SectionOne hat geschrieben:Taddl hat geschrieben:SectionOne hat geschrieben:
Seh ich genauso. Größter Unterschied mMn ist der, das ich in Elder Scrolls mein persönliches Abenteuer erleben kann, wären ich beim Witcher in die Haut eines Protagonisten schlüpfe und dessen Abenteuer erlebe.
Was ist an den Elder Scrolls Spielen persönlich, wenn der Ausgang jeder einzelnen Quest fix vorgegeben ist und ich nicht nach eigener Gesinnung entscheiden kann? Auch die Mainquests könnten in der TES-Reihe nicht unpersönlicher (und langweiliger) ausfallen...
Bei TES ist nicht bei jeder Quest der Ausgang fix vorgegeben, es gibt genug Quest bei denen man Entscheidungen treffen muss. Aber das man beim nächsten TES hier vieles besser machen kann und muss, habe ich in meinem Post auch geschrieben. Natürlich hast du den Teil gekonnt ignoriert
Aber wenn ich bei TES von meinem persönlichen Abenteuer spreche, dann meine ich damit nicht alleine die Quests. Ich kann, nachdem ich mich für eine Rasse und Klasse entschieden habe frei durch die Welt streifen, Banditenlager ausheben, Höhlen erforschen, kann mein Geld als Jäger oder Händler verdienen, ich kann Waffen, Rüstungen oder Tränke herstellen und verkaufen oder ich bin selber Bandit und überfalle Reisende denen ich begegne. All das kann ich tun ohne eine einzige Quest anzunehmen.
Wann denn das letzte Mal? Ich erinnere mich noch wehmütig an Morrowind, bei dem sich Diebesgilde, Kriegergilde und Magiergilde mit fortschreitendem Handlungsstrang gegenseitig immer stärker misstrauen und den Spieler mit Attentaten beauftragen, sodass sie sich irgendwann zwangsweise ausschließen und man sich für eine entscheiden
muss.
Genauso die drei großen Häuser Hlaalu, Redoran, und Telvanni, die gänzlich unterschiedliche Talente (nicht zuletzt Verhandlungsgeschick und Diplomatie) und Grade an Skrupellosigkeit erfordern. Ja selbst die an sich starre Haupthandlung konnte man auf eine ganz spezielle Weise lösen (siehe
"Klinge (Main)", Anmerkung unten). Das ganze garniert mit
richtigen Klassen sorgten für einen beachtlichen Wiederspielwert.
Doch spätestens seit Skyrim ist alles ein belangloser Einheitsbrei geworden, in dem der Spieler in der Lage sein muss in einem Durchgang alles erreichen zu können. Entscheidungen und Konsequenzen sind out - man könnte ja jemandem auf den Schlipps treten. Das höchste der Gefühle ist da noch der Bürgerkrieg, bei man wählen darf, ob man zusammen mit roten oder blauen Männchen rumschnetzelt. Was ist die vielgepriesene Freiheit in einem Skyrim wert, wenn es keinerlei glaubwürdige Konsequenzen für meine Taten gibt? Ich kann zum Meister jeder beliebigen Gilde aufsteigen und Thane jeder Region werden, und kein Schwein nimmt mich als solchen wahr. Die ach so tolle Freiheit, dass man auf die Story pfeifen und eine Laufbahn als Schmuggler starten kann, ist lediglich Einbildung des Spielers; das Spiel selbst zeigt auf ein solches Vorhaben keinerlei Reaktion. Bethesda ist nach Morrowind stinkfaul geworden und gibt sich einen Dreck Mühe, solche "Spielerkarrieren" ernsthaft zu simulieren.
Obscura_Nox hat geschrieben:Da sich dieser Thread jetzt ohnehin fast in ein Skyrim vs The Witcher 3 verwandelt hat, muss ich an dieser Stelle einfach etwas fragen. Ich habe meine Graka übertaktet, und aufgrund von Stabilitätstest The Witcher 3 gespielt. Immer so die erste Stunde vielleicht, dann neu angefangen damit ich nicht zuviel gespoilert werde (Habe den zweiten Teil noch nicht fertig) und so weiter. Und...wo sind hier bitte die tollen Dialog Optionen? Man hat meist, zumindest in der ersten Stunde, 2 Möglichkeiten zu antworten. Die emotionale Tragweite schwankt dann irgendwo zwischen den Möglichkeiten "Interessiert, Quest annehmen" und "Keine Zeit, Quest ablehnen."
Versteht mich nicht falsch. Die richtigen Dialoge sind wohl dutzende Male besser geschrieben als die von TES:V, und gefallen mir richtig gut. Aber in Sachen Auswahlmöglichkeit, Dialogoption und somit "Immersive" Charaktergestaltung hinkts genauso wie Skyrim, wenn nicht sogar noch mehr. Ändert sich dass im Laufe des Spiels noch? Oder wurde hier von so manch einem einfach nur Bullshit erzählt?
Ohne spoilern zu wollen aber ja, sowohl Dialoge als auch Quests mit teils gravierenden Entscheidungen und Konsequenzen werden im Verlauf noch sehr viel besser und du hast bislang noch rein gar nichts vom
Spiel gesehen.

Im Ernst, was erwartest du bitte nach einer Stunde Spielzeit? Das war zu Beginn von Witcher 1 und 2 auch nicht anders; sowas braucht einfach Zeit um sich zu entwickeln.