Rimworld: Betrügerischer Key-Handel veranlasst Entwickler dazu, der DRM-freien Version keine Steam-Codes mehr beizulegen

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Derjeniege
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Re: Rimworld: Betrügerischer Key-Handel veranlasst Entwickler dazu, der DRM-freien Version keine Steam-Codes mehr beizul

Beitrag von Derjeniege »

Liesel Weppen hat geschrieben:Anererseits wurde jetzt aber auch nicht kommuniziert, ob die Steamkäufer auch an die DRM-freie Version kommen, es wurde ja bisher nur gesagt, dass die Käufer der DRM-frei-Version keine Steam-Keys mehr kriegen werden.
Ich kenne nicht die gesamte Kommunikation der Firma, aber in dessen Forum ist die Frage aufgetaucht. Die Antwort ist Nein.
Derjeniege
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Re: Rimworld: Betrügerischer Key-Handel veranlasst Entwickler dazu, der DRM-freien Version keine Steam-Codes mehr beizul

Beitrag von Derjeniege »

NewRaven hat geschrieben:Und ist es wirklich "kundenfreundlich", allen legtimen Käufern einfach den Steam-Key zu verweigern, so sie ihn denn wollen - schließlich könnte man beispielsweise sagen: ...
Ich arbeite nicht im Spielebereiche habe aber mit Produktentwicklung zu tun und die Frage enthält meine 2 Lieblings "K": Kunde und könnte.

Die Antwort ist, dass Aufwand und Nutzen in einem sinnvollen Verhältnis zu einander stehen müssen. Diese ganze Sonderlogik könnte man bauen, aber dann muss sie sicher funktionieren und man braucht jemanden der verwunderten Kunden das Verhalten bei Beschwerden erklärt - und Leuten etwas zu erklären, was sie nicht hören wollen ist nervenaufreibend.

Ich habe daher volles Verständnis dafür, dass die Entwickler sich lieber auf den Titel konzentrieren wollen.
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Hyeson
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Re: Rimworld: Betrügerischer Key-Handel veranlasst Entwickler dazu, der DRM-freien Version keine Steam-Codes mehr beizul

Beitrag von Hyeson »

Warum muss eigentlich der Entwickler/Verkäufer bei dem mit geklauter Kreditkarte gekauft wird für die Rückbuchung aufkommen?
Der kann doch noch am wenigsten dafür.
Wenn man festlegt, dass diese Kosten die Bank selbst zu tragen hat, haben wir innerhalb weniger Wochen total sichere Kreditkarten.
Liesel Weppen
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Re: Rimworld: Betrügerischer Key-Handel veranlasst Entwickler dazu, der DRM-freien Version keine Steam-Codes mehr beizul

Beitrag von Liesel Weppen »

Das Schlimme ist nicht nur die Gebühr für die Rückbuchung, das fast noch blödere daran ist, dass du das Geld überwiesen kriegst, es dann aber eventuell wieder abgebucht wird. Du musst das Geld dann also überhaupt noch haben und solltest es nicht schon ausgegeben haben.
Du musst also immer einen entsprechenden Betrag zurücklegen, nur dafür, dass du eventuell auftretende Rückforderungen dann überhaup begleichen kannst, weil wieder mal irgend so ein Idiot mit geklauter Kreditkarte gekauft hat.
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Hyeson
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Re: Rimworld: Betrügerischer Key-Handel veranlasst Entwickler dazu, der DRM-freien Version keine Steam-Codes mehr beizul

Beitrag von Hyeson »

Liesel Weppen hat geschrieben:Das Schlimme ist nicht nur die Gebühr für die Rückbuchung, das fast noch blödere daran ist, dass du das Geld überwiesen kriegst, es dann aber eventuell wieder abgebucht wird. Du musst das Geld dann also überhaupt noch haben und solltest es nicht schon ausgegeben haben.
Du musst also immer einen entsprechenden Betrag zurücklegen, nur dafür, dass du eventuell auftretende Rückforderungen dann überhaup begleichen kannst, weil wieder mal irgend so ein Idiot mit geklauter Kreditkarte gekauft hat.
Ist richtig. Allerdings verlierst du in dem Fall (angenommen das Geld wurde noch nicht ausgegeben) "nur" eine Verkaufte Einheit. Die lässt sich aber kopieren, kostet also nix.
Den Chargeback bekommst du aber eben noch oben drauf.. und das ist Geld das man vorher eben nicht eingenommen hat. Bei 3000 (oder so) geklauten Keys wird das eben nicht wenig sein.
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Temeter 
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Re: Rimworld: Betrügerischer Key-Handel veranlasst Entwickler dazu, der DRM-freien Version keine Steam-Codes mehr beizul

Beitrag von Temeter  »

tacc hat geschrieben:Es gibt aktuell 6980 Angebote, die den Begriff "Steam Key" enthalten. Viele dieser Angebote beinhalten sicher nicht nur einen Key. Dazu kommen Keys für PlayStation und Xbox, sowie Accounts und Items für Onlinespiele. Außerdem gibt es nicht nur eBay Deutschland.

Man sprengt pro Jahr also ganz locker zehntausend Angebote.
Also kann mir "|Chris|" nicht erzählen, dass die Rimworld Keys ohne G2A und allen anderen Keyhändlern niemals auf eBay gelandet wären.
Liesel Weppen hat geschrieben:Egal wieviel G2A abnimmt und wieviele bei Ebay auftauchen: Im Artikel steht, dass es bis jetzt ganze 85 Rimworld Keys betroffen hat. Da werden also weder bei Ebay noch bei G2A "zigtausende" auftauchen.
Ne, bei G2A habt ihr teils zehntausend Keys eines einzelnen Spiels. Scheinbar waren es 'nur' 85 bei Rimworld, das war in der Originalmeldung auf deren Webseite nur nach einem Update einsehbar.

Das war bei Tinybuild ein ganzes Stück schlimmer, da wurden 25.000 Keys per Chargeback gestohlen.

http://tinybuild.com/g2a-sold-450k-wort ... -game-keys
unknown_18
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Re: Rimworld: Betrügerischer Key-Handel veranlasst Entwickler dazu, der DRM-freien Version keine Steam-Codes mehr beizul

Beitrag von unknown_18 »

ChrisJumper hat geschrieben:Hmm. Was spricht dagegen das man das einfach nicht per Kreditkarte kaufen könnte sondern nur per Vorkasse/Überweisung Bitcoins usw?
KKs sind nun mal in anderen Ländern deutlich verbreiteter als bei uns, die Amis zahlen fast alles damit. Das wäre so als würde man bei uns nur die Möglichkeit anbieten mit KK zu bezahlen, da wären auch viele nicht besonders happy. ;)
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NewRaven
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Re: Rimworld: Betrügerischer Key-Handel veranlasst Entwickler dazu, der DRM-freien Version keine Steam-Codes mehr beizul

Beitrag von NewRaven »

Derjeniege hat geschrieben:
NewRaven hat geschrieben:Und ist es wirklich "kundenfreundlich", allen legtimen Käufern einfach den Steam-Key zu verweigern, so sie ihn denn wollen - schließlich könnte man beispielsweise sagen: ...
Ich arbeite nicht im Spielebereiche habe aber mit Produktentwicklung zu tun und die Frage enthält meine 2 Lieblings "K": Kunde und könnte.

Die Antwort ist, dass Aufwand und Nutzen in einem sinnvollen Verhältnis zu einander stehen müssen. Diese ganze Sonderlogik könnte man bauen, aber dann muss sie sicher funktionieren und man braucht jemanden der verwunderten Kunden das Verhalten bei Beschwerden erklärt - und Leuten etwas zu erklären, was sie nicht hören wollen ist nervenaufreibend.

Ich habe daher volles Verständnis dafür, dass die Entwickler sich lieber auf den Titel konzentrieren wollen.
Versteh ich, aber 30% mehr Einnahmen sind vermutlich ein gutes Verhältnis - das sind Gewinnspannen, davon träumt der normale Handel. Aber ich meinte die Frage auch etwas anders: Wenn man ursprünglich ein solches Angebot macht, wobei man sich ja zweifelsfrei was gedacht haben wird, ist es dann noch "kundenfreundlich" es einfach zu streichen? Gerade viele Indy-Devs packen den Steam-Key ja nicht zusätzlich dazu, weil sie in Schenklaune sind, sondern weil sie wissen, dass die Leute lieber auf einer ihnen bekannten Plattform ihre Spiele "sammeln" statt sie sich auf diversen einzelnen Herstellerseiten zusammen zu kaufen und dort downloaden zu müssen. Diese Leute würden eben sehr wahrscheinlich, wenn sie keinen Steam-Key dazu bekommen würden, das Spiel aus eben diesem Grund direkt bei Steam kaufen (und eben nicht im Online-Shop des Herstellers/Publishers). Nur um diesem Kauf dort vorzubeugen und eben nicht die 30% von jedem Sale an Steam zu verlieren, wird dieser Key dazu gepackt - nicht aus Nächstenliebe. Insofern ist das nicht Mitliefern der Steamversion (muss ja wie gesagt nicht zwangsläufig ein Key sein) rein wirtschaftlich ziemlich sicher keine gute Aktion für Rimworld. Warum sie es dennoch tun, weiß ich nicht - aber ich vermute, es wird mit meiner ursprünglichen Frage zum Thema zusammen hängen: warum tauchen erst jetzt plötzlich ständig von Keystores geprellte Entwickler in Massen auf, wo es diese Stores doch schon Jahre gibt. Das ist mit Sicherheit auch ein bisschen Verschwörungstheorie-Light, aber ich hab durchaus den Eindruck, dass die Indy-Devs jetzt einfach geschlossen versuchen zu einem Gegenschlag auszuholen. Und wie geht das besser als den Kunden einen Nachteil zu verschaffen und dann mit dem Finger auf jemand anderes zu zeigen und zu sagen: "DIE sind an der Situation schuld, wir können nichts dafür. Wir mussten so handeln" und so die Stimmung gegen eben diese Keyseller - von denen ich persönlich kein Freund bin, aber darum geht es nicht - zu drehen? Richtig, garnicht.
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Scorcher24_
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Re: Rimworld: Betrügerischer Key-Handel veranlasst Entwickler dazu, der DRM-freien Version keine Steam-Codes mehr beizul

Beitrag von Scorcher24_ »

NewRaven hat geschrieben: "DIE sind an der Situation schuld, wir können nichts dafür. Wir mussten so handeln" und so die Stimmung gegen eben diese Keyseller - von denen ich persönlich kein Freund bin, aber darum geht es nicht - zu drehen? Richtig, garnicht.
Natürlich sind die ganzen Kriminellen schuld die die Keys vorsätzlich stehlen und dann auf G2A verkaufen. WTF.
Und G2A weiss ganz genau, dass es hier ein Problem gibt. Sehen es aber auch nicht nötig, dass wenn ein Betrüger entlarvt wurde, das Geld an die Entwickler zu geben als Entschädigung. Nein, das wird schön behalten. Und dadurch profitieren die davon, während sich der Kriminelle einen neuen Account erstellt und so weitermacht.
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NewRaven
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Re: Rimworld: Betrügerischer Key-Handel veranlasst Entwickler dazu, der DRM-freien Version keine Steam-Codes mehr beizul

Beitrag von NewRaven »

Scorcher24_ hat geschrieben:
NewRaven hat geschrieben: "DIE sind an der Situation schuld, wir können nichts dafür. Wir mussten so handeln" und so die Stimmung gegen eben diese Keyseller - von denen ich persönlich kein Freund bin, aber darum geht es nicht - zu drehen? Richtig, garnicht.
Natürlich sind die ganzen Kriminellen schuld die die Keys vorsätzlich stehlen und dann auf G2A verkaufen. WTF.
Und G2A weiss ganz genau, dass es hier ein Problem gibt. Sehen es aber auch nicht nötig, dass wenn ein Betrüger entlarvt wurde, das Geld an die Entwickler zu geben als Entschädigung. Nein, das wird schön behalten. Und dadurch profitieren die davon, während sich der Kriminelle einen neuen Account erstellt und so weitermacht.
Und wo waren "die ganzen Kriminellen" die letzten Jahre, hm? Glaubst du, denen ist erst 2016 vermehrt die Idee gekommen, dass es ja sowas wie Kreditkartenbetrug gibt und das man das ja mal probieren könnte? Das das Geschäftsverhalten von G2A, Kinguin und Co jetzt nicht unbedingt gut für den Markt und sicher in diversen Fällen auch illegal ist - darüber brauchen wir nicht reden. Ob es gut ist, seine ehrlichen Kunden (denn nur die trifft es, nicht die, die von solchen Keystores kaufen - die bekommen bei einer Massensperrung einfach ihr Geld zurück) durch Schaffung von Nachteilen wie eben dem angedachten aber nun fehlenden Steam-Key letztlich aber als "Waffe" gegen diese Anbieter zu benutzen - darüber sollte man sehr wohl reden.
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Hyeson
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Re: Rimworld: Betrügerischer Key-Handel veranlasst Entwickler dazu, der DRM-freien Version keine Steam-Codes mehr beizul

Beitrag von Hyeson »

NewRaven hat geschrieben:
Scorcher24_ hat geschrieben:
NewRaven hat geschrieben: "DIE sind an der Situation schuld, wir können nichts dafür. Wir mussten so handeln" und so die Stimmung gegen eben diese Keyseller - von denen ich persönlich kein Freund bin, aber darum geht es nicht - zu drehen? Richtig, garnicht.
Natürlich sind die ganzen Kriminellen schuld die die Keys vorsätzlich stehlen und dann auf G2A verkaufen. WTF.
Und G2A weiss ganz genau, dass es hier ein Problem gibt. Sehen es aber auch nicht nötig, dass wenn ein Betrüger entlarvt wurde, das Geld an die Entwickler zu geben als Entschädigung. Nein, das wird schön behalten. Und dadurch profitieren die davon, während sich der Kriminelle einen neuen Account erstellt und so weitermacht.
Und wo waren "die ganzen Kriminellen" die letzten Jahre, hm? Glaubst du, denen ist erst 2016 vermehrt die Idee gekommen, dass es ja sowas wie Kreditkartenbetrug gibt und das man das ja mal probieren könnte? Das das Geschäftsverhalten von G2A, Kinguin und Co jetzt nicht unbedingt gut für den Markt und sicher in diversen Fällen auch illegal ist - darüber brauchen wir nicht reden. Ob es gut ist, seine ehrlichen Kunden (denn nur die trifft es, nicht die, die von solchen Keystores kaufen - die bekommen bei einer Massensperrung einfach ihr Geld zurück) durch Schaffung von Nachteilen wie eben dem angedachten aber nun fehlenden Steam-Key letztlich aber als "Waffe" gegen diese Anbieter zu benutzen - darüber sollte man sehr wohl reden.
Also.. das erste mal dass ich davon gehört habe war Natural Selection 2. Das war 2012. Warum man nicht öfters davon gehört hat? Keine Ahnung. Vielleicht war es bisher nicht ganz so verbreitet wie es jetzt ist?
Derjeniege
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Re: Rimworld: Betrügerischer Key-Handel veranlasst Entwickler dazu, der DRM-freien Version keine Steam-Codes mehr beizul

Beitrag von Derjeniege »

NewRaven hat geschrieben:
Derjeniege hat geschrieben:
NewRaven hat geschrieben:Und ist es wirklich "kundenfreundlich", allen legtimen Käufern einfach den Steam-Key zu verweigern, so sie ihn denn wollen - schließlich könnte man beispielsweise sagen: ...
Ich arbeite nicht im Spielebereiche habe aber mit Produktentwicklung zu tun und die Frage enthält meine 2 Lieblings "K": Kunde und könnte.

Die Antwort ist, dass Aufwand und Nutzen in einem sinnvollen Verhältnis zu einander stehen müssen. Diese ganze Sonderlogik könnte man bauen, aber dann muss sie sicher funktionieren und man braucht jemanden der verwunderten Kunden das Verhalten bei Beschwerden erklärt - und Leuten etwas zu erklären, was sie nicht hören wollen ist nervenaufreibend.

Ich habe daher volles Verständnis dafür, dass die Entwickler sich lieber auf den Titel konzentrieren wollen.
Versteh ich, aber 30% mehr Einnahmen sind vermutlich ein gutes Verhältnis - das sind Gewinnspannen, davon träumt der normale Handel. Aber ich meinte die Frage auch etwas anders: Wenn man ursprünglich ein solches Angebot macht, wobei man sich ja zweifelsfrei was gedacht haben wird, ist es dann noch "kundenfreundlich" es einfach zu streichen? Gerade viele Indy-Devs packen den Steam-Key ja nicht zusätzlich dazu, weil sie in Schenklaune sind, sondern weil sie wissen, dass die Leute lieber auf einer ihnen bekannten Plattform ihre Spiele "sammeln" statt sie sich auf diversen einzelnen Herstellerseiten zusammen zu kaufen und dort downloaden zu müssen. Diese Leute würden eben sehr wahrscheinlich, wenn sie keinen Steam-Key dazu bekommen würden, das Spiel aus eben diesem Grund direkt bei Steam kaufen (und eben nicht im Online-Shop des Herstellers/Publishers). Nur um diesem Kauf dort vorzubeugen und eben nicht die 30% von jedem Sale an Steam zu verlieren, wird dieser Key dazu gepackt - nicht aus Nächstenliebe. Insofern ist das nicht Mitliefern der Steamversion (muss ja wie gesagt nicht zwangsläufig ein Key sein) rein wirtschaftlich ziemlich sicher keine gute Aktion für Rimworld. Warum sie es dennoch tun, weiß ich nicht - aber ich vermute, es wird mit meiner ursprünglichen Frage zum Thema zusammen hängen: warum tauchen erst jetzt plötzlich ständig von Keystores geprellte Entwickler in Massen auf, wo es diese Stores doch schon Jahre gibt. Das ist mit Sicherheit auch ein bisschen Verschwörungstheorie-Light, aber ich hab durchaus den Eindruck, dass die Indy-Devs jetzt einfach geschlossen versuchen zu einem Gegenschlag auszuholen. Und wie geht das besser als den Kunden einen Nachteil zu verschaffen und dann mit dem Finger auf jemand anderes zu zeigen und zu sagen: "DIE sind an der Situation schuld, wir können nichts dafür. Wir mussten so handeln" und so die Stimmung gegen eben diese Keyseller - von denen ich persönlich kein Freund bin, aber darum geht es nicht - zu drehen? Richtig, garnicht.
Aus Nächstenliebe halte ich meiner gebrechlichen Nachbarin die Tür auf. Wenn die Sache anstrengend wird oder bei monetären Interessen sieht die Sache anders aus. Ich finde es müßig eine Theorie aufzustellen, wer hier nun der böse ist. Hier sind mehrere Parteien am Werk und jede versucht das größte Stück vom Kuchen zu erwischen. Jeder kann für sich gute Gründe für seine Art des Handels finden. Ich sehe mich weder vom Wissen noch von der Moral berufen hier den Richter zu spielen. Wie erwähnt habe ich einen Hintergrund in der Entwicklung von Programmen und ich weiß, wie anstrengend das ist. Ins besonders für Indie-Entwickler. Daher sind für mich a priori das nun mal die Guten.
Spoiler
Show
Da die Welt aber Konflikte liebt: Ich gehe daher davon aus, dass die Kreditkartenbetrüger erst jetzt das Potential erkannt haben, wie man Entwickler ausnehmen kann. Angetrieben werden die Betrüger von den Sparfüchsen und Geizkragen, die diesen Mist kaufen. Deine Verschwörungstheorie halte daher für den jämmerlichen Versuch sich als Endkunde aus der Verantwortung zu stehlen.
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Re: Rimworld: Betrügerischer Key-Handel veranlasst Entwickler dazu, der DRM-freien Version keine Steam-Codes mehr beizul

Beitrag von NewRaven »

Derjeniege hat geschrieben:
Spoiler
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Da die Welt aber Konflikte liebt: Ich gehe daher davon aus, dass die Kreditkartenbetrüger erst jetzt das Potential erkannt haben, wie man Entwickler ausnehmen kann. Angetrieben werden die Betrüger von den Sparfüchsen und Geizkragen, die diesen Mist kaufen. Deine Verschwörungstheorie halte daher für den jämmerlichen Versuch sich als Endkunde aus der Verantwortung zu stehlen.
Spoiler
Show
Ich bin da in keiner Verantwortung. Mein erster und einziger Kauf bei einem solchen Store liegt mittlerweile 5 1/2 Jahre zurück, drehte sich nicht um einen Indy-Titel und verlief für mich völlig problemlos. Die fehlende Sicherheit, wenn das aber mal nicht der Fall ist, die Tatsache, dass immer mehr Spiele regional beschränkt werden sowie die Tatsache, dass ich nicht mehr so genau darauf achten musste, ob ein Spiel mich nun 5 EUR mehr oder weniger kostet haben mich nie den Drang verspüren lassen, solche Stores weiter zu nutzen - und das, obwohl ich nach wie vor davon ausgehe, dass die meisten Angebote dort schlicht aus regionalen Preisunterschieden und nicht aus Kreditkartenbetrug stammen - und es als Kunde im Rahmen der Globalisierung durchaus völlig legitim wäre, ein solches Angebot wahrzunehmen, so man denn möchte.

Und ja, sicher... Kreditkartenbetrug ist der neueste Schrei im Netz... kam plötzlich jetzt erst als Trend ;) Aber abgesehen davon ist meine Theorie eben auch nicht mehr als das: eine Theorie. Mir kommt der aktuelle Kreuzzug schlicht ein wenig spanisch vor - ganz unabhängig davon, ob er legitim ist.
Aber abseits davon ging es ja primär darum, dir in meiner Antwort aufzuzeigen, warum Wirtschaftlichkeit in dem Fall ein eher schlechtes Argument gegen die Verteilung der Steam-Version ist. Ob ein Entwickler das Recht hat, auf solche Vorkommnisse zu reagieren, die ihm nicht nur erbrachte Leistungen geklaut haben sondern auch noch Kosten verursachen, steht ja eigentlich nicht wirklich zur Debatte. Das ist völlig klar - das sollte sich auch niemand gefallen lassen. Ob es auf dem Rücken ausgerechnet der Kunden, die eben "alles richtig" gemacht haben, sein sollte, ist aber eine andere Frage.
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Scorcher24_
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Re: Rimworld: Betrügerischer Key-Handel veranlasst Entwickler dazu, der DRM-freien Version keine Steam-Codes mehr beizul

Beitrag von Scorcher24_ »

Zur allgemeinen Belustigung über die Geschäftspraktiken von G2A:
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casanoffi
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Re: Rimworld: Betrügerischer Key-Handel veranlasst Entwickler dazu, der DRM-freien Version keine Steam-Codes mehr beizul

Beitrag von casanoffi »

Scorcher24_ hat geschrieben:Zur allgemeinen Belustigung über die Geschäftspraktiken von G2A:
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:lol: