Battlefield 1: Führungsetage bei EA machte sich zunächst Sorgen, ob der Erste Weltkrieg bei den "jüngeren Konsumenten" überhaupt bekannt sei

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Todesglubsch
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Re: Battlefield 1: Führungsetage bei EA machte sich zunächst Sorgen, ob der Erste Weltkrieg bei den "jüngeren Konsument

Beitrag von Todesglubsch »

Liesel Weppen hat geschrieben: Warum ist das logisch? Weils im Lehrplan steht? Wer sagt denn, dass der Lehrplan logisch oder sinnvoll ist?
Na, dass Textverständnis gelehrt werden muss und man durchaus auch mal nen deutschen Klassiker gelesen haben sollte (auch wenn dessen Nutzen im Leben fragwürdig ist) zweifel nichtmal ich an. Also Wilhelm Tell, Faust oder sowas. Ich durfte übrigens Effie Briest lesen. Und drei Verfilmungen dazu ansehen. Keine Ahnung was daran so wichtig war um ein ganzes Halbjahr zu opfern.
Das hing bei mir damals aber hauptsächlich an der Verfügbarkeit von Lehrern ab. Ich konnte nur nach der 7ten Klasse von Religion zu Ethik wechseln, weil glücklicherweise ein Lehrer an meiner Schule verfügbar war, der überhaupt Ethik unterrichten konnte/durfte.
Ich bin in der dritten Klasse zu Ethik gewechselt. Also theoretisch. Praktisch hatten wir auf der Grundschule natürlich kein Ethik und man hat mich und alle anderen in irgendeinen Raum mit einer Sportlehrerin gesteckt, die uns dann Aufgaben gegeben hat. Irgendwann hat sie dann mal gesagt "Ich weiß garnicht wieso ihr hier seid. Ihr scheint garkeine Lernschwäche zu haben."
Jap, man hat der Dame nicht einmal gesagt, wieso sie diese Beschäftigungsaufgabe machen muss.
Beim Wechsel auf dem Gym hatte ich hingegen die ersten zwei Jahre jeweils ne Freistunde, weil Ethik dort erst ab der siebten Klasse begann. Wieso auch immer.
Der Unterschied ist enorm und mMn auch wichtig. Nicht wegen des letztendlichen Abschlusses, sondern wegen der Förderung unterschiedlicher Schüler. Die sind nunmal nicht alle über einen Kamm zu scheren.
Veilleicht hätte ich statt meines 3er Abis auch einen 1er Quali machen können. Oder ich hätte den Quali noch mehr versaut, weil ich gnadenlos jahrelang unterfordert gewesen wäre und so noch nachlässiger geworden wäre?
Die Förderung ist wichtig, klar. Das Problem ist aber das Image. Wir brauchen uns nichts vorzumachen, viele Gymnasiasten schauen auf die Hauptschüler herab. Grundlos. AFAIK haben wir auch immer mehr Gymnasiasten, die natürlich studieren wollen ("Wieso hab ich sonst mein Abi gemacht?"). Und wie sieht's in der Praxis aus? Wir haben zu viele studierte Stunden und suchen händeringend Azubis. Trauriges Szenario: Studiert, gute Noten, kein Job. Hätten Sie stattdessen ne Ausbildung gemacht, wären sie vermutlich schon irgendwo untergekommen und verdienen gut. Aber wie gesagt: Man hat ja ne Hochschulreife. Man muss diese auch nutzen. Man ist ja besser als der Rest. Weil man Effie Briest gelesen hat.

Zur Vollständigkeit:
Ich hab vor einigen Jahren mal im Radio einen Bericht über den Azubimangel gehört und dabei ging es u.a. um einen Frisör, der keine Lehrlinge mehr fand. Laut anwesenden Experten kein Wunder, denn der verlangte von seinen Lehrlingen Abitur und ein abgeschlossenes Studium. Also ja, das gibt's auch als Grund wieso es diesen Mangel gibt :D
Wer die Grundlagen der Mathematik kann, sollte nicht gezwungen werden weiter zu machen wenn er nicht moechte.
Ich zitiere hier mal meinen alten Deutschlehrer:
Was denkt ihr, wieso ihr das alles lernt? Weil ihr das braucht? Hah. Nein, niemand wird euch zwingen irgendein Buch zu interpretieren. Mathe? Plus, Minus, Geteilt, Mal - mehr braucht ihr nicht. Wieso ich euch das trotzdem alles beibringe? Damit ich bezahlt werde!
Ich mochte den Mann.
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Sarkasmus
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Re: Battlefield 1: Führungsetage bei EA machte sich zunächst Sorgen, ob der Erste Weltkrieg bei den "jüngeren Konsument

Beitrag von Sarkasmus »

Todesglubsch hat geschrieben:
Ich zitiere hier mal meinen alten Deutschlehrer:
Was denkt ihr, wieso ihr das alles lernt? Weil ihr das braucht? Hah. Nein, niemand wird euch zwingen irgendein Buch zu interpretieren. Mathe? Plus, Minus, Geteilt, Mal - mehr braucht ihr nicht. Wieso ich euch das trotzdem alles beibringe? Damit ich bezahlt werde!
Ich mochte den Mann.
Sehr symphatisch der Herr aber ganz ehrlich, dafür brauch man kein Lehrer zu sein um das zu wissen. :ugly:
Das war mir schon damals in der Orientierungsstufe, damals gab es noch keine 5. und 6. Klasse in den weiterführenden Schulen, klar.
Natürlich sollte man ein gewisses Grund- und Allgemeinwissen haben, aber die Menge an Stoff die einem in der Schule beigebracht wird ist teilweise schon extrem und je nach dem was man für ein Beruf später hat auch unnötig.

Ich war damals recht gut in Physik aber heute hab ich alles vergessen oder Chemie auch alles weg, weil ich nach der Schule nie wieder damit in Kontakt gekommen bin.

Auch Englisch hab ich nach der Schule nie wieder gebraucht, ok in Englisch wie auch Deutsch war ich grotten schlecht aber trotzdem, ich brauch in meinem Leben kein Englisch.

Oder den ganzen Geometrie Mist, nach der Schule nie wieder gebraucht.
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Kajetan
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Re: Battlefield 1: Führungsetage bei EA machte sich zunächst Sorgen, ob der Erste Weltkrieg bei den "jüngeren Konsument

Beitrag von Kajetan »

Sarkasmus hat geschrieben: Natürlich sollte man ein gewisses Grund- und Allgemeinwissen haben, aber die Menge an Stoff die einem in der Schule beigebracht wird ist teilweise schon extrem und je nach dem was man für ein Beruf später hat auch unnötig.
Aber genau das weiß man halt vorher nicht. Niemand weiß, was Du später benötigst oder nicht. Weder Du, noch die Schule.

Nichtsdestotrotz ... es gibt in der Tat jede Menge unnützen Lehrstoff. Und viel zu wenig von dem, was man später im Leben braucht. Ich hätte gerne in der Schule gelernt, wie man richtig und effizient lernt. Ein wenig mehr darüber, warum Menschen so sind, wie sie sind.
Hoolywood361
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Re: Battlefield 1: Führungsetage bei EA machte sich zunächst Sorgen, ob der Erste Weltkrieg bei den "jüngeren Konsument

Beitrag von Hoolywood361 »

Danke für dieses Setting! Dieses versiffte Zukunftsgedöns der Konkurrenz ist so abartig langweilg :Hüpf:
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Sarkasmus
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Re: Battlefield 1: Führungsetage bei EA machte sich zunächst Sorgen, ob der Erste Weltkrieg bei den "jüngeren Konsument

Beitrag von Sarkasmus »

Kajetan hat geschrieben:
Sarkasmus hat geschrieben: Natürlich sollte man ein gewisses Grund- und Allgemeinwissen haben, aber die Menge an Stoff die einem in der Schule beigebracht wird ist teilweise schon extrem und je nach dem was man für ein Beruf später hat auch unnötig.
Aber genau das weiß man halt vorher nicht. Niemand weiß, was Du später benötigst oder nicht. Weder Du, noch die Schule.

Nichtsdestotrotz ... es gibt in der Tat jede Menge unnützen Lehrstoff. Und viel zu wenig von dem, was man später im Leben braucht. Ich hätte gerne in der Schule gelernt, wie man richtig und effizient lernt. Ein wenig mehr darüber, warum Menschen so sind, wie sie sind.
Und deswegen sollte man ja auch nur ein Grundwissen vermitteln.
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Re: Battlefield 1: Führungsetage bei EA machte sich zunächst Sorgen, ob der Erste Weltkrieg bei den "jüngeren Konsument

Beitrag von yopparai »

Shackal hat geschrieben:Mit Deutscher Sprache kann man nur erschwert etwas mitteilen oder Geschichten erzählen und ist eher eine nüchterne Sprache ohne Phantasie nur aus auswendig lernen und Latein gilt es ebenso die nur von Menschen bevorzugt werden die das gut können.
Das ist - Entschuldigung - Käse. Die deutsche Sprache hat sehr viele Regeln und Formen, aber ist gerade deshalb extrem gut geeignet um feinere Nuancen und Betonungen z.B. Im Satzbau zu verstecken. Sie ist kompliziert, sie mag sich für nicht-Muttersprachler hart anhören, aber dass man sich damit nur erschwert mitteilen kann ist völliger Unfug. Dass du selbst damit Schwierigkeiten hast mag ja sein, aber Millionen andere kommen tagtäglich wunderbar damit klar.
Liesel Weppen
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Re: Battlefield 1: Führungsetage bei EA machte sich zunächst Sorgen, ob der Erste Weltkrieg bei den "jüngeren Konsument

Beitrag von Liesel Weppen »

yopparai hat geschrieben: Japanisch ist als Sprache übrigens prinzipiell nochmal deutlich simpler als Englisch. Hilft aber nicht viel bei der Schrift... ^^
Echt? Von Japanisch habe ich (leider) absolut keine Ahnung. Ok, die Schrift ist kacke, aber wenn das noch einfacher als Englisch ist, wäre es ja wenigstens interessant es sprechen zu können, auch wenn man nicht schreiben und lesen kann. Soll ja hier und da auch schonmal gut weiterhelfen.
Vielleicht kannst du mir ja ein paar Stichpunkte nennen, inwiefern (gesprochenes) Japanisch noch einfacher als Englisch ist? Würde mich echt interessieren.
Todesglubsch hat geschrieben: Na, dass Textverständnis gelehrt werden muss und man durchaus auch mal nen deutschen Klassiker gelesen haben sollte (auch wenn dessen Nutzen im Leben fragwürdig ist) zweifel nichtmal ich an. Also Wilhelm Tell, Faust oder sowas.
Textverständnis hat nichts mit Klassikern zu tun, das könnte man auch aus täglichen Zeitungsartikeln lehren.
Ich weiß auch nicht, warum man einen "Klassiker" gelesen haben sollte, Faust z.B. Heutzutage ist es eher peinlich, wenn man Star Wars nicht kennt, aber nach Faust fragt doch keine Sau mehr.
Todesglubsch hat geschrieben: Irgendwann hat sie dann mal gesagt "Ich weiß garnicht wieso ihr hier seid. Ihr scheint garkeine Lernschwäche zu haben."
Die Aussage könnte einem zu Denken geben. :D
Aber gut, mich konnte auch noch keiner überzeugen, dass ADHS eine Krankheit ist, ich bin immernoch der Meinung, dass das in 99% der Fälle einfach falsch anerzogen ist und keine biologisch oder psychisch (abgesehen von falscher Erziehung mit Psychoschaden als Folge) begründete Krankheit ist, bzw es das vor 30 Jahren noch nicht gab. Nur damals hat man dann halt noch ne Watsche gekriegt, wenn man partout nicht stillsitzen konnte.
Todesglubsch hat geschrieben: Beim Wechsel auf dem Gym hatte ich hingegen die ersten zwei Jahre jeweils ne Freistunde, weil Ethik dort erst ab der siebten Klasse begann. Wieso auch immer.
Sagte ich doch schon: Lehrplan und Lehrerverfügbarkeit.
Mich hat damals ürbigens auch keiner gefragt, ob ich getauft wollen werde, mich hat auch keiner gefragt ob ich die Kommunion machen will und noch später hat mich auch keiner gefragt ob ich die Firmung machen will. Das war einfach gesetzt, in meinem Fall nichtmal durch die Eltern, sondern eher durch die Großeltern, also genaugenommen wurden meine Eltern durch meine Großeltern gezwungen, dass sie mir das antun.
Das hat sich aber mittlerweile immerhin auch erledigt.
Todesglubsch hat geschrieben: Die Förderung ist wichtig, klar. Das Problem ist aber das Image. Wir brauchen uns nichts vorzumachen, viele Gymnasiasten schauen auf die Hauptschüler herab. Grundlos.
Es wird immer bessere und schlechtere Schüler geben und die besseren werden sich immer über die schwächeren lustig machen, völlig egal wie der Schulzweig genannt wird. Es muss aber unterschiedliche Zweige geben, weil sonst die besseren auch nicht entsprechend ihrer Fähigkeiten gefördert werden können.
Das sich die Besseren über die Schlechteren lustig machen, muss zwar theoretisch nicht sein, liegt aber in der Natur des Menschen und wird sich so schnell nicht ändern. Ist man irgendwann mal alt genug, kapiert man das (vielleicht), aber wir reden hier von Schulkindern, die kapieren das idR schlicht und einfach nicht.
Todesglubsch hat geschrieben: AFAIK haben wir auch immer mehr Gymnasiasten, die natürlich studieren wollen ("Wieso hab ich sonst mein Abi gemacht?").
Und die haben auch völlig recht. Das liegt komplett am Bildungssystem. Es hat absolut keinen Sinn Abi zu machen, wenn man nicht studieren will, das sind lediglich 2 verlorene Jahre gegenüber einem Realschulabschluss (früher sogar 3 Jahre).
Was ich in meinem jetztigen Job brauche, oder auch alltäglich, da hätte ich zum Großteil auch nach der 8ten Klasse Gym aufhören können. Bestenfalls Mathe und Physik war noch für mich relevant weiterführend, das hätte mir aber auch in einer spezialisierten Ausbildung auch wesentlich besser vermittelt werden können, ohne den ganzen Zwangsmurks drum herum.
Todesglubsch hat geschrieben: Und wie sieht's in der Praxis aus? Wir haben zu viele studierte Stunden und suchen händeringend Azubis. Trauriges Szenario: Studiert, gute Noten, kein Job.
Kann ich aus erster Hand voll bestätigen. Ein ehemaliger Arbeitgeber hat auch Leute gesucht, es kamen fast nur Bewerbungen von Studienabsolventen. Nur die konnten wir absolut nicht brauchen. Die konnten zwar tolle UML-Diagramme malen und ellenlange Abhandlungen schreiben, aber wenn sie dann mal wirklich was tun sollten, z.B. ihr selbst gemaltes UML-Diagramm tatsächlich mal ausprogrammieren, wurde es ganz finster. Nur leider hilft mir ein UML-Diagramm nicht viel, wenn ich eine tatsächlich laufende Anwendung brauche.
Diverse Leute die "nur" eine Ausbildung gemacht haben, konnten zwar keine schicken UML-Diagramme malen (zumindest nicht so umfangreich und overengeneered), aber die konnten das dann wenigstens praxistauglich umsetzen, und genau das hätten wir gebraucht, nur wir haben niemanden gefunden.
Wir haben dann doch einen Studenten eingestellt, der dann aber letztendlich die Probezeit nicht überstanden hat. Der hat so einige Böcke geschossen, die hätte ich von einem Azubi im zweiten Lehrjahr nicht erwartet.
Todesglubsch hat geschrieben: Hätten Sie stattdessen ne Ausbildung gemacht, wären sie vermutlich schon irgendwo untergekommen und verdienen gut.
Äh, naja, gerade was das "gut verdienen" angeht, kann ich ein Lied singen. Bei meinem jetztigen Arbeitgeber bin ich von 25 Mitarbeitern der einzige, der kein Studium abgeschlossen hat. Ich mache exakt die gleiche Arbeit, ich werde keineswegs geschont und ich bringe die gleiche Leistung, werde genauso teuer an Kunden verkauft, wie alle meine Kollegen auch.

Anfänglich gab es nach meiner Probezeit im Personalgespräch die Aussage: "Es kommt ja schließlich darauf an, was jemand kann, nicht ob er studiert hat oder nicht, und du kannst das ja offensichtlich".
Bei JEDEM späteren Mitarbeitergespräch, spätestens wenn es ums Gehalt geht, kommt IMMER das Argument "aber du hast ja nichtmal studiert!".
Es flaut langsam ab. Immerhin. Wenigstens knapp 15 Jahre Berufserfahrung scheinen dann doch langsam ein bisschen was Wert zu sein.
Todesglubsch hat geschrieben: Ich hab vor einigen Jahren mal im Radio einen Bericht über den Azubimangel gehört und dabei ging es u.a. um einen Frisör, der keine Lehrlinge mehr fand. Laut anwesenden Experten kein Wunder, denn der verlangte von seinen Lehrlingen Abitur und ein abgeschlossenes Studium.
Klar, das ist die übliche Stellenbeschreibung:
Wir suchen XY, Vorraussetzung: Single, flexibel, abgschlossenes Studium, mindestens 5 Jahre Berufserfahrung, maximal 20 Jahre alt.

Todesglubsch hat geschrieben:
Was denkt ihr, wieso ihr das alles lernt? Weil ihr das braucht? Hah. Nein, niemand wird euch zwingen irgendein Buch zu interpretieren. Mathe? Plus, Minus, Geteilt, Mal - mehr braucht ihr nicht. Wieso ich euch das trotzdem alles beibringe? Damit ich bezahlt werde!
Ich mochte den Mann.
Sorry, wenn ich das sage, aber der Mann war als Lehrer der letzte Idiot. Mit so einer Einstellung sollte man kein Lehrer werden dürfen, und wenn man es doch wird, sollte man das zumindest nicht seinen Schülern sagen. Das ist der psychologische Supergau. Nicht weil man den Schülern sagt, dass sie das nicht brauchen werden, sondern eher der Nebensatz "damit ich bezahlt werde".
Das ist genau die Sorte von Lehreren die mir fast das Genick gebrochen hatten. Ich hatte normale Lehrer, ich hatte richtig miese Lehrer, ich hatte aber auch ein paar wirklich sehr gute Lehrer (überwiegend leider erst sehr spät).
Wenn man dann ein und denselben Arschlochlehrer auch noch in zwei Fächern gleichzeitig hat, ist man echt gearscht. Wenn man dann sogar zwei solcher Lehrer in jeweils zwei Fächern hat, geht schon die halbe Welt unter. Da kannste nichts machen als Schüler.
Ich hatte zu meiner Zeit in der 9ten, 10ten Klasse Gym regelrecht Krieg zuhause mit meinen Eltern. Ich hatte diverse Lehrer die einfach absolut scheiße waren, und ich konnte die nicht leiden, und die mich auch nicht, die haben mir jeden kleinen Fehler reingedrückt, ich konnte denen aber nichts. Daheim kam natürlich das Argument, es liegt nicht am Lehrer, du bist nur faul, musst halt mehr lernen, und bemüh dich halt mal, blabla. (klar, faul war ich sicher auch, mich hat aber auch keiner motiviert, sondern ich wurde praktisch eher effektiv demotiviert).
Ich war aber halt das erste Kind in der Familie und immerhin kann ich im Nachhinein definitiv sagen, ich hab gute vorarbeit geleistet und meine Eltern gut erzogen. Bei meinen jüngeren Geschwistern haben sie einiges was sie bei mir abgrundtief verkackt haben, definitiv besser gemacht.
Aber es kann ja nicht am Lehrer liegen, ich bin schuld. Ich hab mich dann nur gefragt, wenn es definitiv nicht am Lehrer liegen kann, wie ist es dann überhaupt möglich, dass ich die 10te Klasse Gym mit einer fast-5 in Englisch abschließe und im nächsten Halbjahr an der FOS urplötzlich eine fast-1 in Englisch im Zeugnis stehen habe? Neeein, es liegt gaaaarnicht am Lehrer.
Es liegt scheiße verdammt viel am Lehrer. Ich habe z.B. ein Theorieproblem, das weiß ich und das ist mir vollständig bewusst. Ich kann nichts vernünftig lernen, wenn ich keinen Praxissinn darin erkennen kann. Ich brauche immer ein Ziel mit einer praktischen Anwendungsmöglichkeit, alles andere ist für mich absolut sinnfrei. Deswegen kam uA ein Studium für mich nie in Frage.
Ich hatte Lehrer, die konnten mir auf die einfache Frage "aber wozu brauche ich das, was kann ich denn damit überhaupt machen" keine Antwort geben. Ich hatte auch Lehrer, die konnten mir auf die gleiche Frage eine Antwort geben, die ich sogar verstehen konnte. Der Unterschied zwischen diesen beiden Lehrertypen betrug mal eben ~2 Notenstufen, ohne dass die irgendwas anderes getan hätten, als diese simple Frage zu beantworten.
Früher in Mathe bei den Grundrechenarten war mir das noch selbst klar. Später nichtmehr. Was kann ich denn mit einem Integral anfangen? Was bringt es mir, wenn ich die Fläche unter einer Kurve ausrechnen kann? Es ist nur eine verdammte theoretische Kurve, wen juckt die Fläche darunter. Wenn mir ein Lehrer keine Antwort auf solche Fragen geben konnte, wars bei mir schon gelaufen, auf der nächsten Prüfing stand dann meistens halt eine 5 oder gar 6.
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Kajetan
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Re: Battlefield 1: Führungsetage bei EA machte sich zunächst Sorgen, ob der Erste Weltkrieg bei den "jüngeren Konsument

Beitrag von Kajetan »

Liesel Weppen hat geschrieben: Vielleicht kannst du mir ja ein paar Stichpunkte nennen, inwiefern (gesprochenes) Japanisch noch einfacher als Englisch ist? Würde mich echt interessieren.
Japanische Grammatik ist zwar grundverschieden zu dem, was wir in Europa sprachlich gewohnt sind, dafür ist sie aber sehr einfach. Kompliziert wird Japanisch nur in Japan, wo man fünfunddrölfzig Milliarden soziale Normen und kulturelle Kontexte kennen sollte, um nicht von einem Fettnäpfchen ins andere zu tappen, obwohl man grammatikalisch und in Sachen Aussprache alles richtig gemacht hat.
Ich habe z.B. ein Theorieproblem, das weiß ich und das ist mir vollständig bewusst.
Das ist kein "Problem" :)

Du hast nur eine typisch männliche Mentalität. Man weiß mittlerweile, dass Jungen besser lernen, wenn man ihnen einen konkreten Grund nennen kann, warum XYZ jetzt gelernt werden soll. Mädchen tun sich hingegen leichter Lehrstoff nur um des Lernens Willen zu lernen. Mehr steckt da nicht dahinter und schon gar kein "Problem".
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3nfant 7errible
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Re: Battlefield 1: Führungsetage bei EA machte sich zunächst Sorgen, ob der Erste Weltkrieg bei den "jüngeren Konsument

Beitrag von 3nfant 7errible »

Marobod hat geschrieben:Ich bin wirklich der Meinung, daß man 13 - 15 Jahre fuer einen hoeheren Abschluß bringen sollte, vor allem sollten die letzten 2 jahre auf einem Gymnasium dzu dienen , den Schuelern eine Moeglichkeit der Spezialisierung zu erlauben oder eben allgemein zu bleiben. Wer die Grundlagen der Mathematik kann, sollte nicht gezwungen werden weiter zu machen wenn er nicht moechte. ich mußte hoehere mathematik machen, was mir den Notenschnitt zB versaut hat, da ich absolut kein interesse daran habe den limes zu berechnen noch es jemals in meinem Anglistik/Geschichte und jetzt Sprach und Kommunikationsstudium gebrauchen konnte, da waere mir ein Abi ausgreichtet auf Sprachen und andere Literatur und philosophische faecher lieber gewesen, Vielleicht noch ein jahr in einem anderen land als Bildungsreise mit einplanen in diese zusaetzliche Schul- Zeit
ich haette nichts dagegen gehabt mehr als Latein,Franzoesisch und Englisch zu lernen, Portugiesisch und Spanisch sowie Slowenisch mußte ich mir spaeter beibringen waehrend Studium oder Auslandsaufenthalten. Was mich nicht unbedingt reifer gemacht hat mit meinen 19 jahren am Abschluß, da ich aber danach 1 Jahr auf Reisen ging (Portugal , Spanien,Frankreich) , und ich den Zivildienst und Wehrdienst nicht machen mußte (2003 war man mit T3 ausgemustert), dies half mir in meiner persoenlichen Entwicklung, daher auch sowas wie Bildungsreisen, oder mehrmonatige Praktika waehrend der Schulzeit fuer Leute mit Wirtschaftlichen oder Naturwissenschaftlichen Interessen. Das koennte gut aufs Studium vorbereiten und bei der Entscheidungshilfe beisteuern, evtl will man umschwenken, daher auch die von mir gewuenschten 15 jahre Schule :D
Ich denke nicht, dass man aus der Schule eine Vorstufe zu einer spezialisierten Ausbildung machen sollte. Es geht eher darum, den Kindern die Grundlagen über viele Facetten des Lebens zu vermitteln, so dass sie Elektrizität nicht für Magie halten, wieso die Welt heute ist wie sie ist und wie sie dahin gekommen ist, dass hinter Literatur, Kunst & Musik auch handwerkliche Arbeit und gewisse Regeln stehen, und nicht nur "da hat sich jemand was ausgedacht und einfach mal losgelegt", usw
Darüberhinaus lernt man das Lernen selbst, das effiziente Aneignen von Wissen. Gute Pädagogen legen auch grossen Wert darauf, die Kinder zu eigenständigem Denken zu ermutigen, was ua auch zu einer weiteren wichtigen Funktion von Schule führt, der Schutz vor gefährlichen Ideologien. Vermutlich ist das auch mit ein Grund wieso man den 2. WK so heftig durchkaut, wie es hier auch alle bestätigen. Es ging dabei ja nicht nur, um die Erfassung geschichtl. Eckdaten, sondern auch um Fragen wie... Wie konnte diese Scheisse überhaupt passieren, und was können wir tun bzw welche Mechanismen gibt es, damit so eine Scheisse nie wieder passiert?

Offenbar war das aber immer noch nicht genug, wenn man sich mal so umschaut ^^
Die Leute sind wieder autoritätshörig, Grüppchenbildung und Ausgrenzung, Wahrheit ist böse, Propaganda ist gut, "Sicherheit" vor Freiheit und scheiss auf Rechtsstaatlichkeit :Blauesauge:
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Todesglubsch
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Re: Battlefield 1: Führungsetage bei EA machte sich zunächst Sorgen, ob der Erste Weltkrieg bei den "jüngeren Konsument

Beitrag von Todesglubsch »

Liesel Weppen hat geschrieben: Sorry, wenn ich das sage, aber der Mann war als Lehrer der letzte Idiot. Mit so einer Einstellung sollte man kein Lehrer werden dürfen, und wenn man es doch wird, sollte man das zumindest nicht seinen Schülern sagen. Das ist der psychologische Supergau. Nicht weil man den Schülern sagt, dass sie das nicht brauchen werden, sondern eher der Nebensatz "damit ich bezahlt werde".
Und dennoch: Bei dem Mann hab ich mehr gelernt, als bei meinen anderen Lehrern, die ihr Fach bierernst genommen haben.
Wenn man dann ein und denselben Arschlochlehrer auch noch in zwei Fächern gleichzeitig hat, ist man echt gearscht. Wenn man dann sogar zwei solcher Lehrer in jeweils zwei Fächern hat, geht schon die halbe Welt unter. Da kannste nichts machen als Schüler.
Wie wahr. Oder den gleichen Lehrer mehrere Jahre hintereinander. Ich war z.B. nicht gut in Französisch. Dem Fach, nicht das andere. Anfangs noch ne drei, sank dann zu ner fünf - und blieb da. Immer bei der gleichen Lehrerin. Freundliche Frau, war auch Vertrauenslehrerin an der Schule, aber irgendwann sagte sie sich wohl "der ganz eh nichts, das hat keinen Sinn" und ich blieb bei meinem fünfer-Teufelskreis. Im letzten französisch-Jahr bekam ich ne andere Lehrerin. Eine sehr wirre Frau.
Beispiel? Schul-Skiausflug. Sie war eine der Aufsichtspersonen. Nachtfahrt. Der halbe Bus schläft. Sie kommt rein:
AUFWACHEN! ICH WOLLTE NUR SAGEN, DASS WIR NE PAUSE AN DER TANKSTELLE MACHEN. ABER IHR KÖNNT ALLE WEITERSCHLAFEN!
Im Unterricht war sie genauso:
SASKIA!
- Ich bin nicht Saskia.
Aber du sitzt da wo Saskia sonst sitzt ALSO BIST DU SASKIA!
Wie dem auch sei, diese nette Dame hat alle französisch-Schwachen nach vorne in die erste Reihe geholt und regelmäßig drangenommen. Im Gegensatz zu allen anderen wurden wir von ihr nicht angeschrien. Und Überraschung: Ich hatte in einer Klausur tatsächlich eine 3-4. Nach vielen Jahren durchgängier Fünfen. Französisch konnte ich schließlich mit einer "guten" Vier abwählen. Ein kleiner Sprung für die Menschheit, ein großer für mich.
Oh, außerdem hab ich mir dank der Frau gemerkt, Standard nie mit t zu schreiben.
johndoe984149
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Re: Battlefield 1: Führungsetage bei EA machte sich zunächst Sorgen, ob der Erste Weltkrieg bei den "jüngeren Konsument

Beitrag von johndoe984149 »

yopparai hat geschrieben:
Shackal hat geschrieben:Mit Deutscher Sprache kann man nur erschwert etwas mitteilen oder Geschichten erzählen und ist eher eine nüchterne Sprache ohne Phantasie nur aus auswendig lernen und Latein gilt es ebenso die nur von Menschen bevorzugt werden die das gut können.
Das ist - Entschuldigung - Käse. Die deutsche Sprache hat sehr viele Regeln und Formen, aber ist gerade deshalb extrem gut geeignet um feinere Nuancen und Betonungen z.B. Im Satzbau zu verstecken. Sie ist kompliziert, sie mag sich für nicht-Muttersprachler hart anhören, aber dass man sich damit nur erschwert mitteilen kann ist völliger Unfug. Dass du selbst damit Schwierigkeiten hast mag ja sein, aber Millionen andere kommen tagtäglich wunderbar damit klar.
Mal abgesehen von verschiedener Einschränkungen sei es vom Stoffwechsel oder Hirnschädigungen oder psychische Schäden verursachte gewisse Schreibstörungen hat jeder Menschen seine Vorzüge und der Mensch verhält sich dann wie ein Zug auf schienen der genau seine Leistung und Positives empfinden entspricht.
Ich zb lassen wir mal meine Physische Schädigung weg bin laut Psychologen an denen man schon seit Kindheit trieft mit Extrem Vorstellung Kraft ausgestattet und damit ist die Sprache Deutsch schon sehr schädlich auf den Gemüt entsprechend ausgestatteter Menschen ausgerichtet und haben eine unterschiedliche große Problemen mit solchen Sprachen wie deutsch.

man Beobachtet besonders in meiner Person das ein Mensch nur zb. deutschen sich für besonders Intelligent und Cool halten wenn sie soweit diese Sprache beherrschen und das oft sich sogar überlegen fühlen wo oft eher das gegen teil der Fall ist.

ich habe mich heutiger mit Menschen unterhalten die deutsch lernten und haben natürlich über deutsche Sprache eher stark negative Empfindungen die ich auch schon vor 40 Jahren hörte.

Vor 20 Jahren wurde ich noch verurteilt das ich einen IQ von 70/80 habe,weil ich nicht vernünftig schreiben und zeitweise nicht vernünftig Sprechen kann aber trotzdem in der Lage bin und war Geschichten zu erzählen wo meine gegenüber am ende ihrer Kräfte waren aber das Funktioniert nur wenn ich sie ihm Akustisch erzähle und da kommt wohl eher eine Psychologische Fähigkeit ins Spiel die Quasy als Ausgleich Übermittlungen macht die die eigene Geschichte noch unterstützen.

Ich aus meiner Position mit meinen Problemen und Glaub mir hatte früher massenweise Grammatik Bücher und Wissenschaft usw zu hause liegen wo es noch kein Inet. gab aber eine Erfahrung habe ich gemacht und die ist je mehr ich versuchte Deutsch Grammatik zu lernen je schlechter wurde ich in der Grammatik :P

Ausrede ist es nicht es gibt genügend Beispiele von Menschen die Pech gehabt haben und durch Gehirn Blutungen gewisse Grammatikalische Fähigkeiten verloren bis dahin das sie die Sprache Grundsätzlich ab 1 Klasse wieder erlernen mussten.

Glaub mir wenn du ein Problem hast zb Fehlfunktionen dann gibt es noch eine Menge Menschen die jede Infos Aufsaugen wie man sich dieser Menschlich vorgestellten Realität Anpassen kann um sein leben zu führen und man entwickelt Fähigkeiten von denen du sicherlich noch nie etwas gehört hast um sich anzupassen.
Scipione hat geschrieben:
Ich denke nicht, dass man aus der Schule eine Vorstufe zu einer spezialisierten Ausbildung machen sollte. Es geht eher darum, den Kindern die Grundlagen über viele Facetten des Lebens zu vermitteln, so dass sie Elektrizität nicht für Magie halten, wieso die Welt heute ist wie sie ist und wie sie dahin gekommen ist, dass hinter Literatur, Kunst & Musik auch handwerkliche Arbeit und gewisse Regeln stehen, und nicht nur "da hat sich jemand was ausgedacht und einfach mal losgelegt", usw
Darüberhinaus lernt man das Lernen selbst, das effiziente Aneignen von Wissen. Gute Pädagogen legen auch grossen Wert darauf, die Kinder zu eigenständigem Denken zu ermutigen, was ua auch zu einer weiteren wichtigen Funktion von Schule führt, der Schutz vor gefährlichen Ideologien. Vermutlich ist das auch mit ein Grund wieso man den 2. WK so heftig durchkaut, wie es hier auch alle bestätigen. Es ging dabei ja nicht nur, um die Erfassung geschichtl. Eckdaten, sondern auch um Fragen wie... Wie konnte diese Scheisse überhaupt passieren, und was können wir tun bzw welche Mechanismen gibt es, damit so eine Scheisse nie wieder passiert?

Offenbar war das aber immer noch nicht genug, wenn man sich mal so umschaut ^^
Die Leute sind wieder autoritätshörig, Grüppchenbildung und Ausgrenzung, Wahrheit ist böse, Propaganda ist gut, "Sicherheit" vor Freiheit und scheiss auf Rechtsstaatlichkeit :Blauesauge:
man Lernt das was Machthaber wollen was du Lernen sollst und wie du zu Reagieren hast das lernt man von Kind an das fängt auch im heutigen TV an was Menschen im Kindheit stark einschränken kann und ich wurde davon verschont und habe quasy Eigenendwicklung durchgemacht.
Das fängt schon im ersten Weltkrieg an und im 2ten und besonders seit 1995 eine Wahrheit zu vermitteln die so nicht anlief nur weil die derzeitigen Machthaber es sollen wollen das die Geschichte so dargestellt wird aber sie nicht wirklich so ablief.

Beschäftige dich mal mit dem Kriegsgrund 2ter World of War Glaub mir du wirst schockiert sein......
Zuletzt geändert von johndoe984149 am 05.06.2016 13:49, insgesamt 1-mal geändert.
heretikeen
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Re: Battlefield 1: Führungsetage bei EA machte sich zunächst Sorgen, ob der Erste Weltkrieg bei den "jüngeren Konsument

Beitrag von heretikeen »

D_Radical hat geschrieben:Zumal wir in dem Fall auch etwas darüber erfahren, wie EA sich scheinbar seine Kunden ausmalt.
Und es sollte nicht unbedingt neu sein, dass EA die helle Panik bekommt, wenn man auch nur einen potenziellen Kunden überfordern könnte.
EA ist der Mario Barth unter den Entwicklern. So platt wie möglich, damit auch wirklich jeder Depp mitmachen kann. Und falls da einige überrascht sind, weil es vor dem 2. Weltkrieg noch einen ersten gab, und das Spiel möglicherweise komplett verstört liegenlassen, kostet das bares Geld.
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Robby1234
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Re: Battlefield 1: Führungsetage bei EA machte sich zunächst Sorgen, ob der Erste Weltkrieg bei den "jüngeren Konsument

Beitrag von Robby1234 »

Vorm 2. Weltkrieg gab´s noch einen? Schockierend.
Ich hoffe die Amis halten sich selbst für so dämlich und nicht uns Europäer ...
yopparai
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Re: Battlefield 1: Führungsetage bei EA machte sich zunächst Sorgen, ob der Erste Weltkrieg bei den "jüngeren Konsument

Beitrag von yopparai »

Liesel Weppen hat geschrieben:
yopparai hat geschrieben: Japanisch ist als Sprache übrigens prinzipiell nochmal deutlich simpler als Englisch. Hilft aber nicht viel bei der Schrift... ^^
Echt? Von Japanisch habe ich (leider) absolut keine Ahnung. Ok, die Schrift ist kacke, aber wenn das noch einfacher als Englisch ist, wäre es ja wenigstens interessant es sprechen zu können, auch wenn man nicht schreiben und lesen kann. Soll ja hier und da auch schonmal gut weiterhelfen.
Vielleicht kannst du mir ja ein paar Stichpunkte nennen, inwiefern (gesprochenes) Japanisch noch einfacher als Englisch ist? Würde mich echt interessieren.
Dem Japanischen fehlen zuerst mal ein Haufen Dinge, die Grammatik kompliziert machen:
1. Es gibt keine Geschlechter und keinen Plural. In Ausnahmefällen kann man manche Pronomina immerhin mit einem angehängten -tachi erweitern, das klarstellt, das mehrere gemeint sind (私watashi = ich, 私達watashitachi = wir z.B.). Aber vor allem hat das keine Auswirkung auf Verben.
2. Es gibt genau zwei Zeitformen. Gegenwart und Vergangenheit. Zukunft wird anders ausgedrückt, nämlich meist mit dem Verb gehen. Man sagt also nicht "es wird wärmer werden" sondern eher "es wird warm werdend gehen".
3. Es gibt keine Superlative. Also sagt man nicht "Mein Haus ist das größte" sondern "Mein Haus ist Nr. 1 (一番ichiban) groß".
4. Relativsätze sind auch nicht wirklich vorhanden. Man nimmt einen Satz, pappt ein ことkoto oder のno dahinter und behandelt den ganzen Satz als Subjekt.
5. Es gibt 4x2 Konjugationen. Nämlich formell Gegenwart, formell Vergangenheit, informell Gegenwart umd informell Vergangenheit, dazu die Verneinungen. Am Bespiel des Verbs "gehen": ikimasu, ikimashita, iku, itta (行きます、行きました、行く、行った) und das gleiche verneint ikimasen, ikimasen deshita, ikanai und ikanakatta (行きません、行きませんでした、行かない、行かなかった). Die Bildungsregeln sind extrem konsistent. Man hat zwei Gruppen an Verben (konsonantisch, vokalisch) die sich leicht unterschiedlich konjugieren, aber die Regeln gelten praktisch immer, ausser bei
6. genau 2 unregelmäßigen Verben, nämlich するsuru (machen/tun) und 来るkuru (kommen).
7. Der Satzbau ist immer gleich. Verb hinten, ansonsten wird die Funktion der Satzbestandteile mit Partikeln definiert. "がga" ist das Subjekt, "のno" ist Zugehörigkeit (so eine Art Genitiv), "にni" ist das Ziel (=zu), "をwo" ist das Objekt und noch einige weitere. Sie verändern aber alle den Wortstamm nicht, also keine Deklination.
8. Der Japaner lässt alle Weg was aus dem Kontext ersichtlich ist. Daher sind besonders im gesprochenen Japanisch die Sätze meist recht kurz. Führt auch gern mal zu wunderbaren Missverständnisen ^^
9. Satzzeichen nach Gefühl. Oder auch gar nicht. Aber das beeinflußt ja das gesprochene nicht.

Das sind jetzt die Dinge, die mir ohne nachzudenken einfallen. Was man sicher noch dazusagen muss und was von Kajetan schon ganz richtig angemerkt wurde, die Schwierigkeiten liegen meist mehr in den den sozialen Normen und der darauf begründeten Wortwahl. Selbst zwischen Männern und Frauen gibt es in der Sprache Unterschiede (für die Anime-Gucker: Partikel "わwa" oder auch "のno" am Satzende oder das Wort "かしらkashira" =vielleicht sind Frauensprache). Aber das lernt man eigentlich schnell. Schneller jedenfalls als zig Zeitformen und dazugehörige Bildungsregeln im englischen, die oft auch noch auf unregelmäßige Verben angewendet werden müssen.
Achja, da das Japanische nur so knapp 46 Silben kennt und alles was länger als drei Silben ist gnadenlos abgekürzt wird, vor allem englische oder deutsche Begriffe, kommt es sehr oft zu lautlichen Überschneidungen. Aber wenn man zum Frisör geht, ist es meist klar, dass man sich die 髪kami =Haare schneiden lassen will, nicht etwa den lieben 神kami =Gott oder ein paar Blatt 紙kami =Papier.

Die Schrift allerdings ist wirklich ne Katastrophe.

Edit: Die Aussprache ist viel simpler. Alles wird gesprochen wie geschrieben, es fällt höchstens mal das i im shi weg (deshita="deschta" gesprochen) oder das u beim ku. Ausserdem hat das u manchmal einen leichten Hang zum ü und das japanische R ist eher ein hart gesprochenes L, bei dem die Zunge rechtwinkling an den Gaumen schlägt. Aber ist machbar, besser als das th im englischen.
@Shackal: Mir ging es auch nur um die sehr allgemein gehaltene Aussage. Dass die Sprache für dich persönlich ungünstig ist glaube ich dir ja und du wirst da nicht der einzige sein. Aber die deutsche Sprache an sich ist sehr gut geeignet, sich mitzuteilen.
Zuletzt geändert von yopparai am 05.06.2016 14:46, insgesamt 1-mal geändert.
Liesel Weppen
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Re: Battlefield 1: Führungsetage bei EA machte sich zunächst Sorgen, ob der Erste Weltkrieg bei den "jüngeren Konsument

Beitrag von Liesel Weppen »

Kajetan hat geschrieben: Japanische Grammatik ist zwar grundverschieden zu dem, was wir in Europa sprachlich gewohnt sind, dafür ist sie aber sehr einfach.
Inwiefern denn? Gut, grundlegend anders mag ja sein, aber gibts da keine Geschlechter, haben die nicht 18 Konjugationen?
Kajetan hat geschrieben: Kompliziert wird Japanisch nur in Japan, wo man fünfunddrölfzig Milliarden soziale Normen und kulturelle Kontexte kennen sollte, um nicht von einem Fettnäpfchen ins andere zu tappen, obwohl man grammatikalisch und in Sachen Aussprache alles richtig gemacht hat.
Das hab ich allerdings auch schon gehört. :D
Du hast nur eine typisch männliche Mentalität. Man weiß mittlerweile, dass Jungen besser lernen, wenn man ihnen einen konkreten Grund nennen kann, warum XYZ jetzt gelernt werden soll. Mädchen tun sich hingegen leichter Lehrstoff nur um des Lernens Willen zu lernen. Mehr steckt da nicht dahinter und schon gar kein "Problem".
"Mittlerweile" war zu spät für mich. :D Ichh kenne aber auch genug Männer, die damit deutlich weniger Probleme haben als ich.

Todesglubsch hat geschrieben: Wie dem auch sei, diese nette Dame hat alle französisch-Schwachen nach vorne in die erste Reihe geholt und regelmäßig drangenommen. Im Gegensatz zu allen anderen wurden wir von ihr nicht angeschrien. Und Überraschung: Ich hatte in einer Klausur tatsächlich eine 3-4. Nach vielen Jahren durchgängier Fünfen. Französisch konnte ich schließlich mit einer "guten" Vier abwählen. Ein kleiner Sprung für die Menschheit, ein großer für mich.
Oh, außerdem hab ich mir dank der Frau gemerkt, Standard nie mit t zu schreiben.
Oh, ich hatte eine Referendarin in Latein in der 8ten, die war jung und frisch von der Uni und auch nicht ganz unhübsch. Aber sie hatte den ultimativen Plan, wie sie das Schulsystem renovieren konnte und abschreiben völlig unmöglich macht. Sie hat dazu einfach die schlechten Schüler bei Prüfungen neben die guten Schülker gesetzt, somit kann man ja nicht abschreiben. Ich war damals der schlechteste in der Klasse und wurde somit zur Prüfung neben die Klassenbeste gesetzt. Die Referendarin war sich ihres Systems so ultimativ sicher, dass sie während der Prüfung auch gar nicht aufpassen musste, sondern Zeitung gelesen hat. Nun, was soll ich sagen, meine Sitznachbarin hatte eine 1 mit 0 Fehler, ich hatte auch eine 1 mit einem Fehler. Hab mich da wohl verlesen. Diese eine einzige 1 hat mich im Jahreszeugnis von einer 6 auf eine 5 gerettet und ich musste keine Ehrenrunde drehen. Nachzuweisen war mir ja nichts, wir hatten keine gleichen Fehler, obwohl jedem, auch der Referendarin nachher komplett klar war, was genau da abgelaufen ist. :D
Manchmal kann Unterricht halt auch sehr praxisbezogen sein, wenn auch eher unfreiwillig :D