Devcom 2017 - Brendan "PlayerUnknown" Greene: "Mit dem PR-Sprech großer Publisher kann man Probleme nicht wegreden."
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Devcom 2017 - Brendan "PlayerUnknown" Greene: "Mit dem PR-Sprech großer Publisher kann man Probleme nicht wegreden."
Creative Director Brendan Greene hat auf der im Vorfeld der gamescom stattfindenden Entwicklerkonferenz Respawn gemeinsam mit Programmierer Marek Krasowski und dem für Animationen und “Gunplay” verantwortlichen Pawel Smolewski über PlayerUnknown's Battlegrounds gesprochen. Die drei Entwickler haben Teile der bisherigen Entwicklung Revue passieren lassen, einen Ausblick auf die Zukunft...
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- Kajetan
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Re: Devcom 2017 - Brendan "PlayerUnknown" Greene: "Mit dem PR-Sprech großer Publisher kann man Probleme nicht wegreden."
Natürlich kann man das. Funktioniert doch wunderbar. Gerade die Majors haben über die Jahre immer wieder erfahren dürfen, dass die Mehrzahl der Kunden emotional so derart abhängig von den Produkten dieser Industrie ist, dass PR-Geblubber, Ausreden und dreiste Lügen von genug Kunden akzeptiert werden. EA und Konsorten kommen mit jedwedem Fehlverhalten davon, es wird ihnen alles verziehen, wenn nur laut genug mit dem glitzernden Schlüsselbund geklimpert wird.
- sphinx2k
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Re: Devcom 2017 - Brendan "PlayerUnknown" Greene: "Mit dem PR-Sprech großer Publisher kann man Probleme nicht wegreden."
Aber aber Kajetan. Wie sollen diese armen nur überleben ohne das neuste AAA Spiel das ihnen vorgesetzt wird?
- Kajetan
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Re: Devcom 2017 - Brendan "PlayerUnknown" Greene: "Mit dem PR-Sprech großer Publisher kann man Probleme nicht wegreden."
Ja, sry. Man sollte Leute, die an einer Sucht leiden, nicht runterputzen. Sondern ihnen helfen davon loszukommen.
Denn es ist eine Sucht. Emotionale Abhängigkeit ist so mithin das schlimmste, was man sich selbst antun kann.
- greenelve
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Re: Devcom 2017 - Brendan "PlayerUnknown" Greene: "Mit dem PR-Sprech großer Publisher kann man Probleme nicht wegreden."
Du meinst, bei No Man Sky haben sie noch zu dünn aufgetragen? Die hätten noch mehr Lügen müssen, hätten sich ein Beispiel an Batman Arkham Night nehmen sollen, um zu lernen, wie man mit PR Sprech durchkommt?
-
Heruwath
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Re: Devcom 2017 - Brendan "PlayerUnknown" Greene: "Mit dem PR-Sprech großer Publisher kann man Probleme nicht wegreden."
Haha, die sind echt lustig. Zuerst schön darauf aufmerksam machen, dass er nichts davon halte Probleme schönzureden ("Probleme mit dem PR-Sprech großer Publisher nicht wegreden"). Dazu auch noch, dass "die meisten" Spieler intelligent genug sind zu verstehen, wovon Entwickler reden. Und darüber, dass man die richtigen Leute engagiert. Der letzte Punkt ist wirklich sehr wichtig. Allerdings habe ich Schwierigkeiten mit den den beiden anderen Punkten.
Auch wenn "die meisten" Spieler intelligent genug sind zu verstehen, gibt es auch hier Unterschiede. Nicht alle diese Spieler sind im Forum aktiv, oder äußern sich überhaupt zu einem Spiel. Der Anteil, welcher es doch tut ist relativ gleich, sodass "die meisten" nicht mehr relevant ist. Aber was solls, ich bin mal gespannt ob die Devs wirklich "die meisten" gesagt haben, oder ob es durch die Übersetzung entstanden ist.
Der zweite Punkt ist noch besser, denn ein möglicher Widerspruch kommt direkt danach.
"Nicht immer sind die Hinweise der Spieler allerdings hilfreich. Manche müsse man sie ganz bewusst ignorieren oder ihnen zumindest eine andere Instanz vorziehen: harte Fakten in Form umfangreicher Analysedaten. Der Zufall spielt bei Battlegrounds schließlich eine große Rolle, u.a. in Form der jedes Mal neu verteilten Beute. Nur weil ein Teilnehmer etwa Pech hat und eine bestimmte Waffe partout nicht findet, heißt das nicht, dass von ihr tatsächlich zu wenige Exemplare anderswo lagen."
Gerade der erste Satz kann als Schönreden der Probleme aufgefasst werden. Das Schönreden des Problems, dass Spieler dazu neigen Äußerungen nach Gefühl zu machen und nicht harte Fakten zu nutzen. Wahrscheinlichkeiten ist da ein ewiges Thema. Aber auch hier würde ich gerne die Originalaussage hören.
Ansonsten stimme ich dem Rest zu.
Auch wenn "die meisten" Spieler intelligent genug sind zu verstehen, gibt es auch hier Unterschiede. Nicht alle diese Spieler sind im Forum aktiv, oder äußern sich überhaupt zu einem Spiel. Der Anteil, welcher es doch tut ist relativ gleich, sodass "die meisten" nicht mehr relevant ist. Aber was solls, ich bin mal gespannt ob die Devs wirklich "die meisten" gesagt haben, oder ob es durch die Übersetzung entstanden ist.
Der zweite Punkt ist noch besser, denn ein möglicher Widerspruch kommt direkt danach.
"Nicht immer sind die Hinweise der Spieler allerdings hilfreich. Manche müsse man sie ganz bewusst ignorieren oder ihnen zumindest eine andere Instanz vorziehen: harte Fakten in Form umfangreicher Analysedaten. Der Zufall spielt bei Battlegrounds schließlich eine große Rolle, u.a. in Form der jedes Mal neu verteilten Beute. Nur weil ein Teilnehmer etwa Pech hat und eine bestimmte Waffe partout nicht findet, heißt das nicht, dass von ihr tatsächlich zu wenige Exemplare anderswo lagen."
Gerade der erste Satz kann als Schönreden der Probleme aufgefasst werden. Das Schönreden des Problems, dass Spieler dazu neigen Äußerungen nach Gefühl zu machen und nicht harte Fakten zu nutzen. Wahrscheinlichkeiten ist da ein ewiges Thema. Aber auch hier würde ich gerne die Originalaussage hören.
Ansonsten stimme ich dem Rest zu.
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Gast
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Re: Devcom 2017 - Brendan "PlayerUnknown" Greene: "Mit dem PR-Sprech großer Publisher kann man Probleme nicht wegreden."
Naja, irgendwo gibt's dann auch mal Grenzen. Man denke etwa an Squenix' mit Karacho in die Hose gegangenes "Augment Your Pre-Order" Programm.
(Falls jemand damit nicht vertraut sein sollte: Das Ding war quasi Vorbestellersystem mit ans Crowdfunding angelehnten Stretchgoals, bei dem Vorbestellervergütungen nach Rängen sortiert waren und Vergütungen höheren Ranges erst ab einer bestimmten Zahl an Vorbestellungen zugänglich gemacht werden sollten.)
- Kajetan
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Re: Devcom 2017 - Brendan "PlayerUnknown" Greene: "Mit dem PR-Sprech großer Publisher kann man Probleme nicht wegreden."
Da hat man das PreOrder-Teil wieder abgeändert, richtig. Aber hat das mehr als nur diese Folgen? Nein. Aus den Augen, aus dem Sinn. Bis zum nächsten Fehltritt, der kurz für Aufregung sorgt, bis der Publisher wieder mit dem Schlüsselbund klimpert.
Schau Dir gerade NMS an. Da wedeln die Entwickler mit dem Schlüsselbund in Form eines Patches und all die dreisten Lügen sind vergessen, obwohl der Patch nicht einmal ansatzweise das bringt, was damals versprochen wurde. Das Gedächtnis der meisten Menschen ist kurz. Sehr kurz.
Star Wars Battlefront. Minimale Inhalte, noch dreistere Season Pass-Abzocke. Was passiert? "Oh, hoffentlich wird Battlefront 2 besser, denn ich ... HAB SCHON MAL VORBESTELLT!!!!"
Deswegen kommen die Publisher ja auch ungestraft mit allem davon. Sicher, das eine oder andere Extrem klappt nicht immer, aber sonst kann ein Spielepublisher seine Kunden wie dumme, willenlose Schafe behandeln. Weil sich genug Kunden wie dumme, willenlose Schafe behandeln lassen.
- Lebensmittelspekulant
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Re: Devcom 2017 - Brendan "PlayerUnknown" Greene: "Mit dem PR-Sprech großer Publisher kann man Probleme nicht wegreden."
Die meisten Käufer von AAA-Spielen kennen das PR-Sprech doch garnicht. Die kennen höchstens die TV-Werbung und bestenfalls noch den Trailer.
PUBG kann zwar die Verkaufszahlen eines AAA-Spieles aufweisen, ich glaube aber dennoch nicht, daß diese Kundschaft normalerweise nur bei AEU (Activision, EA, Ubisoft) einkauft. Von daher kann die Aussage zumindest auf die eigene Zielgruppe umgemünzt werden.

PUBG kann zwar die Verkaufszahlen eines AAA-Spieles aufweisen, ich glaube aber dennoch nicht, daß diese Kundschaft normalerweise nur bei AEU (Activision, EA, Ubisoft) einkauft. Von daher kann die Aussage zumindest auf die eigene Zielgruppe umgemünzt werden.
Ich finde Kredite schlimmer als Liebe
- Kajetan
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Re: Devcom 2017 - Brendan "PlayerUnknown" Greene: "Mit dem PR-Sprech großer Publisher kann man Probleme nicht wegreden."
Kredite sind nur Geld. Sich nicht von einem Arschloch trennen können, weil die selbstverursachte Paranoia vor der Einsamkeit mehr Horror verursacht als der Gedanke weiter mit diesem Arschloch zusammen zu sein ...
Wenn Du keine Kredite mehr zurückzahlen kannst, meldest Du Privatinsolvenz an und fertig. Hast Du keine Kraft mehr, weil Du alle Deine Energie an einen Parasiten verschwendet hast ...
- Space-Lord
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Re: Devcom 2017 - Brendan "PlayerUnknown" Greene: "Mit dem PR-Sprech großer Publisher kann man Probleme nicht wegreden."
Deswegen kommen die Publisher ja auch ungestraft mit allem davon. Sicher, das eine oder andere Extrem klappt nicht immer, aber sonst kann ein Spielepublisher seine Kunden wie dumme, willenlose Schafe behandeln. Weil sich genug Kunden wie dumme, willenlose Schafe behandeln lassen.
[/quote]
Bin da ganz bei dir. Bestes Beispiel war gestern wieder die PK von EA - man, die zielen ja nur noch in richtung hirntote Kunden. Was eine peinliche Sch...ande
- sphinx2k
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Re: Devcom 2017 - Brendan "PlayerUnknown" Greene: "Mit dem PR-Sprech großer Publisher kann man Probleme nicht wegreden."
Heute morgen hab ich wieder einen Bericht über die Gamescom gesehen. Was wurde gesagt "Ja es dieses Jahr so viele Fortsetzungen weil die Spiele entwicklung ja so teuer ist".
Zum einen man kann auch günstiger Tolle Spiele machen und Finanzieller Aufwand ist kein Indikator für Qualität.
Zum anderen sinken die Ausgaben für die Spiele Entwicklung gemessen an den Einnahmen drastisch. Da hab ich gerade gestern ein interessantes Video zu geschaut. Hauptthema war wie diese Großen Publisher fast keine Steuern zahlen, aber auch noch andere interessante Sachen wie Einnahmen/Ausgaben sieht man da schön.
https://www.youtube.com/watch?v=SFKnv1YzI3k
Zum einen man kann auch günstiger Tolle Spiele machen und Finanzieller Aufwand ist kein Indikator für Qualität.
Zum anderen sinken die Ausgaben für die Spiele Entwicklung gemessen an den Einnahmen drastisch. Da hab ich gerade gestern ein interessantes Video zu geschaut. Hauptthema war wie diese Großen Publisher fast keine Steuern zahlen, aber auch noch andere interessante Sachen wie Einnahmen/Ausgaben sieht man da schön.
https://www.youtube.com/watch?v=SFKnv1YzI3k
- Kajetan
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Re: Devcom 2017 - Brendan "PlayerUnknown" Greene: "Mit dem PR-Sprech großer Publisher kann man Probleme nicht wegreden."
Hey, hirntote Leute wollen auch Spiele habenOnion-Lord hat geschrieben: ↑22.08.2017 09:05 Bin da ganz bei dir. Bestes Beispiel war gestern wieder die PK von EA - man, die zielen ja nur noch in richtung hirntote Kunden. Was eine peinliche Sch...ande
- Kajetan
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Re: Devcom 2017 - Brendan "PlayerUnknown" Greene: "Mit dem PR-Sprech großer Publisher kann man Probleme nicht wegreden."
Das ist natürlich Lötzinn, keine Frage. Fortsetzungen gibt es nicht, weil TrrripleA-Titel so teuer sind, sondern weil die Anbieter planbare, halbwegs steuerbare Umsätze haben wollen. Wer A1 gekauft hat, wird wahrscheinlicher zu A2 als zu B greifen. Aber weil man nicht NUR Fortsetzungen anbieten kann, streuen gerade die Majors hin und wieder neue Inhalte unter die Menge und schauen, was davon hängen bleibt, was man zu einem neuen Franchise ausbauen kann.
Oh ja, geiles Stück Recherchearbeit. Sollte wesentlicher bekannter gemacht werden, weil es doch wirklich augenöffnend ist, wie hier operiert wird.Da hab ich gerade gestern ein interessantes Video zu geschaut. Hauptthema war wie diese Großen Publisher fast keine Steuern zahlen, aber auch noch andere interessante Sachen wie Einnahmen/Ausgaben sieht man da schön.
https://www.youtube.com/watch?v=SFKnv1YzI3k
- Lebensmittelspekulant
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Re: Devcom 2017 - Brendan "PlayerUnknown" Greene: "Mit dem PR-Sprech großer Publisher kann man Probleme nicht wegreden."
Für fachfremde Journalisten schon. Wenn ich mal Videospiele in den Feuilletons erwische, dann interessiert man sich dort auch hauptsächlich für den beworbenen Mainstream. Wenn mal ein Indiespiel vorgestellt wird ist es meistens auch nur ein Storylastiges mit wenig Gameplay.sphinx2k hat geschrieben: ↑22.08.2017 09:15 Heute morgen hab ich wieder einen Bericht über die Gamescom gesehen. Was wurde gesagt "Ja es dieses Jahr so viele Fortsetzungen weil die Spiele entwicklung ja so teuer ist".
Zum einen man kann auch günstiger Tolle Spiele machen und Finanzieller Aufwand ist kein Indikator für Qualität.
Für viele Gelegenheitsspieler, und mögen sie noch sie intellektuell sein, sind Videospiele nichts weiter als eine interaktive Weiterentwicklung des Filmmediums.
Schulden abzubezahlen und Zahlungsunfähigkeit kann allerdings viele Jahre anhalten. Rein emotionalen Stress hat man viel schneller überwunden. Zudem bedeutet akute Einsamkeit auch, daß man wieder mehr Zeit für Freunde und Videospiele hat. Der Horror!Kajetan hat geschrieben: ↑21.08.2017 21:35Kredite sind nur Geld. Sich nicht von einem Arschloch trennen können, weil die selbstverursachte Paranoia vor der Einsamkeit mehr Horror verursacht als der Gedanke weiter mit diesem Arschloch zusammen zu sein ...
Wenn Du keine Kredite mehr zurückzahlen kannst, meldest Du Privatinsolvenz an und fertig. Hast Du keine Kraft mehr, weil Du alle Deine Energie an einen Parasiten verschwendet hast ...
Und auf der Vorteilsseite gilt: Liebe > materielle Güter. Jawohl!!!!!
