D.I.C.E. Awards - Fallout 4 ist das "Spiel des Jahres"; The Witcher 3, Ori and the Blind Forest und Rocket League mit je drei Preisen ausgezeichnet

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johndoe1824162
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Re: D.I.C.E. Awards - Fallout 4 ist das "Spiel des Jahres"; The Witcher 3, Ori and the Blind Forest und Rocket League mi

Beitrag von johndoe1824162 »

Geralt verträgt doch nichts. Der ist doch schon immer nach einem Bier blau.
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TheLaughingMan
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Re: D.I.C.E. Awards - Fallout 4 ist das "Spiel des Jahres"; The Witcher 3, Ori and the Blind Forest und Rocket League mi

Beitrag von TheLaughingMan »

Kommt auf die Tagesform an. Manchmal haut er den Wodka flaschenweise weg, manchmal liegt er nach nem Bier unterm Tisch. Vermutlich Hexer Physis und so. 8O
johndoe1824162
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Re: D.I.C.E. Awards - Fallout 4 ist das "Spiel des Jahres"; The Witcher 3, Ori and the Blind Forest und Rocket League mi

Beitrag von johndoe1824162 »

Bei mir eigentlich immer nach einer Vase. Besonders unschön, wenn der Fusel im Quickslot lag und aus Versehen im Kampf benutzt wurde.
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TheLaughingMan
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Re: D.I.C.E. Awards - Fallout 4 ist das "Spiel des Jahres"; The Witcher 3, Ori and the Blind Forest und Rocket League mi

Beitrag von TheLaughingMan »

Manche fragen werden immer unbeantwortet bleiben. Z.B. auch die warum Geralt sich jetzt nach Sprüngen aus 2 Metern höhe sämtliche Knochen bricht obwohl er im Intro von Teil 1 noch vom Dach einer Burg hüpft. :)
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Rabidgames
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Re: D.I.C.E. Awards - Fallout 4 ist das "Spiel des Jahres"; The Witcher 3, Ori and the Blind Forest und Rocket League mi

Beitrag von Rabidgames »

casanoffi hat geschrieben:
Rabidgames hat geschrieben:...für mich ist Fallout 4 in gewisser Weise auch Mainstream-RPG light...
Hm... für mich ist F4 genau das Gegenteil eines RPG-light (wobei ich jetzt nicht genau weiß, wie Du in dem Fall das Wort "light" definierst) ^^

Ich finde, F4 geht in eine ältere Art und Weise der Spieleentwicklung zurück. In eine Zeit, in der ein Spiel noch so gestaltet war, dass es vom Spieler eine gewisse Vorstellungskraft und Fantasie abverlangt, um die vorhandene Spielwelt mit Inhalten zu füllen.

Ich halte diese Art und Weise für das exakte Gegenteil von Mainstream, weil in der heutigen Zeit doch kaum noch diese Elemente vom Spieler verlangt und gefordert werden.

Heute erwarten doch alle (bitte dieses "alle" nicht wortwörtlich auffassen ^^), dass ein Spiel sie an die Hand nimmt und ihnen alles auf dem Silbertablett serviert, ihnen erzählt, wer sie sind, warum sie hier sind, wohin sie sollen und was sie auf dem Weg dort hin tun müssen.
Das meine ich nicht mal, ich meine vielmehr die Vereinfachung des Leveling-Prozesses - vieles geht automatisch und man kann sich kaum noch verleveln, weil es ja keine harte Level-Cap mehr gibt - da muss man sich nicht mehr groß Gedanken machen. Der Umgang mit Waffen wird ja nun über die Waffen-Stats an sich und wenige Perks ausgependelt, was an sich ja schon eine krasse Vereinfachung ist.
Wortgewandt
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Re: D.I.C.E. Awards - Fallout 4 ist das "Spiel des Jahres"; The Witcher 3, Ori and the Blind Forest und Rocket League mi

Beitrag von Wortgewandt »

dem typischen antihelden-Helden unserer tage? das ist das gängige heldenklischee unserer zeit, denn grau ist gerade sehr "In".
In Büchern und Filmen ja...in Spielen? Richtig!

Also, erst denken, dann schreiben!

6, setzen. Danke.
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Nanatzaya
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Re: D.I.C.E. Awards - Fallout 4 ist das "Spiel des Jahres"; The Witcher 3, Ori and the Blind Forest und Rocket League mi

Beitrag von Nanatzaya »

Ist doch egal ob er einem Klischeecharakter in Spielen oder einem in Büchern oder Filmen entspricht.

Ein Charakter definiert sich doch nicht über das Medium in dem er vorkommt, sondern über seine Eigenschaften.
Und die sind bei Geralt stellenweise schon arg klischeehaft.
Ich will damit ja auch nicht sagen, dass er schlecht geschrieben und ausgearbeitet ist. Klischees gehören auch immer ein bisschen dazu.
Aber ICH mag ihn halt einfach nicht. Und genauso geht es manchen mit der Welt von FO4.
Es "zündet" einfach nicht.

Das hier fasst es ganz gut zusammen, was ich mir auch immer wieder denke:
Die Welt ist überzeugend darin, ihre Abneigung dem Spieler gegenüber zu demonstrieren — und das schreckt mich regelmäßig davon ab, mich in der Welt des Witchers zu verlieren. Ja, seine Rolle als Außenseiter macht Sinn, aber ich selbst würde viel lieber versuchen, Teil und vollwertiges Mitglied dieser Welt werden zu wollen. Und auch, wenn ich mich in Himmelsrand oder dem Ödland dazu entscheide, in die Rolle eines Außenseiters zu schlüpfen, so kann ich diese Rolle dort aufbrechen, wann immer ich möchte. Geralt hingegen ist eine vordefinierte Spielfigur mit Makeln und Vorzügen und ich als Spieler kann mich trotz des "Open World"-Etiketts nicht aus seinem eng bemessenen Horizont entziehen.
Und das ist halt einer der essentiellen Punkte eines RPG - man muss sich mit dem Charakter irgendwie identifizieren können.
Vielleicht wäre es anders, wenn ich auch die Bücher gelesen hätte.
Aber mal ehrlich: ein paar Bücher lesen, um den Hauptcharakter in einem Spiel cool zu finden, ist eine ziemlich große Eingangshürde.
johndoe1741084
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Re: D.I.C.E. Awards - Fallout 4 ist das "Spiel des Jahres"; The Witcher 3, Ori and the Blind Forest und Rocket League mi

Beitrag von johndoe1741084 »

Nanatzaya hat geschrieben: Das hier fasst es ganz gut zusammen....
Der Link is gut. Beschreibt es sehr schön...

Aber dass die QuestReihen und NPCs immer so dermaßen über den Klee gelobt werden, hat CDRed jetzt auch nur bedingt verdient. Der BloodyBaron war als Typ schon so dermaßen ausgelutscht und klischeebehaftet, das war ja teilweise zum FremdSchämen.
Moment.. hatte da schon bei dem PratchetThema was gepostet...

"...das "Problem" bei Spielen ist halt auch, dass grundlegende Errungenschaften des "StoryTelling" von Filmen der letzten 50 Jahre, teilweise als "groundbreaking" empfunden wird.
Ich behaupte mal, dass viele dieser Autoren annähernd das Niveau einer TV-Serie erreichen.
Oder war the Last of Us soooo dolle... auf die Story bezogen.
Für ein Spiel, natürlich, was Neues-->Giraffe-->andere Möglichkeiten. Aber dennoch..."

Und mal Hand aufs Herz... soviele Entscheidungsmöglichkeiten warn da nicht, geschweige denn eine wirkliche Auswirkung auf die Story. Aber bevor nun einem Hater die Ader platzt...
Witcher3 ist zuRecht mit vielenvielenvielen Preisen zugeschüttet worden.
Hab es sehr genossen auf der Plötze durch die Welt zu reiten, Monster zu bekämpfen und den Bauern zu helfen.

Meine Hoffnung liegt nun bei Cyberpunk2077. Wenn die sich ein bissl was von Fallout4 abgucken (Ich will EgoSicht, bin ungern PuppenSpieler), dann hat Beth ernsthafte Konkurrenz in meinem Wohnzimmer
Zuletzt geändert von johndoe1741084 am 25.02.2016 19:38, insgesamt 1-mal geändert.
johndoe1730081
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Re: D.I.C.E. Awards - Fallout 4 ist das "Spiel des Jahres"; The Witcher 3, Ori and the Blind Forest und Rocket League mi

Beitrag von johndoe1730081 »

Rabidgames hat geschrieben: Das meine ich nicht mal, ich meine vielmehr die Vereinfachung des Leveling-Prozesses - vieles geht automatisch und man kann sich kaum noch verleveln, weil es ja keine harte Level-Cap mehr gibt - da muss man sich nicht mehr groß Gedanken machen. Der Umgang mit Waffen wird ja nun über die Waffen-Stats an sich und wenige Perks ausgependelt, was an sich ja schon eine krasse Vereinfachung ist.
Vereinfacht ist es nicht, zumindest in FO3 und Skyrim, FO4 kann ich jetzt nichts zu sagen. In FO3 konnte man Punkte verteilen und Perks auswählen. Dabei musste man schon aufpassen, was man wählt.
Bei Skyrim war es das gleiche, nur eben statt Punkte verteilen, leveln die Fähigkeiten beim Benutzen. Die Perks, die die Fähigkeiten wesentlich stärker beeinflussen, musste man dagegen mit Bedacht wählen. Besonders, da mit jedem Levelaufstieg die XP für den nächsten umso schwerer werden.

Außerdem, was war den früher Komplexer?
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TheLaughingMan
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Re: D.I.C.E. Awards - Fallout 4 ist das "Spiel des Jahres"; The Witcher 3, Ori and the Blind Forest und Rocket League mi

Beitrag von TheLaughingMan »

Nanatzaya hat geschrieben:Ist doch egal ob er einem Klischeecharakter in Spielen oder einem in Büchern oder Filmen entspricht.

Ein Charakter definiert sich doch nicht über das Medium in dem er vorkommt, sondern über seine Eigenschaften.
Und die sind bei Geralt stellenweise schon arg klischeehaft.
Ich will damit ja auch nicht sagen, dass er schlecht geschrieben und ausgearbeitet ist. Klischees gehören auch immer ein bisschen dazu.
Aber ICH mag ihn halt einfach nicht. Und genauso geht es manchen mit der Welt von FO4.
Es "zündet" einfach nicht.

Das hier fasst es ganz gut zusammen, was ich mir auch immer wieder denke:
Die Welt ist überzeugend darin, ihre Abneigung dem Spieler gegenüber zu demonstrieren — und das schreckt mich regelmäßig davon ab, mich in der Welt des Witchers zu verlieren. Ja, seine Rolle als Außenseiter macht Sinn, aber ich selbst würde viel lieber versuchen, Teil und vollwertiges Mitglied dieser Welt werden zu wollen. Und auch, wenn ich mich in Himmelsrand oder dem Ödland dazu entscheide, in die Rolle eines Außenseiters zu schlüpfen, so kann ich diese Rolle dort aufbrechen, wann immer ich möchte. Geralt hingegen ist eine vordefinierte Spielfigur mit Makeln und Vorzügen und ich als Spieler kann mich trotz des "Open World"-Etiketts nicht aus seinem eng bemessenen Horizont entziehen.
Und das ist halt einer der essentiellen Punkte eines RPG - man muss sich mit dem Charakter irgendwie identifizieren können.
Vielleicht wäre es anders, wenn ich auch die Bücher gelesen hätte.
Aber mal ehrlich: ein paar Bücher lesen, um den Hauptcharakter in einem Spiel cool zu finden, ist eine ziemlich große Eingangshürde.
Der Witcher mit seinem "eng bemessenen Horizont" ist die eine Extreme, Bethesda mit seiner Anbiederung an die Allmachtsfantasien des Spielers die andere. Rollenspiel heißt für mich dass ich eine Rolle mit all ihren Vor- und Nachteilen spiele. Wenn ich mich für die eine Rolle entschieden habe, aber deren spezifische Sonderheiten für mich keine Konsequenzen haben und die Rolle sowieso jederzeit abstreifen kann, was ist dann der Sinn? Und da brechen die Elder Scrolls Games für mich einfach in sich zusammen. Wieso bin ich in Skyrim der einzige Kahjit der Städte ohne wenn und aber betreten darf? Wieso bin ich der einzige Gefährte der durchgehend Magie nutzen darf aber dafür nie gerügt oder gar rausgeschmissen wird?
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Nanatzaya
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Re: D.I.C.E. Awards - Fallout 4 ist das "Spiel des Jahres"; The Witcher 3, Ori and the Blind Forest und Rocket League mi

Beitrag von Nanatzaya »

Antiidiotika hat geschrieben:Außerdem, was war den früher Komplexer?
Naja, das D'n'D System ist schon wesentlich komplexer.
Oder Morrowind mit Primär- und Sekundärfähigkeiten die unterschiedlich schnell leveln.
TheLaughingMan hat geschrieben:...
Ich hab's weiter vorn schon mal gesagt:
Der eine findet das eine Extrem besser, der nächste das andere.

Es gibt keine Nachteile, für gewisse Handlungen in Bethesda-Spielen?
Hm. Nein... Nicht mit der letzten Konsequenz, aber es gibt sie.

Für mich ist es halt kein "Rollenspiel", wenn ich in komplett vordefinierte Rolle schlüpfe.
Für mich ist es erst dann ein Rollenspiel, wenn ich Figur habe, die ich nach meinen Vorstellungen ausfüllen kann.
Da gehören auch so Sachen dazu wie "ich töte alles was ich sehe" (OK, wirklich ALLES kann auch nur mit einer kleinen Mod töten) aber Geralt z. B. würde das nie tun... es wäre mit Blick auf den Charakter Geralt einfach unlogisch.

The Witcher ist bezogen auf die vorgegebene Rolle von Geralt ein ausgezeichnetes Rollenspiel, was in den Punkten Story, Charakterausarbeitung, etc. brilliert aber ein für mich entscheidender Punkt, die weitestgehende Handlungsfreiheit, fehlt.
Das macht es nicht gleich zu einem schlechten Spiel aber trotzdem macht mir ob dieses einen Unterschiedes Fallout mehr Spaß.

Dass die Umwelt auf die eigenen Handlungen und Eigenschaften nicht immer entsprechend reagiert ist extrem schade und stört mich auch an FO4 oder jedem anderem Bethesda-Spiel (oder 98 % aller Spiele ever).
Spaß macht es trotzdem.
Eben weil es diese fast endlose Freiheit bietet.
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SethSteiner
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Re: D.I.C.E. Awards - Fallout 4 ist das "Spiel des Jahres"; The Witcher 3, Ori and the Blind Forest und Rocket League mi

Beitrag von SethSteiner »

Rollenspiel kommt aber vom Pen and Paper und auch da gibt es vordefinierte Rollen also ist es schon seltsam, wenn man dann selbst meint es kann kein Rollenspiel sein, auch wenn es für einen selbst ist, wenn selbst das woher Rollenspiele kommen solche Elemente besitzen. Und auch im Pen and Paper kann man vielleicht versuchen ALLES zutun aber der Rollenspielleiter hat in den meisten Fällen eine Geschichte und wird daher einen Rahmen bieten und selbst im freien Rollenspiel, führt eine Aktion zu einer Reaktion, dafür ist der Spielleiter ja auch da. Sandkastenspiele wie Fallout sind, weil sie halt letztendlich kaum einen Rahmen haben, viel weiter vom Ursprung entfernt als ein Witcher. Das macht sie nicht weniger zu Rollenspielen aber es wäre sicher nicht schlecht, wenn diese grenzenlose Freiheit auch mehr Konsequenzen mit sich bringt, das würde für ein weit authentischeres Rollenspiel sorgen.
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Nanatzaya
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Re: D.I.C.E. Awards - Fallout 4 ist das "Spiel des Jahres"; The Witcher 3, Ori and the Blind Forest und Rocket League mi

Beitrag von Nanatzaya »

SethSteiner hat geschrieben:... also ist es schon seltsam, wenn man dann selbst meint es kann kein Rollenspiel sein, auch wenn es für einen selbst ist, wenn selbst das woher Rollenspiele kommen solche Elemente besitzen.
Eh? Hab nicht gemeint, das The Witcher explizit kein Rollenspiel ist. Im letzten Beitrag steht das "Rollenspiel" ja auch in Anführungszeichen...
Was ich gemeint habe, ist, dass für mich zu einem Rollenspiel heute die Freiheit, mich (also den Charakter, den ich mir ausgedacht habe) selbst "auszutoben" schon irgendwie dazu gehört bzw. ein wichtiger Aspekt ist.
Ich lege die Rolle, die ich einnehme lieber selbst fest, als dass ich in eine definierte Rolle schlüpfe - klar, ist beides "eine Rolle spielen".
Bei The Witcher ist es halt auf eine Rolle festgelegt, bei FO4 hat man quasi endlose Möglichkeiten.
Rein auf die Varianz der möglichen Charaktere ist The Witcher schon irgendwie "weniger" Rollenspiel als FO4 (man ist das bescheuert, das in die richtigen Wort zu fassen).

Klar wäre es am besten, wenn ein Spiel volle Freiheit in einer konsistenten und konsequenten Umgebung liefern würde.
Allerdings dürfte der Aufwand wohl exorbitant sein und nur mit einer wirklich guten KI funktionieren.
So viele Skripte und flowcharts wie für ein solches Spiel erforderlich sein dürften, kann kein Mensch schreiben.

Für mich ist halt der "freie" Ansatz der reizvollere und deckt sich eher mit meiner, in der Zeit auch veränderten, Definition von RPG. Die Ursprünge sind in der Tat anders...
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SethSteiner
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Re: D.I.C.E. Awards - Fallout 4 ist das "Spiel des Jahres"; The Witcher 3, Ori and the Blind Forest und Rocket League mi

Beitrag von SethSteiner »

Du meinst, es ist für dich kein Rollenspiel, wenn man in eine vordefinierte Rolle schlüpft und das ist halt schon etwas Paradox, wenn man den Ursprung bedenkt. Dass man bei Fallout nun Spieler und Spielleiter in einem ist, da hast du natürlich komplett recht aber das führt auch zum Problem, denn damit ist man abhängig davon die Aufgabe des Spiels zu übernehmen und dafür ist das Spiel nicht gemacht worden, schließlich kann ich als Spieler keine Konsequenzen für meinen Weg einbauen und kann sie mir dann allenfalls ausdenken. Früher hätte ich dir sicher zugestimmt, wenn das für einen Entwickler zuviel wäre aber nach all den Jahren Bethesda und nun Witcher 3, zeigt sich ziemlich deutlich dass es sich Bethesda einfach viel zu oft zu einfach gemacht hat. Für mehr müssten sie natürlich mehr leisten und etwas verändern aber das ist nicht automatisch unmöglich, nur weil das Ziel hoch ist. Wenn man ein Rollenspiel mit einem möglichst freien Ansatz hat, dann ist die Konsequenz daraus nun Mal, dass man sich eben auch über die Konsequenzen aus diesen vielseitigen Handlungen Gedanken machen muss. Das gehört halt zum Rollenspiel dazu.
maho76
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Re: D.I.C.E. Awards - Fallout 4 ist das "Spiel des Jahres"; The Witcher 3, Ori and the Blind Forest und Rocket League mi

Beitrag von maho76 »

Rollenspiel kommt aber vom Pen and Paper und auch da gibt es vordefinierte Rollen ...
nop, das ist nur noch in den althergebrachten Regelwerken der fall. die meisten moderneren P&Ps funktionieren moderierend narrativ, d.h. nur die welt ist vorgegeben (mehr oder weniger komplex), definierte rollen mit Grundwerten wie dieb, krieger, Magier etc. fehlanzeige. auch sind die Systeme meist drauf ausgelegt die Handlung sehr frei zu halten und gehen heute meist in die Richtung moderierte Szene, die spieler lenken das geschehen "unter aufsicht" des Spielleiters für die grobe Richtung in die es gehen soll. herkömmliche Abenteuerbücher und gerade typische "dungeoncrawler"-Abenteuer zu regelsystemen gibt's kaum noch abseits von DSA und D&D oder fanbase-written.
Für mich ist halt der "freie" Ansatz der reizvollere und deckt sich eher mit meiner, in der Zeit auch veränderten, Definition von RPG. Die Ursprünge sind in der Tat anders...
bei mir das gleiche.
Du meinst, es ist für dich kein Rollenspiel, wenn man in eine vordefinierte Rolle schlüpft und das ist halt schon etwas Paradox, wenn man den Ursprung bedenkt.
wenn man bis zum theaterspiel zurück geht oder gary-gygax´ original d&d kennt stimmt das, aber alles verändert sich nunmal (auch beim Theater hat man heute viel mehr moderierte improvisation als früher). ich sehe ebenfalls Fallout als rpg und witcher als action-adventure-mit-rpg-Elementen (und das fast nur wegen der freieren charakterentwicklung). aber da sieht man wieder wie unterschiedlich die Wahrnehmung von vermeindlich fest definierten begriffen ist. ;)