Du hast natürlich Recht, es kamen wirklich mehrere Punkte zusammen. Deren Lizenzgeschäft lief nicht mehr rund, dazu kamen dann noch ein paar größere Titel die nicht gut ankamen, wie der letzte Red Faction Teil und Homefront.Kajetan hat geschrieben: ↑23.05.2017 10:09Nicht ganz. In der Regel kommen bei solchen Pleiten viele verschiedene Gründe zusammen. Bei THQ ist im Laufe der Jahre vieles falsch gemacht worden, man musste viele Flopps verkraften, die Finanzdecke wurde immer dünner. So hat man z.B. viel Geld durch eine Reihe teurer Lizenzspiele verloren, die nicht das an Umsatz gebacht haben, was man sich erhofft hatte.
THQ hat dann allerdings stark auf Gewinne durch uDraw gesetzt bzw. gehofft und dementsprechend viel investiert. Nur war das Spiel wirklich ein Flop und es wurden nur ca. 1 Mio an Händler ausgeliefert und noch weit weniger am Ende verkauft. THQ hatte aber noch weitere 1,4 Mio auf Lager. Hierbei muss man bedenken dass es sich nicht nur um Software handelt, sondern auch um Hardware und die Lagerkosten pro Einheit somit sehr teuer waren, genau wie die Produktion, im Vergleich zu anderen Titeln. Das war dann der eigentliche Genickbruch für THQ.
Die Frage ist aber wie lange THQ ohne uDraw noch hätte weitermachen können. Eine Antwort darauf habe ich nicht, aber auch ohne uDraw wäre es wahrscheinlich früher oder später zur Insolvenz gekommen. Hier hätte es durch kommende Spiele aber vlt noch eine Chance gegeben, diese abzuwenden.
Außerdem sollte man nicht vergessen, dass THQ sich selbst nicht sicher war, wie es weitergehen soll. Eher komplett aufs Coregeschäft konzentrieren, so wie es gesagt wurde? Oder doch lieber auch weiter Lizenztitel veröffentlichen, so wie sie es gemacht haben? Ich denke ohne uDraw und dafür mit einer klaren Fokussierung auf einen Bereich, z. b. das Geschäfft mit Coretiteln bei entsprechender Qualität, hätte es durchaus eine Chance für THQ gegeben.
