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Hier gehört alles rein, was nichts mit dem Thema Spiele zu tun hat.

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johndoe1703458
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Beitrag von johndoe1703458 »

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Die Story ist denkbar einfach gehalten: Ein Paar entschließt sich einer Sekte beizutreten um Videomaterial und Informationen zu sammeln, die dann schließlich in einen Dokumentarfilm münden sollen.
Viel mehr bietet der Film ehrlich gesagt nicht, wobei hier eben vor allem der psychologische Aspekt im Vordergrund steht (wie sehr lässt man sich darauf ein?) und nicht unbedingt das Drumherum. Dahingehend funktioniert der Film auch überraschend gut, aber abseits davon wirkt es etwas orientierungslos.
So wirklich kategorisch einordnen, lässt sich der Film nicht. Einerseits gibt die Sekte dem Film natürlich einen mysteriösen Charakter. Andererseits bietet es jedoch auch eine fast durchweg ruhige Grundatmosphäre, die nur selten an Intensität gewinnt bzw. Ausreißer hat.
Mit etwas anderen Worten: Der Film plätschert so ein wenig vor sich hin, was mir jedoch seltsamerweise durchaus Spaß bereitet hat - eben wegen der interessanten Thematik.
Ein solider Indie-Film.

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Ein Wissenschaftler verliebt sich in ein Model, welche zufälligerweise eine sehr spirituelle Person ist...
Liest sich nicht so besonders originell, aber bietet mMn das bessere Gesamtpaket, weil es wesentlich facettenreicher ist; im wahrsten Sinne des Wortes, da besagter Wissenschaftler seine Arbeit hauptsächlich in das menschliche Auge investiert, um eines Tages die Möglichkeit einer Reproduktion aufzuzeigen und somit Gottes Dasein faktisch auszuschließen.
Ein durch und durch unterhaltsamer Film, der bei mir - trotz geringem Budget - keine Anzeichen von Langeweile aufkommen ließ und zeitlich ungefähr genau in der Mitte des Films eine Szene aufbot, die mich möglicherweise nicht so schnell loslassen wird...
Ganz am Ende hat der Film sich einer recht billigen Taktik bedient, um die Story irgendwie halbwegs gut abzuschließen, aber nun gut...es sei ihnen gegönnt. :lol:
Hat mir wirklich gut gefallen. Toller Film.
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bondKI
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Beitrag von bondKI »

Blood-Beryl hat geschrieben:
(Ja, 4 Staffeln. Gods of the Arena bitte nicht vergessen)
Meh, Prequels vergesse ich gerne.
Habe ich auch bewusst geskippt (zumindest vorerst). ; )
Solltest du aber nicht, denn darauf wird an diversen Stellen in Staffel 2 und 3 Bezug genommen.
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Captain Mumpitz
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Beitrag von Captain Mumpitz »

bondKI hat geschrieben:
Blood-Beryl hat geschrieben:
(Ja, 4 Staffeln. Gods of the Arena bitte nicht vergessen)
Meh, Prequels vergesse ich gerne.
Habe ich auch bewusst geskippt (zumindest vorerst). ; )
Solltest du aber nicht, denn darauf wird an diversen Stellen in Staffel 2 und 3 Bezug genommen.
^this.
Es macht durchaus Sinn, erst "Blood and Sand", danach "Gods of the Arena", im Anschluss "Vengeance" und zuletzt "War of the damned" zu sehen. Gods of the Arena fügt so viele Hintergrunddetails hinzu, die imho schon ziemlich relevant sind für den Verlauf der ganzen Story
johndoe827318
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Beitrag von johndoe827318 »

Nope.
Finde den Langhaarigen mitnichten interessant genug, um mir sechs Folgen über seinen Arenawerdegang anzuschauen und es interessiert mich auch nicht, wie er sich an Oenomaus' Frau rangemacht hat.
Hatte da in Vengeance auch nicht das Gefühl, zu sehr auf dem Schlauch zu stehen.

Wenn ich irgendwann in ferner Zukunft nochmal Spartacus-Entug haben sollte, werde ich's mir ansehen (da ist ja auch immerhin Lucy Lawless noch dabei), aber gerade reicht mir die Dosis vollkommen ohne Prequel-Aufguss (der übrigens selbst von den Machern nicht als vollwertige Staffel gelistet wird, sondern als "Prequel-Mini Series" @Mumpitz).
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Captain Mumpitz
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Beitrag von Captain Mumpitz »

Blood-Beryl hat geschrieben:übrigens selbst von den Machern nicht als vollwertige Staffel gelistet wird, sondern als "Prequel-Mini Series" @Mumpitz
Hmm.. interessant! Ich hab's immer als eigene Staffel anerkannt und sie gehört für mich zur Gesamtserie mit dazu :)
johndoe827318
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Beitrag von johndoe827318 »

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Hat mir wegen der Creepy-Doll Atmosphäre (vor allem also dank dem schicken Charakterdesign), dem recht guten Pacing und interessanten Figuren gut gefallen.

Allerdings hatte ich gehofft, dass die "Other Side" mehr als gleichwertige Alternative aufgebaut wird; so war es nun aber doch schlicht die böööse, falsche Lüge.

Damit stellt sich der Film für mich etwas zu sehr zwischen die Stühle.
Für eine erwachsene Dark Fantasy-Horror Geschichte sind Erzählung und Aussage zu seicht, für einen Kinderfilm ist's deutlich zu gruselig.

Insgesamt dennoch wirklich sehenswert, aber eben leider mit viel verschenktem Potential.
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GamePrince
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Beitrag von GamePrince »

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In der Videospiel-Branche ist das Ego-Shooter-Genre eines der größten und beliebtesten. Jeder kennt Spiele wie „Call of Duty“, „Doom“, „Wolfenstein“ sowie weitere Genre-Klassiker von früher und heute.
Und genau für Fans dieses Genres wurde dieser Film gemacht.

Man erlebt den ganzen Film aus den Augen unserer Hauptfigur Henry, statt wie im ähnlichen Found-Footage-Genre den ganzen Film aus der Perspektive einer Kamera zu sehen.
Dadurch hat man ein noch größeres Mittendrin-Gefühl, als in anderen Filmen, was einerseits eine große Stärke ist, leider aber auch das größte Problem des Films sein kann. Denn nicht jeder Zuschauer verträgt diese Perspektive und bereits nach wenigen Minuten haben mehrere Zuschauer den Kinosaal verlassen. Wer unter Motion-Sickness leidet, sollte also am besten einen großen Bogen um den Film machen. Gleiches gilt auch für Zuschauer, die nicht mitansehen können, wie Gliedmaßen abgetrennt, Innereien rausgerissen oder auch hunderte Liter Blut vergossen werden. Der Film ist nämlich sehr brutal.

Wer jedoch mit der Gewaltdarstellung und der ungewöhnlichen Perspektive kein Problem hat, bekommt einen kompromisslosen und ungewöhnlichen Action-Film zu sehen, der es richtig in sich hat. Hier wird von Anfang bis Ende nahezu durchgehend Action geboten, ohne dass diese langweilig oder monoton wird. Das liegt unter anderem daran, dass man die Stärken von verschiedenen Ego-Shootern passend zusammengemischt hat. Im Film gibt es zahlreiche Feuergefechte, Explosionen und auch geprügelt wird nicht gerade wenig. Dazu kommen dann noch Verfolgungsjagden, wo man mal selbst am Steuer sitzt, als Beifahrer die Feinde abschießt, ja sogar Sniper- und Parkour-Abschnitte gibt es. Das Alles wechselt sich immer gut ab und macht den Großteils des Films aus. Es gibt nur wenige kurze Momente, in denen kurz Pause gemacht und die Geschichte erzählt wird. Diese ist sehr simpel gestrickt und nur Mittel zum Zweck. Das kann man je nach Geschmack als negativ bewerten, oder aber wie ich positiv sehen, da man sich so auf die kompromisslose Action konzentriert.

Und mehr braucht man zu dem Film eigentlich nicht schreiben.
„Hardcore“ ist ein brutaler Over-The-Top-Action-Film aus der Ego-Perspektive, mit allem was zum Film- und Videospiel-Genre dazugehört.

Fazit:
Wer einfach nur einen wilden Action-Film mit derber Gewalt sehen will und kein Problem mit der ungewöhnlichen Perspektive hat, sollte dem Film mal eine Chance geben.
Ich wurde durchgehend bestens unterhalten und hatte sehr viel Spaß.

Wertung: 4 ¼ von 5 Sternen
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NoCrySoN
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Beitrag von NoCrySoN »

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Das Schicksal ist ein mieser Verräter

Kitschfreies Teeniedrama mit tollen Schauspielern und gutem Situationsgefühl. Einfach schön traurig.
johndoe827318
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Beitrag von johndoe827318 »

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Yep, in der Tat ein würdiger Serienabschluss zum richtigen Zeitpunkt, der die Qualität der vorherigen Staffel weitestgehend hält.

Aber von den Antagonisten war ich bis auf Marcus enttäuscht.
Tiberius' interessante Gefühlsausgangslage wird verwurstet, um ihn zum Kleinen Arschloch-Feindbild zu machen
Spoiler
Show
Honestly, seine Rape-Einlagen wirkten soooo deplatziert
und Caesar kaufe ich einfach nicht ab, dass er Caesar sein soll. Viel zu impulsiv, junge Ausgabe hin oder her.

Dennoch hat's insgesamt viel Spaß gemacht mit der Serie.
Und damit reicht's erstmal an Sandalenflair.^^
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Captain Mumpitz
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Beitrag von Captain Mumpitz »

Blood-Beryl hat geschrieben: Tiberius' interessante Gefühlsausgangslage wird verwurstet, um ihn zum Kleinen Arschloch-Feindbild zu machen
Spoiler
Show
Honestly, seine Rape-Einlagen wirkten soooo deplatziert
und Caesar kaufe ich einfach nicht ab, dass er Caesar sein soll. Viel zu impulsiv, junge Ausgabe hin oder her.
Beidem stimme ich vollumfänglich zu. Gerade Caesar war für mich wirklich kein "Caesar"
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mr archer
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Beitrag von mr archer »

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Guy Maddin wie man ihn kennt und schätzt. Wenn man ihn kenn. Surreale Wanderung durch das Unterbewusstsein der Filmgeschichte. Verrücktes Ding.
Grauer_Prophet
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Beitrag von Grauer_Prophet »

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7,5/10 Hätte nicht Gedacht das mir der Kutcher mal nicht auf die Nerven geht-hier tut er es nicht.
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L'amore finisce mai
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Beitrag von L'amore finisce mai »

Die Verachtung

Das ist Kunst in Reinform. Ich bin begeistert. Im Film wird französisch, englisch, deutsch und italienisch gesprochen. Doch muss man nicht alle Sprachen verstehen. Der Film lebt vom Bild, von den einzelnen Szenen, der Stimmung, dem sich immer und immer wieder wiederholenden Musikstück.
Die Handlung ist trivial, doch stört es nicht im geringsten. Es geht kaum minimalistischer und doch nicht ausdrucksstärker. Es sind kurze Aussagen oder Gesten, die zum Reflektieren und Nachdenken anregen.

Jean-Luc Godard hat ein Meisterwerk geschaffen. Die Rollen sind gut besetzt und ihre Darstellung durchgehend authentisch. Natürlich freut sich das Auge auch über eine Brigitte Bardot zu ihren besten Tagen, wenngleich die im Nachhinein hinzugefügte Nackszene am Anfang ziemlich sinnlos ist. :)


Falls ich hier bereits etwas zum Film schrieb, möge man mir das bitte verzeihen. War mir nicht sicher, ob ich das hier oder bei PCGH tat.
johndoe827318
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Beitrag von johndoe827318 »

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Kostümdrama zur Zeit der Rosenkriege in England aus der Sicht dreier politisch involvierter und auf verschiedenen Seiten stehender Frauen.

War für mich vor allem interessant, weil ich gerade an einem Drehbuch schreibe, das im selben Setting (Rosenkriege) spielt. : )

Und die Serie ist...gut.
Nicht überragend, aber gut.

80% Politische Intrigen
20% Liebeleien

Oh, und ein, zwei Kampfszenen gibt es auch, aber die sind wahrlich nicht der Rede wert.
Wirken schon recht Low Budget-mäßig.^^

Das scheinen die Macher aber auch gewusst zu haben, weshalb so ziemlich ALLE Action offscreen passiert. xD
Neue Wendungen, gerade eben im Hinblick auf Schlachtausgänge o.Ä. bekommt man fast ausschließlich dadurch vermittelt, dass es eine Figur irgendeiner anderen gegenüber im Dialog erwähnt.
Da die Dialoge und die Schauspieler meist stark sind, funktioniert das schon, aber gerade anfangs ist es recht gewöhnungsbedürftig.
Man stelle sich mal vor, die Red Wedding aus GoT hätte nur im Dialog stattgefunden. : D

Man muss also damit klar kommen, dass hier primär geredet wird und den einen oder anderen werden die ganzen Namen vielleicht verwirren.
Generell gilt: Je weniger man über die Rosenkriege weiß, desto spannender ist der Handlungsverlauf.
Dennoch ist die Art der Inszenierung natürlich auch für die historisch Bewanderten interessant (die sich dann über Sachen wie den fragwürdigen Hexerei-Plotstrang aufregen können).
Ich selbst kannte zwar den Ausgang und eine Handvoll Figuren bereits vorweg, fand's insgesamt aber trotzdem sehr spannend.

Großes Lob geht an die (meisten) Figuren.
Die sind eigentlich alle schön ambivalent, sodass jeder Zuschauer seinen eigenen Sympathieträger findet. Bei mir waren das Anne Neville, Richard of York und Lord Warwick, bei denen ich sowohl Rolle als auch Schauspieler/in jeweils klasse fand.
Muss gleiches aber auch bei meinen Hass-Charakteren zugeben, allen voran Hauptfigur Elizabeth Woodville.
Der hätte ich öfters gerne eine geklatscht, aber motiviert und gut gespielt war sie. ; )
Nur Margaret fand ich ziemlich schwach und nervig. Immer nur das ewig gleiche, gottesfürchtige Gezeter einer Figur, die von den drei Hauptakteurinnen als einzige keine nennenswerte Entwicklung durchmacht.

Optisch in Sachen Kulisse und Kostüme schick, ab und an merkt man aber das etwas beschränkte Budget (wie eben bei den Kämpfen).
Aber ich habe mich auch nach der 50. Kammerunterhaltung nicht satt gesehen. ; )

Wer also ein gutes Kostümdrama mit starken Figuren sehen will und auf Action verzichten kann: Anschauen.
Und nicht von der mauen ersten Episode abschrecken lassen. Gegen Ende der zweiten geht's richtig los!

...ach ja, die Endsequenz ist lahm. Nicht offen, es ist alles erzählt.
Aber einfach unfassbar antiklimaktisch inszeniert.^^
johndoe1703458
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Beitrag von johndoe1703458 »

Apropos Liebeleien...

The Americans

Die Schauspieler bzw. Charaktere gefallen mir sehr gut und auch die Handlung ist nicht verkehrt, aber zwischendrin gibt es Episoden, die quasi nur daraus bestehen die Kamera von einem Bett auf ein anderes zu richten.
Nicht mein Fall.

Auch das Setting bzw. der Kalte Krieg per se löst bei mir starkes Desinteresse aus und dennoch funktioniert die Serie. Letztes Jahr konnte ich es keine halbe Stunde ertragen, weshalb ich der Serie diesmal auch etwas mehr Zeit gegeben habe, um mich zu fesseln - was letztlich geklappt hat.