Mass Effect: Andromeda: Bioware entschuldigt sich für die "nicht rücksichtsvollen" Dialoge des transsexuellen Charakters Hainly Abrams

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SethSteiner
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Re: Mass Effect: Andromeda: Bioware entschuldigt sich für die "nicht rücksichtsvollen" Dialoge des transsexuellen Charak

Beitrag von SethSteiner »

Imperator Palpatine hat geschrieben: 08.04.2017 12:05
SethSteiner hat geschrieben: 08.04.2017 11:56 Videospieler haben kein Problem mit den bescheuertsten Handlungen, egal ob in der Story oder im Gameplay. Aber wenn es um Sexualität geht, geht's auf ein Mal um Quoten und vermeintlich realistische Prozentwerte.

Ansonsten zum eigentlichen Thema:
Sehr schön, wenn man sein beschissene Writing zugibt. Würden sie das immer machen, wenn es angebracht wäre, kämen sie wohl nicht mehr dazu ihre Spiele zu entwickeln. Was wohl auch kein all zu großer Verlust wäre.
Es geht eher darum dass man fiktionale Welten verstärkt auf Teufel komm aus mit reellen Themen besetzt bei denen man mehr als einmal den Eindruck hat dass sie nicht einem kreativen Gedanken entsprungen sind der dem Spiel nützen soll, sondern auf Druck von aussen.
Und dementsprechend schlecht und aufgesetzt wirken sie oft.
Nö, darum gehts gar nicht. Es geht darum, dass einige Menschen nicht damit klar kommen, dass es auch noch was außer Heterosexualität gibt und sie den Gedanken fürchten, dass die Welt bunter ist. Genau dasselbe halt, wie die Leute die aufschreien, wenn sie in Star Wars einen schwarzen Sturmtruppler sehen. Man kann sich natürlich immer über schlechtes Writing beschweren (so wie offensichtlich hier bei diesem Charakter geschehen) aber nicht darüber dass man doch ernsthaft was anderes sieht als das, was man selbst glaubt zusein.
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Imperator Palpatine
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Re: Mass Effect: Andromeda: Bioware entschuldigt sich für die "nicht rücksichtsvollen" Dialoge des transsexuellen Charak

Beitrag von Imperator Palpatine »

@ jackyrocks

Die einzige Person die sich aufregt bist du aber das nur nebenbei.

Und noch einmal es geht in diesem konkreten Fall darum dass der Sprung von aufbauendem Gespräch zu möglicher homosexueller Beziehung einfach zu spontan ist und es allgemein eine interessante Option wäre bei der Charaktererstellung eine Präferenz einzuführen auf die im Spiel eingegangen wird.
Wenn ich meinen Shepard als Kriegsheld kreiert habe der in den Slums der Erde aufgewachsen ist, wird dies auch mehr als einmal thematisiert.

Was die Quantität und Qualität der Beschwerden betrifft...da gab es in den letzten Jahren einen ziemlichen Sprung in der künstlichen Erregungskurve bis hin zu komplett schwachsinniger Hysterie von Personenkreisen die anscheinend die 24/7 nichts besseres zu tun haben als Möglichkeiten zu finden irgendetwas offensiv zu finden und dass dann per Twitter und Co dem Rest der Menscheit mit zu teilen.
Und zu viele Unternehmen reagieren darauf mittlerweile genau so hysterisch und panisch.

@ Seth Steiner

Du wirst mir und anderen schon zugestehen müssen dass wir selbst am besten wissen warum wir entsprechende Figuren oder Entwicklungen kritisieren. Also spar dir die Überheblichkeit mir einreden zu wollen was meine eigentlichen - angeblich versteckten - Intentionen dafür sind ganz gleich wie explizit ich mich dazu äussere.
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NotSo_Sunny
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Re: Mass Effect: Andromeda: Bioware entschuldigt sich für die "nicht rücksichtsvollen" Dialoge des transsexuellen Charak

Beitrag von NotSo_Sunny »

Imperator Palpatine hat geschrieben: 08.04.2017 12:05 Es geht eher darum dass man fiktionale Welten verstärkt auf Teufel komm aus mit reellen Themen besetzt bei denen man mehr als einmal den Eindruck hat dass sie nicht einem kreativen Gedanken entsprungen sind der dem Spiel nützen soll, sondern auf Druck von aussen.
Und dementsprechend schlecht und aufgesetzt wirken sie oft.
Was wären für dich diesbezüglich eigentlich gute Beispiele? Mir persönlich fallen keine ein, aber vielleicht hab ich auch nur die entsprechenden Games/NPC verpasst.

Zum Thema "Druck von aussen" würde ich aber Witcher3 anmerken wollen. Da gabs zwar (wie hier schon aufgeführt) imo homogen eingefügte LGTBs, aber am Ende kommen dann dennoch Experten wie Polygon und beschweren sich, dass es keine Farbigen gibt.
Nur als Beleg dafür, dass nicht alles deinen homophoben Warnvorstellungen entspringt :wink:
billy coen 80
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Re: Mass Effect: Andromeda: Bioware entschuldigt sich für die "nicht rücksichtsvollen" Dialoge des transsexuellen Charak

Beitrag von billy coen 80 »

Imperator Palpatine hat geschrieben: 08.04.2017 12:47Und zu viele Unternehmen reagieren darauf mittlerweile genau so hysterisch und panisch.
:lol:
Show
Jüngst Nivea. Die warben - ich glaube es war in den Staaten - für ein Deo mit dem Slogan "White is purity!". Das Ergebnis war ein Instant-Twitter-Outrage voller Rassismusvorwürfe und Boykottaufrufe. Leute stellten Videos online, wo sie dabei zu sehen waren, wie sie sämtliche Nivea-Produkte in ihrem Haushalt in den Müll warfen (merke: du bist nur gut, wenn du deine gerechtet Empörung auch möglichst Öffentlichkeitswirksam inszenierst).

Nivea entschuldigte sich sofort pflichtbewusst und zog den rassistischen, verletzenden Slogan umgehend zurück.

Interessant finde ich, wie man da überhaupt auf Rassismus kommen kann.

1.) Das Weiß bezog sich eindeutig auf die Farbe des Produktes und nicht auf die einer Haut.

2.) Seit wann wird durch eine Aussage automatisch eine genau gegenteilige Aussage über etwas getroffen, was nicht in den Rahmen der Aussage passt? Also heißt weiß ist Reinheit automatisch schwarz ist unrein?

Vor der offensichtlich gepflegten, bestechenden Logik unter Punkt 2 stellt sich mir dann doch die Frage, wie man Slogans wie "Black Lives Matter!" dann verstehen sollte, wenn man da argumentativ wasserdicht bleiben will. Vor allem, weil es sich bei derlei Aussagen ja tatsächlich explizit um die Farbe von Haut dreht und nicht um die eines Hygieneproduktes.

Naja, wer dachte oder hoffte, die letzten beiden South Park Staffeln wären heillos übertrieben, der sollte erkennen, dass bisweilen die Satire schon von der Wirklichkeit eingeholt worden ist. :cry:
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Imperator Palpatine
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Re: Mass Effect: Andromeda: Bioware entschuldigt sich für die "nicht rücksichtsvollen" Dialoge des transsexuellen Charak

Beitrag von Imperator Palpatine »

D_Radical hat geschrieben: 08.04.2017 13:22
Imperator Palpatine hat geschrieben: 08.04.2017 12:05 Es geht eher darum dass man fiktionale Welten verstärkt auf Teufel komm aus mit reellen Themen besetzt bei denen man mehr als einmal den Eindruck hat dass sie nicht einem kreativen Gedanken entsprungen sind der dem Spiel nützen soll, sondern auf Druck von aussen.
Und dementsprechend schlecht und aufgesetzt wirken sie oft.
Was wären für dich diesbezüglich eigentlich gute Beispiele? Mir persönlich fallen keine ein, aber vielleicht hab ich auch nur die entsprechenden Games/NPC verpasst.

Zum Thema "Druck von aussen" würde ich aber Witcher3 anmerken wollen. Da gabs zwar (wie hier schon aufgegührt) imo homogen eingefügte LGTBs, aber am Ende kommen dann dennoch Experten wie Polygon und beschweren sich, dass es keine Farbigen gibt.
Nur als Beleg dafür, dass nicht alles deinen homophoben Warnvorstellungen entspringt :wink:
Spec Ops: The Line. Und eben der von dir erwähnte Witcher in denen der Rassismus bzw die Diskriminierung bestimmter Spezies von Beginn expliziter Bestandteil der Reihe ist und Figuren/Freunde wie Zoltan dadurch einen anderen Stellenwert bekommen.
Natürlich hätte auch Mass Effect bei manchen Themen einen grossen Schritt weiter gehen aber den trauen sich im Moment die wenigsten Entwickler. Ich würde es z.B allgemein sehr begrüssen wenn sich Party/Crewmitglieder von mir trennen würden weil sie meine Entscheidungen oder Einstellungen nicht mittragen. Oder mich vor eine Wahl stellen die ich nicht mittels Überredungskunst lösen kann. Getreu dem Motto " Entweder der Kroganer geht vom Schiff oder ich gehe "
Bei einem Universum voller Rassen die sich aufgrund Jahrhunderte alter Konflikte nicht ausstehen können wäre dies nicht völlig aus der Luft gegriffen. Vielleicht feiert so etwas in der Zukunft wieder eine Renaisssance.

Das es gewissen Kreisen nie genug sein kann mit der Einbindung von allen möglichen Gruppierungen/Minderheiten etc. liegt in der Natur der Sache.
Funkee
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Re: Mass Effect: Andromeda: Bioware entschuldigt sich für die "nicht rücksichtsvollen" Dialoge des transsexuellen Charak

Beitrag von Funkee »

billy coen 80 hat geschrieben: 08.04.2017 13:32
Imperator Palpatine hat geschrieben: 08.04.2017 12:47Und zu viele Unternehmen reagieren darauf mittlerweile genau so hysterisch und panisch.
:lol:
Show
Jüngst Nivea. Die warben - ich glaube es war in den Staaten - für ein Deo mit dem Slogan "White is purity!". Das Ergebnis war ein Instant-Twitter-Outrage voller Rassismusvorwürfe und Boykottaufrufe. Leute stellten Videos online, wo sie dabei zu sehen waren, wie sie sämtliche Nivea-Produkte in ihrem Haushalt in den Müll warfen (merke: du bist nur gut, wenn du deine gerechtet Empörung auch möglichst Öffentlichkeitswirksam inszenierst).

Nivea entschuldigte sich sofort pflichtbewusst und zog den rassistischen, verletzenden Slogan umgehend zurück.

Interessant finde ich, wie man da überhaupt auf Rassismus kommen kann.

1.) Das Weiß bezog sich eindeutig auf die Farbe des Produktes und nicht auf die einer Haut.

2.) Seit wann wird durch eine Aussage automatisch eine genau gegenteilige Aussage über etwas getroffen, was nicht in den Rahmen der Aussage passt? Also heißt weiß ist Reinheit automatisch schwarz ist unrein?

Vor der offensichtlich gepflegten, bestechenden Logik unter Punkt 2 stellt sich mir dann doch die Frage, wie man Slogans wie "Black Lives Matter!" dann verstehen sollte, wenn man da argumentativ wasserdicht bleiben will. Vor allem, weil es sich bei derlei Aussagen ja tatsächlich explizit um die Farbe von Haut dreht und nicht um die eines Hygieneproduktes.

Naja, wer dachte oder hoffte, die letzten beiden South Park Staffeln wären heillos übertrieben, der sollte erkennen, dass bisweilen die Satire schon von der Wirklichkeit eingeholt worden ist. :cry:
Leider wahr. Ständig wird sich über irgendeinen Mist echauffiert. Lächerlich. Man bekommt den Eindruck, die sind mit ihrem Job nicht ausgelastet.
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greenelve
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Re: Mass Effect: Andromeda: Bioware entschuldigt sich für die "nicht rücksichtsvollen" Dialoge des transsexuellen Charak

Beitrag von greenelve »

SethSteiner hat geschrieben: 08.04.2017 11:56 Videospieler haben kein Problem mit den bescheuertsten Handlungen, egal ob in der Story oder im Gameplay. Aber wenn es um Sexualität geht, geht's auf ein Mal um Quoten und vermeintlich realistische Prozentwerte.

Ansonsten zum eigentlichen Thema:
Sehr schön, wenn man sein beschissene Writing zugibt. Würden sie das immer machen, wenn es angebracht wäre, kämen sie wohl nicht mehr dazu ihre Spiele zu entwickeln. Was wohl auch kein all zu großer Verlust wäre.
Videospieler haben kein Problem mit den bescheuertsten Handlungen, egal ob in der Story oder im Gameplay
vs
beschissenes Writing und würden sie deswegen keine Spiele mehr entwickeln, wäre es kein all zu großer Verlust


Das liest sich dann doch, als hätte mindestens ein Videospieler ein Problem mit bescheuerter Handlung. Und wenn man mitliest, gibt es auch andere, die sich am schlechten Writing stören. Oder man schaut woandershin, wie Story bei Mario Jump n Run von Spielern aufgenommen wird. :Blauesauge:
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NotSo_Sunny
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Re: Mass Effect: Andromeda: Bioware entschuldigt sich für die "nicht rücksichtsvollen" Dialoge des transsexuellen Charak

Beitrag von NotSo_Sunny »

Imperator Palpatine hat geschrieben: 08.04.2017 13:40 Spec Ops: The Line.
Kann ich mich gar nicht dran entsinnen. 8O Aber gut, wollt eh mal wieder einen Playthrough starten.

Ansonsten hab ich mich aber etwas missverständlich ausgedrückt. Ich wollte "gute" Beispiele für eine schlechte/aufgesetzte Einbindung solcher Themen.
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Todesglubsch
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Re: Mass Effect: Andromeda: Bioware entschuldigt sich für die "nicht rücksichtsvollen" Dialoge des transsexuellen Charak

Beitrag von Todesglubsch »

MrLetiso hat geschrieben: 08.04.2017 10:36 HZD weibliche Hauptrolle - Verkäufe ohne Ende.
Und ich meine, dass das GTA4-AddOn "Ballad of Gay Tony" auch kein finanzieller Flop gewesen ist.

Ich persönlich kann auch nicht nachvollziehen, warum das ein Problem sein sollte. Ich denke auch, dass die problematischsten Verkaufsregionen diesbezüglich Russland und die USA sind.
Ich hab Ballad of Gay Tony nicht gespielt, aber laut Wiki ist Luis Fernando Lopez nicht schwul.

Horizon hab ich ja bereits geschrieben. Die Aussage, dass sich Spielen mit Frauen schlechter verkaufen würden, kam ja von der Industrie. Ich weiß nicht mehr wer das gesagt hat und ich bin jetzt zu faul gründlich zu recherchieren, aber wenn ich danach googel, kommen hauptsächlich Artikel von 2012 / 2013. Also wird die Aussage wohl irgendwann 2012 gefallen sein.

Aber kurz btw: Wir wissen natürlich, dass Entwickler Frauen als Mainchar nicht wegen ihres Geschlechts vermeiden, sondern weil es offenbar so teuer ist, weibliche Charaktermodelle zu erstellen. Und natürlich, weil es so schwer ist wallendes langes Haar und Röcke zu programmieren *zu PiranhaBytes schielt* :lol:
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Imperator Palpatine
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Re: Mass Effect: Andromeda: Bioware entschuldigt sich für die "nicht rücksichtsvollen" Dialoge des transsexuellen Charak

Beitrag von Imperator Palpatine »

D_Radical hat geschrieben: 08.04.2017 13:47
Imperator Palpatine hat geschrieben: 08.04.2017 13:40 Spec Ops: The Line.
Kann ich mich gar nicht dran entsinnen. 8O Aber gut, wollt eh mal wieder einen Playthrough starten.

Ansonsten hab ich mich aber etwas missverständlich ausgedrückt. Ich wollte "gute" Beispiele für eine schlechte/aufgesetzte Einbindung solcher Themen.
Dann habe auch ich dich falsch verstanden. Mit dem Spec Ops Beispiel wollte ich auf ein Spiel hinweisen dass sich des Themas Krieg, deine Handlungen und ihre Auswirkungen angenommen hat während immer noch rechts und links Ego Shooter erscheinen die sich an eine solche Betrachtungsweise nicht trauen obwohl hier kein pseudo öffentlicher Druck besteht.

Zu deinem anderen Punkt würde mir direkt " The Last of us: Left behind " einfallen.
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James Dean
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Re: Mass Effect: Andromeda: Bioware entschuldigt sich für die "nicht rücksichtsvollen" Dialoge des transsexuellen Charak

Beitrag von James Dean »

Sharkie hat geschrieben: 08.04.2017 01:56

Den Ansatz mit den "evolutionären Präferenzkriterien" würde ich allerdings mit Vorsicht genießen. Evolutionäre Faktoren sind als Erklärungsmodell für menschliche Verhaltensweisen, Soziologie und Psychologie ein sehr wackeliges Fundament, da kulturelle Aspekte dazu zumindest in Konkurrenz stehen (können) und meiner Einschätzung nach auch vielfach überwiegen werden.
Zusammengefasst: Naturwissenschaft ist scheiße und nutzlos, schlimmstenfalls sexistisch, nur Gender Studies können alles erklären! Jeder ist eine Frau, ob die Person nun einen Penis hat oder nicht. Wenn die Naturwissenschaft etwas anderes sagt, dann ist es bullshit!
Zuletzt geändert von James Dean am 08.04.2017 14:17, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Mass Effect: Andromeda: Bioware entschuldigt sich für die "nicht rücksichtsvollen" Dialoge des transsexuellen Charak

Beitrag von Temeter  »

Imperator Palpatine hat geschrieben: 08.04.2017 12:05Es geht eher darum dass man fiktionale Welten verstärkt auf Teufel komm aus mit reellen Themen besetzt bei denen man mehr als einmal den Eindruck hat dass sie nicht einem kreativen Gedanken entsprungen sind der dem Spiel nützen soll, sondern auf Druck von aussen.
Und dementsprechend schlecht und aufgesetzt wirken sie oft.
Das hat als Argument aber nie so ganz funktioniert. Gerade Science Fiction greift fast immer aktuelle Themen und Politik auf, um sie für ihr Setting zu verwursten. ME1 hatte zum Beispiel massig Rassimus, bis zum Genozid. ME2 hatte unter anderem auch Referenzen zu religiösem Terrorismus, und vieles mehr in den ganzen kleinen Quests.

Diese superdefensiven Reaktionen gegenüber jeder 'falschen' Art von Politk sind ebenfalls neu.
Zuletzt geändert von Temeter  am 08.04.2017 14:22, insgesamt 2-mal geändert.
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KalkGehirn
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Re: Mass Effect: Andromeda: Bioware entschuldigt sich für die "nicht rücksichtsvollen" Dialoge des transsexuellen Charak

Beitrag von KalkGehirn »

billy coen 80 hat geschrieben: 08.04.2017 13:32
Imperator Palpatine hat geschrieben: 08.04.2017 12:47Und zu viele Unternehmen reagieren darauf mittlerweile genau so hysterisch und panisch.
:lol:
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Jüngst Nivea. Die warben - ich glaube es war in den Staaten - für ein Deo mit dem Slogan "White is purity!". Das Ergebnis war ein Instant-Twitter-Outrage voller Rassismusvorwürfe und Boykottaufrufe. Leute stellten Videos online, wo sie dabei zu sehen waren, wie sie sämtliche Nivea-Produkte in ihrem Haushalt in den Müll warfen (merke: du bist nur gut, wenn du deine gerechtet Empörung auch möglichst Öffentlichkeitswirksam inszenierst).

Nivea entschuldigte sich sofort pflichtbewusst und zog den rassistischen, verletzenden Slogan umgehend zurück.


1.) Das Weiß bezog sich eindeutig auf die Farbe des Produktes und nicht auf die einer Haut.

2.) Seit wann wird durch eine Aussage automatisch eine genau gegenteilige Aussage über etwas getroffen, was nicht in den Rahmen der Aussage passt? Also heißt weiß ist Reinheit automatisch schwarz ist unrein?

Vor der offensichtlich gepflegten, bestechenden Logik unter Punkt 2 stellt sich mir dann doch die Frage, wie man Slogans wie "Black Lives Matter!" dann verstehen sollte, wenn man da argumentativ wasserdicht bleiben will. Vor allem, weil es sich bei derlei Aussagen ja tatsächlich explizit um die Farbe von Haut dreht und nicht um die eines Hygieneproduktes.


Die "Black Lives Matter" Schilder eignen sich perfekt dafür damit weiße zu verprügeln.
Also Gemäß der Logik von punkt 2 wäre das mehr als rechtens :Blauesauge:
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Billy Coen 80 hat geschrieben:Interessant finde ich, wie man da überhaupt auf Rassismus kommen kann.
Stereotypische Vorurteile! Was auch nichts anderes als Rassismus ist.
Die zuckersüße Ironie dabei :lol:
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Imperator Palpatine
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Re: Mass Effect: Andromeda: Bioware entschuldigt sich für die "nicht rücksichtsvollen" Dialoge des transsexuellen Charak

Beitrag von Imperator Palpatine »

Temeter  hat geschrieben: 08.04.2017 14:17
Imperator Palpatine hat geschrieben: 08.04.2017 12:05Es geht eher darum dass man fiktionale Welten verstärkt auf Teufel komm aus mit reellen Themen besetzt bei denen man mehr als einmal den Eindruck hat dass sie nicht einem kreativen Gedanken entsprungen sind der dem Spiel nützen soll, sondern auf Druck von aussen.
Und dementsprechend schlecht und aufgesetzt wirken sie oft.
Das hat als Argument aber nie so ganz funktioniert. Gerade Science Fiction greift fast immer aktuelle Themen und Politik auf, um sie für ihr Setting zu verwursten. ME1 hatte zum Beispiel massig Rassimus, bis zum Genozid.

Diese superdefensiven Reaktionen gegenüber jeder 'falschen' Art von Politk sind ebenfalls neu.
Richtig. Allerdings ohne dabei von einer sehr speziellen allseits empörungsbereiten Twittergemeinde mit Argusaugen betrachtet zu werden. Und letztere fokussieren sich schon sehr auf den Geschlechtsaspekt während andere Themen bequem durchs eigene Radar schlüpfen.

Mass Effect selbst ist da meiner Meinung nach auch zu schnell von " Den Menschen kann man nicht trauen " hin zu " Die Erlöser der Galaxis " gesprungen. Da wurde der Fokus bezüglich des Misstrauens dann ziemlich schnell auf die Kroganer gelegt.

P.S Rein aus Neugierde: Welchen religiös motivierten Terrorismus in ME 2 meinst du ? Also welche Quest ? Spontan fällt mir da nur der durchgeknallte Hanar aus ME 3 ein der die Kollektoren als Protheaner und damit Entflammte verehrt. Und samit den Reapern als Herren der Kollektoren einen Planeten " übergeben " will.
Zuletzt geändert von Imperator Palpatine am 08.04.2017 14:37, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Mass Effect: Andromeda: Bioware entschuldigt sich für die "nicht rücksichtsvollen" Dialoge des transsexuellen Charak

Beitrag von Spartan-117 »

BlackStone hat geschrieben: 07.04.2017 19:16
Ares101 hat geschrieben: 07.04.2017 18:38
Andarus hat geschrieben: 07.04.2017 18:32 So typisch BioWare...
Unterschreibe ich zu 100%. Ich hasse diese Quotenerfüllerei von Bioware eigentlich seit dem 1. Dragon Age schon. Am Anfang fand ich es okey einen Homosexuellen in der Gruppe zu haben, aber spätestens in Dragon Age Inquisition fand ich es übertrieben. Immerhin spiegelt die Orientierung eine absolute Minderheit von vieleicht max 3 % der Bevölkerung wieder, nicht zusprechen von Transgender. Es ist für mich einfach unplausibel, dass da jedes Mal einer in der Party dabei ist.

Abgesehen davon finde ich die Partymitglieder in Andromeda alle langweilig. Ich hatte ja gehofft, dass mir wenigstens einer passt. Hatte auf die Asari gehofft, aber tatsächlich zieht mich da kein Char wirklich an.

[ Verwarnung erteilt. —dx1 ]
Weshalb gibt DAS denn eine Verwarnung?
Weil der mod bestimmt selber schwul ist und jetzt butthurt ist. So viel zum thema Meinungsfreiheit.

Nutzer Verwarnt. Grund sollte klar sein.
IEP