BIU: Jeder vierte Gamer bestellt Computer- und Videospiele vor; Kauf per Download hat sich als Alternative etabliert

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Sir Richfield
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Re: BIU: Jeder vierte Gamer bestellt Computer- und Videospiele vor; Kauf per Download hat sich als Alternative etabliert

Beitrag von Sir Richfield »

Ich dampfe das mal runter auf das meiner Meinung nach grundliegende Problem unserer Diskussion:
Chris Dee hat geschrieben:Aber Majors sind halt grundsätzlich immer die Bösen ...
Nein!
eigentlichegal
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Re: BIU: Jeder vierte Gamer bestellt Computer- und Videospiele vor; Kauf per Download hat sich als Alternative etabliert

Beitrag von eigentlichegal »

Sir Richfield hat geschrieben: Wieso du Anno 2205 nicht vorbestellen willst, weil AC Unity mies war, erschließt sich mir nicht.
Warum sollen die Anno Entwickler unter der Verfehlung der AC Planer leiden?
Ersetze Publisher durch Entwickler und dann klappt's. :)
Kajetan hat geschrieben: Denn die Versuchung für Publisher auf Grund der Vorbestellungen die Qualität schleifen zu lassen, ist sehr hoch und in einer Firma, wo es nur um den Abschluß möglichst guter Quartale geht, wird irgendwann auf alles geschissen, was mit Qualität zu tun hat, solange das Quartalsergebnis nicht darunter leidet.
Aber genau das war doch mein Punkt. Der Entwickler hat gar keinen Anreiz die Qualität zu sehr schleifen zu lassen, zumindest nicht auf Dauer, denn sonst werden auch die Vorbesteller merken, dass man eben jene Spiele von diesem Entwickler nicht vorbestellen kann, da sie einfach kaputt sind. Zugegeben, man würde ein Spiel länger unter mieser Qualität leiden, aber eben doch nur dieses eine Spiel mehr.
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Sir Richfield
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Re: BIU: Jeder vierte Gamer bestellt Computer- und Videospiele vor; Kauf per Download hat sich als Alternative etabliert

Beitrag von Sir Richfield »

eigentlichegal hat geschrieben:
Sir Richfield hat geschrieben: Wieso du Anno 2205 nicht vorbestellen willst, weil AC Unity mies war, erschließt sich mir nicht.
Warum sollen die Anno Entwickler unter der Verfehlung der AC Planer leiden?
Ersetze Publisher durch Entwickler und dann klappt's. :)
Ist immerhin differenzierter.
Blöd nur, dass Entwickler unter Publishern auch nicht immer aus denselben Leuten bestehen müssen, wie im letzten Spiel.

Was ich sagen will ist, dass du halt erst dann weißt, wie ein Spiel ist, wenn es auf dem Markt ist.
Zu keinem Zeitpunkt vorher kannst du als potentieller Kunde das erkennen.
(Du kannst natürlich sowas diffuses wissen wie "RTS ist grundsätzlich nicht mein Genre" oder "Ich habe keinen Bock auf einen Modern Military Shooter" oder "Das Artdesign ist Grütze, totale!")
Aber genau das war doch mein Punkt. Der Entwickler hat gar keinen Anreiz die Qualität zu sehr schleifen zu lassen, zumindest nicht auf Dauer, denn sonst werden auch die Vorbesteller merken, dass man eben jene Spiele von diesem Entwickler nicht vorbestellen kann, da sie einfach kaputt sind. Zugegeben, man würde ein Spiel länger unter mieser Qualität leiden, aber eben doch nur dieses eine Spiel mehr.
Das wäre das Ideal.
In der Realität kaufen die Leute weiterhin Spiele, weil Atari dransteht.
Oder Syndicate. Oder Dungeon Keeper. Oder NfS. Oder FIFA.
In dieser Beziehung ist "der Kunde", freundlich gesagt, komplett ohne einen Hauch von Langzeitgedächnis.
Grauer_Prophet
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Re: BIU: Jeder vierte Gamer bestellt Computer- und Videospiele vor; Kauf per Download hat sich als Alternative etabliert

Beitrag von Grauer_Prophet »

Einige davon habe ich weiter oben aufgelistet und verlinkt. Vorbestellen mag für Dich in diesem Moment persönlich bequem und lustig sein, im größeren, langfristigen Rahmen schadet es aber allen, auch Dir.
Du klingst wie der Text auf meinen Zigaretten Schachteln :lol:
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Sir Richfield
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Re: BIU: Jeder vierte Gamer bestellt Computer- und Videospiele vor; Kauf per Download hat sich als Alternative etabliert

Beitrag von Sir Richfield »

Grauer_Prophet hat geschrieben:Du klingst wie der Text auf meinen Zigaretten Schachteln :lol:
Das ist weniger Zufall, als du vielleicht zu glauben bereit bist.

Der Inhalt deines Kippenschachteltextes ist übrigens wahr. Also, falls du den Vergleich noch weiterführen willst. ;)
Chris Dee
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Re: BIU: Jeder vierte Gamer bestellt Computer- und Videospiele vor; Kauf per Download hat sich als Alternative etabliert

Beitrag von Chris Dee »

Kajetan hat geschrieben:...
Sorry, Kajetan, aber für mich liest sich das eher wie Fundamentalkritik an Kapitalismus, Wachstumsgläubigkeit, Börsenhandel oder was auch immer. Da mag ja auch durchaus viel Wahres dran sein, aber mit dem Vorbestellen hat das alles doch nur am Rande zu tun.
Kajetan hat geschrieben: Denn die Versuchung für Publisher auf Grund der Vorbestellungen die Qualität schleifen zu lassen, ist sehr hoch und in einer Firma, wo es nur um den Abschluß möglichst guter Quartale geht, wird irgendwann auf alles geschissen, was mit Qualität zu tun hat, solange das Quartalsergebnis nicht darunter leidet.
Aber das ist doch einfach nur eine kühne Behauptung, für die Du keinerlei Belege hast. Oder hast Du eine Wanze in irgendeine Ubisoft- oder EA-Sitzung geschmuggelt, die dann tatsächlich so etwas aufgefangen hat wie "Hey guys, wegen der vielen total verblödeten Vorbesteller können wir eh veröffentlichen was wir wollen. Deshalb werden jetzt mal alle Budgets um 20% verringert und alle Entwicklungszeiträume um drei Monate verkürzt!"? Es ist ja nicht so als würde ich Deine Standpunkte und Kommentare nicht regelmäßig schätzen, aber das ist für mich dann doch hart an der Grenze zu abstruser Verschwörungstheorie.

Natürlich denkt und handelt man in einem börsennotierten Unternehmen anders als in einem Familienbetrieb, aber auch auch dort weiß man, dass nach dem letzten Quartalsbericht vor dem nächsten Quartalsbericht ist. Es gibt Jahresberichte, Aktionärsversammlungen und neben der kurz- zumindest auch noch eine mittelfristige Perspektive. Nicht umsonst schaut sich Dein Finanzberater bei der Frage, welche Aktien Du in Deinem Depot haben willst, nicht den letzten Quartalsbericht an, sondern die Aussichten für die Zukunft. Aktien spiegeln niemals einfach nur die letzten Berichte wider, sondern sind immer eine Wette auf die Zukunft, und deshalb kann man die Zukunft jenseits des nächsten Quartalsberichts als börsennotiertes Unternehmen auch nicht einfach komplett ignorieren.

Hier mal zwei kühne Behauptungen von mir, ebenso ohne Beleg, aber mindestens genauso plausibel:

1) Die Hauptversuchung für ein Schleifenlassen der Qualität ist das mittlerweile stillschweigend angenommene 24/7-Online-Sein der Käufer, weshalb prinzipiell alles jederzeit und innerhalb kürzester Zeit gepatcht werden kann. Daran würde ein Verzicht auf das Vorbestellen auch nicht das Geringste ändern.

2) Wenn Du das Vorbestellen abschaffst, werden aus (Deinem Bild nach) hirntoten Konsumzombievorbestellern halt einfach hirntote Konsumzombieersttagskäufer und Du gewinnst genau - gar nichts. Diesen Leuten werden Testberichte, die sie möglicherweise vom Kauf abhalten könnten, am Tag der Veröffentlichung ebenso egal sein wie während der gesamten Vorbestellphase. Das Ding wird einfach so schnell wie möglich gekauft und gut ist.
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sourcOr
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Re: BIU: Jeder vierte Gamer bestellt Computer- und Videospiele vor; Kauf per Download hat sich als Alternative etabliert

Beitrag von sourcOr »

Chris Dee hat geschrieben:2) Wenn Du das Vorbestellen abschaffst, werden aus (Deinem Bild nach) hirntoten Konsumzombievorbestellern halt einfach hirntote Konsumzombieersttagskäufer und Du gewinnst genau - gar nichts. Diesen Leuten werden Testberichte, die sie möglicherweise vom Kauf abhalten könnten, am Tag der Veröffentlichung ebenso egal sein wie während der gesamten Vorbestellphase. Das Ding wird einfach so schnell wie möglich gekauft und gut ist.
Doch. Die unsäglichen Vorbestellerboni sterben dann endlich aus :)
Mal als Beispiel Total War: Warhammer. Da gabs nen ordentlichen Shitstorm und schwupps wurde diese eine Fraktion für Vorbesteller einfach allen Release-Käufern in der ersten Woche dazugegeben. Das ist doch weitaus positiver für alle.

Es geht aber auch gar net darum, Vorbestellen abzuschaffen, sondern dass die Leute das von sich aus einfach nicht mehr tun wollen. Das wäre eine ideale Entwicklung.
Chris Dee
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Re: BIU: Jeder vierte Gamer bestellt Computer- und Videospiele vor; Kauf per Download hat sich als Alternative etabliert

Beitrag von Chris Dee »

Chris Dee hat geschrieben:
Kajetan hat geschrieben:...
Sorry, Kajetan, aber für mich liest sich das eher wie Fundamentalkritik an Kapitalismus, Wachstumsgläubigkeit, Börsenhandel oder was auch immer. Da mag ja auch durchaus viel Wahres dran sein, aber mit dem Vorbestellen hat das alles doch nur am Rande zu tun.
Kajetan hat geschrieben: Denn die Versuchung für Publisher auf Grund der Vorbestellungen die Qualität schleifen zu lassen, ist sehr hoch und in einer Firma, wo es nur um den Abschluß möglichst guter Quartale geht, wird irgendwann auf alles geschissen, was mit Qualität zu tun hat, solange das Quartalsergebnis nicht darunter leidet.
Aber das ist doch einfach nur eine kühne Behauptung, für die Du keinerlei Belege hast. Oder hast Du eine Wanze in irgendeine Ubisoft- oder EA-Sitzung geschmuggelt, die dann tatsächlich so etwas aufgefangen hat wie "Hey guys, wegen der vielen total verblödeten Vorbesteller können wir eh veröffentlichen was wir wollen. Deshalb werden jetzt mal alle Budgets um 20% verringert und alle Entwicklungszeiträume um drei Monate verkürzt!"? Es ist ja nicht so als würde ich Deine Standpunkte und Kommentare nicht regelmäßig schätzen, aber das ist für mich dann doch hart an der Grenze zu abstruser Verschwörungstheorie.

Natürlich denkt und handelt man in einem börsennotierten Unternehmen anders als in einem Familienbetrieb, aber auch auch dort weiß man, dass nach dem letzten Quartalsbericht vor dem nächsten Quartalsbericht ist. Es gibt Jahresberichte, Aktionärsversammlungen und neben der kurz- zumindest auch noch eine mittelfristige Perspektive. Nicht umsonst schaut sich Dein Finanzberater bei der Frage, welche Aktien Du in Deinem Depot haben willst, nicht den letzten Quartalsbericht an, sondern die Aussichten für die Zukunft. Aktien spiegeln niemals einfach nur die letzten Berichte wider, sondern sind immer eine Wette auf die Zukunft, und deshalb kann man die Zukunft jenseits des nächsten Quartalsberichts als börsennotiertes Unternehmen auch nicht einfach komplett ignorieren.

Hier mal zwei kühne Behauptungen von mir, ebenso ohne Beleg, aber mindestens genauso plausibel:

1) Die Hauptversuchung für ein Schleifenlassen der Qualität ist das mittlerweile stillschweigend angenommene 24/7-Online-Sein der Käufer, weshalb prinzipiell alles jederzeit und innerhalb kürzester Zeit gepatcht werden kann. Daran würde ein Verzicht auf das Vorbestellen auch nicht das Geringste ändern.

2) Wenn Du das Vorbestellen abschaffst, werden aus (Deinem Bild nach) hirntoten Konsumzombievorbestellern halt einfach hirntote Konsumzombieersttagskäufer und Du gewinnst genau - gar nichts. Diesen Leuten werden Testberichte, die sie möglicherweise vom Kauf abhalten könnten, am Tag der Veröffentlichung ebenso egal sein wie während der gesamten Vorbestellphase. Das Ding wird einfach so schnell wie möglich gekauft und gut ist.
Nachtrag:

Am Ende des Tages verbessern Vorbesteller einfach nur den Cash Flow eines Unternehmens - nicht mehr und nicht weniger. Diese Verbesserung ist nicht per se gut oder schlecht, sondern es ist das Unternehmen, das darüber entscheidet, wie man sie nutzt - im einen Extremfall für geile, fehlerfreie neue Spiele, im anderen Extremfall zur totalen Kundenabzocke. Letztlich ist es Aufgabe des Konsumenten, darüber zu entscheiden, welche Entwicklerteams/Publisher sich diesen Bonus verdient haben und welche nicht. Wenn der Konsument an dieser Stelle versagt, bringt es nichts, das Werkzeug an sich zu verteufeln. Schließlich beschwert sich ja auch niemand, wenn der nächste Teil der "Witcher"-Reihe von möglichst vielen Vorbestellern profitiert ...
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Kajetan
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Re: BIU: Jeder vierte Gamer bestellt Computer- und Videospiele vor; Kauf per Download hat sich als Alternative etabliert

Beitrag von Kajetan »

Chris Dee hat geschrieben:
Kajetan hat geschrieben:...
Sorry, Kajetan, aber für mich liest sich das eher wie Fundamentalkritik an Kapitalismus, Wachstumsgläubigkeit, Börsenhandel oder was auch immer. Da mag ja auch durchaus viel Wahres dran sein, aber mit dem Vorbestellen hat das alles doch nur am Rande zu tun.
Nö. Vorbestellen ist Teil des Themas. Was uns bequem erscheint, dient letztendlich nur der kurzfristigen Aktienwertsteigerung.

Denn warum glaubst Du, gibt es denn all diese Spiele? Damit wir Spaß haben? Diese Spiele werden gemacht, damit sich Aktionäre voller Freude ins Höschen machen können, wenn CoD XYZ wieder alle Umsatzrekorde schlägt. Der einzige Grund, warum nahezu ALLE Spiele existieren. Aktienkurssteigerung für Investoren oder "nur" Lebensunterhaltssicherung für Indie-Entwickler. Unser ganzes Hobby ist nichts weiter als ein riesengroßes Geschäftsmodell und wir selbst nichts weiter als eine durch Marketing steuerbare, ausbeutbare Ressource. Ob wir dabei halbwegs bewusst handelnde Konsumenten oder nur leicht beeinflussbare Schafe sind, spielt grundsätzlich keine Rolle.

Ist das Kapitalismuskritik?

Ja! Aber nicht, um ihn abzuschaffen, sondern um ihn besser zu machen :)

Aber das ist doch einfach nur eine kühne Behauptung, für die Du keinerlei Belege hast.
Dafür braucht es keine Augen- und Ohrenzeugen, das ergibt sich zwangsläufig aus den Rahmenbedigungen, unter denen vor allem die Majors operieren. Alles ist gut, was den Kurs steigen lässt. Alles ist schlecht, was den Kurs NICHT steigen lässt. Das sind die Rahmenbedingungen und daran orientiert sich alles, was vor allem die Majors tagein, tagaus entscheiden, das ist die Triebfeder und Motivation von Vorständen und Top-Managern.

Weisst Du noch als Bobby Kotick darüber siniert hatte, dass Spiele und vor allem die Arbeit an Spielen keinen Spaß machen muss, solange sie nur gut genug verkauft werden? Bobby ist die Qualität scheissegal, solange die Zahlen stimmen. Qualität alleine ist dort nichts, was wichtig ist. Qualität ist nur dann wichtig, wenn ein unterschrittener Qualitätsgrenzwert die Umsätze sinken lässt. Deswegen packt man die Majors nicht über das Rumjammern über Spiele, sondern nur über das Nicht-Kaufen, respektive Vorbestellen von Spielen.
Zuletzt geändert von Kajetan am 04.08.2016 14:33, insgesamt 1-mal geändert.
Chris Dee
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Re: BIU: Jeder vierte Gamer bestellt Computer- und Videospiele vor; Kauf per Download hat sich als Alternative etabliert

Beitrag von Chris Dee »

sourcOr hat geschrieben:
Chris Dee hat geschrieben:2) Wenn Du das Vorbestellen abschaffst, werden aus (Deinem Bild nach) hirntoten Konsumzombievorbestellern halt einfach hirntote Konsumzombieersttagskäufer und Du gewinnst genau - gar nichts. Diesen Leuten werden Testberichte, die sie möglicherweise vom Kauf abhalten könnten, am Tag der Veröffentlichung ebenso egal sein wie während der gesamten Vorbestellphase. Das Ding wird einfach so schnell wie möglich gekauft und gut ist.
Doch. Die unsäglichen Vorbestellerboni sterben dann endlich aus :)
Dann gibt's halt stattdessen in den ersten sieben Tagen nach Erscheinen eines Titel irgendeinen anderen Early-Bird-Bonus, mit dem man die Leute (erfolgreich) zum Frühkauf wird animieren können. Dass die Branche auch für solche Situationen mit ausreichend kreativem Marketing-Potential gesegnet ist, hat sie doch wohl in der Vergangenheit bewiesen ...
sourcOr hat geschrieben: Es geht aber auch gar net darum, Vorbestellen abzuschaffen, sondern dass die Leute das von sich aus einfach nicht mehr tun wollen. Das wäre eine ideale Entwicklung.
Weiß nicht. Wenn ein Publisher/Entwickler sich diesen Bonus durch konstant überzeugende Veröffentlichungen verdient hat, wieso sollen die Leute den dann nicht durch Vorbestellungen unterstützen - quasi als eine Art Crowdfunding light? Klar, exklusive Vorbesteller-Boni in Form von tatsächlichen Spielinhalten gehen mir auch auf den Sack (insbesondere, wenn es davon bei einem Spiel unzählige Varianten gibt), aber so lange man die später auch anderen zur Verfügung stellt oder alle gemeinsam in eine GOTY packt, habe ich auch damit kein Problem.
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Sir Richfield
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Re: BIU: Jeder vierte Gamer bestellt Computer- und Videospiele vor; Kauf per Download hat sich als Alternative etabliert

Beitrag von Sir Richfield »

Chris Dee hat geschrieben:Am Ende des Tages verbessern Vorbesteller einfach nur den Cash Flow eines Unternehmens - nicht mehr und nicht weniger. Diese Verbesserung ist nicht per se gut oder schlecht, sondern es ist das Unternehmen, das darüber entscheidet, wie man sie nutzt - im einen Extremfall für geile, fehlerfreie neue Spiele, im anderen Extremfall zur totalen Kundenabzocke.
Das ist so ziemlich genau das, was Kajetan sagt.

Mit dem Unterschied, dass Kajetan auf die "Sachzwänge" hinweist, denen Börsenorientierte Unternehmen unterliegen.
Letztlich ist es Aufgabe des Konsumenten, darüber zu entscheiden, welche Entwicklerteams/Publisher sich diesen Bonus verdient haben und welche nicht.
Nein, die Aufgabe des Konsumenten ist es zu konsumieren.
Frag mal lieber einen Kunden. ;)

Aber mal im Ernst: Ja, natürlich. Deshalb diskustieren wir ja auch miteinander und nicht mit der Führungsebene von EA.
WIR sind die Kunden.

WIR sind aber nicht "Der Kunde", denn der benimmt sich sogar aus der kollektiven Sicht dieses Forums wie ein Vollidiot.
(Damit will ich sagen, dass Mitglieder dieses Forums automatisch interessierter und informierter sind als jemand, der NFL auf der Packung sieht und zugreift.)
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Re: BIU: Jeder vierte Gamer bestellt Computer- und Videospiele vor; Kauf per Download hat sich als Alternative etabliert

Beitrag von Sir Richfield »

Chris Dee hat geschrieben:Weiß nicht. Wenn ein Publisher/Entwickler sich diesen Bonus durch konstant überzeugende Veröffentlichungen verdient hat, wieso sollen die Leute den dann nicht durch Vorbestellungen unterstützen
Weil das halt nicht funktioniert. Die meisten Konsumenten fluchen laut über AC Unity und bestellen dann trotzdem den nächsten Teil vor, weil *Hier Ausrede einfügen*.

Guck dir CoDs Absatz und die permante Kritik am Spiel an. Siehst du da einen Lerneffekt?
Oder die Sportspiele von EA.
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Re: BIU: Jeder vierte Gamer bestellt Computer- und Videospiele vor; Kauf per Download hat sich als Alternative etabliert

Beitrag von Chris Dee »

Kajetan hat geschrieben: Denn warum glaubst Du, gibt es denn all diese Spiele? Damit wir Spaß haben? Diese Spiele werden gemacht, damit sich Aktionäre voller Freude ins Höschen machen können, wenn CoD XYZ wieder alle Umsatzrekorde schlägt. ... Unser ganzes Hobby ist nichts weiter als ein riesengroßes Geschäftsmodell und wir selbst nichts weiter als eine durch Marketing steuerbare, ausbeutbare Ressource.
Da gebe ich Dir ja vollkommen Recht, mir ist nur diese ganze Kurzfristigkeit zu schwarz-weiß gemalt. Das klingt immer so als wäre es den Beteiligten vollkommen gleichgültig, ob es das Unternehmen nach dem nächsten Quartalsbericht überhaupt noch gibt und das stimmt in dieser extremen Form einfach nicht. Da arbeiten mehrheitlich auch Leute, die sich nicht alle drei Monate einen neuen Arbeitgeber suchen wollen, die nichts gegen gelegentliche Gehaltserhöhungen haben und bei denen - im Falle eines Arbeitsplatzwechsels - auch gute Referenzen über ihre in der Vergangenheit geleistete Arbeit sicher nicht schaden können. Als bestünde beispielsweise EA zu 99% aus Vorständen und Top-Managern, für die es kein Morgen nach dem nächsten Quartalsbericht gibt, und auf die im Falle einer Pleite bereits der nächste, hochdotierte Millionenposten wartet. Das ist doch Klischee pur.
Deswegen packt man die Majors nicht über das Rumjammern über Spiele, sondern nur über das Nicht-Kaufen, respektive Vorbestellen von Spielen.
Du packst sie genau und einzig und alleine über das finale und endgültige Nicht-Kaufen. Nicht-Vorbestellen hingegen ändert nur dann etwas, wenn daraus am Ende auch ein Nicht-Kaufen wird - statt eines Na-gut-dann-halt-stattdessen-sofort-am-Veröffentlichungstag-Kaufen. Daran glaubst Du doch nicht wirklich, oder?
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Re: BIU: Jeder vierte Gamer bestellt Computer- und Videospiele vor; Kauf per Download hat sich als Alternative etabliert

Beitrag von Grauer_Prophet »

Sir Richfield hat geschrieben:
Grauer_Prophet hat geschrieben:Du klingst wie der Text auf meinen Zigaretten Schachteln :lol:
Das ist weniger Zufall, als du vielleicht zu glauben bereit bist.

Der Inhalt deines Kippenschachteltextes ist übrigens wahr. Also, falls du den Vergleich noch weiterführen willst. ;)
Das Mag schon sein aber wie meine Gesundheit in 50 Jahren kümmert mich auch der Spielemarkt in genau der Zeit recht wenig.Ich genieße lieber das hier und jetzt mit der Kippe im Mund und nen Vorbestellten Spiel im Postkasten.

Wir werden in der Zukunft ganz andere Sorgen haben als die Qualität unsererer Videospiele ;)
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Kajetan
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Re: BIU: Jeder vierte Gamer bestellt Computer- und Videospiele vor; Kauf per Download hat sich als Alternative etabliert

Beitrag von Kajetan »

Sir Richfield hat geschrieben:Guck dir CoDs Absatz und die permante Kritik am Spiel an. Siehst du da einen Lerneffekt?
Oder die Sportspiele von EA.
Es gibt da keinen Lerneffekt, weil die Hauptzielgruppe dieser Spiele kein Problem sieht. Die Hauptzielgruppe von CoD, FIFA und Co. kauft fast nur diese Spiele, da steht im Regal im Grunde nichts anderes. Da kauft man sich eine Konsole NUR DESWEGEN.

Und ja, wie Du schon gesagt hast ... wir hier im Forum sind NICHT Teil der Hauptzielgruppe, auch wenn natürlich, wie überall, zu Überschneidungen kommt. Wir sind für Activision und die anderen Majors nämlich nicht einmal ansatzweise relevant :) Was ok ist, denn das Angebot von Activision und Co. ist für mein Hobby auch nicht mehr relevant.