Ehemaliger Kommandant der Royal Air Force schlägt Spieler als mögliche Piloten von Kampfdrohnen vor
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- 3nfant 7errible
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Re: Ehemaliger Kommandant der Royal Air Force schlägt Spieler als mögliche Piloten von Kampfdrohnen vor
man sollte die Leute aber fairerweise und auf jeden Fall darauf hinweisen, dass die Grafik zum grössten Teil schlechter ist als das was man mittlerweile gewohnt ist. Vor allem Explosionen, Partikeleffekte, coole Blendeffekte bzw generell das ganze Lightning sind einfach kompletter Müll.
Sound ist praktisch auch nicht vorhanden, man ist ja nur im Teamspeak mit seinem Vorgesetzten und ein paar Assistenten, also nix mit 7.1 Wartape oder so.
Ausserdem darf man auch keine Screenshots online stellen, geschweige denn bei Twitch streamen.
Achievements gibts zwar immer noch und man kann mit der Zeit auch im Rang aufsteigen, aber das dauert wesentlich länger als man es gemeinhin gewohnt ist. Ist wohl fast so schlimm wie in F2P Games, nur dass man hier dann noch nichtmal mit Boostern per Mikrotransktionen nachhelfen kann.
also alles in allem ein sehr schlechter Deal für Gamer, die zuhause eine aktuelle Konsole oder einen Highend Rechner stehen haben
Sound ist praktisch auch nicht vorhanden, man ist ja nur im Teamspeak mit seinem Vorgesetzten und ein paar Assistenten, also nix mit 7.1 Wartape oder so.
Ausserdem darf man auch keine Screenshots online stellen, geschweige denn bei Twitch streamen.
Achievements gibts zwar immer noch und man kann mit der Zeit auch im Rang aufsteigen, aber das dauert wesentlich länger als man es gemeinhin gewohnt ist. Ist wohl fast so schlimm wie in F2P Games, nur dass man hier dann noch nichtmal mit Boostern per Mikrotransktionen nachhelfen kann.
also alles in allem ein sehr schlechter Deal für Gamer, die zuhause eine aktuelle Konsole oder einen Highend Rechner stehen haben
- Wulgaru
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Re: Ehemaliger Kommandant der Royal Air Force schlägt Spieler als mögliche Piloten von Kampfdrohnen vor
cM0 hat geschrieben:Danke für das Jobangebot aber ich verzichte (gut, ich bin auch keine 19 mehr).
Grundsätzlich mag er ja recht damit haben dass Leute die viele Videospiele spielen mit der Steuerung gut klar kommen aber die Steuerung ist doch beim besten Willen nicht alles. Er selbst spricht die psychische Belastung an, die gerade bei jüngeren Leuten höher sein kann.
Ich spiele bestimmt seit bald 20 Jahren Videospiele und hätte somit sicher genug Erfahrung was die Steuerung angeht, aber ist doch verdammt nochmal etwas anderes ein paar Pixel auf dem Monitor umzuballern, als echte Menschen zu töten, auch wenn das auf den 1. Blick ähnlich aussieht. Ich hoffe und glaube dass viele das ähnlich sehen wie ich.
Das Problem bei Drohnen ist eben das die Abstraktion jemanden zu töten, hier viel weniger gegeben ist als es im "realen" Leben wäre. Es hat schon was von einem Videospiel. Das was man tut ist sehr weit weg von der eigenen Lebensrealität. Das ist auch unabhängig von Games immer der Faktor den sehr viele Menschen kritisch sehen bei Drohnen. Das es eben leichter und dadurch egaler wird Leute zu töten.
- Kajetan
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Re: Ehemaliger Kommandant der Royal Air Force schlägt Spieler als mögliche Piloten von Kampfdrohnen vor
Würde man annehmen, ja. Dem ist aber nicht so. Die Drohnenpiloten leiden unter PTSD. Sie gehen zum Dienst, steuern die Drohnen, drücken vormittags auf's Knöpfchen, machen brav Mittagspause, drücken am Nachmittag nochmal auf's Knöpfchen, machen Feierabend und gehen nach Hause. Nächste Woche ist Schichtwechsel, da machen sie die Nacht durch. Und leiden an PTSD, weil sie die Distanz nicht davor bewahrt inmitten all der Normalität und des geregelten Lebens ständig daran zu denken, dass sie am Vormitttag und am Nachmittag Menschen getötet haben.Wulgaru hat geschrieben: Das Problem bei Drohnen ist eben das die Abstraktion jemanden zu töten, hier viel weniger gegeben ist als es im "realen" Leben wäre. Es hat schon was von einem Videospiel. Das was man tut ist sehr weit weg von der eigenen Lebensrealität. Das ist auch unabhängig von Games immer der Faktor den sehr viele Menschen kritisch sehen bei Drohnen. Das es eben leichter und dadurch egaler wird Leute zu töten.
- Wulgaru
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Re: Ehemaliger Kommandant der Royal Air Force schlägt Spieler als mögliche Piloten von Kampfdrohnen vor
Das kann ich mir sehr gut vorstellen, nur muss man sich fragen ob die ursprüngliche Hemmschwelle zu töten nicht trotzdem geringer, weil abstrakter war. Wie sich etwas auf einen auswirkt ist ja dann schon etwas anderes, was man wenn gereizt wird etwas zu beginnen keineswegs absehen muss.Kajetan hat geschrieben:Würde man annehmen, ja. Dem ist aber nicht so. Die Drohnenpiloten leiden unter PTSD. Sie gehen zum Dienst, steuern die Drohnen, drücken vormittags auf's Knöpfchen, machen brav Mittagspause, drücken am Nachmittag nochmal auf's Knöpfchen, machen Feierabend und gehen nach Hause. Nächste Woche ist Schichtwechsel, da machen sie die Nacht durch. Und leiden an PTSD, weil sie die Distanz nicht davor bewahrt inmitten all der Normalität und des geregelten Lebens ständig daran zu denken, dass sie am Vormitttag und am Nachmittag Menschen getötet haben.Wulgaru hat geschrieben: Das Problem bei Drohnen ist eben das die Abstraktion jemanden zu töten, hier viel weniger gegeben ist als es im "realen" Leben wäre. Es hat schon was von einem Videospiel. Das was man tut ist sehr weit weg von der eigenen Lebensrealität. Das ist auch unabhängig von Games immer der Faktor den sehr viele Menschen kritisch sehen bei Drohnen. Das es eben leichter und dadurch egaler wird Leute zu töten.
- cM0
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Re: Ehemaliger Kommandant der Royal Air Force schlägt Spieler als mögliche Piloten von Kampfdrohnen vor
Kajetan hat schon Recht. Auszug aus dem Text: "Normalerweise würde die Royal Air Force auf Piloten aus den eigenen Reihen setzen, aber die Nachfrage sei momentan zu groß - zumal die psychischen Belastungen der Drohnen-Piloten auch ziemlich hoch seien."
Ich persönlich möchte niemanden töten, weder über einen Monitor noch direkt, obwohl ich auch gern mal "brutale Killerspiele" spiele. Ich denke das wird vielen genauso gehen, sonst hätte das Militär bereits massig Zulauf von Gamern und müsste nun nicht erst anfangen vermehrt nach Gamern zu suchen. Zumal das ja eh nur die Aussage eine ehemaligen Kommandanten ist.
Ich bin mir aber auch nicht sicher ob ich deinen letzten Satz richtig verstehe, Wulgaru. Entweder ist etwas wirr geschrieben, oder es liegt nur daran dass ich noch halbwegs krank bin und mich nicht so gut konzentrieren kann
Ich persönlich möchte niemanden töten, weder über einen Monitor noch direkt, obwohl ich auch gern mal "brutale Killerspiele" spiele. Ich denke das wird vielen genauso gehen, sonst hätte das Militär bereits massig Zulauf von Gamern und müsste nun nicht erst anfangen vermehrt nach Gamern zu suchen. Zumal das ja eh nur die Aussage eine ehemaligen Kommandanten ist.
Ich bin mir aber auch nicht sicher ob ich deinen letzten Satz richtig verstehe, Wulgaru. Entweder ist etwas wirr geschrieben, oder es liegt nur daran dass ich noch halbwegs krank bin und mich nicht so gut konzentrieren kann
Zuletzt geändert von cM0 am 13.12.2016 00:32, insgesamt 1-mal geändert.
- Onekles
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Re: Ehemaliger Kommandant der Royal Air Force schlägt Spieler als mögliche Piloten von Kampfdrohnen vor
Pro Gamer würden das niemals ernsthaft in Erwägung ziehen. Der Input Lag ist viel zu extrem.
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Funkee
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Re: Ehemaliger Kommandant der Royal Air Force schlägt Spieler als mögliche Piloten von Kampfdrohnen vor
Die Belastung ist bei Drohnen-Piloten, soweit ich gelesen habe, wesentlich höher als bei Jet-Piloten. Drohnen-Piloten drücken nämlich nicht einfach nur aufs Knöpfchen, die kreisen mit ihren propellergetriebenen und damit langsameren Drohnen teilweise für längere Zeit über ihren Zielen und beobachten sie, während der Jet-Pilot sein Ziel bekommt, drüber donnert und was abwirft. Mit ihren Taten müssen beide zurecht kommen, aber der persönliche Bezug zum Ziel ist durch das Beobachten bei Drohnen-Piloten wesentlich größer.
- TestABob
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Re: Ehemaliger Kommandant der Royal Air Force schlägt Spieler als mögliche Piloten von Kampfdrohnen vor
Oh ja, vom Spieler zum Mörder werden...
Super Idee! Vielleicht sollte man solch eine Kampfdrohne auf diesen Herrn Bagwell lenken. Vielleicht schlägt er danach nicht mehr so viel Kriegsverbrechen und Menschenverachtenden kram vor.
Super Idee! Vielleicht sollte man solch eine Kampfdrohne auf diesen Herrn Bagwell lenken. Vielleicht schlägt er danach nicht mehr so viel Kriegsverbrechen und Menschenverachtenden kram vor.
- Wulgaru
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Re: Ehemaliger Kommandant der Royal Air Force schlägt Spieler als mögliche Piloten von Kampfdrohnen vor
Kann ja beides gut sein. :wink:cM0 hat geschrieben: Ich bin mir aber auch nicht sicher ob ich deinen letzten Satz richtig verstehe, Wulgaru. Entweder ist etwas wirr geschrieben, oder es liegt nur daran dass ich noch halbwegs krank bin und mich nicht so gut konzentrieren kann
Ich meine schlicht das PTSD als Ergebnis ja nicht etwas ist, was man zwangsläufig vorher absehen kann. Ich glaube beim Einstieg ist die Hemmschwelle schon geringer bzw. nicht nur die Hemmschwelle. Ich nehme an die schiere Vorstellung statt richtig in den Krieg ziehen zu müssen, sowas zu tun, wirkt im ersten Moment in mehr als einer Hinsicht attraktiver in punkto Privatleben und dergleichen.
Ich glaube schlicht nicht das man das so absehen kann.
- cM0
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Re: Ehemaliger Kommandant der Royal Air Force schlägt Spieler als mögliche Piloten von Kampfdrohnen vor
Ah, das klingt verständlich und ja, da hast du sicher Recht. Gerade bei jüngeren Leuten, die hier ja klar angepeilt werden, könnten einige dabei sein, denen die Konsequenzen (PTSD) nicht klar sind.
- Kajetan
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Re: Ehemaliger Kommandant der Royal Air Force schlägt Spieler als mögliche Piloten von Kampfdrohnen vor
Schon, keine Frage. Die Hemmschwelle ist niedriger. Man sitzt gemütlich im Sessel auf dem Stützpunkt hunderte Kilometer entfernt, man sieht alles nur über Bildschirme und aufbereitete Tageslicht-Nachtsicht-Restlicht-IR-Aufnahmen, gefiltert und mit Informationen überlagert. Wenn dann der Befehl kommt "Drück das Knöpfchen!", dann drückt man das Knöpfchen. Dass man aber gerade nicht nur einen, sondern in der Regel gleich eine Gruppe von Menschen getötet und schwer verletzt hat, das dämmert den Jungs erst nach ner Weile. Und dann setzt PTSD ein.Wulgaru hat geschrieben:Das kann ich mir sehr gut vorstellen, nur muss man sich fragen ob die ursprüngliche Hemmschwelle zu töten nicht trotzdem geringer, weil abstrakter war. Wie sich etwas auf einen auswirkt ist ja dann schon etwas anderes, was man wenn gereizt wird etwas zu beginnen keineswegs absehen muss.
Aber keine Sorge ... zum einen spielt es ja keine Rolle für die auftraggebenden Regierungen, was der Krieg aus Veteranen, generell aus Menschen macht und zum anderen kannst Du Dir sicher sein, dass man künftig das Trainingsprogramm für Drohnenpiloten entsprechend anpassen wird, damit die Ausfallquote durch PTSD gesenkt wird. Ausserdem wird man noch mehr Geld für autonome Drohnen fordern, damit man endlich einen gescheiten Krieg ohne diese zimperlichen, weinerlichen Soldaten führen kann.
- Veldrin
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Re: Ehemaliger Kommandant der Royal Air Force schlägt Spieler als mögliche Piloten von Kampfdrohnen vor
Das ist sehr gut. Danke für den Link.Balmung hat geschrieben:Hm, da kommt mir ein Video in den Sinn... mal gucken ob ich das wieder finde...
Und gefunden! Ist auch so ein absolut genialer Kurzfilm, den man sich unbedingt ansehen sollte und bitte NICHT spoilern!:
https://www.youtube.com/watch?v=UXX0TRtg5Vk
- winkekatze
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Re: Ehemaliger Kommandant der Royal Air Force schlägt Spieler als mögliche Piloten von Kampfdrohnen vor
Ich finde die Aussage insofern sinnlos, da heutzutage wohl nur ein verschwindend geringer Prozentsatz an männlichen Jugendlichen nicht auf die eine oder andere Art ein "Spieler" ist.
- Wulgaru
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Re: Ehemaliger Kommandant der Royal Air Force schlägt Spieler als mögliche Piloten von Kampfdrohnen vor
Naja, ich nehme schon an das hier eher Pro-Gamer gemeint sind und das sind heute zwar sicher mehr als früher, aber die Regel ist das kaum.
- PickleRick
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Re: Ehemaliger Kommandant der Royal Air Force schlägt Spieler als mögliche Piloten von Kampfdrohnen vor
Zu diesem Thema habe ich als Junge ein Buch gerade verschlungen.
Es geht um einen Jungen, der spielerisch ausgebildet wird und der dann mit anderen "die letzte Schlacht der Menschheit" durchführen muss. Das Setting ist in der Zukunft und ein Übungsszenario war der Kampf in der Schwerelosigkeit mit Betäubungs"phasern".
Kennt das jemand und hat den Namen parat?
Es geht um einen Jungen, der spielerisch ausgebildet wird und der dann mit anderen "die letzte Schlacht der Menschheit" durchführen muss. Das Setting ist in der Zukunft und ein Übungsszenario war der Kampf in der Schwerelosigkeit mit Betäubungs"phasern".
Kennt das jemand und hat den Namen parat?
