Es kommt nicht darauf an ob sie damit Erfolg haben könnten. Wie du schon geschrieben hast spekuliert die Firma (Es gibt in den USA einen ganzen Industriezweig der nichts anderes macht) das Valve einen Ausgleich anstrebt. Sich zu verteidigen würde Valve Millionen kosten. Ein Vergleich vielleicht ein paar hunderttausend Dollar.Ryan2k6 hat geschrieben:Rechnen sich die Kläger hier wirklich realistische Chancen aus? Kann mir nur vorstelen, dass sie auf einen Vergleich spekulieren, damit Valve den Kack aus der Welt schafft und wieder Ruhe hat, bei einem Prozess sind doch kaum Erfolgschancen vorhanden? Oder etwa doch?
Oder ist das wie bei den praktischen vorgeschriebenen UEs von Abmahnanwälten und sobald Vavle hier was zahlt kommen 20 weitere Aasgeier?
Valve Software: British Telecommunications verklagt den Steam-Betreiber aufgrund von Patentverletzungen
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- |Chris|
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Re: Valve Software: British Telecommunications verklagt den Steam-Betreiber aufgrund von Patentverletzungen
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johndoe711686
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Re: Valve Software: British Telecommunications verklagt den Steam-Betreiber aufgrund von Patentverletzungen
Ist das aber nicht ähnlich einem Schuldeingeständnis?
- Kajetan
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Re: Valve Software: British Telecommunications verklagt den Steam-Betreiber aufgrund von Patentverletzungen
Nein. Es ist ein Vergleich. Aussergerichtlich. Ohne Schuldspruch und in der Regel auch ohne dass Details über den Vergleich in die Öffentlichkeit dringen.Ryan2k6 hat geschrieben:Ist das aber nicht ähnlich einem Schuldeingeständnis?
Denn manche Vergleiche können damit enden, dass der Kläger nur sehr wenig oder GAR NICHTS bekommt, weil die Beklagten genug Argumente haben, um einen erfolgreichen Prozess für den Kläger fast unmöglich zu machen, die Beklagten aber kein Interesse an einem großartig durch die Öffentlickeit gezerrten Prozess haben. Sowas passiert z.B. oft bei Promis, die von irgendwelchen Nobodies mit absurden Klagen überzogen werden, in der Hoffnung auf den großen Reihbach. Da trifft man sich aussergerichtlich, der Kläger bekommt ausreichend Fakten vorgelegt, an Hand derer klar ersichtlich ist wie sinnlos eine Weiterführung der Klage wäre, nebst einem Scheck über eine kleine, harmlose Summe aus der hinteren rechten Ecke der Portokasse der Putzfrau des Stars. Der Kläger nimmt an, weil er sonst gar nix bekommt und die Sache ist gegessen.
Sprich, hier kann Valve auf Grund des sehr schwammigen Charakters der in Frage kommenden Patente, zusammen mit Prior Art, drohen eine entsprechende Gegenklage wegen betrügerischer Ausnutzung des Patentsystems loszutreten, falls BT die Klage nicht zurücknimmt. Und je nachdem wie gut die Valve-Anwälte sowas vorbereiten, könnte BT kalte Füße bekommen und alles abblasen. Ist auch ein Vergleich
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johndoe711686
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Re: Valve Software: British Telecommunications verklagt den Steam-Betreiber aufgrund von Patentverletzungen
Was dann wieder zu der Frage führt, warum das Ganze lostreten? Schätzen die ihre Chancen falsch ein? Oder reichen ihnen die Peanuts die da rauskommen?
- |Chris|
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Re: Valve Software: British Telecommunications verklagt den Steam-Betreiber aufgrund von Patentverletzungen
Kommt drauf an was du als Peanuts bezeichnest. Im Falle von Valve und der Tatsache das die 'Patente' so ziemlich alles abdecken was Valve tut wäre sogar so ein Peanut im fünfstelligem Bereich. Und für den Kläger ist so etwas in der Regel mit keinerlei Risiken verbunden. Zwar besteht theoretisch die Möglichkeit einer Gegenklage aber passiert nicht weil es, wie oben schon geschrieben, Millionen kosten kann.Ryan2k6 hat geschrieben:Was dann wieder zu der Frage führt, warum das Ganze lostreten? Schätzen die ihre Chancen falsch ein? Oder reichen ihnen die Peanuts die da rauskommen?
Selbst im Falle eines Sieges kannst du vergessen das der Patentverwerter die Anwaltskosten zahlen kann. Da wird Konkurs erklärt und ggf. wird das Vermögen der Geschäftsführer gepfändet. Aber die werden , oh Wunder, nichts haben was gepfändet werden könnte. Danach wird einfach das nächste Unternehmen gegründet.
- Kajetan
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Re: Valve Software: British Telecommunications verklagt den Steam-Betreiber aufgrund von Patentverletzungen
Warum das Ganze lostreten? Weil es auf Grund der bestehenden Rechtslage so gut wie kein Risiko für einen Patent-Troll gibt.Ryan2k6 hat geschrieben:Was dann wieder zu der Frage führt, warum das Ganze lostreten? Schätzen die ihre Chancen falsch ein? Oder reichen ihnen die Peanuts die da rauskommen?
Das ist ja das Fatale am Mißbrauch des Patentwesens. Es besteht KEIN Risiko hier auf den Putz zu hauen. Man muss nur schlau genug sein um rechtzeitig erkennen zu können, wann man sich besser zurückzieht und lieber ein anderes, wehrloseres Opfer behelligt.
- die-wc-ente
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Re: Valve Software: British Telecommunications verklagt den Steam-Betreiber aufgrund von Patentverletzungen
Es war auch nicht so ernst gemeint :wink:Kajetan hat geschrieben:Nö. Muss er nicht. Also nicht, um Geld für den Patenttroll abzuhebendie-wc-ente hat geschrieben:Dann muss Gabe wohl bald mal zum GeldautomatenDie Klage sei in Delaware eingereicht worden, wo die Chance auf einen Erfolg statistisch besonders hoch sei
Valve hat genug Kohle, um entsprechend qualifizierte Anwälte zu bezahlen, die diese halbgaren Nicht-Patente über einige Instanzen hinweg in der Luft zerreissen können. Wer nicht genug Geld hat, verliert aber, so als Ausgleich dafür, dass man nicht genug Geld hat, noch mehr Geld.
- an_druid
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- Ryo Hazuki
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Re: Valve Software: British Telecommunications verklagt den Steam-Betreiber aufgrund von Patentverletzungen
Da wird Valve jetzt sicher ganz arm kommt es zu einer Veruteilung. Oh Nein Oh nein! Die sind ja schon fast pleite...
- Balla-Balla
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Re: Valve Software: British Telecommunications verklagt den Steam-Betreiber aufgrund von Patentverletzungen
Man beachte auch den Ort der Klage. Delaware ist DER Ort für Briefkastenfirmen in den USA schlechthin. Panama dagegen ist ein Musterbeispiel von Rechtschaffenheit.
Dieser winzige Staat, der selbst nichts auf die Beine gestellt bekommt, lebt von Steuerhinterziehern und Verbrechern jeglicher couleur. Das mit den Prozessen war mir neu. Offensichtlich bringt die Annahme dieser, zusätzlich ein gewisses Plus in die Staatskasse. Die Ganze Staatsstruktur erscheint mir höchst mafiös.
Mich wundert nur sehr, dass die US Gesetzgebung es offensichtlich nicht zulässt, diesem verbrecherischen Gebilde im eigenen Land das Handwerk zu legen, was man andererseits sogar in der Schweiz geschafft hat.
Wahrscheinlich müssten sie dazu die Army einmarschieren lassen.
Dieser winzige Staat, der selbst nichts auf die Beine gestellt bekommt, lebt von Steuerhinterziehern und Verbrechern jeglicher couleur. Das mit den Prozessen war mir neu. Offensichtlich bringt die Annahme dieser, zusätzlich ein gewisses Plus in die Staatskasse. Die Ganze Staatsstruktur erscheint mir höchst mafiös.
Mich wundert nur sehr, dass die US Gesetzgebung es offensichtlich nicht zulässt, diesem verbrecherischen Gebilde im eigenen Land das Handwerk zu legen, was man andererseits sogar in der Schweiz geschafft hat.
Wahrscheinlich müssten sie dazu die Army einmarschieren lassen.
- saxxon.de
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Re: Valve Software: British Telecommunications verklagt den Steam-Betreiber aufgrund von Patentverletzungen
Hier hast du die Antwort auf die Frage warum die US-Gesetzgebung das zulässt (vorausgesetzt du verstehst Englisch gut):Balla-Balla hat geschrieben: Mich wundert nur sehr, dass die US Gesetzgebung es offensichtlich nicht zulässt, diesem verbrecherischen Gebilde im eigenen Land das Handwerk zu legen, was man andererseits sogar in der Schweiz geschafft hat.
https://www.youtube.com/watch?v=3bxcc3SM_KA
Die Kurzfassung lautet: Um eine Gesetzesänderung zu erwirken muss ein Gremium aus Prozessanwälten im US-Senat dafür stimmen. Aber die sind natürlich mehr daran interessiert, weiterhin mit besagten Prozessen Reibach zu machen. Im Endeffekt fragt man einen Haufen Leute ob sie in Zukunft weniger Geld verdienen möchten.
Oder noch kürzer ausgedrückt: Die Lobbyisten im Senat sind zu einflussreich.
- Sabrehawk
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Re: Valve Software: British Telecommunications verklagt den Steam-Betreiber aufgrund von Patentverletzungen
Es handelt sich hier nur um Ideenpatente deshalb auch nur in den USA möglich. Allerdings sind sie fast alle aus der Periode in der instant messaging als Massenphänomen aufkam, Ende der 90er Jahre und sie sind alle in England von Angestellten der BT entwickelt worden..von klassischen Patent-Trollen kann man hier wirklich nicht sprechen...ich würde eher sagen Gabe hat sich hier eindeutig bedient ohne zu blechen...denn Steam kam 2003 auf den Markt...alle erwähnten Patente wurden VORHER erteilt und haben tatsächlich einen direkten Bezug zur Arbeitsweise von Steam.
Die 1846 gegründete BT ist das älteste Telekom Unternehmen der Welt, ist ein klein bischen größer als Steam....nur mal so nebenbei...18.3 mrd pfund jahresumsatz.....
Die 1846 gegründete BT ist das älteste Telekom Unternehmen der Welt, ist ein klein bischen größer als Steam....nur mal so nebenbei...18.3 mrd pfund jahresumsatz.....
- Temeter
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Re: Valve Software: British Telecommunications verklagt den Steam-Betreiber aufgrund von Patentverletzungen
Also entscheiden die Juristen über Gesetze. Hört sich doch mal arg demokratisch an.saxxon.de hat geschrieben:Hier hast du die Antwort auf die Frage warum die US-Gesetzgebung das zulässt (vorausgesetzt du verstehst Englisch gut):Balla-Balla hat geschrieben: Mich wundert nur sehr, dass die US Gesetzgebung es offensichtlich nicht zulässt, diesem verbrecherischen Gebilde im eigenen Land das Handwerk zu legen, was man andererseits sogar in der Schweiz geschafft hat.
https://www.youtube.com/watch?v=3bxcc3SM_KA
Die Kurzfassung lautet: Um eine Gesetzesänderung zu erwirken muss ein Gremium aus Prozessanwälten im US-Senat dafür stimmen. Aber die sind natürlich mehr daran interessiert, weiterhin mit besagten Prozessen Reibach zu machen. Im Endeffekt fragt man einen Haufen Leute ob sie in Zukunft weniger Geld verdienen möchten.
Oder noch kürzer ausgedrückt: Die Lobbyisten im Senat sind zu einflussreich.
- Balla-Balla
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Re: Valve Software: British Telecommunications verklagt den Steam-Betreiber aufgrund von Patentverletzungen
Dann lag ich gar nicht so falsch mit der Annahme, dass hier nur die Army helfen kann. Da is nix mit Lobbyisten, der US Präsident ist alleiniger Oberbefehlshaber. Könnte Obama also noch machen, kurz vor Trump.saxxon.de hat geschrieben:Hier hast du die Antwort auf die Frage warum die US-Gesetzgebung das zulässt (vorausgesetzt du verstehst Englisch gut):Balla-Balla hat geschrieben: Mich wundert nur sehr, dass die US Gesetzgebung es offensichtlich nicht zulässt, diesem verbrecherischen Gebilde im eigenen Land das Handwerk zu legen, was man andererseits sogar in der Schweiz geschafft hat.
https://www.youtube.com/watch?v=3bxcc3SM_KA
Die Kurzfassung lautet: Um eine Gesetzesänderung zu erwirken muss ein Gremium aus Prozessanwälten im US-Senat dafür stimmen. Aber die sind natürlich mehr daran interessiert, weiterhin mit besagten Prozessen Reibach zu machen. Im Endeffekt fragt man einen Haufen Leute ob sie in Zukunft weniger Geld verdienen möchten.
Oder noch kürzer ausgedrückt: Die Lobbyisten im Senat sind zu einflussreich.
Das wäre doch echt mal eine Überraschung und angenehme Abwechslung vom derzeitigen Dauerbrenner der Pressemedien.
