Chinas Kampf gegen Spielesucht #2

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TNT.sf
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Beitrag von TNT.sf »

tja manchmal muss man die leute zu ihrem glück zwingen :)
gracjanski hat geschrieben:
Arkune hat geschrieben:
Ich finde es drollig was die Chinesen sich alles einfallen lassen.
Bootcamps für Videospieler… geil!
DAs gibt es schon länger: Seit paar Jahren in Niederlande...ist total überfüllt ;)
nee in holland, afaik in amsterdam, gibts ne klinik für spielsüchtige, kein bootcamp oder so etwas in der art, sondern ne klinik mit richtiger medizinischer betreuung.
das ist natürlich noch ein wenig krasser, als ein blosses sommerlager, aber wenn das nunmal die einzige möglichkeit ist, was soll man machen?
Arkune
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Beitrag von Arkune »

Endlich richtige Drogen verteilen z.B. Zigaretten, Alkohol, Heroin und Koks
1.) Bringt das nach dem sie süchtig sind Geld über Steuern
2.) Erwartet man von Erwachsenen das sie in irgendeiner Form richtig süchtig sind aber nicht Videospiele
3.) Kann jemand der alle 6 Minuten für 5 Minuten eine Zigarette braucht, zu besoffen ist um noch zu liegen und zu Stone ist um noch irgendwas zu schnallen nicht mehr spielen.
Wo][rm
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Beitrag von Wo][rm »

erst einmal die ganzen armen jugendlichen die 18h schichten vor ihren rechnern in hinterzimmern sitzen und gold farmen in die natur schicken :P
Skellington
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Beitrag von Skellington »

In welchem Maße darf ein Staat in die Gesellschaft eingreifen, wenn er ein Gefahrenpotenzial zu erkennen glaubt?


Schwer zu sagen.


Ist es nicht Pflicht und gleichsam oberstes Ziel eines Gesetzgebers, Restriktionen zu erlassen, um seine Bürger vor möglichen Gefahren zu schützen, selbst wenn dies bedeutete, ihn eines Stücks seiner Freiheit zu berauben? Ein nach unserer Auffassung funktionierendes Gesellschaftssystem bedarf mündiger Menschen, keine Frage. Und dennoch - wie bereits angesprochen - dürfen wir nicht betrunken wie Waschbären einen Wagen durch die Nacht jagen, Crack rauchen oder auch nur Zigaretten ziehen, sofern wir über keinen entsprechenden Altersnachweis verfügen. Sogar wenn potentieller Schaden uns und uns allein betrifft, stoßen wir auf Verbote, die uns zumindest bescheinigen, möglicherweise nicht eigenständig mit den Konsequenzen unseres Tuns umgehen zu können.

Wie aber verhält es sich mit einem völlig neuen Medium?

Nun mag China in vielerlei Hinsicht einen Sonderfall darstellen aufgrund offensichtlicher Faktoren. Und was in Fernost als Normalität gilt und was als strange angesehen wird, von öffentlicher wie individueller Seite, steht auf einem ganz anderen Blatt. Doch auch in unserem westlichen, freiheitsliebenden Kulturkreis geht man mit möglichen Bedrohungen des Informationszeitalters und dessen Sprösslinge unterschiedlich um: So verbietet Texas zwar Schweinen das öffentliche kopulieren auf Flughäfen, inhaftierte indes einen Studenten, weil dieser eine Counter-Strike - Map seiner Lehranstalt erstellte. Und während in Deutschland, nicht zuletzt aufgrund düsterer Zeiten, die Freiheit des Andersdenkenden, der Kunst, ja des Mediums an sich als außergewöhnlich hehres Ziel gilt, verlässt sich die Legislative auf einige der stringentesten Indizierungs- und Altersfreigabe-Regelungen weltweit.

Tatsache ist, daß mit fortschreitenden Dekaden Computer- und Videospiele immer mehr Menschen immer schneller in ihren Bann ziehen. Sie werden professionell produziert und dienen allein diesem einen Zweck. Wie denn auch nicht: sie sollen schließlich so viel Cash wie möglich in die Kassen spülen.

Und weiß Gott niemand sollte unterschätzen, daß die "neuen Medien" ein enormes Suchtpotenzial beinhalten - denn es handelt sich offensichtlich um ein ernsthaftes Problem, das einer ernsthaften Lösung bedarf. Ein Kind vom Rechner zu zerren führt in so manchem Haushalt zu wahren Tragödien und Messerwürfen; wenn der Prozessor des eigenen Rechners den Gang alles Irdischen antritt, verspürt jeder Online-Spieler ein Kribbeln, geschweige denn, er spielt ein MMORPG. Der Mensch ertappt sich dabei, abhängig zu sein von einem Medium, das er zunächst als Spiel ansah, mittlerweile hingegen stellvertretend für Kontakte, Freunde, ein geregeltes Umfeld, Puls der Zeit und eine Menge Spaß steht.
Das System der Altersfreigabe ist zwar ein richtiger und wichtiger Ansatz (wenn es auch besser durchgesetzt werden sollte), doch greift es nicht in Fällen von Sucht. Wie lässt man es gar nicht erst so weit kommen?

Und wie nur soll sich ein Staat verhalten, um gleichzeitig eine Suchtprävention zu gewährleisten, als auch den Einzelnen nicht seiner Freiheit zu berauben?

Er soll diejenigen, deren Alter einen verantwortungsvollen Umgang mit Medien unmöglich macht, maximal schützen, während er diejenigen, die Kriterien genug erfüllen, um keinen Schaden zu nehmen, minimal einschränkt.

Das ist der Königsweg, und wohl auch am schwersten durchzusetzen.
TNT.sf
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Beitrag von TNT.sf »

nö es gibt noch einen anderen weg.

wir im westen lieben ja alle die freiheit, außer mir natürlich :D, allerdings in einer sache lassen selbst die überfreien amis niemanden entscheiden, nämlich über leben und tod, selbst wenn es das eigene leben betrifft.

wenn man den leuten aber soviel entfaltung gewährleistet und den tod mit dem leben gleichsetzt bräuchte sich der staat ja insofern garnicht mehr zu sorgen.

er lässt den süchtigen zocker einfach weiter zocken, er geht nicht mehr zur arbeit, kriegt kein geld mehr, kann sich nicht mehr ernähren und stirbt irgendwann. ist ja seine sache, wenn er lieber leben will soll er gegen die sucht ankämpfen. :)
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jackdaniel1987
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Beitrag von jackdaniel1987 »

@Sklellington
Hast du auch ne Idee wie man das Umsetzen soll?
Das scheint kein schwieriger Weg zu sein sondern ein unmöglicher.
Dieser Weg wäre mit einem riesigen administrativen Aufwand verbunden der würde Millionen kosten.
Ergo würde kein weg an einer Pauschalisierung vorbei führen.
Das allerdings will niemand.

Ich denke das Suchtpotenzial von Spielen wie Wow oder anderen ist gigantisch groß.
Es ermöglicht soziale kontakte auf zu bauen und zu pflegen.
Das hört sich banal an...ist aber das Problem.
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Frank West
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Beitrag von Frank West »

jackdaniel1987 hat geschrieben:Ich denke das Suchtpotenzial von Spielen wie Wow oder anderen ist gigantisch groß.
Es ermöglicht soziale kontakte auf zu bauen und zu pflegen.
Das hört sich banal an...ist aber das Problem.
Deswegen mag ich banale Dresch- und Metzelspiele lieber: man kloppt mal für ein paar Stunden um sich und dann is auch wieder gut.
Skellington
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Beitrag von Skellington »

jackdaniel1987 hat geschrieben:@Sklellington
Hast du auch ne Idee wie man das Umsetzen soll?
Das scheint kein schwieriger Weg zu sein sondern ein unmöglicher.
Dieser Weg wäre mit einem riesigen administrativen Aufwand verbunden der würde Millionen kosten.
Ergo würde kein weg an einer Pauschalisierung vorbei führen.
Das allerdings will niemand.

Ich denke das Suchtpotenzial von Spielen wie Wow oder anderen ist gigantisch groß.
Es ermöglicht soziale kontakte auf zu bauen und zu pflegen.
Das hört sich banal an...ist aber das Problem.
Es mag sowohl ein schlechter Zeitpunkt, als auch ein schlechter Ort sein, Jack:

Doch ich bin der Ansicht, daß hier weit weniger von einer Verantwortung der Gesellschaft zu sprechen ist, als vielmehr von einer Verantwortung der engsten Umwelt.

Ich habe selbst einen kleinen Sohn (3), und wenn ich ihn auf meinen Schoß nehme, während ich sniper, dann fummelt er eben an der Maus herum und ich sage es und jede Map ergibt sich mit erhobenen Händen, weil er lächelt und Krieger tatsächlich so etwas wie Ehre haben.

Ja, ich weiß sehr genau, was ich tun würde, wäre er einst älter. Ich würde ihm definitiv keinen Fernseher erlauben und ganz gewiss keine Konsole, oder ihn an aber an einen Rechner lassen, wäre ich nicht bei ihm.

Nicht alle Eltern scheren sich aber um die mediale Fürsorge ihres Kindes, und eben deshalb muss der Staat einschreiten. Was wäre denn deine Lösung, Jack?
TNT.sf
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Beitrag von TNT.sf »

dazu müsstest du aber erstmal klären ob der staat eher als fürsorger für kinder zu gelten hat, als die eigenen eltern.
denn wenn das wirklich so ist, könnte sich der staat theoretisch noch viel mehr mit den kindern erlauben.

sie in ideologische richtungen lenken, sie für bestimmte zwecke ausbilden, frühzeitig fürs militär eignen. ich hab da zwar soweit nichts gegen, aber der grundgedanke daran beisst sich ja schon mit unserer liberalistischen auffassung.
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Frank West
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Beitrag von Frank West »

TNT.sf hat geschrieben:dazu müsstest du aber erstmal klären ob der staat eher als fürsorger für kinder zu gelten hat, als die eigenen eltern.
denn wenn das wirklich so ist, könnte sich der staat theoretisch noch viel mehr mit den kindern erlauben.
Vor allem sollte man einmal klären, wie weit man Erwachsene mit einschränken darf, die keine Kinden haben (wollen).
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jackdaniel1987
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Beitrag von jackdaniel1987 »

Es gibt auch die möglichkeit das sich alle Probleme von selbst lösen.
Die Eltern der letzten Generation wusste doch garnicht um zu gehen mit Konsolen und Computern.
Nun leben wir in einem digitalisiertem Zeitalter und haben ein Bewusstsein für diese dinge.
Das heißt auch das wir unsere Kinder besser limitieren können, da wir uns selber mit Konsolen und Computern identifizieren.
johndoe-freename-54953
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Beitrag von johndoe-freename-54953 »

Ich bin für ein bootcamp für alle Modelleisenbahner!! Denn bis so eine Bahn mal steht dauert es einige 100 stunden und von dem geld was sie da für züge, gleise usw. ausgeben können jugendliche zocker nur träumen :) Jedes Hobby is ne Sucht sonst wärs kein Hobby :roll:
TNT.sf
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Beitrag von TNT.sf »

red keinen blödsinn. ein hobby ist immer noch das was man unter liebster freizeitbeschäftigung versteht. eine sucht ist etwas von der man nicht mehr loslassen kann, und zwar so sehr das man für sie nur noch auf das lebensnotwendigste achtet und den rest vergisst, sogar die eigene familie.

und jetzt willst du mir erzählen das sucht und hobby dasselbe wäre? bitte poste das nächste mal doch, wenn du ein wenig mehr über diese welt bescheid weisst, oder wenigstens mal ein wenig nachdenkst.