Der BIU - Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware hat einen Forderungskatalog mit zehn Maßnahmen zur Förderung der deutschen Games-Branche an die Politik zur Bundestagswahl 2017 veröffentlicht. Vor dem Hintergrund eines "zunehmenden Bedeutungsverlustes Deutschlands" als Entwicklungsstandort für Games zielen die Forderungen auf die Verbesserung der Rahmenbedingungen sowie auf die Stärkung D...
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BIU: Zehn Forderungen der deutschen Games-Branche an die Politik zur Bundestagswahl 2017
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Re: BIU: Zehn Forderungen der deutschen Games-Branche an die Politik zur Bundestagswahl 2017
Internet ist für uns alle Neuland, aber wir schaffen das!
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wnxkraid
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Re: BIU: Zehn Forderungen der deutschen Games-Branche an die Politik zur Bundestagswahl 2017
Die jetzige Förderung ist in Anbetracht eines Kulturetats von rund 1.34 Milliarden Euro im Bundeshaushalt 2017 ein schlechter Witz.
Gerademal rund 250.000€ ist dem Bund laut Haushaltsplan 2017 die Förderung des Computerspielpreises wert.
(insgesammt 470.000€ zu 50% von der Branche finanziert, man zahlt also zur hälfte an sich selbst)
Der Erhalt und die Pflege der preusischen Schlösser und Gartenanlagen wird 2017 um mehr als das doppelte aufgestockt (+660.000€).
Selbst die digitalisierung alter deutscher Filme ist dem Bund das 4 fache, also 1 Millionen € jährlich wert.
Von der höhe der Filmförderung möchte ich gar nicht erst anfangen und bei den vielen verschiedenen Töpfen aus denen da Gelder kommen ist es nicht wirklich leicht da konkrete Zahlen zu finden.
Ich glaube nicht mehr wirklich daran, das wir auf dem Gebiet überhaupt noch den Anschluß finden werden.
Das Ausbildungsfeld überlässt man fast ausschließlich privaten Schulen, die ihre Studenten eher abzocken als ausbilden.
Staatliche Einrichtungen bieten, wenn überhaupt, nur Artverwandte Studiengänge mit sehr begrenzter Teilnehmerzahl.
Und wenn es doch mal eine Fachhochschule schafft einen Studiengang auf die Beine zu stellen, dann sieht man an den Ergebnissen der dort studierenden, das es nicht wirklich viel bringt und der Fokus wie bei vielen anderen Studiengängen nach wie vor auf Gebieten wie Mathematik und Physik liegt, statt Fachspezifische Skills zu fördern.
Wie auch, dafür müsste man ja erstmal geeignete Lehrkräfte haben, nicht nur irgendwelche zweitklassige Dozenten, die sich mangels Erfolg im eigentlichen Beruf etwas dazuverdiehnen müssen.
Ich habe das vor ein paar Jahren selbst erleben müssen, zwar im Bereich Multimedia, da es damals, außer teure Privatschulen, noch gar nichts in Richtung Gamedesign gab, aber da waren die Zustände wie oben beschrieben, obwohl das Thema Multimedia da auch schon seit Jahren allgegenwärtig war.
Mathematik, Fremdsprachen, Elektrotechnik, Physik, IT, alles Top.
Den Dozenten und Professoren im Bereich Multimedia hätte ich als gelernter Mediengestalter aber selbst noch so einiges beibringen können.
Einigen wurde auch und das ist die Aussage eines Professors selbst: das Fach Aufgedrückt, weil es sonst keiner machen wollte und es eh keinen gibt der sich damit auskennt.
Gerademal rund 250.000€ ist dem Bund laut Haushaltsplan 2017 die Förderung des Computerspielpreises wert.
(insgesammt 470.000€ zu 50% von der Branche finanziert, man zahlt also zur hälfte an sich selbst)
Der Erhalt und die Pflege der preusischen Schlösser und Gartenanlagen wird 2017 um mehr als das doppelte aufgestockt (+660.000€).
Selbst die digitalisierung alter deutscher Filme ist dem Bund das 4 fache, also 1 Millionen € jährlich wert.
Von der höhe der Filmförderung möchte ich gar nicht erst anfangen und bei den vielen verschiedenen Töpfen aus denen da Gelder kommen ist es nicht wirklich leicht da konkrete Zahlen zu finden.
Ich glaube nicht mehr wirklich daran, das wir auf dem Gebiet überhaupt noch den Anschluß finden werden.
Das Ausbildungsfeld überlässt man fast ausschließlich privaten Schulen, die ihre Studenten eher abzocken als ausbilden.
Staatliche Einrichtungen bieten, wenn überhaupt, nur Artverwandte Studiengänge mit sehr begrenzter Teilnehmerzahl.
Und wenn es doch mal eine Fachhochschule schafft einen Studiengang auf die Beine zu stellen, dann sieht man an den Ergebnissen der dort studierenden, das es nicht wirklich viel bringt und der Fokus wie bei vielen anderen Studiengängen nach wie vor auf Gebieten wie Mathematik und Physik liegt, statt Fachspezifische Skills zu fördern.
Wie auch, dafür müsste man ja erstmal geeignete Lehrkräfte haben, nicht nur irgendwelche zweitklassige Dozenten, die sich mangels Erfolg im eigentlichen Beruf etwas dazuverdiehnen müssen.
Ich habe das vor ein paar Jahren selbst erleben müssen, zwar im Bereich Multimedia, da es damals, außer teure Privatschulen, noch gar nichts in Richtung Gamedesign gab, aber da waren die Zustände wie oben beschrieben, obwohl das Thema Multimedia da auch schon seit Jahren allgegenwärtig war.
Mathematik, Fremdsprachen, Elektrotechnik, Physik, IT, alles Top.
Den Dozenten und Professoren im Bereich Multimedia hätte ich als gelernter Mediengestalter aber selbst noch so einiges beibringen können.
Einigen wurde auch und das ist die Aussage eines Professors selbst: das Fach Aufgedrückt, weil es sonst keiner machen wollte und es eh keinen gibt der sich damit auskennt.
- Kajetan
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Re: BIU: Zehn Forderungen der deutschen Games-Branche an die Politik zur Bundestagswahl 2017
Und das ist schlimm, weil? Ist es der tyische Anspruch deutscher Mentalität, überall wo man mitmischt, der Erste, Größte, Beste zu sein?wnxkraid hat geschrieben:Ich glaube nicht mehr wirklich daran, das wir auf dem Gebiet überhaupt noch den Anschluß finden werden.
Wobei ich "die Schuld" hier nicht bei der Politik suche, sondern bei den viel zu braven oder viel zu verbohrten Entwicklern selbst. Die Politik will umschmeichelt werden und wenn man Fördergelder aus den gut gefüllten Töpfen haben will, dann muss man auch etwas dafür tun. Sich in Schale werfen, bei Events herumgammeln, Kontakte knüpfen, über schlechte Witze untalentierter Politiker lachen ... sich einschleimen! Und das nicht nur ein-, zweimal, sondern über viele Jahre hinweg. Das hört sich genauso scheisse an wie es nunmal ist, aber alternativ kann man auch Leute anheuern, die diese Kontakte bereits haben und die gegen Bezahlung gerne Lobbyarbeit für Videospiele betreiben.
Aber nur so klappt das, wenn man keine wichtige Branche ist, wo die Politik von alleine angekrochen kommt ...
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PBSDrakon
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Re: BIU: Zehn Forderungen der deutschen Games-Branche an die Politik zur Bundestagswahl 2017
Vor allem weil Dr. Maximilian Schenk, den BIU laut anderer News zu Ende Feb. 2017 verlässt und in den Branche wechselt. Für mich sind solche Typen wie die ganze Branche korrumpiert. Und versucht jetzt schon einen Vorteil aus seinen Ausstieg zu ziehen. Die Beweise liegen im Handeln und den Aussagen solcher Spinner z.b. den Gewinner des Awards.
- Todesglubsch
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Re: BIU: Zehn Forderungen der deutschen Games-Branche an die Politik zur Bundestagswahl 2017
Wie meinen? Der komplette BIU-Vorstand hockt doch bei den Publishern. Denen geht's allen nur darum mehr Geld in die Tasche zu kommen - moralisch vertretbar durch die Stärkung der Branche. Dass jemand vor seinem Weggang die Weichen in einen positiveren Weg stellt, ist doch nicht verwerflich?
Es würde mir persönlich ja reichen, wenn man wenigstens ein aktuelles Produkt hätte, das international gefeiert wird.Und das ist schlimm, weil? Ist es der tyische Anspruch deutscher Mentalität, überall wo man mitmischt, der Erste, Größte, Beste zu sein?
- Kajetan
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Re: BIU: Zehn Forderungen der deutschen Games-Branche an die Politik zur Bundestagswahl 2017
Und was hast Du persönlich davon?Todesglubsch hat geschrieben: Es würde mir persönlich ja reichen, wenn man wenigstens ein aktuelles Produkt hätte, das international gefeiert wird.
- Todesglubsch
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Re: BIU: Zehn Forderungen der deutschen Games-Branche an die Politik zur Bundestagswahl 2017
Ich müsste nicht jedes Mal schmerzlich mit den Augen rollen, wenn mal wieder deutsche Spielepreise verliehen werden und / oder sich Politiker / Vereine gegenseitig auf die Schulter klopfen, wie toll (sprich: nichtig) der deutsche Spielemarkt sei.Kajetan hat geschrieben:Und was hast Du persönlich davon?Todesglubsch hat geschrieben: Es würde mir persönlich ja reichen, wenn man wenigstens ein aktuelles Produkt hätte, das international gefeiert wird.
Andere Leute sitzen stattdessen halt vor dem Fernseher und feuern Millionäre an, die einen Ball umherkicken. Ist so ähnlich
- Kajetan
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Re: BIU: Zehn Forderungen der deutschen Games-Branche an die Politik zur Bundestagswahl 2017
Ach, das ... kann man lernen zu ignorierenTodesglubsch hat geschrieben: Ich müsste nicht jedes Mal schmerzlich mit den Augen rollen, wenn mal wieder deutsche Spielepreise verliehen werden und / oder sich Politiker / Vereine gegenseitig auf die Schulter klopfen, wie toll (sprich: nichtig) der deutsche Spielemarkt sei.
Neinnein, Fußball gucken ist was gaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaanz anneres!!!Andere Leute sitzen stattdessen halt vor dem Fernseher und feuern Millionäre an, die einen Ball umherkicken. Ist so ähnlich
