Mass Effect: Andromeda - Kampfsystem wird umgekrempelt; Klassensystem wird ausrangiert; mehr Dialogoptionen und Freiheiten; Details zu Raumschiff, Fahrzeug, Beziehungen und mehr

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Eisenherz
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Re: Mass Effect: Andromeda - Kampfsystem wird umgekrempelt; Klassensystem wird ausrangiert; mehr Dialogoptionen und Frei

Beitrag von Eisenherz »

Chiv hat geschrieben:
Ich ahne schlimmes fuer Andromeda.
Dragon Age: Inquisition hat Verkaufszahlen im zweistelligen Millionenbereich erreicht. Dass sie sich daran orientieren, ist rein wirtschaftlich nachzuvollziehen. Die Masse will Casual-RPGs, also bekommt sie die auch. Traurig, aber wahr.
eigentlichegal
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Re: Mass Effect: Andromeda - Kampfsystem wird umgekrempelt; Klassensystem wird ausrangiert; mehr Dialogoptionen und Frei

Beitrag von eigentlichegal »

Das sie die Klassen abschaffen finde ich schade. Ich fand es gut, wenn man "gezwungen" wird aus einem gewissen Skillset das beste zu machen. Ich tendiere gerne dazu, bei absolut freier Auswahl der Fähigkeiten relativ schnell zu meiner favorisierten Variante zu wechseln und da bei jedem Durchgang zu bleiben. Das liegt vielleicht nur an meiner mangelnden Kreativität, aber dennoch würde mir das bisherige Klassensystem eher zusagen.

Das hingegen die schreckliche Paragon/Renegade Sache abgeschafft wurde empfinde ich als großartige Neuerung. Nichts ist so schädlich für freie Entscheidungen, wie eine Messleiste, die es zu füllen gilt. Ich habe Mass Effect 2 Mal durchgespielt: Einmal als guter, einmal als böser. Dabei war aber immer klar, dass ich in den Dialogen immer nur die eine oder die andere Richtung eingeschlagen habe, was nie Entscheidungsfreiheit impliziert. Ich glaube auch, dass der fehlende Gut-Böse-Anzeiger dafür sorgt, dass Deus Ex gut funktioniert, weil man eben tatsächlich überlegen muss, was man selbst für richtig erachtet und nicht, was die Entwickler für einen als gut und richtig erachten. Finde ich also eine großartige Neuerung!

Die Sache mit den Planeten erzeugt bei mir aus zweierlei Gründen Grausen: 1. Es könnte schlecht umgesetzt sein wie in Mass Effect 1. Dann wäre das einfach furchtbar langweilig große Planeten abzufahren. 2. Es könnte wieder nur eine große Fläche mit tausenden Winzigkeiten sein, sodass der Perfektionist in mir alles abfährt, das Spielkind in mir aber bereits ins Koma gefallen ist....
Es könnte natürlich auch genial werden, aber meine Erfahrung mit Open World der letzten Jahre ist nicht sonderlich gut und meistens geht es eben in Tausendundeins Heb-Aufs.

Dennoch, in Summe freue ich mich sehr auf ME:A, weil die ME-Trilogie zu den besten Reihen gehört, die ich in den letzten Jahren gespielt habe, auch wenn ich einen ganzen Roman über die Fehler und Unzulänglichkeiten schreiben könnte.
Mirracle
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Re: Mass Effect: Andromeda - Kampfsystem wird umgekrempelt; Klassensystem wird ausrangiert; mehr Dialogoptionen und Frei

Beitrag von Mirracle »

Chiv hat geschrieben:
WulleBulle hat geschrieben:Bin ich der Einzige, der in all diesen "Infos" eine Menge "Dragon Age - Inquisition" wiedererkennt?
Nope.
Inquisition war schon leider ein totales Offline-MMO mit den ganzen Bring und Sammelquest gedoens.
Tolle Grafik, saubere Animationen aber Blinky Blinky ueberall.

Ich ahne schlimmes fuer Andromeda.
Oha, ich stell mir gerade vor in ME:A muss man nicht mehr selbstständig zielen und schießen, man muss nur noch Feinde anklicken und auf irgenwelche icons klicken die dann mit der gegebenen Waffe schaden verursachen. Dazu spezielle Icons die wesentlich mehr Schaden verursachen und eine höhere Abklingzeit haben. Sozusagen eine MMO Shooter Art.

Toll oder? :D

PS: Ihr könnt das dann ja gerne spielen, für mich ist das dann aber nichts mehr!
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no need no flag olulz
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Re: Mass Effect: Andromeda - Kampfsystem wird umgekrempelt; Klassensystem wird ausrangiert; mehr Dialogoptionen und Frei

Beitrag von no need no flag olulz »

Was würde ich geben für ein vernünftiges RPG im Weltraum :/
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greenelve
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Re: Mass Effect: Andromeda - Kampfsystem wird umgekrempelt; Klassensystem wird ausrangiert; mehr Dialogoptionen und Frei

Beitrag von greenelve »

Skabus hat geschrieben:
greenelve hat geschrieben:Der Punkt war, den Text erst zu lesen und auszuwählen, nur um ihn dann nochmal vorgesprochen zu bekommen. Die Kritik daran, man bekommt den Text zweimal vorgesetzt, ergo ist der Text bei der Auswahl verkürzt. Funktioniert nur noch schlechter, aber bis jemanden eine bessere Lösung einfällt, um beide Probleme zu lösen, werden wir wohl leider dabei bleiben.
Und du findest es weniger schlimm, dass man nicht weiß was man sagt, als das alles zweimal vorgelesen wird?

Weil für mich ist es das DEUTLICH kleinere Übel die Dialogpotionen aus dem ausgeschriebener Text zu wählen, als ständig irgendwas anderes zu sagen, als ich in der Situation wollte.

Ersteres ist nämlich nur ein kleiner Schönheitsfehler. Letzteres ist ein absolutes Design-No-Go...

Ich versteh auch nicht, warum man eigtl. das Ganze nicht wie Aktions-Beschreibungen aufbaut. Dann spart man sich die Text-Sache und weiß trotdem was man sagt:

[Kritisiere ihn]

[Stimm ihr zu]

[Entschuldige dich]

[Frag nach einem Auftrag]

Das ist meiner Ansicht nach wesentlich eindeutiger und immernoch kurz genug. Und die Missverständnisse zwischen Spiel und Spieler werden dadurch auch vermieden. Was ist daran also so schwer? o.O


MfG Ska
Nein! Ich sage nur, wie es in der Industrie ist und warum es sich so entwickelt hat.

Und um deine Frage zu beantworten, was daran so schwer ist: Grob sind die Sachen wie Ja / Nein immer an der selben Stelle, damit man als Spieler schneller eine Antwort wählen kann und somit das Gespräch flüssiger hält. Es ist nicht realistisch, wenn es heißt "Das Schiff explodiert, welchen Weg sollen wir zur Flucht nehmen?" und man sich erstmal fünf Minuten Bedenkzeit lässt. Im Hintergrund gibt es Explosionen, die Zeit steht nicht still, aber solang man seine Wahl nicht getroffen hat, geht es nicht weiter.

Wenn es nach mir geht, können die Textblöcke ruhig zurückkommen, es muss auch nicht alles Vollvertont sein. Man kann dann auch komplexere Dialoge führen, die aus mehr als vier Möglichkeiten gleichzeitig bestehen.
Deprisoph
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Re: Mass Effect: Andromeda - Kampfsystem wird umgekrempelt; Klassensystem wird ausrangiert; mehr Dialogoptionen und Frei

Beitrag von Deprisoph »

Nuoroda hat geschrieben:ME1 war ein Rollenspiel, in dem man schießen konnte [/quote} Meines Erachtens war es das NICHT.
Es wurde sogar im Hintergrund gewürfelt, wenn man geschossen hat
Und ich glaube nicht, dass Bioware als Entwickler in Richtung Shooter gehen wollte, das war EA nach der Übernahme. Alleine schon wenn ich an die Kühlpacks denke... Das Universum unglaubwürdig gemacht, um das Spiel mehr in Richtung Shooter zu bringen...
Ich seh das völlig anders. Ich glaube, die Bioware-Leute haben selber gesehen, daß ME1 ein eher schlechter Shooter war. Die "klassischeren" Rollenspiel-Elemente (abgesehen von der Story) waren ebenfalls schwächlich. Die Menge der Items groß, aber ohne jeden Charakter. Die Story als Gesamtwerk toll, aber die Companions teilweise blass und die Geschichten der Companions gab es nur erzählt und kaum als Erlebnis. Die Welten ebenfalls groß, aber überaus leer. Daß Du Dich dann über ein Mini-Detail wie dem Kühlpack-Bullshit aufziehst, der aber geholfen hat, aus dem absurden Dauergeballer eine ordentliche Shooter-Mechanik zu machen, zeigt dann nur, wie sehr Du offenbar was völlig anderes wolltest.

Du wolltest ME offenbar nicht als Shooter haben. Habe ich verstanden. Ich dagegen bin froh, daß es ein richtiger Shooter geworden ist. Wenn ich mir Rollenspiele im Shooter-Bereich anschaue, so sind dies meist Shooter, die mir kaum gefallen. Wie zum Beispiel Fallout.
ME2/3 ist sicher auch als Deckungs-Shooter eher mittelmäßig. Aber wenigstens nicht mehr schlecht. Und in Kombination mit der Story und der Atmosphäre dann wird ein richtig guter Shooter draus.

Schade finde ich, wenn Speler, wie Du, einfach nicht akzeptieren, daß Geschmäcker verschieden sind. Ich habe Fallout 3 und New Vegas gespielt... es ist einfach nicht meins. Aber ich akzeptiere die Millionen von Zockern, die es geil finden, und gönne es ihnen.
ME hat sich für Dich in die falschr Richtung entwickelt. Schade für Dich. Für mich hat es sich in die richtige Richtung entwickelt. Schön für mich. C'est la vie. Für mich bleibt ME1 ein Hybrid - es war weder "richtiges Rollenspiel" noch war es "richtiger Shooter" - und dann haben sich die Entwickler ENTSCHIEDEN. Ich habe von dieser Entscheidung profitiert - Du nicht. Komm drüber hinweg.
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no need no flag olulz
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Re: Mass Effect: Andromeda - Kampfsystem wird umgekrempelt; Klassensystem wird ausrangiert; mehr Dialogoptionen und Frei

Beitrag von no need no flag olulz »

Deprisoph hat geschrieben:
Nuoroda hat geschrieben:ME1 war ein Rollenspiel, in dem man schießen konnte [/quote} Meines Erachtens war es das NICHT.
Es wurde sogar im Hintergrund gewürfelt, wenn man geschossen hat
Und ich glaube nicht, dass Bioware als Entwickler in Richtung Shooter gehen wollte, das war EA nach der Übernahme. Alleine schon wenn ich an die Kühlpacks denke... Das Universum unglaubwürdig gemacht, um das Spiel mehr in Richtung Shooter zu bringen...
Ich seh das völlig anders. Ich glaube, die Bioware-Leute haben selber gesehen, daß ME1 ein eher schlechter Shooter war. Die "klassischeren" Rollenspiel-Elemente (abgesehen von der Story) waren ebenfalls schwächlich. Die Menge der Items groß, aber ohne jeden Charakter. Die Story als Gesamtwerk toll, aber die Companions teilweise blass und die Geschichten der Companions gab es nur erzählt und kaum als Erlebnis. Die Welten ebenfalls groß, aber überaus leer. Daß Du Dich dann über ein Mini-Detail wie dem Kühlpack-Bullshit aufziehst, der aber geholfen hat, aus dem absurden Dauergeballer eine ordentliche Shooter-Mechanik zu machen, zeigt dann nur, wie sehr Du offenbar was völlig anderes wolltest.

Du wolltest ME offenbar nicht als Shooter haben. Habe ich verstanden. Ich dagegen bin froh, daß es ein richtiger Shooter geworden ist. Wenn ich mir Rollenspiele im Shooter-Bereich anschaue, so sind dies meist Shooter, die mir kaum gefallen. Wie zum Beispiel Fallout.
ME2/3 ist sicher auch als Deckungs-Shooter eher mittelmäßig. Aber wenigstens nicht mehr schlecht. Und in Kombination mit der Story und der Atmosphäre dann wird ein richtig guter Shooter draus.

Schade finde ich, wenn Speler, wie Du, einfach nicht akzeptieren, daß Geschmäcker verschieden sind. Ich habe Fallout 3 und New Vegas gespielt... es ist einfach nicht meins. Aber ich akzeptiere die Millionen von Zockern, die es geil finden, und gönne es ihnen.
ME hat sich für Dich in die falschr Richtung entwickelt. Schade für Dich. Für mich hat es sich in die richtige Richtung entwickelt. Schön für mich. C'est la vie. Für mich bleibt ME1 ein Hybrid - es war weder "richtiges Rollenspiel" noch war es "richtiger Shooter" - und dann haben sich die Entwickler ENTSCHIEDEN. Ich habe von dieser Entscheidung profitiert - Du nicht. Komm drüber hinweg.
Kühlpacks haben geholfen???? Wo hilft es, wenn man auf einmal überall in der Welt aufblinkende kleine Items rumliegen hat, über die man einfach drüber laufen muss. Wo ist das auch nur im Ansatz eine gute Mechanik? Ich hab ja nicht mal was gegen Nachladen - aber dann mit unlimited Ammo bitte oder einem begrenzten Vorrat halt. Aber diese rumliegenden Magazine sind eine KATASTROPHE. Nicht nur, dass sie dem SPiel NICHTS hinzufügen, denn da die überall rumliegen udn sie jeder Gegner verliert, ist es soweiso so, als hätte man unendlich Munition. Und zweitens tut das der Immersion nicht gut, alle Waffen in der GALAXIE haben die gleiche Munition und Magazine? Und dann werden die auch noch fertig mitnehmbereit fallengelassen? Und dann dieses Blinken. Einfach nur schrott. Das trifft übrigens auch auf andere Shooter mit dieser Mechanik zu.

Und richtige "Items" hatte Mass Effect noch nie. Auch der erste Teil nicht. Es gab ein paar Waffen mit festgelegten Stats und das war's. Dann musste man nur immer die neueren Versionen davon finden. Ein Itemsystem mit vielen Waffen, die auch zufällige Stats werfen + verschiedene Seltenheitsstufen und alles, DAS hätte es schon im ersten Teil geben müssen. Und dann spätestens im zweiten. Stattdessen hat es komplett auf Shooter runtergebrochen und Items direkt komplett entfernt. Ich kann nicht verstehen, wie man es als "die richtige Richtung" bewerten kann, wenn das Spiel simplifiziert und Inhalt weggenommen wird.

Und zu einem richtigen Rollenspiel gehört auch immer ein gewisser Grad an Freiheit, in welcher Hinsicht auch immer. ZB beim Erkunden der Welt, Abhandeln der Quests / Geschichte oder in der Gesprächsführung. Mass Effect hat das alles nie gehabt. Auch der erste Teil war sicher ein Shooter, aber kein Rollenspiel. Und das ist einfach verschenktes Potential. Hohle Shooter gibt es nämlich zuhauf.
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Sindri
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Re: Mass Effect: Andromeda - Kampfsystem wird umgekrempelt; Klassensystem wird ausrangiert; mehr Dialogoptionen und Frei

Beitrag von Sindri »

no need no flag olulz hat geschrieben: Kühlpacks haben geholfen???? Wo hilft es, wenn man auf einmal überall in der Welt aufblinkende kleine Items rumliegen hat, über die man einfach drüber laufen muss. Wo ist das auch nur im Ansatz eine gute Mechanik? Ich hab ja nicht mal was gegen Nachladen - aber dann mit unlimited Ammo bitte oder einem begrenzten Vorrat halt. Aber diese rumliegenden Magazine sind eine KATASTROPHE. Nicht nur, dass sie dem SPiel NICHTS hinzufügen, denn da die überall rumliegen udn sie jeder Gegner verliert, ist es soweiso so, als hätte man unendlich Munition. Und zweitens tut das der Immersion nicht gut, alle Waffen in der GALAXIE haben die gleiche Munition und Magazine? Und dann werden die auch noch fertig mitnehmbereit fallengelassen? Und dann dieses Blinken. Einfach nur schrott. Das trifft übrigens auch auf andere Shooter mit dieser Mechanik zu.
Als ich das Muni-System in ME2 gesehen hatte dachte ich mir auch, daß das eine billige Lösung ist aber am Gesamterlebnis hat es bei mir nichts geändert. Das Spiel ist meiner Meinung großartig inszeniert, hat coole Charaktere und eine geile Lore.
no need no flag olulz hat geschrieben: Und richtige "Items" hatte Mass Effect noch nie. Auch der erste Teil nicht. Es gab ein paar Waffen mit festgelegten Stats und das war's. Dann musste man nur immer die neueren Versionen davon finden. Ein Itemsystem mit vielen Waffen, die auch zufällige Stats werfen + verschiedene Seltenheitsstufen und alles, DAS hätte es schon im ersten Teil geben müssen. Und dann spätestens im zweiten. Stattdessen hat es komplett auf Shooter runtergebrochen und Items direkt komplett entfernt. Ich kann nicht verstehen, wie man es als "die richtige Richtung" bewerten kann, wenn das Spiel simplifiziert und Inhalt weggenommen wird.
Der "Inhalt" hat mir überhaupt nicht gefehlt. Sobald man die Spectre Items&Upgrades hatte waren alle Items, die man finden konnte, eigentlich total überflüssig. Hat der Qualität des Spiels nicht geschadet.
Das Spiel wurde mehr Richtung Shooter Entwickelt und das fand ich persönlich geil. Die Shooter Elemente in ME1 waren manchmal einfach nur nervig.
no need no flag olulz hat geschrieben: Und zu einem richtigen Rollenspiel gehört auch immer ein gewisser Grad an Freiheit,
Nicht unbedingt. Ein RPG-Shooter kann völlig Linear sein und trotzdem gut sein, wenn die Story, Charaktere und die Inszenierung gut gemacht sind und das trifft auf ME2 völlig zu.
Man hat ja gesehen, was die "Freiheit" mit DA-I gemacht hat.
no need no flag olulz hat geschrieben: in welcher Hinsicht auch immer. ZB beim Erkunden der Welt, Abhandeln der Quests / Geschichte oder in der Gesprächsführung. Mass Effect hat das alles nie gehabt.
Die paar Freiheiten, die man in ME2 hatte, waren völlig ausreichend. Zu behaupten, daß Mass Effect keinerlei Freiheiten gehabt hätte, ist einfach nur Unsinn.
no need no flag olulz hat geschrieben: Auch der erste Teil war sicher ein Shooter, aber kein Rollenspiel. Und das ist einfach verschenktes Potential. Hohle Shooter gibt es nämlich zuhauf.
Hohle Shooter sind total geil, wenn das Gesamtpaket stimmt. Seit wann gibt es bitte kluge Shooter? Und ein klassischer Shooter war ME noch nie. Eher ein Deckungsshooter mit RPG-Elementen mit Fokus auf Story und Charaktere.
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Skabus
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Re: Mass Effect: Andromeda - Kampfsystem wird umgekrempelt; Klassensystem wird ausrangiert; mehr Dialogoptionen und Frei

Beitrag von Skabus »

Sindri hat geschrieben:Als ich das Muni-System in ME2 gesehen hatte dachte ich mir auch, daß das eine billige Lösung ist aber am Gesamterlebnis hat es bei mir nichts geändert.
Das Problem war/ist, dass die Lösung nicht nur billig ist, sondern absolut unlogisch.

Denn: Es wird ja so erklärt, dass in den 2 Jahren von Shepards Abwesenheit mal eben so spontan die ganze Galaxie auf die Kühlpacks(aka Munition) umgestiegen sind und diese auch noch alle exakt mit gleicher Bauweise in alle Waffen eingebaut wurden. Ok, geschenkt, es gab halt ein paar Änderungen von ME1 zu ME2, das hätte ich verschmerzen können.

ABER:

Erklärt wird dieser Umbau damit, dass man mit den alten Waffen, ständige Überhitzung hatte, warum man diese Kühlpacks eingebaut hat. Ok, erstmal eine gute Idee. Ist ja ähnlich wie bei Mechwarrior, wo man auch unendlich mit Laser schießen kann, aber die aufgebaute Hitze die Feuerrate beeinflusst. Soweit so intelligent.

Aber nun kamen die Hirnzwerge bei BioWare auf die "grandiose" Idee, dass man einfach gar nicht mehr schießen kann, wenn man keine Kühlpacks mehr hat...? WTF!? Die Waffen konnten vorher unendlich schießen und jetzt NUR NOCH mit Kühlpacks? Was ist das fürn Schwachsinn? Wer baut sowas? Wäre es nicht viel sinnvoller gewesen, die Waffen würden sich erstmal auf Kühlpacks verlassen, und wenn man keine mehr hat, dann hat man wieder den Modus wie in ME1? Ein paar Schüsse, dann Überhitzung?

Nein, anstelle dessen löst man das indem man den Spieler mit Munition zuballert, die an jeder Straßenecke zu liegen scheint. Für mich ist diese Design-Entscheidung ein eindeutiges Zeichen dafür, dass man explizit Shooter-Fans ansprechen wollte. Die kennen das ja so, mit Munition und dann Waffe leer, wenn keine Muni mehr da ist. Zwar ist die "Muni" in ME2 ja keine Muni, sondern nur Kühlpacks, aber hey: Kriegen die Shooter-Veteranen schon nicht mit.

Man hat also nicht nur eine billige Lösung umgesetzt sondern auch noch eine, die unlogisch und unglaubwürdig ist und nicht in das aufgebaute Universum passt. Ich kann mir zumindest keinen plausiblen Grund vorstellen, warum man den "ungekühlten Feuermodus" rausnimmt. Was ist, wenn ein Soldat allein an der Front ist und keine Mun mehr findet? Dann ist er am Arsch, weil seine Waffe alle ist. Aber wir sind ja in der Zukunft. Wenn es eine technisch unbedenkliche Lösung für dieses Problem gibt, warum zur Hölle sollte man diese dann entfernen?

Hier merkt man halt eindeutig, dass man die Shootermechanik sogar noch über die Glaubwürdigkeit der Spielwelt gestellt hat. Und das geht halt überhaupt nicht, IMHO.


MfG Ska
johndoe1044785
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Re: Mass Effect: Andromeda - Kampfsystem wird umgekrempelt; Klassensystem wird ausrangiert; mehr Dialogoptionen und Frei

Beitrag von johndoe1044785 »

das klingt aber alles schon sehr arg nach fehlersuche und das haar in der suppe finden, daran hat natürlich keiner spass. mich haben deine kritikpunkte überhaupt nicht gestört, gerade beim thema "kühlpack" raffe ich nicht, wie man sich daran "aufhängen" kann, aber gut.

btw: me war und ist nicht perfekt, keine frage. aber welches spiel ist das schon?
nawarI
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Re: Mass Effect: Andromeda - Kampfsystem wird umgekrempelt; Klassensystem wird ausrangiert; mehr Dialogoptionen und Frei

Beitrag von nawarI »

Ich persönlich finde es unsinnig Mass Effect wegen Genre-Definitionen schlecht zu reden.
Als Shooter isses ganz cool aber nicht Spitzenklasse. In der Fähigkeitsentwicklung isses recht oberflächlich. Von der Erzählweise und der Charaktere? Absolut herausragend. Für mich sind die Shooter-Mechanik und die Rollenspiel-Ansätze ohnehin nur Hilfsmittel die Geschichte rüberzubringen und das tun sie überaus gut ohne sich aufzudrängen.
Anderes Genre: Stellt euch Burnout mit Tuning-Option vor. Undenkbar! Ich möchte rumrasen und Chaos veranstalten. Das Tuning, das bei Simulationen integraler Bestandteil ist, würde bei Burnout nur vom Rasen abhalten!
So sehe ich die Sache jedenfalls. Geschmäcker sind verschieden und zum Glück haben wir so viele verschiedene Spiele, dass wir uns an dieser Vielfalt erfreuen können.


Die angekündigten Neuerungen finde ich auch ganz gut.
Einzig das Wegfallen der Klassen ist etwas schade, wobei Bioware es schon immer verpasst hat die Klassen in die Story einzubinden.
Beispiel: Kennt ihr noch die Biotiker-Enklave auf dem Mond in ME1? Kaidan als Biotiker hat deren Situation noch kommentiert, dass er weiß wie sich die Biotiker fühlen, aber mein Biotiker-Shaperd hat keinen Kommentar dazu abgelassen, obwohl sich dies angeboten hätte.
In Dragon Age gab es für Magier eine eigene Herkunftsgeschichte, die man als Zwerg garnicht auswählen konnte. Dort hat man noch gemerkt, dass man Magier ist, weil sich das Spiel oft darauf berufen hat.
Bei Andromeda scheint man jetzt einen Biotik-Begabten Menschen zu spielen und ich wette das Spiel (bzw die Leute darin) wird diese Begabung kein einziges mal ansprechen, weil es ja sein kann, dass sich der Spieler für eine andere Spielweise entschien hat.

Ansich sind eine Freie Charakterentwicklung und die Möglichkeiten die Fähigkeiten zurückzusetzen eine feine Sache; ich hätte mir bei den alten ME-Teilen aber immer gewünscht, dass die Klassen auch in den Dialogen mal berücksichtigt werden. Daraus wird jetzt wohl nicht mehr.
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Re: Mass Effect: Andromeda - Kampfsystem wird umgekrempelt; Klassensystem wird ausrangiert; mehr Dialogoptionen und Frei

Beitrag von nawarI »

[- sorry, Doppelpost -]
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Skabus
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Re: Mass Effect: Andromeda - Kampfsystem wird umgekrempelt; Klassensystem wird ausrangiert; mehr Dialogoptionen und Frei

Beitrag von Skabus »

Flextastic hat geschrieben:das klingt aber alles schon sehr arg nach fehlersuche und das haar in der suppe finden, daran hat natürlich keiner spass.
Finde ich persönlich nicht. Ich lese ja gerade diese 50 Seiten Analyse von Samus Young und der kritisiert an ME2 soviele Dinge, die ich wirklich als "nitpicking" und Kleinlichkeiten bezeichnen würde.

Das mit den Kühlpacks ist aber keine Kleinigkeit, sondern etwas, dass die Spielmechanik stark beeinflusst und es ist einfach absurd, in 2 Jahren von "unendliche Munition + Überhitzung" auf "Kühlpacks als Munition, bei denen die Waffe nicht mehr funktioniert, wenn die Kühlpacks aufgebraucht sind." zu kommen.


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johndoe1044785
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Re: Mass Effect: Andromeda - Kampfsystem wird umgekrempelt; Klassensystem wird ausrangiert; mehr Dialogoptionen und Frei

Beitrag von johndoe1044785 »

sorry, bleibt immernoch für mich ein rätsel :) ich habe allerdings bisher mangels xbox nie me1 gespielt. bin mir aber sicher, es hätte mir mit seinen damaligen schwerpunkten auch gar nicht gefallen.
johndoe1544206
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Re: Mass Effect: Andromeda - Kampfsystem wird umgekrempelt; Klassensystem wird ausrangiert; mehr Dialogoptionen und Frei

Beitrag von johndoe1544206 »

Der steuerbare Hauptcharakter kann überall aktiv Scans durchführen und dadurch neue Technologien oder Pläne für neue Waffen und Rüstungen erhalten. Auf den Planeten wird es diverse "interessante Schauplätze" geben, beispielsweise Begegnungen, Kämpfe, Story-Schauplätze, Rätsel etc. Zunächst müsse man auf den neuen Planeten aber erstmal einen Außenposten errichten.

Ich hab angst, ich hab angst.... mir schwant, für den außenposten muss man dann erst 100 eisen finden.

Die Dialoge, mal gucken. Ich bin ja echt gespannt und hoffe auf baldiges gameplay. Unter diesem "neuen" Kampfsytem kann ich mir wenig vorstellen, aber kein Pause-Button bedeutet mehr shooter, weniger taktik. Ich weiß nicht, ob ich das so toll finde.