Microsoft: Larry "Major Nelson" Hryb über die zunehmende Digitalisierung des Spielemarkts

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4P|BOT2
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Microsoft: Larry "Major Nelson" Hryb über die zunehmende Digitalisierung des Spielemarkts

Beitrag von 4P|BOT2 »

Im Rahmen der PAX Australia 2016 hatte Gamespot Gelegenheit, sich mit Larry Hryb alias Major Nelson über die wachsende Digitalisierung des Videospielmarkts und Microsofts Rolle dabei zu unterhalten. Laut Hryb nehme die Akzeptanz von sowie die Nachfrage nach Digitalkäufen unaufhaltsam zu. Als Grund dafür sieht er vor allem die damit verbundene Flexibilität, Inhalte bereits vorab freizuschalten, pün...

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psych0drifter
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Re: Microsoft: Larry "Major Nelson" Hryb über die zunehmende Digitalisierung des Spielemarkts

Beitrag von psych0drifter »

Na ich weiß ja nicht...
Das mit den Smartphones stört mich irgendwie :/
Überzeugen tut mich das nicht
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traceon
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Re: Microsoft: Larry "Major Nelson" Hryb über die zunehmende Digitalisierung des Spielemarkts

Beitrag von traceon »

"Digitale Besitztümer" - von wegen. Wie schnell "DRM-Güter" weg sein können, zeigen die Beispiele Zune/Microsoft und Playstation Mobile/Sony.
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DARK-THREAT
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Re: Microsoft: Larry "Major Nelson" Hryb über die zunehmende Digitalisierung des Spielemarkts

Beitrag von DARK-THREAT »

Es ist letzter Zeit eher beliebt, weil viele User ihre Accounts mit einer anderen Person sharen und so nur die Hälfte des digitalen Preises zahlen. Habe auch schon Anfragen erhalten, die darauf abzielen...
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zmonx
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Re: Microsoft: Larry "Major Nelson" Hryb über die zunehmende Digitalisierung des Spielemarkts

Beitrag von zmonx »

Hehe, nicht nur das, das System von Microsoft ist doch bewusst so ausgelegt, dass man als Retail-Käufer Nachteile hat, starten nur mit Disc im Laufwerk möglich, oder auch, es ist überhaupt nicht möglich, auf dem XBox-Marktplatz im Disk-Format zu kaufen, selbst auf der eigenen Webseite, wird auf Händler verwiesen. Also keine große Überraschung wenn man alles dafür tut, den Markt in diese Richtung zu lenken :)
johndoe1740845
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Re: Microsoft: Larry "Major Nelson" Hryb über die zunehmende Digitalisierung des Spielemarkts

Beitrag von johndoe1740845 »

Die Digitalisierung ist durch Steam bereits seit gut 10 Jahren in vollem Gange und der Markt für Konsolen kommt jetzt nachträglich. Es ist interessant zu sehen, dass Microsoft im Grunde das bekommt, was bereits ein Teil der Vision von 2013 war. Ich würde mir aber auch Rabatte auf Vorbestellungen wünschen, denn so bleibe ich bei herkömmlichen Retail-Spielen, auch wenn ich die Bequemlichkeit eines Downloads verpassen sollte. Natürlich auch, weil ich alte Spiele verkaufe um neue günstiger zu erhalten bzw. gerne auch Spiele mal gebraucht kaufe, wenn die Neupreise zu hoch sind.

Bei meinem Smartphone musste ich feststellen, dass nach 3 Jahren Android-Abstinenz einige meiner bezahlten Apps nicht einmal mehr mit Android 5 kompatibel waren und selbst auf einem Telefon mit 4.4 den Download verweigert haben. Ich hoffe aber, dass Microsoft durch die Basis mit Windows hier besser aufgestellt ist, denn Sony hat es ja auch hinbekommen.

Seinen Podcast höre ich aber mal ganz gerne, gerade wo bei einer der letzten Folgen ein Ingenieur aus dem Fission Projekt zu Gast war, auch wenn dieser kaum etwas sagen durfte, da fast noch alles unter Verschluss ist. :(
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Master Chief 1978
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Re: Microsoft: Larry "Major Nelson" Hryb über die zunehmende Digitalisierung des Spielemarkts

Beitrag von Master Chief 1978 »

Natürlich wollen die Möglichst die Vollständige Digitalisierung, für die Unternehmen hat das ja nur Vorteile. Vollständige Kontrolle über die Inhalte (Früher Spielen nicht mehr möglich), Ausrottung des Gebrauchtmarktes, 100% Preiskontrolle und 100% Einnahmen da der Zwischenhändler entfällt.

Für mich als Kunden überwiegen aber immer noch die Nachteile.
Ich Verleihe und leihe mir halt gerne mal ein Spiel, da kann man auch kosten Sparen ohne das einer der "Share" Partner irgendwelche Nachteile hat.

Und wenn schon Digital dann bitte wie bei GOG darauf könnte ich mich einlassen.
johndoe818235
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Re: Microsoft: Larry "Major Nelson" Hryb über die zunehmende Digitalisierung des Spielemarkts

Beitrag von johndoe818235 »

Bei Retail Games auf Disk empfinde ich mittlerweile dennoch auch ein gemischtes Gefühl. Was bringt dir denn das Spiel in zehn Jahren wenn die KonsolenServer für den Patch down sein sollten und du die 22GB Day One patch nicht laden kannst...?
Die Infrastruktur des Internets hat seine Schattenseiten, und digitaler Vertrieb von Spielen ist eine davon...

Ich rede mir einfach ein, dass ich in weiter Zukunft den Kram von heute eh nicht raushole, dann wiegt es für einen selbst nicht so schlimm :/
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Ash2X
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Re: Microsoft: Larry "Major Nelson" Hryb über die zunehmende Digitalisierung des Spielemarkts

Beitrag von Ash2X »

DARK-THREAT hat geschrieben:Es ist letzter Zeit eher beliebt, weil viele User ihre Accounts mit einer anderen Person sharen und so nur die Hälfte des digitalen Preises zahlen. Habe auch schon Anfragen erhalten, die darauf abzielen...
...was am Ende immernoch deutlich weniger aus dem Markt ziehen dürfte als der Gebrauchtmarkt.
Für den Kunden ist der Gebrauchtmarkt super: Er bekommt mehr oder weniger günstig ein Spiel verkauft und hat ein ruhiges Gewissen weil er ja Geld dafür gezahlt hat - für Entwicker oder Publisher allerdings ist es soviel wert wie eine Raubkopie.
Selbst wenn ein Gamestop,ReBuy,ebay etc. 50+€ für einen neuen Titel nimmt sehen diese davon keinen Cent,es bereichert sich einzig und allein der Verkäufer daran - und hat da nicht selten eine höhere Gewinnspanne als Saturn,Media Markt & Co die direkt bei den Publishern einkaufen.
Dann darf man auch nicht vergessen das die Zeit des "Flohmarkthandel" bei dem vielleicht ein paar tausend Spiele das Jahr über den Besitzer gewechselt haben ein weltweites Geschäftsmodell geworden ist bei dem millionen an Spielen den Besitzer wechseln...

Dabei haben sich die Spielepreise seit dem SNES nicht nennenswert verändert.Die Industrie nimmt also lieber in Kauf das jemand mit 1 anderen Person sich die Käufe teilt als das ein Spiel 2-5 mal den Besitzer wechselt.
Brevita
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Re: Microsoft: Larry "Major Nelson" Hryb über die zunehmende Digitalisierung des Spielemarkts

Beitrag von Brevita »

Ich begrüsse das durchaus und das obwohl ich
eigentlich gerne sammle. Irgendwann hat man auch
zu viele Hüllen im Regal stehen, so dass es wesentlich
attraktiver wird digital Spiele zu erwerben.
johndoe1824162
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Re: Microsoft: Larry "Major Nelson" Hryb über die zunehmende Digitalisierung des Spielemarkts

Beitrag von johndoe1824162 »

Ash2X hat geschrieben:Dabei haben sich die Spielepreise seit dem SNES nicht nennenswert verändert
Dafür hat sich aber der Spielemarkt leicht verändert. Mittlerweile werden ganz andere Einheiten abgesetzt. Dazu gibts DLCs, Season Pass, Mikrotransaktionen, DRM.
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Nightfire123456
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Re: Microsoft: Larry "Major Nelson" Hryb über die zunehmende Digitalisierung des Spielemarkts

Beitrag von Nightfire123456 »

Das ganze ist aber ganz sicher nicht der verdienst von Microsoft. Die haben gerade den PC Markt lange links liegen gelassen. Ich werde auch aus Prinzip keine Spiele über den Windows Store kaufen. Zu tief sitzen die Erinnerungen an das was sie mit Games for Windows Life verbrochen haben.
Ich befürchte das Microsoft sich da treu bleibt und irgendwann den Windows Store Einstampft um uns etwas viel besseres zu präsentieren. Natürlich ist es dann nicht mehr möglich alles was bis dahin erworben wurde zu nutzen.


Steam und Gog machen ihre Sache aber super. Dank den beiden sehe ich überhaupt keine notwendigkeit mehr Games im Laden zu kaufen. Mit Hersteller Eigenen Shops wie Origin und Uplay kann ich mich hingegen nicht sonderlich anfreunden. Aber ich muss den beiden zugute halten das die Games trotzdem über den Steam link laufen, was bei den Windows games noch nicht ohne weiteres möglich ist.
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Ash2X
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Re: Microsoft: Larry "Major Nelson" Hryb über die zunehmende Digitalisierung des Spielemarkts

Beitrag von Ash2X »

Leaks hat geschrieben:
Ash2X hat geschrieben:Dabei haben sich die Spielepreise seit dem SNES nicht nennenswert verändert
Dafür hat sich aber der Spielemarkt leicht verändert. Mittlerweile werden ganz andere Einheiten abgesetzt. Dazu gibts DLCs, Season Pass, Mikrotransaktionen, DRM.
Das Verhältnis Verkaufszahlen zu den Kosten ist allerdings auch ein anderes.Man darf FIFA oder CoD nicht als Maßstab nehmen sondern "normale" Titel die dankbar sein können wenn sie sich 1 Million mal verkaufen.In den meisten Fällen nichtmal das.
Damals war Panzer Dragoon der erste Spiel welches 1 Million Dollar verschlungen hat,heute braucht man unter 40 Millionen nicht versuchen einen AAA-Titel zu produzieren.
Die DLCs bringen natürlich Geld,aber es wird am Ende nicht viel sein.

Wie EA schon einmal sagte: Natürlich verdienen wir mit einigen Spielen viel Geld,aber ein Hit muss auch 7 oder 8 Flops ausgleichen.
Genau deshalb sind in der letzten Konsolengeneration schon in der ersten Hälfte der Lebensdauer über 100 Entwickler pleite gegangen...und das lag nicht daran das irgendwer "gierig" war.
johndoe1824162
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Re: Microsoft: Larry "Major Nelson" Hryb über die zunehmende Digitalisierung des Spielemarkts

Beitrag von johndoe1824162 »

An was lag es denn? An den billigen Spielepreisen? :-) Oder am Überangebot? Ist ja nicht so, dass diverse Indies mit Erfolgsmeldungen Seltenheit sind. Was hatten denn Titel wie Ultima, Monkey Island, Wing Commander etc...für Absatzzahlen. Von 1Mio konnten doch die Allermeisten nur träumen.
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greenelve
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Re: Microsoft: Larry "Major Nelson" Hryb über die zunehmende Digitalisierung des Spielemarkts

Beitrag von greenelve »

Spiele hatten früher ganz andere Produktionskosten. Far Cry war über 1 Million, Crysis schon über 20 und seitdem sind die Kosten weiter gestiegen.
Deswegen gibt es ja DLC, Mikrotransaktionen und dergleichen: Um die gestiegenen Kosten mit zusätzlichen Einnahmen auffangen zu können.


Die Grafik geht bis zur PS360 Ära:
Bild
Zu NES/SNES Zeiten waren selbst 500k Verkäufe ein finanzieller Erfolg. Die Spiele hätten damals selbst mit 1 Dollar Einnahme für das Studio pro Verkauf noch Gewinn abgeworfen.


Man kann auch heute noch mit Spielen enorm viel Geld verdienen, aber dauerhaft sind es auch enorme Ausgaben, um mehrere Studios am Laufen zu halten.