Na, zwischen Gerechtigkeit und Recht gibt's einen großen Unterschiedheretikeen hat geschrieben: ↑09.07.2017 21:07Und so, meine Damen und Herren, stellen sich Gamer "Gerechtigkeit" vor.
Was aber viele nicht in ihre Köpfe kriegen wollen ist, dass die großen Firmen so handeln MÜSSEN. Ja, die Namensrechtsklagen sind albern. Das wissen auch die Firmen. Aber sie müssen "ihren" Namen schützen. Es ist hierbei völlig egal ob sie damit Erfolg haben oder nicht, die Hauptsache ist, dass sie es versucht haben. Wenn es nämlich irgendwann einen wirklichen Fall gäbe, wegen dem sie klagen müssten, könnten die gegnerischen Anwälte einfach aus dem Hut zaubern: "Ja, bei Indiespiel xyz habt ihr euer Namensrecht auch nicht geltend gemacht, also ist die Klage hier hinfällig!" - Das ist das abstruse US-Rechtssystem.
Das Problem ist halt, dass die Indieentwickler es sich nicht leisten können, vors Gericht zu ziehen. Man würde ihnen nämlich vermutlich Recht geben.
Und wieso die großen immer nur gegen die kleinen klagen? Weil die anderen großen eine riesige Anwaltsmaschinerie hinter sich haben, die dafür Sorgen, dass es keine Namensrechtsverletzungen gibt. Einzige Ausnahme: Edge vs EA (Mirrors Edge). Fun-Fact: EA zog vor Gericht, gewann den Fall und sorgte dafür, dass Tim Langdell keine Namensrechte mehr auf dem Namen "Edge" geltend machen konnte - und tat somit der Welt einen Gefallen.
