Battlefield 1: Electronic Arts entschuldigt sich nach öffentlichem Wirbel für flapsige Twitter-Memes aus der Werbekampagne

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Marobod
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Re: Battlefield 1: Electronic Arts entschuldigt sich nach öffentlichem Wirbel für flapsige Twitter-Memes aus der Werbeka

Beitrag von Marobod »

Ich wurde mal als Nazi beschimpft weil ich andere darauf hingewiesen ahbe, daß sie sich gerade darueber lustig gemacht haben wie Menschen gestorben sind, anemlich deutsche Soldaten in einem schlechten WW2 Film (Soldat James Ryan?) Mit der Anmerkung, auch eure Großeltern waren wahrscheinlich Teil dieser "Idioten/Wichser/Schweine etc" da. Wie ich solche Leute in Schutz nehmen koenne, und ihre Großeltern waren im Widerstand (is klar)

Was ich sagen will, die Wahrnehmung ist stark selektiv bei einigen empeoerten Menschen, auf der einen Seite finden sie es gar nicht gut,wenn sowas gemacht wird nd auc noch verherrlicht (Mann wird abgefackelt mit Flammenwerfer), waere der abgefackelte aber ein klar als boese einzuordnendes Individuum, ist die Sache wieder lustig oder gar einfach nur Okay.

Die Memes sind lustig oder nicht,das haben wir einzeln zu entscheiden, da man ueber Geschmack nicht streiten kann, South park oder Drawn Together wurden ja schon erwaehnt, ich wuerde Family Guy noch dazu packen, die kratzen auch oft genug an den Grenzen als Beispiel :
https://youtu.be/fKfzqbYs1uQ

Darum waere ich auch dafuer, entweder man laeßt es fuer alle bleiben oder ertraegt es einfach. Man muß sowas nicht gut finden, aber anderen vorzuschreiben was sie gut finden sollen, finde ich dann auch wieder grenzwertig.

In den USA sind uebrigens Dead Baby Jokes sehr populaer, hierzulande findet man die nicht komisch, oder kaum

"How many dead babies would it take to paint your house red?
Well, that depends on how hard you throw them.

What's red and crawls up your girlfriend's leg? A homesick abortion.

What's the difference between an onion and a baby? Chopping up onions makes me cry."

Das sind die die noch bei mir haengen geblieben sind, erzaehlt von einem Freund aus Boston.

Ich meine es gibt genug memes zum 2ten Weltkrieg, und viele finden sie lustig , auch wenn sie dann doch leicht grenzwertig sind, zumindest hierzulande
Ich sage nur "Orange Jews , 100% concentrated" herzulande wie auch anderswo, bekommen einige Menschen Schnappatmung nd vermiesen es den anderen.

Fuer mich hat die BF1 Memekampagne ueberhaupt nichts ausgeloest.
Ich mein ich spiele Shadow Warrior 2, da tu ich Menschen weitaus schlimmere Dinge a und bekomme noch witzige Kommentare dazu zu hoeren O.o
oder man shcaue sich einen xbeliebigen 80er Jahre Actionfilm an ,wahlweise mit Sly oder Arnold, die dummen Sprueche dazu sind jetzt nicht weit weg von den memes heutzutage
billy coen 80
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Re: Battlefield 1: Electronic Arts entschuldigt sich nach öffentlichem Wirbel für flapsige Twitter-Memes aus der Werbeka

Beitrag von billy coen 80 »

Wulgaru hat geschrieben:Ich finde ja süß wenn immer diese Wörter wie hyperventilieren oder Schnappatmung fallen (Leute die ihr das schreibt...glaubt ihr wirklich das irgendjemand auf der Welt das hat, wenn er was Scheiße findet? :D ), ab da höre ich dann auf die entsprechenden Leute ernst zu nehmen, vor allem seit dem Ghostbusters-Shitstorm, in dem gerade die Leute die sich sonst über PCs und SJWs aufregen so getan haben als wenn die Apokalypse hereinbricht. :wink:
Natürlich haben die wenigsten Schnappatmung beim sich Echauffieren. So etwas nennt sich ironisches Überzeichnen. Dasselbe machst du übrigens in dem direkt auf diese Anmerkung folgenden Satz selbst mit der "hereinbrechenden Apokalypse".

Gerade soziale Netzwerke und Diskussionen, die medienbedingt auf 140 Zeichen zusammengedampft stattfinden müssen, haben da erheblich zu beigetragen, dass sich sehr wohl eine "Kultur" entwickelt hat, auf deren Verhaltensmuster diese Karikierungen sehr gut passen.

Das alles ist im übrigen durchaus vielschichtig. Z. B. dein von dir angeführtes Beispiel mit dem Ghostbusters-Film. Das was du da angedeutet hast, war in erster Linie die Darstellung in den (vor allem sich selbst als links gebenden) Medien. Die Entstehung war aber eher so, dass sich eigentlich nur zahlreiche Fans der alten Filme aufgeregt hatten, dass nicht nur ein neuer Cast genommen worden war, sondern quasi ein totaler Reboot mit komplett anderen Figuren gemacht wurde. Und als die ersten Trailer dann auch noch die Qualität des "Humors" andeuteten, war speziell für die etwas nerdiger veranlagten Ghostbusters-Fans kein Halten mehr. Der Produzent und Drehbuchautor sowie der Cast hoben dann darauf ab, dass diese ganze Kritik natürlich nur daran liegen kann, weil man sich erdreistet hatte, rein weibliche Ghostbusters zu nehmen. Dieser Vorwurf ging natürlich dadurch gut auf, weil die meisten der besagten Fans Männer waren, was daran liegt, dass die alten Ghostbusters-Filme vor allen Dingen von Männern so sehr verehrt werden. Aber dieses Ziehen der Frauenkarte befeuerte die Sache dann erst richtig und ab da wurde es (von allen Seiten) nur noch grotesk.
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Wigggenz
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Re: Battlefield 1: Electronic Arts entschuldigt sich nach öffentlichem Wirbel für flapsige Twitter-Memes aus der Werbeka

Beitrag von Wigggenz »

Dead Baby Jokes gibt es auch hier, wenn auch nicht ganz so verbreitet:
Spoiler
Show
Was ist schlimmer als 5 tote Babies in einer Mülltonne? Ein totes Baby in 5 Mülltonnen.
Ist vielleicht auch etwas anderes da sich diese Witze oft kein reales Vorbild nehmen. Dafür gibt es hier wiederum halt die Belgierwitze.

Ich finds nicht schlimm und kann je nach Kreativität drüber lachen, aber kann auch verstehen wenn Leute das nicht witzig finden. Mau wird es wenn eine Gruppe der anderen vorschreibt worüber sie zu witzeln hat.
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BigEl_nobody
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Re: Battlefield 1: Electronic Arts entschuldigt sich nach öffentlichem Wirbel für flapsige Twitter-Memes aus der Werbeka

Beitrag von BigEl_nobody »

billy coen 80 hat geschrieben: Gerade soziale Netzwerke und Diskussionen, die medienbedingt auf 140 Zeichen zusammengedampft stattfinden müssen, haben da erheblich zu beigetragen, dass sich sehr wohl eine "Kultur" entwickelt hat, auf deren Verhaltensmuster diese Karikierungen sehr gut passen.
Leute die Twitter aktiv benutzen haben ohnehin Kommunikationsstörungen. Und vom andauernden facebook Shitstorm-Hurricane über alles mögliche braucht man auch gar nicht erst anfangen. Das sind Formate der geistigen Minderbemitteltheit die jene Minderbemitteltheit auch noch fördert.
Das fing damals schon mit dem Aufbruch der Online-Kommunikation mittels Chats wie z.B. ICQ an. Diese Tendenz gibts schon so lange das ich die damals schon im Deutschunterricht behandelt habe.
Ist mittlerweile eben nur schon so weit in der gesellschaftlichen Mitte angekommen das es keiner mehr merkt oder keinen mehr stört und sogar schon die alteingessenen Nachrichtenformate von dem Trend ruiniert werden (Stichwort: Nachrichten durch den Online-Konkurrenzdruck immer sofort und so schnell wie möglich ohne Qualitätssicherung)...
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Usul
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Re: Battlefield 1: Electronic Arts entschuldigt sich nach öffentlichem Wirbel für flapsige Twitter-Memes aus der Werbeka

Beitrag von Usul »

Steffensteffen hat geschrieben:Man muss seine Gefühle aber nicht gleich zum Imperativ für eine ganze Branche oder Gesellschaft machen.
Und wer genau macht das? Es ist ja nicht so, daß EINE Person ihre Gefühle äußert und EA dann darauf reagiert... sodern eine Reihe von Personen. Und wenn sich ein gewinnorientiertes Unternehmen dann auf die Kritik dieser Reihe von Personen reagiert, kann man das nicht allzu lapidar abtun mit dem Allgemeinplatz, daß die eigenen Gefühle kein allgemeingültiger Maßstab für eine Branche oder Gesellschaft sind.

Wenn es nur wenige gewesen wären, hätte EA sich nicht darum geschert. Weil es viele waren und auch mehr geworden wären, hat EA reagiert.

Und das Lustige ist, ganz allgemein gesehen: Diejenigen, die meinen, andere Leute als SJW oder Gutmensch oder was auch immer bezeichnen zu müssen/dürfen, regen sich im Allgemein genauso auf wie die so genantne SJWs oder Gutmenschen. ABER: Keine Sau interessiert sich dafür. Es gibt keine ernstzunehmende Gruppierung, die auf die Wünsche und Bedürfnisse dieser "Anti-SJWs" eingehen würde (zumindest nicht, wenn sie nicht erhebliche finanzielle und/oder soziale Einbußen erleiden will).

Und DAS ist wirklich befriedigend für einen Gutmenschen, als den ich mich durchaus sehe. Mögen die Schlechtmenschen an ihrem Geifer ersticken, während wir Gutmenschen unsere Vorstellungen zum Imperativ für eine ganze Branche oder Gesellschaft machen. :)
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sourcOr
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Re: Battlefield 1: Electronic Arts entschuldigt sich nach öffentlichem Wirbel für flapsige Twitter-Memes aus der Werbeka

Beitrag von sourcOr »

Wigggenz hat geschrieben:Nein, Dice geht zumindest meiner Meinung nach nicht wirklich ernsthaft an die Sache ran, den Eindruck hatte ich bereits nach den ersten Trailern. Ist trotzdem bestimmt Ansichtssache. Für mich ging das eher in Richtung Michael Bay.
Sie gehen nicht ohne eine gehörige Prise Action ran, das stimmt. Das schmälert aber imo eher wenig, was sie sonst noch so im SP vermitteln möchten und was man z.B. im Prolog sieht. Alleine das zeigt doch schon, dass man eben doch mit entsprechendem Respekt an das Thema rangeht.

Ich weiß net, was Shitstorms rechtfertigt oder net. Keine Ahnung, ob das hier gerechtfertigt is. Über Twitter alleine können ja aber schon genügend Leute superschnell individuell ihren Unmut darüber kundtun und dann summiert sich das halt. Wenn so daraus ein Shitstorm entsteht, dann ist das eben so. Ich weiß net, warum man den Leuten dann gleich unterstellen muss, dass sie das nur zur eigenen Überhöhung tun nur weil man selbst das net so eng sieht. Nur weil South Park gerne Judenwitze macht muss das net überall gern gesehen sein.
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Wulgaru
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Re: Battlefield 1: Electronic Arts entschuldigt sich nach öffentlichem Wirbel für flapsige Twitter-Memes aus der Werbeka

Beitrag von Wulgaru »

billy coen 80 hat geschrieben:
Das alles ist im übrigen durchaus vielschichtig. Z. B. dein von dir angeführtes Beispiel mit dem Ghostbusters-Film. Das was du da angedeutet hast, war in erster Linie die Darstellung in den (vor allem sich selbst als links gebenden) Medien. Die Entstehung war aber eher so, dass sich eigentlich nur zahlreiche Fans der alten Filme aufgeregt hatten, dass nicht nur ein neuer Cast genommen worden war, sondern quasi ein totaler Reboot mit komplett anderen Figuren gemacht wurde. Und als die ersten Trailer dann auch noch die Qualität des "Humors" andeuteten, war speziell für die etwas nerdiger veranlagten Ghostbusters-Fans kein Halten mehr. Der Produzent und Drehbuchautor sowie der Cast hoben dann darauf ab, dass diese ganze Kritik natürlich nur daran liegen kann, weil man sich erdreistet hatte, rein weibliche Ghostbusters zu nehmen. Dieser Vorwurf ging natürlich dadurch gut auf, weil die meisten der besagten Fans Männer waren, was daran liegt, dass die alten Ghostbusters-Filme vor allen Dingen von Männern so sehr verehrt werden. Aber dieses Ziehen der Frauenkarte befeuerte die Sache dann erst richtig und ab da wurde es (von allen Seiten) nur noch grotesk.
Ne, das war wesentlich irrationaler als du das jetzt darstellst (vor allem sind die Leute ja nicht erst völlig abgespackt als die Produzenten was gesagt haben, das war bereits vorher) und wie gesagt, zu einem sehr signifikanten Teil von Leuten die sonst von PC-Culture als First World Problem reden und dergleichen. Können sie gerne tun und sicher schnappen und atmen irgendwo auch tatsächlich Menschen, aber dann bitte nicht so tun das es bei der "Kritik" an Ghostbusters etwas viel rationaleres und grundvernünftiges gewesen wäre. Es gab sehr rationale Gründe Ghostbusters nicht gut zu finden, den ganzen Kram dahinter und auch die Politik der Macher mit Kritik umzugehen...aber das ist doch wirklich nicht das was dieser Shitstorm war.

Für mich ist es einfach ein perfektes Beispiel das all diese Kunstfiguren der angeblichen SJWs, Gutmenschen oder PC-Polices schlicht nichts anderes sind als Unsinn sind um Diskussionen abzuwürgen, abzutun oder zu beenden. Bei bestimmten Problemen sieht man einfach nicht den Grund warum sich Leute darüber aufregen oder sie kritisieren und dann ist das eine bequeme Methode Meinungen völlig abzutun. Wird nur blöd, wenn es dann mal zu nem Fall kommt, wo man selbst in der Situation ist. Dann will man all diese Dinge natürlich nicht sein und dann will man natürlich das seine eigene Kritik als vernünftig wahrgenommen wird.

Genauso ist es doch aber auch hier. Einige stört diese Kampagne ehrlich und ich glaube niemandem das er die Überlegung dahinter nicht versteht. Es ist nachvollziehbar warum man Probleme damit haben kann und nicht notwendigerweise etwas mit "PC" sein zu tun, selbst wenn es das hätte, ist auch diese Einstellung relativ nachvollziehbar. Ich persönlich sehe das etwas anders, so wie ich es oben geschrieben habe, aber ich tue nicht immer so als wenn alle verrückt wären, die das nicht tun und zu nichts anderem sind diese Labels doch letztendlich da.
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Re: Battlefield 1: Electronic Arts entschuldigt sich nach öffentlichem Wirbel für flapsige Twitter-Memes aus der Werbeka

Beitrag von Kaaruzo »

Usul hat geschrieben:Und DAS ist wirklich befriedigend für einen Gutmenschen, als den ich mich durchaus sehe. Mögen die Schlechtmenschen an ihrem Geifer ersticken, während wir Gutmenschen unsere Vorstellungen zum Imperativ für eine ganze Branche oder Gesellschaft machen. :)
Wie "befriedigend" das für die Gesellschaft ist, wenn Gutmenschen ihre Vorstellung zum Imperativ machen, hat man in Köln und vielen anderen Städten bereits gesehen.

Lass mich raten, du hast keine weibliche Verwandtschaft, die in Zukunft unter den Sexualvorstellungen unserer bunten Neubürger zu leiden haben?

Da habe ich doch lieber Schlechtmenschen an der Macht, die diesem Treiben konsequent ein Ende bereiten wollen.

In Australien z.B. gibt es noch Sachverstand.

Mit ein bisschen Glück zieht der 2017 ja auch in unseren Bundestag ein.
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Usul
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Re: Battlefield 1: Electronic Arts entschuldigt sich nach öffentlichem Wirbel für flapsige Twitter-Memes aus der Werbeka

Beitrag von Usul »

Kaaruzo hat geschrieben:Wie "befriedigend" das für die Gesellschaft ist, wenn Gutmenschen ihre Vorstellung zum Imperativ machen, hat man in Köln und vielen anderen Städten bereits gesehen.

Lass mich raten, du hast keine weibliche Verwandtschaft, die in Zukunft unter den Sexualvorstellungen unserer bunten Neubürger zu leiden haben?

Da habe ich doch lieber Schlechtmenschen an der Macht, die diesem Treiben konsequent ein Ende bereiten wollen.

In Australien z.B. gibt es noch Sachverstand.

Mit ein bisschen Glück zieht der 2017 ja auch in unseren Bundestag ein.
Eigentlich müßte man dich ja ignorieren... aber so ganz ohne Reaktion meinst du dann am Ende vielleicht, daß du irgendwie überzeugen konntest. :)
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Re: Battlefield 1: Electronic Arts entschuldigt sich nach öffentlichem Wirbel für flapsige Twitter-Memes aus der Werbeka

Beitrag von Kaaruzo »

Angesichts der letzten Landtagswahlen wachen wohl immer mehr Menschen in diesem Land auf und sehen, dass da doch nicht nur Ingenieure und Ärzte (na gut, vielleich waren das ja in Köln alles Gynäkologen :lol:) zu uns kommen, sondern zum größten Teil eine Invasion junger Männer unter der in erster Linie Frauen und unser Sozialsystem leiden werden.

Aber hey, offensichtlich wollen die Gutmenschen hier Zustände wie in der dritten Welt.

Aber die Chancen stehen gut, dass sich mit der Bundestagswahl 2017 wieder auf konservative Werte besonnen wird.

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Wigggenz
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Re: Battlefield 1: Electronic Arts entschuldigt sich nach öffentlichem Wirbel für flapsige Twitter-Memes aus der Werbeka

Beitrag von Wigggenz »

sourcOr hat geschrieben:Nur weil South Park gerne Judenwitze macht muss das net überall gern gesehen sein.
Doch. Wenn man es bei dem einen Ok findet, darf man einen Anderen nicht dafür kritisieren, das wäre Heuchelei.

Man kann dann kritisieren, dass ein Witz schlecht gemacht ist, meinetwegen völlig unkreativ oder viel zu stumpfsinnig. Aber was nicht geht, ist, sich ausschließlich an der bloßen Tatsache, dass ein Judenwitz (oder was auch immer) vorliegt, hochzuziehen und das per se als Grenzbruch darzustellen.

Wenn man sich vorher ausdrücklich einen anderen Anspruch gesetzt hat, ist auch das unter Umständen kritikwürdig, weil in sich widersprüchlich. Hätte ZB This War Of Mine einen realen Konflikt dargestellt und zwischendurch so derbe Gags gebracht wäre das völlig unpassend, denn der Titel hat sich wirklich einen ernsten Anspruch gesetzt. Aber BF1 ist MP-Popcornkino.
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Re: Battlefield 1: Electronic Arts entschuldigt sich nach öffentlichem Wirbel für flapsige Twitter-Memes aus der Werbeka

Beitrag von billy coen 80 »

Wulgaru hat geschrieben:... mit Rücksicht auf das Forenbild nicht im Textquote... :wink:
Ich habe die Kritik an Ghostbusters nicht rationalisieren wollen. Sie kam im Ursprung nur eben weniger aus der Richtung, in die sie dann schnell geschoben worden war. Die heftigsten unter den ersten Kritikern waren tendenziell leicht nerdige GB-Fans. Und ja, die können auch äußerst irrational werden... Diese ganze Frauenhassschiene, die wurde in erster Linie künstlich reingetragen. Das war durchaus auch PR, denn der Film stellte ja sehr offensichtlich "Empowerment" deutlich in den Vordergrund. Anders ließe sich die Darstellung weiblicher (idealisiert) und vor allem die männlicher Charaktere (dumm und / oder von widerlichem Charakter) nicht erklären.

Ansonsten würde ich deinen Kommentar weitgehend unterschreiben. Gerade in diesem Zusammenhang hier finde ich den SJW- oder PC-Vorwurf tatsächlich als Diskussionsbeendiger, hab den ja selbst schon als nicht treffend bezeichnet.

Ich bin auch jemand, der es als sehr wichtig empfindet, auch Meinungen, die nicht meinen entsprechen, mit der Grundannahme einer gewissen Legitimität zu betrachten. Das heißt nicht, dass man nicht kontrovers und scharf diskutieren darf, sondern, dass man vermeiden sollte, von Anfang an nach der Art zu "argumentieren": "Du bist ja eh Teil von Gruppe XY also kommt von dir eh nur Scheiße".

Diese Diskussionskillerstrategien kommen aber nicht nur von der vermeintlichen "Anti-SJW-Fraktion", sondern werden von allen Seiten in alle Richtungen sehr massiv betrieben. Sehr anschaulich dazu, was da etwa unter "No Hate Speech!" Leuten in Form von Memes für Internetdiskussionen, in denen sie vielleicht tatsächlich mal jemandem begegnen, der eine andere Meinung hat, als man selbst, an die Hand gegeben wird. Hinter vielem verbergen sich "Reaktionen" auf durchaus legitime Meinungen, die einfach nur pseudolustig in Hass uminterpretiert werden sollen. Das wird im Übrigen vom BMFSFJ mitfinanziert. Traurig, wenn sich selbst Bundespolitik auf dieses niedrige Niveau gesellschaftlicher Diskursführung herabbegibt. Traurig, wenn auch nicht gänzlich überraschend...
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Wulgaru
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Re: Battlefield 1: Electronic Arts entschuldigt sich nach öffentlichem Wirbel für flapsige Twitter-Memes aus der Werbeka

Beitrag von Wulgaru »

billy coen 80 hat geschrieben:
Diese Diskussionskillerstrategien kommen aber nicht nur von der vermeintlichen "Anti-SJW-Fraktion", sondern werden von allen Seiten in alle Richtungen sehr massiv betrieben. Sehr anschaulich dazu, was da etwa unter "No Hate Speech!" Leuten in Form von Memes für Internetdiskussionen, in denen sie vielleicht tatsächlich mal jemandem begegnen, der eine andere Meinung hat, als man selbst, an die Hand gegeben wird. Hinter vielem verbergen sich "Reaktionen" auf durchaus legitime Meinungen, die einfach nur pseudolustig in Hass uminterpretiert werden sollen. Das wird im Übrigen vom BMFSFJ mitfinanziert. Traurig, wenn sich selbst Bundespolitik auf dieses niedrige Niveau gesellschaftlicher Diskursführung herabbegibt. Traurig, wenn auch nicht gänzlich überraschend...
Das ist aber ja eben der Punkt, sie kommen aus allen Richtungen. Weswegen die von mir aufgezählten Begriffe eben auch so bedeutungslos sind. Natürlich gibt es Verhaltensweisen, die darauf ausgelegt sind das bestimmte Meinungen nicht gehört werden sollen, aber das man die in einem bestimmten Kontext als PC-Culture bezeichnet bzw. die Menschen die so sind als SJWs, ist etwas was man nicht nur um 180Grad umdrehen kann (genau ab dem Moment, wo derjenige sich über SJWs aufregt), sondern um 360 Grad mit einer sich rasend schnell drehenden Nadel.

Es ist völlig bedeutungslos solche Begriffe zu benutzen, trotz allem hat es sich mittlerweile so eingebürgert, dass sehr große Themenbereich mit diesen Labels besetzt werden. Man sieht es ja ganz gut an unserem konservativem Freund in diesem Thread hier. Der packt diese Labels schlicht und einfach auf das ihm gegenüber stehende politische Lager und das sind dann SJWs. Das mag ein subjektiver Eindruck sein, aber ich habe den Eindruck das das kein Einzelfall mehr ist und das ganze mehr und mehr synonym für "links" oder "progressiv" angewandt wird. Für mich scheint das jetzt auch nicht nur "ist halt Internetdiskussions-Kultur" zu sein.

Vielleicht sieht das nur aus meiner Perspektive so aus, aber wenn diese Begriffe in einer Diskussion wo ich mich beteilige fallen, spreche ich das mittlerweile an. Denn wenn ich richtig liegen sollte, läuft da etwas in eine zumindest für mich bedenkliche Richtung und das hat nichts damit zu tun das ich wiederum Leute in Ecken stellen will sondern ist tatsächlich meine ehrliche Befürchtung.
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Re: Battlefield 1: Electronic Arts entschuldigt sich nach öffentlichem Wirbel für flapsige Twitter-Memes aus der Werbeka

Beitrag von billy coen 80 »

Wulgaru hat geschrieben:Vielleicht sieht das nur aus meiner Perspektive so aus, aber wenn diese Begriffe in einer Diskussion wo ich mich beteilige fallen, spreche ich das mittlerweile an. Denn wenn ich richtig liegen sollte, läuft da etwas in eine zumindest für mich bedenkliche Richtung und das hat nichts damit zu tun das ich wiederum Leute in Ecken stellen will sondern ist tatsächlich meine ehrliche Befürchtung.
Ich kann diese Befürchtung verstehen. Auch wenn das immer nach Alarmismus klingt, aber mir erscheint, auch abseits von Internet, seit Jahren ein äußerst unschöner Prozess im Gange in unserer Gesellschaft. Die beiden politischen Ränder werden zunehmend dicker und nehmen die Verrohtheit des jeweils oppositionellen Lagers als Legitimation für eigenen Irrsinn und unsere führenden Politiker scheinen mit der Beherrschung dessen überfordert. Sowohl in Politik als auch in Mainstreammedien erscheint mir vieles stark nach dem Motto zu laufen: erst mal bestimmte Themen kollektivieren, damit einhergehend moralisieren und sich bloß nicht mit so etwas wie Analysieren aufhalten. Unsere Demokratie steht dabei aber vor der Aufgabe, sich einer Situation zu stellen, die, (noch) in abgeschwächter Form, an die Entwicklungen zu Zeiten der Weimarer Republik erinnern, auch wenn die zahlreichen Gründe für diese Entwicklungen heute andere sind (Geschichte widerholt sich selten zu 100 % deckungsgleich).

Dafür ist eben dieses überall zu findende Bedürfnis, Meinungen anderer direkt zu stigmatisieren und möglichst abzuwürgen, leider auch eher Symptom als Krankheit.

Aber das nur mal so meine verschwörungstheoretische Meinung dazu... :)
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sourcOr
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Re: Battlefield 1: Electronic Arts entschuldigt sich nach öffentlichem Wirbel für flapsige Twitter-Memes aus der Werbeka

Beitrag von sourcOr »

Wigggenz hat geschrieben:Aber BF1 ist MP-Popcornkino.
Mit SP, der das ganze ein wenig anders angeht. Aber ich seh schon, das zählt nüscht, weil das Spiel nicht absolut restlos ernsthaft an das Thema rangeht. Ich glaube aber eher, dass du da nur sowas wie den Trailer mit Seven Nation Army im Kopf hast und da kann ich jetzt mit echten Szenen aus der Kampagne rumargumentieren wie ich will :)