Vollste Zustimmung meinersteits.saxxon.de hat geschrieben: ↑26.07.2017 11:08Ich mag ein Uncharted oder The Last of Us genau so gern wie jeder andere; The Walking Dead Season 1 hat mich auch begeistert (obwohl ich seitdem kein Telltale-Adventure mehr angefasst hab - hat mich nicht gereizt), genauso wie ein Journey, bei dem es nur laufen und hüpfen, bzw. fliegen gibt.DonDonat hat geschrieben: ↑26.07.2017 09:14
Nun, dass ist halt deine persönlich Präferenz
Da ich keine solche Präferenzen habe und quasi alles spiele, was "Qualität" hat, treffe ich persönlich ja die Unterscheidung zwischen Story-Singleplayer und Arcade-Singleplayer, mit so grob den oben genannten Aspekten.
Meine persönliche Meinung zu deiner persönlichen Meinung ist dabei, dass ich es etwas schade finde wie "eindimensional" du das Genre Videospiele siehst: diese sind nun mal eine Kunstform (mit Ausnahme der Fließband-AAA Produktionen) und für mich gehören da alle Spiele zu, egal ob sie nun interaktive Filme (z.B. Telltale oder David Cage) oder reine Gameplay Spiele oder eben hybride Spiele sind.
Aber wenn ich mich entscheiden muss zwischen Story und Gameplay entscheide ich mich immer für's Gameplay.
Das bedeutet nicht, dass das Gameplay komplex oder anspruchsvoll sein muss. Nur das, was da ist, muss durchdacht ineinandergreifen, sauber funktionieren und im Idealfall Raum bieten, meine Fähigkeiten zu verbessern.
Journey zum Beispiel ist so simpel wie ein Spiel nur sein kann, was das Gameplay angeht. Aber wenn man es zu zweit spielt, kann man sich gegenseitig mit "rufen" den Schal wieder aufladen. Das führt dazu, dass man mit dem richtigen Partner durch beinahe das ganze Spiel fliegen kann, indem man abwechselnd flattert und ruft und dabei nahe zusammen bleibt. Das Spielgefühl das sich daraus ergibt ist fantastisch.
Zum Vergleich Heavy Rain: Irgendwann war ich an einer Stelle an der ich den Controller schütteln sollte um irgendwas zu überleben. Zig mal versucht, das Spiel hat die Eingabe nicht richtig registriert - komisch wo doch schütteln so viel besser ist als einfach einen Knopf zu drücken oder meinetwegen am Stick zu rütteln. Die Geschichte endete damit, dass mir die Handgelenke geschmerzt haben und ich das Spiel, zum Glück nur ausgeliehen, zurückgebracht und nie wieder angefasst hab. Und mal nebenbei: R2 zum laufen? Wirklich? Wie oft ich da in irgendeiner Ecke gestanden hab und mich wie ein Idiot im Kreis gedreht habe, weil beim rauslaufen jedes Mal der Kamerawinkel verändert wurde so dass ich wieder zurück in die Ecke gelaufen bin.. Ich könnt mich stundenlang darüber aufregen wie beschissen die Spielbarkeit von Heavy Rain ist.
Da ist mir dann die Geschichte auch egal. Das kann dann ruhig die beste Geschichte sein, die jemals in einem Videospiel erzählt wurde - ist mir egal, wenn ich den Rest der Zeit damit verbringe, wütend gegen den Drang anzukämpfen den Controller in den Fernseher zu ballern.
Titanfall 2 erzählt sicher keine oscarreife Handlung. Die Beziehung zwischen BT und Cooper wird ganz nett in Szene gesetzt, das war's aber im Grunde auch. Aber das Spiel spielt sich butterweich, die Controllerabfrage ist extrem präzise, alle Eingaben werden sofort umgesetzt und das Leveldesign in der Kampagne unterstützt die Bewegungsmöglichkeiten von Pilot und Titan hervorragend. Man merkt, dass die Levels um die Bewegungsmöglichkeiten herum gebaut wurden und nicht umgekehrt (wie bei den CoD-Ablegern mit Wandlauf). Zudem bietet jeder Level eine eigene Idee die es in den anderen nicht gibt, wodurch das Gameplay in jedem Level ein bisschen variiert wird. Dadurch ergeben sich durchaus Möglichkeiten, die Levels jedes Mal ein bisschen anders zu spielen.
Das ist auch der Grund, warum ich die Kampagne mittlerweile 5 oder 6 mal durchgespielt habe. Es gibt immer Stellen an denen man abkürzen oder Kämpfe umgehen kann. Das ist echter Wiederspielwert. Nicht irgendwelchen Kram freizuschalten indem man X Gegenstände sammelt. Das ist dann nämlich farmen.
Bis auf Heavy Rain. Das mag ich, trotz seiner gravierenden Defizite in der Steuerung.
