Naughty Dog: Amy Hennig (Uncharted) über harte Arbeitsbedingungen: "Ich weiß nicht, ob ich jemals weniger als 80 Stunden pro Woche gearbeitet habe"
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- SethSteiner
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Re: Naughty Dog: Amy Hennig (Uncharted) über harte Arbeitsbedingungen: "Ich weiß nicht, ob ich jemals weniger als 80 Stu
@Chris
Und ich denke man macht sich da etwas vor. Dieses BullshitJobs auf der einen Seite und Superjobs auf der anderen, die halt unterschiedlich viel Zeit beanspruchen hat doch etwas sehr elitäres. Ja ich weiß, du sagst natürlich dass du von Extremen sprichst und dennoch, es ist irrelevant von was für einer Arbeit wir sprechen. Überstunden sind etwas normales, das vorkommen kann aber mehr Arbeitszeit als 8 Stunden ist fordert seinen Tribut, gesundheitlich wie sozial und genau deswegen, hat man eigentlich Gesetze eingeführt, um die Arbeitszeit zu beschränken. Gleichzeitig gibt es natürlich die Möglichkeit für eben diese Momente das 4 oder 8 Jahresprojekt fertig zu kriegen Möglichkeiten. In diesem und sicher in anderen Fällen, nutzt man aber keine Möglichkeiten mehr, sondern nutzt die Menschen gnadenlos aus. Und ich bin mir sicher da werden dieselben Argumente genutzt, da heisst es dann "Ja aber du hast dich ja freiwillig dafür entscheiden", "Die anderen beschweren sich auch nicht, du bist einfach zu weich", "Du verdienst doch ordentlich, du kannst ja zu McDonalds gehen, wenn es dir nicht passt". All das schafft natürlich Druck und Stress, der Kritik möglichst früh im Keim erstickt.
Und ich denke man macht sich da etwas vor. Dieses BullshitJobs auf der einen Seite und Superjobs auf der anderen, die halt unterschiedlich viel Zeit beanspruchen hat doch etwas sehr elitäres. Ja ich weiß, du sagst natürlich dass du von Extremen sprichst und dennoch, es ist irrelevant von was für einer Arbeit wir sprechen. Überstunden sind etwas normales, das vorkommen kann aber mehr Arbeitszeit als 8 Stunden ist fordert seinen Tribut, gesundheitlich wie sozial und genau deswegen, hat man eigentlich Gesetze eingeführt, um die Arbeitszeit zu beschränken. Gleichzeitig gibt es natürlich die Möglichkeit für eben diese Momente das 4 oder 8 Jahresprojekt fertig zu kriegen Möglichkeiten. In diesem und sicher in anderen Fällen, nutzt man aber keine Möglichkeiten mehr, sondern nutzt die Menschen gnadenlos aus. Und ich bin mir sicher da werden dieselben Argumente genutzt, da heisst es dann "Ja aber du hast dich ja freiwillig dafür entscheiden", "Die anderen beschweren sich auch nicht, du bist einfach zu weich", "Du verdienst doch ordentlich, du kannst ja zu McDonalds gehen, wenn es dir nicht passt". All das schafft natürlich Druck und Stress, der Kritik möglichst früh im Keim erstickt.
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CritsJumper
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Re: Naughty Dog: Amy Hennig (Uncharted) über harte Arbeitsbedingungen: "Ich weiß nicht, ob ich jemals weniger als 80 Stu
Was meinst du mit in der Pflege? Also wenn du Krankenpflege oder Pflege von alten Menschen meinst oder Kinderbetreuung oder Bildung. Dann liegst du falsch was ich mit Bullshit-Job meine. Hier (On the Phenomenon of Bullshit Jobs - David Graeber). Gemeint sind Jobs auf denen sich die Arbeitenden so fühlen als erfüllen sie absolut keine wichtige Aufgabe. Jobs die wie aufgesetzt wirken. Man wird bezahlt, hat auch einiges zu "tun". Aber naja lies einfach mal selber vorbei.Objection! hat geschrieben:Ein Bullshit-Job in der Pflege ist viel wertvoller als irgendein Spieleautor oder Programmierer, oder dergleichen. Videospiele braucht kein Mensch, also sind das da eigentlich viel eher die Bullshit-Jobs.ChrisJumper hat geschrieben:Seth ich denke das Problem dabei ist das diese 8 Stunden für diese vielen Menschen die sogenannte Bullshit-Jobs haben, halt einfach zu lang ist.
- EllieJoel
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Re: Naughty Dog: Amy Hennig (Uncharted) über harte Arbeitsbedingungen: "Ich weiß nicht, ob ich jemals weniger als 80 Stu
Nicht wirklich tlou und uncharted 4 hatten viel besseres pacing. so kam es einen nicht so vor wie eine hirnlose schießbude. von mir aus kannst du uncharted 1-3 bis in alle tage in den Himmel loben es kann auch sein das es vor 7 Jahren mal der letzte Schrei war aber vom heutigen Standpunkt aus muss ich sagen sind es einfach mittelmäßige Spiele. Schlechtes Pacing die Ballereien sind viel zu lang mit viel zu vielen Gegnerhorden das war dort schlimmer als bei call of duty.Hokurn hat geschrieben:Natürlich kann man Uncharted 1-3 scheiße finden, aber deine Art von Argumenten kann man auf nahezu jedes Spiel münzen. So hab ich auch ganz schnell aus TLOU und Uncharted 4 ein schlechtes Spiel gemacht. Oder wenn ich mein aktuellsten Fehlkauf nehme halt Diablo 3....EllieJoel hat geschrieben:pleijas hat geschrieben:
Gehörst wohl zu den wenigen. Für viele ist die Reihe ein Meisterwerk.
Wenn man 4-5 Stunden lang gegen Gegnerwellen ballern als "Meisterwerk" empfindet scheint der Anspruch an einen solchen Titel nicht besonders hochzuliegen. Musste mich noch nie durch ein Spiel so durchquälen wie bei Uncharted 1-3. Stupide , Langweilig würde mir dazu einfallen. Gott sei Dank hat ND mit TLOU und Uncharted 4 wieder klasse gezeigt. Aber viele Sonyboys schaffen ja noch das klapprigste Spielegerüst in den Spieleolymp zu tragen. In meinen Freundeskreis bin ich der einzige der es je geschafft hat sich durch die Teile durchzuquälen alle anderen haben nach kurzer Zeit frustriert aufgegeben.
Und da seit die Frau weg ist ND wieder richtig klasse Spiele macht die sich auch wieder nach was besonderen anfühlen bin ich froh das die Frau weg ist das ist alles was ich sagen wollte :wink:
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CritsJumper
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Re: Naughty Dog: Amy Hennig (Uncharted) über harte Arbeitsbedingungen: "Ich weiß nicht, ob ich jemals weniger als 80 Stu
Ich denke du sprichst sehr viele wichtige Punkte an. Auch gut möglich das sich die Menschen in solchen Beschäftigungsverhältnissen auch etwas vor machen. Andererseits bin ich mir bei dieser Amy Henning auch nicht wirklich sicher... - ganz allgemein ohne es auf sie zu beziehen. Könnte es auch sein das es zuvor ein normaler Job war, jemand anders dafür einfach die doppelte Zeit braucht, weshalb aus einem normalen Job schon mal ein 11 Stunden Job werden kann.SethSteiner hat geschrieben:Und ich denke man macht sich da etwas vor. Dieses BullshitJobs auf der einen Seite und Superjobs auf der anderen, die halt unterschiedlich viel Zeit beanspruchen hat doch etwas sehr elitäres. Ja ich weiß, du sagst natürlich dass du von Extremen sprichst und dennoch, es ist irrelevant von was für einer Arbeit wir sprechen. Überstunden sind etwas normales,...
Ok das klingt jetzt wieder zu Elitär und zu Übel. Am besten ist natürlich man hält einfach die normalen Stundeneziten ein und hat auch die Überstunden mit auf dem Schirm. Aber es gibt halt viele Projekte bei denen "bis zum nächsten Tag". Noch die Deadline erfüllt werden muss. Kommt das ein mal vor ok, kommt das zwei mal vor auch noch ok. Als Dauerzustand natürlich untragbar. Aber auch Untragbar wenn neue Jobs geschaffen werden und dann sind alle nicht mehr ausgelastet oder Kosten zu viel Geld. Generell wird es halt überschätzt das man einfach "drei neue Personen" einstellen kann, als auch Krankenzeiten und Mutterurlaub, als auch Urlaub zu kompensieren. In größeren Unternehmen mit Personalbranche ist das natürlich schon einfacher, als bei kleinen Unternehmen, Unternehmen mit Session-Kräften oder halt wenn man Versucht Auszubildende zu nehmen die nicht ganz bei der Sache sind.
Es wundert mich eigentlich das dies bei Programmierern immer noch so auftritt, andererseits sind gerade die Kreativ-Schaffenden jene die immer viel ausprobieren möchten und dann doch noch im Hot-Join verfahren Dinge einbringen. Wobei ich das von ND eigentlich nicht erwartet hätte. Für mich klingt auch hier die Amy Henning Story so als wäre sie bei den ersten Titeln dabei gewesen, dann hieß es: Shit, wir kommen gut an wir müssen da mehr Geld rein stecken. Anschließend hat sie vieles gemacht und ausprobiert und musste so manches auch noch mal neu schreiben.
Generell wünsche ich natürlich jedem seine freie Zeit, auch einen 5 bis 8 Stunden Job von dem man trotzdem leben kann. Am liebsten fest gelegte Arbeitszeiten oder noch besser das Geld komplett aufgegeben wird und lediglich mit Zeit verrechnet, die Auswahl geht dann halt nur nach Leistung und der Verbesserung des Gesamtprojektes. Aber leider Skalliert Arbeit nicht beliebig, alleine wenn 5 oder 30 Personen an einem Projekt arbeiten, besonders in diesen Kreativ-Bereichen. Da ist ales jenseits von "Malen nach vorgegebenen Zahlen." halt etwas das auch das Gesamtprojekt verändert. Besonders wenn Teamgeist Herrscht führt das halt oft zu Unzufriedenheit oder Spaltung.
Ich sehe für unsere Arbeitswelt aber eher eine düstere Zukunft. *auf meinen Aluhut zeige*. Das aktuelle Arbeitsproblem ist komplett Hausgemacht und auch von jedem so mit unterstützt. Aber in vielen Bereichen ist es auch ein Ergebnis der politischen Entscheidungen. Verglichen mit dem amerikanischen Arbeitsmarkt haben wir es in Europa noch sehr gut. Trotzdem haben wir ein riesen Problem mit Jugendarbeitslosigkeit, bekommen unseren Immigranten und Hilfsarbeiter nicht integriert. Es ist halt nicht so einfach mit, jeder macht sein Abitur und Studium und hat eine Erfolgreiche Job-Laufbahn. Dabei ist eigetnlich genug Arbeit für alle da, ich denke immer ein Problem ist hier einfach die Preis und Prioritätensteuerung. In allen möglichen Bereichen. Sehr oft bin ich sogar für ein Grundeinkommen, weil ich denke das Arbeitsverhältnis zur Unbeschäftigten Rate wird sich auf 25% Arbeitende und 75% nicht Arbeitende, verschärfen. Bei der Rente ist das ja schon fast so. Auf der anderen Seite schreien immer alle das junge Menschen fehlen und wir bald Vollzeitbeschäftigung haben weil angeblich so viele in die Rente gehen. Ich glaube da leider nicht mehr dran, der Punkt ist einfach weil so viele junge Menschen nicht die gleiche Bildung/Berufserfahrung haben wie die Renter, aber fast niemand ist bereit so viel Geld/Kapital/Lebenszeit in die Ausbildung zu investieren. Besonders Unternehmen nicht, die Geld schneller an der Börse als mit Gütern oder Humankapital verdienen.
@Hokurn und EllieJoel
Ich glaube euer Missverständnis liegt an der unterschiedlichen Perspektive. Also in welcher Reihenfolge man Spiele nachholt und entdeckt. Zum Release nimmt man die Titel anders wahr. Genauso wie wenn man aus der Zukunft rückwirkend die Spiele entdeckt. Es lässt sich immer schwer sagen wie man das empfindet. Zumal Titel jederzeit noch schlechter werden können aber besser aussehen etc.. was dann jeder mit den Games verbindet ist sehr unterschiedlich. Für native Releaseday-Gamer sind solche Titel oft eine Offenbarung, vor allem wenn sie die Titel mit der höchsten (ihr) zur Verfügung stehenden Rechenleistung gespielt haben.
- AkaSuzaku
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Re: Naughty Dog: Amy Hennig (Uncharted) über harte Arbeitsbedingungen: "Ich weiß nicht, ob ich jemals weniger als 80 Stu
Dazu ziehe ich immer gerne das IGN Nathan Drake's Uncharted Kill Count-Video heran.EllieJoel hat geschrieben:[...] Schlechtes Pacing die Ballereien sind viel zu lang mit viel zu vielen Gegnerhorden das war dort schlimmer als bei call of duty.Hokurn hat geschrieben: Natürlich kann man Uncharted 1-3 scheiße finden, aber deine Art von Argumenten kann man auf nahezu jedes Spiel münzen. So hab ich auch ganz schnell aus TLOU und Uncharted 4 ein schlechtes Spiel gemacht. Oder wenn ich mein aktuellsten Fehlkauf nehme halt Diablo 3....
1829 Opfer in den ersten drei Teilen. Sind wohl unterm Strich (exkl. Cutscenes) rund 85 Personen pro Stunde.
Da braucht man gar keine Vergleichswerte, um zu merken, dass das absurd viel ist. Ist mir bei keinem anderen Spiel jemals in dieser Form aufgefallen.
Deshalb kann ich die Reihe auch immer nur in kleinen Dosen vertragen.
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CritsJumper
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Re: Naughty Dog: Amy Hennig (Uncharted) über harte Arbeitsbedingungen: "Ich weiß nicht, ob ich jemals weniger als 80 Stu
Das stimmt. Aber ich behaupte einfach mal das man nicht immer, bis auf in einigen Stellen alle töten muss. Wirkliche alternative Wege (schleichen) wären aber schon schöner gewesen. Oder so wie es ein Metal Gear Solid macht. Aber es ist nun mal ein Shooter.AkaSuzaku hat geschrieben: Deshalb kann ich die Reihe auch immer nur in kleinen Dosen vertragen.
Die Killrate in jedem Ego-Shooter/Multiplayer ist natürlich vieel höher. Bei GTA bestimmt auch.
Ach ja diese 85 Personen pro Stunde hängt natürlich auch von der Spielweise ab.
- AkaSuzaku
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Re: Naughty Dog: Amy Hennig (Uncharted) über harte Arbeitsbedingungen: "Ich weiß nicht, ob ich jemals weniger als 80 Stu
Aber, du erwähnst es schon, eben weniger als bei einem MGS oder Deus Ex, wo man die Pace selbst bestimmen kann. Auch Rise of the Tomb Raider lässt einem mehr Freiheiten, da man ganz geschickt (wenn auch bei Weitem nicht perfekt) lineare und offene Gebiete verknüpft.ChrisJumper hat geschrieben: Ach ja diese 85 Personen pro Stunde hängt natürlich auch von der Spielweise ab.
Dafür hat Uncharted gegenüber den genannten natürlich andere Stärken, keine Frage.
Außerdem muss ich dazu sagen, dass ich mich hauptsächlich auf Teil 1 und 2 beziehe. Beim dritten war das meiner Meinung nach insgesamt schon deutlich besser gelöst.
- lAmbdA
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Re: Naughty Dog: Amy Hennig (Uncharted) über harte Arbeitsbedingungen: "Ich weiß nicht, ob ich jemals weniger als 80 Stu
Was ich an der Sache nicht ganz verstehe: wie geht das überhaupt? Was machen die restlichen 8 Stunden, wenn das tägliche budget an kognitiven Fähigkeiten verbraucht ist, vor allem, wenn das jeden Tag so ist? So viel quantitative arbeit kanns doch gaenicht geben?
Z.b. bin ich programmierer und muss mich die meiste konzentrieren. Wenn ich jeden Tag 12 Stunden arbeiten müsste, wäre ich in meiner Zeit, in der ich was leisten kann, nur damit beschäftigt, meinen müll von gestern wieder aufzuräumen. Ging mir jedenfalls schon recht oft so, wenn ich noch unbedingt was fertig bekommen wollte, aber nur noch balla im Kopf war.
Z.b. bin ich programmierer und muss mich die meiste konzentrieren. Wenn ich jeden Tag 12 Stunden arbeiten müsste, wäre ich in meiner Zeit, in der ich was leisten kann, nur damit beschäftigt, meinen müll von gestern wieder aufzuräumen. Ging mir jedenfalls schon recht oft so, wenn ich noch unbedingt was fertig bekommen wollte, aber nur noch balla im Kopf war.
- Temeter
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Re: Naughty Dog: Amy Hennig (Uncharted) über harte Arbeitsbedingungen: "Ich weiß nicht, ob ich jemals weniger als 80 Stu
Hab mal gelesen, das selbst im klassischen Bürojob teils 40% der Arbeitszeit mehr oder weniger verplempert wird.lAmbdA hat geschrieben:Was ich an der Sache nicht ganz verstehe: wie geht das überhaupt? Was machen die restlichen 8 Stunden, wenn das tägliche budget an kognitiven Fähigkeiten verbraucht ist, vor allem, wenn das jeden Tag so ist? So viel quantitative arbeit kanns doch gaenicht geben?
Z.b. bin ich programmierer und muss mich die meiste konzentrieren. Wenn ich jeden Tag 12 Stunden arbeiten müsste, wäre ich in meiner Zeit, in der ich was leisten kann, nur damit beschäftigt, meinen müll von gestern wieder aufzuräumen. Ging mir jedenfalls schon recht oft so, wenn ich noch unbedingt was fertig bekommen wollte, aber nur noch balla im Kopf war.
Das ist ja der Witz an Crunch-Phasen: Die Leute werden so überstrapatiert, dass sie massig Fehler machen, die danach wieder mit noch mehr Zeit wieder gefixt werden müssen. Gerade bei Spielen dürfte sich das durch massig Fehler im Code und Bugs äußern.
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herrdersuppen
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Re: Naughty Dog: Amy Hennig (Uncharted) über harte Arbeitsbedingungen: "Ich weiß nicht, ob ich jemals weniger als 80 Stu
Geht mir genauso. Ich kann mir nicht vorstellen wie man mit 80Std pro Woche über einen längeren Zeitraum produktiv arbeiten kann, bzw. dass man das mit weniger Zeit nicht genauso gut hinbekommt.lAmbdA hat geschrieben:Was ich an der Sache nicht ganz verstehe: wie geht das überhaupt? Was machen die restlichen 8 Stunden, wenn das tägliche budget an kognitiven Fähigkeiten verbraucht ist, vor allem, wenn das jeden Tag so ist? So viel quantitative arbeit kanns doch gaenicht geben?
Z.b. bin ich programmierer und muss mich die meiste konzentrieren. Wenn ich jeden Tag 12 Stunden arbeiten müsste, wäre ich in meiner Zeit, in der ich was leisten kann, nur damit beschäftigt, meinen müll von gestern wieder aufzuräumen. Ging mir jedenfalls schon recht oft so, wenn ich noch unbedingt was fertig bekommen wollte, aber nur noch balla im Kopf war.
Meinte auch mal irgendwo gelesen zu haben (wissentschaftlich belegt), dass die Arbeit ab einem bestimmten Zeitpunkt ineffektiv wird.
Sie scheint ja auch als Game Director/Writer eher in der kreativeren Ecke zu sein. Gerade da stell ich mir es schwierig vor wie man mit dem Zeitdruck seine Ideen und Gedanken entfalten kann.
Aber dazu müsste man wissen, wie genau ihr Arbeitsalltag aussieht. Vielleicht verläuft ein Großteil der Arbeit weniger stressig als man sich das vorstellt.
Zuletzt geändert von herrdersuppen am 08.10.2016 11:22, insgesamt 1-mal geändert.
- 4P|Jan
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Re: Naughty Dog: Amy Hennig (Uncharted) über harte Arbeitsbedingungen: "Ich weiß nicht, ob ich jemals weniger als 80 Stu
Ich habe die Einleitung mal ein wenig ergänzt. Ich hatte sie in der Eile dort nur als Autorin bezeichnet, aber das greift ja deutlich zu kurz, sie war auch Game Director und Creative Director. Ich vermute mal, diese organisatorischen Aufgaben haben auch einen Großteil der Zeit gefressen - alle Mitwirkenden so zu koordinieren, dass das Endergebnis rund wirkt.
- Raskir
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Re: Naughty Dog: Amy Hennig (Uncharted) über harte Arbeitsbedingungen: "Ich weiß nicht, ob ich jemals weniger als 80 Stu
Wundert es nur mich dass gerade die Person so super lang und oft im Büro war, die für die Story und Dialoge verantwortlich war? Ich mein am Anfang ja klar, Aber irgendwann wird doch ihre Anwesenheit nicht permanent benötigt gewesen sein. Klingt viel mehr als sei sie als Person selber einfach zu perfektionistisch.
Bezüglich der Arbeitsbedingungen der anderen und "normalen" Mitarbeiter hätte ich gerne mehr gehört aber da wird sie leider nicht konkret.
Edit:
Danke Jan, dass konntest du nicht 5 Minuten vorher Posten, so dass ich mir meinen Beitrag hätte sparen können
Bezüglich der Arbeitsbedingungen der anderen und "normalen" Mitarbeiter hätte ich gerne mehr gehört aber da wird sie leider nicht konkret.
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Danke Jan, dass konntest du nicht 5 Minuten vorher Posten, so dass ich mir meinen Beitrag hätte sparen können
- Alter Sack
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Re: Naughty Dog: Amy Hennig (Uncharted) über harte Arbeitsbedingungen: "Ich weiß nicht, ob ich jemals weniger als 80 Stu
Was Amy Henning betrifft wohl eher nicht. Sie würde in Deutschland wohl als leitende Angestellte gelten und da ziehen die Arbeitszeitgesetze nicht mehr. Bei allen "normalen" Angestellten hast du aber Recht. Da ist das eigentlich ein Unding und jede Firma die das macht kann arg in Bedrängnis kommen. Zu Recht. Leider kommen dann oft die Arbeitgeber mit dieser heuchlerischen Vertrauensarbeitszeit.Liesel Weppen hat geschrieben:Nope, ist überhaupt nicht "normal" und wird auch bei weitem nicht überall verlangt.sphinx2k hat geschrieben:Jap leider recht normal in der Branche und auch anderen.
80h Woche ist hierzulande sogar komplett undenkbar. Wer das (freiwillig) macht, bringt sich ggf. sogar selbst und seinen AG noch in Teufelsküche. Auch wenn man mit Herzblut dran hängt, und das gerne macht.
Auf Dauer verbrennt man so nur seine Mitarbeiter, im wahrsten Sinne des Wortes.
Das ist ein ganz anderes Thema und hab absolut nichts mit 80h/Wochen zu tun.sphinx2k hat geschrieben: Siehe Apple und andere Silicon valley Firmen die ihren Weiblichen Mitarbeiterinnen die Konservierung deren Eizellen anbieten damit diese irgendwann viel Später ihre Kinder bekommen können wenn ihre Biologie Uhr ehr "Nein" sagt.
Wenn eine Frau Kinder kriegt, ist die schnell mal ein Jahr komplett weg. Das ist ein ganz anderer "Ausfall". Und der kann auch für den AN sehr schlecht sein, denn wenn man aus dieser Branche mal ein Jahr komplett weg ist, kriegt man nachher nicht selten enorme Probleme um den Anschluss wiederzukriegen. In einem Jahr passiert da halt verdammt viel.
Meiner Erfahrung nach, sind da zu einem guten Teil auch die Arbeiter selbst schuld. Ich sehe das leider vorallem bei vielen jungen Kollegen. Die denken häufig, dass ist gut, und wenn sie sich 80h/Woche totrackern, das Projekt dadurch im Alleingang retten und gar nicht merken, dass sie nach 14h/Arbeitstag mehr Müll bauen, als nützen.sphinx2k hat geschrieben: Ein hoch auf Chefs und Firmen die noch normal ticken, wo Überstunden nicht normal sondern eine Ausnahme sind.
Bis sie dann nach 1-3 Jahren irgendwann zusammenbrechen.
Das Problem in der IT-Branche ist das dort viel zuviel junge (naive) Arbeitnehmer arbeiten, was du ja auch sagst. Jeder der ein wenig Grips im Kopf hat versucht sich über kurz oder lang in die EDV-Abteilungen der klassischen Industrien zu retten.
Ich glaube wir sind eines der wenigen IT-Unternehmen die einen Betriebsrat haben der auch auf sowas achtet. Und was soll ich sagen, weder die Produktivität noch der Umsatz ist gesunken. Im Gegenteil.
Leute die täglich 12 Stunden arbeiten bringen spätestens nach ein paar Tagen nur noch einen Bruchteil ihrer Leistung da können sie noch so viele Stunden anwesend sein. Und das erstaunlicherweise hauptsächlich in den Berufen wo man mehr mit dem Kopf arbeitet als mit den Händen.
- Hokurn
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Re: Naughty Dog: Amy Hennig (Uncharted) über harte Arbeitsbedingungen: "Ich weiß nicht, ob ich jemals weniger als 80 Stu
Alles gut!EllieJoel hat geschrieben:Nicht wirklich tlou und uncharted 4 hatten viel besseres pacing. so kam es einen nicht so vor wie eine hirnlose schießbude. von mir aus kannst du uncharted 1-3 bis in alle tage in den Himmel loben es kann auch sein das es vor 7 Jahren mal der letzte Schrei war aber vom heutigen Standpunkt aus muss ich sagen sind es einfach mittelmäßige Spiele. Schlechtes Pacing die Ballereien sind viel zu lang mit viel zu vielen Gegnerhorden das war dort schlimmer als bei call of duty.Hokurn hat geschrieben:Natürlich kann man Uncharted 1-3 scheiße finden, aber deine Art von Argumenten kann man auf nahezu jedes Spiel münzen. So hab ich auch ganz schnell aus TLOU und Uncharted 4 ein schlechtes Spiel gemacht. Oder wenn ich mein aktuellsten Fehlkauf nehme halt Diablo 3....EllieJoel hat geschrieben:
Wenn man 4-5 Stunden lang gegen Gegnerwellen ballern als "Meisterwerk" empfindet scheint der Anspruch an einen solchen Titel nicht besonders hochzuliegen. Musste mich noch nie durch ein Spiel so durchquälen wie bei Uncharted 1-3. Stupide , Langweilig würde mir dazu einfallen. Gott sei Dank hat ND mit TLOU und Uncharted 4 wieder klasse gezeigt. Aber viele Sonyboys schaffen ja noch das klapprigste Spielegerüst in den Spieleolymp zu tragen. In meinen Freundeskreis bin ich der einzige der es je geschafft hat sich durch die Teile durchzuquälen alle anderen haben nach kurzer Zeit frustriert aufgegeben.
Und da seit die Frau weg ist ND wieder richtig klasse Spiele macht die sich auch wieder nach was besonderen anfühlen bin ich froh das die Frau weg ist das ist alles was ich sagen wollte :wink:
Ich will die Spiele gar nicht in den Himmel loben. Ich wollte nur sagen, dass deine Kritik wie ein klassischer Hate klingt. Du nimmst dir einen Punkt raus und kommst dann zum Fazit Mittelmäßig. Das kann ich eigentlich wirklich mit jedem Spiel machen.
Uncharted vereint ja auch noch ein paar andere Punkte. Ob man die nun gut findet oder relevant ist aber natürlich was anderes.
- Shevy-C
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Re: Naughty Dog: Amy Hennig (Uncharted) über harte Arbeitsbedingungen: "Ich weiß nicht, ob ich jemals weniger als 80 Stu
Geld kann über einen Zeitraum schon über viel hinweg helfen und motivieren, aber über eine solche Spanne wie hier geschildert, da muss man das schon ganz bewusst annehmen oder ist aus finanziellen Gründen quasi verpflichtet. Da man die Vertragsinhalte der Dame nicht kennt, läuft jede Aussage halt nur unter Spekulation.
Solche Arbeitszeiten sind leider auch hierzulande in gewissen Branchen üblich, sogar in stark körperlichen. Während meines Studiums habe ich mir auf dem Großmarkt bei der Firma meines Onkels den ein oder anderen Taler verdient. Dort reißen die Mitarbeiter und er auch jede Woche 70+ ab und das im Obst-&Gemüsehandel. An stressigen Tagen gehen da alle Mitarbeiter auf dem Zahnfleisch bis ~ 13:00, nur um gegen 0:00 wieder anzutreten. Gab neben dem Geld auch die Motivation sich im Studium reinzuhängen, damit man das später für seinen Lebensunterhalt mal nicht machen MUSS.
Manche Leute nehmen solche Arbeitszeiten gerne mit, weil sie wirklich in ihrem Beruf(Berufung) aufgehen und sie nebenher nicht viel machen wollen. Der Großteil, den ich mit derartigen Zeiten kenne, tut das jedoch, weil sie es aus finanziellen Gründen müssen. Und das sollte man nicht einfach so kritiklos akzeptieren, auch wenn es "üblich" ist.
Solche Arbeitszeiten sind leider auch hierzulande in gewissen Branchen üblich, sogar in stark körperlichen. Während meines Studiums habe ich mir auf dem Großmarkt bei der Firma meines Onkels den ein oder anderen Taler verdient. Dort reißen die Mitarbeiter und er auch jede Woche 70+ ab und das im Obst-&Gemüsehandel. An stressigen Tagen gehen da alle Mitarbeiter auf dem Zahnfleisch bis ~ 13:00, nur um gegen 0:00 wieder anzutreten. Gab neben dem Geld auch die Motivation sich im Studium reinzuhängen, damit man das später für seinen Lebensunterhalt mal nicht machen MUSS.
Manche Leute nehmen solche Arbeitszeiten gerne mit, weil sie wirklich in ihrem Beruf(Berufung) aufgehen und sie nebenher nicht viel machen wollen. Der Großteil, den ich mit derartigen Zeiten kenne, tut das jedoch, weil sie es aus finanziellen Gründen müssen. Und das sollte man nicht einfach so kritiklos akzeptieren, auch wenn es "üblich" ist.
