Habe ich schon. Du widersprichst Dir dabei in manchen Punkten selber, kommst dann aber doch letztendlich zur durchaus zustimmenswerten Aussage: "Hey, chill. A little bit more love and respect!".JackyRocks hat geschrieben:Lies meinen Beitrag dann weißt dus.
Baldur's Gate: Enhanced Edition: Negative Spielerkritiken der Erweiterung Siege of Dragonspear sorgen für Streit mit den Entwicklern
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- Kajetan
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Re: Baldur's Gate: Enhanced Edition: Negative Spielerkritiken der Erweiterung Siege of Dragonspear sorgen für Streit mit
- JackyRocks
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Re: Baldur's Gate: Enhanced Edition: Negative Spielerkritiken der Erweiterung Siege of Dragonspear sorgen für Streit mit
Dann bring bitte mal konkrete Beispiele wo ich mir widerspreche.Kajetan hat geschrieben:Habe ich schon. Du widersprichst Dir dabei in manchen Punkten selber, kommst dann aber doch letztendlich zur durchaus zustimmenswerten Aussage: "Hey, chill. A little bit more love and respect!".JackyRocks hat geschrieben:Lies meinen Beitrag dann weißt dus.
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Re: Baldur's Gate: Enhanced Edition: Negative Spielerkritiken der Erweiterung Siege of Dragonspear sorgen für Streit mit
Die teilweisen Abänderungen an den eingetragenen Charakteren sind wirklich verwunderlich.
Selbst von einem "progressiven" Standpunkt aus gesehen, äußert fragwürdig.
https://youtu.be/IPh3EoU3BBc?t=226
Selbst von einem "progressiven" Standpunkt aus gesehen, äußert fragwürdig.
https://youtu.be/IPh3EoU3BBc?t=226
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Re: Baldur's Gate: Enhanced Edition: Negative Spielerkritiken der Erweiterung Siege of Dragonspear sorgen für Streit mit
Danke für den Link, das bestätigt doch den Eindruck.MrPink hat geschrieben:Die teilweisen Abänderungen an den eingetragenen Charakteren sind wirklich verwunderlich.
Selbst von einem "progressiven" Standpunkt aus gesehen, äußert fragwürdig.
https://youtu.be/IPh3EoU3BBc?t=226
- Sharkie
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Re: Baldur's Gate: Enhanced Edition: Negative Spielerkritiken der Erweiterung Siege of Dragonspear sorgen für Streit mit
In Deinem Post steht einiges Zustimmenswertes (z.B. Deine Kritik an den Bestrebungen, bestehende Werke umzuschreiben), aber im Detail würde ich da schon vieles kritisieren. Ich kann Kajetans Vorwurf einer teilweisen Selbstwidersprüchlichkeit jedenfalls verstehen, weil ich den oben zitierten ersten Absatz nicht wirklich konsistent finde mit dem, was dann im Rest des Posts folgt.JackyRocks hat geschrieben:Der Wind der um das ganze Thema gemacht wird ist absolut übertrieben und überzogen für den tatsächlichen Stein des Anstoßes. Wir reden von einem NPC den man effektiv komplett übersehen bzw. übergehen kann und dessen Beitrag zu einer Konversation effektiv 5 Sätze sind. Sich darüber aufzuregen ist absolut lächerlich. Selbst sich hinter dem Argument zu verstecken, dass sie ja nicht gut geschrieben ist, ist absolut lächerlich, weil so gut wie kein Charakter den Amber Scott geschrieben hat in irgendeiner Weise gut geschrieben ist.
Was mir an dem ganzen Ding eher aufstößt ist die Art und Weise dieser Frau mit der Kritik umzugehen. [...]
Ich möchte mal auf einige Punkte detailliert eingehen:
Speziell bezüglich der Aussage, dass es billig und schlecht ist, nicht-heterosexuelle Charaktere auf ihre Sexualität zu reduzieren, muss man Dir sicher Recht geben. Dann stellt sich jedoch die Frage, ob das hier überhaupt der Fall ist. Ja, die Sexualität wird explizit thematisiert - aber wird der Charakter darauf reduziert? Seitens seiner "Kritiker" wird er das freilich auf jeden Fall, aber wie sieht es nüchtern betrachtet denn tatsächlich im Spiel aus, wenn man sich mal das Writing anguckt? Geht es da in so gut wie jedem den Charakter involvierenden Dialog oder Handlungsstrang primär um Transsexualität? Oder ist dieser Eindruck eventuell doch nur der selektiven Wahrnehmung jener geschuldet, die sich vom Vorhandensein von Transsexualität in ihrem Lieblingsrollenspiel auf die Füße getreten fühlen?
Ein weiterer Punkt, den ich nicht nachvollziehen kann, ist Deine Prämisse, das Vorkommen von transsexuellen Charakteren würde der (unbestrittenen) Mehrheit heterosexueller Spieler irgendwie zuwiderlaufen, Sie eventuell sogar ausgrenzen. Zum Einen ist mir nicht ganz klar, wie man eine neunzigprozentige Mehrheit effektiv "ausgrenzen" könnte. Der Begriff der Ausgrenzung ist hier doch recht unpräzise und aufgrund seiner diskriminatorischen Konnotation auch etwas tendenziös gewählt - wer ein Nischenprodukt macht, der grenzt doch nicht die Mehrheit aus, nur weil er sie nicht bedient.
Zumal da auch ersteinmal zu klären wäre, ob der zweifelsfrei eher heterosexuelle Durchschnittsspieler überhaupt ein Problem mit der Darstellung von Transsexualität, wie sie in Siege of Dragonspear thematisiert wird, hat. Klar, dieser Eindruck kann angesichts der ganzen Schreihälse in den Steamforen leicht entstehen; ich glaube aber eher nicht, dass diese Leute repräsentativ für den Großteil der heterosexuellen Spieler stehen. Warum sollte sich ein Heterosexueller, der überhaupt kein Problem mit dem Vorkommen von Transsexualität in einem Spiel hat, da in irgendeiner Weise ausgegrenzt fühlen? Mal ganz davon abgesehen, dass Siege of Dragonspear das von Dir für ein Mainstreamprodukt erhobene Kriterium, "50 bis 90% Cis-Gender-Charaktere" zu enthalten, doch problemlos erfüllt.
Ebenso würde ich die Art und Weise kritisch sehen, wie Du über Amber Scotts vermeintliche persönliche Beweggründe (die für die Diskussion des eigentlichen Spiels doch allenfalls sekundär sind) spekulierst. Klar wirken einige ihrer Aussagen erstmal nicht sonderlich sympathisch, aber Mutmaßungen à la "Die will sich doch nur auf irgendein Podest stellen" sind einfach unbegründete, diffamierende und nicht überprüfbare Unterstellungen.
- JackyRocks
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Re: Baldur's Gate: Enhanced Edition: Negative Spielerkritiken der Erweiterung Siege of Dragonspear sorgen für Streit mit
Puhh mal schauen wie ich das halbwegs der Reihe nach abarbeiten kann. Meine einleitende Worte widersprechen nicht dem Inhalt meiner Argumentation. Alles was ich daran fest gemacht habe ist, dass es effektiv ein absoluter Sturm im Wasserglas ist und die Sicht auf die eigentliche Problematik die dadurch thematisiert wird verstellt. (Frauen/Homosexuelle/Transsexuelle in der Gaming Industrie, Inklusion von Homosexuellen, Bi-Sexuellen und Transsexuellen Charakteren, Crossdressern usw. in der Story Line, Writing für diese Charaktere) Die meisten dieser Themen werden maximal am Rande angeschnitten und es wird sich schlicht nur über den Fakt aufgeregt: da spring ne Transe rum. Es ist einfach ein Witz sich über einen NPC dieser "Güte" so aufzuregen. Aufregenswerter ist das wofür er steht:
1. Ja dieser Charakter wird von seiner Sexualität absolut überschattet und nicht nur durch den Shitstorm sondern schlichtweg durch die absolut lachhafte Umsetzung. Amber Scott will progessives Writing vertreten und hat dann nicht mal die Eier es konsequent durchzuziehen und diesen Charakter nicht als quasi übersehbaren NPC einzubauen sondern als neues Partymitglied oder zumindest Questgiver oder was auch immer. Nein, das ist ein effektiv vollkommen nichtiger NPC dessen Symbolkraft bzw. potentielle Symbolkraft dann auch noch dadurch eingeschränkt wird, dass eine Konversation wie diese alles ist was dieser NPC überhaupt beiträgt:
"Hallo wie gehts dir? Mein Name ist Joe, wie heißt du?"
"Mizhena."
"Ach das ist aber ein ungewöhnlicher Name, wie kommst du denn dazu?"
"Mein Alter Name hat nicht mehr gepasst also habe ich mir einen neuen aus Silben verschiedener Sprachen zusammen gesetzt der besser passt."
"Tolle Sache am Nil, aber wieso hat dein alter Name nicht mehr gepasst?"
"Weil ich als Mädel geboren wurde aber lieber ein Mann sein wollte! Etc."
Dazu fällt mir nur ein: Hut ab. So einen seichten Kehrricht kann sich Frau Scott wirklich sparen, da rollen sich einem ja die Zähennägel auf. Rosamunde Pilcher hat ein höheres literarisches Niveau. Also ja, für mich wird der Charakter damit vollkommen sterilisiert und nur noch auf seine Transsexualität begrenzt und taugt eben auch in keinster Weise eine gewisse Symbolrolle einzunehmen. Nochmal: Warum kein Questgiver und man muss für die Person den bekannten Gürtel oder Ring besorgen, der sie das Geschlecht wechseln lässt? Warum kein Partymember? Und warum hast du keine Möglichkeit in irgendeiner Weise bösartig zu der Person zu sein? Siehe meine Argumentation des Lerneffekts in meinem vorherigen Post.
2. Es ging nicht so sehr darum was das aufzwingen potentiell für die Spielermehrheit bedeutet, sondern mehr um den ziemlich intensiven Post den einige Transsexuelle Menschen in den Beamdogs Foren verfasst haben. Es geht darum wie das mehr oder minder unangekündige rein reiben der Andersartigkeit bestimmter Menschen zu solchen Auswüchsen führt wie in diesem Fall und es ging darum, dass das in 99% der Fälle nichts ist was ein Transexueller tut bzw. was ein Homosexueller tut. Die meisten Transsexuellen betrachten sich nicht als Transsexuell sondern als Frau oder Mann und haben oftmals Jahre lang hart und schwer dafür gekämpft in der Familie und im Freundeskreis ein Umfeld zu haben, dass sie als solche Person ansieht. Das selbe gilt für viele Homosexuelle die vor Allem als Mensch angesehen werden wollen und nicht als Perverse. Keiner davon würde, auch auf Grund von Erfahrungen damit the Other zu sein fremden Menschen ihr Schicksal und ihre sexuelle Identität unter die Nase reiben. Nicht auf diese Art und Weise weil das, wie man ja jetzt sieht, zu enormem Backclash führt. Gleichzeitig bedeutet das natürlich auch, dass du auf Dauer die Mehrheit vergrätzt, wenn du ihnen dauert vorhälst was für zurück gebliebene Neanderthaler sie sind, wie bunt die Welt ist und wie scheisse sie sind, wenn sie das nicht so hinnehmen und ihren Freundes-, Bekannten und Lieblingsspielercharskreis mit ganz vielen Homosexuellen und Transsexuellen besetzten wollen. Liana K hat das in ihrem Youtube Video sehr schön gesagt. Das ist ein sensitives Thema für alle Beteiligten und der beste Weg sowas anzugehen ist in dem ich den Char in den Vordergrund stelle und zu einem späteren Zeitpunkt aufzeige, dass der Char vielleicht anders ist als ich (was Gender oder Sexualität angeht) aber eben doch ein Mensch wie ich auch. Zu einem Zeitpunkt, wenn ich eine tatsächliche Beziehung zu diesem Charakter aufgebaut habe und er/sie nicht wie ein Fremdkörper in einer Welt schwebt und nur durch ihre/seine Andersartigkeit hervor sticht die sicherlich sehr viele Gamer erstmal abschrecken wird.
Hinsichtlich des Nischenprodukts: Es ging darum, dass wenn sie total progressive Games schreiben will in denen Homosexuelle, Transsexuelle, Bi-Sexuelle A-Sexuelle im selben Maße vorkommen wie Heterosexuelle sie sich dafür bitte kein Spiel raus suchen soll, dass vor 18 Jahren von 95% 14-30 Jahre alten Männern gespielt wurde, sondern dass muss sie eben ein Nischenprodukt entwickeln. Dafür hat sie in diesem Fall, für eine so radikale Änderung, schlicht und ergreifend das falsche Produkt und das beweist der Shitstorm auf jeden Fall.
3. Habe ich nicht von auf ein Podest stellen geschrieben sondern davon sich auf eine bestimmte Art und Weise darzustellen. Ob man ihr und Beamdog das unterstellen will ist glaube ich die Sache jeder einzelnen Person und das lasse ich schlicht weg mal offen. Mein Punkt ist, dass es Fanservice der billigsten Art darstellt und zwar auf Grund der Gründe die ich vorher genannt habe. Nicht, dass ein transsexueller Charakter inkludiert worde sondern wie als billiger Marketinggag der nichts darstellt als eine leere Hülle auf der Gleichberechtigung und Feminismus steht. Mehr ist es nicht.
Nein ihre Beweggründe sind nicht zweitrangig da sie die Hauptautorin ist und sich auch so verhält. Sie hat klipp und klar gemacht, dass wo sie Sexismus und mangelnden Feminismus im Spiel findet sie diesen Ausmerzen wird, auch in den alten Spielen. Sie hat weiterhin klar gemacht, dass ihr in dem Fall auch scheissegal ist was die Fans davon halten. Sie hat weiterhin klar gemacht, dass sie absolut kein Interesse daran hat weiter "normale" Charaktere zu schreiben, hat sich selbst als Social Justice Warriorin bezeichnet und gesagt sie hofft, dass sie noch zig solche Spiele machen wird (Social Justice Spiele das ist) und dass sie bevorzugt Charaktere zu schreiben die eben nicht in die cis gender Schiene passen. Sie ist die Hauptautorin und damit für das Storydesign und effektiv die Seele des Spiels verantwortlich und wenn das ihre Standpunkte sind, dann spricht das Bände und dann muss das Ganze auch angesprochen werden weil Storydesign und Charakterdesign absolut primäre Bezugspunkte für jedes Spiel sind.
Nochmal etwas persönliches: Es ist nicht diffamierend zu sagen: die will sich hier mit fremden Federn schmücken. Das ist auch nicht anmaßend oder unbegründet. Es ist schlicht eine Meinung, in meinem Fall sogar begründet. 95% der Dinge die ich was storywriting usw. angehen von ihr gelesen habe waren absoluter Schrott, auf ganz, ganz miserablem Niveau aber versteckt hinter einer Wand aus poltical correctness, feminism, gender identiy equality usw. bullshit. Nicht dass diese Termini selbst Bullshit sind, sondern wie sie sie benutzt. Sie verschleiert damit ihre absolut mangelnde Begabung und macht sich so unangreifbar. Kritisiere ich sie oder wie sie schreibt bin ich ein cis gender mainstream Schwein das andere Menschen unterdrücken will. Das ist genau die Krux daran, wenn sich solche Leute dieses Mäntelchen umhängen. Mal abgesehen davon, dass eine Schwalbe keinen Sommer macht. Wenn sie so progressiv ist, dann erwarte ich eben auch mehr als Lip Service, persönlich habe ich von ihr noch keine Forderung an Beamdog gehört mehr Frauen, Homosexuellen oder Transsexuellen einen Job zu geben. Gleichberechtigung und Freiheit sollte keine leere Hülle sein, die ich immer dann auf den Tisch packe, wenn ich meine eigene Unfähigkeit verschleiern will. So nach dem Motto: so lange es progressiv ist habt ihr den letzten Mist zu schlucken. Ich fand Anita Sarkessians Präsentationsreihe und auch viele ihrer Vorschläge alles andere als Langweilig und eindimensional, ich finde Amber Scotts literarische Ergüsse aber einfach nur peinlich.
1. Ja dieser Charakter wird von seiner Sexualität absolut überschattet und nicht nur durch den Shitstorm sondern schlichtweg durch die absolut lachhafte Umsetzung. Amber Scott will progessives Writing vertreten und hat dann nicht mal die Eier es konsequent durchzuziehen und diesen Charakter nicht als quasi übersehbaren NPC einzubauen sondern als neues Partymitglied oder zumindest Questgiver oder was auch immer. Nein, das ist ein effektiv vollkommen nichtiger NPC dessen Symbolkraft bzw. potentielle Symbolkraft dann auch noch dadurch eingeschränkt wird, dass eine Konversation wie diese alles ist was dieser NPC überhaupt beiträgt:
"Hallo wie gehts dir? Mein Name ist Joe, wie heißt du?"
"Mizhena."
"Ach das ist aber ein ungewöhnlicher Name, wie kommst du denn dazu?"
"Mein Alter Name hat nicht mehr gepasst also habe ich mir einen neuen aus Silben verschiedener Sprachen zusammen gesetzt der besser passt."
"Tolle Sache am Nil, aber wieso hat dein alter Name nicht mehr gepasst?"
"Weil ich als Mädel geboren wurde aber lieber ein Mann sein wollte! Etc."
Dazu fällt mir nur ein: Hut ab. So einen seichten Kehrricht kann sich Frau Scott wirklich sparen, da rollen sich einem ja die Zähennägel auf. Rosamunde Pilcher hat ein höheres literarisches Niveau. Also ja, für mich wird der Charakter damit vollkommen sterilisiert und nur noch auf seine Transsexualität begrenzt und taugt eben auch in keinster Weise eine gewisse Symbolrolle einzunehmen. Nochmal: Warum kein Questgiver und man muss für die Person den bekannten Gürtel oder Ring besorgen, der sie das Geschlecht wechseln lässt? Warum kein Partymember? Und warum hast du keine Möglichkeit in irgendeiner Weise bösartig zu der Person zu sein? Siehe meine Argumentation des Lerneffekts in meinem vorherigen Post.
2. Es ging nicht so sehr darum was das aufzwingen potentiell für die Spielermehrheit bedeutet, sondern mehr um den ziemlich intensiven Post den einige Transsexuelle Menschen in den Beamdogs Foren verfasst haben. Es geht darum wie das mehr oder minder unangekündige rein reiben der Andersartigkeit bestimmter Menschen zu solchen Auswüchsen führt wie in diesem Fall und es ging darum, dass das in 99% der Fälle nichts ist was ein Transexueller tut bzw. was ein Homosexueller tut. Die meisten Transsexuellen betrachten sich nicht als Transsexuell sondern als Frau oder Mann und haben oftmals Jahre lang hart und schwer dafür gekämpft in der Familie und im Freundeskreis ein Umfeld zu haben, dass sie als solche Person ansieht. Das selbe gilt für viele Homosexuelle die vor Allem als Mensch angesehen werden wollen und nicht als Perverse. Keiner davon würde, auch auf Grund von Erfahrungen damit the Other zu sein fremden Menschen ihr Schicksal und ihre sexuelle Identität unter die Nase reiben. Nicht auf diese Art und Weise weil das, wie man ja jetzt sieht, zu enormem Backclash führt. Gleichzeitig bedeutet das natürlich auch, dass du auf Dauer die Mehrheit vergrätzt, wenn du ihnen dauert vorhälst was für zurück gebliebene Neanderthaler sie sind, wie bunt die Welt ist und wie scheisse sie sind, wenn sie das nicht so hinnehmen und ihren Freundes-, Bekannten und Lieblingsspielercharskreis mit ganz vielen Homosexuellen und Transsexuellen besetzten wollen. Liana K hat das in ihrem Youtube Video sehr schön gesagt. Das ist ein sensitives Thema für alle Beteiligten und der beste Weg sowas anzugehen ist in dem ich den Char in den Vordergrund stelle und zu einem späteren Zeitpunkt aufzeige, dass der Char vielleicht anders ist als ich (was Gender oder Sexualität angeht) aber eben doch ein Mensch wie ich auch. Zu einem Zeitpunkt, wenn ich eine tatsächliche Beziehung zu diesem Charakter aufgebaut habe und er/sie nicht wie ein Fremdkörper in einer Welt schwebt und nur durch ihre/seine Andersartigkeit hervor sticht die sicherlich sehr viele Gamer erstmal abschrecken wird.
Hinsichtlich des Nischenprodukts: Es ging darum, dass wenn sie total progressive Games schreiben will in denen Homosexuelle, Transsexuelle, Bi-Sexuelle A-Sexuelle im selben Maße vorkommen wie Heterosexuelle sie sich dafür bitte kein Spiel raus suchen soll, dass vor 18 Jahren von 95% 14-30 Jahre alten Männern gespielt wurde, sondern dass muss sie eben ein Nischenprodukt entwickeln. Dafür hat sie in diesem Fall, für eine so radikale Änderung, schlicht und ergreifend das falsche Produkt und das beweist der Shitstorm auf jeden Fall.
3. Habe ich nicht von auf ein Podest stellen geschrieben sondern davon sich auf eine bestimmte Art und Weise darzustellen. Ob man ihr und Beamdog das unterstellen will ist glaube ich die Sache jeder einzelnen Person und das lasse ich schlicht weg mal offen. Mein Punkt ist, dass es Fanservice der billigsten Art darstellt und zwar auf Grund der Gründe die ich vorher genannt habe. Nicht, dass ein transsexueller Charakter inkludiert worde sondern wie als billiger Marketinggag der nichts darstellt als eine leere Hülle auf der Gleichberechtigung und Feminismus steht. Mehr ist es nicht.
Nein ihre Beweggründe sind nicht zweitrangig da sie die Hauptautorin ist und sich auch so verhält. Sie hat klipp und klar gemacht, dass wo sie Sexismus und mangelnden Feminismus im Spiel findet sie diesen Ausmerzen wird, auch in den alten Spielen. Sie hat weiterhin klar gemacht, dass ihr in dem Fall auch scheissegal ist was die Fans davon halten. Sie hat weiterhin klar gemacht, dass sie absolut kein Interesse daran hat weiter "normale" Charaktere zu schreiben, hat sich selbst als Social Justice Warriorin bezeichnet und gesagt sie hofft, dass sie noch zig solche Spiele machen wird (Social Justice Spiele das ist) und dass sie bevorzugt Charaktere zu schreiben die eben nicht in die cis gender Schiene passen. Sie ist die Hauptautorin und damit für das Storydesign und effektiv die Seele des Spiels verantwortlich und wenn das ihre Standpunkte sind, dann spricht das Bände und dann muss das Ganze auch angesprochen werden weil Storydesign und Charakterdesign absolut primäre Bezugspunkte für jedes Spiel sind.
Nochmal etwas persönliches: Es ist nicht diffamierend zu sagen: die will sich hier mit fremden Federn schmücken. Das ist auch nicht anmaßend oder unbegründet. Es ist schlicht eine Meinung, in meinem Fall sogar begründet. 95% der Dinge die ich was storywriting usw. angehen von ihr gelesen habe waren absoluter Schrott, auf ganz, ganz miserablem Niveau aber versteckt hinter einer Wand aus poltical correctness, feminism, gender identiy equality usw. bullshit. Nicht dass diese Termini selbst Bullshit sind, sondern wie sie sie benutzt. Sie verschleiert damit ihre absolut mangelnde Begabung und macht sich so unangreifbar. Kritisiere ich sie oder wie sie schreibt bin ich ein cis gender mainstream Schwein das andere Menschen unterdrücken will. Das ist genau die Krux daran, wenn sich solche Leute dieses Mäntelchen umhängen. Mal abgesehen davon, dass eine Schwalbe keinen Sommer macht. Wenn sie so progressiv ist, dann erwarte ich eben auch mehr als Lip Service, persönlich habe ich von ihr noch keine Forderung an Beamdog gehört mehr Frauen, Homosexuellen oder Transsexuellen einen Job zu geben. Gleichberechtigung und Freiheit sollte keine leere Hülle sein, die ich immer dann auf den Tisch packe, wenn ich meine eigene Unfähigkeit verschleiern will. So nach dem Motto: so lange es progressiv ist habt ihr den letzten Mist zu schlucken. Ich fand Anita Sarkessians Präsentationsreihe und auch viele ihrer Vorschläge alles andere als Langweilig und eindimensional, ich finde Amber Scotts literarische Ergüsse aber einfach nur peinlich.
- Kajetan
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Re: Baldur's Gate: Enhanced Edition: Negative Spielerkritiken der Erweiterung Siege of Dragonspear sorgen für Streit mit
Vielen Dank! Komme erst jetzt wieder dazu ins Forum reinzuschauen. Ja, so in etwa das ist mir auch aufgefallen.Sharkie hat geschrieben:In Deinem Post steht einiges Zustimmenswertes (z.B. Deine Kritik an den Bestrebungen, bestehende Werke umzuschreiben), aber im Detail würde ich da schon vieles kritisieren. Ich kann Kajetans Vorwurf einer teilweisen Selbstwidersprüchlichkeit jedenfalls verstehen, weil ich den oben zitierten ersten Absatz nicht wirklich konsistent finde mit dem, was dann im Rest des Posts folgt.
Ich möchte mal auf einige Punkte detailliert eingehen: ...
@JackyRocks:
Verzeih bitte, dass ich mich so faul aus der Diskussion verabschiede, aber Sharkie führt so ziemlich die Dinge auf, die mir bei Deinem Beitrag aufgefallen sind. Bitte weitermachen!
- FuerstderSchatten
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Re: Baldur's Gate: Enhanced Edition: Negative Spielerkritiken der Erweiterung Siege of Dragonspear sorgen für Streit mit
Also ja vermutlich sind es wirklich nur im Bereich von 10 % die sich ausschließlich als Homosexuelle, als Bi oder was auch immer sehen. Insgesamt glaube ich aber das der Anteil Menschen die auch Homosexuelle Gefühle in sich tragen weit höher ist als 10 %. Befragungen sind in dem Fall kein passendes Mittel, weil viele Menschen bei so einer Befragung lügen werden, weil sie nicht mit sich selbst im Reinen sind (inneres Coming Out) oder sich aber schämen, dazu dann das Problem das Homosexuell negativ konnotiert ist. Kinsey spricht von 50% ausschließlich Heterosexuellen und ich denke das könnte hinkommen, der Rest bis auf 10% kann halt mehr oder weniger alles.JackyRocks hat geschrieben: 1. Ist die Welt wie auch ein Großteil der Gamercommunity cis gender und sexuell. Selbst die positivsten Statisken siedeln homo-, bi-, trans-, und asexuelle Menschen bei maximal 10% der gesamten Population an. Wenn sie dann auch noch ablehnt für den typischen Gamer zu schreiben, also so leid mir das selber tut, für den männlichen heterosexuellen Gamer, dann bleiben ihr genau zwei Möglichkeiten: 1. Sie sollte sich damit abfinden für Nischenprodukte zu schreiben oder 2. sie sollte sich von ihrem SJW Moralstandpunkt verabschieden und akzeptieren, dass ein Spiel, das einen gewissen Massenappeal haben soll, immer noch wenigstens 50-90% cis gender Charaktere enthalten muss, weil die meisten Gamer das Spiel sonst nicht anfassen bzw. sich ausgegrenzt fühlen.
- FuerstderSchatten
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Re: Baldur's Gate: Enhanced Edition: Negative Spielerkritiken der Erweiterung Siege of Dragonspear sorgen für Streit mit
Also wenn das der Dialog ist, weiß ich nicht was daran so schlecht sein soll. Er ist recht einfühlsam um ehrlich zu sein.JackyRocks hat geschrieben:
"Hallo wie gehts dir? Mein Name ist Joe, wie heißt du?"
"Mizhena."
"Ach das ist aber ein ungewöhnlicher Name, wie kommst du denn dazu?"
"Mein Alter Name hat nicht mehr gepasst also habe ich mir einen neuen aus Silben verschiedener Sprachen zusammen gesetzt der besser passt."
"Tolle Sache am Nil, aber wieso hat dein alter Name nicht mehr gepasst?"
"Weil ich als Mädel geboren wurde aber lieber ein Mann sein wollte! Etc."
Davon ab, gehst du von der Prämisse aus, dass die Forgotten Realms genau solche Probleme mit Transgendern haben wie wir hier. Das ist aber einfach nicht der Fall. Es ist logisch anzunehmen, dass sie alleine schon deshalb z.B. mit Schwarzer Hautfarbe kein Problem haben, weil dort wesentlich krassere "Gestalten" rumlaufen. In so einer Welt werden die Menschen z.B. viel eher zusammenrücken und sich nicht an kleinen Unterschieden mehr stören. In einer so feindlichen Welt haben sie ja noch nicht mal mehr große Probleme mit anderen Rassen wie Zwergen oder Elfen.
- JackyRocks
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Re: Baldur's Gate: Enhanced Edition: Negative Spielerkritiken der Erweiterung Siege of Dragonspear sorgen für Streit mit
Vor Allem gehen die anscheinend davon aus, dass ich jedem wildfremden erstmal unter die Nase reiben würde, dass ich entweder früher ein Mann oder eine Frau war.
- Eisenherz
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Re: Baldur's Gate: Enhanced Edition: Negative Spielerkritiken der Erweiterung Siege of Dragonspear sorgen für Streit mit
Wie schön, dass es die Entwickler geschafft haben, mit einer Debatte über Sexualität die allgemein grottige Qualität ihres Machwerks in den Hintergrund zu drängen. Nach den bisherigen Tests ist dieser Nachklapp hier nämlich schlicht ... scheiße.
- SethSteiner
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Re: Baldur's Gate: Enhanced Edition: Negative Spielerkritiken der Erweiterung Siege of Dragonspear sorgen für Streit mit
@JackyRocks
Also dieser Dialog ist wirklich äußerst grottig und daran sieht man auch den großen Unterschied zum NPC der sich nur über Steuern oder zu hohe Preise bei der Bäckerei nebenan beschwert.
Also dieser Dialog ist wirklich äußerst grottig und daran sieht man auch den großen Unterschied zum NPC der sich nur über Steuern oder zu hohe Preise bei der Bäckerei nebenan beschwert.
- FuerstderSchatten
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Re: Baldur's Gate: Enhanced Edition: Negative Spielerkritiken der Erweiterung Siege of Dragonspear sorgen für Streit mit
Evil_Dobermann hat geschrieben: Einfühlsam, wenn dir ein Charakter im dritten Satz das Gespräch auf seine sexuelle Ausrichtung lenkt? Einem Wildfremden? Jedem seine Meinung, aber das ist für mich nicht einfühlsam sondern einfach plump mit der Brechstange und dem Vorschlaghammer dem Spieler ins Gesicht gerotzt.
Wäre ich transexuell, würde ich mich von solchem Writing angegriffen fühlen, da die jenige Person, die diesen Schmonz geschrieben hat, offensichtlich davon ausgeht, dass ich mich rein über meine Sexualität definiere oder nicht damit klar komme und dementsprechend Gesprächsbedarf habe.
Vielleicht braucht man auch keinen großen Unterschied zu sehen zwischen den hohen Preisen beim Bäcker und dem Gespräch über Probleme mit seinem Geschlecht, wenn man sich wie ich vorstellen kann, dass in den Forgotten Realms Sexualität und Identität kein Tabuthema ist. Aber ist wohl zu viel verlangt, dass in einer Welt wo gefährliche, teils intelligente Lebewesen hausen, man viel toleranter mit solch eigentlich auch für unserer Welt durchaus auch einfühlsamer umgehen könnte.SethSteiner hat geschrieben:@JackyRocks
Also dieser Dialog ist wirklich äußerst grottig und daran sieht man auch den großen Unterschied zum NPC der sich nur über Steuern oder zu hohe Preise bei der Bäckerei nebenan beschwert.
Die Autorin hat sich vielleicht einfach eine Idealwelt konstruiert oder was auch durchaus wahrscheinlich ist zugegeben, wollte sie wirklich zwanghaft solch einen Char einbauen, ohne gutes Konzept und Wayne? Darauf herumzureiten wie schlecht dieser Dialog ist, kann doch nur interessant sein, wenn der Rest der Dialoge um einiges besser sind. Aber hier wurde doch schon oft erwähnt wie schlecht auch der Rest sei. Weshalb dann diese Fokussierung auf diesen Char? So bleibt nur der schlechte Geschmack eures Bias.
Außerdem solltet ihr euch vielleicht mal fragen, warum es den in unserer Welt es so große Problem bereitet über Sexualität oder Identität zu sprechen? Vielleicht weil es eine Sünde ist? Das zumindeste wird seit Jahrhunderten versucht zu suggerieren. ich dachte gerade die Techs, die ihren Fokus einzig auf die Wissenschaft legen, wären so tolerant. Falsch gedacht.
Rüttelt mal an euren Weltbild. Ich kann mir gut vorstellen, dass es Menschen gibt die durchaus kein Problem haben über ihre Identität in aller Öffentlichkeit zu sprechen:
http://www.swr.de/landesschau-rp/persoe ... index.html
Ich denke damit sei allen hier widersprochen, die denken, dass niemand über seine Identität mit weldfremden kommuniziert. SIe schreit dass ja geradezu heraus. Und sie lebt in einer kleinen Stadt und muss sich weiterhin mit den Menschen dort auseinandersetzen. Ich kenne sie übrigens.
Ansonsten schaue ich mir das Spiel hier an, wenn es bei ca 5 Euro ist.
Sorry für die Pauschalisierung, wollte euch beide nicht direkt angreifen.
- SethSteiner
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Re: Baldur's Gate: Enhanced Edition: Negative Spielerkritiken der Erweiterung Siege of Dragonspear sorgen für Streit mit
@FuerstderSchatten
Es ist und bleibt ein Unterschied ob ich mich über Brötchenpreise beschwere, die etwas sehr allgemeines sind, das alle betrifft oder über mein Geschlecht spreche, was etwas sehr persönliches ist. Natürlich gibt es extrovertierte Menschen, die kein Problem haben, ohne Umschweife Fremden ihre ganz persönlichen Angelegenheiten zu erzählen aber das heisst noch lange nicht, dass es jetzt grundsätzlich eine gute Idee wäre, geschweige denn ein guter Dialog, wenn nun so eine Person nichts besseres zutun hat als dem Spielercharakter bei der ersten Begegnung, direkt im aller ersten Dialog von ihrer Transexualität zu berichten. Es gibt hier kein anderes Weltbild, das hat nichts mit Tabuthema zutun oder Bias. Fast alle hier sagen eindeutig, dass es gar kein Problem mit Transexualität gibt, sondern allein damit dass der Charakter sich dadurch definiert, dass er über diese persönliche Sache sofort beim ersten Ansprechen spricht und das einfach plump ist. Angenommen der Charakter würde über Brötchenpreise meckern, dann angespuckt werden und einem dann berichten, dass es nicht wegen den Brötchenpreisen war, sondern weil sie mal ein Mann war und seitdem die Bevölkerung sie nicht ausstehen kann und man dann die Möglichkeit hat sowohl sein bedauern auszudrücken als auch mitzuspucken, wäre das ganze wohl anders.
Es ist und bleibt ein Unterschied ob ich mich über Brötchenpreise beschwere, die etwas sehr allgemeines sind, das alle betrifft oder über mein Geschlecht spreche, was etwas sehr persönliches ist. Natürlich gibt es extrovertierte Menschen, die kein Problem haben, ohne Umschweife Fremden ihre ganz persönlichen Angelegenheiten zu erzählen aber das heisst noch lange nicht, dass es jetzt grundsätzlich eine gute Idee wäre, geschweige denn ein guter Dialog, wenn nun so eine Person nichts besseres zutun hat als dem Spielercharakter bei der ersten Begegnung, direkt im aller ersten Dialog von ihrer Transexualität zu berichten. Es gibt hier kein anderes Weltbild, das hat nichts mit Tabuthema zutun oder Bias. Fast alle hier sagen eindeutig, dass es gar kein Problem mit Transexualität gibt, sondern allein damit dass der Charakter sich dadurch definiert, dass er über diese persönliche Sache sofort beim ersten Ansprechen spricht und das einfach plump ist. Angenommen der Charakter würde über Brötchenpreise meckern, dann angespuckt werden und einem dann berichten, dass es nicht wegen den Brötchenpreisen war, sondern weil sie mal ein Mann war und seitdem die Bevölkerung sie nicht ausstehen kann und man dann die Möglichkeit hat sowohl sein bedauern auszudrücken als auch mitzuspucken, wäre das ganze wohl anders.
- FuerstderSchatten
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Re: Baldur's Gate: Enhanced Edition: Negative Spielerkritiken der Erweiterung Siege of Dragonspear sorgen für Streit mit
Das ist doch nur deine Bewertung von allgemein und persönlich, dem Bäcker sind seine Brötchenpreise vielleicht auch heilig. Vielleicht betrachtet er seine Brötchen als seine Kinde und stellt sich vor wie den Leuten diese in den Munde zergehen.
Vielleicht haben sie ja in den Forgotten Realms der Autorin hier ein anderes Wertesystem, was Identität und Sexualtität betrifft. Sie wollte zeigen, dass es ein toller Umgang mit Menschen ist, ganz offen zueinader zu sein oder vielleicht wollte sie auch nur zwanghaft so einen Char einbauen und hatte keine gute Idee wie.
Ganz davon ab, ich habe schon weit schlechtere Dialoge gelesen, als das Beispiel da oben. Besseres sicherlich auch.
Natürlich ist es Bias, wenn man nicht einfach diesen völlig unwichtigen Dialog beiseite schieben kann und sich überkünstlich auf diese Szene wirft. Ich hätte mich null an diesen Dialog gestört, besonders wenn das ganze schlecht geschrieben wäre. Da regt mich mehr in Star Wars 7 auf, dass eine Schlucht entsteht, damit der Bösewicht überleben kann, das ist wirklich schlecht geschrieben. Dagegen klingt das hier wie Engelstrompeten.
Vielleicht haben sie ja in den Forgotten Realms der Autorin hier ein anderes Wertesystem, was Identität und Sexualtität betrifft. Sie wollte zeigen, dass es ein toller Umgang mit Menschen ist, ganz offen zueinader zu sein oder vielleicht wollte sie auch nur zwanghaft so einen Char einbauen und hatte keine gute Idee wie.
Ganz davon ab, ich habe schon weit schlechtere Dialoge gelesen, als das Beispiel da oben. Besseres sicherlich auch.
Natürlich ist es Bias, wenn man nicht einfach diesen völlig unwichtigen Dialog beiseite schieben kann und sich überkünstlich auf diese Szene wirft. Ich hätte mich null an diesen Dialog gestört, besonders wenn das ganze schlecht geschrieben wäre. Da regt mich mehr in Star Wars 7 auf, dass eine Schlucht entsteht, damit der Bösewicht überleben kann, das ist wirklich schlecht geschrieben. Dagegen klingt das hier wie Engelstrompeten.
