Indie-Entwickler kritisieren "Geiz-ist-geil-Mentalität"

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johndoe984149
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Re: Indie-Entwickler kritisieren "Geiz-ist-geil-Mentalität"

Beitrag von johndoe984149 »

adventureFAN hat geschrieben:Pro Spielstunde 1 Euro.
Bei aufwendigen 3D-Spielen + 1 Euro pro Spielstunde.
Bei gutem Hype + 3 Euro pro Spielstunde.
Berechnen wir das mal an mein ersten Aktives Early Acces 20E
Insgesammt 965 Stunden Spielzeit 4 Monate + 3 Monate.
965 x 3 = 2895 Euro / 7 Monate
Monats belastung 413.57 Euro.
bedeutet ich darf keine Miete mehr Zahlen :P

bei 1 Euro pro Stunde 965 Stunden x 1 Euro = 965 Euro / 7 = Monats Belastung 137 E kann ich mit meiner Kleinen Rente auch nicht mehr leisten :)

Also Denk schon mal an diesen Beispiel genau nach und habe derzeit nur 10 Produkte in Steam wo ich 2 Sehr Aktive Spiele und dann würden die meisten es sich nicht leisten können.
Derzeit habe ich 365 Stunden für Empyrior auch dann nicht Finanzierbar dann such dir mal Superreiche die so etwas leisten können aber ups aufgrund von meiner Erfahrung haben die meisten die Geld haben nicht die Zeit zu Investieren,weil sie sonst kein Geld verdienen können.

Also gehen 2/3 der Indy Endwickler wenn nicht noch mehr in den Bankrott.

Also Pause drücken irgendwas stimmt nicht und verstand einschalten und zurück Spulen.....

Wollen sie ein neues Spiel starten ?
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Kajetan
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Re: Indie-Entwickler kritisieren "Geiz-ist-geil-Mentalität"

Beitrag von Kajetan »

Shackal hat geschrieben:Wer setzt fest was ein Fairer Preis ist ? :D
Dafür braucht es eine gewisse Transparenz, wo der Kunde einen Einblick in den Aufwand hat, der z.B. für die Herstellung einer Ware nötig ist. Nehmen wir z.B. das Fairphone, wo man für das nächste Modell, das Fairphone 3, den kompletten Herstellungsprozess so transparent wie nur irgendwie möglich aufschlüsseln will, so dass der Kunde nicht mehr länger dem Anbieter einfach "vertrauen" muss, sondern selber nachschauen kann, ob der Preis gerechtfertigt ist.
johndoe984149
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Re: Indie-Entwickler kritisieren "Geiz-ist-geil-Mentalität"

Beitrag von johndoe984149 »

Kajetan hat geschrieben:
Shackal hat geschrieben:Wer setzt fest was ein Fairer Preis ist ? :D
Dafür braucht es eine gewisse Transparenz, wo der Kunde einen Einblick in den Aufwand hat, der z.B. für die Herstellung einer Ware nötig ist. Nehmen wir z.B. das Fairphone, wo man für das nächste Modell, das Fairphone 3, den kompletten Herstellungsprozess so transparent wie nur irgendwie möglich aufschlüsseln will, so dass der Kunde nicht mehr länger dem Anbieter einfach "vertrauen" muss, sondern selber nachschauen kann, ob der Preis gerechtfertigt ist.
Da kann ich nur voll zustimmen und dir Recht geben aber so etwas wird s niemals geben.
CritsJumper
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Re: Indie-Entwickler kritisieren "Geiz-ist-geil-Mentalität"

Beitrag von CritsJumper »

Scipione hat geschrieben: Wenn es so einfach ist und so ne sichere Erfolgsnummer.... wieso macht das dann nicht jeder? :P
Dota, Couter Strike, Battlefield, Call of Duty, Unreal Tournament, GTA Online (ok das ist ne Ausnahme, wobei der Singleplayer DLC wurde ja zu Gunsten von Online-Multiplayer gestrichen..). Bei Mine-Craft könnte an überlegen ob das jetzt ein Puzzel-Spiel im Singleplayer oder Coop ist.

Aber ich denke du weißt was ich damit andeuten will. Eine Singleplayer-Story wie Uncharted, Last of Us.. oh wobei auch Bioshock(!). Die waren auch ziemlich gut. Das Kosten-Risiko-Ding ist halt anders. Genau wie bei einer guten KI. Das rentiert sich nicht und deswegen spart man lieber.
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Kajetan
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Re: Indie-Entwickler kritisieren "Geiz-ist-geil-Mentalität"

Beitrag von Kajetan »

Shackal hat geschrieben:Da kann ich nur voll zustimmen und dir Recht geben aber so etwas wird s niemals geben.
Das Fairphone existiert und wird immer populärer. Dann kommt das nächste Produkt, die nächste Dienstleistung. Immer mehr Leute merken, dass man sich NICHT zwischen Wohlstand oder Nachhaltigkeit entscheiden muss, sondern beides zusammen möglich ist. Schritt für Schritt :)
CritsJumper
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Re: Indie-Entwickler kritisieren "Geiz-ist-geil-Mentalität"

Beitrag von CritsJumper »

Ja und nicht nur Fairphone, Auch diese ganze Vegane und Bio-Schiene ist so eine Entwicklung. Aber ja diese Zertifizierung ist wichtig, es darf nicht nur Greenwashing sein wie bei den CO2-Zertifikaten oder den Holz-Lables. Denn andernfalls kann das ganz schön ausarten. So auch die Idee mit der Shared Economy, Tom Slee hatte es schön in seinem Buch festgehalten das es aus einem guten Gedanken angefangen hat, aber irgendwann sehr wenige große Player die gute Grundidee unterlaufen.

Aber ich gebe das trotzdem nicht auf und glaub weiterhin an eine gute Entwicklung.
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greenelve
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Re: Indie-Entwickler kritisieren "Geiz-ist-geil-Mentalität"

Beitrag von greenelve »

Kajetan hat geschrieben:
greenelve hat geschrieben:Die Geiz ist Geil Mentalität ist im übertriebenem Maße ein Problem.
Richtig. Aber nicht aus den Gründen, die hier ausschlaggebend für die Äusserung der Entwickler war. Hier ging es nicht um den Nachhaltigkeitsgedanken, sondern um Rechtfertigung des verlangten Preis, gekoppelt mit Butt Hurt. Ich habe nirgendwo einen Entwickler den Aspekt Nachhaltigkeit erwähnen sehen. Was den Entwickler natürlich davon befreit sein eigenes persönliches Handeln (welches wir zudem ja nicht kennen) als Maßstab für klügeres Konsumverhalten zu nehmen. Denn die Entwickler sind ja genauso Konsumenten wie wir auch.
Dem Entwickler ging es auch nicht darum die Industrie zu verändern. Innerhalb der Vorwürfe und Rechtfertigung zeigen sich allerdings die Auswirkungen und Nachhaltigkeitsgedanken wären der nächste Schritt - der schwerlich erzwungen werden kann, in dem sich eine Firma hinstellt und darauf hinweist. Das würde ganz schnell in Foren abgetan werden als ein "Sie finden Ausreden, warum Sales schlecht sind und ihre hohen Preise besser".
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Kajetan
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Re: Indie-Entwickler kritisieren "Geiz-ist-geil-Mentalität"

Beitrag von Kajetan »

greenelve hat geschrieben:Dem Entwickler ging es auch nicht darum die Industrie zu verändern. Innerhalb der Vorwürfe und Rechtfertigung zeigen sich allerdings die Auswirkungen und Nachhaltigkeitsgedanken wären der nächste Schritt - der schwerlich erzwungen werden kann, in dem sich eine Firma hinstellt und darauf hinweist. Das würde ganz schnell in Foren abgetan werden als ein "Sie finden Ausreden, warum Sales schlecht sind und ihre hohen Preise besser".
Was da irgendwelche Honks ohne Ahnung von sich geben, ist nun wirklich das Letzte, auf das man in diesem Zusammenhang achten sollte.
Baralin
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Re: Indie-Entwickler kritisieren "Geiz-ist-geil-Mentalität"

Beitrag von Baralin »

Mhhh.

Wenn ich mit einberechne, wie viele Spiele es mittlerweile gibt, dass sich mein Medienkonsum unter Spielen, Büchern, Filmen, Internetseiten, Theater, Kino, Kabarett, Konzerten und so fort aufteilt, zudem mein Konsum eher sinkt als steigt und meine Bereitschaft, selbst für von mir heiß erwartete Spiele wie etwa Uncharted nicht so hoch ist, zu Release etwa 70 Euro zu zahlen, muss ich sagen, dass das eher ein Job der Entwickler ist, mich zu überzeugen, dass ihr Spiel wert ist, mehr Geld auszugeben.

Außerdem frage ich mich gerade, was überhaupt die Spieler kritisieren - das Spiele zu teuer sind oder das sie zu kurz sind.
johndoe984149
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Re: Indie-Entwickler kritisieren "Geiz-ist-geil-Mentalität"

Beitrag von johndoe984149 »

Kajetan hat geschrieben:
Shackal hat geschrieben:Da kann ich nur voll zustimmen und dir Recht geben aber so etwas wird s niemals geben.
Das Fairphone existiert und wird immer populärer. Dann kommt das nächste Produkt, die nächste Dienstleistung. Immer mehr Leute merken, dass man sich NICHT zwischen Wohlstand oder Nachhaltigkeit entscheiden muss, sondern beides zusammen möglich ist. Schritt für Schritt :)
Jop ich Intressiere mich trotz meiner Knappen Kasse auch für solche Handys und ich habe nach längeren Nachdenken schon vor längerer Zeit für Nachhaltiges Leben entschieden auch wenn ich mir Comps uws Kaufe :D
Nachhaltig zu leben bringt aber auch viele Nachteile mit sich aber auf Dauer ist man auf der Positiven Seite.

Auch zb gibt es ab heute Orion für 46 E das ist mir aber zu Teuer habe aber Verständnis dafür das sie erstmals soviel Kohle machen wollen was geht aber derzeit gefällt mir Orion überhaupt nicht nur wildes Geklicke.
Aber ich gehöre zu den Spieler die ganz Heiß auf solche Strategie MMOs sind und Spiele nicht umsonst Empyrion und habe dort schon 370 Stunden :P
Baralin hat geschrieben:Mhhh.

Wenn ich mit einberechne, wie viele Spiele es mittlerweile gibt, dass sich mein Medienkonsum unter Spielen, Büchern, Filmen, Internetseiten, Theater, Kino, Kabarett, Konzerten und so fort aufteilt, zudem mein Konsum eher sinkt als steigt und meine Bereitschaft, selbst für von mir heiß erwartete Spiele wie etwa Uncharted nicht so hoch ist, zu Release etwa 70 Euro zu zahlen, muss ich sagen, dass das eher ein Job der Entwickler ist, mich zu überzeugen, dass ihr Spiel wert ist, mehr Geld auszugeben.

Außerdem frage ich mich gerade, was überhaupt die Spieler kritisieren - das Spiele zu teuer sind oder das sie zu kurz sind.
Viel Konsumzeug wenig Interessantes und wenig Neues was man Spielen kann und oft nur Kopien von irgendwelcher Halb Spiele oder gescheiterte Spiele.
stefan251
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Re: Indie-Entwickler kritisieren "Geiz-ist-geil-Mentalität"

Beitrag von stefan251 »

Ich muss sagen, ich seh in dieser Debatte auch die klassische "Wieviel ist Kunst wert"-Diskussion. Auch wenn die Entwickler mit ihren Aussagen halt die realistisch greifbaren wirtschaftlichen Fakten hernehmen und vorrangig als Grund angeben, weil das halt seriöser wirkt, kann ich mir durchaus vorstellen, dass sich manche durchaus in ihrer Künstlerseele getroffen und missverstanden fühlen von den "ungebildeten, dummen, visionslosen" Endkonsumenten. Grad wenn es um so Bsp. wie Everybody's Gone to the Rapture geht. Da haben sich die Entwickler hingesetzt und sich in ihrer Rolle der kleinen unabhängigen Entwickler, die etwas anderes machen, als die großen gut gefallen und bringen halt was komplett anderes raus und weil sie es intern gut finden, denken sie, dass das Gros der Leute ebenso denken wird und es als die neue Offenbarung abfeiern wird, weil es halt mal nicht der neunzigste Tom Clancy Shooter oder das ebensovielte Mario Jump n'Run is (auch wenn ich Mario per se meilenweit besser find und ich mir am liebsten die Finger abhacken würd, es als Vergleich zu sowas wie The Division zu bringen).

Wenn dann das ambitionierte Kunstprodukt keinen Markt findet, aus welchen objektiven oder subjektiven Gründen auch immer, kommt man leicht zu dem Schluss, dass der, für den es bestimmt war, es einfach nicht besser weiß. Und bevor man das schreibt, geht man lieber den sicheren Weg und regt sich "nur" über die amoralische Preispolitik auf und dass die Kunden da mitmachen.
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Sarkasmus
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Re: Indie-Entwickler kritisieren "Geiz-ist-geil-Mentalität"

Beitrag von Sarkasmus »

Ganz einfach Geschichte.
Ich geb für digitale Spiele nicht mehr aus als 20€ ggf wenn mehr als 20€ dann für ein Spiel was mich brennend intresiert aber auch da sind Grenzen gesetzt bei digitalen Spielen.
Macht ein Spiel was mein Intresse oder ihr habt mich schon vorher mit einem anderen Spiel überzeugt!

Beispiel:
Shadowrun: Returns hab ich mal in einem Sale für eine handvoll Euro gekauft.Als dann Shadowrun: Dragonfall angekündigt wurde hab ich es mir online vorbestellt und das obwohl ich noch nicht mal Returns zu Ende gespielt hatte.
Hab dann Monate später Dragonfall angefangen und man konnte Hong Kong vorbestellen und ich hab es gemacht.

Beides für den Preis von 18€ glaub ich und wieso hab ich das gemacht?
Einfach weil mich Returns und Dragonfall gut unterhalten haben und ich auch die Entwickler unterstützen wollte um mehr solcher Spiele zu bekommen.

Hotline Miami ist auch so ein Fall.
Im Sale bei Steam gekauft, dann noch mal in einem Sale im PSN noch mal gekauft und als dann Hotline Miami 2 rausgekommen ist hab ich es sofort im PSN gekauft.

tldr:

Als Entwickler sollten man nicht über die Geiz Mentalität schimpfen denn das ist vergebene Liebesmühe.
Eher sollte man Sales als möglichkeit sehen, dass Leute auf ein aufmerksam werden die ggf nie auf ein aufmerksam geworden wären wenn es nicht den Sale gegeben hätte.
Denn die Sparfüchse von heute sind ggf die Releasekäufer von morgen 8)
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Re: Indie-Entwickler kritisieren "Geiz-ist-geil-Mentalität"

Beitrag von sabienchen.banned »

wie ich dieses "Geiz-ist-geil-Mentalität" hasse...
Der Konsum steigt, Menschen bilden keine Rücklagen, im Gegenteil verschulden sich eher, und dann wird mit "Geiz-ist-geil-Mentalität" um sich geworfen... :Hüpf:
..it s stupid...

Und ähnliches gilt für die "Wegwerfmentalität" die einige ja auch gerne mit "Geiz-ist-geil" vermengen.
Die Industrie konditioniert ihre Kunden seit Jahrzehnten auf dieses Konsumverhalten... es ist einfach nur dumm auf diese, eben darauf erzogenen Konsumenten, mit dem Finger zu zeigen.
"Wenn sie kein Brot haben, sollen sie doch Kuchen essen."
... :Häschen:
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NewRaven
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Re: Indie-Entwickler kritisieren "Geiz-ist-geil-Mentalität"

Beitrag von NewRaven »

Kajetan hat geschrieben:
Shackal hat geschrieben:Wer setzt fest was ein Fairer Preis ist ? :D
Dafür braucht es eine gewisse Transparenz, wo der Kunde einen Einblick in den Aufwand hat, der z.B. für die Herstellung einer Ware nötig ist. Nehmen wir z.B. das Fairphone, wo man für das nächste Modell, das Fairphone 3, den kompletten Herstellungsprozess so transparent wie nur irgendwie möglich aufschlüsseln will, so dass der Kunde nicht mehr länger dem Anbieter einfach "vertrauen" muss, sondern selber nachschauen kann, ob der Preis gerechtfertigt ist.
Sorry, aber... neee. Du kannst bei einem Spiel nicht einfach die "Kosten der Bauteile" zusammen rechnen und daraus einen "fairen Preis" errechnen. Ein Triple-A Produkt hat geradezu immer höhere Investitionskosten als ein Indy-Game, dass heißt aber nicht, dass ich zwangsläufig auch für ein Indy-Game weniger ausgeben würde. Ein Skyrim im Gegenzug hat mich für 40 EUR ungefähr 800 Stunden unterhalten - und ich bin natürlich bereit für solch ein Spiel deutlich mehr zu zahlen als für beispielsweise für ein Dragon's Dogma für 30 EUR, wo ich nach knapp über 50 Stunden froh war, dass es vorbei war. Das heißt jetzt aber nicht, dass die Produktion von DD zwangsläufig billiger gewesen sein muss. Oder nehmen wir "Life Is Strange": kurz (nach 20 Stunden ist alles vorbei), wahrscheinlich nicht wirklich teuer in der Produktion für ein AAA-Produkt und es wäre mir problemlos den 3-fachen Preis von den 20 EUR wert gewesen, die ich dafür bezahlt habe. Ein "fairer Preis" ist für den Hersteller also an Dinge wie Produktionskosten, Verkaufszahlen und erwarteten Gewinn gebunden, wobei alle diese Punkte miteinander verkettet sind. Für den Kunden selbst ist ein "fairer Preis" aber primär an den völlig subjektiven Maßstab "Spaß" gebunden. Was für mich keine 20 EUR wert ist, kann dem anderen auch 60 wert sein - und umgekehrt. Das kann sich natürlich völlig von der Preisgestaltung oder dem "fairen Preis" des Publishers unterscheiden. Es wird da immer zwei Definitionen von "fair" geben... ein fairer Preis für den Kunden oder ein fairer Preis für den Publisher. Die Kunst besteht nun darin, den Sweetspot zu finden. Und natürlich im Verhältnis zu anderen Games gleicher Art auch konkurrenzfähig zu bleiben. Das Fairphone kann ihre Preispolitik ja auch nur aus zwei Punkten so weitestgehend unabhängig vom Rest des Marktes machen: 1. weil sie mit ihrem FairTrade eine Marktlücke gefunden haben, bei denen sie auch ganz bewusst mit dem Gewissen ihrer Kunden spielen und 2. weil sie mit ihrem Konzept bislang weitestgehend allein auf weiter Flur stehen. Gäbe es insbesondere den letzten Punkt nicht und sie hätten da ebenbürtige Konkurrenz in diesem Fairtrade-Smartphone-Segment, müssten sie, völlig egal, ob sie ihren Preis gut "begründen" können, dennoch in den Preiskampf gehen um am Markt zu bestehen.
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Kajetan
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Re: Indie-Entwickler kritisieren "Geiz-ist-geil-Mentalität"

Beitrag von Kajetan »

NewRaven hat geschrieben:Du kannst bei einem Spiel nicht einfach die "Kosten der Bauteile" zusammen rechnen und daraus einen "fairen Preis" errechnen.
Von "Berechnen" redet ja auch niemand. Aber bei einem Einblick in die Herstellungskosten kann man zumindest sehen, was für ein Aufwand hier getrieben wurde. Ob das Ergebnis dieses Aufwandes dann Preis X rechtfertigt, das muss weiterhin jeder selbst entscheiden, aber diese Transparenz kann dabei helfen sich besser einem "fairen" Preis zu nähern.