Final Fantasy 15: PETA kritisiert die Glorifizierung des Angelns und die Banalisierung des Jagens und Tötens von Tieren in Videospielen
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- SethSteiner
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Re: Final Fantasy 15: PETA kritisiert die Glorifizierung des Angelns und die Banalisierung des Jagens und Tötens von Tie
Sehe ich anders, eben weil dieses Schwarz-Weiß Denken im Bezug auf die Fleischerzeugung falsch ist und man nicht einfach sagen kann, dass grundsätzlich günstiges Fleisch auch bedeutet, dass das Tier von dem es kommt auf eine inakzeptable Art dafür leiden musste. Das kann natürlich vorkommen und es passiert viel zu häufig, Verallgemeinerungen eignen sich aber nicht zur Argumentation. Darüber hinaus kommt der Punkt, dass schon heute die Schere zwischen Arm und Reich äußerst groß ist und man kaum erwarten kann, dass arme Menschen es einfach so akzeptieren sollen, dass sich der wohlhabende Teil der Bevölkerung durch sein Vermögen eine ganze Ernährungsgruppe unter den Nagel reisst. Der richtige Ansatz für das Problem ist und bleibt synthetisches Fleisch. Bis das industriell verfügbar ist, geht das eben nur über die vielfältigen, traditionellen Möglichkeiten der Fleischerzeugung, deren Tage längst gezählt sind.
- matzab83
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Re: Final Fantasy 15: PETA kritisiert die Glorifizierung des Angelns und die Banalisierung des Jagens und Tötens von Tie
SethSteiner hat geschrieben:Sehe ich anders, eben weil dieses Schwarz-Weiß Denken im Bezug auf die Fleischerzeugung falsch ist und man nicht einfach sagen kann, dass grundsätzlich günstiges Fleisch auch bedeutet, dass das Tier von dem es kommt auf eine inakzeptable Art dafür leiden musste.
Warum ist dieses Schwarz-Weiß-Denken falsch?
Artgerechte Haltung braucht Platz, Zeit, ordentliches Futter und noch einiges mehr. All diese Faktoren lassen sich nur mit einer Sache begünstigen: Geld.
Das heißt im Umkehrschluss, dass die Kosten für artgerechte Haltung immer höher sind, als die bei der Massentierhaltung. Es ist nicht so einfach. Man kann eben nicht sagen, dass Betriebe der Masentierhaltung artgerecht sind und vielleicht die Ausnahmen es eben nicht sind.
Je artgerechter so ein Tier leben soll, umso mehr kostet es nun einmal. Und dieser Preis muss sich zwangsläufig im Preis des Endproduktes niederschlagen.
Es ist eben doch notwendig, zu argumentieren. Und zwar so lange, bis ein Umdenken beim Menschen erfolgt.Das kann natürlich vorkommen und es passiert viel zu häufig, Verallgemeinerungen eignen sich aber nicht zur Argumentation.
Im Endeffekt ist es doch diese Denkweise, die unseren Planeten auf lange Sicht gefährdet. Und es ist diese Denkweise, Die "...America great again" machen. Einfach nur die Ignoranz des doofen Pöbels.
Nimm das bitte nicht persönlich, das ist eher allgemein bezogen.
Vielleicht vorweg: Ich beziehe nur Mindestlohn, zähle also zum ärmeren Teil.Darüber hinaus kommt der Punkt, dass schon heute die Schere zwischen Arm und Reich äußerst groß ist und man kaum erwarten kann, dass arme Menschen es einfach so akzeptieren sollen, dass sich der wohlhabende Teil der Bevölkerung durch sein Vermögen eine ganze Ernährungsgruppe unter den Nagel reisst.
Dennoch sehe ich es eben nicht so. Sicherlich bin ich eben nicht gewillt, wer weiß wieviel Geld für Fleisch auszugeben. Und ja, auch ich greife ab und an auf das "billig produzierte" Fleisch aus dem Supermarkt zurück.
Sicherlich habe ich da nicht einmal ein schlechtes Gewissen dabei. Aber dennoch versuche ich, mich dahingehend zu mäßigen. Wenn das jeder machen würde, wäre dies doch zumindest ein Schritt. Aber so lange die Massen an Fleisch gekauft werden, so lange werden die auch auf Kosten der artgerechten Haltung produziert.
Einer allein kann die Welt nicht verändern. Aber jeder ein kleines Stück mehr.
Ich habe keine Ahnung wie industrielles Fleisch aussehen oder erzeugt werden soll. Nur soviel: Es klingt wiederlich...Der richtige Ansatz für das Problem ist und bleibt synthetisches Fleisch. Bis das industriell verfügbar ist, geht das eben nur über die vielfältigen, traditionellen Möglichkeiten der Fleischerzeugung, deren Tage längst gezählt sind.
- winkekatze
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Re: Final Fantasy 15: PETA kritisiert die Glorifizierung des Angelns und die Banalisierung des Jagens und Tötens von Tie
naja, etwas vereinfacht dargestellt: Nimm ein paar Stammzellen, ein bisschen Genmanipulation, und schon wächst ein Steak im Reagenzglas.matzab83 hat geschrieben: Ich habe keine Ahnung wie industrielles Fleisch aussehen oder erzeugt werden soll. Nur soviel: Es klingt wiederlich...
Ich denke auch, dass das so kommen wird.
Edit: Ich bin auch "Fleischfresser", hielte aber das "Retortenfleisch" für die ethisch vertretbarere Variante.
Zuletzt geändert von winkekatze am 22.12.2016 16:28, insgesamt 1-mal geändert.
- SethSteiner
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Re: Final Fantasy 15: PETA kritisiert die Glorifizierung des Angelns und die Banalisierung des Jagens und Tötens von Tie
Das Schwarz-Weiß Denken ist falsch, weil die Situation und das Leben nicht in jedem Betrieb gleich aussieht. Man vergisst sehr leicht, wie unterschiedlich nicht einfach nur die Arten, sondern auch die Betriebe sind. Nur weil die Tiere Auslauf haben, heisst es noch lange nicht, dass dabei alles in Ordnung wäre. Ob Massentierhaltung oder Freilandhaltung, die Tiere haben in beiden Fällen kein garantiertes paradiesisches Leben wie man es sich für sie wünscht. Und eine Verallgemeinerung wie "diese sist schlecht, dieses ist gut" ist kein Argument. Und so erreicht man auch kein Umdenken bei den Menschen, die das nämlich ebenfalls leicht durchschauen und ebenso leicht feststellen, wenn es bei den Argumentationen schnell persönlich wird, was nicht hier der Fall ist aber was leider immer wieder vorkommt, gerade bei PETA Anhängern. Letztendlich hat sich schon längst einiges getan, die Menschen heutzutage sind viel interessierter an anderen Ernährungsweisen als noch vor Jahrzehnten aber dass keine Tiere mehr leiden, wird man nie erreichen, wenn man die Preise hochsetzt. Klar, invidiuell werden sich auch Arme damit zufrieden geben aber als Gruppe wäre so eine plötziche Erhöhung, die es unmöglich macht als armer Mensch Fleisch zu bezahlen, wohl der Tropfen der das Fass zum Überlaufen bringt. Dann sitzt eine AfD nicht nur im Bundestag, dann sitzt sie im Kanzleramt und stellt den Bundespräsidenten, denn die Masse wird sich wohl kaum gefallen lassen, wenn man ihnen das Essen vom Tisch nimmt und dieses nur noch den Priviligierten zur Verfügung stellt. Und diese Populisten würden die ersten sein, die sich des Themas annehmen und so eine dystopische Zukunft möchte ich auf keinen Fall sehen, dann lieber noch zwei, drei Jahrzehnte Status Quo.
Was nun industrielles Fleisch angeht. Mag sein, ich habe von einigen gehört, dass es widerlich klingen soll, kann es aber nicht nachvollziehen. Auf deutlich reduzierten Raum, ohne absurde Menge an Tieren, wird Fleisch in sauberer Umgebung geklont. Keine Bolzen, kein Blut, kein Zerhacken, kein Tiermehl, reine, vorprogrammierte Reproduktion, die irgendwann womöglich sogar soweit geht, dass man sich für einen absoluten Bruchteil des heutigen Preises Kobe-Fleisch im Supermarkt kaufen kann und es schmeckt, riecht und verdaut sich absolut identisch. Klingt finde ich eher sau lecker als widerlich.
Was nun industrielles Fleisch angeht. Mag sein, ich habe von einigen gehört, dass es widerlich klingen soll, kann es aber nicht nachvollziehen. Auf deutlich reduzierten Raum, ohne absurde Menge an Tieren, wird Fleisch in sauberer Umgebung geklont. Keine Bolzen, kein Blut, kein Zerhacken, kein Tiermehl, reine, vorprogrammierte Reproduktion, die irgendwann womöglich sogar soweit geht, dass man sich für einen absoluten Bruchteil des heutigen Preises Kobe-Fleisch im Supermarkt kaufen kann und es schmeckt, riecht und verdaut sich absolut identisch. Klingt finde ich eher sau lecker als widerlich.
- winkekatze
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Re: Final Fantasy 15: PETA kritisiert die Glorifizierung des Angelns und die Banalisierung des Jagens und Tötens von Tie
Klugscheiss: dann müsste das Fleisch aber in Kobe selbst geklont werden, da "Kobe-Fleisch" oder "Kobe-Rind" keine Rassenbezeichnung, sondern eine geografisch geschütze Bezeichnung ist. Die Rinder heissen Wagyu oder auch TajimaSethSteiner hat geschrieben: ...absoluten Bruchteil des heutigen Preises Kobe-Fleisch im Supermarkt kaufen kann und es schmeckt, riecht und verdaut sich absolut identisch. Klingt finde ich eher sau lecker als widerlich.
ne, aber ich finde du hast vollkommen Recht! ich kann deinen Post 100% unterschreiben!
Edit: Ich mag aber Kobe bzw. Wagyu nicht so sehr...schmeckt wie ein Stück heisse butter...da mag ich nen guten Irischen Ochsen oder US-Beef lieber. Ist natürlich am Ende geschmackssache!
- Sephiroth1982
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Re: Final Fantasy 15: PETA kritisiert die Glorifizierung des Angelns und die Banalisierung des Jagens und Tötens von Tie
Vorsätze für 2017 verändert: ich mache nen Angelschein und nen Jagdschein.
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billy coen 80
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Re: Final Fantasy 15: PETA kritisiert die Glorifizierung des Angelns und die Banalisierung des Jagens und Tötens von Tie
Das unter anderem. Ich empfinde dieses Schwarz-Weiß-Denken, welches es zweifelsfrei ist, in diesem Zusammenhang auch aus anderen Gesichtspunkten als fatal. Hier zeigt sich der übliche Affekt, sich auf einen Kernaspekt zu stürzen und alle anderen Aspekte, auf die dies Einfluss nimmt auszublenden und unter Polemik zu begraben.SethSteiner hat geschrieben:Das Schwarz-Weiß Denken ist falsch, weil die Situation und das Leben nicht in jedem Betrieb gleich aussieht...
Auch ich bin Gegner von Massentierhaltung, die den Tieren für die Dauer ihres meist kurzen Lebens absolut unwürdige Verhältnisse beschert. Auch ich vertrete die Haltung, dass eine Änderung der Zuchtmethoden dazu führen würde, dass eine dadurch entstehende Inflation der Fleischpreise auch das in der westlichen Welt unter Ernährungswissenschaftlichen Aspekten schlechte Konsumverhalten bereinigen könnte.
Aaaaaber: man kann nicht derartig argumentieren und aus dem Auge verlieren, dass es viele Menschen gibt, deren Lebenswirklichkeit nicht so aussieht, dass sie aufgrund der niedrigen Fleischpreise täglich morgens, mittags und abends nur von Würsten und Steaks leben. Die verdanken den niedrigen Fleischpreisen das "Privileg", sich wenigstens ein bis zwei Mal im Monat überhaupt so etwas wie ein Schweinesteak leisten und sich nicht immer nur Butter mit Salz aufs Brot streichen zu können.
Diese üblichen Verteufelungen des Hyperkonsums, wie sie gerade in derlei Debatten immer angeführt werden, um die Fleischgewinnungspraktiken (z. T. gewiss berechtigt) zu kritisieren, sind erstens grotesk unterkomplex und vor allem den Problemlagen eines nicht gerade kleinen Teils unserer Gesellschaft gegenüber ignorant.
Übrigens gehen Evolutionsbiologen davon aus, dass überhaupt erst der gesteigerte Konsum tierischer Fette und Eiweiße des Menschen dessen Hirnwachstum und damit einhergehend seine Intelligenzsteigerung erst ermöglichte. Unter den ursprünglichen Lebensbedingungen wäre es schlicht nicht möglich gewesen, einen derartigen Hochleistungsrechner beständig mit ausreichend Energie zu versorgen, bei ausschließlich pflanzlicher Ernährung. Dass dies heutzutage, bei entsprechender Berücksichtigung ernährungswissenschaftlicher Erkenntnisse, möglich ist, ist tatsächlich ein Privileg der Neuzeit und nicht zuletzt unserer immer so verteufelten Konsumgesellschaft, in der wir anstrengungslos jederzeit an alles kommen, was wir gerade futtern wollen.
- Gibson_Rickenbacker
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Re: Final Fantasy 15: PETA kritisiert die Glorifizierung des Angelns und die Banalisierung des Jagens und Tötens von Tie
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Zuletzt geändert von Gibson_Rickenbacker am 02.05.2017 00:36, insgesamt 1-mal geändert.
- Sevulon
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Re: Final Fantasy 15: PETA kritisiert die Glorifizierung des Angelns und die Banalisierung des Jagens und Tötens von Tie
Es ist halt vor allem wichtig, sich seine Kämpfe gut auszusuchen. Wer nämlich wegen jedem Scheiß schreit, wird irgendwann einfach überhört. Forderung gegen Massentierhaltung etc. sind sicherlich sinnvoll - aber hier gegen ein Spiel vorzugehen, dessen Zielgruppe von um die ~15 Jahre hierzulande trotz dieser "Verherrlichung des Angelns" vermutlich nicht gerade deswegen umgehend Angeln als neue Leidenschaft auserwählen wird, dürfte wohl schon deutlich auf verschwendete Energie hinauslaufen. Dazu ist der Angelsport in Deutschland auch einfach nicht populär genug, im Gegensatz zu bspw. den Japanern, die auf dem heimischen Markt wohl auch eher von diesem Minispiel angesprochen werden dürften.
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johndoe818235
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Re: Final Fantasy 15: PETA kritisiert die Glorifizierung des Angelns und die Banalisierung des Jagens und Tötens von Tie
Verstehe die Frage nicht ganzPepper21 hat geschrieben:
Aber jetzt aus persönliche NeugierHat die Jagd außerhalb von Amerika ebenfalls eine zentrale Rolle gespielt und warum war diese so bedeutend ?
Ich danke dir jetzt schon für die Antwort
Natürlich hat die Jagd überall und immer eine Rolle gespielt, falls du darauf hinaus willst.
Aber während der Besiedelung des amerikanischen Westens waren eben Pelzjäger u.a. eine treibende Kraft in der Erschließung der Gebiete, welche den Neuankömmlingen fremd waren.
Und das dabei nicht immer harmlos gejagt wurde, ist ja klar...
- Lebensmittelspekulant
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Re: Final Fantasy 15: PETA kritisiert die Glorifizierung des Angelns und die Banalisierung des Jagens und Tötens von Tie
Videospiele übermitteln ja noch keinen Tastsinn, und wenn sie es irgendwann können, dann wird man eine Schuppe so programmieren können, daß sie sich anfühlt wie ein warmes FellknäuelPulsedriver30 hat geschrieben:^^Lebensmittelspekulant hat geschrieben:Wenn diese Fische kawaii genug sind, warum nicht? ^^
Na dann wünsche ich mal viel Spaß beim feucht-kalten Kuscheln... sofern ein Fisch dabei ist der niedlich genug erscheint
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Pulsedriver30
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Re: Final Fantasy 15: PETA kritisiert die Glorifizierung des Angelns und die Banalisierung des Jagens und Tötens von Tie
Lebensmittelspekulant hat geschrieben:Videospiele übermitteln ja noch keinen Tastsinn, und wenn sie es irgendwann können, dann wird man eine Schuppe so programmieren können, daß sie sich anfühlt wie ein warmes FellknäuelPulsedriver30 hat geschrieben:^^Lebensmittelspekulant hat geschrieben:Wenn diese Fische kawaii genug sind, warum nicht? ^^
Na dann wünsche ich mal viel Spaß beim feucht-kalten Kuscheln... sofern ein Fisch dabei ist der niedlich genug erscheint
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CritsJumper
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Re: Final Fantasy 15: PETA kritisiert die Glorifizierung des Angelns und die Banalisierung des Jagens und Tötens von Tie
Also was genau glaubst du sind diese Millionen Tonnen Soja die wahrscheinlich jeden Tag in Amsterdam eintreffen? Wo kommen die her, wo gehen die hin. Schau dir das einfach mal an. Dann versuche noch mal so zu argumentieren.SethSteiner hat geschrieben:Das kann natürlich vorkommen und es passiert viel zu häufig, Verallgemeinerungen eignen sich aber nicht zur Argumentation.
Generell verbiete ich niemandem etwas. Aber was ich eigentlich noch weniger mag, ist wenn es ganz Bewusst so gehalten wird über die Zusammenhänge nicht aufzuklären. Ähnliches Problem ist z.B. auch mit dem Palmöl so. Bevor man sich in irgendeiner Sichtweise fest legt finde ich es immer gut Ideen zu sammeln und Probleme von allen Seiten zu beleuchten.
Bei dieser PETA und Videospiel Story stört es mich aber sehr das dies nach einer Geschichte klingt die im emotionalen Kreis der asozialen Netzwerke entsprungen ist.
Edit: Ich finde die eine Fleisch-Idee eher widerlich. Lass es mich kurz erklären.
Ich esse zwar kein Fleisch, finde aber es sollte dazu gehören das man im "romantischen Sinne" mit einem denkenden Wesen gekämpft hat. Ihm eine Falle gestellt, es gejagd, quasi unter gleichen Bedingungen. Wenn man sich selbst bei der Jagd verletzt, bestand ja auch die Gefahr das man selber vom Tier gefressen wird. Dabei löst sich die komplette Energie der Körper, in der Nahrung der anderen auf und wird zu einem kleinen Teil eins mit dem Sieger.
Findest du nicht das diese Philosophie irgendwie zum Leben auf diesem Planeten gehört, im Wettstreit um Nahrung? Ist Nahrung für dich wirklich etwas unpersönliches über das du keine Zeit verschwendest? Eine Creme-Kuchen kein Meisterwerk mehr? Ein Laib Brot nicht ein Kunstwerk aus von Mikroorganismen transferierte Weizenkörner, verfeinert durch den Geist des Bäckers und über den Ofen gebranntes kleines Wunder?
- matzab83
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Re: Final Fantasy 15: PETA kritisiert die Glorifizierung des Angelns und die Banalisierung des Jagens und Tötens von Tie
Verzeih den erneuten Ausspruch: Aber es klingt eklig...winkekatze hat geschrieben:naja, etwas vereinfacht dargestellt: Nimm ein paar Stammzellen, ein bisschen Genmanipulation, und schon wächst ein Steak im Reagenzglas.
Dem widerspreche ich nicht einmal. Bleibt nur zu hoffen, dass das "Fleisch-Dingens" dann gut zusammengebastelt wird...Ich denke auch, dass das so kommen wird.
Ethisch vertretbar, ja. Es mag jetzt auch anfänglich als Meckern verstanden werden, aber ich hoffe einfach, dass das synthetische Fleisch auch wie "gewachsenes" Fleisch aussehen wird. Ich habe einfach Angst, das es einfach ein Klumpen Eiweis in Fleisch-ähnlicher Form sein wird (was es wahrscheinlich auch sein wird).Edit: Ich bin auch "Fleischfresser", hielte aber das "Retortenfleisch" für die ethisch vertretbarere Variante.
Aber wir warten mal die Zukunft ab.
Nur das behauptet doch auch niemand. Sicherleich läuft auch in Bio-Betrieben nicht alles perfekt. Dennoch ist die Chance, dass es da tiergerechter zugeht um ein Vielfaches höher, als in der Massentierhaltung.SethSteiner hat geschrieben:Das Schwarz-Weiß Denken ist falsch, weil die Situation und das Leben nicht in jedem Betrieb gleich aussieht.Man vergisst sehr leicht, wie unterschiedlich nicht einfach nur die Arten, sondern auch die Betriebe sind.
Nur weil die Tiere Auslauf haben, heisst es noch lange nicht, dass dabei alles in Ordnung wäre.
Und da Bio-betriebe um einiges strengere Kontrollen über sich ergehen lassen müssen ist es einfach wahrscheinlicher, dass dort Missstände auffallen...
Das ist generell richtig. Selbstverständlich leben die tiere nicht im Paradies. Aber die artgerechtere AHltung sorgt zumindest für ein stressfreieres Leben der Tiere.Ob Massentierhaltung oder Freilandhaltung, die Tiere haben in beiden Fällen kein garantiertes paradiesisches Leben wie man es sich für sie wünscht.
Man sollte es eventuell auch mal so betrachten: Gestresste Tiere werden schneller Krank, müssen damit medikamentös behandelt werden. Und diese Medikamente landen im Fleisch. Lecker...
Prinzipiell stimmt es, dass Verallgemeinerungen nicht zielfördernd sind. Dennoch ist es so, dass man so gezielter auf Missstände aufmerksam machen kann.Und eine Verallgemeinerung wie "diese sist schlecht, dieses ist gut" ist kein Argument. Und so erreicht man auch kein Umdenken bei den Menschen, die das nämlich ebenfalls leicht durchschauen und ebenso leicht feststellen, wenn es bei den Argumentationen schnell persönlich wird, was nicht hier der Fall ist aber was leider immer wieder vorkommt, gerade bei PETA Anhängern.
Die Methoden von PETA sind definitiv zu plump. Aber sie scheinen dennoch zu funktionieren, immerhin wird hier zum großen Teil sachlich über das Thema diskutiert (was für 4player-Verhältnisse übrigens keine Selbstverständlichkeit darstellt).
Auch da hast du Recht. Auf konventionellen Wege wird immer ein Tier leiden, einfach weil es sterben muss. Aber der Lebensweg bis dahin kann dem Tier angenehmer gestalltet werden.Letztendlich hat sich schon längst einiges getan, die Menschen heutzutage sind viel interessierter an anderen Ernährungsweisen als noch vor Jahrzehnten aber dass keine Tiere mehr leiden, wird man nie erreichen, wenn man die Preise hochsetzt.
Es ist ein wenig schade, dass "wenig verdienend" immer so leicht mit "dummen Pöbel" gleichgesetzt wird, aber es stimmt ja leider, zumindest in Teilen, auch.Klar, invidiuell werden sich auch Arme damit zufrieden geben aber als Gruppe wäre so eine plötziche Erhöhung, die es unmöglich macht als armer Mensch Fleisch zu bezahlen, wohl der Tropfen der das Fass zum Überlaufen bringt.
Wir wollen mal nicht den Teufel an die Wand malen. Von diesen politischen Schnachnasen halte ich prinzipiell absolut nichts. Aber du hast schon Recht: Diese Idioten würden sich mit Freude daruf stürzen wie eine Meute ausgehungerter Raubtiere.Dann sitzt eine AfD nicht nur im Bundestag, dann sitzt sie im Kanzleramt und stellt den Bundespräsidenten, denn die Masse wird sich wohl kaum gefallen lassen, wenn man ihnen das Essen vom Tisch nimmt und dieses nur noch den Priviligierten zur Verfügung stellt. Und diese Populisten würden die ersten sein, die sich des Themas annehmen und so eine dystopische Zukunft möchte ich auf keinen Fall sehen, dann lieber noch zwei, drei Jahrzehnte Status Quo.
Die Gefahr durch den Populismus ist weltweit einfach zu groß, als dass man diesen Idioten in die Hände spielen sollte. Dennoch muss sich mehr ändern. Und das wiederum liegt in er Hand jedes einzelnen.
Wir warten mal einfach ab, ob und wie es wird. Dann werde ich mir eine Meinung bilden. Aber aktuell bleib ich bei der Meinung, dass es wiederlich klingt.Was nun industrielles Fleisch angeht. Mag sein, ich habe von einigen gehört, dass es widerlich klingen soll, kann es aber nicht nachvollziehen. Auf deutlich reduzierten Raum, ohne absurde Menge an Tieren, wird Fleisch in sauberer Umgebung geklont. Keine Bolzen, kein Blut, kein Zerhacken, kein Tiermehl, reine, vorprogrammierte Reproduktion. (...) Klingt finde ich eher sau lecker als widerlich.
