Unravel: "Zwei Prozent negative Kommentare" - Creative Director Martin Sahlin blickt zurück

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Nichtsnutz
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Re: Unravel: "Zwei Prozent negative Kommentare" - Creative Director Martin Sahlin blickt zurück

Beitrag von Nichtsnutz »

"Ich versteh diesen ständigen Hass nicht."

Ich wage zu sagen, dass es da nichts zu verstehen gibt. Anderes zu kritisieren ist eine beliebte Beschäftigung. Du findest quasi keine Thematik, welche noch nicht kritisiert wurde. Wenn Du willst, dann betrachte es als Beschäftigungstherapie. Ich beobachte das ständige Vergleichen, in Schubladen einordnen und Schuld von sich schieben bei mir selbst und meiner Umgebung. Das ist normal in unserer Gesellschaftsart.

Wenn man sich daraus lösen will, dann sollte man sich über sein eigenes Verhalten Gedanken machen.. da gibt es ausnahmslos bei jedem ohne Ende Verbesserungspotential.. Anderer Fehler zu sehen und zu verurteilen ist leicht. Aber so leicht sich das schreibt.. so schwer ist es zu realisieren.
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Kajetan
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Re: Unravel: "Zwei Prozent negative Kommentare" - Creative Director Martin Sahlin blickt zurück

Beitrag von Kajetan »

Dave Gaming hat geschrieben: EA zu kritisieren, sie würden mit diesem Spiel nur sympathisch wirken wollen, um dem allgemeinen Publikum besser zu gefallen, ist zwar treffend, aber unsinnig.
Wenn man dies als hohle PR-Maßnahme kritisieren würde, weil EA ja grundsätzlich nichts an seiner Geschäftspolitik ändert ... warum wäre dies unsinnig? Es wird ja weder das Spiel, noch der Entwickler kritisiert. Wenn, dann wird nur die Hohlheit der PR-Maßnahme kritisiert, gerade WEIL es nur eine PR-Maßnahme ohne weitere Folgen für den Restkonzern ist.

Als schlauer Gamer kann man nämlich das Spiel genießen, OHNE der PR-Maßnahme von EA auf den Leim zu gehen und plötzlich zu meinen, dass EA ja voll die coolen Oberchecker sind. Es sind weiterhin Arschlöcher, was aber nichts am Spiel ändert und dem Genuß, den man damit haben kann.
heretikeen
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Re: Unravel: "Zwei Prozent negative Kommentare" - Creative Director Martin Sahlin blickt zurück

Beitrag von heretikeen »

Nichtsnutz hat geschrieben:"Ich versteh diesen ständigen Hass nicht."

Ich wage zu sagen, dass es da nichts zu verstehen gibt. Anderes zu kritisieren ist eine beliebte Beschäftigung. Du findest quasi keine Thematik, welche noch nicht kritisiert wurde. Wenn Du willst, dann betrachte es als Beschäftigungstherapie. Ich beobachte das ständige Vergleichen, in Schubladen einordnen und Schuld von sich schieben bei mir selbst und meiner Umgebung. Das ist normal in unserer Gesellschaftsart.

Wenn man sich daraus lösen will, dann sollte man sich über sein eigenes Verhalten Gedanken machen.. da gibt es ausnahmslos bei jedem ohne Ende Verbesserungspotential.. Anderer Fehler zu sehen und zu verurteilen ist leicht. Aber so leicht sich das schreibt.. so schwer ist es zu realisieren.
Schön, dass ihr beiden euch da so einig seid.

Den meisten anderen Gamern stößt das Geschäftsgebarden von EA inklusive ewigem Wiederkäuen erfolgreicher Serien, gnadenloser Beschäftigungsbedingungen (inkl. Aufkaufen und Ausschlachten kleiner Studios) und vor allem extremer Verlagerung auf Mikrotransaktionen (inkl. Day-One-DLCs) nach wie vor sauer auf. Und ja, diese Fehler sehen und verurteilen wir frei raus, weil sich die gesamte Branche am Primus richtet, sprich: Wenn der damit durchkommt, dürfen wir das auch.
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DARK-THREAT
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Re: Unravel: "Zwei Prozent negative Kommentare" - Creative Director Martin Sahlin blickt zurück

Beitrag von DARK-THREAT »

heretikeen hat geschrieben: Den meisten anderen Gamern stößt das Geschäftsgebarden von EA [...] nach wie vor sauer auf.
Sieht man ja an den Verkaufszahlen von FIFA, Need for Speed, Battlefield und co. :wink:
Den meisten Gamern wird das egal sein, denke ich da eher.
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Todesglubsch
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Re: Unravel: "Zwei Prozent negative Kommentare" - Creative Director Martin Sahlin blickt zurück

Beitrag von Todesglubsch »

DARK-THREAT hat geschrieben: Ich versteh diesen ständigen Hass nicht. Ich kaufe meine Spiele nicht danach, welche Publisher sie haben. EA, Ubi, Codemasters, Acclaim... ist doch völlig egal.
Welcher Hass? Welche Kritik?
Ich werfe es keinem Publisher vor, sowas zu betreiben. Im Gegenteil, immerhin profitieren wir davon.

Ich versuch halt nur zu relativieren, wenn jemand postet, wie toll das doch geworden ist, weil EA sich nicht eingemischt hätte und so. Oder anders ausgedrückt: EAs Einmischung bestand in diesem Fall darin, sich nicht einzumischen. Das ist alles geplant.

Und wieso es hier einigen sauer aufstößt, wenn man etwas kritisiert, bzw gleichzeitig behauptet, man könnte keine Freude empfinden ist albern. An meinen Lieblingsspielen kann ich z.B. am meisten kritisieren. Dennoch machen sie mir Spaß. Ich vermeide es aber schlicht eine rosarote Brille aufzusetzen und die Kritikpunkte auszublenden. Wer so unsicher ist, dass ihm etwas Kritik die Freude am eigenen Spiel verdirbt, sollte die Ursache erstmal bei sich selbst suchen - und nicht andere kritisieren.
Sieht man ja an den Verkaufszahlen von FIFA, Need for Speed, Battlefield und co. :wink:
Den meisten Gamern wird das egal sein, denke ich da eher.
Die meisten Gamer labern bloß und machen nichts. Finden EA mies und kaufen sich dennoch die Titel.
Deswegen bekam EA (imo ungerechtfertigt) auch den Preis für die schlechteste US-Firma. Zum Klicken und Abstimmen reicht die Gamer-Motivation noch.
Nichtsnutz
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Re: Unravel: "Zwei Prozent negative Kommentare" - Creative Director Martin Sahlin blickt zurück

Beitrag von Nichtsnutz »

heretikeen hat geschrieben:
Nichtsnutz hat geschrieben:"Ich versteh diesen ständigen Hass nicht."

Ich wage zu sagen, dass es da nichts zu verstehen gibt. Anderes zu kritisieren ist eine beliebte Beschäftigung. Du findest quasi keine Thematik, welche noch nicht kritisiert wurde. Wenn Du willst, dann betrachte es als Beschäftigungstherapie. Ich beobachte das ständige Vergleichen, in Schubladen einordnen und Schuld von sich schieben bei mir selbst und meiner Umgebung. Das ist normal in unserer Gesellschaftsart.

Wenn man sich daraus lösen will, dann sollte man sich über sein eigenes Verhalten Gedanken machen.. da gibt es ausnahmslos bei jedem ohne Ende Verbesserungspotential.. Anderer Fehler zu sehen und zu verurteilen ist leicht. Aber so leicht sich das schreibt.. so schwer ist es zu realisieren.
Schön, dass ihr beiden euch da so einig seid.

Den meisten anderen Gamern stößt das Geschäftsgebarden von EA inklusive ewigem Wiederkäuen erfolgreicher Serien, gnadenloser Beschäftigungsbedingungen (inkl. Aufkaufen und Ausschlachten kleiner Studios) und vor allem extremer Verlagerung auf Mikrotransaktionen (inkl. Day-One-DLCs) nach wie vor sauer auf. Und ja, diese Fehler sehen und verurteilen wir frei raus, weil sich die gesamte Branche am Primus richtet, sprich: Wenn der damit durchkommt, dürfen wir das auch.
Worüber sind wir uns einig?
Ich versteh nicht, wie Du geschlossfolgert hast, dass mir das von Dir genannte nicht sauer aufstößt.
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Dave Gaming
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Re: Unravel: "Zwei Prozent negative Kommentare" - Creative Director Martin Sahlin blickt zurück

Beitrag von Dave Gaming »

Kajetan hat geschrieben:
Dave Gaming hat geschrieben: EA zu kritisieren, sie würden mit diesem Spiel nur sympathisch wirken wollen, um dem allgemeinen Publikum besser zu gefallen, ist zwar treffend, aber unsinnig.
Wenn man dies als hohle PR-Maßnahme kritisieren würde, weil EA ja grundsätzlich nichts an seiner Geschäftspolitik ändert ... warum wäre dies unsinnig? Es wird ja weder das Spiel, noch der Entwickler kritisiert. Wenn, dann wird nur die Hohlheit der PR-Maßnahme kritisiert, gerade WEIL es nur eine PR-Maßnahme ohne weitere Folgen für den Restkonzern ist.

Als schlauer Gamer kann man nämlich das Spiel genießen, OHNE der PR-Maßnahme von EA auf den Leim zu gehen und plötzlich zu meinen, dass EA ja voll die coolen Oberchecker sind. Es sind weiterhin Arschlöcher, was aber nichts am Spiel ändert und dem Genuß, den man damit haben kann.
Es geht mir darum, dass es - abgesehen von Ausnahmefällen - als gesetzt gilt, dass ein Unternehmen immer eine profitmaximierende Haltung hat und ich es nicht als notwendig empfinde, dies nochmals betonen und kritisieren zu müssen. Dass es sich bei Unravel primär darum dreht, das Ansehen des eigenen Unternehmens zu steigern (und vielleicht eine neue Marke aufbauen zu können), ist insofern natürlich.
Allerdings sehe ich nun positive potenzielle Folgen, nämlich dass einige Publisher auf den Geschmack kommen, auch kleineren Titeln eine große Bühne zu geben und da hat EA durchaus ein wenig vorgelegt.
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Ryo Hazuki
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Re: Unravel: "Zwei Prozent negative Kommentare" - Creative Director Martin Sahlin blickt zurück

Beitrag von Ryo Hazuki »

DARK-THREAT hat geschrieben:
heretikeen hat geschrieben: Den meisten anderen Gamern stößt das Geschäftsgebarden von EA [...] nach wie vor sauer auf.
Sieht man ja an den Verkaufszahlen von FIFA, Need for Speed, Battlefield und co. :wink:
Den meisten Gamern wird das egal sein, denke ich da eher.
Ich hab sogar einen EA access account. Man kann entweder immer über die "großen" im Business meckern oder eben selbst ein Stück vom Kuchen mitessen. Ist wie an der Börse. Jammern hilf nicht. Mitmachen schon.
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Kajetan
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Re: Unravel: "Zwei Prozent negative Kommentare" - Creative Director Martin Sahlin blickt zurück

Beitrag von Kajetan »

Dave Gaming hat geschrieben:Es geht mir darum, dass es - abgesehen von Ausnahmefällen - als gesetzt gilt, dass ein Unternehmen immer eine profitmaximierende Haltung hat und ich es nicht als notwendig empfinde, dies nochmals betonen und kritisieren zu müssen.
DAS wird ja auch nicht kritisiert. Doch wenn die Profitmaximierung zum Schaden der Stakeholder stattfindet, dann kann man solche PR-Maßnahmen durchaus kritisieren, weil sie nur vom Umstand ablenken sollen, dass sich an dieser Geschäftspolitik nichts grundlegend geändert hat. EA wird weiterhin ohne zu Zögern Teams und Entwickler und Serien absägen, wenn diese nicht den nötigen Umsatz bringen ... nachdem man die Serie mit fragwürdigen Design-Entscheidungen immer unattraktiver gemacht hat. Dead Space und sein Entwickler sind das aktuellste Opfer dieser seit Jahren weiterhin praktizierten Geschäftspraxis.
Allerdings sehe ich nun positive potenzielle Folgen, nämlich dass einige Publisher auf den Geschmack kommen, auch kleineren Titeln eine große Bühne zu geben und da hat EA durchaus ein wenig vorgelegt.
Klar, keine Frage. Aber man sollte sich immer bewusst machen, dass es den Majors nicht darum geht coole Spiele zu veröffentlichen, sondern einzig und alleine darum sich als innovative, positive Firma zu präsentieren. Während man im Kerngeschäft weiterhin versucht ohne Rücksicht auf Verluste das Maximum herauszuholen.