Nach Amoklauf in München: GAME Bundesverband ruft zu sachlicher Diskussion über gewalthaltige Spiele auf

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Solidus Snake
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Re: Nach Amoklauf in München: GAME Bundesverband ruft zu sachlicher Diskussion über gewalthaltige Spiele auf

Beitrag von Solidus Snake »

Das war aber kein klassicher Schulamoklauf. Sondern eher ein allgemeiner. Ob dort die gleichen Erklärungen gelten wir bei einem reinen Schulamoklauf, da bin ich mir nicht sonderlich sicher.

Unabhängig davon gibt es keine Baller oder Killerspiele. Also ich wüsste nicht, das die Spielhülle, Rohling etc eine Person aktiv schaden zu fügen kann.

Was mir sauer aufgestoßen ist. Das Politker gerne mit Killerspielen argumentieren ist eine Sache. Das aber Journalisten in PKs ebenfalls immer wieder das selbe Wort benutzen stoßt mir schon sehr auf.
Kratosbreaker
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Re: Nach Amoklauf in München: GAME Bundesverband ruft zu sachlicher Diskussion über gewalthaltige Spiele auf

Beitrag von Kratosbreaker »

EllieJoel hat geschrieben:die Lehrer, die Eltern, die Gesellschaft interessiert es meistens 0,0.
fix´d
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Imperator Palpatine
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Re: Nach Amoklauf in München: GAME Bundesverband ruft zu sachlicher Diskussion über gewalthaltige Spiele auf

Beitrag von Imperator Palpatine »

Nun ich gewinne eher den Eindruck dass nun von jenem Verband und Teilen der Gamerschaft ein Ministurm im Wasserglas ausgelöst wird.

Den kurzweiligen Aussagen von Kauder und de Maiziere wurde selbst von Journalisten direkt widersprochen, auch und insbesondere mit Hinweisen auf wissenschaftliche Studien die eben keinen Zusammenhang zwischen Gewalttaten und Videospielen ( First Person Shootern ) feststellen konnten. Zudem wurden sie als billige Ausreden für ein komplexes Problem angesehen.
So zumindest meine Medienanalyse der Reaktionen.

Eher scheint da momentan ein Teil der Spieler ein wenig zu hyperventilieren.

Und - so traurig es auch ist - das Attentat von Ansbach hat den Fokus von einer nicht einmal wirklich aufkommenden Debatte über " Ballerspiele " direkt auf andere Themen gelenkt.
Kaaruzo
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Re: Nach Amoklauf in München: GAME Bundesverband ruft zu sachlicher Diskussion über gewalthaltige Spiele auf

Beitrag von Kaaruzo »

Natürlich sind Videospiele unser geringstes Problem.

Das Problem hat einen ganz anderen Namen und wird halt in Deutschland nicht benannt. Im Ausland schon eher:

http://www.welt.de/politik/ausland/arti ... ultur.html
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Kensuke Tanabe
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Re: Nach Amoklauf in München: GAME Bundesverband ruft zu sachlicher Diskussion über gewalthaltige Spiele auf

Beitrag von Kensuke Tanabe »

Wenn es in Deutschland nicht benannt wird, wieso dann ein Link zu einer deutschen Seite, wo es benannt wird?
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Kajetan
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Re: Nach Amoklauf in München: GAME Bundesverband ruft zu sachlicher Diskussion über gewalthaltige Spiele auf

Beitrag von Kajetan »

ronny_83 hat geschrieben:Die Beurteilung von gewalthaltigen Spiele ist in Deutschland gerade unser geringstes Problem.
Und was spricht dagegen, wenn wir als quasi hauptberufliche Zocker uns darüber unterhalten, anstatt immer nur die Geschichte von "Ich spiele Ballerspiele, seit ich zwei Jahre alt und es hat mir nicht geschadet" auszuwürgen? Gerade WIR sollten uns nämlich über Gewalt in Spielen unterhalten.
johndoe1044785
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Re: Nach Amoklauf in München: GAME Bundesverband ruft zu sachlicher Diskussion über gewalthaltige Spiele auf

Beitrag von johndoe1044785 »

Objection! hat geschrieben:Wenn es in Deutschland nicht benannt wird, wieso dann ein Link zu einer deutschen Seite, wo es benannt wird?
mach das fass gar nicht erst auf
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Kensuke Tanabe
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Re: Nach Amoklauf in München: GAME Bundesverband ruft zu sachlicher Diskussion über gewalthaltige Spiele auf

Beitrag von Kensuke Tanabe »

Kajetan hat geschrieben:
ronny_83 hat geschrieben:Die Beurteilung von gewalthaltigen Spiele ist in Deutschland gerade unser geringstes Problem.
Und was spricht dagegen, wenn wir als quasi hauptberufliche Zocker uns darüber unterhalten, anstatt immer nur die Geschichte von "Ich spiele Ballerspiele, seit ich zwei Jahre alt und es hat mir nicht geschadet" auszuwürgen? Gerade WIR sollten uns nämlich über Gewalt in Spielen unterhalten.
Dann leg mal los.
Mich faziniert nicht mal Gewalt in Videospielen, obwohl ich natürlich auch gewatätige Spiele zocke. Guckt mal auf meine Signatur, mir macht ein Mario Galaxy genausoviel Spaß wie ein Souls Spiel.
Flextastic hat geschrieben:mach das fass gar nicht erst auf
:Blauesauge:
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Stalkingwolf
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Re: Nach Amoklauf in München: GAME Bundesverband ruft zu sachlicher Diskussion über gewalthaltige Spiele auf

Beitrag von Stalkingwolf »

Kaaruzo hat geschrieben:Natürlich sind Videospiele unser geringstes Problem.

Das Problem hat einen ganz anderen Namen und wird halt in Deutschland nicht benannt. Im Ausland schon eher:

http://www.welt.de/politik/ausland/arti ... ultur.html
Diese Seite gehört zum Axel Springer Verlag

haha ... nein!
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Kajetan
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Re: Nach Amoklauf in München: GAME Bundesverband ruft zu sachlicher Diskussion über gewalthaltige Spiele auf

Beitrag von Kajetan »

Objection! hat geschrieben: Dann leg mal los.
Mich faziniert nicht mal Gewalt in Videospielen, obwohl ich natürlich auch gewatätige Spiele zocke. Guckt mal auf meine Signatur, mir macht ein Mario Galaxy genausoviel Spaß wie ein Souls Spiel.
Da haben wir doch ein Thema. Was fasziniert uns an Gewalt in Videospielen? Warum machen uns Spiele mit Gewalt genauso viel (oder ähnlich) Spaß wie Spiele, bei denen kaum oder gar keine Gewalt im Vordergrund steht? Und vor allem, was unterscheidet Spiele mit Konfliktsituationen von Spielen mit expliziter Gewaltanwendung? Gibt es Spiele, die sogar ohne eine wie auch immer geartete Konfliktsituation auskommen? Und wenn ja, wäre es überhaupt klug, wenn es mehr Spiele ohne Gewalt und Konflikt gäbe?
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Kajetan
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Re: Nach Amoklauf in München: GAME Bundesverband ruft zu sachlicher Diskussion über gewalthaltige Spiele auf

Beitrag von Kajetan »

ronny_83 hat geschrieben:
Kajetan hat geschrieben:Und was spricht dagegen, wenn wir als quasi hauptberufliche Zocker uns darüber unterhalten, anstatt immer nur die Geschichte von "Ich spiele Ballerspiele, seit ich zwei Jahre alt und es hat mir nicht geschadet" auszuwürgen? Gerade WIR sollten uns nämlich über Gewalt in Spielen unterhalten.
An sich spricht nix dagegen. Aber das haben wir doch schon oft getan. Das die Politiker wieder in ein Fettnäpchen treten, war ja klar.
Was kümmert uns so dummes Gebrabbel? Hier im Forum schaffen wir es doch auch gewissen Trollen kaum noch Beachtung zu schenken :)
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Kensuke Tanabe
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Re: Nach Amoklauf in München: GAME Bundesverband ruft zu sachlicher Diskussion über gewalthaltige Spiele auf

Beitrag von Kensuke Tanabe »

Ansich beruht Mario ja auch auf Gewalt, Mord und Entführung, ist aber besser eingepackt. Es ist ein Abenteuer bei dem unser Protagonist jeder Zeit was zu verlieren hat, sein Leben, das erzeugt Spannung. Spiele können natürlich auch ganz ohne Gewalt auskommen -> Tetris, aber bei Minesweeper explodieren wieder Bomben, das würde ja auch eher zu den Gewaltspielen zählen. Also was mag ich an gewaltätigen Games? Die Spannung!
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EllieJoel
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Re: Nach Amoklauf in München: GAME Bundesverband ruft zu sachlicher Diskussion über gewalthaltige Spiele auf

Beitrag von EllieJoel »

Kratosbreaker hat geschrieben:
EllieJoel hat geschrieben:die Lehrer, die Eltern, die Gesellschaft interessiert es meistens 0,0.
fix´d
Danke

Eine "Killerspiel" Diskussion wie vor vielen Jahren sehe ich aber nicht mehr kommen. Das würde den Parteien viel zu viele Stimmen kosten mittlerweile. Die Zocker von damals sind heute alle im Erwachsenen Leben angekommen und würden sich mit der Stimmabgabe bedanken. Ausschließen mag ich nichts bei den Leuten der CDU oder SPD aber ich kann es mir nicht vorstellen.
Objection! hat geschrieben:Ansich beruht Mario ja auch auf Gewalt, Mord und Entführung, ist aber besser eingepackt. Es ist ein Abenteuer bei dem unser Protagonist jeder Zeit was zu verlieren hat, sein Leben, das erzeugt Spannung. Spiele können natürlich auch ganz ohne Gewalt auskommen -> Tetris, aber bei Minesweeper explodieren wieder Bomben, das würde ja auch eher zu den Gewaltspielen zählen. Also was mag ich an gewaltätigen Games? Die Spannung!
Mario ist der schlimmste Amokläufer : https://www.youtube.com/watch?v=7WMSQNVhMqA
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muecke-the-lietz
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Re: Nach Amoklauf in München: GAME Bundesverband ruft zu sachlicher Diskussion über gewalthaltige Spiele auf

Beitrag von muecke-the-lietz »

Kajetan hat geschrieben:
ronny_83 hat geschrieben:Die Beurteilung von gewalthaltigen Spiele ist in Deutschland gerade unser geringstes Problem.
Und was spricht dagegen, wenn wir als quasi hauptberufliche Zocker uns darüber unterhalten, anstatt immer nur die Geschichte von "Ich spiele Ballerspiele, seit ich zwei Jahre alt und es hat mir nicht geschadet" auszuwürgen? Gerade WIR sollten uns nämlich über Gewalt in Spielen unterhalten.
Aber nicht jetzt, nicht hier und nicht in diesem Zusammenhang.

Eine kulturwissenschaftliche Diskussion über Gewalt in Unterhaltungsmedien kann gerne geführt werden und warum der Mensch offensichtlich so gerne fiktiver Gewalt zuschaut, oder sie im Falle von Videospielen sogar selbst verübt.

Und darüber wird ja auch oft gesprochen. Gewalt in Games wird ja nun von der Community seit geraumer Zeit in vielen Fällen nicht mehr einfach so hingenommen, sondern nicht allzu selten hinterfragt. Immer dann, wenn Gewalt an die Grenzen geht, wenn es thematisch fragwürdig wird, wenn sie zum Selbstzweck verkommt - immer dann gibt es auch Diskussionen unter Gamern, Bloggern, Journalisten und/oder Spieleentwicklern. Und das sind Leute, die etwas von der Materie verstehen.

Warum brauchen wir Gewalt? Ist jede Form von fiktiver und virtueller Gewalt ok? Darf Gewalt auch einfach zum Selbstzweck da sein? Wo überschreitet man Grenzen? Wie muss Gewalt eingebettet werden, damit sie eine Bereicherung für das Werk darstellt? Und so weiter und so fort.

Hier geht es aber um einen 18 jährigen, der Counterstrike gespielt hat, und dadurch möglicherweise zu dieser Tat animiert wurde. Und sorry, auf dieser Grundlage überhaupt zu versuchen eine sinnvolle Diskussion anzufangen, ist verschenkte Lebenszeit. Das ist wie auf eine 90er Jahre Trash Party zu gehen. Wo Musik aus deiner Jugend kommt, die aber auch damals eigentlich schon scheiße war.
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Kajetan
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Re: Nach Amoklauf in München: GAME Bundesverband ruft zu sachlicher Diskussion über gewalthaltige Spiele auf

Beitrag von Kajetan »

muecke-the-lietz hat geschrieben:Aber nicht jetzt, nicht hier und nicht in diesem Zusammenhang.
Sehe ich anders. GERADE jetzt!
Hier geht es aber um einen 18 jährigen, der Counterstrike gespielt hat, und dadurch möglicherweise zu dieser Tat animiert wurde. Und sorry, auf dieser Grundlage überhaupt eine sinnvolle Diskussion anzufangen, ist verschenkte Lebenszeit. Das ist wie auf eine 90er Jahre Trash Party zu gehen. Wo Musik aus deiner Jugend kommt, die aber auch damals eigentlich schon scheiße war.
Nein, hier geht es nicht um die Tat und den Täter, sondern um die wieder aufkommenden Killerspiel-Behauptungen. Denen kann man nur durch Aufklärung und konstruktive Diskussion beikommen. Und natürlich zusätzlich mit Hilfe des Zahns der Zeit, bis alle Kauders im hohen Alter sanft und friedlich und im Kreise ihrer Lieben der Welt entsagt haben. Generationswechsel nehmen in der Regel viel Spannung aus bestimmten gesellschaftlichen Diskussionen.