Call of Duty: WW2 - Starke Vorverkäufe und positives Feedback auf die Enthüllung

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Marobod
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Re: Call of Duty: WW2 - Starke Vorverkäufe und positives Feedback auf die Enthüllung

Beitrag von Marobod »

Konata1337 hat geschrieben: 07.05.2017 02:35
Marobod hat geschrieben: 06.05.2017 10:46 Ich glaub der Tag an dem ein WW2 Shooter / Spiel eine deutsche Kampagne bietet,die mehr als eine Proforma-Sache ist (ala Battlefield 1942) , da wird sicher der groeßte Verkausfrekord erzielt, allein schon wegen diesem "Tabubruch"
Wird dann genauso aufgezogen: Irgendein SSler widersetzt sich den Befehlen und wird Widerstandskämpfer, also auf jeden Fall ein den Alliierten Zuarbeitender. Eine richtige pro-deutsche Handung wird es nicht geben, weil wir den Krieg verloren haben. So einfach ist das.
Wen wir hassen und wen wir verehren, das bestimmt der Sieger. Nun kann man natürlich sagen, dass jede kriegerische Handlung zu verurteilen wäre und es hirnrissig ist, kriegerische Handlungen zu verehren. Sehe ich auch so. Aber ein bisschen Pathos stärkt das Volksempfinden, und ein mental gesundes Volk ist zu großen Leistungen in der Lage. Friedlicher Natur. Siehe die Japaner.
Ja da waeren einige Sachen drin, ich mein es muß nicht gleich SS sein,ein droeger Wehrmachtssoldat,der bei den Feldzuegen in Polen,Frankreich und Skandinavien dabei ist, dann nach Rußland geschickt wird, von mir aus mit dem Twist, am Ende vom Krieg weg laufen zu wollen, weil man mit der ganzen mache nichts mehr am Hut haben,die Aussichten her lebend raus zu kommen schwinden,die versorgungslage mies ist,die Propaganda-Luegen langsam offensichtlich werden,die heimat bombardiert wird und man zu seiner Familie zurueck will und hofft ,daß sie noch leben (ungefaehr alle gruende fuer einen damaligen Deserteur eben).

So kann man das Leid und die Bedrueckung viel deutlicher in Bezug brignen und es ist eben nicht glorrifizierend dann zurueck zu kommen um seine Anfangs schoene heimat in Ruinen zu sehen, so ein Aufstieg und Fall Szenario wuerde mir gefallen zusammen mit eben dieser Prppaganda und einem Protagonisten,der Anfangs noch sehr euphorisch in diese Sache reingeht, um ernuechtert und enttaeuscht herauszukoemmen.

Waer ich n guter Programmierer oder wuerde welche kennen, ich wuerd sowas selber anlaufen lassen (und nein Red Orchestra 2 hat, wenn auch nett designed, nicht das zu bieten was ich mir vorstelle)
Maxi Musterfrau 2.0
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Re: Call of Duty: WW2 - Starke Vorverkäufe und positives Feedback auf die Enthüllung

Beitrag von Maxi Musterfrau 2.0 »

Darum ging es nicht. Die Frage war, ob es einen Shooter gibt, mit deutscher Kampange.

Ja, den gibt es.
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Konata1337
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Re: Call of Duty: WW2 - Starke Vorverkäufe und positives Feedback auf die Enthüllung

Beitrag von Konata1337 »

Kajetan hat geschrieben: 08.05.2017 10:14 Du weisst schon, dass eine "richtige pro-deutsche Handlung" in diesem Kontext nur eine Glorifizierung des Nazi-Regimes bedeuten kann? Zudem, Pathos ist ein dummer Scheiss, der das freie Denken verhindert. Auch gibt es kein "Volksempfinden", weil das lediglich ein Propaganda-Begriff ist, der eine ganz spezifische, individuelle Meinung als allgemeingültige Wahrheit darstellen möchte und "mental gesund" ist in diesem Kontext reinstes Nazi-Sprech.
Verherrlichend ist es da, wo du es so wahrnimmst, also wo die Propaganda funktioniert. Eine beobachtende Sicht, also ich korrigiere mich in Hinsicht auf pro-deutsch, wäre die Sicht eines normalen Soldaten, der typische Mitläufer, der Gelegenheitsnazi. Und du musst selber bewerten. Wobei beides lehrreich wäre.

Zum Thema: Pathos:
Du hältst Menschen für mündige Individuen, die in der Lage sind, eine Demokratie zu gestalten. Dass sie das oft nicht sind, beweisen ja diverse Terror-Regime oder die völlig unsinnigen Wiederwahlen bei ständigem Betrug. Wohl aber ist es einfach, ein simples (nicht allgemeingültiges) Volksempfinden (nennen wir es Narrativ oder Normativ) herzustellen. Ein tolles Beispiel ist die gefühlte Stabilität, die man sich davon verpricht, etablierte Parteien zu wählen. Und natürlich die Dauerbrenner: "Arbeitsplätze" und "Wachstum" - oder "Sommermärchen". Alles dient einem politischen Zweck. Dieser kann auch positiv sein, völlig friedlich. Kann jeder Mensch individuell denken und gestalten? Will er es überhaupt? Was müsste man tun, damit er dazu befähigt ist? Einfacher ist es da, Pathos zu erzeugen, der eine kritische Masse Menschen erreicht und zu einem spezifischen Ziel führt, und sei es nur persönlicher Wohlstand, welcher dann im Wohlstand für alle resultieren könnte. Aber ja, Pathos führt unweigerlich zum Ausschluss all jener, die nicht addressiert werden. Wie radikal dieser Ausschluss ist, leitet sich vom Ziel ab. Aber Demokratie ist immer ein Kompromiss, der die opponierende Minderheit meistens ausschließt. Und das Ziel der Demokratie muss sein, ein Gut zu schaffen, mit dem man größtenteils als Mensch einverstanden sein kann, also nicht als Geschädigter hervorgeht.

"Nazisprech" diskreditiert prägnante Wortschöpfungen, die oft eine Beschönigung oder Verharmlosung sein mögen, aber es wert sind, diskutiert zu werden. Es gibt keine allgemeingültige Wahrheit, natürlich nicht. Wenn wir wissenschaftlich bleiben wollen, müssen wir ständig hinterfragen und neu bewerten. Doch es spricht nichts gegen die Nützlichkeit einer allgemeingültigen Wahrheit, wenn sie einem Volk Mut gibt (ja, wieder nur der addressierte Großteil des Volkes, aber wie ich bereits erwähnte ...). Nun kannste wieder Völker und Grenzen hinterfragen, da bin ich dann raus ... Und letzten Endes ist der Glauben an die Demokratie ja auch nur ... Volksempfinden (wobei sie sich als logische Risikostreuung auch historisch immer wieder ergibt) ^_^
Es ist endlos, und ich muss pennen, guten Morgen.
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Kajetan
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Re: Call of Duty: WW2 - Starke Vorverkäufe und positives Feedback auf die Enthüllung

Beitrag von Kajetan »

Konata1337 hat geschrieben: 09.05.2017 05:33 Es ist endlos, und ich muss pennen, guten Morgen.
Hoffe wohl geschlafen zu haben :)

Ich persönlich verfolge keinen "Glauben" an Demokratie, sondern halte sie derzeit für am Besten geeignet der Fehlerhaftigkeit der Menschen und dem daraus entwachsenen Schaden Grenzen zu setzen. Nicht perfekt, natürlich nicht, aber hinreichend tauglich. Bis man etwas besseres gefunden hat.

Um es mit Winston Churchill zu sagen:
"Die Demokratie ist die schlechteste aller Staatsformen, ausgenommen alle anderen."