Virtual Reality: Roomscale-Entwickler warnt kleine Teams vorm Einstieg in VR; laut Dean Hall spielen nur Exklusivdeals ihre Kosten ein

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johndoe711686
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Re: Virtual Reality: Roomscale-Entwickler warnt kleine Teams vorm Einstieg in VR; laut Dean Hall spielen nur Exklusivdea

Beitrag von johndoe711686 »

Liesel Weppen hat geschrieben:
ddd1308 hat geschrieben: Aber du musst doch zugeben, dass man von einem TV durchaus einiges an Mehrwert im Gegensatz zu einer VR Brille hat.
Reine Ansichtssache. Und da greife ich wieder das oben "mit Platform verdongelt" auf:
Man kann mit einer VR-Brille auch (3D-BD-)Filme anschauen, entweder auf dem simulierten 55" in 3m Entfernung, oder auf der simulierten 30m Leinwand in 10m Entfernung die sogar das Sichtfeld übersteigt.
Wenn man einen TV-Receiver dranhängt, geht das auch mit TV-Programm.
Man kann eine VR-Brille auch als PC-Monitor-Ersatz verwenden. Wahlweise sogar als virtuellen Multimonitorersatz, oder mit einem beliebig großen Monitor. (Hab ich sogar mit der DK1 ausprobiert, das wäre wirklich traumhaft, nur bei der DK1 leider in der praktischen Anwendung durch die geringe Auflösung arg limitiert).
Ich sehe keinerlei Mehrwert in einem TV, der kann absolut gar nichts, was mit einer VR-Brille nicht auch ginge. Das sind nur absichtliche Beschränkungen der Hersteller. Und weil ich genau sowas nicht haben will, kommt auch PSVR für mich absolut nicht in Frage. Da schätze ich die Chancen bei Vive und OR noch weitaus besser, vorallem weil ichs damit am PC einfach machen kann, wenn auch vielleicht (noch) nicht am BD-Player oder an einer Konsole.
Du verhädderst dich aber auch zunehmen in "Ich dreh es mir so zu Recht dass es passt"

Stell dir das doch mal im realen vor, du setzt dir nen Helm auf um über Bildschirme auf einen Bildschirm zu schauen, wo ein Film läuft.

Und deswegen braucht man keinen Fernseher mehr? Was machen dann zwei Leute? Jeder setzt sich einen Helm auf, sitzen dann im virtuellen Raum nebeneinander und schauen den Film?

Oder du schaust mit deinem Helm virtuell auf einen Monitor, hast ein Stück Plastik in der Hand mit dem du deine virtuelle Maus anfasst um auf dem virtuellen Monitor virtuell zu klicken?

Eine VR Brille ist kein Ersatz für einen TV, es ist, wie du ja an anderer Stelle auch selber sagst, nur ein weiteres Peripheriegerät.

Möglich ist viel mit VR, aber nicht alles ist machbar und/oder praktikabel. Wir werden ja sehen, was in 10 Jahren ist. Ich gehe aber weder davon aus, dass jeder nur noch virtuell TV schaut, noch dass die Dinger wieder verschwunden sind.

Andererseits ist 3D am TV auch tot, und das gibts noch nicht so lange.
xoif
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Re: Virtual Reality: Roomscale-Entwickler warnt kleine Teams vorm Einstieg in VR; laut Dean Hall spielen nur Exklusivdea

Beitrag von xoif »

leifman hat geschrieben: erstens hat 3d nichts mit vr zu tun, und zweitens, redet keiner von durchsetzen, vr ist eine ergänzung, zwar eine ergänzung die noch zu teuer ist, nur war es niemals als etwas gedacht was andere dinge verdrängt und dies wird es auch nie sein und nie sein können.
3D hat nichts mit VR zu tun? Mit beiden ist/war die Hoffnung verbunden das "nächste große Ding" im Electronic Consumer Bereich zu werden, beide sollen das Bildschirmgeschehen immersiver machen, für beide ist eine Brille notwendig... Meiner Meinung nach ist das durchaus vergleichbar.
Außerdem: Natürlich hofft man darauf, dass sich VR durchsetzt. Sonst würde kein halbwegs wirtschaftlich denkendes Unternehmen Geld in die Technologie investieren. Sieht man ja an Kinect, der Playstation Cam, oder Facebook Home. Die waren auch nur als Ergänzung gedacht und trotzdem waren sie ein Flop, weil sie sich eben NICHT durchgesetzt haben.
Liesel Weppen
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Re: Virtual Reality: Roomscale-Entwickler warnt kleine Teams vorm Einstieg in VR; laut Dean Hall spielen nur Exklusivdea

Beitrag von Liesel Weppen »

Ryan2k6 hat geschrieben: Und deswegen braucht man keinen Fernseher mehr? Was machen dann zwei Leute? Jeder setzt sich einen Helm auf, sitzen dann im virtuellen Raum nebeneinander und schauen den Film?
Das habe ich weiter oben schon eingeräumt. Das geht natürlich nicht.
Ryan2k6 hat geschrieben: Oder du schaust mit deinem Helm virtuell auf einen Monitor, hast ein Stück Plastik in der Hand mit dem du deine virtuelle Maus anfasst um auf dem virtuellen Monitor virtuell zu klicken?
Ja genau. man guckt auf einen virtuellen Monitor. Nur der ist nicht 24" und steht 50cm vor einem auf dem Schreibtisch, sondern der kann riesig sein. Entweder nur groß, oder vielleicht sogar 180°? Deswegen erwähnte ich auch Multimonitorbetrieb, im Gegensatz zu einem (wenn auch großem) Monitor. Ich will nicht mehr ohne Multimonitor (vorallem nicht arbeiten), und wenn ich hier kein physikalisches Platzproblem hätte (was ich mit VR nicht hätte), würde da schon längst ein dritter Monitor stehen. Mit VR wäre ich nicht auf meine 2 Monitore beschränkt und könnte damit noch weit mehr machen. Das handelt sich dann halt wie Multimonitor, man hat einen Hauptmonitor und Nebenmonitore. Bei Minecraft ist z.B. auf dem zweiten Monitor immer das Wiki offen. Ich brauche nur rüberschauen, mit einer kleinen Kopfbewegung.
Das geht dann noch mit viel mehr und das eigentliche Spiel könnte ich viel größer sehen.
Oder diverse Rangierbahnhöfe, Stromversorger, Kraftwerke, Überwachung, wo Leute vor einem Array aus 6x4 Monitoren sitzen, das kann man virtuell mit einem einzigen VR-Headset machen. VR ist nicht nur für Spiele, ich sehe da sogar viel mehr Anwendungsgebiete, abseits von Spielen.
Ryan2k6 hat geschrieben:Eine VR Brille ist kein Ersatz für einen TV, es ist, wie du ja an anderer Stelle auch selber sagst, nur ein weiteres Peripheriegerät.
Abgesehen davon, wenn mehr Leute gleichzeitig das gleiche anschauen wollen und dabei auch die soziale Komponente wollen, ist VR ein vollwertiger TV/Monitor-Ersatz. Es gibt nichts, was ein Monitor/TV kann, aber ein VR-Headset nicht. Aktuell hat das nur noch zwei "Kinderkrankheiten":
Man muss sich ein noch etwas umfangreiches Headset aufsetzen (würde mich nicht sonderlich wundern, wenn das in 5-10 Jahren in einer einfachen Brille mit 50g steckt) und bei den aktuellen Geräten ist die Auflösung noch zu gering, um als vollwertiger Desktop-Monitor-Ersatz herzuhalten, für Filme oder TV-Gucken reichts schon.
Ryan2k6 hat geschrieben:Möglich ist viel mit VR, aber nicht alles ist machbar und/oder praktikabel. Wir werden ja sehen, was in 10 Jahren ist. Ich gehe aber weder davon aus, dass jeder nur noch virtuell TV schaut, noch dass die Dinger wieder verschwunden sind.
Es muss auch nicht JEDER damit TV schauen, es hat auch aktuell noch nicht jeder einen 4K-TV/Monitor. Es hat noch nichtmal jeder einen FullHD-TV. Gehen tut es aber jetzt schon, am PC braucht man nur eine TV-Karte und ein Programm, dass den Desktop VR-virtualisiert. Hat nicht sogar die PS4 einen Cinemamode, mit dem man z.B. BDs auf einer virtuellen, riesigen Leinwand sehen kann?
Ryan2k6 hat geschrieben:Andererseits ist 3D am TV auch tot, und das gibts noch nicht so lange.
Ja, das liegt aber mMn, wie ebenfalls schon weiter oben beschrieben, nicht an der 3D-Technik, sondern daran, dass die Filme in Sachen 3D gelinde gesagt einfach unterirdisch schlecht sind. Es fehlt an richtigem, echtem Content, der aus 3D auch einem Mehrwert zieht, statt nur stumpf (Pseudo-)3D zu sein.
Und das ist auch meine Sorge mit VR. Wenn kein entsprechender Content kommt, der wirklich VR macht, also nicht nur 3D mit Headtracking, dann wird VR (wiedermal) genauso versanden, wie 3D-TVs/Kino.
Zuletzt geändert von Liesel Weppen am 14.12.2016 20:22, insgesamt 1-mal geändert.
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monotony
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Re: Virtual Reality: Roomscale-Entwickler warnt kleine Teams vorm Einstieg in VR; laut Dean Hall spielen nur Exklusivdea

Beitrag von monotony »

ZippoXTC hat geschrieben:
monotony hat geschrieben:tja, die technologie ist reif, aber nicht erschwinglich. es ist ja nicht so, als hätte niemand gewarnt.
wenn die Technologie nicht erschwinglich ist, dann ist sie auch nicht reif. Zumindest nicht für den Massenmarkt bzw. den kommerziellen Erfolg. Ich würde aber so weit gehen zu behaupten, dass auch die Technologie alles andere als reif ist, denn:
  • - Die aktuelle Auflösung und das aktuelle Blickfeld lassen keine perfekte Immersion zu.
    - Die Rechenpower reicht nicht aus, um mehreren Spielern eine VR-Erfahrung zu bieten.
    - Die Rechenpower reicht nicht aus, um die gewohnte Grafikqualität abseits von Casual Games zu gewährleisten.
Die bisherigen Games waren jedenfalls alle so seicht, dass sie zumindest mir als "klassischem" Gamer keinen Kaufanreiz bieten. Für den Casual Markt sind die Teile aber zu umständlich, teuer und vor allem asozial (Fokus auf Singleplayer, abkapselung des Spielers, man kann nicht mal vernünftig zusehen)

Abgesehen davon: wenn sich schon 3D im Heimbereich - unter anderem wegen der sperrigen Brillen - nicht durchsetzen konnte, warum sollte dann das viel teurere VR - mit noch sperrigeren Brillen - zum Erfolg werden?
die technologie funktioniert. das bedeutet nicht, dass sie perfekt ist, oder es nicht noch potenzial zur verbesserung gibt, aber sie kann gekauft und verwendet werden. das ist mehr als man von allen bisherigen gehversuchen im vr-bereich sagen kann. ich bezog mich auf den fortschritt der technologie, nicht auf die vom preis bestimmte massenmarktreife.
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Mindflare
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Re: Virtual Reality: Roomscale-Entwickler warnt kleine Teams vorm Einstieg in VR; laut Dean Hall spielen nur Exklusivdea

Beitrag von Mindflare »

Shackal hat geschrieben:
Mindflare hat geschrieben:Wo ist denn der hohe Einstiegspreis? Für eine neue Technologie ist VR doch total erschwinglich.
Ich weiß ja nicht was dir an EURO im Monat zur verfügung stehen aber viele PC Nutzer spielen mit 6 Jahren alten Computer und können sich derzeit keinen neuen Comp. leisten.
Es muss ja auch nicht jeder alles haben.

Ich meinte nur, dass der Preis lächerlich ist, wenn man ihn mit den ersten Flachbildfernsehern oder gar den ersten Heim-PCs vergleicht. Von der Technik her bekommt man hier meiner Meinung nach auch mehr, als bei einem Smartphone der Oberklasse.
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Re: Virtual Reality: Roomscale-Entwickler warnt kleine Teams vorm Einstieg in VR; laut Dean Hall spielen nur Exklusivdea

Beitrag von unknown_18 »

Wer VR mit 3D vergleicht hat sich eh schon selbst für eine sinnvolle Diskussion disqualifiziert. Niemand der VR ausgiebig getestet hat käme auf die Idee es mit 3D vergleichen zu wollen. VR ist eine komplett neue Erfahrung, 3D ist bloß ein Gimmick.

Und damit haben wir auch den Grund wieso sich 3D TV nicht durchsetzen konnte. Man hat zwar 3D, aber zum einen kein richtiges 3D und zum anderen schaut man noch immer durch ein Fenster. 3D war im Grunde nur eine Aufwertung des normalen TV Erlebnisses.

Fazit: der Aufwand für 3D war den Mehrwert für Viele einfach nicht wert. Dazu brauchte es nicht mal schlechte 3D Filme, geholfen haben sie aber natürlich definitiv auch nicht.

VR ist hier etwas völlig anderes, absolut gar nichts kann das VR Erlebnis ersetzen und es ist auch keine Erweiterung irgend eines anderen Erlebnisses, es ist etwas völlig neues.

Und daher: wer VR mit 3D vergleicht hat wirklich keine Ahnung von was er hier redet.
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Re: Virtual Reality: Roomscale-Entwickler warnt kleine Teams vorm Einstieg in VR; laut Dean Hall spielen nur Exklusivdea

Beitrag von unknown_18 »

ZippoXTC hat geschrieben:3D hat nichts mit VR zu tun? Mit beiden ist/war die Hoffnung verbunden das "nächste große Ding" im Electronic Consumer Bereich zu werden,
Und genau hier hören die Gemeinsamkeiten auf, ja, mitten im Satz. ;)

Warum? siehe nächstes Zitat.
beide sollen das Bildschirmgeschehen immersiver machen,
Riesen Denkfehler. Bei 3D stimmt es, es sollte das Bildschirmgeschehen immersiver machen. Bei VR gibt es aber kein Bildschirmgeschehen, weil man direkt drin steckt. Man nimmt keinen Bildschirm mehr wahr auf den man Blickt. Und das ist ein gewaltiger Unterschied.
Außerdem: Natürlich hofft man darauf, dass sich VR durchsetzt. Sonst würde kein halbwegs wirtschaftlich denkendes Unternehmen Geld in die Technologie investieren. Sieht man ja an Kinect, der Playstation Cam, oder Facebook Home. Die waren auch nur als Ergänzung gedacht und trotzdem waren sie ein Flop, weil sie sich eben NICHT durchgesetzt haben.
VR ist aber keine Ergänzung sondern ein eigenes Medium. Noch ein gewaltiger Unterschied.

P.S. lass mich raten, du hast VR noch nie ausprobiert. ;) Mit jeder neuen Aussage von dir wird das immer offensichtlicher.
Liesel Weppen
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Re: Virtual Reality: Roomscale-Entwickler warnt kleine Teams vorm Einstieg in VR; laut Dean Hall spielen nur Exklusivdea

Beitrag von Liesel Weppen »

Balmung hat geschrieben:Wer VR mit 3D vergleicht hat sich eh schon selbst für eine sinnvolle Diskussion disqualifiziert. Niemand der VR ausgiebig getestet hat käme auf die Idee es mit 3D vergleichen zu wollen. VR ist eine komplett neue Erfahrung, 3D ist bloß ein Gimmick.
Da stimme ich voll zu.
Balmung hat geschrieben:Und damit haben wir auch den Grund wieso sich 3D TV nicht durchsetzen konnte. Man hat zwar 3D, aber zum einen kein richtiges 3D und zum anderen schaut man noch immer durch ein Fenster. 3D war im Grunde nur eine Aufwertung des normalen TV Erlebnisses.
Da muss ich aber zumindest teilweise widersprechen. Klar, 3D war nur eine Aufwertung des TVs, bzw der Bilddarstellung und ist keine vollumfänglich neue Erfahrung wie VR, das war oder ist aber nicht das Problem von 3D im TV/Kino. Das Problem ist, dass sich die Inhalte nicht an die Technik angepasst haben, sondern nahezu alle meinen, man müsste 3D ja nur auf das bisherige 2D draufstülpen. 3D ist toll, und bietet ein erweitertes Erlebnis, man müsste es halt nur mal nutzen, statt nur zu vergewaltigen.
Balmung hat geschrieben:Fazit: der Aufwand für 3D war den Mehrwert für Viele einfach nicht wert. Dazu brauchte es nicht mal schlechte 3D Filme, geholfen haben sie aber natürlich definitiv auch nicht.
Der technische Aufwand um 3D darzustellen ist nicht groß, 3D-fähige TVs haben auch kaum mehr gekostet als welche ohne 3D. Mittlerweile verschwindet es (leider) wieder. Obwohl 4K ein schöner Auflösungsboost für 3D gewesen wäre, vorallem für die meiner Meinung nach bessere Polfiltertechnik.
Den Produzenten war es wohl zu teuer, echtes 3D zu produzieren, und sie waren wohl nur zu starr, und das ist mMn auch der hauptsächliche Grund, ihre filmischen Machenschaften auch mal richtig an 3D anzupassen.
Balmung hat geschrieben: Und daher: wer VR mit 3D vergleicht hat wirklich keine Ahnung von was er hier redet.
Landläufig, zumindest aus meiner Erfahrung, wird VR aber halt, zumindest von nicht so technikaffinen Menschen mit "3D mit Headtracking" verwechselt. Das sieht man auch hier im Forum an vielen Beispielen. Was da an "tollem VR" teilweise gepriesen wird, ist nicht viel mehr als 3D mit Headtracking, nur mit 360° Umfang und selbst das fehlt in einigen Beispielen.

Das Problem ist mit dieser Sparerfahrung, auch wenn es nur an miesem Content liegt, sind viele Leute schnell vergrault sind, und fragen sich durchaus zurecht, was dieses "schmale Upgrade" zu 3D-TV, mit diversen Nachteilen, wie man muss einen Helm aufsetzen, denn eigentlich bringen soll. Und bekanntermaßen ist es sehr schwer, einmal vergraulte Kundeschaft zurückzugewinnen.
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Onekles
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Re: Virtual Reality: Roomscale-Entwickler warnt kleine Teams vorm Einstieg in VR; laut Dean Hall spielen nur Exklusivdea

Beitrag von Onekles »

Ich hab hier sowohl Oculus Rift nebst potentem Rechner als auch Gear VR liegen. Trotzdem vergleiche ich VR mit 3D. Beides hat mich kurz geflasht, beides hab ich nicht dauerhaft genutzt, beides staubt bei mir nur noch vor sich hin. In der Theorie ist das alles super, was man mit dem Kram machen kann. In der Praxis sind es, für mich persönlich, noch zu viele Kompromisse. Wenn alle Probleme irgendwann beseitig werden können, super, dann schau ich nochmal vorbei. Bis dahin aber hab ich jegliches Interesse verloren und VR wird für mich genauso in der Versenkung verschwinden wie 3D.

Es ist natürlich immer ne subjektive Sache, aber man muss nicht jedem das Mitspracherecht absprechen, nur weil er oder sie VR mit 3D vergleicht. Es gibt da durchaus Parallelen. Was am Ende rauskommt, das muss man natürlich abwarten. Dass der allgemeine Hype enorm abgeflacht ist, lässt sich aber nicht von der Hand weisen.
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Re: Virtual Reality: Roomscale-Entwickler warnt kleine Teams vorm Einstieg in VR; laut Dean Hall spielen nur Exklusivdea

Beitrag von unknown_18 »

@Onekles: Jemand wie du war mit der Aussage ja auch gar nicht gemeint.

Jedoch schreibst du doch schon selbst den Unterschied hin: bei 3D gab es kein wirkliches Verbesserungspotential. Bei VR sagt du ja selbst, dass es nur der aktuelle IST Zustand ist, der dir selbst noch nicht zusagt und da bin ich ganz bei dir, geht mir genauso, mein Rift DK2 staubt ja auch nur noch ein, hab es dieses Jahr nicht einmal aufgehabt, obwohl es immer noch von Oculus unterstützt wird. Aber es ist eben nur der IST Zustand, es ist nur noch eine Frage der Zeit bis VR so gut ist, dass es auch dir (und mir) reichen wird und die Kompromisse nicht mehr derart schwerwiegend wie jetzt noch für dich sind.

Von daher hat VR immer noch die Chance, und die ist sehr gut, die 3D nie hatte. VR ist längst schon ein viel größeres Thema als 3D. Zeig mir eine Firma die bei 3D so viel investiert hat wie Facebook in Oculus investiert hat oder auch HTC und Sony. VR wird seinen Platz finden, wie der dann genau aussieht werden wir sehen, aber ich denke nicht das es in einer kleinen Nische enden wird.
Liesel Weppen hat geschrieben:Da muss ich aber zumindest teilweise widersprechen. Klar, 3D war nur eine Aufwertung des TVs, bzw der Bilddarstellung und ist keine vollumfänglich neue Erfahrung wie VR, das war oder ist aber nicht das Problem von 3D im TV/Kino. Das Problem ist, dass sich die Inhalte nicht an die Technik angepasst haben, sondern nahezu alle meinen, man müsste 3D ja nur auf das bisherige 2D draufstülpen. 3D ist toll, und bietet ein erweitertes Erlebnis, man müsste es halt nur mal nutzen, statt nur zu vergewaltigen.
3D ist toll, keine Frage, ich hab hier auch einige 3D Filme liegen, hauptsächlich Animationsfilme, da wirkt es besonders gut, weil die können ja easy in 3D gerendert werden.

Mein Problem ist aber inzwischen, dass ich nicht glaube das sich 3D durchgesetzt hätte selbst wenn die Filme besser für 3D gemacht worden wären. Dafür wirkte 3D an sich zu aufgesetzt, zwar hat man nun ein 3D Bild, aber es ist eben kein richtiges 3D weil der Tiefenfokus fehlt und man schaut noch immer durch ein Fenster. Ich denke einfach das es für den großen breiten Massenmarkt generell nicht reizvoll genug war.
Das Problem ist mit dieser Sparerfahrung, auch wenn es nur an miesem Content liegt, sind viele Leute schnell vergrault sind, und fragen sich durchaus zurecht, was dieses "schmale Upgrade" zu 3D-TV, mit diversen Nachteilen, wie man muss einen Helm aufsetzen, denn eigentlich bringen soll. Und bekanntermaßen ist es sehr schwer, einmal vergraulte Kundeschaft zurückzugewinnen.
Genau, darum lieber die Leute echtes VR zeigen und sie sagen lassen "das ist mir noch zu teuer" als das sie etwas günstiges kaufen und es einfach als schlechte Erfahrung und Gimmick abhaken. Das zu teuer ergibt sich mit der Zeit von selbst, aber wenn die Leute schlechte Erfahrungen machen, dann wird es schwer diese vom Gegenteil zu überzeugen.
johndoe984149
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Re: Virtual Reality: Roomscale-Entwickler warnt kleine Teams vorm Einstieg in VR; laut Dean Hall spielen nur Exklusivdea

Beitrag von johndoe984149 »

Mindflare hat geschrieben:
Shackal hat geschrieben:
Mindflare hat geschrieben:Wo ist denn der hohe Einstiegspreis? Für eine neue Technologie ist VR doch total erschwinglich.
Ich weiß ja nicht was dir an EURO im Monat zur verfügung stehen aber viele PC Nutzer spielen mit 6 Jahren alten Computer und können sich derzeit keinen neuen Comp. leisten.
Es muss ja auch nicht jeder alles haben.

Ich meinte nur, dass der Preis lächerlich ist, wenn man ihn mit den ersten Flachbildfernsehern oder gar den ersten Heim-PCs vergleicht. Von der Technik her bekommt man hier meiner Meinung nach auch mehr, als bei einem Smartphone der Oberklasse.
ich weiß bin auch ziemlich früh in LED Bildschirmen eingestiegen und habe noch 2 herumstehen Glaub im Keller :D
Die waren im Sonderangebot noch ziemlich teuer :D
Heute darf bei mir LED noch mehr als 200-300E Kosten.
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Kensuke Tanabe
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Re: Virtual Reality: Roomscale-Entwickler warnt kleine Teams vorm Einstieg in VR; laut Dean Hall spielen nur Exklusivdea

Beitrag von Kensuke Tanabe »

Meine HTC-Vive ist glaube ich seit drei Monaten nicht mehr in Gebrauch, und wirklich viel habe ich damit auch nicht gespielt. Gibt es die VR Besitzer die exzessiv spielen? Ich bin mir nicht mal sicher ob es nur an der Software liegt, ich finde die total Abschottung von der Außenwelt über einen längeren Zeitraum für unangenehm, also nicht das mir Übel wird, etc.
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Re: Virtual Reality: Roomscale-Entwickler warnt kleine Teams vorm Einstieg in VR; laut Dean Hall spielen nur Exklusivdea

Beitrag von xoif »

monotony hat geschrieben:
ZippoXTC hat geschrieben:
monotony hat geschrieben:tja, die technologie ist reif, aber nicht erschwinglich. es ist ja nicht so, als hätte niemand gewarnt.
wenn die Technologie nicht erschwinglich ist, dann ist sie auch nicht reif. Zumindest nicht für den Massenmarkt bzw. den kommerziellen Erfolg. Ich würde aber so weit gehen zu behaupten, dass auch die Technologie alles andere als reif ist, denn:
  • - Die aktuelle Auflösung und das aktuelle Blickfeld lassen keine perfekte Immersion zu.
    - Die Rechenpower reicht nicht aus, um mehreren Spielern eine VR-Erfahrung zu bieten.
    - Die Rechenpower reicht nicht aus, um die gewohnte Grafikqualität abseits von Casual Games zu gewährleisten.
Die bisherigen Games waren jedenfalls alle so seicht, dass sie zumindest mir als "klassischem" Gamer keinen Kaufanreiz bieten. Für den Casual Markt sind die Teile aber zu umständlich, teuer und vor allem asozial (Fokus auf Singleplayer, abkapselung des Spielers, man kann nicht mal vernünftig zusehen)

Abgesehen davon: wenn sich schon 3D im Heimbereich - unter anderem wegen der sperrigen Brillen - nicht durchsetzen konnte, warum sollte dann das viel teurere VR - mit noch sperrigeren Brillen - zum Erfolg werden?
die technologie funktioniert. das bedeutet nicht, dass sie perfekt ist, oder es nicht noch potenzial zur verbesserung gibt, aber sie kann gekauft und verwendet werden. das ist mehr als man von allen bisherigen gehversuchen im vr-bereich sagen kann. ich bezog mich auf den fortschritt der technologie, nicht auf die vom preis bestimmte massenmarktreife.

Hmm interessante Definition. Laut dieser ist die Technologie für Elektroautos "reif" seit den Jahren 1896–1912 (vgl. Wikipedia Artikel zum Elektroauto). Für mich impliziert der Begriff "reif", dass die Technologie reif für den Massenmarkt ist und eben nicht mehr "proof of concept"
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danke15jahre4p
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Re: Virtual Reality: Roomscale-Entwickler warnt kleine Teams vorm Einstieg in VR; laut Dean Hall spielen nur Exklusivdea

Beitrag von danke15jahre4p »

ZippoXTC hat geschrieben:wenn die Technologie nicht erschwinglich ist, dann ist sie auch nicht reif.
doch, ist sie, marktreife bezieht sich immer auf den stand der technologie und nicht auf den preis.

wenn eine technologie nicht reif für den markt ist, wird sie auch nicht veröffentlicht.

und die vr headsets sind mehr als reif für den markt, es gab technologien die wurden weniger ausgereift auf den markt geworfen.

greetingz
xoif
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Re: Virtual Reality: Roomscale-Entwickler warnt kleine Teams vorm Einstieg in VR; laut Dean Hall spielen nur Exklusivdea

Beitrag von xoif »

Balmung hat geschrieben:Wer VR mit 3D vergleicht hat sich eh schon selbst für eine sinnvolle Diskussion disqualifiziert. Niemand der VR ausgiebig getestet hat käme auf die Idee es mit 3D vergleichen zu wollen. VR ist eine komplett neue Erfahrung, 3D ist bloß ein Gimmick.

Und damit haben wir auch den Grund wieso sich 3D TV nicht durchsetzen konnte. Man hat zwar 3D, aber zum einen kein richtiges 3D und zum anderen schaut man noch immer durch ein Fenster. 3D war im Grunde nur eine Aufwertung des normalen TV Erlebnisses.

Fazit: der Aufwand für 3D war den Mehrwert für Viele einfach nicht wert. Dazu brauchte es nicht mal schlechte 3D Filme, geholfen haben sie aber natürlich definitiv auch nicht.

VR ist hier etwas völlig anderes, absolut gar nichts kann das VR Erlebnis ersetzen und es ist auch keine Erweiterung irgend eines anderen Erlebnisses, es ist etwas völlig neues.

Und daher: wer VR mit 3D vergleicht hat wirklich keine Ahnung von was er hier redet.
Jetzt wird es interessant, laut leifman ist VR nur eine Ergänzung, laut dir ist VR "eine komplett neue Erfahrung" und 3D nur ein "Gimmick". Ich habe bisher die Oculus Rift, Playstation VR, Samsung Gear VR und letzte Woche in New York Googles Daydream, sowie eine Tecdemo von Facebook ausprobieren können. Natürlich bin ich mir bewusst, dass beide Technologien eine andere Nutzungserfahrung bieten und defacto nicht gleich sind, trotzdem sind zumindest marktwirtschaftlich miteinander vergleichbar.