USA: Spielsucht ist keine "Sucht"

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Opa
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Beitrag von Opa »

Spielsucht sehe ich ganz klar als Sucht...habe mit Rauchen und anderem aufgehört...aber mit WoW hab ich das nie geschafft. Mir hat auch nie eine Droge soviel zerstört im Leben, wie das Spielen (auch wenns sich noch in einem überschaubaren rahmen hält). Und natürlich glaubt man/glaube ich aus Spaß zu spielen. Aber Raucher rauchen ja auch gerne und nicht aus Suchtgründen...
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KleinerMrDerb
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Beitrag von KleinerMrDerb »

@ Opa.


Genau so sehe ich das auch und ich Spiele auch WoW und kann da, genau wie du aus Erfahrung sprechen wie Kapputt einen das machen kann.

Mitlerweile kann ich sagen ich hab das Schlimmste hinter mir.
Ich zocke ab und an nach der Arbeit aber nicht mehr bis tief in die Nacht und vernachlässige alles andere.

Hätte ich im Spiel nich ein paar nette Leute kennen gelernt mit denen ich mich gern unterhalte würde ich auch komplett aufhören.
Enny001
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Beitrag von Enny001 »

Den Begriff "Sucht" verbinde ich damit das man von einer chemischen Substanz abhängig ist. Also im Negativen Sinne.
Was man von einen spannenden und packenden Computerspiel nicht sagen kann.
Das einzig Negative daran sind vielleicht die monatl. Kosten. Aber keineswegs das spielen an sich.
Man spürt vielleicht eine geringe Abhängigkeit weil man meint man verpasst etwas. Aber das kann man nicht mit einer Abhängigkeit von Drogen vergleichen.
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JimNorton
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*muh*

Beitrag von JimNorton »

@KleinerMrDerb

Klugscheißen-Mode
Ob etwas Sinn macht oder nicht
Das ist ein Anglizismus: "It makes no sense to agonize oneself further."

In gutem Deutsch hieße es: "Es ist sinnlos, sich noch länger zu quälen."

Etwas kann sinnvoll sein (oder auch nicht), einen Sinn ergeben,
einen Sinn haben - aber machen, das geht nicht.
Sonst wäre ja vorher kein Sinn dagewesen und Sinn erschaffen können
selbst Philosophen nicht, die müssen den auch suchen. :)
Klugscheißen-Mode


Zum Thema
Ich kann von mir behaupten das ich kein Arzt bin und daher sehr wenig zu
Sucht erzählen kann.
IMHO auch kein anderer hier in diesem Forum. Sollte dennoch ein Arzt
mit der Qualifikation im Bereich Suchterkrankungen sein, kann man
mich gerne korrigieren.

Das Thema Computerspiele können zu einer Sucht führen, ist halt noch
unbekanntes Terrain. Viele Selbsthilfegruppen können nicht helfen da
ihnen die Erfahrung in diesem Bereich fehlt. Sieht man auch daran
das hier in Europ nur eine Klinik für Cimputersüchtige gibt und die
steht in den Niederlanden.

Ob das übermäßige spielen von Computerspiel sinnvoll ist, muß jeder
für sich selbst entscheiden.
Aber Raucher rauchen ja auch gerne und nicht aus Suchtgründen...
Habe ich die Ironie Tags übesehen ?
TNT.sf
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Beitrag von TNT.sf »

KleinerMrDerb hat geschrieben:Hab ich irgendwas vom Sinn des Lebens geschrieben??
Also ich glaube nicht.
Lesen und verstehen, evtl. nochmal Lesen und dann vielleicht verstehen.
Danach Antworten!

Aber egal: ein Artz z.B. der einem Menschen das leben rettet hat was sinnvolles getan.

Ein Zocker kann sowas nich von sich behaupten

Und genau sowas wird hier auf einer Ebene verglichen.
Und das finde ich halt bescheuert, weil man sowas nicht vergleichen kann.
sry, hab das etwas knapp ausgedrückt. was ich halt meinte ist, daß man keinen absoluten maßstab dafür hat, was nun einen sinn ergibt und was nicht. nach der erkenntnistheorie wissen wir ja sowieso nichts und können nur vermutungen über sinn und sinnlichkeit anstellen.

wie kannst du denn absolut begründen ob ein heilmittel gegen krebs zu finden sinnvoller ist als lvl 70 bei wow zu erreichen. du hast nichtmal einen beweis dafür das krebs oder gar andere menschen überhaupt existieren.

deswegen kann ich genauso gut behaupten, daß sich mit heroin zu tode zu fixen genauso sinnvoll ist, es ergibt nämlich im endeffekt alles gar keinen sinn, egal was man tut und sich einredet :)


und nur weil ihr meint, daß ihr zuviel wow zockt heisst das noch lange nicht, daß ihr auch wirklich süchtig seid. versucht doch einfach mal probeweise ein paar wochen überhaupt keinen computer anzufassen. wenn ihr dann irgendwelche entzugserscheinungen habt, dann könnt ihr wirklich von sucht sprechen.

ich dachte auch früher ich sei süchtig, aber im grunde war das nur dummes gerede. ich habe einfach gemerkt, daß ich, wenn ich mal ein paar tage lang keinen pc zur hand hatte, es mir auch so ziemlich egal war und ich mich auch nicht direkt wieder auf den pc gestürzt, wenn ich wieder zu hause war.

sucht ist nicht unbedingt dann gegeben wenn man seine prioritäten auf eine sache fixiert.
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KleinerMrDerb
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Beitrag von KleinerMrDerb »

Enny001 hat geschrieben:Den Begriff "Sucht" verbinde ich damit das man von einer chemischen Substanz abhängig ist. Also im Negativen Sinne.
Was man von einen spannenden und packenden Computerspiel nicht sagen kann.
Was sind dann für dich Leute die süchtig danach sind sich selber schmerzen zuzufügen (RITZEN)

Es gibt soviele Suchtarten die nichts mit Chemischen Zeugs zutun haben.
Zählt Sowas für dich etwa nicht als Sucht.
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KleinerMrDerb
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Re: *muh*

Beitrag von KleinerMrDerb »

JimNorton hat geschrieben:@KleinerMrDerb

Klugscheißen-Mode
Ob etwas Sinn macht oder nicht
Das ist ein Anglizismus: "It makes no sense to agonize oneself further."

In gutem Deutsch hieße es: "Es ist sinnlos, sich noch länger zu quälen."

Etwas kann sinnvoll sein (oder auch nicht), einen Sinn ergeben,
einen Sinn haben - aber machen, das geht nicht.
Sonst wäre ja vorher kein Sinn dagewesen und Sinn erschaffen können
selbst Philosophen nicht, die müssen den auch suchen. :)
Klugscheißen-Mode

Jetzt wird es aber Philosophisch :lol:

Aber ok hast gewonnen Sinn kann man nicht machen :oops:
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KleinerMrDerb
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Beitrag von KleinerMrDerb »

TnT.sf hat Folgendes geschrieben:

deswegen kann ich genauso gut behaupten, daß sich mit heroin zu tode zu fixen genauso sinnvoll ist, es ergibt nämlich im endeffekt alles gar keinen sinn, egal was man tut und sich einredet :)


LöL so kann man das auch sehen :lol:
Nur mit der Einstellung dreht man sich im Kreis und kann gleich ne Bank überfallen und einfach auf sein Glück hoffen das alles gut geht 8O

Trotzdem netter Gedankengang
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Howdie
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Beitrag von Howdie »

TNT.sf hat geschrieben: du hast nichtmal einen beweis dafür das krebs oder gar andere menschen überhaupt existieren.
Wohl ein bisschen zu oft Matrix gesehen, wie? ;)
Enny001 hat geschrieben:Den Begriff "Sucht" verbinde ich damit das man von einer chemischen Substanz abhängig ist. Also im Negativen Sinne.
Was man von einen spannenden und packenden Computerspiel nicht sagen kann.
Dopamin ist eine chemische Substanz. Ob das Belohnungszentrum nun durch Drogen oder andere Vorgänge manipuliert wird ist erstmal egal. Fakt ist, dass der Körper mit chemischen Prozessen auf eine Sucht reagiert.
Arkune
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Beitrag von Arkune »

Also ich sehe in Videospielen, wie in so ziemlich allen anderen Dingen des Lebens auch, durchaus ein psychologisches Abhängigkeitspotential.
Gut die Amis wollen es nicht mit Alkohol etc. gleichsetzten, würd ich auch nicht aber z.B. mit Workaholism.
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AngelJdF
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Spielsucht

Beitrag von AngelJdF »

Klar gibt es eine krankhafte Spielsucht. Hab erst neulich bei netdoctor.at gelesen, wie einer sein Kind in Stich gelassen hat, weil er seine Position als Gildenführer nicht aufgeben wollte...

Alkohol-, Drogen-, Fett- und Magersucht sind alles Anerkannte Krankheiten. Bei den letzten beiden sogar ohne chemisches zutun. Unser Gehirn mag halt gern Dinge, welche es kurzfristig glücklich macht und kann davon halt süchtig werden...
Enny001
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Beitrag von Enny001 »

KleinerMrDerb hat geschrieben:
Enny001 hat geschrieben:Den Begriff "Sucht" verbinde ich damit das man von einer chemischen Substanz abhängig ist. Also im Negativen Sinne.
Was man von einen spannenden und packenden Computerspiel nicht sagen kann.
Was sind dann für dich Leute die süchtig danach sind sich selber schmerzen zuzufügen (RITZEN)

Es gibt soviele Suchtarten die nichts mit Chemischen Zeugs zutun haben.
Zählt Sowas für dich etwa nicht als Sucht.
Das hat etwas mit krankhafter Zerstümmelung zu tun. Es ist eher ein innerer Zwang als eine Sucht.
Solche Leute gehören in die Psychatrie. Da stimmt's dann im Oberstübchen nicht.
Mit Drogensucht hat das weniger zu tun.
Enny001
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Beitrag von Enny001 »

Howdie hat geschrieben:
TNT.sf hat geschrieben: du hast nichtmal einen beweis dafür das krebs oder gar andere menschen überhaupt existieren.
Wohl ein bisschen zu oft Matrix gesehen, wie? ;)
Enny001 hat geschrieben:Den Begriff "Sucht" verbinde ich damit das man von einer chemischen Substanz abhängig ist. Also im Negativen Sinne.
Was man von einen spannenden und packenden Computerspiel nicht sagen kann.
Dopamin ist eine chemische Substanz. Ob das Belohnungszentrum nun durch Drogen oder andere Vorgänge manipuliert wird ist erstmal egal. Fakt ist, dass der Körper mit chemischen Prozessen auf eine Sucht reagiert.
Du Verallgemeinerst und wirfst alles in einen Topf.
(DNC)Dante
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Spielsucht

Beitrag von (DNC)Dante »

Ich glaube, dass soetwas auch nur schwer zu beweisen ist. Ich glaube auch nicht, dass man Spielsucht mit körperlicher Abhängigikeiten gleichsetzen kann. Es ist eher wie Kaufsucht, ein psychisches Phänomen. Trotzdem gibt es sicher einige Spieler, die damit ein ernsthaftes Problem haben, auch wenn sich die Symptome sicherlich schleichend einstellen.
johndoe531805
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Beitrag von johndoe531805 »

Ich kenne eine wirksame Methode, um solche Spielesuchten zu therapieren. Man klemmt sich einfach eine Zeitschaltuhr hinter die Konsole oder den PC und stellt sie zu einer Zeit ein, von der man denkt, man würde mit ihr auskommen (meistens verschätzt man sich eh und vergisst alles Andere, wenn man erstmal richtig im Spiel vertieft ist).

Hier so eine z.B.:

Bild

Bekommt man schon ab 10€ bei Ebay.;)

Glaubt mir, das hilft...auch mit der Gefahr, wenn man sich erstmal aufregt, wenn das Spiel schon wieder zu früh vorbei ist. Einfach mal was öfter speichern und am nächsten Zeit sein vorgegebenes Zeitpotential weiter zocken, aber nicht selbst betrügen und wieder einschalten.:D