Naughty Dog: Amy Hennig (Uncharted) über harte Arbeitsbedingungen: "Ich weiß nicht, ob ich jemals weniger als 80 Stunden pro Woche gearbeitet habe"

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lAmbdA
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Re: Naughty Dog: Amy Hennig (Uncharted) über harte Arbeitsbedingungen: "Ich weiß nicht, ob ich jemals weniger als 80 Stu

Beitrag von lAmbdA »

Liesel Weppen hat geschrieben:Wenn dir ein Marketingmensch irgendwas verkauft, was in 3 Monaten fertig sein soll, ohne mit dem Ingenieur zu reden, ob das in 3 Monaten überhaupt realisierbar ist, vielleicht weil er denkt "das ist ja gar nicht so komplex", dann kommt halt Mist raus.
Und wenn der Kunde dann noch wie ein kleine Kind mit dem Fuß aufstampft "ich will das aber in spätestens 2 Monaten", und der ahnungslose BWLer seinen Job fürchtet, wenn er das jetzt nicht verkauft kriegt, dann ist die Misere schon da und die A-Karte haben die anderen.
Aber das ist doch per Definition Inkompetenz. Wäre er kopetent, würde er ihm den popo küssen um zeit zu schindem, derweil mit dem Ingenieur reden und dann 4 Monate so verkaufen, dass der Kunde glaubt, es wäre das beste Angebot, das er jemals hatte.
Wenn du Mist baust, gehst du doch auch nivht zu dem hin und sagst :"tja, hab n bisschen Rum gegoofed, geh du mal das we Überstunden im beliebt sein machen. Sehen uns in 2 Wochen, mein Flieger un die Bahamas geht gleich."
CritsJumper
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Re: Naughty Dog: Amy Hennig (Uncharted) über harte Arbeitsbedingungen: "Ich weiß nicht, ob ich jemals weniger als 80 Stu

Beitrag von CritsJumper »

IAmbdA, das Problem ist das jeder von seiner Warte aus das ganze beurteilt und bewertet. Vorher schaut jeder Teilnehmer in seine Karten und schätzt das Potential ab. Im Grunde sind die Familienlosen halt einfach bereit mehr Zeit in ein solches Projekt zu stecken als die Menschen ohne Familie oder nahe Bezugspersonen. Die machen das einfach. Komme was wolle und damit steht das Projekt nun mal in Konkurrenz. Warum machen die das? Weil sie denken es ist Sinnvoll und bringt etwas wirklich wichtiges voran. Aber genau das macht es auch und das Projekt ist nachher weiter, beziehungsweise Zeitlich verkürzt fertig.


Ich denke da kann man absolut nichts machen. Solange jeder seinen Lohn bekommt ist das auch in Ordnug. Hier hätte Amy Henning halt auch die Reißleine ziehen können, hat sie aber nicht. Ganz nebenbei glaube ich ihr das auch nicht sie hat wahrscheinlich weniger gearbeitet und das einfach so überschlagen. Dennoch. Es bleibt jedem selber überlassen, das ist wohl auch Genetisch so gewollt. Deswegen weine ich dem aber auch keiner Träne nach und das ist wohl einfach richtig so.
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Sabrehawk
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Re: Naughty Dog: Amy Hennig (Uncharted) über harte Arbeitsbedingungen: "Ich weiß nicht, ob ich jemals weniger als 80 Stu

Beitrag von Sabrehawk »

Tja die totale Ausbeutung..in einem Land wo man die Wahl hat...SELBST SCHULD , Kein Mitleid und übrigens eher auch totale Verachtung denn dieser Typ Arbeitnehmer unterhöhlt mit seinem verantwortunglosen "Hero Worker" Habitus die Errungenschaften der Arbeiterschaft in Sachen Arbeitszeitgesetzen und dort wo diese anzuwenden sind handeln er und Firma hochgradig illegal,...und im FAlle von gewissen "freiberuflichen" (zu deutsch:Scheinselbständigen) zwingt er andere sich diesem bescheuerten Verhalten anzuschliessen um konkurrenzfähig zu bleiben. Dazu ist sowas auch noch in den Fällen wo Gesetze unterwandert werden hochgradig ASOZIAL und Wettbewerbsschädigend. Es ist ja nicht so, daß die Leute sich dagegen hätten wehren wollen...nee die finden das total NORMAL und angemessen.
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sphinx2k
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Re: Naughty Dog: Amy Hennig (Uncharted) über harte Arbeitsbedingungen: "Ich weiß nicht, ob ich jemals weniger als 80 Stu

Beitrag von sphinx2k »

Liesel Weppen hat geschrieben:
sphinx2k hat geschrieben:Jap leider recht normal in der Branche und auch anderen.
Nope, ist überhaupt nicht "normal" und wird auch bei weitem nicht überall verlangt.
80h Woche ist hierzulande sogar komplett undenkbar. Wer das (freiwillig) macht, bringt sich ggf. sogar selbst und seinen AG noch in Teufelsküche. Auch wenn man mit Herzblut dran hängt, und das gerne macht.
Auf Dauer verbrennt man so nur seine Mitarbeiter, im wahrsten Sinne des Wortes.
Ja normal sollte das nicht sein. Leider kommt es wohl trotzdem zu häufig vor das in der Spiele Branche Arbeitnehmer ehr eine Ware darstellen. Wenn man in Deutschland bleiben möchte muss man sich mal Crytek oder Goodgame Studios anschauen. CD Project hatte über ein halbes jahr eine krasse Crunsh Time für Witcher 3. Wenn man die News der letzten Jahre verfolgt sieht hab ich schon ehr den Eindruck das es leider normal ist.

Schaut man sich mal komplett in anderen Bereichen um. Handwerker, da ist es Teilweise normal das der 8 Stunden Tag im Vertrag gerne in einen 12 Stunden Tag verwandelt wird, von denen dann nur 10 auf dem Stundenzettel bleiben.
Oder wie viele Firmen erlauben Überstunden ohne das wirklich Not am Mann ist? Wenn ich mich umschaue wie viele Überstunden Teilweise im Freundeskreis angesammelt werden. Die machen das Freiwillig keine Frage. Aber 1. der Arbeitgeber tut es absichtlich nicht stärker deckeln. 2. Wird das gemacht damit man wenn mal wieder stellen Wegfallen besser darsteht -> Unterschwellige Angst die zur Arbeit antreibt.
sphinx2k hat geschrieben: Siehe Apple und andere Silicon valley Firmen die ihren Weiblichen Mitarbeiterinnen die Konservierung deren Eizellen anbieten damit diese irgendwann viel Später ihre Kinder bekommen können wenn ihre Biologie Uhr ehr "Nein" sagt.
Das ist ein ganz anderes Thema und hab absolut nichts mit 80h/Wochen zu tun.
Wenn eine Frau Kinder kriegt, ist die schnell mal ein Jahr komplett weg. Das ist ein ganz anderer "Ausfall". Und der kann auch für den AN sehr schlecht sein, denn wenn man aus dieser Branche mal ein Jahr komplett weg ist, kriegt man nachher nicht selten enorme Probleme um den Anschluss wiederzukriegen. In einem Jahr passiert da halt verdammt viel.
Für mich ist da einfach nur ein weiteres Beispiel dafür wie die "Life / Work Balance" immer mehr aus dem Ruder läuft.
sphinx2k hat geschrieben: Ein hoch auf Chefs und Firmen die noch normal ticken, wo Überstunden nicht normal sondern eine Ausnahme sind.
Meiner Erfahrung nach, sind da zu einem guten Teil auch die Arbeiter selbst schuld. Ich sehe das leider vorallem bei vielen jungen Kollegen. Die denken häufig, dass ist gut, und wenn sie sich 80h/Woche totrackern, das Projekt dadurch im Alleingang retten und gar nicht merken, dass sie nach 14h/Arbeitstag mehr Müll bauen, als nützen.
Bis sie dann nach 1-3 Jahren irgendwann zusammenbrechen.
Siehe oben, der Arbeitgeber Toleriert das verhalten offensichtlich und nimmt das in kauf was seine Angestellten sich selbst antun.

Nochmal Überstunden in Ausnahmefällen sehe ich als vollkommen OK an, Jeden 2 Tag Überstunden weil die Arbeit sonst nicht zu schaffen ist -> nicht OK. Sie sollten nicht die Regel sein. Einen Monat Crunshtime, weil das Spiel das 3 Jahre in Entwicklung war noch Feinschliff braucht -> OK. Ein halbes Jahr -> nicht OK

Jemand der Freiwillig 80 Stunden Wochen über einen längeren Zeitraum schmeißt solltes ich überlegen mal nen Psychiater aufzusuchen. Das ist schon ehr ne Störung als normal.
DitDit
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Re: Naughty Dog: Amy Hennig (Uncharted) über harte Arbeitsbedingungen: "Ich weiß nicht, ob ich jemals weniger als 80 Stu

Beitrag von DitDit »

Aurellian hat geschrieben:
casanoffi hat geschrieben:Ein Problem, dass ich als Mediengestalter in meiner Branche sehr gut kenne.

Ich habe selbst zwischen 18 und 25 regelmäßig 80 Stunden pro Woche gearbeitet, manchmal 2 bis 3 Monate am Stück ohne einen einzigen freien Tag. Aber das sah man mir nach solchen Phasen auch deutlich an und ich konnte nach diesen Phasen auch immer die notwendige Pause einlegen (4 bis 5 Wochen Urlaub). Ohne diese Pausen wäre ich wahrscheinlich entweder mit 30 an einem Herzinfarkt gestorben oder in einer psychiatrischen Anstalt gelandet.
Ich vermute, dass das wenigstens bei den "Kopfarbeiten" (vielleicht weniger bei körperlichen Arbeiten, kA) eine ganz allgemeine Sache ist. Persönlich kenne ich es aus der Wissenschaft, wo die Leute als Doktoranden einen halben Vertrag kriegen und dann je nach Arbeitsgruppe trotzdem gern mal 60+ Stunden die Woche arbeiten. Postdocs ähnlich, nur dann mit etwas höherem Gehalt. Von einem Bekannten, der bei einer großen Anwaltskanzlei arbeitet, habe ich genauso die Geschichte von 12-Stunden-Schichten gehört. Der kriegt dann zwar immerhin ein entsprechendes Gehalt, aber das wär's mir nicht wert.
ich arbeite in der IT in einem Forschungsinstitut der Uni. Die meisten Angestellten sind Doktoranden und Postdocs.
Ja sie haben 50-60 Stunden Wochen, aber die sind eigentlich bis auf wenn manche Deadlines eingehalten werden müssen ziemlich entspannt für die. Meiste Zeit geht für Mettings, Planungsgruppen, Sitzungen mit ihren Hiwis, Gespräche, Seminare, Kurse drauf.
Fast alle die ich kenne haben riesiege Probleme ihre Urlaubstage abzubauen, damit sie nicht verfallen, da sie immer fast bei 100 Stück sind. Und wenn ich die Frage warum, heißt es das sie eigentlich keinen brauchen, weil sie min. alle zwei Monate mal eine Woche irgendwo auf der Welt bei einem Seminar oder einer Veranstaltung Teilnehmen, wo es keine Kosten für die gibt man aber z.b. eine Woche auf den Malediven verbringt (klar mit Workshops und Vorträgen aber auch viel Freizeit).

Daher würden mich die Umstände von Frau Hennig schon interessieren, wie man jahrelang 80 Stunden Wochen packen soll.

Von harter Arbeit, schlechter Bezahlung, harte Arbeitsbedingungen und mieser Behandlung, das die Menschen nur kaputt macht bin ich auch kein Fan von.
Sollte in einer perfekten Welt niemand erleiden müssen. Leider ist das nicht wahr.
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Mr_v_der_Muehle
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Re: Naughty Dog: Amy Hennig (Uncharted) über harte Arbeitsbedingungen: "Ich weiß nicht, ob ich jemals weniger als 80 Stu

Beitrag von Mr_v_der_Muehle »

Da kein Wort über den neuen Arbeitgeber verloren wird, schätze ich das als kleines Nachtreten in Richtung ND ein. Auch wenn es bewusst nicht so formuliert wurde.

Solche Äußerungen würde ich in dieser Position anders angehen. Was macht sie denn dagegen? Wie läuft es denn aktuell bei EA? Gibt es da einen Betriebsrat bzw. eine Gewerkschaft für den sie sich einsetzt? Das ist für Leute, die in diesem Hamsterrad ohne ihr Gehalt gefangen sind, bestimmt sehr motivierend. (Und da scheint es ja bei EA/Visceral ja auch einige unter ihr zu geben)

Verstöße gegen Arbeitsschutz und Menschenrecht müssen in vielen Ländern nicht geduldet werden, sondern können protokoliert und vor Gericht gebracht werden.
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Erdbeermännchen
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Re: Naughty Dog: Amy Hennig (Uncharted) über harte Arbeitsbedingungen: "Ich weiß nicht, ob ich jemals weniger als 80 Stu

Beitrag von Erdbeermännchen »

Tja 80 Stunden die Woche ist schon hart! Ich komme bei den stressigsten Projekten meist nur auf 60-70.
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hubertsn
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Re: Naughty Dog: Amy Hennig (Uncharted) über harte Arbeitsbedingungen: "Ich weiß nicht, ob ich jemals weniger als 80 Stu

Beitrag von hubertsn »

Eirulan hat geschrieben:Und hier sollten wir alle uns auch mal an die eigene Nase fassen, wenn wir wieder mal einen Shitstorm loslassen, weil ein Projekt verschoben wird... Wir sind ein nicht unerheblicher Teil des Problems imho
Sehe ich auch so und der andere Teil ist der Perfektionist in den Entwicklern. Man will das "Maximum" aus seinem Projekt rausholen und sieht bis zum ReleaseTag (und darüber hinaus) noch 1.000 Dinge die man ändern könnte. So habe ich es zumindest bisher bei meinen eigenen Projekten erlebt und deshalb selbstständig sehr viel Zeit und Energie darin investiert. Folgendes Zitat habe ich bisher noch nicht dafür berücksichtigt.

"Perfektion ist nicht dann erreicht, wenn es nichts mehr hinzuzufügen gibt, sondern wenn man nichts mehr weglassen kann." - Antoine de Saint-Exupéry

Oder nach Oli Kahn:
"Nach Perfektion zu streben, sich ihr annähern zu wollen ist okay, aber nicht, sie tatsächlich erreichen zu wollen. Wer das nicht versteht, wird ewig unzufrieden und unglücklich sein."
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sphinx2k
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Re: Naughty Dog: Amy Hennig (Uncharted) über harte Arbeitsbedingungen: "Ich weiß nicht, ob ich jemals weniger als 80 Stu

Beitrag von sphinx2k »

hubertsn hat geschrieben:
Eirulan hat geschrieben:Und hier sollten wir alle uns auch mal an die eigene Nase fassen, wenn wir wieder mal einen Shitstorm loslassen, weil ein Projekt verschoben wird... Wir sind ein nicht unerheblicher Teil des Problems imho
Sehe ich auch so
Die Sache ist es gibt kein "wir" ega ob Spieler, Internet Nutzer, etc ist ist nunmal keine Entität. Nur weil ein winziger Bruchteil Fanatiker und Vollspaten sind sollte man sich nicht von denen an den Karren Pissen lassen.
und der andere Teil ist der Perfektionist in den Entwicklern. Man will das "Maximum" aus seinem Projekt rausholen und sieht bis zum ReleaseTag (und darüber hinaus) noch 1.000 Dinge die man ändern könnte. So habe ich es zumindest bisher bei meinen eigenen Projekten erlebt und deshalb selbstständig sehr viel Zeit und Energie darin investiert. Folgendes Zitat habe ich bisher noch nicht dafür berücksichtigt.
Wir leben aber nun mal nicht in einer Idealen Welt wo man auch Problemlos ohne Arbeit leben kann. Wenn man als Einzelentwickler oder 2 - 3 Mann Team sagt wir haben Spaß dran und Buckeln bis etwas Perfekt ist, ist das etwas ganz anderes als wenn man als Chef so denkt und alle das mitzutragen haben oder sich eine neue Stelle suchen müssen.
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Re: Naughty Dog: Amy Hennig (Uncharted) über harte Arbeitsbedingungen: "Ich weiß nicht, ob ich jemals weniger als 80 Stu

Beitrag von flo-rida86 »

Wau über harte Arbeitszeiten beschweren aber von sony(ND) zu ea(visceral)wechseln wo ist da die Logik?
flo-rida86
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Re: Naughty Dog: Amy Hennig (Uncharted) über harte Arbeitsbedingungen: "Ich weiß nicht, ob ich jemals weniger als 80 Stu

Beitrag von flo-rida86 »

VincentValentine hat geschrieben:Wie schon erwähnt ist das ein generelles Problem der Videospielindustrie - Vor allem im AAA Bereich.
Ansich sind viele Überstunden überall fast normal das ist nicht nur bei der videospiel Industrie so.
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hubertsn
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Re: Naughty Dog: Amy Hennig (Uncharted) über harte Arbeitsbedingungen: "Ich weiß nicht, ob ich jemals weniger als 80 Stu

Beitrag von hubertsn »

sphinx2k hat geschrieben:Wenn man als Einzelentwickler oder 2 - 3 Mann Team sagt wir haben Spaß dran und Buckeln bis etwas Perfekt ist, ist das etwas ganz anderes als wenn man als Chef so denkt und alle das mitzutragen haben oder sich eine neue Stelle suchen müssen.
Dem kann ich nur zustimmen, es sollte keiner unter dem Perfektionismus eines anderen leiden müssen.
Aber auch der Perfektionist selbst leidet darunter. Ich unterstelle jetzt Amy Henning einer zu sein und sie hat ihre Opfer dafür aufgezählt, wie kaum Freizeit und Karriere statt Familie. Und ob es das wert ist, hat sie mit einem nein beantwortet.
Perfektionismus ist auf Dauer schädlich für alle Beteiligten und stellt einen starken Druck von innen dar.
Das "wir", da sehe ich die Spieler, stellen den Druck von außen dar. Das Niveau von Spielen wird immer höher und mit weniger will sich kaum einer zufrieden geben. Die magischen Worte in einem Test lauten "aber das ist Kritik auf hohem Niveau", dann kann man damit zufrieden sein.
Als Entwickler muss man nun dem Druck von außen und innen standhalten, einen so starkes Selbstvertrauen haben, dass das bisher Geleistete gut ist, man nicht noch mehr Arbeit reinstecken muss.

Ist es möglich Spiele, die als Meisterwerk angesehen werden, auch ohne krankhaftem, aufopferndem Perfektionismus zu erschaffen?
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Re: Naughty Dog: Amy Hennig (Uncharted) über harte Arbeitsbedingungen: "Ich weiß nicht, ob ich jemals weniger als 80 Stu

Beitrag von .HeldDerWelt. »

Temeter  hat geschrieben:In Sony's Sklavenschinderei...
Aha, die Leute werden also nicht bezahlt?
Kaaruzo
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Re: Naughty Dog: Amy Hennig (Uncharted) über harte Arbeitsbedingungen: "Ich weiß nicht, ob ich jemals weniger als 80 Stu

Beitrag von Kaaruzo »

Wurde die Frau gezwungen bei Naughty Dog zu arbeiten?

Wurde die Frau gezwungen solche Überstunden zu schieben?

Die Antwort auf beide Fragen lautet doch wohl: Nein, wurde sie nicht.

Also wo ist das Problem?
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Saith*Masu*
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Re: Naughty Dog: Amy Hennig (Uncharted) über harte Arbeitsbedingungen: "Ich weiß nicht, ob ich jemals weniger als 80 Stu

Beitrag von Saith*Masu* »

Ich weiss das diese Arbeitszeiten in Crunch Times, also vor Release eines Games recht üblich sind. Nichtsdestotrotz sind solcherlei Zeiten einfach abnormal und können auch für einen normalen Menschen nicht für lange durchgehalten werden.