Weder noch, es ist ein Soft-Reboot.
Cheraa hat geschrieben: ↑24.04.2017 08:15
Es ist aber nun mal ein Sequel.
Warum sollte es das nicht sein?
Ja es gibt mal wieder eine dicke Killer Basis. Warum auch nicht? In unserer Welt sind Atombomben seit 70 Jahren das Maß der Zerstörung. Wieso sollte sich da also etwas in der Star Wars Welt ändern? Hier wurde lediglich die Macht des Todesstern vermehrfacht um ein ganzes System auszulöschen.
Ansonsten gefällt mir Rey als Charakter viel besser wie Luke. Letzterer nehme ich nach der Einführung des Charakter wenigstens ab, das sie gegen die First Order bestehen kann, im gegensatz zu dem Farmer Jungen Luke gegen das Imperium.
Bin schon auf Episode 8 gespannt, welche die Geschichte in eine neue Richtung lenken wird. Das Battlefront 2 die vergangenen 30 Jahre beleuchtet finde ich richtig klasse. Als Film wäre das wohl nur schwer umsetzbar, denn die Hauptcharaktere der alten Trilogie sind nun mal alle samt 60+ und keine 20-30 mehr, wie noch in den 80ern. Vielleicht wird es hier nach Episode 9 ja noch mal ein Spin-Off geben mit anderen Charakteren, welche diese Zeit weiter vertiefen.
Es ist denke ich kein Problem, dass es ein Sequel ist, wenn man ein Sequel herausbringt, hat man aber die Aufgabe Verbindungen herzustellen und zu erklären wie es weitergeht, besonders bei großen Zeitsprüngen. Diese Aufgabe erfüllt TFA aber nicht, vermutlich weil man sich gar nicht damit beschäftigen wollte, wozu gibt es schließlich all die Comic- und Buchautoren und EA? Abrams bzw. Disney waren hier äußerst faul und ignorant und das ist etwas was man kritisieren kann.
Ja es gibt eine dicke Killer Basis, das ist auch im Grunde in Ordnung aber das Problem ist die Wiederholung. Der zweite Todesstern war keine Wiederholung, er zerstörte keinen Planeten, vor allem keinen massiv bewohnten, am besten vom Gegner, es gab keinen Countdown, es lag auch kein Fokus darauf da es zeitgleich noch zwei weitere wichtige Handlungsstränge der eigentlichen Hauptcharaktere gab. Die Superwaffe ist platt, da steckt kein neuer Gedanke dahinter, sie wird einfach in derselben Weise genutzt und in derselben Weise zerstört, sogar mit einem weiteren Trench-Run aus ANH. Darüber hinaus ist die Starkiller Base nun mal fragwürdig, weil sie von einer Konfliktpartei stammt, die eigentlich kaum die Ressourcen dafür haben dürfte und schon zwei Mal Erfahrung damit gesammelt hat.
Wieso nimmst du es Rey ab aber nicht Luke? Weil Rey als Mary Sue präsentiert wird? Ist das nicht einfach nur eine Power Gaming Fantasie, die du da in Rey hineinprojezierst? Was hat das mit Authenzität zutun? Woher kommen denn die großen Soldaten unserer Welt? Das sind auch nur Farmer Jungen. Der hochdekorierteste US-Soldat des zweiten Weltkriegs.. wuchs in ärmlichen Verhältnissen als Sohn einer Farmpächterfamilie auf. Zu klein für den Militärdienst, zu jung, untergewichtig. Man könnte fast meinen, Lucas hätte für Luke ein bisschen von Audie Murphy abgeschaut. Luke wird als Mensch präsentiert, im ersten Film gibt es sicher ein halbes Dutzend Momente in denen er auf die Hilfe anderer angewiesen ist. Das unterstreicht auch die ganze Freundschaft und die Wichtigkeit der anderen Charaktere. Nebenbei wird auch mehrfach im Film hervorgehoben, dass Luke sehr wohl ein Pilot ist und nicht mal ein schlechter. Aus dem zweiten Weltkrieg, was halt auch eine starke Inspirationsquelle für Star Wars ist, ist es bekannt dass Piloten bspw. aus Polen im Ausland den Kampf gegen die Landesfeinde unterstützt haben. Und Luke hat ja auch jemanden der für ihn bürgen kann (Biggs).
DonDonat hat geschrieben: ↑24.04.2017 09:16
SethSteiner hat geschrieben: ↑24.04.2017 00:45
Das letzte Battlefront hatte allerdings überhaupt keien Story und inwieweit Kylo mehr Charakter haben soll als Vader, könntest du ruhig mal erklären. Ich sehe in beiden Fällen skrupellose Mörder, die weder vor Folter zurückstecken, noch ihre eigenen Untergebenen zu drangsalieren (oder gleich ganz zu töten).
Ich bin zwar nicht gerade dass, was man als Star Wars Fan bezeichnen würde aber alleine als Filmliebhaber muss ich DeathHuman recht geben: Kylo Ren hat mehr Charakter als Darth Vader. Einerseits, weil er im Gegensatz zu Vader noch etwas mehr Sympathie hegt und andererseits weil es für Star Wars Verhältnisse durchaus gut dargestellt ist, wie sich der, wenn ich dass richtig in Erinnerung habe, von Luke als Jedi ausgebildete Keyo Ren als Sith "quält" und immer noch im Zwiespalt zwischen dem einen und dem anderen steht.
Dass er dabei über für ihn unbedeutende Leichen geht ist anhand seiner Sith-Ausbildung zumindest für mich absolut plausibel.
Er hegt im Gegensatz zu Vader noch mehr Sympathie? Wofür?
Wie quält sich denn Kylo? Alles was wir hören ist wie er vor Vaders verkohlten Helm sitzt und von einem Sog zur hellen Seite redet. Aber sehen wir das? Verhält er sich irgendwann im Film nicht wie ein Psychopath? Nein, er hat keine Hemmungen Lor San Tekka umzulegen, keine Hemmungen den Genozid an der Dorfbevölkerung zu befehlen, keine Hemmungen seinen Untergebenen zu würgen, zu foltern, militärische Operationen durchzuführen. Allenfalls später noch hat er etwas mehr Zeit benötigt um seinen Vater um die Ecke zu bringen aber selbst das hat er halt durchgezogen. Schauen wir dagegen mal zu Vader. Er war ein Arsch im ersten Teil, ein Arsch im zweiten Teil und auch noch ein ziemlicher Arsch im dritten Teil. Er sagt niemanden, dass Gutes in ihm steckt, stattdessen ist es ein anderer Charakter, in dem Fall sein Sohn. Jemand anders glaubt an Vader, während das niemand sonst tut, auch nicht Lukes Lehrmeister. Schließlich wird Lukes Überzeugung im selben Film bestätigt als er vom Imperator gefoltert wird und sein Vater ihn rettet. Es ist eine völlig andere Situation als bei Kylo, der einem irgendwas erzählt aber nicht einen einzigen Beleg für seinen angeblichen Konflikt abliefert.