Flextastic hat geschrieben:Shevy-C hat geschrieben:Nuracus hat geschrieben:
Welche Stellen meinst du denn?
So einige Kausalgeschichten. In der Einführung sieht man das eindrucksvolle "Einfrieren" des Blasterschusses in der Luft, was schon für ein gewisses Umgehen mit der Macht spricht. Dann ist er Rey, die gerade ihre Kräft entdeckt, teilweise sogar unterlegen. Dies spräche auch eher für das Jüngling-Dasein, das er eigentlich während des kompletten Films einnimmt. ....
nö, das ist im sw-universum völlig normal. es gibt jedi/sith´s die sind stark mit der macht, beim schwertkampf aber nieten. außerdem lieferte der film doch eine erklärung: kylo´s ausbildung ist nocht nicht abgeschlossen.
Fantasyerklärungen sind selten gute Erklärungen, für nicht-Fantasy Elemente. Kylos Kampf mit Rey war nichts magisches, sondern etwas zutiefst reales und seine Ausbildung war weit genug um die Jedi schon wieder auszulöschen und obendrein Blasterschüsse in der Luft anzuhalten. Entsprechend ist "Ja aber er hat noch nicht lang genug meditiert/seinen Zauberstab noch nicht richtig geschwungen" keine ausreichende Erklärung. Was deutlich besser passt ist der Hinweis auf Kylo Rens schwere Verwundung durch Chewbaccas Bowcaster.
Nichts desto trotz ist das Writing bzw. die Inszenierung eine ziemliche Achterbahnfahrt. Während Kylo Ren Anfangs ziemlichen Eindruck macht, bleibt der Charakter motivationslos (so wie die Bösewichte ganz allgemein) und wird konstant schwächer bis er schließlich fast geschlagen wird. Zumindest letzteres war unnötig und fragwürdig, denn es hat auch Reys Charakter beschädigt. Sie leidet ohnehin schon unter dem Mary Sue Syndrom und dadurch, dass sie nicht unterlag, sondern richtig durchgestartet ist und Kylo fast töten durfte, gibt es keinen Grund mit ihr mitzufiebern. Sie ist super, kann alles, hat keine Probleme, damit wird sie uninteressant. Dazu sind Szenen in denen Sekundenlang nichts passiert, wie beim Lichtschwert im Schnee wirklich schlecht für das Gesamtbild. Ich versteh nicht ob Abrams hier geschlafen hat aber das stört (in diesem Fall) den ziemlich guten Kampf.
Hier gab es irgendwen der meinte, man könne Fans nicht zufriedenstellen. Ich sage das ist einfach ein Ausdruck von Ignoranz. Man kann Fans sehr wohl zufriedenstellen, vor allem durch hohe Qualität. An Episode VII wird nicht kritisiert, dass es back to the roots geht, sondern dass es nicht in der Lage ist mehr zu leisten, dass es oberflächlich bleibt. Ich nehme hier mal als Beispiel die Raumschiffe. Obwohl wir neue Parteien haben, sehen wir doch jeweils nur einen Typ. Der Widerstand besitzt nur X-Wings, die Erste Ordnung nur Tie-Fighter. Da sind keine Bomber, keine Jäger.
Nun mag man einwerfen, es gäbe ja zwei Ties, da ist ja noch der Doppelsitzer oder die Transporter ect. pp. und das stimmt aber dennoch hat man es verpasst die sinnige Vielfalt, die man schon in Episode IV mit Y-Wings hatte, wiederzugeben. Diese Oberflächlichkeit, die mangelhafte Tiefe ziehen sich durch den ganzen Film und sind der Kern der Kritik.