Tacoma - Test

Alles über unsere Previews, Reviews und Specials!

Moderatoren: Moderatoren, Redakteure

Benutzeravatar
TaLLa
Beiträge: 4182
Registriert: 13.05.2005 16:39
Persönliche Nachricht:

Re: Tacoma - Test

Beitrag von TaLLa » 03.08.2017 01:46

Ist das Spiel nicht schon seit Monaten raus, oder war das immer early access?
Bild

Benutzeravatar
4P|Benjamin
Beiträge: 1416
Registriert: 20.06.2005 13:45
Persönliche Nachricht:

Re: Tacoma - Test

Beitrag von 4P|Benjamin » 03.08.2017 07:23

Weder noch eigentlich.

unlesbar74
Beiträge: 27
Registriert: 30.06.2014 14:05
Persönliche Nachricht:

Re: Tacoma - Test

Beitrag von unlesbar74 » 03.08.2017 21:46

Ich schätze euch 4Players für eure authentischen, ehrlichen Tests und kann grundsätzlich auf eure Empfehlungen bauen. Einzig bei euren Indie-Spiele-Wertungen bin ich mehrmals "reingefallen": Ob Dear Esther, To the Moon, Journey oder Gone Home - bei keinem dieser Spiele sprang der Funke bei mir über. Ich habe alle durchgespielt - emotional waren sie noch bestenfalls okay, spielerisch jedoch waren sie alle Quark und höchst anspruchslos. To the Moon ist eine einzige Klickorgie, Dear Esther ein Walking Simulator, Journey letztlich ein recht simples Hüpfspiel und Gone Home ein Entdeckerspiel, das auch 8-Jährige lösen können. Und auch das Argument "un-/außergewöhnliche Erfahrung" kann ich so nicht gelten lassen, wird es doch meist dann gern aus dem Hut gezaubert, um offensichtliche Mängel im Design zu kaschieren und gleichzeitig eine hohe Wertung zu rechtfertigen.

Schon klar, kaum ein Spiel kann auf allen Ebenen (Grafik, Mechanik, Steuerung, Präsentation, Story) gleichermaßen überzeugen, auch die besten Games leiden unter Immersionsbreakern und Motivationskillern - trotzdem: Ich hätte alle die genannten Spiele mit 20 bis 30 Punkten weniger bewertet. Aber hier greift wohl der Indie-Bonus, von dem sich selbst die sonst so abgeklärten 4Players anscheinend nicht frei machen können. Das ist okay, aber bitte vergesst nicht: "Indie" steht für "independent" und ist kein Synonym für "innovativ". Nur weil Indie-Studios gerne einen anderen Ansatz wählen als die größeren Entwickler, ist das nicht per se cool. Häufig sind es schlicht Kompromisse, nur selten artistische Visionen. Frei nach Aristoteles behaupte ich, dass bei guten Spielen die Einzelteile zusammenpassen und als Ganzes etwas "Größeres" entsteht.

Gerade deshalb danke für diesen kritischen Test eines interessanten Indie-Spiels, das mit offensichtlichen Mängeln zu kämpfen hat, die das Spielerlebnis trüben.

Benutzeravatar
v3to
Beiträge: 499
Registriert: 17.10.2011 14:20
Persönliche Nachricht:

Re: Tacoma - Test

Beitrag von v3to » 04.08.2017 17:03

@unlesbar74:

Zumindest bei Journey würde ich nach meinem persönlichen Erleben widersprechen. Ich kann mich tatsächlich an kein einziges Spiel der vergangenen 10 Jahre erinnern (ehrlich gesagt auch nicht darüber hinaus), welches mich emotional derart mitgenommen hat. Bei dem es die Gestaltung, die Atmosphäre und die Interaktion mit zufälligen Mitspielern nachhaltig bewegt. Ich vergesse dabei die schlichte Spielmechanik und genieße die zwei Stunden bis zum Ende wie einen guten Film.

Allerdings - du erwähnst auch Dear Esther und Gone Home (To the Moon habe ich nie gespielt). Dear Esther fand ich hübsch, aber mir fehlt für die Texte jegliches Gespür. Gone Home eine angenehme Zeitreise in die 90er, eigentlich auch von der erzählten Handlung, aber sonst blieb nicht viel hängen.

Was ich all diesen walking-sim-artigen Games zugute halte, dass sie einen eigenen Weg gehen, der etwa dem entspricht, was ich mir in den 90ern mal unter Interactive Novels vorgestellt habe. Ob es für mich funktioniert, liegt fast ausschließlich an der Handlung. Es lässt sich mMn auch nicht mehr nach irgendwelchen Standardkriterien angemessen bewerten.
Bild
Bild

Minotarus
Beiträge: 74
Registriert: 04.02.2010 10:36
Persönliche Nachricht:

Re: Tacoma - Test

Beitrag von Minotarus » 06.08.2017 14:39

unlesbar74 hat geschrieben:
03.08.2017 21:46
Ich schätze euch 4Players für eure authentischen, ehrlichen Tests und kann grundsätzlich auf eure Empfehlungen bauen. Einzig bei euren Indie-Spiele-Wertungen bin ich mehrmals "reingefallen": Ob Dear Esther, To the Moon, Journey oder Gone Home - bei keinem dieser Spiele sprang der Funke bei mir über. Ich habe alle durchgespielt - emotional waren sie noch bestenfalls okay, spielerisch jedoch waren sie alle Quark und höchst anspruchslos. To the Moon ist eine einzige Klickorgie, Dear Esther ein Walking Simulator, Journey letztlich ein recht simples Hüpfspiel und Gone Home ein Entdeckerspiel, das auch 8-Jährige lösen können. Und auch das Argument "un-/außergewöhnliche Erfahrung" kann ich so nicht gelten lassen, wird es doch meist dann gern aus dem Hut gezaubert, um offensichtliche Mängel im Design zu kaschieren und gleichzeitig eine hohe Wertung zu rechtfertigen.

Schon klar, kaum ein Spiel kann auf allen Ebenen (Grafik, Mechanik, Steuerung, Präsentation, Story) gleichermaßen überzeugen, auch die besten Games leiden unter Immersionsbreakern und Motivationskillern - trotzdem: Ich hätte alle die genannten Spiele mit 20 bis 30 Punkten weniger bewertet. Aber hier greift wohl der Indie-Bonus, von dem sich selbst die sonst so abgeklärten 4Players anscheinend nicht frei machen können. Das ist okay, aber bitte vergesst nicht: "Indie" steht für "independent" und ist kein Synonym für "innovativ". Nur weil Indie-Studios gerne einen anderen Ansatz wählen als die größeren Entwickler, ist das nicht per se cool. Häufig sind es schlicht Kompromisse, nur selten artistische Visionen. Frei nach Aristoteles behaupte ich, dass bei guten Spielen die Einzelteile zusammenpassen und als Ganzes etwas "Größeres" entsteht.

Gerade deshalb danke für diesen kritischen Test eines interessanten Indie-Spiels, das mit offensichtlichen Mängeln zu kämpfen hat, die das Spielerlebnis trüben.
Ich finde aber auch man sollte als Spieler an Indie Titel auch anders herangehen, man sollte halt beachten das in solchen Spielen meist der Fokus eintönig ist, ich hatte mit Tacoma jetzt 3-4 Stunden eine schöne Geschichte, mehr ist das ganze für mich nicht eine Geschichte die ich selbst erleben kann.

Benutzeravatar
sourcOr
Beiträge: 12825
Registriert: 17.09.2005 16:44
Persönliche Nachricht:

Re: Tacoma - Test

Beitrag von sourcOr » 06.08.2017 14:57

unlesbar74 hat geschrieben:
03.08.2017 21:46
spielerisch jedoch waren sie alle Quark und höchst anspruchslos.
Und jetzt trenn dich mal von der Vorstellung dass ihre hohen Wertungen irgendeinem "Indie-Bonus" geschuldet sind, sondern dass bei ihnen andere Elemente einfach so stark überwogen haben, dass das Gameplay nicht mehr ins Gewicht gefallen ist.

Das was ich in der Dear Esther und Gone Home z.B. erlebt habe, kriege ich in anderen traditionellen Spielen eigentlich überhaupt nicht.

Benutzeravatar
superboss
Beiträge: 5633
Registriert: 26.10.2009 17:59
Persönliche Nachricht:

Re: Tacoma - Test

Beitrag von superboss » 07.08.2017 21:13

klingt doch eiegntlich ziemlich cool, auch wenns ein paar Schwächen hat und ein bisschen kurz zu sein scheint.
Aber man wird ja zumnidest nicht getrieben und kann sich Zeit lassen.......

werd mir den Titel also sicherlich noch holen
momentan spiele ich....
BildBildBild












Luststrolch
Beiträge: 234
Registriert: 14.08.2013 12:20
Persönliche Nachricht:

Re: Tacoma - Test

Beitrag von Luststrolch » 10.08.2017 07:19

Baralin hat geschrieben:
02.08.2017 23:11
Oh, mhh. Ich weiß noch nicht. Gone Home und Firewatch liebe ich!
Ich bin jetzt in schwerem Zweispalt. Firewatch habe ich geliebt und es hatte mit das beste Voice-Acting, dass ich jemals in einem Videospiel erlebt habe. Großes Kino!

Gone Home war für mich die größte Enttäuschung der letzten Jahre.

Von daher warte ich 1-2 Jahre bis Tacoma mal in nem Sale für 5 e oder so zu haben ist.

Testomat
Beiträge: 123
Registriert: 16.03.2018 08:58
Persönliche Nachricht:

Re: Tacoma - Test

Beitrag von Testomat » 09.05.2018 12:34

sourcOr hat geschrieben:
06.08.2017 14:57
Das was ich in der Dear Esther und Gone Home z.B. erlebt habe, kriege ich in anderen traditionellen Spielen eigentlich überhaupt nicht.
Was hast du denn in Gone Home großartig erlebt? Ich wusste nach 10 Minuten alles. Da war Null Spannung, Null Interesantes, Null überraschendes.

Das Spiel war insgesamt ne Nullnummer und hat die gute Bewertungen nur durch einen unerklärlichen Internet-Social-Hype bekommen. Sorry, aber wie man Gone Home mehr als 20% geben kann, kann ich nicht ansatzweise nachvollziehen.
Da war selbst Firewatch besser, dem ich aber auch höchstens 40-45% geben würde.
Spielerische Nullnummern, Geschichten die sich selbst ein abgehalfteter Groschenroman-Schreiber nicht trauen würde zu bringen und dazu völlig überteuert.

Benutzeravatar
Akabei
Beiträge: 20792
Registriert: 10.08.2011 17:57
Persönliche Nachricht:

Re: Tacoma - Test

Beitrag von Akabei » 09.05.2018 18:51

Buuhuu.

Ein Spiel, das mir nicht gefällt, kriegt Prozente. :cry:
Professor Froböse: The Dark Souls of Wissenschaft

Antworten