Dave Gaming hat geschrieben:Ich kann mir vorstellen, dass es für die Publisher ein mittlerweile zu großer Kampf sein könnte, Diebstähle nachzuverfolgen, gegen G2A zu kämpfen und teilweise gibt es ja auch rechtliche Hürden: Ich bin mir sicher, dass man einem Publisher nicht gleich über das gesamte Internet die Verfolgung zu einem illegalen Key-Anbieter genehmigen würde.
Was soll der Publisher hier tun? Weder hat er das Recht, noch die Motivation bei solchen Mißbrauchsfällen hier mehr zu tun ausser eventuell Keys zu sperren.
Aber ... der Publisher kann seine Großhändler, an die er verkauft, zu entsprechenden Kontroll- und Sicherhungsmaßnahmen verdonnern, damit Kreditkartenbetrug für große Key-Kontingente nicht mehr so kinderleicht durchzuführen ist, wie das derzeit offensichtlich der Fall ist. Mehr kann er nicht tun. Und mehr wird er nicht tun, weil der Schaden durch solche Fälle offenbar geringer ist als der Gewinn, den man durch einen möglichst breitflächigen, kaum regulierten Key-Verkauf erzielen kann.
Ein weiteres Problem ist, dass Vorgänge im Internet meist auch zu schnell und Reaktionszeiten von Leuten, deren Kreditkarten missbraucht wurden, zu langsam, als dass man als Publisher wirklich reagieren könnte.
Der Publisher hat bezüglich des eigentlichen Kreditkartenbetrugs keinerlei Handhabe. Das geht ihn nichts an, das interessiert die Publisher auch nicht. Die hat nur der Händler, bei dem die Kreditkartendaten verwendet werden und der betroffene Kreditkartenbesitzer.
Nutzer sollten eigentlich auch selbst ein wenig hinterfragen müssen, woher die ganzen günstigen Angebote plötzlich kommen: Wenn dir jemand auf der Straße einen 90"-Fernseher für 100€ anbietet, würdest du auch hinterfragen, woher dieser plötzlich stammen soll. Der einzige Grund, hier Nutzer in Schutz zu nehmen, wäre für mich, dass G2A so seriös wirkt und man das Gefühl bekommt, im legalen Bereich unterwegs zu sein, selbst wenn man es nicht ist.
Nun, Du sagst es selber. G2A ist überall präsent. Viele Anbieter und Kunden machen mit G2A Geschäfte. Legale, seriöse Geschäfte. Günstige Keys sind für viele Kunden kein Indiz für vorsichtige Zurückhaltung, sondern nur ein Sonderangebot, wie man es auch ständig bei Steam und Co. findet. Es ist in meinen Augen daher wenig zielführend sich an Kunden abzuarbeiten. Stattdessen sollte man die Lieferkette zurückgehen und sich anschauen, wie der Großhandel mit Keys abläuft und was man direkt an der Quelle tun kann, anstatt sich nur an Symptomen abzuarbeiten.