Pokémon GO: Den Haag verklagt Entwicklerstudio Niantic

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Skabus
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Re: Pokémon GO: Den Haag verklagt Entwicklerstudio Niantic

Beitrag von Skabus »

Todesglubsch hat geschrieben:Mit Verlaub, aber Niantic hätte das wirklich vorher wissen müssen.
Wenn ich ein Spiel programmiere, bei dem überall irgendwelche Monsterchen erscheinen könnten, dann muss sich doch irgendwer fragen "Was passiert, wenn ein Monster an einer ungünstigen Stelle erscheint?".
Das mag richtig sein. Pokemon GO ist aber nun mal ein Konzept das weltweit funktionieren soll. Dementsprechend stellt sich mir immernoch die Frage, die man technisch oder manuell hätte sicherstellen können.

Schwätzen kann man immer viel, aber wenns dann darum geht, die Hose runterzulassen und zu zeigen, dass man ein technisches Verständnis von der Thematik hat, dann flüchten sich Leute gerne in Ausreden.

Ich persönlich habe ein realtiv gutes Verständnis für App-Entwicklung, Augmented Reality und Spieleentwicklung im Allgemeinen und auch, wie es ist in einer internationalen Firma zu arbeiten und internationale Projekte umzusetzen.

Ich kann mir aber nicht vorstellen, wie man das hätte organisieren sollen. Nach allem was ich über Niantic gelesen habe, scheint das Entwicklerstudio jetzt nicht übermäßig groß zu sein. Deine Idee ist zwar nachvollziehbar, aber wirft jede Menge neuer Probleme auf: Wie wählt man die "sicheren Orte" aus? Woran misst man das? Welche Kritierien muss man verfolgen? Wie soll man diese Gebiete überhaupt abstecken? Mit welchen Mitteln? Manuell? Technisch? Wie genau?

Zum anderen gibt es auch betriebswirtschaftliche Bedenken: Wenn man nur bestimmte Landstriche freischaltet, wieviel Geld verliert man dann potenziell, allein schon aufgrund der Tatsache, dass dann z.B. kleine Dörfer und ländliche Gegenden komplett oder teilweise ausgeschlossen gewesen wären? Nicht zu vergessen, evtl. Spätfolgen, von genervten Spielern, bei denen ständig keine Pokemon auftauchen, wenn sie irgendwohin unterwegs sind.

Sorry, aber es lässt sich einfach sagen "Filtert halt alles irgendwie raus!" oder "Beschränkt alles auf bestimmte Gebiete!" aber einen konkret plausiblen und technisch machbaren (bzw. mit vertretbarem Aufwand machbaren) Vorschlag hab ich bisher noch nicht gelesen. Sorry.


MfG Ska
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Raskir
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Re: Pokémon GO: Den Haag verklagt Entwicklerstudio Niantic

Beitrag von Raskir »

Du hast noch keinen technisch machbaren Vorschlag gehört? Dann hast du nicht ordentlich gelesen. Solche Leute sind mir immer die liebsten.

Vllt hast du recht und es ist tatsächlich zu aufwändig alles vorher perfekt anzupassen. Ach was heisst vllt. Ziemlich sicher sogar. Aber hier nochmal der Vorschlag den ich gestern gemacht habe. Was spricht dagegen das Spiel so rauszubringen wie sie es gemacht haben und dann auf Anfragen zu reagieren. Natürlich nicht auf alle, aber sowas wie Friedhöfe, gedänkstätten, Naturschutzgebiete sollte man dann bearbeiten und entsprechend umsricpten. Das dies möglich ist haben sie ja bewiesen, da es schon vereinzelt geschehen ist.

Aber hier wurden die bitten und anfragen von denhag ja nicht mal abgelehnt. Sie wurden einfach ignoriert. Dementsprechend finde ich die Klage gerechtfertigt.

Also nochmal, immer noch kein Vorschlag den man nicht unsetzen kann? Wenn nein, warum nicht, wenn doch, was soll dann der schmarn den du oben erzählt hast dass noch keine brauchbaren Vorschläge gekommen sind?

Und komm mir nicht mit "das bezog sich auf die Aussagen, derjenigen die wollten dass man der Sache im Vorfeld Einhalt gebietet".
Diese waren erstens nur ein oder zwei aus dem forum und zweitens ist das nicht mal das Thema in dem thread hier, was die meisten begriffen haben.
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Skabus
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Re: Pokémon GO: Den Haag verklagt Entwicklerstudio Niantic

Beitrag von Skabus »

Raskir hat geschrieben:Du hast noch keinen technisch machbaren Vorschlag gehört? Dann hast du nicht ordentlich gelesen. Solche Leute sind mir immer die liebsten.
Haha, Leute die ihren Beiträge so anfangen, sind mir die liebsten. :D
Raskir hat geschrieben:Aber hier nochmal der Vorschlag den ich gestern gemacht habe. Was spricht dagegen das Spiel so rauszubringen wie sie es gemacht haben und dann auf Anfragen zu reagieren.
Nichts. Genau das habe ich auch gefordert. Niantic hätte eine Support-Pipeline einrichten müssen und ggf. den Code des Spiels anpassen müssen, damit man schnell auf solche Anfragen reagiert. Ich weiß ja nicht, wie Niantic das Spiel im Detail umgesetzt hat, aber solche Blacklists dynamisch einzubauen, sollte tatsächlich technisch machbar sein. Dann auch sogar mit Arealen/Bereichen in denen dann keinerlei Pokemon spawnen und alle Hot Spots deaktiviert werden, oder wie auch immer.

Am schönsten und am besten wäre es natürlich, wenn Niantic diese Bereiche dann noch irgendwie kennzeichnen würde. z.B. den Bereich grün einfärben und ein Naturschutzsymbol in die Mitte oder sowas. Im Idealfall mit Hinweis "Dies ist ein Naturschutzgebiet! Bitte betritt es nicht, um die dortige Flora und Fauna nicht zu gefährden!" oder sowas. Aber ich fürchte, dass wäre Niantic dann wieder zuviel Aufwand.

Aber schnelle Reaktion und dann spätestens bis zum nächsten Update, die Umsetzung sollte eigtl. drin sein. In dem Punkt kritisiere ich Niantic auch scharf, da stimme ich dir voll zu.
Raskir hat geschrieben: Und komm mir nicht mit "das bezog sich auf die Aussagen, derjenigen die wollten dass man der Sache im Vorfeld Einhalt gebietet".
Tja, aber das bezog sich genau darauf. Denn dass man im nachhinein die Verantwortung hat, hab ich ja selbst schon mehrfach bestätigt. Ich weiß nicht so recht, was ich dir sonst sagen soll^^"

MfG Ska
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Jondoan
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Re: Pokémon GO: Den Haag verklagt Entwicklerstudio Niantic

Beitrag von Jondoan »

seppiro hat geschrieben:[

Nein es ist nicht das erste Ingress gab es ja schließlich schon lange vorher, welches auch von Niantic stammt.
Ja, das habe ich irgendwo im Hinterstübchen auch gewusst, ich meinte mit das erste "globale" Augmented Reality Spiel sowas wie, es ist das erste, welches wirklich von großen Zielgruppe genutzt wurde. Ingress war doch "nur" so ein Vorgängerprodukt, dem halt eine kräftige Marke fehlte, oder?
ronny_83 hat geschrieben: Ich finde, dass das Beispiel mit der Musik eben nicht das gleiche ist. Kein Sänger und keine Produktionsfirma animiert dich dazu, dass du deine Musik oder ein bestimmtes Lied ausgerechnet z.B. in einem KZ hörst. Zumal Musik hören während eines KZ-Besuchs auch nicht sittenwidrig ist.
Und kein Pokemon GO animiert dich dazu, dass du die Pokemons ausgerechnet auf dem KZ jagen musst. Es lässt dir eben alle Freiheiten, wie ein mobiles Musikgerät alle Freiheiten lässt. Mit "Musik hören" meinte ich auch eher "lautes Musikhören", könnte mir schon vorstellen, dass das als Sittenwidrigkeit geahndet werden könnte. Aber ja, ok, spawnede Pokemons in diesen Bereichen sind schon eine Verlockung, gebe ich zu.
Skabus hat geschrieben:
Am schönsten und am besten wäre es natürlich, wenn Niantic diese Bereiche dann noch irgendwie kennzeichnen würde. z.B. den Bereich grün einfärben und ein Naturschutzsymbol in die Mitte oder sowas. Im Idealfall mit Hinweis "Dies ist ein Naturschutzgebiet! Bitte betritt es nicht, um die dortige Flora und Fauna nicht zu gefährden!" oder sowas. Aber ich fürchte, dass wäre Niantic dann wieder zuviel Aufwand.

Aber schnelle Reaktion und dann spätestens bis zum nächsten Update, die Umsetzung sollte eigtl. drin sein. In dem Punkt kritisiere ich Niantic auch scharf, da stimme ich dir voll zu.

MfG Ska
Ich gehöre zwar eher zur Fraktion "technisch keine Ahnung" aber ich behaupte einfach mal, möglich müsste das sein, wenn man täglich zwei Millionen Dolar kassiert :Häschen:

http://www.4players.de/4players.php/spi ... o_Tag.html
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Wulgaru
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Re: Pokémon GO: Den Haag verklagt Entwicklerstudio Niantic

Beitrag von Wulgaru »

Für mich scheint die Diskussion an der Hauptsache vorbei zu gehen. Mal ab davon ob das irgendeine Aussicht auf Erfolg hat oder Spieler selbst in der Verantwortung sind blablub

Der Grund warum das eine Klage ist, ist ja nach Aussage der Stadt die mangelnde Erreichbarkeit des Entwicklers und das ist mal ehrlich gesagt doch bei jeder einzelnen Diskussionen die sich um den Google-Kraken drehen meistens ein Punkt der irgendwann mal relevant wird. Kundenservice und Abschottung ist immer ein Problem bei diesem Unternehmen. Man hätte das sicherlich mit einem Gespräch mit der Stadtverwaltung innerhalb weniger Stunden klären können, stattdessen haben wir jetzt wieder eine Grundsatzdiskussion.
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lovestar
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Re: Pokémon GO: Den Haag verklagt Entwicklerstudio Niantic

Beitrag von lovestar »

verstehe den aufschrei nicht. da spielen welche ein pokemon spiel und sind dabei wohl auch mal laut = AUFSCHREI! da saufen tagtäglich mio deutsche alkohol, nerven bis tief in die nacht ihre umgebung, prügeln sich evtl noch, kotzen wohin, stellen frauen nach, schlagen ehepartner usw. und irgendwie lese ich darüber nicht ständig klagewellen/beschwerden von gemeinden. schon hart peinlich das ganze.
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Kajetan
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Re: Pokémon GO: Den Haag verklagt Entwicklerstudio Niantic

Beitrag von Kajetan »

lovestar hat geschrieben:schon hart peinlich das ganze.
Nicht, wenn man ein wenig mehr über die Wirklichkeit Bescheid weiß.

Gemeinden zwingen Lokale z.B. zu bestimmten Öffnungszeiten. Da muss der Biergarten in einer Wohngegend halt schon um 10 Uhr schliessen, bzw. die Gäste müssen in die Räumlichkeiten des Lokals, niemand darf mehr draussen sitzen. Weil, Lärmschutz!

Gemeinden treten Wirten gewaltig auf die Füße, wenn Gäste ständig laut gröhlend das Lokal verlassen und in der näheren Umgebung randalieren. Da wird dann nicht nur mit Lizenzentzug gedroht, sondern auch ausgeführt, falls der Wirt die Sache nicht in den Griff bekommt.

Gemeinden treten Veranstaltern von Festen gewaltig auf die Füße, wenn diese nicht für genügend Pissoirs sorgen, um die Anzahl der besoffenen Wildpisser, die Treppenaufgänge und Hausfluchten in der Nähe des Festortes mit ihrem Unrat "verzieren", möglichst in Grenzen zu halten.

Usw. usf.

Wenn dann also eine Gemeinde Niantic verklagen will, weil diese einfach nicht reagieren, dann ist das vollkommen im Rahmen.
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Jondoan
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Re: Pokémon GO: Den Haag verklagt Entwicklerstudio Niantic

Beitrag von Jondoan »

lovestar hat geschrieben:verstehe den aufschrei nicht. da spielen welche ein pokemon spiel und sind dabei wohl auch mal laut = AUFSCHREI! da saufen tagtäglich mio deutsche alkohol, nerven bis tief in die nacht ihre umgebung, prügeln sich evtl noch, kotzen wohin, stellen frauen nach, schlagen ehepartner usw. und irgendwie lese ich darüber nicht ständig klagewellen/beschwerden von gemeinden. schon hart peinlich das ganze.
Kann Kajetan nur zustimmen, auch hier sind sie schon lange am überlegen, am Paradeplatz ein generelles Alkoholverbot auszusprechen. Vorrübergehend (zu Fastnachtszeiten und dergleichen) gibt es in der Nachbarstadt Ludwigshafen auch schon ein Alkoholverbot an größeren Plätzen. Du merkst also, der Aufschrei ist durchaus da. Nur wieso 4players da jetzt drüber berichten sollte, versteh ich nicht so ganz :Häschen:
ronny_83 hat geschrieben:
Natürlich tut es das. Als ich vor ein paar Wochen beim Konzert vom Cousin meiner Mutter den Einlass gemacht hab, sind ne Gruppe Jugendlicher gekommen und wollten kurz Zutritt zum Konzert, um ein paar Pokemon auf dem Burggelände zu fangen. Wären die Pokemon nicht da gewesen, hätte sie das Konzert gar nicht interessiert.
Ansichtssache, ob es sie nun dazu "animiert" hat im Sinne von "angestiftet". Also wenn sie dich als Türsteher umgehauen hätten und sich gewaltsam Eintritt verschafft hätten, wäre das sicherlich nicht als "Anstiftung zu einer Straftat" von Seiten Niantics zu sehen. DIe haben gesagt "da drin ist ein Pokemon", nicht "da drin ist ein Pokemon, hau den Türsteher um und begehe Hausfriedensbruch"
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Jondoan
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Re: Pokémon GO: Den Haag verklagt Entwicklerstudio Niantic

Beitrag von Jondoan »

ronny_83 hat geschrieben:
Jondoan hat geschrieben:Ansichtssache, ob es sie nun dazu "animiert" hat im Sinne von "angestiftet". Also wenn sie dich als Türsteher umgehauen hätten und sich gewaltsam Eintritt verschafft hätten, wäre das sicherlich nicht als "Anstiftung zu einer Straftat" von Seiten Niantics zu sehen. DIe haben gesagt "da drin ist ein Pokemon", nicht "da drin ist ein Pokemon, hau den Türsteher um und begehe Hausfriedensbruch"
Ich war nicht Türsteher und die Jugendlichen nett. Sie haben die zuständigen Türsteher sogar gefragt, ob sie kurz rein können und nicht gedroht, ihn umzuhauen. Der Punkt ist, dass sie durch das Spiel dazu animiert wurden, um Einlass zu bitten, um Pokemon zu fangen. Was in diesem Zusammenhang aber eben auch nicht schlimm ist.
Ich gehe ja nur von einem theoretischen Fall aus, dass eine Straftat oder Ordnungswidrigkeit vorliegt; dann muss geprüft werden, wer dafür verantwortlich ist. Wie zum Beispiel auch, wenn irgendwelche Kids lachend durch Auschwitz ziehen und Pokemons jagen; dann liegt meines Erachtens zumindest eine Sittenwidrigkeit oder Hausfriedensbruch vor (glaube aber nicht, dass das Gerichte so urteilen würden). Und dann bin ich meiner Meinung nach besser beraten, den Übeltätern einen Platzverweis, Hausverbot oder sonstiges auszusprechen, als dass ich Niantic dafür verantwortlich mache.
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4lpak4
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Re: Pokémon GO: Den Haag verklagt Entwicklerstudio Niantic

Beitrag von 4lpak4 »

Jondoan hat geschrieben:
Spoiler
Show
ronny_83 hat geschrieben:
Jondoan hat geschrieben:Ansichtssache, ob es sie nun dazu "animiert" hat im Sinne von "angestiftet". Also wenn sie dich als Türsteher umgehauen hätten und sich gewaltsam Eintritt verschafft hätten, wäre das sicherlich nicht als "Anstiftung zu einer Straftat" von Seiten Niantics zu sehen. DIe haben gesagt "da drin ist ein Pokemon", nicht "da drin ist ein Pokemon, hau den Türsteher um und begehe Hausfriedensbruch"
Ich war nicht Türsteher und die Jugendlichen nett. Sie haben die zuständigen Türsteher sogar gefragt, ob sie kurz rein können und nicht gedroht, ihn umzuhauen. Der Punkt ist, dass sie durch das Spiel dazu animiert wurden, um Einlass zu bitten, um Pokemon zu fangen. Was in diesem Zusammenhang aber eben auch nicht schlimm ist.
Ich gehe ja nur von einem theoretischen Fall aus, dass eine Straftat oder Ordnungswidrigkeit vorliegt; dann muss geprüft werden, wer dafür verantwortlich ist. Wie zum Beispiel auch, wenn irgendwelche Kids lachend durch Auschwitz ziehen und Pokemons jagen; dann liegt meines Erachtens zumindest eine Sittenwidrigkeit oder Hausfriedensbruch vor (glaube aber nicht, dass das Gerichte so urteilen würden). Und dann bin ich meiner Meinung nach besser beraten, den Übeltätern einen Platzverweis, Hausverbot oder sonstiges auszusprechen, als dass ich Niantic dafür verantwortlich mache.
So ein Fall wäre weder Sittenwidrigkeit noch Hausfriedensbruch.
Das wäre einfach nur geschmacklos.
Die Leiter einer solchen Stätte können sich aber dank "Hausrecht" vorbehalten solche Leute von der Stätte zu verweisen, notfalls, also wenn Sie sich weigern, auch mit Hilfe der Polizei.

Sorry, ich weiss, hat nix mit dem Thema zu tun, aber ich wollte diesbezüglich mal klugscheissen.
Monoman
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Re: Pokémon GO: Den Haag verklagt Entwicklerstudio Niantic

Beitrag von Monoman »

..
CritsJumper
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Re: Pokémon GO: Den Haag verklagt Entwicklerstudio Niantic

Beitrag von CritsJumper »

Skabus hat geschrieben:Ich bin mir ziemlich sicher, dass man gar nicht daran gedacht hat, dass das Fangen von Pokemon an sensiblen Orten, soviel Empörung auslösen würde.
Gib es in verstrahlten und gesperrten Gebieten etwa auch Pokemon?! Wenn ja, kann man behaupten das Spiel habe einen an den Fukushima-Reaktor geführt und anschließend die Entwickler richtig böse verklagen?!

Alles in allem wirklich ein Unding. Ich meine Algorithmus hin oder her. Aber es gibt wirklich auch mit Unterstützung und unter Einbezug von Kartensystemen genug Informationen zu den belebten Orten auf dieser Welt, so das ein Programm selbst wenn es per Zufall generierte Hot Spots streut, solche Dinge unterscheiden können müsste.

Das einfachste wäre gewesen wenn sie halt bestimmte Spielzonen definiert hätten und welche wo das Spiel halt keinen eine Sperrzone hat und sich die App bei betreten abschaltet.
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Wulgaru
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Re: Pokémon GO: Den Haag verklagt Entwicklerstudio Niantic

Beitrag von Wulgaru »

ChrisJumper hat geschrieben: Das einfachste wäre gewesen wenn sie halt bestimmte Spielzonen definiert hätten und welche wo das Spiel halt keinen eine Sperrzone hat und sich die App bei betreten abschaltet.
Ich bezweifle das sie wussten das die besagten Orte in Den Haag existieren bzw. potentiell problematisch sein könnte. Dazu wäre natürlich ein Kontakt mit den jeweiligen Gemeinden vor Ort notwendig. Das man diesen Aufwand nicht betreiben kann und will, kann ich sogar nachvollziehen. Nur sollte man dann schon eine Kontaktmöglichkeit einrichten, falls die Gemeinden selbst darauf hinweisen wollen.

Wie gesagt...wenn man mal für ein paar Minuten miteinander redet ist diese Prozess absolut überflüssig, aber in dem Falle kann es Den Haag eben nicht anders regeln.
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Re: Pokémon GO: Den Haag verklagt Entwicklerstudio Niantic

Beitrag von CritsJumper »

Wulgaru hat geschrieben: Wie gesagt...wenn man mal für ein paar Minuten miteinander redet ist diese Prozess absolut überflüssig, aber in dem Falle kann es Den Haag eben nicht anders regeln.
Das stimmt. Ich kann sogar nachvollziehen das die nach dem, nicht ans Telefon gehen konnten. Pokemon Go erzeugte, wie ich auf Heise gelesen hatte eine unheimlich hohe Nachfrage und Bandbreitenanforderungen an die Rechenzentren. Da war selbst Google anfangs eingeknickt!

Aber was halt nicht geht, wenn man so ein Spiel entwickelt, das man von diesem anderen Google-Game hätte lernen können, da gab es solche Probleme auch schon. Einfach von solchen Orten nicht wissen, lasse ich im Zeitalter von Google und Co und wo die meisten Menschen halt solche Sachen ins Internet schreiben einfach nicht mehr gelten. Sie waren einfach zu FAUL dazu.

Wir befinden uns halt in einer Zeit wo jeder verdammte Meta über Satelliten Bilder automatisch von Computern ausgewertet und vermessen wird. Wo so viele Menschen freiwillig GPS-Daten liefern und damit Openstreetmap zum Beispiel zu Verfügung stellen. Google hat ziemlich viele Straßen mit ihren Autos vermessen und kennt wirklich jeden WLAN Hotspot in der nähe.

Selbst ohne wirklich überall manuell Hand anzulegen, reichen schon 20 Leute die gezielt danach suchen und bestimmte Bereiche ausklammern. Gut vielleicht haben sie das auch gemacht und es waren nicht genug. Aber das sie halt keine Stelle eingerichtet haben an die man sich wenden kann, um bestimmte Bereiche heraus zu nehmen. Das sagt doch schon einiges aus.

Andererseits sammeln die gerade so viele genaue Positionsdaten mit dem Spiel wie kein anderes Unternehmen und diese Interaktionen, jetzt mit dritten Stellen wird zwangsläufig dazu führen das sie mit die besten Kartendaten erstellen (könnten). Denke das wird auch mit und mit kommen. Es war einfach nicht abzusehen das so viele das Spiel spielen. Die Idee mit den "Öffnungszeiten" finde ich aber super.
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ZackeZells
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Re: Pokémon GO: Den Haag verklagt Entwicklerstudio Niantic

Beitrag von ZackeZells »

ChrisJumper hat geschrieben: Aber was halt nicht geht, wenn man so ein Spiel entwickelt, das man von diesem anderen Google-Game hätte lernen können, da gab es solche Probleme auch schon. Einfach von solchen Orten nicht wissen, lasse ich im Zeitalter von Google und Co und wo die meisten Menschen halt solche Sachen ins Internet schreiben einfach nicht mehr gelten. Sie waren einfach zu FAUL dazu.

Denke eher das Spiel wurde ans US-Recht angepasst und versäumt die Eu-Richtlinien nachzubessern.
In den USA gibt man ein Produkt frei (verkauf/Konsum) und bessert es erst nach, wenn beschwerden eingehen.
In good old Europ ists immernoch so das mane rst die gesetzl. Vorgaben mit seinem Produkt vereinbart und es dann aufs Volk loslässt.

Nun wird man sehen wo der Gerichtsstand für dieses Subject zu finden ist und dementsprechend bessert Niantic nach, oder knickt ein bevor ein Teil des Marktes auf dem man viele $$$ generiert wegbricht....