Kajetan hat geschrieben:
Derzeit sind große Teile der Urheberrechtsgesetzgebung nichts weiter als Moralgesetze. So wie man früher Frauen nicht hat wählen lassen und sich Vermieter der Kuppelei strafbar gemacht haben, wenn ein unverheiratetes Paar in der vermieteten Wohnung Sex miteinander hatte.
Natürlich hält sich der "Schaden" in Grenzen. Ich bin auch durchaus jemand der mit dem Standpunkt liebäugelt, dass Urheberrechtsverletzungen auch Verkäufe fördern könnten. Man spricht dann ja mehr darüber.
Oder die die es runterladen eh nie gekauft hätten (kein finanzieller Schaden).
Oder ein Spiel runterladen, überzeugt werden und dann noch kaufen bzw. den Nachfolger/andere Spiele vom Entwickler.
Das gleiche bei Serien streamen etc.
Alles möglich.
Aber das rechtfertigt den Download trotzdem auf moralischer Ebene nie, imho. Da geht es mir gar nicht um Gesetze - und dass du da so obstruse alte Moralvorstellungen als Vergleich heranziehst um das ins Lächerliche zu ziehen spricht nicht gerade für dich. Dass man nämlich jemanden für seine Arbeit bezahlt, ist für mich noch ein halbwegs aktueller Grundpfeiler unserer Gesellschaft.
Und es steht für mich auch zweifelsfrei fest, dass es einen Haufen Menschen gibt, die da keine Sekunde drüber nachdenken. Die einfach ihr Geld lieber in andere Luxusgüter stecken, weil es bei Spielen nunmal möglich ist digitale Kopien davon anzufertigen (bei Kleidung etc. ja leider nicht).
Die gehen einfach den Weg des geringsten Widerstands und schauen vor allem auf ihren eigenen Vorteil.
Ich finde es durchaus angebracht einmal intensiver darüber nachzudenken wieviel einem eigentlich eine Sache wert ist.