... ich wollte eigentlich erst schreiben, dass ich Retailspielen immer den Vorzug gebe. Dann hab ich Deinen Beitrag gelesen und festgestellt, dass es mir haargenauso geht o_ô Mein letztes war zwar World of Warcraft: Legion CE, aber ich spiele eigentlich fast nur noch Indiegames... oder hole mir GOTYs für 5-10 Euro bei Steam. Oder das Humble Bundle.sphinx2k hat geschrieben:Ich würde Verpackung vorziehen wenn es noch, für mich, lohnenswerte Spiele mit Packung geben würde.
Die AAA Spiele von heute nehme ich ehr vom Grabeltisch -> Sale <- mit. Und ich emfinde auch nicht wirklich was für die Spiele, und möchte sie deshalb gar nicht zu schau stellen.
Das was ich Spiele sind mittlerweile meist Indy games die gar keinen Retail release haben. Von daher bin ich fast Digital Only käufer geworden, obwohl ich es gar nicht sein möchte.
Meine alten Spiele Papschachteln kann ich aber weiterhin mit Nostalgischen Gefühlen anschauen und mich zurück erinnern wie toll es war als ich die damals gekauft hab.
Mein letztes Ratail Spiel war glaub ich Starcraft 2: Lotv CE
Großbritannien: 77 Prozent der Kunden bevorzugen Spiele mit Verpackungen
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- MrLetiso
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Re: Großbritannien: 77 Prozent der Kunden bevorzugen Spiele mit Verpackungen
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flo-rida86
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Re: Großbritannien: 77 Prozent der Kunden bevorzugen Spiele mit Verpackungen
es liegt vorallem daran das es am pc kaum einen unterschied macht.was hat man am pc von einer retail version?abgesehen von ein paar ausnahmen wie tw3.NoCrySoN hat geschrieben:Als die Digitalisierung von Videospielen damals anfing war ich auch nicht gerade begeistert davon. jetzt kaufe ich jedoch schon seit einigen Jahren ausschließlich digital ein, abgesehen bei Konsolentiteln. Für mich ist es einfach, schnell, unkompliziert, platzsparend und auch wesentlich günstiger. Ich will es ehrlich gesagt nicht mehr missen.
daher heissts bei mir auch bei Konsolen(ausnahme sind jetzt z.b. die xbox titel die auch für win10 kommen) retail und am pc digital.
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CritsJumper
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Re: Großbritannien: 77 Prozent der Kunden bevorzugen Spiele mit Verpackungen
Das liegt einfach daran das wir Spieler bei einer "Verpackung" noch einen Gegenwert erhalten. Darauf achte ich beim Kauf aber auch sehr oft, zudem möchte ich auch Arbeitsplätze in der Region vor Ort unterstützen, genau wie eine Videothek und einen Buchladen statt nur den Online-Service Dienstleistern das Geld in den Rachen zu werfen. Was ich zugegeben aber auch noch mache. Zu oft sind die Öffnungszeiten einfach zu verführerisch.
Meine letzten Retail Spiele:
Rise of Tomb Raider, Worms WAMD, Mad Max, No Mans Sky, SF5, Uncharted 4, This War of Mine (Little Ones), AC Syndicate, Fallout 4,.... ich greife erst zu Downloads wenn diese weniger als 4 Euro kosten oder bei gog.com, quasi offline, ohne Account und DRM erhältlich sind.
Leider und das macht sich am DVD-Markt bereits bemerkbar kommen diverse Serien nur noch in Digitalform heraus. :/
Da hoffe ich einfach das die auch mal im Fernsehen laufen und aufgezeichnet werden können.
- monotony
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Re: Großbritannien: 77 Prozent der Kunden bevorzugen Spiele mit Verpackungen
auch wenn steam da immernoch die größte plattform ist, gibt es doch durchaus auch drm-freie alternativen, siehe gog und in teilen auch humble bundle.Todesglubsch hat geschrieben:Ah ja, PC zählt hier für mich garnicht mehr. Ein Spiel, welches ich eh an Steam knüppeln muss, brauch ich auch nicht auf Disk.NoCrySoN hat geschrieben:Als die Digitalisierung von Videospielen damals anfing war ich auch nicht gerade begeistert davon. jetzt kaufe ich jedoch schon seit einigen Jahren ausschließlich digital ein, abgesehen bei Konsolentiteln.
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johndoe1197293
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Re: Großbritannien: 77 Prozent der Kunden bevorzugen Spiele mit Verpackungen
Also ist für dich das Spielerlebnis intensiver, wenn du weißt, dass sich eine Disk im Laufwerk befindet und die Verpackung im Schrank steht? :wink:Xyt4n hat geschrieben:Ist für mich wie Essen bei Kerzenlicht. Essen ist das gleiche, aber man schmeckt es intensiver.
- Todesglubsch
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Re: Großbritannien: 77 Prozent der Kunden bevorzugen Spiele mit Verpackungen
Die großen Releases die eine Retailversion bekommen die nicht an Steam gebunden sind, kannste aber auch an einer Hand abzählenmonotony hat geschrieben: auch wenn steam da immernoch die größte plattform ist, gibt es doch durchaus auch drm-freie alternativen, siehe gog und in teilen auch humble bundle.
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holydürüm
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Re: Großbritannien: 77 Prozent der Kunden bevorzugen Spiele mit Verpackungen
Tja Studien und Umfragen sind aber nun halt mal nicht dasselbe wie die Realität.
Ersteres kann man wunderbar beeinflussen, so wie das Ergebnis sein soll - wer hätte denn gedacht dass dies so rauskommt wenn eine RETAILvereinigung (sprich solche die nur physische Versionen verkaufen) eine Studie in Auftrag gibt
Man will sich einfach selber rechtfertigen, obwohl der Tod nah ist 
Die Realität erfährt man, wenn man Spieleentwickler und Distributoren fragt. Da ist es nämlich genau umgekehrt bei den effektiven Verkäufen, im Schnitt 2/3 digital und 1/3 noch mit Verpackung. Beim PC ist es gar etwa 90% digital in den Industrieländern, bei Konsolen etwa 50/50. Einige Nostalgiker versuchen das zwar wegzuschreien, aber das ändert nichts an der Realität. Und vergesst nicht die Smartphones und Tablets - was umsatzmässig gesehen ein riesiger Spielemarkt ist: 100% digital!
Ich sage nicht das physische Versionen prinzipiell was schlechtes sind, jedem das seine (ich persönlich finde jedoch es ist Verschwendung von Ressourcen und generiert unnötigen Abfall). Der Lauf der Dinge lässt sich nicht aufhalten, schon gar nicht von Nostalgie. Die Zukunft ist digital, ob ihr wollt oder nicht.
Von kleineren Distributoren wie Daedalic weiss man, dass ihre Adventures in Verpackung reiner Goodwill für die Fans sind (sprich Marketing) - der Absatz ist minimal und im besten Fall deckt man lediglich die Kosten, wenn überhaupt. Geld verdient wird primär digital.
Ersteres kann man wunderbar beeinflussen, so wie das Ergebnis sein soll - wer hätte denn gedacht dass dies so rauskommt wenn eine RETAILvereinigung (sprich solche die nur physische Versionen verkaufen) eine Studie in Auftrag gibt
Die Realität erfährt man, wenn man Spieleentwickler und Distributoren fragt. Da ist es nämlich genau umgekehrt bei den effektiven Verkäufen, im Schnitt 2/3 digital und 1/3 noch mit Verpackung. Beim PC ist es gar etwa 90% digital in den Industrieländern, bei Konsolen etwa 50/50. Einige Nostalgiker versuchen das zwar wegzuschreien, aber das ändert nichts an der Realität. Und vergesst nicht die Smartphones und Tablets - was umsatzmässig gesehen ein riesiger Spielemarkt ist: 100% digital!
Ich sage nicht das physische Versionen prinzipiell was schlechtes sind, jedem das seine (ich persönlich finde jedoch es ist Verschwendung von Ressourcen und generiert unnötigen Abfall). Der Lauf der Dinge lässt sich nicht aufhalten, schon gar nicht von Nostalgie. Die Zukunft ist digital, ob ihr wollt oder nicht.
Von kleineren Distributoren wie Daedalic weiss man, dass ihre Adventures in Verpackung reiner Goodwill für die Fans sind (sprich Marketing) - der Absatz ist minimal und im besten Fall deckt man lediglich die Kosten, wenn überhaupt. Geld verdient wird primär digital.
- Balla-Balla
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Re: Großbritannien: 77 Prozent der Kunden bevorzugen Spiele mit Verpackungen
Da gehöre ich auch dazu und bezweifele etwas die 7,7%. Zumindest im Konsolenbereich dürfte der Wert da durchaus höher sein.Alter Sack hat geschrieben:Ich gehöre zu den 7,7% die Spiele auch gerne wieder verkaufen oder verleihen.
Vielleicht ist es auch besser, das nicht so laut zu sagen, sonst wird dieser kleine Luxus von der Industrie irgendwann gestrichen. Ich könnte niemals so viele Spiele an- oder durchspielen, wenn es den Gebrauchtmarkt nicht gäbe. bei einem echten 60er pro game würde für mich glatt ein Jahresurlaub dahingehen oder eben die Spielerfahrung. Dann müsste ich mich in der Zeit ja tatsächlich mit echten Menschen im RL beschäftigen - nicht auszudenken!
- Balla-Balla
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Re: Großbritannien: 77 Prozent der Kunden bevorzugen Spiele mit Verpackungen
Ja sicher, der Engländer als solcher steht ja gerne in der Schlange. Immerhin hast du das Klischee selbst bemerkt, auch wenn du es trotzdem benutzt, und führst als Beweis eine persönliche Einzelerfahrung an.Jondoan hat geschrieben:Die Englänger stehen halt gerne Schlangeklingt klischeehaft, ist aber wirklich so.
Genauso funktioniert das mit den Klischees und Vorurteilen, merkst du was?
Und bist gerade du nicht jemand, der diesbezüglich sofort moralisch verschnupft reagiert? Verzeih mir, sollte ich mich hier irren.
- Xyt4n
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Re: Großbritannien: 77 Prozent der Kunden bevorzugen Spiele mit Verpackungen
Ähm ja, das Spiel liegt mir dadurch mehr am Herzen. Ist wahrscheinlich genau so wie bei den Day1 Käufer.CryTharsis hat geschrieben:Also ist für dich das Spielerlebnis intensiver, wenn du weißt, dass sich eine Disk im Laufwerk befindet und die Verpackung im Schrank steht? :wink:Xyt4n hat geschrieben:Ist für mich wie Essen bei Kerzenlicht. Essen ist das gleiche, aber man schmeckt es intensiver.
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johndoe1197293
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Re: Großbritannien: 77 Prozent der Kunden bevorzugen Spiele mit Verpackungen
Das ist ja nochmal was anderes...Xyt4n hat geschrieben:Ähm ja, das Spiel liegt mir dadurch mehr am Herzen.CryTharsis hat geschrieben:Also ist für dich das Spielerlebnis intensiver, wenn du weißt, dass sich eine Disk im Laufwerk befindet und die Verpackung im Schrank steht? :wink:Xyt4n hat geschrieben:Ist für mich wie Essen bei Kerzenlicht. Essen ist das gleiche, aber man schmeckt es intensiver.
- Jondoan
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Re: Großbritannien: 77 Prozent der Kunden bevorzugen Spiele mit Verpackungen
Naja, an jedem Klischee ist auch ein bisschen was dran, sonst wäre es nicht so verbreitet. Allergisch reagiere ich nur darauf, wenn das ganze gefährliche Züge annimmt. In der Finanzwelt zB gibt und gab es schon immer viele Juden, aber erst wenn daraus "die Juden sind schuld für die Weltwirtschaftskrise wird", überschreitet man meiner Meinung nach eine Grenze. Da ich keine großen Bedenken habe, dass man das Volk der Engländer für ihr Schlangestehen verteufeln könnte, sehe es ich auch nicht als problematisch an, mit diesem Klischee zu hantieren.Balla-Balla hat geschrieben:Ja sicher, der Engländer als solcher steht ja gerne in der Schlange. Immerhin hast du das Klischee selbst bemerkt, auch wenn du es trotzdem benutzt, und führst als Beweis eine persönliche Einzelerfahrung an.Jondoan hat geschrieben:Die Englänger stehen halt gerne Schlangeklingt klischeehaft, ist aber wirklich so.
Genauso funktioniert das mit den Klischees und Vorurteilen, merkst du was?
Und bist gerade du nicht jemand, der diesbezüglich sofort moralisch verschnupft reagiert? Verzeih mir, sollte ich mich hier irren.
- Balla-Balla
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Re: Großbritannien: 77 Prozent der Kunden bevorzugen Spiele mit Verpackungen
Aha. Du bestimmst dann, wo die Grenze ist. So funktioniert das aber nicht, andere haben andere Grenzen und da muss man nicht mit den Extrembeispielen kommen.Jondoan hat geschrieben:Naja, an jedem Klischee ist auch ein bisschen was dran, sonst wäre es nicht so verbreitet. Allergisch reagiere ich nur darauf, wenn das ganze gefährliche Züge annimmt. In der Finanzwelt zB gibt und gab es schon immer viele Juden, aber erst wenn daraus "die Juden sind schuld für die Weltwirtschaftskrise wird", überschreitet man meiner Meinung nach eine Grenze. Da ich keine großen Bedenken habe, dass man das Volk der Engländer für ihr Schlangestehen verteufeln könnte, sehe es ich auch nicht als problematisch an, mit diesem Klischee zu hantieren.Balla-Balla hat geschrieben:Ja sicher, der Engländer als solcher steht ja gerne in der Schlange. Immerhin hast du das Klischee selbst bemerkt, auch wenn du es trotzdem benutzt, und führst als Beweis eine persönliche Einzelerfahrung an.Jondoan hat geschrieben:Die Englänger stehen halt gerne Schlangeklingt klischeehaft, ist aber wirklich so.
Genauso funktioniert das mit den Klischees und Vorurteilen, merkst du was?
Und bist gerade du nicht jemand, der diesbezüglich sofort moralisch verschnupft reagiert? Verzeih mir, sollte ich mich hier irren.
Wie schaut´s denn aus mit: Die Juden sind geldgeil? Aus historischen Gründen waren viele Juden Banker, Banker sind geldgeil, liegt in der Natur des Jobs, also ist die erste Aussage ja wohl logisch begründet, oder? Natürlich ist das bullshit, hört sich aber erst mal fein an und wird dann genutzt, um eine ganze Gruppe von Menschen zu diffamieren.
Natürlich war deine Aussage eher harmlos. Hm, wirklich? Man könnte auch hineindeuten, dass die Engländer (hoppla, jetzt sind wir schon bei allen) dumm und gierig sind, sieht man ja, weil sie sogar bei miesem Wetter in irgendwelchen Schlangen herumstehen. Wer so bescheuert ist, kann ja auch sonst nix taugen und liegt definitiv somit in der Wertung unter dem eigenen Volk (und schon haben wir das Volk im Spiel), dem man ja selbst angehört, weil Gott es eben so wollte.
Entweder du verzichtest selbst auf Pauschalisierungen oder gestehst sie auch anderen zu. Seine eigenen dann zu relativieren, macht es nur schlimmer.
Wobei ich persönlich da gar nicht so verbissen bin, jeder Mensch weltweit hat seine Vorurteile und ist deshalb nicht unbedingt ein hater. Die Grenzen dazu sind allerdings fliessend, da hilft es nur sehr aufmerksam zu sein und vor allem, bei sich selbst damit anzufangen.
So, Wort zum Dienstag, ich geh jetzt völlig ohne pc ne Runde virtuell metzeln. Frauen, Männer, Schwule, Schwarze - alles, was der Lara C eben so vor die Flinte läuft. Obwohl, Frauen sind beim Soldatenfussvolk da nicht bei, genau sowenig, wie ich Schwule identifizieren konnte. Ist das dann nicht wiederum sehr einseitig? Ahhhhhrggggg.....
- Jondoan
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Re: Großbritannien: 77 Prozent der Kunden bevorzugen Spiele mit Verpackungen
Irgendwie mit dem falschen Fuß aufgestanden? Heute auf krawall gebürstet oder so? Vielleicht erklärst du mir auchmal, was du damit meinst "anderen ihre Pauschalisierungen ebenfalls zuzugestehen". Bezieht sich das auf einen älteren Beitrag von mir? Sorry, weiß nicht was du meinst, etwas Aufklärung wäre nett...Balla-Balla hat geschrieben:Aha. Du bestimmst dann, wo die Grenze ist. So funktioniert das aber nicht, andere haben andere Grenzen und da muss man nicht mit den Extrembeispielen kommen.Jondoan hat geschrieben:Naja, an jedem Klischee ist auch ein bisschen was dran, sonst wäre es nicht so verbreitet. Allergisch reagiere ich nur darauf, wenn das ganze gefährliche Züge annimmt. In der Finanzwelt zB gibt und gab es schon immer viele Juden, aber erst wenn daraus "die Juden sind schuld für die Weltwirtschaftskrise wird", überschreitet man meiner Meinung nach eine Grenze. Da ich keine großen Bedenken habe, dass man das Volk der Engländer für ihr Schlangestehen verteufeln könnte, sehe es ich auch nicht als problematisch an, mit diesem Klischee zu hantieren.Balla-Balla hat geschrieben: Ja sicher, der Engländer als solcher steht ja gerne in der Schlange. Immerhin hast du das Klischee selbst bemerkt, auch wenn du es trotzdem benutzt, und führst als Beweis eine persönliche Einzelerfahrung an.
Genauso funktioniert das mit den Klischees und Vorurteilen, merkst du was?
Und bist gerade du nicht jemand, der diesbezüglich sofort moralisch verschnupft reagiert? Verzeih mir, sollte ich mich hier irren.
Wie schaut´s denn aus mit: Die Juden sind geldgeil? Aus historischen Gründen waren viele Juden Banker, Banker sind geldgeil, liegt in der Natur des Jobs, also ist die erste Aussage ja wohl logisch begründet, oder? Natürlich ist das bullshit, hört sich aber erst mal fein an und wird dann genutzt, um eine ganze Gruppe von Menschen zu diffamieren.
Natürlich war deine Aussage eher harmlos. Hm, wirklich? Man könnte auch hineindeuten, dass die Engländer (hoppla, jetzt sind wir schon bei allen) dumm und gierig sind, sieht man ja, weil sie sogar bei miesem Wetter in irgendwelchen Schlangen herumstehen. Wer so bescheuert ist, kann ja auch sonst nix taugen und liegt definitiv somit in der Wertung unter dem eigenen Volk (und schon haben wir das Volk im Spiel), dem man ja selbst angehört, weil Gott es eben so wollte.
Entweder du verzichtest selbst auf Pauschalisierungen oder gestehst sie auch anderen zu. Seine eigenen dann zu relativieren, macht es nur schlimmer.
Wobei ich persönlich da gar nicht so verbissen bin, jeder Mensch weltweit hat seine Vorurteile und ist deshalb nicht unbedingt ein hater. Die Grenzen dazu sind allerdings fliessend, da hilft es nur sehr aufmerksam zu sein und vor allem, bei sich selbst damit anzufangen.
So, Wort zum Dienstag, ich geh jetzt völlig ohne pc ne Runde virtuell metzeln. Frauen, Männer, Schwule, Schwarze - alles, was der Lara C eben so vor die Flinte läuft. Obwohl, Frauen sind beim Soldatenfussvolk da nicht bei, genau sowenig, wie ich Schwule identifizieren konnte. Ist das dann nicht wiederum sehr einseitig? Ahhhhhrggggg.....
ansonsten: ja, ich und kein anderer ziehe die Grenze, worüber ICH rede. Wenn ich das für angemessen befinde, dann sage ich es auch. Man darf da gerne anderer Meinung sein. "Viele Juden sind Banker" ist ein Fakt "viele Juden sind geldgeil" ist eine Wertung. Es ist klar definiert, was "ein Banker" ist - "geldgeil" hingegen lässt viel Raum für Interpretationen. Bin ich geldgeil, weil ich einen Job will, in dem ich etwas mehr verdiene? Bedeutet "geldgeil" automatisch "schlechter Mensch" oder lässt sich das auch mit anderen, positiven Attributen vereinen ("geldgeil, aber sozial"). Dein Beispiel, dass man die Engländer für ihr Faible, gerne Schlange zu stehen, gleich als "dumm und gierirg" bezeichnet, ist schon sehr weit hergeholt ... wer so eine Denke kann, dem kann auch die absolut lupenreinste PC Sprache nicht mehr retten. Trotzdem noch viel Spaß beim Schwule, Frauen und Schwarze töten
- Balla-Balla
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Re: Großbritannien: 77 Prozent der Kunden bevorzugen Spiele mit Verpackungen
Sei´s drum. Ich denke so weit sind wir gar nicht auseinander nur habe ich dich eben etwas provoziert, um einen Punkt klar zu machen, der mir wichtig ist. Wir werfen anderen Pauschalisierungen vor, machen diese aber eben auch selbst. Wir wissen aber nicht, wie das auf andere wirkt, auch wenn wir für uns die Grenzen kennen.Jondoan hat geschrieben:Balla-Balla hat geschrieben:Jondoan hat geschrieben:
...
Letztlich erhoffe ich mir nur ein gegenseitiges Nachdenken und Verstehen. Das heisst nicht, dass ich jeden Nazi toleriere aber vielleicht, nicht jedem, den ich nicht verstehe, mal geschwind dieses Attribut verpasse, um mal bei einem aktuellen Stereotyp zu bleiben.
Die Polarisierung in der Gesellschaft wird immer krasser, was man auch hier im Forum sieht. Warum gibt es fanboys? Auch noch für so etwas bescheuertes wie ein technisches Gerät oder ein videogame.
Keine Sorge, damit meine ich nicht dich, habe aber deinen post als Anlass genommen. Und nochmals keine Sorge, bin mir durchaus bewusst, dass auch meine Position anfechtbar ist, nicht selten werde ich dafür auch hier zurechtgestutzt oder man versucht es zumindest.
Diese Zuspitzung in Lager, wo man für die Argumente der Gegenseite blind wird, hat noch keiner Gesellschaft gut getan. Ich bin kein Politiker, kann nur in meinem Umfeld agieren, wozu eben dieses Forum manchmal auch gehört.
Have a nice day, though.
