jackdaniel1987 hat geschrieben:Ich habe auch große angst davor das sich boll ne echte knaller lizenz angelt.
MGS oder weiß der Teufel, Max Payne...!
Aber so weit wird es nicht kommen....
Und wenn diese Filme, Mgs und Max Payne, ebenfalls nur durchschnitt werden, oder sogar total abkacken, wärst du dann bereit zu sagen: "Okay, vielleicht sollte man diesen neuen Trend der Filmindustry endlich komplett fallen lassen (natürlich werden sie das nicht tun), und die Videospiele sein lassen was sie sind - Videospiele, um sie vielleicht endlich als eine genau so ernstzunehmende Ausdrucksform, wie Bücher oder Filme, zu betrachten..?"
Wie soll man dieses Medium je ernst nehmen, wenn man ständig Versucht es zu "verbessern", zu "erweitern", in dem man einen Film daraus macht, da Filme ja viel erwachsener sind als Spiele. Man zwängt Spiele wie Mgs oder Max Payne dann in ein Filmkorsett, und niemand merkt, dass man hier gar nichts verbessert oder erweitert, im Gegenteil, man kastriert ein Medium, man mindert die Qualität des Materials, das erst in Verbindung mit der Welt der Interaktion das werden konnte was es ist.
Klar, ich kenne das Verlangen einen guten Film sehen zu wollen, und da richtig gute Filme ja was wirklich tolles sind (absolut), will man dass das Spiel das man mag genau das gleiche als Film mit einem macht... obwohl es das ja schon im Spiel selbst getan hat, und dazu noch mehr. Aber das reicht leider vielen nicht mehr.
Filme und Spiele haben mehr gemein, als z.B. Filme und Bücher. Es ist angenehmer ein Buch zu verfilmen, da die visuellen Reize nicht existieren und erst erschaffen werden durfen. Es gibt mehr Freiheit, hier hat man noch kreativen Freiraum, denn man hat ein leeres Gemälde vor sich, und eine Geschichte die nur auf Wörtern getragen wird. In Spielen ist das aber anders. Spiele bieten was Filme bieten, Video, bewegte Bilder, fertig gezeichnete Charaktere mit eigenen, echten Stimmen, in echten Umgebungen, mit echter Story und teilweise tiefen Hintergrundgeschichten. Und obendrein ist es noch interaktiv, was der Knackpunkt ist. Dochh all das was man bereits gesehen hat, muss plötzlich neu interpretiert werden, neugezeichnet, denn man will ja nicht Copy und Paste betreiben, sondern was neues erschafften - ABER DAS IST DOCH ABSOLUT UNNÖTIG! Es ist doch schon so wie es war toll! Affengeil! Metal Gear! Max Payne!
Wer braucht bitte einen Max Payne Film, wenn das Spiel MEHR als nur einen Film bieten kann (sogar nen COMIC!!). Wer braucht einen Mgs Film, wenn die Spiele schon FILME sind? Ja, man will mehr Leute damit berühren, richtig? Oder... nein, nein, blödsinn, mal will seine Marke nur weiter ausbreiten, neu-interpretieren um noch etwas Geld in die Kassen zu spühlen, denn was HIER erfolgreich war, das wird auch DORT erfolgreich sein. Also setzen wir ihr eine Perücke auf, eine Brille und Schnurrbart, zwängen sie in ein Korsett und
verkaufen es weiter als Film. Denn Filme sind toll, Filme sind erwachsen. Spiele nicht.
Einen Schnitt weiter springt dann Mila Jovovich mit einem Motorrad in eine Kirche und tötet alles das sich nicht cool bewegen kann mit Panzerfäusten, Kettensägen und Bären die Lasern aus ihren Augen feuern und Chuck Norris Roundhousekicks beherrschen. Noch einen Schnitt weiter verwandelt sich ein nebeliger, "stiller Hügel", mit einer umheimlichen tiefen Geschichte, in der ein verzweifelter Mann seine Tochter sucht (Short, black hair), plötzlich in eine Tampon-Werbung voller Amazonen, und einem Drehbuchautor der die Spiele selbst erst als "All your base are belong to us" Material degradiert, und dann selber nicht scheut uns mit Sätzen wie "Dieser Ort ist Verflucht" oder "In den Augen eines Kindes ist eine Mutter Gott" regelrecht einen Tritt in die Eier verpasst und sich schief und krumm dabei lacht.
Vielleicht sollte man Videospiele einfach gar nicht verfilmen.