Epic Games: Tim Sweeney (Chef) über PlayStation 4 Neo, Project Scorpio, den völlig verrückten "Sieben-Jahre-Zyklus" der Konsolen und die Unterstüzung von 4K-Fernsehern

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Onekles
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Re: Epic Games: Tim Sweeney (Chef) über PlayStation 4 Neo, Project Scorpio, den völlig verrückten "Sieben-Jahre-Zyklus"

Beitrag von Onekles »

ChrisJumper hat geschrieben: […]
Generell ist mehr Rechenleistung immer besser.
[…]
Seh ich nicht so. Früher™ machten etliche Entwickler aus der Not eine Tugend. Fehlende Rechenleistung animierte sie dazu, kreativ zu werden und mit den wahnwitzigsten Lösungen zu kommen. Daraus resultierte so manche Spielidee. Mit mehr Leistung sind zwar mehr Arten von Spielen möglich, aber ich würde nicht sagen, dass mehr Leistung generell besser ist. Ein einfallsreicher Entwickler kann sich vollends austoben, klar. Aber einfältige Naturen werden von zu viel Power dazu verführt, einfach ihre Spiele nach Schema F zu entwickeln - was erschreckend viele Entwickler heute auch tun.

Allerdings sind wir heute schon auf einem Level angelangt, an dem die Leistung nahezu bedeutungslos geworden ist. Ich behaupte, es gibt keine Art von Spiel, die mit der heutigen Hardware nicht schon längst möglich wäre. Deshalb haben wir in der neuen Generation auch noch kein Spiel, nicht ein einziges, gesehen, welches nicht auch auf einer ollen PS3 möglich gewesen wäre. Es ist einfach das Gleiche in hübscher. Das ist nett, aber mehr nicht und das wird sich auch mit dröfl Teraflops nicht ändern. Die Kreativität der Entwickler ist einfach ungleich wichtiger als CPU, GPU und wie sie alle heißen. Ohne die richtigen Ideen nützt die beste Hardware nichts. Mario 64 war auf dem SNES nicht möglich, da haben die Entwickler die neuen Möglichkeiten eines N64 voll ausgenutzt. Heute sehe ich solche Bestrebungen nicht mehr. Nicht mal im Ansatz. Ein Spiel mit ultra-hochaufgelösten Texturen vollzuballern, den Polycount in die Höhe zu schießen oder es in 4K laufen zu lassen, ist kein kreativer Prozess. Ach, und wo wir gerade davon reden: 4K hat keinen großen Nutzen. Es ist Mumpitz und nichts weiter als eine fadenscheinige Ausrede, damit Samsung und Co. wieder Fernseher verkaufen können.

Zumindest seh ich das so. =P
eigentlichegal
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Re: Epic Games: Tim Sweeney (Chef) über PlayStation 4 Neo, Project Scorpio, den völlig verrückten "Sieben-Jahre-Zyklus"

Beitrag von eigentlichegal »

Wenn ich Sweeney richtig verstanden habe, dann möchte er einen mehr oder weniger glatten Übergang von einer Generation in die nächste. Ein Vorredner hat es ja schon aufgezeigt: Scorpio ist kompatibel mit Xbox One. Wenn dann die nächste Generation von Microsoft kommt, wird diese eben kompatibel mit Scorpio sein. Dasselbe gilt natürlich für Sony. Wenn das tatsächlich so kommen sollte, dann möchte ich eine Frage von mir aus einem anderen Thread nochmal wiederholen:

Wieso nennt man die jeweiligen Upgrades dann nicht gleich Xbox Two und PS5? Immerhin würde sich eine PS5 zu Neo verhalten wie die Neo sich zur PS4 verhält.

Sein Argument der Tabula Rasa halte ich aber nich für vollkommen unbegründet. Für Entwickler ist es natürlich angenehm, wenn man die mittlerweile immensen Budgets für ein Spiel nicht im ersten Jahr einer neuen Konsole von 5 Millionen Spielern reinholen muss, sondern von allen aus der "vorangegangenen Generation" ebenfalls.

Ich persönlich habe meine Konsequenzen aus diesen Entwicklungen allerdings bereits gezogen: Ich habe mir eine neue Grafikkarte gekauft. Die allermeisten, ehemals sogar exklusiven, Multis kommen mittlerweile auch für den PC und die Exklusivtitel sowohl auf Xbox One als auch PS4 überzeugen mich eigentlich nicht genug, als dass ich eine der Konsolen unbedingt haben müsste. Nun gut, jetzt ist das Kind schon in den Brunnen gefallen und ich besitze eine dieser Konsolen, aber ich denke, dass ich mich jetzt vorrangig auf dem PC rumtummeln werde. Zumindest, bis ich merke, dass mich das auch abfucked. :P
eigentlichegal
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Re: Epic Games: Tim Sweeney (Chef) über PlayStation 4 Neo, Project Scorpio, den völlig verrückten "Sieben-Jahre-Zyklus"

Beitrag von eigentlichegal »

Onekles hat geschrieben:Zumindest seh ich das so. =P
Da kann ich dich beruhigen, damit stehst du nicht allein!! Um es trotzdem noch einmal mit meinen Worten zu sagen:

Ich höre gerade hier im Forum sehr häufig den Ruf erschallen, man möge doch mehr Leistung haben, dann würden wir ins spielerische Paradies einziehen. Belege für diese Behauptungen bleiben natürlich stehts verborgen. Wenn man Glück hat, werden Konzepte aus der Vergangenheit zititert, die belegen sollen, dass mehr Leistung immer zu Tollem geführt hat. Für mich ist aber genau das die Krux: Früher war es tatsächlich so, dass die Mehrleistung in irgendetwas gesteckt wird, dass es so vorher noch nicht gab. Das habe ich sogar noch bis in die letzte Generation erlebt, dass ich Spiele spielen konnte, die ich so in dieser Art noch nicht kannte. In dieser Generation sehe ich so etwas nicht. Ja, es ist alles viel schöner geworden. Ja, hier und da sind Ladebildschirme rarer geworden. Aber was hat sich konzeptionell geändert, was einfach in dieser Form auf einer PS3/Xbox360 nicht möglich gewesen wäre?

Ich halte übrigens auch das Argument "Es ist ja auch schon alles da gewesen, was soll man jetzt noch erfinden?" für ein bisschen pessimistisch. Wir reden hier immerhin von einer Industrie, die sich selbst gern als kreativ bezeichnet. Dann kann ich wohl auch erwarten, dass diese Kreativität zum Vorschein kommt und sie sich nicht darauf beschränkt den Texturregler hochzuschieben. Ich denke, es gibt so viel was man machen könnte, ganze Genres, die entweder in Vergessenheit geraten sind, oder noch nie richtig angegangen wurden. Stattdessen wird eben nur der Ruf nach mehr Teraflops laut.
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Leon-x
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Re: Epic Games: Tim Sweeney (Chef) über PlayStation 4 Neo, Project Scorpio, den völlig verrückten "Sieben-Jahre-Zyklus"

Beitrag von Leon-x »

Ich sehe es genau anders. UHD/4k bringt schon einen Nutzen um die Sache hübscher zu gestalten um in der Grafik einen Schritt weiter zu gehen. Bessere Kantenglättung wund Weitsicht sind nur ein Faktor.
Nur scheinen immer Leute die es noch nie live Zugause erlebt haben so hinzustellen dass es kein Mensch braucht.
Sorry, sowas kann ich nicht ernst nehmen.
Mag ja Jeder andere Bedingungen haben und mit dem jetzigen Stand zufrieden sein. Oft ist man auch nur weil man sich die beue Sache nicht genau angesehen hat und deshalb abwinkt weil man ungern wieder Geld ausgeben will.
Selbe Spielchen gibt es ja schon bei der Framerate. Zich Leute meinen 30fps reicht fpr jedes Genre, Andere wollen mindestens 60fps und dann gibt es Leure die nur ab 90 Frames aufwährs zocken.
Menschen sind nicht gleich.
Wir fahren weder alle das selbe Auto, haben gleiches Handy oder stehen auf den gleiche Typ Mann/Frau.

Darpber sollte man mal nachdenken wenn man etwas als unnütz abstempelt nur weil man es selbst nicht will oder anders kennt.

Natürluch hat es nichts mit den Gameplaymöglichkeiten zu tun.
Manche Dinge werden sichetlich nicht mehr rein durch die Möglichkeiten eingeschränkt.
Trotzdem hängen Optik und flüssiges Gameplay immer noch in Kombination von gewisser Hardwareleistung ab.
Es kommt immer auf das Game an wie sehr es davon profiniert.
Eine Rennsim ist halt eher von realistischer Grafik abhängig als ein Mario Game. Zudem kommen aufwändige Physik unter der Haube zum Einsatz oder Wettersystem.

Gerade für VR braucht man wieder etwas Power. Nein, ein 1080p VR Brille ist nicht das Ende der Fahnenstange. Gegen die Unschärfe braucht man höhere Rechenleistung und hochauflösendere Displays.
Jedes mittelklasse Handy und Tablet kommt schon mit 1440p daher.

Dinge wie HDR oder erweiteter Farbraum sind schon länger überfällig. Da krebsen wir immer noch auf alten Standards rum.

Technik schreitet vorran und irgendwann werden neue Dinge als normal angesehen.

Es gibt halt immer verschiedene Faktoren die reinfließen und mein persönlicher Geschmack ist nicht der der Andereren.
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NewRaven
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Re: Epic Games: Tim Sweeney (Chef) über PlayStation 4 Neo, Project Scorpio, den völlig verrückten "Sieben-Jahre-Zyklus"

Beitrag von NewRaven »

Aber ein 1080p 30 FPS Titel läuft nicht zwangsläufig von allein mit 60 FPS in 1080p rund, nur weil er auf einer besseren Konsole läuft. Was hier viele vergessen, ist, dass in diese Aufwertungen... in jeden einzelnen Unterschied, der dieses "Zwischenrelease" der Konsole unterstützt, Arbeit einfließen muss. Extra Arbeit, für die es aber kein zusätzliches Geld von den Kunden gibt. Irgendwo wird dieses Geld eingespart werden müssen.

Und ob eure Theorie, dass es künftig durchgehend solche rolling releases mit jeweils Abwärtskompatibilität zur vorherigen Version gibt, so eine gute Sache ist, sei auch noch dahin gestellt. In dem Fall wird der Fortschritt eben wegen dieser erzwungenen Kompatibilität auch wieder gebremst - zumindest was komplexere Inhalte der Spiele abseits von Grafik angeht. Schließlich wird es ja, laut MS, keinerlei Skorpio-Spiele geben, die auf der normalen One nicht laufen. Ergo würde dann, was auch immer nach Skorpio kommt, inhaltlich auf dem Stand der One sein, wenn ihr mit eurer Vermutung recht habt... nur in "hübscher". Die letzten "Altlasten" der One wäre man dann erst 2 "Generationen" bzw. "Zwischengenerationen" nach der Skorpio komplett los. Ja, doch, da sehe ich wie Tim Sweeny auch ganz großes Potential für Kreativität... :lol:

Letztlich wird sich zeigen, ob dieses Zerstören der Langlebigkeit - und somit einem der letzten großen exklusiven Vorteile von Konsolen - von einem Großteil Kunden angenommen wird oder nicht. Falls die Kunden wirklich für einen Upscaler und ein paar hübschere Grafikeffekte aber völlig ohne neue Inhale eine neue Konsole kaufen, haben MS und Sony ein Riesending gelandet. Eine Lizenz zum Geld drucken, quasi. Nur der Anteil der Leute, die bis 2017 einen 4k TV zuhause nutzen oder ein enormes Interesse an VR auf jenen Konsolen haben, dürfte als Marktanteil für einen Erfolg nämlich längst nicht ausreichen, da müssen schon auch noch andere Spieler mit abgeholt werden. Falls dieser Plan aber nicht aufgeht, würde es mich auch nicht wundern, wenn das die so ziemlich letzten großen Konsolengenerationen der beiden Hersteller sind.
Zuletzt geändert von NewRaven am 11.07.2016 14:24, insgesamt 5-mal geändert.
eigentlichegal
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Re: Epic Games: Tim Sweeney (Chef) über PlayStation 4 Neo, Project Scorpio, den völlig verrückten "Sieben-Jahre-Zyklus"

Beitrag von eigentlichegal »

Leon-x hat geschrieben:Ich sehe es genau anders. UHD/4k bringt schon einen Nutzen um die Sache hübscher zu gestalten um in der Grafik einen Schritt weiter zu gehen. Bessere Kantenglättung wund Weitsicht sind nur ein Faktor.
Das sich die Grafik weiterentwickelt hat auch niemand in Abrede gestellt oder gemeint, dass allein für sich genommen sei etwas schlechtes. Ich habe mich nur gegen den Irrglauben gestellt, mehr Power würde Spiele abseits von Grafik voranbringen. Und das glaube ich eben nicht. Wenn du es für richtig hältst, dass heutige Spiele mehr mit der Auflösung als mit den Gameplayelementen beworben werden, dann sei dir die auf dich zugeschnittene Werbung von Herzen gegönnt. Mich langweilt diese ganze Diskussion nur. Denn auch am schönsten Spiel habe ich mich irgendwann satt gesehen und was dann bleibt ist für mich das entscheidene.

Wenn du über Technik spreche möchtest, gerne! Du wirst sehen, dass ich dir in einigen Punkten zustimme und in anderen Punkten widerspreche. Aber das ist nur Technik. Davon habe ich als Spieler, gegeben ein gewisse Baseline, einfach wenig. Ja, das magst du auf meine Präferenzen schieben und andere mögen das anders sehen. Ich sehe dennoch nicht, inwiefern die Spiele, die bis heute erschienen sind auf der aktuellen Generation in dieser Form nicht auf der alten Generation möglich gewesen wäre. Das bedeutet für mich, dass ich seit 2006 dieselben Spiele nur in graduell immer hübscher spiele. Und ja, ich merke tatsächlich, wie ich einen Sättigungsgrad erreiche. Ich verstehe viele Hypes der letzten E3 zum Beispiel überhaupt nicht. Ich will keine Beispiele nennen, weil in diesem Forum die Tendenz besteht sich dann an den Beispielen abzuarbeiten anstatt den eigentlich Punkt, den ich machen will zu verstehen. Dennoch stellt sich mir regelmäßig die Frage: Das soll jetzt der neue heiße Scheiß sein? Das kenn ich doch schon, nur in einem hässlicheren Skin.
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Re: Epic Games: Tim Sweeney (Chef) über PlayStation 4 Neo, Project Scorpio, den völlig verrückten "Sieben-Jahre-Zyklus"

Beitrag von Baralin »

sphinx2k hat geschrieben:Was soll Sweeny denn groß Kratives tun?
Naja, das ist doch eigentlich der Zweck eines professionellen Entwicklers, dahin zu gehen, wo nie ein Mensch (Entwickler) zuvor gewesen ist. Und uns Kunden dann damit zu überraschen (- ob das jetzt der Herr bisher getan hat oder nicht, sei dahingestellt.)
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sourcOr
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Re: Epic Games: Tim Sweeney (Chef) über PlayStation 4 Neo, Project Scorpio, den völlig verrückten "Sieben-Jahre-Zyklus"

Beitrag von sourcOr »

Onekles hat geschrieben:Mario 64 war auf dem SNES nicht möglich, da haben die Entwickler die neuen Möglichkeiten eines N64 voll ausgenutzt. Heute sehe ich solche Bestrebungen nicht mehr. Nicht mal im Ansatz. Ein Spiel mit ultra-hochaufgelösten Texturen vollzuballern, den Polycount in die Höhe zu schießen oder es in 4K laufen zu lassen, ist kein kreativer Prozess. Ach, und wo wir gerade davon reden: 4K hat keinen großen Nutzen. Es ist Mumpitz und nichts weiter als eine fadenscheinige Ausrede, damit Samsung und Co. wieder Fernseher verkaufen können.
Du bist aber hoffentlich so konsequent, den Wendepunkt dann auch wirklich beim Übergang von 2D zu 3D anzusetzen, ja? Denn das war nämlich schon immer so. Du kannst immer sagen "ja, das wäre auch alles schon auf der vorherigen Gen gelaufen." Von PS1 zu PS2, von PS2 zu PS3 und PS3 zu PS4. Aber Mensch, ist wohl trotzdem keiner drauf gekommen, mal sowas wie das Nemesis-System in Shadow of Mordor umzusetzen. Und auf sowas wie Alien: Isolation musste man auch erst die ganze Gen warten, bis die jetzige schon da war.
Den Sprung von 2D zu 3D kann man halt nur einmal machen.
eigentlichegal
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Re: Epic Games: Tim Sweeney (Chef) über PlayStation 4 Neo, Project Scorpio, den völlig verrückten "Sieben-Jahre-Zyklus"

Beitrag von eigentlichegal »

sourcOr hat geschrieben: Du bist aber hoffentlich so konsequent, den Wendepunkt dann auch wirklich beim Übergang von 2D zu 3D anzusetzen, ja? Denn das war nämlich schon immer so. Du kannst immer sagen "ja, das wäre auch alles schon auf der vorherigen Gen gelaufen." Von PS1 zu PS2, von PS2 zu PS3 und PS3 zu PS4. Aber Mensch, ist wohl trotzdem keiner drauf gekommen, mal sowas wie das Nemesis-System in Shadow of Mordor umzusetzen. Und auf sowas wie Alien: Isolation musste man auch erst die ganze Gen warten, bis die jetzige schon da war.
Den Sprung von 2D zu 3D kann man halt nur einmal machen.
Ich finde, du siehst das ganze zu eindimensional. Es ist, denke ich, vollkommen unbestritten, dass der Schritt von 2D zu 3D die wohl größte spielerische Änderung mit sich brachte, die es bisher in dieser Industrie gab. Dennoch konnte man auch von PS1 zu PS2 Dinge sehen, die es zuvor einfach nicht gab: Vollwertige 3D-Umgebungen, die auch das Zwei-Stick-Modell erst richtig etabliert haben, weil sie auf einmal notwendig waren um mit der neuen Spielewelt zu interagieren. Von PS2 zu PS3 war es auf einmal möglich sowas wie Assassin's Creed zu machen. Eine Welt, wo ich mit der gesamten Kulisse interagieren konnte, oder Spiele wie Red Dead Redemption, die vollkommen übergangslos eine Welt erschaffen haben. Das hat man in dieser Form einfach noch nicht auf der PS2 gesehen. Von PS3 zu 4 jedoch blieb das irgendwie aus. Es wurde alles schöner, alles ein bisschen größer, alles ein bisschen besser. Aber das die Technik, die in den anderen Generationen jeweils zu neuen Spielkonzepten geführt hatte, diesmal dafür verantwortlich ist, dass wir spielerisch(!) etwas können, was vorher nicht möglich war, sehe ich einfach bisher nicht. Auch diese E3 hat nichts gezeigt, was man nicht in weniger hübsch auf der PS3 hätte zocken können.

Es geht nicht darum, dass technischer Fortschritt verteufelt werden soll, oder wir ewig auf 8Bit starren wollen. Es geht darum, dass bisher die verbesserte Technik nicht nur hübschere Spiele, sondern auch andere Spielmechaniken hervorgebracht hat. Wenn nun eben einer dieser beiden Aspekte wegfällt, dann kann man das, denke ich, zurecht kritisieren. Wenn jemandem wie mir zusätzlich dazu noch die grafischen Verbesserungen nicht so viel geben, dann bleibt eben eine relativ leere Hülle übrig. Und genau deswegen stellt sich auch erst die Frage: Brauchen wir wirklich mehr Power, oder brauchen wir nicht viel mehr Ideen?
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Lumilicious
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Re: Epic Games: Tim Sweeney (Chef) über PlayStation 4 Neo, Project Scorpio, den völlig verrückten "Sieben-Jahre-Zyklus"

Beitrag von Lumilicious »

eigentlichegal hat geschrieben:Von PS2 zu PS3 war es auf einmal möglich sowas wie Assassin's Creed zu machen. Eine Welt, wo ich mit der gesamten Kulisse interagieren konnte, oder Spiele wie Red Dead Redemption, die vollkommen übergangslos eine Welt erschaffen haben. Das hat man in dieser Form einfach noch nicht auf der PS2 gesehen.
Morrowind auf Xbox? GTA auf PS2? Shenmue auf Dreamcast?

Also der Sprung von Generation PS2 zu PS3 rein vom Gameplay her ist jetzt kleiner als der von Generation PSX zu PS2, da 3D Open World Spiele mit vielen Freiheiten technisch nicht wirklich auf der PSX und Co machbar waren (vor allem nicht ohne Ladezeiten), auf der PS2 haben Open World Spiele aber spätestens mit dem Release von GTA 3 angefangen zu boomen.

Die nächste Gen hat diese Konzepte dann einfach nur weiter verfeinert und es gab noch weniger Ladezeiten. Genauso wie jetzt auch.
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Leon-x
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Re: Epic Games: Tim Sweeney (Chef) über PlayStation 4 Neo, Project Scorpio, den völlig verrückten "Sieben-Jahre-Zyklus"

Beitrag von Leon-x »

eigentlichegal hat geschrieben:
Das sich die Grafik weiterentwickelt hat auch niemand in Abrede gestellt oder gemeint, dass allein für sich genommen sei etwas schlechtes. Ich habe mich nur gegen den Irrglauben gestellt, mehr Power würde Spiele abseits von Grafik voranbringen. Und das glaube ich eben nicht. Wenn du es für richtig hältst, dass heutige Spiele mehr mit der Auflösung als mit den Gameplayelementen beworben werden, dann sei dir die auf dich zugeschnittene Werbung von Herzen gegönnt. Mich langweilt diese ganze Diskussion nur. Denn auch am schönsten Spiel habe ich mich irgendwann satt gesehen und was dann bleibt ist für mich das entscheidene.

Wenn du über Technik spreche möchtest, gerne! Du wirst sehen, dass ich dir in einigen Punkten zustimme und in anderen Punkten widerspreche.
Mir persönlich ust in Sachen Technik erst mal Framerate wichtiger als Auflösung.
Ich habe auch nichts dagegen dass ein Halo 5 keinen riesen Satz zu Halo 4 macht aber dafür halt in 60fps läuft was dem Gameplay zuträglich ist.
Wesegen für mich auch ein Wii U Game mehr Interesse hat als manches Spiel auf PS4 oder One.
Mit 30fps zocke ich voelleicht mal ein SP Game durch. Kann ich mich für die Zeit daran gewöhnen wenn es interessanten Spielkonzept hat oder die Story mich vorantreibt. Es ist aber nichts was ich dann mehrmals durchspiele.
Halt auch ein Grund warum mich ein Uncharted 4 vielleicht nicht mehr so flasht wie die Vorgänger.

Selbst am PC wenn UHD nicht mit 60fps läuft stell ich eher Effekte oder Auflösung runter.
Ich brauche auch kein Bling-Bling alleine.
Für mich zählt dann eher die Spielbarkeit.
Trotzdem sollte ein Game auch in Sachen Artdesign und solider Technik ünberzeugen und nicht eher einem Totalausfall gleichen. Wenn es technische Mängel hat die sehr auffallen nützt mir das interessanteste Spielkonzept nichts. Es reißt mich aus der Spielwelt.
Es geht also nicht rein um die die beste Grafik. Oft muss vieles ineinandergreifen und einfach rund wirken.

Trotzdem weiß ich durch den PC dass man halt gewisse Dinge erreichen kann. Wenn man schon keinen Aha-Effekt wie beim Wechsel von 2D zu 3D erzielt sollte man im Standard Heute durchaus auf Konsole langsam 1080p und stabile 60fps erreichen. Zur Not paar Effekte weniger.
Mir gehts da gar nicht um 4K. Wenn die Entwickler nicht noch mehr Spielereien reinhauen dind heutige Games in höherer Auflösung mit künftigen Konsolen möglich.

Da Gameplay eher eine kreative Sache ist kann man eigentlich oft nur über Technik reden die es vielleicht zusätzluch aufbessert.
Zuletzt geändert von Leon-x am 11.07.2016 16:38, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Epic Games: Tim Sweeney (Chef) über PlayStation 4 Neo, Project Scorpio, den völlig verrückten "Sieben-Jahre-Zyklus"

Beitrag von eigentlichegal »

Lumilicious hat geschrieben: Die nächste Gen hat diese Konzepte dann einfach nur weiter verfeinert und es gab noch weniger Ladezeiten. Genauso wie jetzt auch.
Was Red Dead Redemption angeht, hast du wohl recht. Schlechtes Beispiel. Es war auch eher als direkter Vergleich mit heutigen OW-Spielen gedacht als als Abwärtsvergleich. Dennoch bleibt Assassin's Creed. Dabei geht es mir nämlich nicht um den OW-Aspekt, sondern vielmehr darum, dass man in AC auf einmal in der Lage war eine ganze Stadt zu erklettern. Auf einmal waren Städte keine reine Kulisse mehr, sondern integraler Bestandteil des Gameplays. Mir fällt zumindest kein Spiel aus der PS2 Generation ein, das dieses Charakteristikum mitbringt.

Jetzt kann man sich natürlich wieder an diesem einen Beispiel aufhängen und sagen: Ja, gut dieses eine Spiel gönne ich dir, aber mehr gibt es nicht. Und darauf werden dann wieder ellenlange Listen gepostet. Darum soll es aber nicht gehen. Ich wollte nur sagen, dass man in AC Dinge tun konnte, die vorher schlicht und ergreifend nicht möglich waren und das allein aus technischen Gründen. Ich habe nicht den Eindruck, dass es eine solche Limitierung auf der PS3 gegeben hätte, grafische Abstriche natürlich vorausgesetzt.
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Re: Epic Games: Tim Sweeney (Chef) über PlayStation 4 Neo, Project Scorpio, den völlig verrückten "Sieben-Jahre-Zyklus"

Beitrag von sourcOr »

eigentlichegal hat geschrieben:Was Red Dead Redemption angeht, hast du wohl recht. Schlechtes Beispiel. Es war auch eher als direkter Vergleich mit heutigen OW-Spielen gedacht als als Abwärtsvergleich. Dennoch bleibt Assassin's Creed. Dabei geht es mir nämlich nicht um den OW-Aspekt, sondern vielmehr darum, dass man in AC auf einmal in der Lage war eine ganze Stadt zu erklettern. Auf einmal waren Städte keine reine Kulisse mehr, sondern integraler Bestandteil des Gameplays. Mir fällt zumindest kein Spiel aus der PS2 Generation ein, das dieses Charakteristikum mitbringt.

Jetzt kann man sich natürlich wieder an diesem einen Beispiel aufhängen und sagen: Ja, gut dieses eine Spiel gönne ich dir, aber mehr gibt es nicht. Und darauf werden dann wieder ellenlange Listen gepostet. Darum soll es aber nicht gehen. Ich wollte nur sagen, dass man in AC Dinge tun konnte, die vorher schlicht und ergreifend nicht möglich waren und das allein aus technischen Gründen. Ich habe nicht den Eindruck, dass es eine solche Limitierung auf der PS3 gegeben hätte, grafische Abstriche natürlich vorausgesetzt.
Warum soll das nicht möglich gewesen sein? Da klettert man in SotC an lebendigen (!) Viechern hoch und dann willst du uns sagen, dass es nicht möglich gewesen wäre, an kalten Steinhaufen hochzuklettern auf PS2? :D

AC ist imo mehr dadurch aufgefallen, dass diese Stadt auch obendrein noch voll mit Menschen war, die da rumgewuselt sind. Aber genau wie du es neueren Spielen vorwirfst, hätte man dies in kleinerem Maße auch bereits auf der PS2 umsetzen können. Wenn die PSP einen Port kriegen kann, dürfte eine Neuentwicklung für PS2 ja wohl mehr als drin gewesen sein.

Deshalb meine ich doch, ob ihr das nicht zu eindimensional betrachtet, denn diese Entwicklungen sind eigentlich recht fließend. Heute konzentrieren sich z.B. viele darauf, ihr durchinszeniertes Spielkonzept aus den Schläuchen in die Open Worlds zu überführen. Man kann auch hier wieder Vorwürfe machen, dass das alles auch schon möglich war, aber es wurde halt noch nicht gemacht und das ist das entscheidende. Das gilt für die meisten guten Ideen. Sie zeichnen sich halt überwiegend dadurch aus, dass es vorher noch kaum jemand oder gar keiner einfach mal gemacht hat. Siehe wie gesagt Alien: Isolation, siehe Shadow of Mordor.
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Re: Epic Games: Tim Sweeney (Chef) über PlayStation 4 Neo, Project Scorpio, den völlig verrückten "Sieben-Jahre-Zyklus"

Beitrag von eigentlichegal »

sourcOr hat geschrieben:Aber genau wie du es neueren Spielen vorwirfst, hätte man dies in kleinerem Maße auch bereits auf der PS2 umsetzen können.
Hat man aber nicht. :) Mir geht es darum, dass in AC ein Konzept aufgegriffen wurde, dass man vorrangig aufgrund von Mehrleistung als realisierbar eingestuft hat. Wir sind nun 2 Jahre in der neuen Gen und ich habe bisher kein Spiel gesehen, bei dem ich eine Analogie sehen würde. Das heißt nicht, dass alle erschienenden Spiele schlecht sind, oder dass es nicht noch Spiele geben wird, die die Mehrleistung rechtfertigen. Das heißt nur, dass ich bisher kein Spiel gesehen habe, dass die Mehrleistung für irgendwas gameplayrelevantes genutzt hat. Wir haben bisher nur Spiele zu sehen bekommen, die hübscher waren aber nicht welche, die anders waren.
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Lumilicious
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Re: Epic Games: Tim Sweeney (Chef) über PlayStation 4 Neo, Project Scorpio, den völlig verrückten "Sieben-Jahre-Zyklus"

Beitrag von Lumilicious »

eigentlichegal hat geschrieben:
sourcOr hat geschrieben:Aber genau wie du es neueren Spielen vorwirfst, hätte man dies in kleinerem Maße auch bereits auf der PS2 umsetzen können.
Hat man aber nicht. :)
Fassaden hochklettern und die Stadt von oben betrachten konnte man schon in Spider Man auf der PS2, hier war die Umgebung auch fürs Gameplay wichtig, da man sich (für damalige Verhältnisse) wunderschön durch die Stadt schwingen konnte. In AC sah es nur deutlich besser aus.

Man könnte aber auch Prince of Persia als Beispiel hernehmen, wo das ganze in seiner Urform praktiziert wurde mit dem ganzen klettern und wunderschönen Animationen - nur war das nicht grenzenlos.

AC ist quasi ein mix aus beidem. Etwas was vorher nicht auf diese Art evtl möglich war, aber schon vorher in Ansätzen probiert wurde.

Ich will dir nicht widersprechen, Ich weiß schon was du meinst. Nur sehe Ich das alles als "hat das Konzept weiter verfeinert und in bessere Grafik verpackt".