Paradox Interactive: Wird Botschafter der "Women in Games"-Kampagne

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Kaaruzo
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Re: Paradox Interactive: Wird Botschafter der "Women in Games"-Kampagne

Beitrag von Kaaruzo »

Highnrich hat geschrieben:Naja die grünen setzen sich für die Umwelt, Tiere und gegen rechts ein. 8) Die AfD hingegen will die Demokratie, Pressefreiheit abschaffen, 6 millionen hilfesuchende Frauen und Kinder an der Grenze bestialisch erschießen, Frauen an den Herd ketten und alles was nicht blond und blauäugig ist soll abgetrieben werden, das 4. Reich errichten und die ganze Welt unterjochen. Schließlich wurde Höcke von der TAZ auch schon mit hochgehobenem rechtem Arm abgelichtet..das sagt doch schon alles! :cry:

/s

So oder so ähnlich dürfte der durchschnittliche Grünenwähler denken, wenn er das sein Kreuz bei dieser Partei macht.
Die Kombination Grünenwähler und denken schließt sich wohl aus, sonst würde man ja nicht die Grünen wählen :lol: :lol: :lol:

Aber schön geschrieben das ganze, ich musste herzhaft lachen ^^
billy coen 80
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Re: Paradox Interactive: Wird Botschafter der "Women in Games"-Kampagne

Beitrag von billy coen 80 »

Doc Angelo hat geschrieben:
Usul hat geschrieben:Ich habe den Einruck, daß wir irgendwie aneinander vorbeireden.
Den hab ich allerdings auch. Ich klink mich hier dann auch aus. Mir persönlich hat das Gespräch etwas gebracht, in diesem Sinne also: Vielen Dank und alles Gute. :)
Falls du hier noch einmal reinschaust:

Deine Kommentare waren wirklich sehr gut. Du bist auch instinktiv voll in die richtigen Richtungen gegangen bei deinen Argumentationen und Beispielen.

Das Bundesgleichstellungsgesetz ist an sich unter verfassungsrechtlichen Aspekten ein Skandal. Zum einen natürlich aufgrund der von dir angeführten Punkte, dass eine Unterrepräsentanz von Frauen automatisch als diskriminierend suggeriert wird, während dies bei männlicher Unterrepräsentanz erst bewiesen werden muss, was in der Regel, wie auch bei Frauen, nicht möglich ist.

In diesem Gesetz ist aber auch z. B. die Wahl von Gleichstellungsbeauftragten geregelt und es ist da auch dieses Gesetz, welches die (oft genutzte) Möglichkeit einrichtet, das aktive (wer darf wählen) als auch das passive Wahlrecht ( wer darf sich aufstellen lassen) Männern vorzuenthalten.

Das Problem ist hierbei, dass hier eben auf Gleichstellung abgehoben wird, was zwar im öffentlichen Diskurs gerne mit Gleichberechtigung quasi synonym gehalten wird, dem Konzept der Gleichberechtigung aber in vielen Bereichen vollkommen zuwiderläuft, wie du auch ganz richtig erörtert hast.

Das Problem ist hierbei, dass man, wie von dir beschrieben, so tut, als würde man Ungleichberechtigung mit Ungleichberechtigung bekämpfen, was schon vornherein offensichtlich absurd ist, dabei aber vor allem von ideologisch-dogmatischen Grundannahmen ausgeht (Frauen sind grundsätzlich stärker von Benachteiligungen betroffen). Diese Grundannahme kann schon seit Jahrzehnten mit keiner rechtlichen Benachteiligung von Frauen mehr belegt werden. Daher wurde der Begriff der strukturellen Benachteiligung geprägt, der eben bewusst sehr nebulös bleibt. Will man etwas belegen, was sich nicht belegen lässt, so muss man möglichst schwammige Formulierungen wählen, um durch deren damit geschaffenen Allanwendbarkeit immer einen Rettungsanker zu haben, auf den man sich beziehen kann, wenn einem die Argumente ausgehen.

Das Ganze wäre nicht annähernd so problematisch, wenn nicht auf der anderen Seite die tatsächlich sogar ohne weiteres nachweisbaren rechtlichen Benachteiligungen von Männern so offensichtlich wären (gerade in dem Gesetz, welches sich der Gleichstellung verschreibt, sind ja sogar welche zu finden; diese sind aber bei weitem nicht die einzigen und nicht ansatzweise die schlimmsten), aber deren Behandlung meist beim Bestreben der "Gleichstellung" von Frauen auf der Strecke blieben. Das ist tatsächlich das verzweifelte Suchen nach der sich eventuell irgendwo im Raum versteckenden Maus, um bloß nicht mal versehentlich auf den mitten drin stehenden Elefanten aufmerksam zu werden.

Und dein Verweisen auf diese Themen hat auch nicht das Geringste mit Nebelkerzen zu tun, denn das zugrunde liegende Prinzip ist dasselbe: eine schon ans Absurde grenzende Überempfindlichkeit bei Belangen von Frauen kombiniert mit dem Patriarchatsmythos (die Sache mit dem Patriarchat ist wohl eine der größten Verschwörungstheorien der Menschheitsgeschichte), was dazu führt, dass nahezu alle Geschlechterthemen in unredlicher Einseitigkeit geführt werden. Denn auch wenn das hier vorliegende Thema keine staatstragende Bedeutung hat, liegen auch hier dieselben Fehlschlüsse zugrunde.

Und machen wir uns nichts vor: wer für ein Ziel wie die Erhöhung des Anteils eines Geschlechts in der Belegschaft (was ich für ziemlichen Nonsens halte) bevorzugt Leute mit eben diesem Geschlecht einstellt, vor allem wenn dieses auch noch in deutlicher Minderheit unter den Bewerbern vertreten ist, benachteiligt natürlich die anderen Bewerber. Da helfen dann auch Formulierungen nichts, wie "bei gleicher Qualifikation". Es ist natürlich eine Benachteiligung, wenn von mir nur aufgrund meines Geschlechtes erwartet wird, auf jeden Fall besser zu sein, als der beste Mitbewerber des anderen Geschlechts, um wenigstens eine Chance auf Einstellung bzw. Beförderung zu haben. Dies wird von Feministinnen auch immer so gesehen, wenn man, wie üblich meist sehr nebulös, dies auf Frauen anwendet, die sich angeblich schon immer und überall viel mehr anstrengen mussten als Männer um dieselbe Anerkennung zu erhalten (mag in einigen Bereichen so sein, in anderen war und ist das aber auch schon immer umgekehrt nicht anders), wenn genau so etwas dann aber zu Ungunsten von Männern sogar in Gesetze gegossen wird, dann ist das auf einmal so "YEAH!!!". :roll:

Also deine Kommentare waren hier wirklich sehr angenehm zu lesen, weil du erstens sehr sachlich geblieben bist, auch bei offensichtlichen Versuchen, dich mit hanebüchenen Vorwürfen in die Defensive zu drängen und vor allem zeigst, dass du dich auch abseits der "Gleichstellungs"-Dauerbeschallung über diese Themen informierst und, im Gegensatz zu den Jubelpersern, die das alles ganz tofte finden, kein Sexist bist, sondern jemand, der wirklich für Gleichberechtigung steht; sogar dann, wenn es um gleiche Rechte für Männer geht...
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Knarfe1000
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Re: Paradox Interactive: Wird Botschafter der "Women in Games"-Kampagne

Beitrag von Knarfe1000 »

gunchar hat geschrieben:Traurig ist eher das vermutlich genuegend AFD-Waehler wohl das selbe denken...
Für die gibt es ganz andere Parteien.
gunchar
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Re: Paradox Interactive: Wird Botschafter der "Women in Games"-Kampagne

Beitrag von gunchar »

Tja dann sollten die vielleicht anfangen diese Parteien zu waehlen.
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Dearan
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Re: Paradox Interactive: Wird Botschafter der "Women in Games"-Kampagne

Beitrag von Dearan »

Abschließend kann man wohl festhalten, dass sich Spieleforen für politische Diskussionen nicht eignen und man sich hier lieber auf die unwichtigen Dinge im Leben beschränken sollte.
Kaaruzo
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Re: Paradox Interactive: Wird Botschafter der "Women in Games"-Kampagne

Beitrag von Kaaruzo »

Dearan hat geschrieben:Abschließend kann man wohl festhalten, dass sich Spieleforen für politische Diskussionen nicht eignen und man sich hier lieber auf die unwichtigen Dinge im Leben beschränken sollte.
Genau, am Ende denkt der Bürger noch nach und hinterfragt die "alternativlose" Politk. Und das kann ja nun wirklich niemand wollen :lol: