Star Wars Battlefront 2: Keine Kriegsgeschichten; Einzelspieler-Story ist eine kontinuierliche Geschichte über 30 Jahre zwischen Episode 6 und 7

Hier findet ihr die entsprechenden Kommentare - inkl. Link zur News!

Moderatoren: Moderatoren, Redakteure

Benutzeravatar
Sir Richfield
Beiträge: 17249
Registriert: 24.09.2007 10:02
Persönliche Nachricht:

Re: Star Wars Battlefront 2: Keine Kriegsgeschichten; Einzelspieler-Story ist eine kontinuierliche Geschichte über 30 Ja

Beitrag von Sir Richfield »

SethSteiner hat geschrieben: 27.04.2017 19:31Und nicht zuletzt haben wir noch den Seitenwechsel des Bösewichts, den man auch nicht unter den Tisch fallen lassen sollte.
Zumal David Prowse es geschafft hat, diesen Konflikt in Vader auch beim Betrachter ankommen zu lassen. In einer starren Maske.
Bis Lucas das dann mit dem "Noooooooooooooooo" ruinieren musste....

Oder die Figur Anakin Skywalker nachhaltig mit den Prequels beschädigen. Und damit meine ich nicht weil Hayden Christensen den gespielt hat, sondern weil die Prequels ziemlicher Mist sind so vong Storytelling her.
Benutzeravatar
Mordender-Raubender-Bastard-Link
Beiträge: 1081
Registriert: 13.01.2017 01:33
User ist gesperrt.
Persönliche Nachricht:

Re: Star Wars Battlefront 2: Keine Kriegsgeschichten; Einzelspieler-Story ist eine kontinuierliche Geschichte über 30 Ja

Beitrag von Mordender-Raubender-Bastard-Link »

Ich muss sindri recht geben, Ihr wisst mehr über die Politik und die Wirtschaft einer fiktiven Welt, als von Deutschland. Obwohl ich auch vom zweiten keine Ahnung habe.
Benutzeravatar
Sir Richfield
Beiträge: 17249
Registriert: 24.09.2007 10:02
Persönliche Nachricht:

Re: Star Wars Battlefront 2: Keine Kriegsgeschichten; Einzelspieler-Story ist eine kontinuierliche Geschichte über 30 Ja

Beitrag von Sir Richfield »

Ich weiß auch mehr über die Dropraten bei Diablo oder die Produktionsgeschwindigkeiten von Factorio als über die Wirtschaft von Peru, was ist dein Punkt?

Mal abgesehen davon, dass das eine saublöde Unterstellung ist. Nur weil sich jemand in, für eure Augen, epischer Breite über Star Wars auslassen kann, bedeutet das ja nicht, dass ihr oder sein Hirn jetzt voll ist...
Benutzeravatar
SethSteiner
Beiträge: 11871
Registriert: 17.03.2010 20:37
User ist gesperrt.
Persönliche Nachricht:

Re: Star Wars Battlefront 2: Keine Kriegsgeschichten; Einzelspieler-Story ist eine kontinuierliche Geschichte über 30 Ja

Beitrag von SethSteiner »

@Sir Richfield
Zwischen 1977 und 1983 wurde halt noch eine ganze Menge richtig gemacht. Nicht alles natürlich, ich denke man kann durchaus Kritikpunkte und Schwächen finden aber es gab noch keinen Megakonzern wie Disney, Georgie Boy war noch nicht allein, sondern viele Menschen haben ihren Input geleistet und so ist eine Trilogie entstanden, die gar keine Nachbearbeitung brauchte, weil sie schon ziemlich optimal war. Soetwas wie das "Nooo" ist akustisch exakt dasselbe wie visuell das CGI Tier, dass sich kurz vor der bekannten "Das sind nicht die Droiden die Ihr sucht"-Szene nicht nur ins Bild schleicht sondern tatsächlich mit seiner hässlichen Textur die gesamte Leinwand ausfüllt. Ich habe wenig gegen Restauration oder auch das grafische Update der Schlacht um den Todesstrn aber zu oft geht Subtilität flöten, wird Charakterzeichnung gestört oder.. ist es einfach unheimlich unsinnig und schlecht (Stichwort Felsen vor R2D2).

Und ja, ich stimme auch zu Hayden Christensen zu. Ich mein, ich finde ihn auch als Schauspieler nicht toll aber es ist egal wer die Rolle eingenommen hat. Problem waren nicht die Schauspieler sondern die Scripte. Auch Leonardo DiCpario, der ja auch mal angedacht war die Rolle zu spielen, hätte da nichts rausholen können.

@Mordender-Raubender-Bastard-Link
Nun ja, Filme und Geschichten generell sind halt auch einfach ein Handwerk, egal ob Asylum, Warner Bros. oder französisches Arthouse. Aber ich wüsste gerne wie du darauf kommst, wir wüssten nichts über Deutschland?
Benutzeravatar
greenelve
Beiträge: 48763
Registriert: 07.04.2009 19:19
Persönliche Nachricht:

Re: Star Wars Battlefront 2: Keine Kriegsgeschichten; Einzelspieler-Story ist eine kontinuierliche Geschichte über 30 Ja

Beitrag von greenelve »

Bei klassischen Kämpfen, bei denen der Bösewicht die Seiten wechselt: Ein vielleicht etwas weit hergegriffenes Beispiel, aber es zeigt sehr deutlich die Seiten von Gut und Böse: Endkampf von Sailor Moon.
Sailor Moon steht dem Antagonisten gegenüber, einer dem bösen verfallenen Sailor Kriegerin. Diese ist das reine Böse. Zwischen den Beiden kommt es nicht zum Kampf physischer Auseinandersetzung. Dafür ist das Böse zu stark. Sailor Moon trägt auch keinerlei Waffen oder Rüstung, defacto gar keine Kleidung; Nacktheit soll die Reinheit des Guten symbolisieren. Und auch hier kommt es letztlich zu einem Wechseln von Böse zu Gut. Denn das Gute gewinnt nicht durch die Taten eines Bösen. Das Gute gewinnt...weil es gut ist. Dazu wird als Erklärung gerne die Liebe genommen. Von wegen Liebe ist die stärkste Kraft, was auch bei Sailor Moon hergenommen wurde, gegen die selbst das böseste Böse keine Chance hat. Und die Liebe zu seinen Kindern war es letztlich auch, was Vader auf den rechten Pfad zurückgeführt hat.

Wie schon gesagt, Töten ist ein Merkmal des Bösen. Die Guten stehen für Leben, für Frieden, für Freiheit. Und ja, Pazifismus ist ein Merkmal der Guten. In einer Welt, in der die Guten herrschen, gibt es kein Morden. Das bringt erst das Böse ins Spiel.
Lukes Schicksal ist es auch nicht Vader zu töten. Während des Trainings bei Yoda "lernt" Luke bereits seine Angst wie sein Vater zu werden. Das ist auch der Knackpunkt im finalen Kampf, als er realisiert, er ist bereits auf dem Weg dazu, sein Körper wird zu einer Maschine, gleich der von Darth Vader.

Und ich wiederhole mich gerne: Der Kampf basiert darauf, dass Luke seinen Gegner tötet und damit dem Bösen verfällt. Erst durch seine Aufgabe gewinnt er letztlich. Der Gute verhält sich nicht wie der Böse und lehnt das Töten ab.
Und erneut, wie gesagt, die Sith/Jedi Relgion baut auf den Kontrast Böse/Gut auf. Wofür beide Seiten der Macht stehen, wie man ihnen verfällt und wie man ihnen folgt. Strikte Trennung von Gut und Böse. Der Imperator sagt es Luke sogar ins Gesicht, dass er sich böse verhalten soll, Hass spüren, Zorn, seinen Gegner töten, um der dunklen Seite der Macht zu verfallen.


ps: So toll die Geschichte um Luke und Vader als Drama auch ist, die dunkle Seite der Macht ist das Böse. Jedi und Sith sind klar getrennt. Yoda fürchtete gar um Luke, er könne der dunklen Seite verfallen, da sein Geist noch nicht reif genug ist, dem Bösen zu widerstehen. Und die letzte Prüfung dazu war die Weigerung den Antagonsiten umzubringen. Ganz klassisch symbolisch wofür Gut und Böse stehen.


pps: Ein klassisches Szenario das Böse zu besiegen ist auch es wegzusperren, zu versiegeln, zu verschließen, aber nicht töten. Egal wie oft der Bösewicht wiederkommt, er wird erneut in irgendeine Art von Gefängnis gebracht. Töten ist die letzte Wahl. Wie viele Helden versuchen es mit Reden, selbst wenn es mehrfach gescheitert ist? Luke ist selbst vor dem Kampf noch davon überzeugt, seinen Vater zum Guten bewegen zu können, mit Reden.
Benutzeravatar
Mordender-Raubender-Bastard-Link
Beiträge: 1081
Registriert: 13.01.2017 01:33
User ist gesperrt.
Persönliche Nachricht:

Re: Star Wars Battlefront 2: Keine Kriegsgeschichten; Einzelspieler-Story ist eine kontinuierliche Geschichte über 30 Ja

Beitrag von Mordender-Raubender-Bastard-Link »

Ihr kleinen Äffchen habt das völlig missverstanden! Das war ein Kompliment. Alles was wir sehen, hören und fühlen spielt sich in unserem Kopf ab, von daher ist Star Wars genau so echt, wie das was Unsereins Realität nennt....oder die die zu viel Zeit hier verbringen "offline".

Lasst uns episch festhalten, das mit Han Solo die zweite und wohl letzte Figur von Harrison Ford schlechten Drehbuchautoren vor den Radiergummi fiel.

Star Wars hat das Problem, das seine Fans schlauer sind als seiner Maker....und dann kommt so ein Mist wie Teil 7 raus, wo milliarden Aliens sterben und man gar nichts fühlt...sowie bei allen Dingen im Film.
Benutzeravatar
Xris
Beiträge: 13777
Registriert: 29.10.2006 11:35
Persönliche Nachricht:

Re: Star Wars Battlefront 2: Keine Kriegsgeschichten; Einzelspieler-Story ist eine kontinuierliche Geschichte über 30 Ja

Beitrag von Xris »

Ich weiß wirklich nicht weshalb EA nun meinen sich rechtfertigen zu müssen. Diesen Mist spielt doch eh nur die Masse. Als ob diese Zielgrupe in iwelchen Nerforen unterwegs ist. Und scheinbar hat ihnen die letzte Lizenzverwurstung ebenfalls gefallen. Teuren Werbespots sei dank, werden die VKZ sicherlich wieder hoch sein.

Wenn ich daran denke das der VK der der sogenannten "Vollversion" sicherlich zu 50% auf die extremen Werbekosten zurückgeht....
Benutzeravatar
Sir Richfield
Beiträge: 17249
Registriert: 24.09.2007 10:02
Persönliche Nachricht:

Re: Star Wars Battlefront 2: Keine Kriegsgeschichten; Einzelspieler-Story ist eine kontinuierliche Geschichte über 30 Ja

Beitrag von Sir Richfield »

greenelve hat geschrieben: 28.04.2017 00:38 Und ich wiederhole mich gerne: Der Kampf basiert darauf, dass Luke seinen Gegner tötet und damit dem Bösen verfällt. Erst durch seine Aufgabe gewinnt er letztlich. Der Gute verhält sich nicht wie der Böse und lehnt das Töten ab.
Und erneut, wie gesagt, die Sith/Jedi Relgion baut auf den Kontrast Böse/Gut auf. Wofür beide Seiten der Macht stehen, wie man ihnen verfällt und wie man ihnen folgt. Strikte Trennung von Gut und Böse. Der Imperator sagt es Luke sogar ins Gesicht, dass er sich böse verhalten soll, Hass spüren, Zorn, seinen Gegner töten, um der dunklen Seite der Macht zu verfallen.
Ja, aber ich denke nicht, dass es der Akt des Lebens nehmen ist, der hier wichtig ist. In diesem Falle nur, weil Luke damit seinen negativen Emotionen nachgegangen wäre, hätte er Vader in Raserei erschlagen. Eben diese Emotionen sind der Dreh- und Angelpunkt der Sith/Jedi Philosophie. Die Sith ergeben sich aller als negativ empfundenen Emotionen, Yoda sagt dazu alles, was man wissen muss.
Die Jedi stehen dem konträr gegenüber und unterdrücken ALLE Emotionen. Bzw. sie reden immer darüber, dies tun zu wollen, versagen aber, gerade in den Prequels, spektakulär dabei.
Der Gegenentwurf der Jedi zu den Sith ist nicht, sich in positiven Emotionen zu ergeben, Liebe, Freundschaft, Freude, etc., sondern keine Emotionen oder Bindung zuzulassen, aus (ironisch, oder) Angst, dass daraus langfristig negative Emotionen werden können, gegen die man sich nicht wehren kann. Das kommt in den alten Filmen so nicht rüber, weil den Jedi nicht viel Backstory gegeben wird und wenn, dann ausgerechnet von Ben "point of view" Kenobi. Und den Ruf hat er sich nicht nur mit den Prequels verdient, er erzählt Luke auch nur Teile der Wahrheit.

Mit dem Tod an sich und dem Nehmen von Leben haben die Jedi überhaupt kein Problem. Wichtig ist nur, dass man es nicht aus "niederen Beweggründen" tut.
Was soll z.B. heldenhaft daran gewesen sein, Ponda Baba den Arm abzuschlagen?
Gut, '77 hat man sowas halt gemacht und es interessiert eigentlich auch keine Sau. Auch dass unsere Helden den Kampf gegen das unterdrückende Imperium als großes Abenteuer sehen und das Abschießen von Tie Piloten als Zielübung betrachten.

Es wird halt nur dann komisch, wenn man anfängt zu sehr drüber nachzudenken. Denn dann muss man zu dem Schluss kommen, dass Obi Wan kein alter weiser Mentor ist, sondern ein dummes Arschloch.
Gerade in der Cantina Szene: Zückt sein Lichtschwert, was ihn als Jedi outen wird und hackt dem Mann den Arm ab, was ziemlich unverhältnismäßig ist. Und unnötig, stehen ihm doch mehr und deutlich subtilere Methoden zur Verfügung.

Für den FILM ist die Szene richtig. Zu dem Zeitpunkt kennt der Zuschauer die Macht noch nicht so wirklich, wenn ich das richtig erinner, dann nur von "Das sind nicht die Druiden, die wir suchen". Und das lässt sich mit dem offensichtlichen Space Wizard wegerklären. (Der trägt eine Robe um der Götter Willen)
Die Szene zeigt dann, dass der alte Zausel nicht (nur) Merlin ist, sondern einer der Ritter der Stuhlrunde (Anspielung auf den Jedi Tempel in I-III)...

Aber darum geht es am Ende von VI auch gar nicht. Da geht es, wie du sagtest, alleine darum, dass Luke gewinnt, indem er heldenhaft NICHT der Versuchung erliegt, wie sein Vater zu werden.
Er (und der Zuschauer) sieht ganz deutlich, dass ihm die dunkle Seite enorme Kraft verleiht. Die Kraft, einen Sith Lord zu besiegen. UND er wäre sogar bereit gewesen, sich für dieses Ideal zu opfern. Palpatine hätte ihn vernichtet, denn ohne die Kraft der Dunklen Seite ist Luke halt nur ein unerfahrener und nur rudimentär ausgebildeter Junge, den die Midichlorianer halt lieb haben.

Äh, wo war ich?
Achso, dass es eigentlich nicht um Leben lassen oder Töten geht, sieht man auch daran, dass Vader den Imperator umbringen darf. Das ist sogar der Punkt seiner Erlösung. Also, in den Augen der Protagonisten!
Man darf da nicht zu sehr in die Tiefe sehen. Wichtig ist, dass jemand die Kraft hat, sich für das (in den Augen der Gesellschaft) richtige zu entscheiden, egal wie groß die Verlockung ist.
Das halte ich für die Kernaussage von Episode VI.
(Ob das jetzt historisch ein Klischeebrecher ist, dass das Richtige an dieser Stelle halt nicht das ermördern des Antagonisten ist, da müsste ich recherchieren. Ich wollte das mit Conan vergleichen, aber der Film mit Arnie kam gerade mal ein Jahr früher raus als Episode VI...)

Aber das ist halt das Schöne am Star Wars Universum. Man kann stundenlang drüber philosophieren.
Im nächsten Post dann: Warum die Jedi das mit der Balance irgendwie komplett missverstanden haben müssen.
Benutzeravatar
Sir Richfield
Beiträge: 17249
Registriert: 24.09.2007 10:02
Persönliche Nachricht:

Re: Star Wars Battlefront 2: Keine Kriegsgeschichten; Einzelspieler-Story ist eine kontinuierliche Geschichte über 30 Ja

Beitrag von Sir Richfield »

Mordender-Raubender-Bastard-Link hat geschrieben: 28.04.2017 00:46 Lasst uns episch festhalten, das mit Han Solo die zweite und wohl letzte Figur von Harrison Ford schlechten Drehbuchautoren vor den Radiergummi fiel.
Hast du den Film von 2018 schon gesehen? :)

Oder meinst du Episode VII? Das ist doch eine Erfüllung von Fords altem Wunsch. Der wollte die Figur Han Solo schon damals nicht mehr spielen und wollte eigentlich, dass der umkommt.
Dass die Szene an sich etwas... würdevoller hätte gestaltet werden können, nunja.
Star Wars hat das Problem, das seine Fans schlauer sind als seiner Maker....und dann kommt so ein Mist wie Teil 7 raus, wo milliarden Aliens sterben und man gar nichts fühlt...sowie bei allen Dingen im Film.
Ich habe schon bei Alderaan nichts gefühlt, aber ich weiß, was du meinst. Wie ich sagte, Kylo ist noch die glaubwürdigste und am meisten nachvollziehbare Figur in VII. Aber noch besser wird das bei Rogue One. Die einzige Figur mit Charakter ist K-2SO.
Sind wir inzwischen so stumpf geworden oder kann Hollywood keine Figuren mehr schreiben?
(Sind Filme wie Interstellar oder sogar Logan halt die sprichwörtliche Ausnahme der Regel?)

Bzgl. Äffchen: Den hast du aber sehr geschickt unter meinem Sarkasmusradar geflogen. ;)
Benutzeravatar
Kajetan
Beiträge: 27139
Registriert: 13.04.2004 10:26
Persönliche Nachricht:

Re: Star Wars Battlefront 2: Keine Kriegsgeschichten; Einzelspieler-Story ist eine kontinuierliche Geschichte über 30 Ja

Beitrag von Kajetan »

Sir Richfield hat geschrieben: 28.04.2017 09:16 Wie ich sagte, Kylo ist noch die glaubwürdigste und am meisten nachvollziehbare Figur in VII.
Dieser quengelnde Emo-Teenager? Määäh, niemand hat mich lieb und deswegen muss ich voll ganz phöse sein!!!!!

Gut, verbuchen wir das unter subjektiven Geschmack :)
Aber noch besser wird das bei Rogue One. Die einzige Figur mit Charakter ist K-2SO.
Rogue One funktioniert als Ensemble. Ja, keiner der Figuren sticht heraus. Nein, keiner der Figuren nervt über Gebühr. Ja, der Film funktioniert dennoch. Weil er keine Geschichte über große Helden erzählen soll, sondern eine Geschichte über all die vielen, kleinen Grunts und Bodensoldaten und Piloten und die Menschen, die in der Hauptserie maximal nur mit Wilhelm-Scream so schnell abtreten dürfen, wie sie als Hintergrundstatist aufgetreten sind.
Sind wir inzwischen so stumpf geworden oder kann Hollywood keine Figuren mehr schreiben?
Hollywood MÖCHTE keine herrausragenden Figuren mehr schreiben, weil man große Projekte vor lauter Panik vor dem finanziellen Flop kaputtoptimiert hat. Gibt da schon genug talentierte Autoren. Die in Großproduktionen halt nicht das tun dürfen, was sie gut können.
Benutzeravatar
Sir Richfield
Beiträge: 17249
Registriert: 24.09.2007 10:02
Persönliche Nachricht:

Re: Star Wars Battlefront 2: Keine Kriegsgeschichten; Einzelspieler-Story ist eine kontinuierliche Geschichte über 30 Ja

Beitrag von Sir Richfield »

Kajetan hat geschrieben: 28.04.2017 09:30
Sir Richfield hat geschrieben: 28.04.2017 09:16 Wie ich sagte, Kylo ist noch die glaubwürdigste und am meisten nachvollziehbare Figur in VII.
Dieser quengelnde Emo-Teenager? Määäh, niemand hat mich lieb und deswegen muss ich voll ganz phöse sein!!!!!
Gut, verbuchen wir das unter subjektiven Geschmack :)
Ja, dieser quengelnde Emo-Tee Nager. Und das sollte auch mehr über den Rest des Ensembles sagen als über Ben.
Rogue One funktioniert als Ensemble. Ja, keiner der Figuren sticht heraus.
Doch, K-2SO :)
Rogue One fand ich als Film aus dem Star Wars Universum sehr gut. Gut, hauptsächlich wegen "I clapped when I saw the thing I know", aber das bezieht sich bei mir eher auf Look & Feel. Ich brauche jetzt nicht dringend AT-ACTs, um einen Film als "Star Wars Film" zu sehen. Was ich brauche ist... Dreck! Und Rost. Und Siff. Und Schmutz und Abnutzungserscheinungen.
Aber auch das ist ein anderes Thema.
Sind wir inzwischen so stumpf geworden oder kann Hollywood keine Figuren mehr schreiben?
Hollywood MÖCHTE keine herrausragenden Figuren mehr schreiben, weil man große Projekte vor lauter Panik vor dem finanziellen Flop kaputtoptimiert hat. Gibt da schon genug talentierte Autoren. Die in Großproduktionen halt nicht das tun dürfen, was sie gut können.
Mir würden gute Figuren ja reichen...
Ansonsten hast du natürlich leider recht. Und nicht nur, weil wir ein zynischer, alter Sack sind, sondern weil das auch von Insidern öffentlich alle Nase lang bestätigt wird.
Zuletzt geändert von Sir Richfield am 28.04.2017 14:33, insgesamt 1-mal geändert.
Benutzeravatar
Sindri
Beiträge: 1895
Registriert: 30.12.2011 22:52
Persönliche Nachricht:

Re: Star Wars Battlefront 2: Keine Kriegsgeschichten; Einzelspieler-Story ist eine kontinuierliche Geschichte über 30 Ja

Beitrag von Sindri »

sourcOr hat geschrieben: 27.04.2017 18:10 Ich weiß net, warum du das jetzt auf "aktuelle Scifi-Filme" ausdehnst, wenns eigentlich nur um SW geht, aber ne Mary Sue wie Rey gabs halt schon mal nicht. Sie waren auch nicht so derbe unlogisch und haben sich nicht fast komplett bei anderen Filmen bedient, was den Plot angeht. Von Lichtschwert-Designs oder so nem Quark redet doch überhaupt niemand. Soll das die ganze Kritik lächerlich erscheinen lassen oder wie.
Ja sie haben sich beim eigenen Film bedient. Episode 4. So what? Die Grütze, die Lucas zu verantworten hat, ist einen ganz neuen Weg gegangen....mehr Tiefe, mehr Politik. Wir wissen was dabei raus gekommen ist. Brauch keine Sau bei Star Wars.
Ja, definitiv soll das die Kritik lächerlich erscheinen lassen, weil sie es ist.
sourcOr hat geschrieben: 27.04.2017 18:10 Das Schöne an den alten SW-Filmen ist ja auch, dass sie trotz heutzutage mangelhafter Schauwerte immer noch begeistern können. Haben einfach tolle Charaktere und den nötigen Ideenreichtum gehabt - und das sind Dinge die eben jenseits des Spektakels hängenbleiben. Abrams Filme z.B. heute dagegen sind einfach nur hauruckmäßig in your face zugeschlatscht mit Szenen, die zwar toll aussehen, aber unlogisch und dumm sind. Das wirkt beim ersten Mal vllt noch und solang es wie gesagt noch hübsch anzusehen is, aber die Faszination daran ist sehr kurzlebig und dann bleibt da eben nicht mehr so viel übrig. Star Trek: Into Darkness hat dann noch seine Charaktere, aber bei Ep7 is das halt imo größtenteils missglückt, auch wenn die Schauspieler selbst nen guten Job machen.
Das ist deine eigene, persönliche, unverbindliche Meinung. Die ganzen Ep.7-Kritiker tun so als wenn jeder ihrer Meinung sei und Ep.7 schlecht sei und jeder der das nicht so sieht ist kein wahrer Star Wars Fan sei.
johndoe1044785
Beiträge: 10416
Registriert: 09.08.2010 12:33
Persönliche Nachricht:

Re: Star Wars Battlefront 2: Keine Kriegsgeschichten; Einzelspieler-Story ist eine kontinuierliche Geschichte über 30 Ja

Beitrag von johndoe1044785 »

so schauts aus
eigentlichegal
Beiträge: 1338
Registriert: 12.08.2013 16:09
Persönliche Nachricht:

Re: Star Wars Battlefront 2: Keine Kriegsgeschichten; Einzelspieler-Story ist eine kontinuierliche Geschichte über 30 Ja

Beitrag von eigentlichegal »

Sindri hat geschrieben: 28.04.2017 13:43 Das ist deine eigene, persönliche, unverbindliche Meinung. Die ganzen Ep.7-Kritiker tun so als wenn jeder ihrer Meinung sei und Ep.7 schlecht sei und jeder der das nicht so sieht ist kein wahrer Star Wars Fan sei.
Ich kann dir als betroffener sagen, dass es halt für manch einen ehemaligen EU-Fan schon ein bittere Pille ist, wenn gesagt wird "Wir streichen jetzt mal sämtliche Geschichten, die ihr über 25 Jahre finanziert und gemocht habt um die kreative Freiheit zu haben, tun und lassen zu können, was wir wollen, damit ihr das beste Star Wars bekommt, was möglich ist" und dann(!!) ein Episode 4 Remake zu machen. Das ist für mich als Ex-EU-Fan einfach nur ein Tritt in die Eier und da ist es mir auch herzlich egal, dass der Film unabhängig von allen anderen Dingen für sich gut funktioniert. Bis jetzt ist der Film ein Ausbund an Kreativlosigkeit, die ihresgleichen sucht und nein, ich warte nicht ab, wie die nächsten Episoden werden bevor ich meine Kritik anbringe. Das wär ja auch noch schöner! Oder hat auch nur irgendwer, nur ein einziger, das Argument bei ME:A gebracht? "Hey, es ist zwar ein mieses Spiel, aber wartet doch erstmal die Trilogie ab, vielleicht wirds ja in der Retrospektive geil!"
Benutzeravatar
sourcOr
Beiträge: 13369
Registriert: 17.09.2005 16:44
Persönliche Nachricht:

Re: Star Wars Battlefront 2: Keine Kriegsgeschichten; Einzelspieler-Story ist eine kontinuierliche Geschichte über 30 Ja

Beitrag von sourcOr »

Sindri hat geschrieben: 28.04.2017 13:43Ja sie haben sich beim eigenen Film bedient. Episode 4. So what? Die Grütze, die Lucas zu verantworten hat, ist einen ganz neuen Weg gegangen....mehr Tiefe, mehr Politik. Wir wissen was dabei raus gekommen ist. Brauch keine Sau bei Star Wars.
Ja, definitiv soll das die Kritik lächerlich erscheinen lassen, weil sie es ist.
Wie, "so what"? Kaum was neues aufbringen zu können ist kein Kritikpunkt? Mag ja sein, dass der Film dir gefallen hat, aber ich weiß net, warum man sich dann net auch differenzierter darüber unterhalten kann ob das gut ist, was sie da gemacht haben. Dass 1-3 es schlecht gemacht haben heißt nicht, dass man es gar nicht mehr versuchen sollte. Davon abgesehen war es ja aber anscheinend schon zu viel verlangt, sich an 4-6 zu orientieren ohne fast alles zu übernehmen. Der Weg ansich ist ja nicht falsch. Muss net unbedingt total politisch sein, aber wenigstens originell oder zumindest in sich halbwegs schlüssig.
Das ist deine eigene, persönliche, unverbindliche Meinung.
Richtig. Das ist meine Meinung und meine Kritik. Darauf kommen aber keine Argumente, sondern nur Versuche das Ganze lächerlich erscheinen zu lassen. Warum kannst du dich net normal damit befassen, anstatt ständig auf irgendwelche Strohmänner auszuweichen? Du tust doch quasi so, als ob jeder deiner (oder viel mehr eurer - ihr seid eh in der Überzahl) Meinung sein müsste, nur weil irgendwelche Fanboys irgendwo über Sinn und Unsinn von bestimmten Lichtschwertformen diskutiert haben :wink: