Und wo habe ich (oder jemand anderes der sich an dem polemischen Kampfbegriff stößt) geschrieben es sei ok? Kannst du das irgendwie zitieren? Ich bin weiter gegen Schwarzkopien, denn auch das Urheberrecht ist nunmal eine legitime Rechtsposition, die man nicht einfach verletzen darf.heretikeen hat geschrieben:Meine Güte, dieses ständige Wiederkauen der ewig gleichen auswendig gelernten Argumente, dass es ja gar keine "Raub"kopie sein und bli bla blubb mit dem Endresultat, dass klauen irgendwie schon okay ist, weil's ja gar nicht klauen ist. Macht doch, was ihr wollt, aber hört bitte endlich mal auf, euch dafür künstlich rechtfertigen zu wollen. Steht einfach dazu, dass ihr zu geizig seid, für eure digitalen Medien zu bezahlen, und gut ist es.
Was ich aber auch nicht ok finde, ist das übertriebene Aufbauschen von Schwarzkopien zu einem digitalen Kapitalverbrechen, was auf unterbewusster Ebene durch die ständige Verwendung eines Begriffs, der Gewaltanwendung oder entsprechende Drohung auf juristischer Ebene zwingend voraussetzt und auch im gewöhnlichen Sprachgebrauch damit assoziiert wird, geschieht. Damit sollen Schwarzkopien weit über ihren eigentlichen Unrechtsgehalt hinaus dämonisiert werden, um alles was unter dem Postulat des "Kampfes gegen Raubkopierer" eingesetzt wird, zu legitimieren. DRM-Maßnahmen wie Accountbindung zB, die dem dienen sollten, von den Kunden hingenommen wurden, aber nicht funktioniert haben (also den noch nichtmals nachgewiesenen Schaden beim Publisher nicht verhindern konnten) und eigentlich nur den Gebrauchtmarkt ausrotteten.
Aber wenn man drauf hinweist, dass Raubkopie der falsche Begriff ist, gilt man natürlich als Nutzer oder Unterstützer von Schwarzkopien. Wie dumm kann man sein um zu dieser Schlussfolgerung zu kommen?
Und klar ist Schwarzkopie auch nicht 100% korrekt, aber immerhin ab der Sache nicht völlig vorbei (schwarz ist ja umgangssprachlich ja nicht mehr als ein Synonym für illegal bzw nicht erlaubt) und auch nicht so polemisch reißerisch aufgeladen.

