Spielemarkt Deutschland: Knapp 13.000 Menschen entwickeln und vertreiben hierzulande Computer- und Videospiele
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eigentlichegal
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Re: Spielemarkt Deutschland: Knapp 13.000 Menschen entwickeln und vertreiben hierzulande Computer- und Videospiele
Es ist natürlich ebenfalls sehr deutsch, dass die Schuld gerne auf die Politiker oder andere diffusen Gruppen geschoben werden. Unternehmen werden aber immer noch von Individuen gegründet! Wenn sich niemand findet, der ein Softwareentwicklerstudio gründen will, dann kann auch niemand dazu einfach verpflichtet werden. Genauso wie der angebliche Fachkräftemangel hier hervorgekramt wird, die meisten aber wahrscheinlich ebenfalls bevorzugt haben in eine andere Richtung zu gehen.
Übrigens nur mal als kleinen Denkanstoß: SAP ist einer der wichtigsten IT-Unternehmen der Welt und hat seinen Hauptsitz in Wiesloch!
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Seppel21
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Re: Spielemarkt Deutschland: Knapp 13.000 Menschen entwickeln und vertreiben hierzulande Computer- und Videospiele
Filme werden mit sehr viel Geld vom Staat gefördert, Spieleentwickler werden mit Kleckerbeträgen abgespeist. In anderen Ländern wie z.B. Frankreich werden Entwickler viel stärker gefördert, während man hier Teile der Spielekultur immer noch verteufelt.JesusOfCool hat geschrieben:es liegt nicht alles nur an den politikern.Xyt4n hat geschrieben:Nicht beeindruckend, aber Deutschland verschläft nun mal die Digitalisierung (E-Government, Glasfaser Ausbau, große Software Konzerne, ...) und es sieht nicht so aus, als ob SPDCDUGRÜNE hierbei es schaffen etwas auf die Beine zu stellen.
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eigentlichegal
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Re: Spielemarkt Deutschland: Knapp 13.000 Menschen entwickeln und vertreiben hierzulande Computer- und Videospiele
Also ich hab mal recherchiert:Seppel21 hat geschrieben: Filme werden mit sehr viel Geld vom Staat gefördert, Spieleentwickler werden mit Kleckerbeträgen abgespeist.
http://www.cnc.fr/web/en/support-fund-for-videogames
Auf dieser Website ist von einer Förderhöhe von höchstens 50% der Projektkosten die Rede, welche wiederum 200.000€ nicht übersteigen kann.
https://de.wikipedia.org/wiki/Deutscher ... spielpreis
Allein der deutsche Computerspielpreis, der wirklich jeden noch so denkbaren Rotz auszeichnet, hat eine Prämie von 250.000€, was noch im Jahr 2017 auf 450.000€ hochgestuft werden soll.
Was es in Frankreich gibt, wozu ich für Deutschland keine Belege gefunden habe, sind Steuervergünstigungen, die recht gut ausfallen. Das Deutschland aber in Europa weit vorne bei der Besteuerung liegt, ist kein Geheimnis und hält andere IT-Unternhmen (SAP) auch nicht davon ab in Deutschland zu produzieren.
Edit:
Allein das Land Bayern hat eine Projektförderung von 200.000€ für die eigentliche Spieleentwicklung, 20.000€ für die Konzeptphase und und 80.000€ für die Prototypenentwicklung.
http://www.foerderdatenbank.de/Foerder- ... &doc=10773
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herrdersuppen
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Re: Spielemarkt Deutschland: Knapp 13.000 Menschen entwickeln und vertreiben hierzulande Computer- und Videospiele
Über Fördersummen von Computerspielpreisen brauch man nicht reden. Mit dem bisschen Taschengeld kann man nicht mal eine handvoll Entwickler über 2-3 Jahre bezahlen.
Ich weiß nicht was für Gehälter in USA bzw. Kanada gezahlt werden, aber allgemein kann man wohl sagen, dass man zum Spieleentwickeln das Herz haben muss und nicht die Dollarscheine im Auge.
Was in Deutschland auch fehlt, ist die Risikobereitschaft der Publisher/Finanzgeber.
Echt traurig wie sich die Politiker bei diesen Zahlen noch auf die Schulter klopfen. Würde man nur den seriösen Markt berücksichtigen (Handy und Browsermist weg), dann sieht die Welt wahrscheinlich nicht mehr so rosig aus.
Ich weiß nicht was für Gehälter in USA bzw. Kanada gezahlt werden, aber allgemein kann man wohl sagen, dass man zum Spieleentwickeln das Herz haben muss und nicht die Dollarscheine im Auge.
Was in Deutschland auch fehlt, ist die Risikobereitschaft der Publisher/Finanzgeber.
Echt traurig wie sich die Politiker bei diesen Zahlen noch auf die Schulter klopfen. Würde man nur den seriösen Markt berücksichtigen (Handy und Browsermist weg), dann sieht die Welt wahrscheinlich nicht mehr so rosig aus.
- Nimi
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Re: Spielemarkt Deutschland: Knapp 13.000 Menschen entwickeln und vertreiben hierzulande Computer- und Videospiele
Ja, aber unter Rahmenbedingungen die von der Politik vorgegeben werden. Und da herrscht in dem Bereich in Deutschland wirklich noch einiges an Nachholbedarf.eigentlichegal hat geschrieben:Unternehmen werden aber immer noch von Individuen gegründet!
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eigentlichegal
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Re: Spielemarkt Deutschland: Knapp 13.000 Menschen entwickeln und vertreiben hierzulande Computer- und Videospiele
Kannst du das etwas genauer ausführen? Wenn wir zum Beispiel von Crytek reden, dann haben die ihren Sitz in Frankfurt. Frankfurt hat den größten Serverknoten in ganz Europa. Glaubst du wirklich, dass Crytek Bandbreitenprobleme hat? Finanzielle Förderungen scheinen zumindest nicht sonderlich anders gehandhabt zu werden als in Frankreich, was hier als lobendes Beispiel genannt wurde. Das einzige was bleibt sind steuerliche Vergünstigungen, die tatsächlich fehlen (obwohl ich sie eigentlich nur nach 10 Minuten googlen nicht gefunden habe). Ich kann mir aber gleichzeitig nicht vorstellen, dass diese Vergünstigungen alleine so viel ausmachen, dass es nicht mehr möglich ist hier gute Spiele zu erstellen. Das scheint BlueByte zumindest auch nicht daran zu hindern ein AAA Titel im Strategiebereich (oder überschätze ich die Anno-Serie gerade komplett?) zu produzieren.Nimi hat geschrieben:Ja, aber unter Rahmenbedingungen die von der Politik vorgegeben werden. Und da herrscht in dem Bereich in Deutschland wirklich noch einiges an Nachholbedarf.
- gEoNeO
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Re: Spielemarkt Deutschland: Knapp 13.000 Menschen entwickeln und vertreiben hierzulande Computer- und Videospiele
Todesglubsch hat geschrieben:Niemand macht Schrott! Fast alle sind Träger des ein oder anderen deutschen Computerspielpreises.wnxkraid hat geschrieben:Und wie viele davon machen nur Lernspiele, Browser- und Handy-schrott?
Der war echt gut^^
- Jarnus
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Re: Spielemarkt Deutschland: Knapp 13.000 Menschen entwickeln und vertreiben hierzulande Computer- und Videospiele
neulich bei Hart aber Fair war die hälfte der talk-runde der meinung smartphone & co wären gefährlich und die digitale technik würde auf dauer arbeitsplätze kosten, wäre also insgesamt kritisch zu sehen! bei Panorama berichteten leute unlängst über die großen gefahren von e-bikes *traurig lacht*
tja, da darf man sich dann auch nicht wundern!
wenn sich die autonomen fahrzeuge weltweit durchsetzen, datenbrillen mit augmented-reality und RFID technik, dann wird unser wohlstand ganz schnell wegschmelzen! mit der automobil-industrie fängt es gerade an und wird von nun an ständig schneller voran schreiten...deutschland wird abgehängt!
tja, da darf man sich dann auch nicht wundern!
wenn sich die autonomen fahrzeuge weltweit durchsetzen, datenbrillen mit augmented-reality und RFID technik, dann wird unser wohlstand ganz schnell wegschmelzen! mit der automobil-industrie fängt es gerade an und wird von nun an ständig schneller voran schreiten...deutschland wird abgehängt!
- Nimi
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Re: Spielemarkt Deutschland: Knapp 13.000 Menschen entwickeln und vertreiben hierzulande Computer- und Videospiele
Ich denke nicht dass die Internetanbindung ein Problem ist (wobei das natürlich auf den Standort ankommt). Nach meinem Wissensstand ist vor allem die Förderung ein Problem (sowohl steuerliche Vergünstigungen als auch direkt). Der Bund fördert andere Medienbranchen (Film, Musik, Bücher usw.) ziemlich intensiv, aber Spiele sind nach wie vor pfuibah und außer dem Computerspielepreis kommt da nicht viel. Was Spiele angeht ist Deutschland zwar ein sehr großer Absatzmarkt, bei der Entwicklung sind wir aber international gesehen ein Witz. Daran ändern auch Ausnahmen wie Crytek leider wenig.eigentlichegal hat geschrieben:Kannst du das etwas genauer ausführen? Wenn wir zum Beispiel von Crytek reden, dann haben die ihren Sitz in Frankfurt. Frankfurt hat den größten Serverknoten in ganz Europa. Glaubst du wirklich, dass Crytek Bandbreitenprobleme hat? Finanzielle Förderungen scheinen zumindest nicht sonderlich anders gehandhabt zu werden als in Frankreich, was hier als lobendes Beispiel genannt wurde. Das einzige was bleibt sind steuerliche Vergünstigungen, die tatsächlich fehlen (obwohl ich sie eigentlich nur nach 10 Minuten googlen nicht gefunden habe). Ich kann mir aber gleichzeitig nicht vorstellen, dass diese Vergünstigungen alleine so viel ausmachen, dass es nicht mehr möglich ist hier gute Spiele zu erstellen. Das scheint BlueByte zumindest auch nicht daran zu hindern ein AAA Titel im Strategiebereich (oder überschätze ich die Anno-Serie gerade komplett?) zu produzieren.Nimi hat geschrieben:Ja, aber unter Rahmenbedingungen die von der Politik vorgegeben werden. Und da herrscht in dem Bereich in Deutschland wirklich noch einiges an Nachholbedarf.
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herrdersuppen
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Re: Spielemarkt Deutschland: Knapp 13.000 Menschen entwickeln und vertreiben hierzulande Computer- und Videospiele
Wobei von Crytek aus spieletechnischer Sicht eher Grafikblender kommen. Ihre Engine wird sich in Zeiten von UE4 und Unity wahrscheinlich nicht wie geschnitten Brot verkaufen.
- sphinx2k
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Re: Spielemarkt Deutschland: Knapp 13.000 Menschen entwickeln und vertreiben hierzulande Computer- und Videospiele
Gehört übrigends auch zu den Sachen die ich nicht so ganz verstehe. Warum muss man sich als Softwareentwickler in einer teuren Großstadt ansiedeln? Klar bekommt man leichter Mitarbeiter die nach Frankfurt ziehen als nach Kuhhausen. Aber es gibt ja noch viel zwischen teurem Ballungzentren und Kuhkaff.
A. Mitarbeiter können Code überall schreiben, ein Paradefall für Heimarbeit. So sehen die Crunchtime Crytek Mitarbeiter wenigsten mal ihre Familie.
B. Wenn die Entwickler ohnehin an den Standort ziehen müssen bietet sich evtl. eine günstigere Region an.
A. Mitarbeiter können Code überall schreiben, ein Paradefall für Heimarbeit. So sehen die Crunchtime Crytek Mitarbeiter wenigsten mal ihre Familie.
B. Wenn die Entwickler ohnehin an den Standort ziehen müssen bietet sich evtl. eine günstigere Region an.
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oliver74
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Re: Spielemarkt Deutschland: Knapp 13.000 Menschen entwickeln und vertreiben hierzulande Computer- und Videospiele
Tja, das ist aber generell so ein Rätsel. Die Leute treibt es in die Großstadt.. nur um zu merken dass man aufgrund der ganzen Arbeitszeit das kulturelle Angebot und die Freizeiteinrichtungen da gar nicht nutzen kann. Aber schön, das man theoretisch könnte. Dafür werden dann abnormale Mieten gezahlt oder sich für Wohneigentum im Speckgürtel verschuldet.sphinx2k hat geschrieben:Gehört übrigends auch zu den Sachen die ich nicht so ganz verstehe. Warum muss man sich als Softwareentwickler in einer teuren Großstadt ansiedeln? Klar bekommt man leichter Mitarbeiter die nach Frankfurt ziehen als nach Kuhhausen. Aber es gibt ja noch viel zwischen teurem Ballungzentren und Kuhkaff.
Und draussen in den Mittelzentren und im ländlichen Raum suchen die Unternehmen verzweifelt Mitarbeiter, die Lebenshaltungskosten wären niedriger und und und... aber da will ja keiner mehr hin.
Bin mal gespannt, ob sich der Trend mal wieder umkehrt.
Mal wieder konkret zu den Spieleentwicklern.. wenn auch nicht Deutschland, sondern Österreich: "Ori and the blind forest" wurde ja meines Wissens genau so entwickelt, d.h. die Entwickler waren verteilt und nicht zentral an einem Ort, bin jedenfalls der Meinung dass das der Chef von denen mal so gesagt hat, und die haben ja erstaunliches auf die Beine gestellt. Und damit hatte man diese Fixkosten schon mal von der Backe.
Was die Förderung angeht ist das so ne Sache.. ist auch etwas vielschichtiger. Wir haben den Anschluss schon vor Jahren verpasst, und ob jetzt noch "Potential" ist, ist diskussionswürdig, viele sprechen ja eher schon von einer "Übersättigung" des Marktes, also ist keinem geholfen wenn da noch mehr Firmen sich dort tummeln wollen, man sieht ja schon an den ganzen Indies International wie schwer die sich tun, was hat das für Sinn mit Gewalt noch mehr Firmen da zu positionieren, egal aus welchem Land? Dann müssten die schon ganz eigene Ideen haben, aber die wachsen nun mal nicht auf Bäumen...
Auch haben wir hier mit Sicherheit ein Nachwuchsproblem.. In mehrerlei Hinsicht. Fachkräfte sind rar, und die, die da sind, können sich wohl bessere Jobs vorstellen als der Job des Spieleentwicklers, der als schlecht bezahlt und arbeitsintensiv gilt. Da muss man sich schon zu berufen fühlen.
Und generell darf man nicht vergessen dass unsere Gesellschaft zunehmend überaltert.. naturgemäß findet da nicht mehr unbedingt so ein dynamischer Fortschritt statt... hab ich selber erlebt, dass man mit ca. 30 Jahren in einem mittelständischen Unternehmen noch das "Nesthäkchen" war, man mag es kaum glauben. Insofern fällt Veränderung schwer, und da demographisch die Richtung ja nun erstmal vorgegeben ist, ist auch nicht zu erwarten dass sich da was ändert.
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eigentlichegal
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Re: Spielemarkt Deutschland: Knapp 13.000 Menschen entwickeln und vertreiben hierzulande Computer- und Videospiele
Die von mir angegebenen Links sprechen doch aber eine andere Sprache. Die direkten Förderungen, die es gibt, sind auch nicht schlechter als die, die es in Frankreich zu geben scheint.Nimi hat geschrieben:Nach meinem Wissensstand ist vor allem die Förderung ein Problem (sowohl steuerliche Vergünstigungen als auch direkt).
Das ist doch aber unerheblich, ob andere Medien besser gefördert werden, weil die Schnittmenge der möglichen Arbeitnehmer gering sein dürfte. Davon abgesehen bringt die ganze Förderung der Filmindustrie in Deutschland auch keine wirklichen Kassenschlager hervor, bei denen man denkt, sie könnten tatsächlich in irgendeiner Weise mit amerikanischen Produktionen mithalten (natürlich nur auf die Produktionsqualität und nicht inhaltlich zu verstehen). Ein weiterer Punkt ist, dass eine unzureichende Förderung durch den Staat nur dann ein Wettbewerbsnachteil sein sollte, wenn andere Staaten da deutlich mehr tun. Das scheint in Frankreich nicht der Fall zu sein und von den USA brauchen wir nicht zu reden, da staatliche Einflussnahme Teufelswerk da drüben ist.Nimi hat geschrieben:Der Bund fördert andere Medienbranchen (Film, Musik, Bücher usw.) ziemlich intensiv, aber Spiele sind nach wie vor pfuibah und außer dem Computerspielepreis kommt da nicht viel.
Daran hegt auch niemand Zweifel. Ich halte aber deine Argumente, warum das der Fall ist, für unzureichend.Nimi hat geschrieben:Was Spiele angeht ist Deutschland zwar ein sehr großer Absatzmarkt, bei der Entwicklung sind wir aber international gesehen ein Witz
Ich habe noch kein Spiel von Crytek gespielt, aber tun wir doch mal nicht so, als wären eine ganze Reihe von den erfolgreichen Spielen auf dem Markt, die in anderen Ländern produziert werden, nicht ebensolche Grafikblender. Die Frage ist doch, wieso in Deutschland nicht mehr Studios tätig sind um auch mal qualitativ hochwertiges zu produzieren.herrdersuppen hat geschrieben:Wobei von Crytek aus spieletechnischer Sicht eher Grafikblender kommen. Ihre Engine wird sich in Zeiten von UE4 und Unity wahrscheinlich nicht wie geschnitten Brot verkaufen.
Was dieser Abschnitt
mit dem Restoliver74 hat geschrieben:Was die Förderung angeht ist das so ne Sache.. ist auch etwas vielschichtiger.
zu tun hat, bleibt ein Rätsel.oliver74 hat geschrieben:Wir haben den Anschluss schon vor Jahren verpasst, und ob jetzt noch "Potential" ist, ist diskussionswürdig, viele sprechen ja eher schon von einer "Übersättigung" des Marktes, also ist keinem geholfen wenn da noch mehr Firmen sich dort tummeln wollen, man sieht ja schon an den ganzen Indies International wie schwer die sich tun, was hat das für Sinn mit Gewalt noch mehr Firmen da zu positionieren, egal aus welchem Land? Dann müssten die schon ganz eigene Ideen haben, aber die wachsen nun mal nicht auf Bäumen...
Im Endeffekt sagst du also nur, dass Videospiele sind wie T-Shirts. Wir alle haben gerne welche, aber niemand will sie in Deutschland produzieren, weil die Arbeitsbedingungen in anderen Ländern viel schlechter sind und somit dort günstiger zu produzieren ist. Komisch, wieso ist das eine hier ein Politikum und das andere nicht?oliver74 hat geschrieben:Fachkräfte sind rar, und die, die da sind, können sich wohl bessere Jobs vorstellen als der Job des Spieleentwicklers, der als schlecht bezahlt und arbeitsintensiv gilt. Da muss man sich schon zu berufen fühlen.
Das ist sowieso eine grundsätzliche Frage: Wieso muss Deutschland in der Spieleentwicklung nennenswert mitspielen?
Oh, wow..... also.... naja.... sagen wir mal: Waffeldünnes Eis.... waffeldünnes Eis.....oliver74 hat geschrieben:Und generell darf man nicht vergessen dass unsere Gesellschaft zunehmend überaltert.. naturgemäß findet da nicht mehr unbedingt so ein dynamischer Fortschritt statt...
- sphinx2k
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Re: Spielemarkt Deutschland: Knapp 13.000 Menschen entwickeln und vertreiben hierzulande Computer- und Videospiele
So rar sind die Fachkräfte nun nicht wenn man der Berichterstattung glauben darf. Von Fachkräftemangel wird gesprochen wenn sich weniger als 6 (oder waren es sogaroliver74 hat geschrieben: Auch haben wir hier mit Sicherheit ein Nachwuchsproblem.. In mehrerlei Hinsicht. Fachkräfte sind rar, und die, die da sind, können sich wohl bessere Jobs vorstellen als der Job des Spieleentwicklers, der als schlecht bezahlt und arbeitsintensiv gilt. Da muss man sich schon zu berufen fühlen.
Der Rest ist aber sicher richtig das es weit aus angenehmere Branchen gibt als die Spielebranche. In denen man geregelte Arbeitszeiten kennt und die Bezahlung ordentlich ist.
Wobei es ja auch anders gehen kann. Mitarbeiter bei Valve oder Blizzard haben zwar mit sicherheit auch Arbeitsreiche Zeiten um Termine zu halten. Dafür bieten die Firmen aber auch ordentlich was für ihre Mitarbeiter auf.
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oliver74
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Re: Spielemarkt Deutschland: Knapp 13.000 Menschen entwickeln und vertreiben hierzulande Computer- und Videospiele
Nun ja, Du hast ja mit ..eigentlichegal hat geschrieben:
Was dieser Abschnitt
mit dem Restoliver74 hat geschrieben:Was die Förderung angeht ist das so ne Sache.. ist auch etwas vielschichtiger.
zu tun hat, bleibt ein Rätsel.oliver74 hat geschrieben:Wir haben den Anschluss schon vor Jahren verpasst, und ob jetzt noch "Potential" ist, ist diskussionswürdig, viele sprechen ja eher schon von einer "Übersättigung" des Marktes, also ist keinem geholfen wenn da noch mehr Firmen sich dort tummeln wollen, man sieht ja schon an den ganzen Indies International wie schwer die sich tun, was hat das für Sinn mit Gewalt noch mehr Firmen da zu positionieren, egal aus welchem Land? Dann müssten die schon ganz eigene Ideen haben, aber die wachsen nun mal nicht auf Bäumen...
.. das Rätsel selber beantwortet.eigentlichegal hat geschrieben: Das ist sowieso eine grundsätzliche Frage: Wieso muss Deutschland in der Spieleentwicklung nennenswert mitspielen?
Inwiefern?eigentlichegal hat geschrieben:Oh, wow..... also.... naja.... sagen wir mal: Waffeldünnes Eis.... waffeldünnes Eis.....oliver74 hat geschrieben:Und generell darf man nicht vergessen dass unsere Gesellschaft zunehmend überaltert.. naturgemäß findet da nicht mehr unbedingt so ein dynamischer Fortschritt statt...
Ich wage einfach mal zu behaupten, es ist schon etwas dran, dass mit zunehmenden Alter man eher dazu tendiert zu sagen "das ist bewährt, dabei bleiben wir" anstatt jedem neuen Trend hinterherzulaufen. Da brauche ich mir nur selber anzuschauen.
Wenn der Anteil der jungen tendenziell eher geringer wird, dann wird das schon Auswirkungen auf die Dynamik einer Gesellschaft haben.
Ich gebe Dir aber insofern Recht, das Computerspiele mittlerweile ja auch eh von uns "alten Säcken" gespielt werden, insofern ist das schon länger in der "Entscheiderebene" angekommen.. vielleicht wirkt sich dann die Demographieentwicklung da nicht mehr so stark aus.. In letzter Zeit kam uns das ja auch eher entgegen (siehe die doch wesentlich großzügigere Handhabung von USK und Indizierungseinträgen..)
