Crytek: Soll seinen Angestellten seit Monaten keine Gehälter mehr zahlen

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Heruwath
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Re: Crytek: Soll seinen Angestellten seit Monaten keine Gehälter mehr zahlen

Beitrag von Heruwath »

Todesglubsch hat geschrieben:
Heruwath hat geschrieben:
Ryan2k6 hat geschrieben:Warum haben sie dann überhaupt die CryEngine genommen, wenn damit so viel nicht ging oder sie gar nicht darauf ausgelegt ist? War günstiger?
Welche Engine hätten sie sonst wählen sollen?
Unity natürlich. :Blauesauge:

Die beste Lösung überhaupt. Wieso hat niemand sonst daran gedacht? :lol:
Kajetan hat geschrieben: Jepp, gut erkannt.

Abgesehen davon, ich schaue mir diverse Videos und Forenbeiträge von CIG-Entwicklern an, in denen hin und wieder solche Infobrocken enthalten sind. Man hat auf jeden Fall den Aufwand unterschätzt, um die grundlegenden Tools zu schaffen und dachte, man könne sehr viel früher produktiv werden. Dies, kombiniert mit Roberts allzu wagemutigen Terminaussagen (die er sich mittlerweile auch verkneift) führte dann zu dem Eindruck, dass SC Ziele verfehlt und die Jungs nur planlos durch die Gegend fuhrwerken.
Der Aufwand wird immer unterschätzt und hier liegt dar Grundlegende Problem, meiner Meinung nach.
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Kajetan
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Re: Crytek: Soll seinen Angestellten seit Monaten keine Gehälter mehr zahlen

Beitrag von Kajetan »

http://www.golem.de/news/schwere-vorwue ... 25085.html

Seltsame Dinge geschehen in Frankfurt ;)
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danke15jahre4p
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Re: Crytek: Soll seinen Angestellten seit Monaten keine Gehälter mehr zahlen

Beitrag von danke15jahre4p »

ein ex-angestellter will crytak auf auszahlung ausstehender gehälter verklagen? und sammelt dafür bei kickstarter? :lol:

wenn gehälter ausstehen, sollten die noch angestellten mal kurz beim arbeitsamt anklingeln, das sollte recht schnell gehen und crytek bekommt einen auf den sack.

schwierig wirds nur wenn sich crytek bereits in insolvenz befindet oder auf dem weg dahin, dann muss man jetzt schnell agieren.

aber was der ex-angestellte da will ist doch nen reiner rachefeldzug.

hätte er besser nicht kündigen sollen bzw. sich nicht einfach rausschmeissen lassen dürfen, oder der aufhebungsvertrag war scheisse ausgehandelt.

aber jetzt hier per kickstarter is doch peinlich.

greetingz
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Alter Sack
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Re: Crytek: Soll seinen Angestellten seit Monaten keine Gehälter mehr zahlen

Beitrag von Alter Sack »

Kajetan hat geschrieben:http://www.golem.de/news/schwere-vorwue ... 25085.html

Seltsame Dinge geschehen in Frankfurt ;)
Ja wirklich ... eine Kickstarterkampagne bzgl. eines Rechstreits vor dem AG? Wie bescheuert ist das denn? Und dann 20.000 Euro ... hört sich nach Abzocke an.
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Wigggenz
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Re: Crytek: Soll seinen Angestellten seit Monaten keine Gehälter mehr zahlen

Beitrag von Wigggenz »

Sehe ich ähnlich... ist ja sein gutes Recht, seinen AG auf die Gehaltszahlungen zu verklagen, aber dafür Crowdfunding nutzen zu wollen?
Und wenn er dann gewinnt (gesetzt Crytek geht nicht vorher insolvent)... will er dann die vom Gegner zu tragenden Kosten den Backern rückerstatten?

Selbst wenn er die Kohle dafür nicht hat gibt es PKH... wenn er die Wahrheit sagt wäre ein Erfolg der Klage wahrscheinlich genug.

Wenn es ihm um Sanktionen für den AG geht einfach beim Arbeitsamt melden, ggf bei der StA (Insolvenzverschleppung) und die sehen dann weiter...

Klingt ganz danach als will sich jemand bei der Gelegenheit noch fein profilieren und noch gleich ein wenig mehr rausschlagen.
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Alter Sack
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Re: Crytek: Soll seinen Angestellten seit Monaten keine Gehälter mehr zahlen

Beitrag von Alter Sack »

Wigggenz hat geschrieben:Sehe ich ähnlich... ist ja sein gutes Recht, seinen AG auf die Gehaltszahlungen zu verklagen, aber dafür Crowdfunding nutzen zu wollen?
Und wenn er dann gewinnt (gesetzt Crytek geht nicht vorher insolvent)... will er dann die vom Gegner zu tragenden Kosten den Backern rückerstatten?

Selbst wenn er die Kohle dafür nicht hat gibt es PKH... wenn er die Wahrheit sagt wäre ein Erfolg der Klage wahrscheinlich genug.

Wenn es ihm um Sanktionen für den AG geht einfach beim Arbeitsamt melden, ggf bei der StA (Insolvenzverschleppung) und die sehen dann weiter...

Klingt ganz danach als will sich jemand bei der Gelegenheit noch fein profilieren und noch gleich ein wenig mehr rausschlagen.
Eine Klage ist natürlich vollkommen gerechtfertigt und sollte in der Regel auch keine große Nummer sein. Dies sollte eigentlich schon im Gütetermin abgehandelt sein. Dafür braucht man keine 20.000 Euro.

Und einen Insolvenzantrag bzw. eine Verschleppung wird nicht beim Arbeitsamt (Agentur) gestellt oder angezeigt sondern beim Amtsgericht. Nur mal so ein wenig klugscheißen :wink:
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Kajetan
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Re: Crytek: Soll seinen Angestellten seit Monaten keine Gehälter mehr zahlen

Beitrag von Kajetan »

Alter Sack hat geschrieben: Ja wirklich ... eine Kickstarterkampagne bzgl. eines Rechstreits vor dem AG? Wie bescheuert ist das denn? Und dann 20.000 Euro ... hört sich nach Abzocke an.
Jepp. Denn WOFÜR braucht man in diesem Kontext 20.000 Euro?
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Wigggenz
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Re: Crytek: Soll seinen Angestellten seit Monaten keine Gehälter mehr zahlen

Beitrag von Wigggenz »

Naja die zuständige Behörde zur Feststellung eines Anfangsverdachts und allen darüber hinausgehenden (strafrechtlichen) Schritten bis zur Eröffnung eines Hauptverfahrens bleibt immer noch die StA...

Wenn es ihm denn überhaupt um solche Sanktionen geht und dadurch Genugtuung.

Ein Insolvenzverfahren an sich ist für ihn als Gläubiger ja auch nicht unbedingt nur von Vorteil, bevor er nicht seine Forderung tituliert hat...

Naja, was auch immer er letztlich will, so eine Kampagne ist der letzte Mist, das dürfte feststehen.
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Alter Sack
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Re: Crytek: Soll seinen Angestellten seit Monaten keine Gehälter mehr zahlen

Beitrag von Alter Sack »

Kajetan hat geschrieben:
Alter Sack hat geschrieben: Ja wirklich ... eine Kickstarterkampagne bzgl. eines Rechstreits vor dem AG? Wie bescheuert ist das denn? Und dann 20.000 Euro ... hört sich nach Abzocke an.
Jepp. Denn WOFÜR braucht man in diesem Kontext 20.000 Euro?
Sarkasmus?

Aber mal ehrlich wofür braucht man in diesem Kontext 20.000 Euro.
Im Artikel steht:
"Der Grafikdesigner Ludvig Lindqvist will 20.000 Euro per Crowdfunding sammeln, um seinen Arbeitgeber mit einer anwaltlichen Klage zu zwingen, ihm den ausstehenden Lohn zu zahlen."

Für die Klage brauchst du keine 20.000 Euro. Es dürfte schon schwierig werden vierstellig zu werden.
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Kajetan
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Re: Crytek: Soll seinen Angestellten seit Monaten keine Gehälter mehr zahlen

Beitrag von Kajetan »

Alter Sack hat geschrieben: Für die Klage brauchst du keine 20.000 Euro. Es dürfte schon schwierig werden vierstellig zu werden.
Genau das meine ich doch? Wozu braucht der Kerl 20.000 Euro? Wenn er das Warhammer40K-Projekt von seinem (Ex)-Kollegen unterstützen will (http://preview.thelordinquisitor.com/), soll er es doch einfach sagen :twisted:
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Alter Sack
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Re: Crytek: Soll seinen Angestellten seit Monaten keine Gehälter mehr zahlen

Beitrag von Alter Sack »

Wigggenz hat geschrieben:Naja die zuständige Behörde zur Feststellung eines Anfangsverdachts und allen darüber hinausgehenden (strafrechtlichen) Schritten bis zur Eröffnung eines Hauptverfahrens bleibt immer noch die StA...

Wenn es ihm denn überhaupt um solche Sanktionen geht und dadurch Genugtuung.

Ein Insolvenzverfahren an sich ist für ihn als Gläubiger ja auch nicht unbedingt nur von Vorteil, bevor er nicht seine Forderung tituliert hat...

Naja, was auch immer er letztlich will, so eine Kampagne ist der letzte Mist, das dürfte feststehen.
Sollte ein Insolvenzverfahren eröffnet werden bekommt er erstmal gar nichts. Und meistens dann später nur einen Bruchteil und meistens so gut wie nichts.

Naja an die Sozialversicherer müssen sie aber noch gezahlt haben (sprich die Sozialabgaben müssen noch abgeführt worden sein). Weil die sind meisten diejenigen die als erstes und ziemlich schnell zucken wenn die ihr Geld nicht bekommen. Die kennen keinen Spass. Das ist auch meist der Grund das Geschäftsführer den Antrag stellen wenn sie die nicht mehr bezahlen könne. Den Rest kann man meist drücken ...
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Alter Sack
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Re: Crytek: Soll seinen Angestellten seit Monaten keine Gehälter mehr zahlen

Beitrag von Alter Sack »

Kajetan hat geschrieben:
Alter Sack hat geschrieben: Für die Klage brauchst du keine 20.000 Euro. Es dürfte schon schwierig werden vierstellig zu werden.
Genau das meine ich doch? Wozu braucht der Kerl 20.000 Euro? Wenn er das Warhammer40K-Projekt von seinem (Ex)-Kollegen unterstützen will (http://preview.thelordinquisitor.com/), soll er es doch einfach sagen :twisted:
Achso. Sorry hab ich falsch verstanden :wink:
Aber das wäre ne harte Nummer ... da hätte er ja dann vom Charakter auch bei Crytek bleiben können :mrgreen:
johndoe1824162
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Re: Crytek: Soll seinen Angestellten seit Monaten keine Gehälter mehr zahlen

Beitrag von johndoe1824162 »

Kajetan hat geschrieben:
Alter Sack hat geschrieben: Ja wirklich ... eine Kickstarterkampagne bzgl. eines Rechstreits vor dem AG? Wie bescheuert ist das denn? Und dann 20.000 Euro ... hört sich nach Abzocke an.
Jepp. Denn WOFÜR braucht man in diesem Kontext 20.000 Euro?
Steht doch da. Anwaltskosten. 30 Euro hat er ja schon eingesammelt. :)
johndoe711686
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Re: Crytek: Soll seinen Angestellten seit Monaten keine Gehälter mehr zahlen

Beitrag von johndoe711686 »

Jeder der sowas mal mitgemacht hat weiß, da passiert vieles, aber ganz sicher nicht schnell ;-)

Mal eben dem Amt (welchem auch immer) sagen, dass dein AG dich nicht bezahlt hat und schwupps hat man das Geld nächsten Monat auf dem Konto, ist definitiv nicht so.

Mir wurde 6 Monate kein Gehalt gezahlt. Nach drei Jahren habe ich die Maximalausbeute, nämlich drei Monatsgehälter dann vom Amt bekommen. Obwohl wir uns schon nach 3 Monaten ohne Gehalt ans Amt gewendet haben. Damit da nämlich irgendwas kommt, muss erst mal das Insolvenzverfahren laufen und hat man da wie ich damals, einen Chef der Meister im wegducken und tot stellen ist, passiert erst mal sehr lange nichts.

Übrigens, wer weiß welchen Anwalt er engagiert hat, da kommen auch 20.000 € schnell bei rum. :Blauesauge:
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Kajetan
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Re: Crytek: Soll seinen Angestellten seit Monaten keine Gehälter mehr zahlen

Beitrag von Kajetan »

Ryan2k6 hat geschrieben:Jeder der sowas mal mitgemacht hat weiß, da passiert vieles, aber ganz sicher nicht schnell ;-)
Das stimmt. Die Mühlen des Gesetzes mahlen langsam.
Mir wurde 6 Monate kein Gehalt gezahlt. Nach drei Jahren habe ich die Maximalausbeute, nämlich drei Monatsgehälter dann vom Amt bekommen. Obwohl wir uns schon nach 3 Monaten ohne Gehalt ans Amt gewendet haben. Damit da nämlich irgendwas kommt, muss erst mal das Insolvenzverfahren laufen und hat man da wie ich damals, einen Chef der Meister im wegducken und tot stellen ist, passiert erst mal sehr lange nichts.
Mit dem dritten Monat kann man immerhin ratzfatz einen Termin beim Arbeitsgericht bekommen und dem Laden einen Schuldtitel reindrücken und den Gerichtsvollzieher vorbeischicken. Hilft das nicht, stellt man Strafanzeige wegen Betrug und Insolvenzverschleppung. Selbst wenn das nicht hilft, kann man dem verantwortlichen Chef/Geschäftsführer aber dauerhaft das Leben schwer machen und dafür sorgen, dass dieser in Deutschland und angeschlossenen Rechtsräumen keinen Fuß mehr auf den Boden bekommt.

Was vielleicht nur ein schwacher Trost ist, aber man kann solchen Leuten tatsächlich das Leben wirklich schwer machen. Die werden nicht mehr wirklich glücklich.
Übrigens, wer weiß welchen Anwalt er engagiert hat, da kommen auch 20.000 € schnell bei rum. :Blauesauge:
Die Anwaltskosten für Arbeitsgerichtsprozesse wegen Gehaltsforderungen sind tariflich gedeckelt und abhängig von der Gesamtsumme. 20.000 Euro kommen da bei nur zwei ausstehenden Gehältern bei einem Spieleentwickler NICHT zusammen.