Klar, das ist im Prinzip richtig, aber ich bin beruflich schon den ganzen Tag mit Englisch beschäftigt (Softwareentwickler) ich empfinde diese Sprache als gestaltungsarm, technisch, grau und öde - das liegt nicht nur an meinem Beruf, ich bin sehr froh dass Englisch so gut zu verstehen ist. Aber um einen Film oder ein Spiel zu "fühlen" sollte es in meiner Muttersprache sein. Kommt manchmal auch auf das Setting an, bei GTA z.B. passt das Englisch bestens. Aber in solchen FilmFormaten wünsche ich mir eher ne gute Lokalisierung. Sprachliche Feinheiten, Betonungen usw. sprechen einen nur in der Muttersprache entsprechend gut an, zünden einfach natürlicher und besser. Es ist nicht so dass man eine Sprache nur intellektuell versteht, man muss sie auch schon ein gutes Stück leben (können) um den emotionalen Subtext korrekt zu fühlen der auch immer mit transportiert wird.Sir Richfield hat geschrieben:Zieh doch gleich die ganze Lehre aus der Sache und warte immer mit dem Kauf, bis das jeweilige Produkt tatsächlich auf dem Markt ist.lichtpunkt hat geschrieben:Ja aber nur für den Augenblick, lässt mich bei Vorbestellungen ähnlicher Titel demnächst vorsichtiger werden.
Ansonsten kannst du das als Übung verbuchen. Ist zwar umständlich und anfangs nervig, aber langfristig hilft es beim Hören/Lesen - Verstehen von Englisch.
Was mir Videospiele schon für Ausdrücke und Wörter beibrachten, da kommt keine Schule mit.
Ja, ich weiß: Videospiel als Entspannung, keinen Bock noch Umdenken zu müssen. Habe ich volles Verständnis für, wollte nur einen positiven Punkt an deinem empfundenen Fehlkauf finden...
The Bunker - Alleine im Atombunker: Interaktiver Film veröffentlicht
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lichtpunkt
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Re: The Bunker - Alleine im Atombunker: Interaktiver Film veröffentlicht
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lichtpunkt
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Re: The Bunker - Alleine im Atombunker: Interaktiver Film veröffentlicht
Lern höfllich zu sein, du Trottel.Warslon hat geschrieben:Lern englisch, du nap.lichtpunkt hat geschrieben:Na toll, können diese, entschuldigt bitte diesen Ausfall, Arschlöcher vom Marketing, diese wichtige Info vielleicht vorab bringen, ich hab mich TOTGESUCHT um rauszubekommen ob eine Lokalisierung vorliegt. Im grottenschlechten PSN Store nichts darüber zu lesen, im Netz war nichts zu finden. Habs mir dann einfach gekauft und bereue nun diese voreilige Entscheidung. Man könnte sagen, siehste, haben sie doch alles richtig gemacht. Ja aber nur für den Augenblick, lässt mich bei Vorbestellungen ähnlicher Titel demnächst vorsichtiger werden.
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lichtpunkt
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Re: The Bunker - Alleine im Atombunker: Interaktiver Film veröffentlicht
Jo, werds mir wahrscheinlich doch (wohl oder übel) reinziehen. Aber dann wohl alleine, meine Freundin ist englischuntalentiert hoch 10, eigentlich wollte ich das zusammen mit ihr anschauen, naja, eben ein weiterer Grund warum ich mir ne gute Lokalisierung gewünscht hätteleifman hat geschrieben:okay, kannst ja mal sagen wie das ding so ist, interessiere mich ob der qualität von diesem format.
greetingz
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Re: The Bunker - Alleine im Atombunker: Interaktiver Film veröffentlicht
Ja, ich glaube so ein Teil stand damals bei meinem Kumpel im Schrank.TMC hat geschrieben:Nope, er meint die Laserdiscs - das 3DO war aber für seine Umsetzungen dieser interaktiven Film"spiele" berüchtigt.Todesglubsch hat geschrieben:3DO?.:SleazeRocker:. hat geschrieben: Das gabs doch schon damals auf so einer "Konsole"... wie hieß die?
Allerdings sind die ein wahres Trashfest und nach ein paar Bier einfach herrlich zum Abfeiern geeignet.
Wir hatten da so ein Spiel gezockt, wo wir als Controller noch so eine Knarre hatten.
Ist schon ewig her.
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Re: The Bunker - Alleine im Atombunker: Interaktiver Film veröffentlicht
Vielleicht geht das Diskutieren ja auch ohne Beleidigungen, Warslon und lichtpunkt? Ja? Danke.
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lichtpunkt
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Re: The Bunker - Alleine im Atombunker: Interaktiver Film veröffentlicht
Geht es. Wenn man mich nicht zuerst anfeindet. Danke.Supabock hat geschrieben:Vielleicht geht das Diskutieren ja auch ohne Beleidigungen, Warslon und lichtpunkt? Ja? Danke.
- Sir Richfield
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Re: The Bunker - Alleine im Atombunker: Interaktiver Film veröffentlicht
Ja, die wünschen wir uns alle. Also die GUTE Lokalisierung.lichtpunkt hat geschrieben:Aber in solchen FilmFormaten wünsche ich mir eher ne gute Lokalisierung.
Ja und nein. Natürlich erkennst du Nuancen und Anspielungen deines Kulturkreises eher als die eines anderen.Sprachliche Feinheiten, Betonungen usw. sprechen einen nur in der Muttersprache entsprechend gut an, zünden einfach natürlicher und besser.
Die Herausforderung ist allerdings, dass die meisten Werke halt in einem anderen Kulturkreis entstanden sind und gefühlt nur sehr wenig die Lokalisierung überlebt - auch eine gute!
Ich genieße es immer sehr, wenn ich dann irgendwann mal eine Anspielung verstanden habe und sie in meinem "Nutzloses Wissen" Speicher legen kann. Großmeister ist hier natürlich Terry Pratchett, aber das ist ein Kaliber für sich.
Dann aber gerät man ganz schnell in eine Falle, denn es war den Göttern gefällig, dass ich halt nur Englisch als Fremdsprache gelernt habe. Das ganze elitäre Geschwurbel fällt in sich zusammen, wenn ich Koreanische, Japanische, Italienische, Französische etc. Filme sehe.
Einige von denen sind dann auch Paradebeispiele für gute Lokalisierung. Habe zum Tode Carlo Perdersolis gehört, dass die dem Deutschen Übersetzer alle Freiheiten gelassen haben, weil der mal sagte: Du verstehst dein Volk, ich verstehe meines. Was auch immer da im Original gesagt wird, die Filme wären so nie Kult bei uns geworden.
Gute Lokalisierung ist aber teuer. Und teuer mag keiner. Selbst AAA Firmen nicht und dann steht da im Menu halt Schuppen statt Skalieren.
Und bei "günstiger" Lokalisierung findest du deine Sprachlichen Feinheiten, Betonungen, etc. halt nicht wieder.
Deshalb ist mir gutes Englisch halt immer lieber als mieses Deutsch. Und wenn gar nichts hilft, nehme ich Untertitel.
Und wenn überhaupt nix mehr hilft: Takeshi Kitano Filme im Original ohne Untertitel. Die Bilder sprechen für sich und ich fürchte, das der Text mich nur mehr verwirren würde.
Leider muss auch teure Lokalisierung nicht immer funktionieren. Aber was will man erwarten, wenn jemand, der hauptsächlich Japanisch kann, einer Amerikanerin sagt, wie sie zu klingen hat, damit die Kopfgeldjägerin distanziert wirkt?
PS: Würde gerne um Verzeihung dafür bitten, dass ich von mangelnden Englischkenntnissen ausgegangen bin. Das ist gefühlt halt der primäre Grund für die Forderung nach Lokalisierung.
PPS: Warum ich das alles schrieb will mir auch nicht einfallen. Eigentlich wollte ich nur bestätigen, dass ich den Grund sehr gut verstehen kann, warum ich dann trotzdem noch rauf hinweise, warum ich das anders sehe... Muss an dem Meeting gerade gelegen haben...
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Re: The Bunker - Alleine im Atombunker: Interaktiver Film veröffentlicht
Ich finds gut und werde es mir wahrscheinlich geben.
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Re: The Bunker - Alleine im Atombunker: Interaktiver Film veröffentlicht
Das ist reine Übungssache. Ich träume mittlerweile English, von daher empfinde ich Serien wie z.B. Gilmore Girls auf Deutsch ein wenig "arkward", während der Dialoghypersturm des Originals sich ganz natürlich in meine Ohrmuschel einfügt.lichtpunkt hat geschrieben:Aber um einen Film oder ein Spiel zu "fühlen" sollte es in meiner Muttersprache sein.
Letztlich im Kino gewesen. OmU, aber die Trailer waren alle auf Deutsch. Mir fiel dann schnell auf, dass sich all die aktuellen Hollywood-Produktionen wohl einen Pool von 20 deutschen Synchronsprechern teilen, denn alles klang gleich. Überall der gleiche, glatt abgemischte und flache Sprachklang professioneller Synchronsprecher, die halt routiniert vom Blatt ablesen ... aber mit ihrer Stimme nicht SCHAUSPIELERN! Grauenhaft! Wie kann man sich sowas freiwillig antun?
Sprich, eigentlich habe ich ja nix gegen deutsche Tonspuren, aber weil, wie schon erwähnt, die betriebswirtschaftliche Betrachtung DER alles bestimmende Faktor ist ... ich werde keine gute deutsche Tonspur bekommen, die dem Original adäquat entspricht. Ich werde (so gut wie) immer eine qualitativ minderwertigere Tonspur bekommen, gleichgültig ob Film, TV oder Spiel. Brauch ich nicht mehr, will ich nicht mehr! Dann schlage ich mich lieber mit unvollkommenen Untertiteln herum, bekomme aber dafür die Originalstimmen der Schauspieler, während sie SCHAUSPIELERN!
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Re: The Bunker - Alleine im Atombunker: Interaktiver Film veröffentlicht
Sony besteht auf deutsche Texte im Store - selbst wenn das Spiel garnicht deutsch ist.lichtpunkt hat geschrieben: Für ein solches Format erwarte ich, bei einem anpreisenden DEUTSCHEN Werbetext im Store, auch eine entsprechende Lokalisierung, wenn ich keine Infos dafür finde gehe ich also, anhand der vorliegenden Indizien, erst Mal eher davon aus.
Daher sehen wir bei vielen Indie-Titeln (u.a. auch Binding of Isaac) 1A Google-Deutsch.
Ich glaube die alteingesessenen deutschen Synchronsprecher würden dich dafür lynchenDann schlage ich mich lieber mit unvollkommenen Untertiteln herum, bekomme aber dafür die Originalstimmen der Schauspieler, während sie SCHAUSPIELERN!
In diesem Zusammenhang: Hab mir letztens mal wieder die gute alte schrecklich nette Familie reingezogen - und zwar so, wie ich's immer mache wenn ich DVDs schaue: Deutsche Synchro, englische Untertitel. So bekomm ich die Stimmen die ich kenne - aber gleichzeitig die Originaltexte um über die Übersetzung zu meckern (im Gegensatz zu deutschen Untertiteln geben die englischen Untertitel ja auch tatsächlich das Skript wider). Jedenfalls: Wenn man hier ab und zu mal zwischen deutsch und englisch wechselt merkt man, dass die deutschen Synchronsprecher tatsächlich schauspielern - während das US-Ensemble eher in die Kamera brüllt. Logisch, wurde vor Publikum aufgenommen. Da war's wichtiger, dass die Texte verstanden werden und nicht, dass die schauspielerische Leistung toll war. Sieht man ja auch oft in deutschen Theaterproduktionen.
(und nur zur Vollständigkeit, weil ich meckern will: Liebe Sitcom-Übersetzer: Wenn in deutsch ein Witz nicht funktioniert und ihn streicht, schön, das gehört zu einer Lokalisierung dazu. Aber denkt dann bitte auch dran die Lachkonserve zu streichen, die ohne Witz keinen Sinn ergibt!)
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Re: The Bunker - Alleine im Atombunker: Interaktiver Film veröffentlicht
Dazu haben sie einen viel zu engen Terminplan. Die haben gar keine Zeit mich zu lynchen, weil eine kleine Kaste von Sprechern so ziemlich alles abdeckt, was es in diesem Bereich gibt.Todesglubsch hat geschrieben: Ich glaube die alteingesessenen deutschen Synchronsprecher würden dich dafür lynchen
Kenne jemand, ausgebildeter Sprecher, der fünf Jahre lang versucht hat in den Synchron-Bereich für Film und TV einzudringen. Es hats dann aufgegeben und macht wieder Projekt-Management
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Re: The Bunker - Alleine im Atombunker: Interaktiver Film veröffentlicht
Okay, das stimmt. Aber das liegt zum Teil halt auch an den Produzenten. Da will man eine "kernige, erfahrene" Stimme und kein unbekannter NoName der vielleicht passen könnte. Siehe Dishonored 2: Wer spricht die deutsche Fassung? Manfred Lehmann. Weil Danneberg vermutlich vergeben war.Kajetan hat geschrieben: Kenne jemand, ausgebildeter Sprecher, der fünf Jahre lang versucht hat in den Synchron-Bereich für Film und TV einzudringen. Es hats dann aufgegeben und macht wieder Projekt-ManagementNein, ehrlich, der Markt ist dicht. Du hörst seit Jahren die immer gleiche kleine Gruppe an Stimmen, die bei den wenigen, den Markt dominierenden Studios unter Vertrag sind. Platz und somit die Chance auf eine neue Stimme wird da nur im Todesfall frei.
Laiensprecher werden nur dann akzeptiert, wenn sie einen Namen haben mit dem man werben kann. Dann bekommen wir grausige Promi-Synchros wo Cindy aus Marzahn was runterleiern darf. Von daher reg ich mich auch immer auf, wenn für irgendwelche Spiele, Filme, was auch immer, solche Promis gecastet werden oder, aktuell noch schlimmer, irgendwelche YouTube-Pfeifen. Aufstrebende Sprecher könnten diese Rollen gut gebrauchen, die brauchen jedes Sprungbrett um irgendwie in den Markt zu kommen. Du kannst noch so gut sprechen, aber wenn du weder Kontakte hast, noch irgendwas im Portfolio, dann kannst du gleich aufgeben.
Beispiel Pro 7: Wer ist der neue Sprecher von Homer Simpson? Christoph Jablonka. Ja, er ist noch nicht so ausgelutscht wie manch andere Sprecher - aber er ist seit Jahren die Station-Voice von Pro 7. Das heißt nicht, dass er deswegen die Rolle bekommen hat - aber das war bestimmt ein Grund, wieso er zum Casting kommen durfte.
Desweiteren: Dass deutsche Synchronarbeiten aus irgendeinem Grund nur auf Hochdeutsch stehen, stört mich auch. Keine Sprachfehler, nichts natürliches, immer aalglattes Hochdeutsch. WENN dann tatsächlich mal jemand aus der Reihe fällt, fällt das sofort auf. In Uncharted 4 z.B. schafft es der Sprecher von Nates Bruder nicht das Wörtchen "nicht" auszusprechen, denn er sagt grundsätzlich "nich'". Und Überraschung: Macht die Rolle gleich viel glaubwürdiger.
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lichtpunkt
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Re: The Bunker - Alleine im Atombunker: Interaktiver Film veröffentlicht
Yep, die Wahrheit liegt wohl eher wieder irgendwo dazwischen! Es gibt einige derart gute Lokalisierungen (vor allem im Literaturbereich) das Romane nochmal ordentlich aufgewertet wurden. Auch hier denke ich, wie Kajetan erwähnt, wird der Markt durch einige Eliten aufgeteilt sein, jeder gute Autor hat seinen eigenen Hofübersetzer in unserem Land. Ich werde mit dem Englischen persönlich auch nie warm werden, die Sprache klingt in meinen Ohren einfach schräg, mißtönig und auch immer etwas nervig/überkandidelt, wahrscheinlich wie umgekehrt unsere deutsche Sprache in fremden Ohren (oft behauptet) ein schlimmes Klangbild ergibt. Einige Schauspieler haben im Original auch ne furchtbare Stimme, die sollten zwangssynchronisiert werden.
Ich denke, dass habe ich jedenfalls schon oft beobachtet (auch bei mir), dass Gags in der Originalsprache einfach besser zünden, weil die Euphorie eine Pointe eines anderen Kulturkreises in einer anderen Sprache erkannt zu haben, da mit reinschlägt. Besonders betrifft das Wortspiele, die sich naturgemäß nat. nur schwer transportieren lassen. Einen Ami würde das sicher an vielen Stellen nur ein müdes Gähnen entlocken, wo sich unsereins als Fremdsprachler kringelig lacht
Naja, wollen wir mal hoffen das die Technik eines Tages so weit ist, dass Sprachbarrieren grundsätzlich fallen und man sein Hirn mit anderen unwichtigen Dingen vollstopfen kann, als mit schnöden Vokabeln und fremder Grammatik.
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lichtpunkt
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Re: The Bunker - Alleine im Atombunker: Interaktiver Film veröffentlicht
Yep, das hab ich auch schon bemängelt, ein wenig Dialekt oder Umgangssprache tun einigen Rollen gut, geben tuts das schon, aber sehr oft wird dann hoffnungslos übers Ziel hinausgeschossen und eine regelrechte Dialektparodie draus, dann nervts auf der anderen Seite oder wirkt völlig albern. Irgendwie trifft man nur schwer die goldene Mitte in diesem Sektor.Todesglubsch hat geschrieben: Desweiteren: Dass deutsche Synchronarbeiten aus irgendeinem Grund nur auf Hochdeutsch stehen, stört mich auch. Keine Sprachfehler, nichts natürliches, immer aalglattes Hochdeutsch. WENN dann tatsächlich mal jemand aus der Reihe fällt, fällt das sofort auf. In Uncharted 4 z.B. schafft es der Sprecher von Nates Bruder nicht das Wörtchen "nicht" auszusprechen, denn er sagt grundsätzlich "nich'". Und Überraschung: Macht die Rolle gleich viel glaubwürdiger.
- Todesglubsch
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Re: The Bunker - Alleine im Atombunker: Interaktiver Film veröffentlicht
Das Problemchen ist, dass deutsche Dialekte sich eigentlich auch nur für Parodien eignen. Ausländische Dialekte klingen dagegen immer irgendwie gekünstelt. Mir reichen ja schon kleinigkeiten, wie eben das fehlte t bei nicht. Also solche Dinge, die professionelle Sprachtrainer versuchen wegzutrainieren - aber die letzten Endes die Rolle würziger machen.lichtpunkt hat geschrieben:Yep, das hab ich auch schon bemängelt, ein wenig Dialekt oder Umgangssprache tun einigen Rollen gut, geben tuts das schon, aber sehr oft wird dann hoffnungslos übers Ziel hinausgeschossen und eine regelrechte Dialektparodie draus
Was die Gags angeht: Das ist immer schwierig. Wenn der Witz nicht übersetzbar ist, dann muss man ihn entweder fallenlassen - oder sich etwas anderes ausdenken, was aber den Sinn des Originals überträgt. Schwer - vor allem, wenn das Original eher ernster ist. In diesem Sinne mag ich übrigens die Dragon Quest-Übersetzungen von Square Enix. Die englische Fassung enthällt haufenweise (teils schreckliche) Wortspiele. Die deutsche Fassung hingegen hat die englische Übersetzung größtenteils ignoriert und sich eigene (teils schreckliche) Wortspiele für Gegnernamen und Orte ausgedacht ... oder geklaut. Aus den "Evil Henchmen" wurden immerhin "Pöse Purchen". Muss man zu Poden chleudern!
