrund der sozialen Schicht der sie angehören, erheblich weniger Zugangsmöglichkeiten zu sozialem und kulturellem Kapital haben als sie, die aber natürlich dennoch, im Gegensatz zu ihnen, ihre Privilegien checken sollen. Weil sie eben weiß sind. Und weil das „Antirassisten“ so sagen.
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Re: South Park Die rektakuläre Zerreißprobe: Schwierigkeitsgrad ist an die Hautfarbe des Hauptcharakters gekoppelt
Oh Oh, da ist jemand aber getriggerd
Achja die Kämpfe werden eigentlich nciht schwerer, sondern nur die Dialoge und man kriegt weniger Geld
@edit: an billy cohen ja eigentlich schon. PC principle ist ja die Personifikation der SJW und man sieht ja wie sehr PC principle alle unterdrückt etc :wink:
Zuletzt geändert von Ziegelstein12 am 08.09.2017 18:34, insgesamt 1-mal geändert.
- Skabus
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Re: South Park Die rektakuläre Zerreißprobe: Schwierigkeitsgrad ist an die Hautfarbe des Hauptcharakters gekoppelt
Joa, wenn man dann eine attraktive weiße Frau spielt, entspräche das dann dem Schwierigkeitsgrad "Super Easy"Peter__Piper hat geschrieben: ↑07.09.2017 20:09![]()
Köstlich.
Danke dafür Trey und Matt.
Wär nice wenn das Geschlecht auch mit einfließen würde - in den Grundattributen des Charakters oder ähnliches![]()
MfG Ska
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billy coen 80
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Re: South Park Die rektakuläre Zerreißprobe: Schwierigkeitsgrad ist an die Hautfarbe des Hauptcharakters gekoppelt
Ich dachte, dass ginge aus dem Kommentar hervor. Aber um mein Ansinnen noch einmal auf Basis der Serie zu verdeutlichen: Wer hat wohl im Leben der Kinder mit den künftig größeren Hürden zu rechnen: Kenny oder Token?
Für die Privilegientheoriefanatiker stellt sich da keine Frage: Kenny ist Token gegenüber klar im Vorteil.
Eine die soziale Wirklichkeit treffender karikierende Schwierigkeitsabfrage wäre eindeutig "wie groß ist das Haus deiner Eltern?" - je kleiner das Haus, desto höher der Schwierigkeitsgrad.
Rasse spielt, wenn überhaupt, nur eine Rolle im Vergleich von Menschen innerhalb derselben sozialen Schicht. Und es ist auch längst nicht mehr so, dass automatisch schwarz gleich benachteiligt heißt. Die derzeit so populäre Identitätspolitik ist für soziale Schichten weitgehend blind und beschränkt sich auf das Pushen vermeintlich "marginalisierter" Gruppen. In diesem Sinne sind es wohl eher die weißen Angehörigen der sozial prekären Schichten in den USA, für die sich keine Sau interessiert. Und was rassistische Hetze angeht... Nun ja, besagte Menschen als "white trash" zu bezeichnen ist in den USA, spätestens seit der Trumpwahl, Standardslang in den Medien. Tatsächlich stoßen tun sich nur wenige daran, schon gar keine mit, mit genannten Medien vergleichbarer, Reichweite. Ehrlich gesagt fällt es mir schwer zu glauben, dass es die Karriere eines Journalisten überleben würde, schwarze Angehörige derselben sozialen Schicht als "black trash" zu titulieren. Aber widerspruchsfrei aufgrund seiner Hautfarbe in überregionalen Medien herabgewürdigt werden zu können, hat natürlich nicht das geringste mit Rassismus zu tun... :wink:
- Wigggenz
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Re: South Park Die rektakuläre Zerreißprobe: Schwierigkeitsgrad ist an die Hautfarbe des Hauptcharakters gekoppelt
Äh, dass innerhalb der selben wirtschaftlich-sozialen Schichten Schwarze gegenüber Weißen benachteiligt sind, ist meiner Meinung nach offensichtlich genug.billy coen 80 hat geschrieben: ↑08.09.2017 19:24Ich dachte, dass ginge aus dem Kommentar hervor. Aber um mein Ansinnen noch einmal auf Basis der Serie zu verdeutlichen: Wer hat wohl im Leben der Kinder mit den künftig größeren Hürden zu rechnen: Kenny oder Token?
Für die Privilegientheoriefanatiker stellt sich da keine Frage: Kenny ist Token gegenüber klar im Vorteil.
Eine die soziale Wirklichkeit treffender karikierende Schwierigkeitsabfrage wäre eindeutig "wie groß ist das Haus deiner Eltern?" - je kleiner das Haus, desto höher der Schwierigkeitsgrad.
Rasse spielt, wenn überhaupt, nur eine Rolle im Vergleich von Menschen innerhalb derselben sozialen Schicht. Und es ist auch längst nicht mehr so, dass automatisch schwarz gleich benachteiligt heißt. Die derzeit so populäre Identitätspolitik ist für soziale Schichten weitgehend blind und beschränkt sich auf das Pushen vermeintlich "marginalisierter" Gruppen. In diesem Sinne sind es wohl eher die weißen Angehörigen der sozial prekären Schichten in den USA, für die sich keine Sau interessiert. Und was rassistische Hetze angeht... Nun ja, besagte Menschen als "white trash" zu bezeichnen ist in den USA, spätestens seit der Trumpwahl, Standardslang in den Medien. Tatsächlich stoßen tun sich nur wenige daran, schon gar keine mit mit genannten Medien vergleichbarer Reichweite. Ehrlich gesagt fällt es mir schwer zu glauben, dass es die Karriere eines Journalisten überleben würde, schwarze Angehörige derselben sozialen Schicht als "black trash" zu titulieren. Aber widerspruchsfrei aufgrund seiner Hautfarbe in überregionalen Medien herabgewürdigt werden zu können, hat natürlich nicht das geringste mit Rassismus zu tun... :wink:
Aber darum geht's ja überhaupt nicht. Ich wundere mich schon die ganze Zeit was du hier für ein fettes Politikfass aufmachst. Wenn du einen so simplen Gag der lediglich halb im Ernst eine Message der beiden rüberbringen möchte dermaßen auf die Goldwaage legen möchtest, weil er deinen politischen Ansichten nicht entspricht und du dabei die arme vergessene weiße Unterschicht nicht repräsentiert siehst, solltest du überhaupt mal überlegen, ob das ein Spiel für dich ist oder ob du nicht alles etwas zu ernst nimmst.
- Sharkie
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Re: South Park Die rektakuläre Zerreißprobe: Schwierigkeitsgrad ist an die Hautfarbe des Hauptcharakters gekoppelt
Das wäre aber überhaupt nicht witzig, geschweige denn satirisch.billy coen 80 hat geschrieben: ↑08.09.2017 19:24 Eine die soziale Wirklichkeit treffender karikierende Schwierigkeitsabfrage wäre eindeutig "wie groß ist das Haus deiner Eltern?" - je kleiner das Haus, desto höher der Schwierigkeitsgrad.
Die Satire besteht hier ja gerade darin, dass der gesellschaftliche Missstand, der zur Zielscheibe des Humors wird, nicht etwa mit dem moralisierenden Zeigefinger thematisiert wird, sondern im Gegenteil mittels eines relativ derben Tabubruchs, welcher darin besteht, dass die Art und Weise der Darstellung von Hautfarbe in South Park auf den ersten Blick(!) selbst rassistisch scheint. Hautfarbe mit vollkommener Selbstverständlichkeit zum determinierenden Kriterium für irgendwas zu machen, ist in der heutigen Zeit, speziell in den USA, ein Tabu. South Park macht es trotzdem, aber nicht affirmativ, sondern subversiv. Und bevor Du jetzt sagst: "Aber gerade die 'Privilegientheoriefanatiker' machen doch Hautfarbe zum Kriterium" - ja, machen sie. Aber eben nicht deterministisch, sondern empirisch. Was bezüglich der damit verbundenen Implikationen einen sehr großen Unterschied macht.
Witze über Wohlstandsmissverhältnisse findet dagegen vielleicht noch Volker Pispers subversiv, aber nüchtern betrachtet sind sie (in der Regel) eine sichere Bank für viel selbstgefälliges Höhöhö und wissend-erhabenes Einander-Zunicken im Kabarettpublikum. Tabubruch gleich null, stattdessen vollkommen risikolose Selbstbestätigung, welche zwar Missstände kritisieren mag, sich dabei jedoch mindestens ebenso sehr für die eigene, zur Schau gestellte Aufgeklärtheit hinsichtlich jener Missstände selbst feiert. Gut, auch diese Polemik war jetzt (hüstel) empirisch und beruht zugegebenermaßen auf einer zutiefst subjektiven Abneigung meinerseits gegenüber krampfigem Kabarett mit aufdringlichem sozialkritischen Anspruch. Ich lasse mich aber gerne vom Gegenteil überzeugen: Wenn mir jemand einen Witz über das Wohlstandsgefälle erzählt, der mich nur ansatzweise so zum Lachen bringt, wie dieser eine Southpark-Screenshot, dann bekommt er meinen politisch unkorrektesten Metal Gear Solid-Screenshot.
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billy coen 80
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Re: South Park Die rektakuläre Zerreißprobe: Schwierigkeitsgrad ist an die Hautfarbe des Hauptcharakters gekoppelt
Hmmm... Eingangs mutmaßte ich nur, dass vielleicht die Sache auch doppelbödig sein könnte. Das wäre nebenbei auch gar nicht mal so weit hergeholt vor dem Hintergrund dessen, wie sich die Serie über die letzten, ich würde sagen, fünf, sechs, sieben Staffeln konsequent entwickelt hat, von einer Serie, die in erster Linie auf bloßer Übersteigerung und dem gezielten Übertreten von Grenzen, nicht zuletzt mittels des inflationären Verwendens von Fäkalsprache, Lacher generieren wollte, hin zu einer inzwischen nach meiner Auffassung guten bis teils sehr guten Gesellschaftssatire.Wigggenz hat geschrieben: ↑08.09.2017 19:35Äh, dass innerhalb der selben wirtschaftlich-sozialen Schichten Schwarze gegenüber Weißen benachteiligt sind, ist meiner Meinung nach offensichtlich genug.
Aber darum geht's ja überhaupt nicht. Ich wundere mich schon die ganze Zeit was du hier für ein fettes Politikfass aufmachst. Wenn du einen so simplen Gag der lediglich halb im Ernst eine Message der beiden rüberbringen möchte dermaßen auf die Goldwaage legen möchtest, weil er deinen politischen Ansichten nicht entspricht und du dabei die arme vergessene weiße Unterschicht nicht repräsentiert siehst, solltest du überhaupt mal überlegen, ob das ein Spiel für dich ist oder ob du nicht alles etwas zu ernst nimmst.
Gegen den Gag habe ich per se gar nichts, habe ich auch nirgends behauptet.
Diese Mutmaßung versuchte ich auch zu begründen. Die Begründung habe ich auf deinen Kommentar, den ich als Nachfrage verstanden habe, konkretisiert. Und der kognitive Sprung von Gesellschaftssatire zu Gesellschaftspolitik ist nun auch nicht gerade von olympischem Niveau; nicht mal das Thema an sich war OT. Finde deine Reaktion nun doch ein wenig befremdlich und sie hat einen etwas bemühten Touch, weil wohl mein Kommentar das zusammentragen von etwas mehr Stroh erforderlich machte, um sie ins Lächerliche zu ziehen, als der diesbezüglich sehr dankbare Post von Culgan.
@ Sharkie
Wie oft muss ein Narrativ eigentlich rauf- und runtergebetet werden, bis man es nicht mehr als "Tabu" empfindet? Man wählt eine Hautfarbe, was zunächst nicht rassistisch ist, sondern schon in vielen Spielen mit Char-Editoren zum Standard gehört. Rassistische Implikation... nun ja, wohl nur wenn man wirklich in allem Rassismus sehen will. Und dann wird es einem im Spiel mutmaßlich schwerer gemacht, wenn man eine dunkle Hautfarbe wählt, was einem auch bei der Vergabe der Hautfarbe bereits angezeigt wird. Das ist kein Tabu, sondern ein dominierendes Narrativ in Politik und Medien (was die Hautfarbe betrifft eben speziell für die USA). Satirisches Tabu wäre es eben, dieses recht unterkompexe Narrativ im Spielverlauf das eine oder andere Mal ein Stück weit ins Lächerliche zu ziehen, was ich, wenn dem nicht so ist, dem Spiel nicht im entferntesten übel nähme; auch im Umfeld von Satire darf schon mal der eine oder andere eher seichte Schenkelklopfer drin stecken.
- Sharkie
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Re: South Park Die rektakuläre Zerreißprobe: Schwierigkeitsgrad ist an die Hautfarbe des Hauptcharakters gekoppelt
Moment, ich glaube hier missverstehen wir uns: Die so beabsichtigte wie vermeintliche (da fingierte) rassistische Implikation dieser Schwierigkeitsgradwahl besteht nicht darin, dass man zwischen Schwarz und Weiß wählen kann. Sondern darin, dass die Wahl der dunklen Hautfarbe (wie Du ja ebenfalls schreibst) pauschal einen spielerischen Nachteil bedingt - wohlgemerkt in deterministischer Weise, denn der Witz basiert ja gerade darauf, dass eben nur die Hautfarbe diesen Unterschied macht, was in so gut wie jedem anderen Spiel mit wählbarer Hautfarbe nicht der Fall ist. Willkürliches Beispiel: In einem Dragon Age kann Dein Charakter jegliche Hautfarbe mit jeglichem sozialen Status kombinieren, sowie Du als Spieler jeglichen Schwierigkeitsgrad wählen - weder zweitgenannte noch letztere Variable sind in irgendeiner Weise an die Hautfarbe geknüpft. Der Tabubruch von South Park besteht darin, eine solche Verknüpfung nonchalant als Selbstverständlichkeit darzustellen - wie gesagt, in deterministischer Weise. Die Rassismuskritik in Politik und Medien, welche Du ansprichst, impliziert dagegen keine deterministischen Unterschiede aufgrund von Biologie, sondern lediglich empirische. Es geht ja so gut wie nirgends um "den Schwarzen an sich" (außer vielleicht bei Gloria von Thurn und Taxis), sondern um die empirische Situation von Schwarzen in der Gesellschaft.billy coen 80 hat geschrieben: ↑08.09.2017 22:11 Wie oft muss ein Narrativ eigentlich rauf- und runtergebetet werden, bis man es nicht mehr als "Tabu" empfindet? Man wählt eine Hautfarbe, was zunächst nicht rassistisch ist, sondern schon in vielen Spielen mit Char-Editoren zum Standard gehört. Rassistische Implikation... nun ja, wohl nur wenn man wirklich in allem Rassismus sehen will. Und dann wird es einem im Spiel mutmaßlich schwerer gemacht, wenn man eine dunkle Hautfarbe wählt, was einem auch bei der Vergabe der Hautfarbe bereits angezeigt wird. Das ist kein Tabu, sondern ein dominierendes Narrativ in Politik und Medien (was die Hautfarbe betrifft eben speziell für die USA).
South Park überspitzt dies so weit, dass das empirische "mal eben" zum biologischen Determinismus mutiert. Das ist der Tabubruch. Gut, ist jetzt natürlich auch nichts nie dagewesenes, aber verglichen mit anderen US-amerikanischen Unterhaltungsmedien schon als einigermaßen krass zu bewerten, weswegen der Witz hier (so mutmaße ich mal) auch so gut ankommt, unter anderem bei mir.
Einen ähnlichen Effekt, jedoch innerhalb von und bezogen auf deutsche Sensibilitäten, kannst Du z.B. hier beobachten.
- Kobba
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Re: South Park Die rektakuläre Zerreißprobe: Schwierigkeitsgrad ist an die Hautfarbe des Hauptcharakters gekoppelt
Die Rasse/Hautfarbe des Char wirkt sich also auf die Umwelt aus und NPC's reagieren entsprechend, klingt nach Rollenspiel. 
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billy coen 80
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Re: South Park Die rektakuläre Zerreißprobe: Schwierigkeitsgrad ist an die Hautfarbe des Hauptcharakters gekoppelt
OK, ist nen interessanter Interpretationsansatz, der auch die von dir angedeutete Rassismusimplikation begründet. Ob es jetzt tatsächlich derart von hinten durch die Brust ins Auge gemeint war, weiß man natürlich nicht, wäre aber nicht vollends abwegig.
Wobei natürlich, das habe ich selbst, obwohl viel simpler und direkter, noch gar nicht berücksichtigt, es natürlich tatsächlich für gerade diesbezüglich etwas sensibler eingestellte Personen ein als rassistisch empfundener Trigger sein kann, dass sie zwar, wenn gewünscht, einen Scharzen spielen können, dann aber auch automatisch die höchste Schwierigkeit damit auswählen, selbst wenn sie DAS eigentlich gar nicht wollen. Auch wenn gemäß der Aussagen von Leuenkönig die Unterschiede wohl tatsächlich eher gering ausfallen und den effektiven Schwierigkeitsgrad im Spiel nicht wirklich massiv beeinflussen.
Und da kommt dann ein vielleicht weniger hintersinniger aber meines Erachtens auch sehr gut zu der Serie passender Aspekt hinzu: Teils hat man ja das Gefühl, dass kaum noch ein Spiel oder Film erscheinen kann, der nicht direkt von einigen danach gescannt wird, wie "divers" die dort auftauchenden Charaktere sind. Hier könnte man schon fast vermuten, dass man gerade da nen Reizpunkt setzen möchte, dass man zwar die Wahl unterschiedlicher Hautfarben ermöglicht, aber diese, je dunkler sie ausfällt, für den Spieler mit einem Malus belegt. Und wenn dann die Beschwerden kommen kann man wunderbar sagen: "Hey, wir bieten euch Diversity und machen damit doch gleich noch genau die Art von Gesellschaftskritik die euch am besten schmeckt. Also jetzt fresst gefälligst."
Ist zwar natürlich nur gemutmaßt, würde aber durchaus ein Stück weit so eine latente "Fuck-you-Haltung" rüberbringen, die der Serie auch nicht prinzipiell wesensfremd ist. Und dass man da auch noch nie Angst davor hatte, Gruppen ans Bein zu pinkeln, die für ihre Outrage- und Shitstormattitüden berüchtigt sind, das deutet ja schon an, wie man alleine in den letzten zwei Staffeln gleichzeitig die SJWs wie auch das "Trumpklientel" und last but not least die Trolle und deren "aufrechte" Bekämpfer durch den Kakao gezogen hat.
