4Players: Spiele des Jahres 2015: Das Spiel des Jahres 2015
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- Sage Frake
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Re: 4Players: Spiele des Jahres 2015: Das Spiel des Jahres 2015
@Alandarkworld, Astorek86, Darfuh, Randall Flagg 78, Ryan2k6
Ich muss sagen, dass ich selten so eine konstruktive Diskussion zum Vergleich Witcher/F4 hier im Forum gelesen habe, wie die eure (ohne zu trollen und mit viel Respekt). Bravo
Ich muss sagen, dass ich selten so eine konstruktive Diskussion zum Vergleich Witcher/F4 hier im Forum gelesen habe, wie die eure (ohne zu trollen und mit viel Respekt). Bravo
- mr archer
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Re: 4Players: Spiele des Jahres 2015: Das Spiel des Jahres 2015
+ 1Astorek86 hat geschrieben:Ich muss ebenfalls sagen, dass ich die "The Witcher"-Teile schon immer wegen der Story gespielt habe - auch die für viele nur durchschnittlichen Teile 1 und 2. Ich geb ehrlich zu, dass ich mit der ganzen OpenWorld-Diskussion auch nichts anfangen kann - ich hätte mir W3 auch gekauft, wenn es nicht OpenWorld gewesen wäre. Der Star der Spielereihe war schon immer die Story. Ich und vermutlich eine ganze Reihe von Fans wären hingegen richtig sauer geworden, wenn W3 plötzlich alles über den Haufen geworfen hätte, nur um Skyrim-ähnlicher zu sein, und dafür die traditionellen Stärken der Reihe einfach fallengelassen wird (eben das Storytelling, dem man anmerkt, dass sich jemand auch um Details Gedanken gemacht hat und sich von typischen Klischee-Storys abhebt)
Die Witcher-Reihe ist eine Dark-Fantasy-Soup Opera. Entweder man kann mit der die Geschichte tragenden zentralen Figur des Hexers etwas anfangen, mit den Konflikten, in die sie eingesponnen ist, mit ihrem durch Sapkowski angelegten Anti-Helden-Status - oder eben nicht. Damit steht und fällt, ob man mit diesen Spielen warm wird. Wer hier eine reine Sandbox ala Elder Scrolls sucht, ist so falsch wie nur irgendwas. Das man in Teil 3 dem allmächtigen Open World - Fetisch nachgetrabt ist, der gerade die Triple-A-Branche dominiert, ist nichts weiter als ein Zugeständnis an den Zeitgeschmack. Erfreulich, dass CDP hier zumindest den Anspruch hatten, qualitativ die Messlatte sehr hoch zu legen und es ihnen geglückt zu sein scheint. Aber man spielt Witcher 3 nicht, um in einem Skyrim-Wandersimulator Monster zu kloppen oder der Obermotz in jeder erdenklichen Gilde zu werden und sich die Hütte mit einer Quest-Schwerter-Schrankwand auszustatten. Man spielt das, weil man wissen will, wie der Krieg zwischen Nilfgard und den Nördlichen Königreichen ausgeht, weil man Emrirs und Radowits Ränkespiel verfolgen möchte, weil man die Elfen vom Weidenvolk interessant findet - und weil man mit Geralt um sein Kleinfamilienglück und seine Freunde bangen möchte. Was wird mit Rittersporn, mit Zoltan, mit Triss? Darum geht´s.
Und man zeige mir bitte mal ein anderes High-Fantasy-Setting, in dem man der Idee einen Polit-Thriller zu coden, derart konsequent nachgegangen ist wie CDP in Witcher 2?! Das ist nach wie vor ganz groß.
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johndoe711686
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Re: 4Players: Spiele des Jahres 2015: Das Spiel des Jahres 2015
Stimme zu, nur dass ich mit den vielen coolen Relic Schwertern inzwischen auch schon ne Sammlung eröffnen könnte 
Und streng genommen, spielt man es nicht mal wegen dem Ausgang des Krieges. Das ist zum Beispiel etwas, dass ich toll finde, es gibt zwar diesen Krieg, aber man ist nicht der Superheld der ihn beendet, in die eine oder andere Richtung, sondern man muss einfach mit dem Krieg als aktuelle Lage fertig werden. In erster Linie geht es darum, mehr über die Wilde Jagd zu erfahren und von ihrem Vorhaben abzubringen.
Und streng genommen, spielt man es nicht mal wegen dem Ausgang des Krieges. Das ist zum Beispiel etwas, dass ich toll finde, es gibt zwar diesen Krieg, aber man ist nicht der Superheld der ihn beendet, in die eine oder andere Richtung, sondern man muss einfach mit dem Krieg als aktuelle Lage fertig werden. In erster Linie geht es darum, mehr über die Wilde Jagd zu erfahren und von ihrem Vorhaben abzubringen.
- mr archer
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Re: 4Players: Spiele des Jahres 2015: Das Spiel des Jahres 2015
Ich will das gar nicht ins Lächerliche ziehen, da ich um den verführerischen Reiz weiß. Habe mit Morrowind damals meinen kompletten 2006/7er Winter vertändelt. Eine schöne Sammlung stapelte sich da am Ende in meinem Schlösschen.Ryan2k6 hat geschrieben:Stimme zu, nur dass ich mit den vielen coolen Relic Schwertern inzwischen auch schon ne Sammlung eröffnen könnte![]()
Ich hab mir halt hinterher gesagt, dass es damit für ein Leben genug ist, weil letztlich jedes Elder Scroll - Spiel dem identischen Muster folgt, nur halt mit anderer Weltgegend und schicker werdender Grafik. Ist bei GTA für mich übrigens ähnlich, da war das 3er halt die Inkarnation, mit der es sich für mich dann durchaus befriedigend erledigt hatte. Ich vermisse da nichts.
In der Sandbox ist der Weg das Ziel. Die Witcher-Spiele hatten und haben immer auch solche Momente. Aber sie sind nie der dominierende Spielzug. Mir behagt das einfach mehr. Seit Gothic schon.
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johndoe711686
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Re: 4Players: Spiele des Jahres 2015: Das Spiel des Jahres 2015
Bei GTA hatte Vice City noch mal einen Höhepunkt durch das völlig andere Setting und die Atmosphäre, aber seit dem ist da alles irgendwie ähnlich und vor allem ähnlich belanglos geworden.
Ich habe zwar W3 noch nicht durch, aber ich denke der 2. wird auch weiterhin mein Lieblingsteil bleiben, der war einfach so dicht und packend, wie eine spannende Serie bei der man immer noch eine Folge schauen muss. Großartig.
Ich habe zwar W3 noch nicht durch, aber ich denke der 2. wird auch weiterhin mein Lieblingsteil bleiben, der war einfach so dicht und packend, wie eine spannende Serie bei der man immer noch eine Folge schauen muss. Großartig.
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liovalio
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Re: 4Players: Spiele des Jahres 2015: Das Spiel des Jahres 2015
kuckt ihr eure Videos auch mal an??
Ihr seht alle soooo scheisse verazt aus...geht mal an die frische Luft..oder so!
Hat was von den MUNSTERS euro show...hahaha

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- mr archer
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candymanXXL
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Re: 4Players: Spiele des Jahres 2015: Das Spiel des Jahres 2015
Also WITCHER & FALLOUT zu vergleichen ist ansich schon sehr....(sagen wir freundlicherweise "mutig")
Ich habe bis jetzt sowohl alle Witcher als auch Fallout Titel gespielt, aber was sich BETHESDA mit dem 4. Teil geleistet hat, das spottet jeder Beschreibung. Sowas von einem verdummten Spiel habe ich selten, wenn überhaupt schon einmal gespielt. Bin immerhin schon 50 und habe hunderte Games gespielt.
Dümmer als das Spiel selbst ist die KI. Etwas selten dämlicheres gibt es in keinem Spiel. Das wird vor allem beim Siedlungsbau ersichtlich. Eine zusammenhängende Story ist kaum erkennbar. Man fragt sich am Ende, wofür war das jetzt? Die Konversation ist Grundschulen Niveau. Die Quests sind ebenfalls sehr, sagen wir "anspruchslos"
Ewige Ballerei, keine Diplomatie, keine Entscheidungen. Wenn man ein Game wie Fallout 4 so bewertet, dann würde ich mich als Chef von CD Projekt fragen, "wozu anstrengen, es geht ja auch mit Dummheit und Einfallslosigkeit".
Wie über diesen FAIL gefachsimpelt wird, da staunt der Laie.
Nur 1 Beispiel, warum ich mich dermaßen ärgere über die Frechheit von Bethesda ist die Tatsache, das sie es nicht einmal der Mühe wert gefunden haben, den Fehler zu beheben das es bei den Dächern nicht einregnet. Das war schon bei Skyrim so, und es ist noch immer so. Ergo, sie haben "NICHTS" gemacht ausser ein paar kleine Änderungen.
Keiner von denen hat sich irgendetwas dabei gedacht. Es hat auch keinen interessiert, was die Fans wollen. Seit ewigen Zeiten kann man lesen, das RGP Spieler keine Action Shooter haben wollen. Interessiert keine Sau! Wir klatschen den Schei.. hin, und die Community soll sich um das kümmern was der Fangemeinde nicht passt. Hauptsache der Rubel rollt und die sollen uns am A...... lecken. Fertig!
Das war das LETZTE Spiel von dieser Firma. Da gebe ich für CD Projekt lieber 100 Euro aus, bevor ich denen auch nur 10 Euro mehr bezahle.
Ich habe bis jetzt sowohl alle Witcher als auch Fallout Titel gespielt, aber was sich BETHESDA mit dem 4. Teil geleistet hat, das spottet jeder Beschreibung. Sowas von einem verdummten Spiel habe ich selten, wenn überhaupt schon einmal gespielt. Bin immerhin schon 50 und habe hunderte Games gespielt.
Dümmer als das Spiel selbst ist die KI. Etwas selten dämlicheres gibt es in keinem Spiel. Das wird vor allem beim Siedlungsbau ersichtlich. Eine zusammenhängende Story ist kaum erkennbar. Man fragt sich am Ende, wofür war das jetzt? Die Konversation ist Grundschulen Niveau. Die Quests sind ebenfalls sehr, sagen wir "anspruchslos"
Ewige Ballerei, keine Diplomatie, keine Entscheidungen. Wenn man ein Game wie Fallout 4 so bewertet, dann würde ich mich als Chef von CD Projekt fragen, "wozu anstrengen, es geht ja auch mit Dummheit und Einfallslosigkeit".
Wie über diesen FAIL gefachsimpelt wird, da staunt der Laie.
Nur 1 Beispiel, warum ich mich dermaßen ärgere über die Frechheit von Bethesda ist die Tatsache, das sie es nicht einmal der Mühe wert gefunden haben, den Fehler zu beheben das es bei den Dächern nicht einregnet. Das war schon bei Skyrim so, und es ist noch immer so. Ergo, sie haben "NICHTS" gemacht ausser ein paar kleine Änderungen.
Keiner von denen hat sich irgendetwas dabei gedacht. Es hat auch keinen interessiert, was die Fans wollen. Seit ewigen Zeiten kann man lesen, das RGP Spieler keine Action Shooter haben wollen. Interessiert keine Sau! Wir klatschen den Schei.. hin, und die Community soll sich um das kümmern was der Fangemeinde nicht passt. Hauptsache der Rubel rollt und die sollen uns am A...... lecken. Fertig!
Das war das LETZTE Spiel von dieser Firma. Da gebe ich für CD Projekt lieber 100 Euro aus, bevor ich denen auch nur 10 Euro mehr bezahle.
- Ivan1914
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Re: 4Players: Spiele des Jahres 2015: Das Spiel des Jahres 2015
Na na na...
Lassen wir mal die Kuh im Dorf.
Auch wenn auch ich von Bethesda ob des Fortschritts eher - höflich formuliert - unbeeindruckt war, so haben sie es designtechnisch seitens der Liebe zu kleineren Details schon gut gemacht. Leider eben nur lokal begrenzt, ganz anders als CDP beim Witcher.
Was ich CDP erheblich zum Positiven anrechne ist, dass die es geschafft haben eine ganze Welt nahezu perfekt ineinander zu verzahnen und gleichzeitig mit so viel Liebe zum (fast immer stimmigen) Detail aufzubauen.
Selbst wenn ich bei denen in ein engeres Korsett gekleidet werde, was mich persönlich ob der Liebe zur Lore und Story absolut überhaupt nicht stört, gefällt es mir erheblich besser als F4 weil es an sich stimmiger bleibt. Bei F4, wie bereits bei seinen unzähligen Vorgängern, habe ich ständig das Gefühl mich zwischen verschiedenen, wohl durchdachten, Parzellen zu bewegen aber das große Drumherum ist statisch und wird nicht mit einbezogen. Genau wie eh und je.
Kann mir irgendjemand sagen wo der programmier- und erzähltechnische (nicht grafische!) Fortschritt in der Bethesda Reihe liegt vergleicht man F4 mit Morrowind?
Bei Morrowind erfülle ich Quests für verschiedene Gilden, Einfluss auf die Welt: 0
Oblivion, ich erfülle - teils epische - Quests für diverse Parteien, Einfluss auf die Welt: ein paar wenige random Kommentare von NPC, keinerlei Änderung der Spielwelt
Skyrim, siehe Oblivion. Sogar noch erheblich schlimmer! (Stichwort "Bürgerkrieg" - Lachhaft)
F3 das selbe Spiel, nur eben einfacher. Weil bei den einzigen, wenigen Strängen überhaupt nicht auf Verzahnung geachtet werden musste. Megaton weg? So what!
F4, ich jage das Institute in die Luft und KEINE Sau stört sich dran. Ich jage einen Zeppelin in die Luft während neben mir Siedler stehen und sich über Schwielen in den Händen beschweren. Noch geiler wenn man für die Kollegen in der Kirche spielt: man jagt deren Erzfeind zum Teufel und bekommt bei den verbliebenen Sidequests trotzdem noch Standardkommentare zu hören, dass das große Übel beseitigt werden muss! Sorry, aber das ist einfach nur noch peinlich!!
Gerade die beiden Beispiele aus Skyrim und F4 wären so IM LEBEN nicht bei CDP vorgekommen.
Auch wenn es sich W3 aufgrund seiner (erheblich) weniger wirklich grundlegender Entscheidungen natürlich die Arbeit dieses mal einfach gemacht hat - es ist kein Vergleich zu W1 und 2 der OW geschuldet -, es ist einfach stimmiger was die Welt und die "Auswirkungen" auf die entsprechenden Quests angeht.
Dieses Gefühl während des gesamten Spielerlebnisses als Spieler ernst genommen zu werden, hat bei mir den Ausschlag für W3 im direkten Vergleich mit F4 gegeben. Denn hier hat Bethesda sich zum wiederholten Male zurückgelehnt und kaum etwas verbessert. Ein Punkt der mir als Spieler einfach unglaublich wichtig ist. Ich hasse es so stümperhaft aus meiner Immersion gerissen zu werden.
Lassen wir mal die Kuh im Dorf.
Auch wenn auch ich von Bethesda ob des Fortschritts eher - höflich formuliert - unbeeindruckt war, so haben sie es designtechnisch seitens der Liebe zu kleineren Details schon gut gemacht. Leider eben nur lokal begrenzt, ganz anders als CDP beim Witcher.
Was ich CDP erheblich zum Positiven anrechne ist, dass die es geschafft haben eine ganze Welt nahezu perfekt ineinander zu verzahnen und gleichzeitig mit so viel Liebe zum (fast immer stimmigen) Detail aufzubauen.
Selbst wenn ich bei denen in ein engeres Korsett gekleidet werde, was mich persönlich ob der Liebe zur Lore und Story absolut überhaupt nicht stört, gefällt es mir erheblich besser als F4 weil es an sich stimmiger bleibt. Bei F4, wie bereits bei seinen unzähligen Vorgängern, habe ich ständig das Gefühl mich zwischen verschiedenen, wohl durchdachten, Parzellen zu bewegen aber das große Drumherum ist statisch und wird nicht mit einbezogen. Genau wie eh und je.
Kann mir irgendjemand sagen wo der programmier- und erzähltechnische (nicht grafische!) Fortschritt in der Bethesda Reihe liegt vergleicht man F4 mit Morrowind?
Bei Morrowind erfülle ich Quests für verschiedene Gilden, Einfluss auf die Welt: 0
Oblivion, ich erfülle - teils epische - Quests für diverse Parteien, Einfluss auf die Welt: ein paar wenige random Kommentare von NPC, keinerlei Änderung der Spielwelt
Skyrim, siehe Oblivion. Sogar noch erheblich schlimmer! (Stichwort "Bürgerkrieg" - Lachhaft)
F3 das selbe Spiel, nur eben einfacher. Weil bei den einzigen, wenigen Strängen überhaupt nicht auf Verzahnung geachtet werden musste. Megaton weg? So what!
F4, ich jage das Institute in die Luft und KEINE Sau stört sich dran. Ich jage einen Zeppelin in die Luft während neben mir Siedler stehen und sich über Schwielen in den Händen beschweren. Noch geiler wenn man für die Kollegen in der Kirche spielt: man jagt deren Erzfeind zum Teufel und bekommt bei den verbliebenen Sidequests trotzdem noch Standardkommentare zu hören, dass das große Übel beseitigt werden muss! Sorry, aber das ist einfach nur noch peinlich!!
Gerade die beiden Beispiele aus Skyrim und F4 wären so IM LEBEN nicht bei CDP vorgekommen.
Auch wenn es sich W3 aufgrund seiner (erheblich) weniger wirklich grundlegender Entscheidungen natürlich die Arbeit dieses mal einfach gemacht hat - es ist kein Vergleich zu W1 und 2 der OW geschuldet -, es ist einfach stimmiger was die Welt und die "Auswirkungen" auf die entsprechenden Quests angeht.
Dieses Gefühl während des gesamten Spielerlebnisses als Spieler ernst genommen zu werden, hat bei mir den Ausschlag für W3 im direkten Vergleich mit F4 gegeben. Denn hier hat Bethesda sich zum wiederholten Male zurückgelehnt und kaum etwas verbessert. Ein Punkt der mir als Spieler einfach unglaublich wichtig ist. Ich hasse es so stümperhaft aus meiner Immersion gerissen zu werden.
- mr archer
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Re: 4Players: Spiele des Jahres 2015: Das Spiel des Jahres 2015
This!Ivan1914 hat geschrieben: Kann mir irgendjemand sagen wo der programmier- und erzähltechnische (nicht grafische!) Fortschritt in der Bethesda Reihe liegt vergleicht man F4 mit Morrowind?
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Alandarkworld
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Re: 4Players: Spiele des Jahres 2015: Das Spiel des Jahres 2015
Wie du selbst auch sagst - TW3 hat es sich hier ziemlich einfach gemacht. Meiner Meinung nach können die Entwickler alleine schon deshalb keine echten big points in die Story integrieren, eben weil jeder NPC in irgendeiner Form darauf reagieren müsste. Der Aufwand dafür wäre astronomisch. An dieser Stelle muss ich aber einfach auch mal erwähnen, dass sich TW3 gerade in Hinblick auf dieses Thema eine wahnsinnige Blöße gegeben hat, denn bei allen Bemühungen um Glaubwürdigkeit stört sich irgendwie niemand daran, dass Geralt in die Gebäude von wildfremden Menschen marschiert (manche beschweren sich vielleicht lautstark, aber niemand tut was) und deren Besitztümer plündert. Hier herrschen wirklich vertauschte Rollen, in Skyrim (das auf solche Dinge an und für sich nur begrenzten Wert legt) wurde man vom ganzen Dorf verfolgt wenn man auch nur ein einziges Hühnchen abgestochen hat.Ivan1914 hat geschrieben:Gerade die beiden Beispiele aus Skyrim und F4 wären so IM LEBEN nicht bei CDP vorgekommen.
Ich bin da eher der Popcorn-Kino-Typ, ich stoße mich nicht daran wenn ich ein riesiges Gebäude in die Luft jage und die NPCs nachher nicht darauf reagieren, das erwarte ich auch gar nicht (abgesehen vielleicht von den NPCs die unmittelbar mit der Quest im Zusammenhang standen). Die Hauptsache ist, dass ich ein Gebäude in die Luft gesprengt und meine diebische Freude am Feuerwerk gehabt habe. Dass das danach in der Spielwelt scheinbar keinen mehr interessiert, lässt mich eher kalt, zu dem Zeitpunkt bin ich schon auf der Suche nach der nächsten Herausforderung.
An alle, die nach Fortschritten seit Morrowind fragen. Ohne mich hier als den großen Fallout-4-Verfechter hinstellen zu wollen, ein paar Fakten.
- Morrowind hatte kein vernünftiges Quest-Log, lediglich ein Tagebuch.
- Questpointer gab es ebenfalls erst seit Oblivion. Dieses System sucht seither seinesgleichen, ich kenne kaum ein anderes Spiel, wo dieses System so gut funktioniert.
- Die Spielwelt von Morrowind war wesentlich kleiner.
- F3 war meines Wissens das erste Spiel, das einem schon angezeigt hat ob ein Container leer ist, noch bevor man ihn überhaupt geöffnet hat.
- F4 hat ein neues UI-Widget zum Looten von Objekten eingeführt, das einen wesentlich flüssigeren Ablauf ermöglicht.
- Skyrim und F3 führten Perks in die jeweiligen Bethesda-Serien ein, was die Spezialiserungsmöglichkeiten beim Level-Up erheblich steigerte.
- Skyrim war meines Wissens nach das erste Bethesda-Spiel, wo man Ausrüstung upgraden konnte.
- In F4 kann man erstmals in einem Bethesda-Game Ausrüstung in mehr als eine Richtung entwickeln und modifizieren.
- Die Kampf-Mechaniken haben sich seit Morrowind in beiden Serien stark verbessert. Gerade das Zufalls-Element bei Morrowind, ob ein Treffer gelingt oder nicht, war fürchterlich und wurde zum Glück entfernt.
- In Skyrim konnte man sich erstmals mit zwei Einhandwaffen ausrüsten. Darauf warte ich in Fallout bis heute.
- Fallout 3 führte die Kill-Cams ein, die auch in Skyrim verwendet werden.
- In Oblivion wurde ein neues Schnellreise-System eingeführt und seither in beiden Serien beibehalten.
- Oblivion war (meines Wissens nach) der erste Bethesda-Titel mit voller Vertonung aller Dialoge, und auch eines der ersten großen RPGs überhaupt mit diesem Feature. Auch das gehört seither zum Standard.
- In Oblivion (kann auch sein dass es erst in F3 war, ist lange her...) konnte man erstmals Begleiter rekrutieren, die einem dauerhaft zur Seite stehen.
- In Skyrim wurden zum ersten Mal in der Serie auch Kinder in die Spielwelt eingefügt.
- In Skyrim entstand erstmals in der Serie das Konzept der "Radiant Quest", eine Art Mini-Quest, die durch zufällige Ereignisse (zB Begegnung mit einem NPC) gestartet wird.
- F3 führte das Hacken als paralleles Element zum Schlossknacken mittels eines recht kreativen Minigames ein.
- F3 modernisierte das Schlossknacken und entfernte den Zufallsfaktor aus der Gleichung, der in Oblivion noch präsent war.
- Soweit ich mich erinnern kann, ist es erst seit Oblivion möglich, Gifte und Tränke durch freie Kombination von Zutaten herzustellen (bitte um Korrektur falls das nicht stimmt, Morrowind ist verdammt lange her).
- In Oblivion wurden Pferde als Transportmittel hinzugefügt. In Skyrim durfte man erstmals zu Pferde kämpfen.
- In Oblivion war es erstmals möglich, den Gegner durch eine Schildparade ins Taumeln zu bringen.
- F3 enthielt als erstes Spiel von Bethesda ein volles Dismemberment-System.
- Seit Oblivion wird eine Physik-Engine verwendet.
... und was man bei alledem nicht vergessen darf: die UNMENGEN an Content. Meshes, Texturen, Sound-Effekte, Musik (Skyrim war akustisch derart episch), Quests, Items, Dialogzeilen, Dialogvertonung, Landschaften, und und und.
Mechanisch hat sich also "nicht viel" geändert. Zu den Veränderungen kann man stehen wie man will, manch einer mag das eine oder andere als störend empfinden, ich sehe vieles davon als "Quality of Life"-Verbesserungen. Und man muss auch mal festhalten: Morrowind war für die damalige Zeit schon großartig. Ich kann es Bethesda auch nicht verdenken, dass sie in vielen Dingen dem Mainstream folgen. Was mich persönlich stört, wird umgemodded bis es passt.
- Ivan1914
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Re: 4Players: Spiele des Jahres 2015: Das Spiel des Jahres 2015
Dein letzter Satz bringt es auf den Punkt, da sämtliche Deiner Aufzählungen an dem was ich ausdrücken wollte (Immersion) vorbeigehen.
Ja, man kann F4 - wie auch Skyrim - ohne Ende modden. Das ist auch toll, da sich Spieler dementsprechend richtig austoben, Kreativität aufzeigen und Programmierkunst zeigen können. Entsprechendes Grundgerüst inklusive aller Mods ist aber für mich immer noch genauso ernüchternd wie zuvor. Halt nur verbessert ernüchternd.
Mein Augenmerk ist halt nahezu einzig und allein auf ImmersionsKUNST gelegt, nämlich mich in einer fiktiven, bestenfalls offenen Welt ohne andauernden Hirnschmerz aufhalten zu können. Das ist bei Rollenspielen, speziell in einer offenen Welt, unfassbar schwierig zu programmieren. Völlig klar.
Trotz all Deiner - sorry für die Mühe - aufgezählten Punkte bleibe ich dabei, dass W3 für mich das Spiel ist, welches mich seit Jahrzehnten zum ersten Mal (bis zum ersten Addon) absolut geflasht hat ob seiner Glaubwürdigkeit und Hingabe der Designer.
Auch ich spiele immer sehr gerne wieder einen Bethesda Sandkasten, werde aber bei jedem neuen Release aufs Neue enttäuscht. Und DAS ist der einzige Punkt, den ich dem Studio ankreide. Nicht, dass sie an kleineren Neuerungen oder bereits Branchenseits erwarteten Spielereien sparen. Nein, mir geht es um die tatsächlichen Neuerungen oder grundlegenden Verbesserungen im SPIEL.
Als ich vor 30 Jahren meinem ersten P&P Meister vor der Nase saß, hat er mich immersionstechnisch geflasht. Über die Jahre hat er es geschafft, das immer und immer wieder aufs Neue zu schaffen. Trotz Änderungen in der "Engine" die mir nicht gefielen, jedoch durch Erzähl- und Präsentationskunst hat er mich bei der Stange gehalten.
Hätte der selbe Meister sein erstes Kunststück immer und immer wieder erzählt und nur ein paar kleine, unwichtige und immersionstechnisch irrellevante Dinge eingebaut, hätte ich ihm spätestens beim 4. Abenteuer den Effenberg-Finger gezeigt und wäre abgedampft.
Gleiches gilt für mich im PC Bereich. Wie froh war ich, als ich 2014 - dank D:OS - endlich wieder ein Spiel vorgesetzt bekam was technisch grundlegend etwas anders gemacht hat (dieser Einbau der 4 Elemente). Dann kamen Wasteland 2, PoE - großartige Immersion aber halt mit Lesen verbunden und beide benötigten ein gewisses Mass an verbliebener Ph(F?)antasie. Beide kamen mit einer grenzwertigen Präsentation für's Jahr 2015.
Nach all dem über W3 zu stolpern und dann zum Einen die Präsentation zu sehen, aber auch gleichzeitig die Hingabe der Designer. Es war mein neues Mekka.
Und schau Dir einmal den technischen Fortschritt von W1 - 3 an und danach den von Morrowind - F4.
Jeder hat seine anderen Maßstäbe, Spiele zu werten und bewerten, andere Vorlieben, mit was er sich zufrieden gibt bzw. worauf er mehr Wert legt. Aber für mich war W3 einfach absolut herausragend. Nicht nur rein technisch, sondern auch präsentationstechnisch. Und dann eben dieses Gefühl sich 100e von Stunden in einer Welt bewegen zu können ohne immer wieder Kopf-Tisch spielen zu müssen. Was übrigens bei F4 gar nich sooo schwer gewesen wäre, es zu verhindern! Das sei an dieser Stelle auch noch einmal gesagt.
Ohne Dich komplett auf die Palme bringen zu wollen: Ich bleibe dabei, noch (*fast) nie eine perfekter designte, realistische und keineswegs langweilige Welt in einem OW gespielt zu haben als bei W3.
*außer bei GTA4 + GTA5
P.S.: Kinder gab es auch schon in F3
Ja, man kann F4 - wie auch Skyrim - ohne Ende modden. Das ist auch toll, da sich Spieler dementsprechend richtig austoben, Kreativität aufzeigen und Programmierkunst zeigen können. Entsprechendes Grundgerüst inklusive aller Mods ist aber für mich immer noch genauso ernüchternd wie zuvor. Halt nur verbessert ernüchternd.
Mein Augenmerk ist halt nahezu einzig und allein auf ImmersionsKUNST gelegt, nämlich mich in einer fiktiven, bestenfalls offenen Welt ohne andauernden Hirnschmerz aufhalten zu können. Das ist bei Rollenspielen, speziell in einer offenen Welt, unfassbar schwierig zu programmieren. Völlig klar.
Trotz all Deiner - sorry für die Mühe - aufgezählten Punkte bleibe ich dabei, dass W3 für mich das Spiel ist, welches mich seit Jahrzehnten zum ersten Mal (bis zum ersten Addon) absolut geflasht hat ob seiner Glaubwürdigkeit und Hingabe der Designer.
Auch ich spiele immer sehr gerne wieder einen Bethesda Sandkasten, werde aber bei jedem neuen Release aufs Neue enttäuscht. Und DAS ist der einzige Punkt, den ich dem Studio ankreide. Nicht, dass sie an kleineren Neuerungen oder bereits Branchenseits erwarteten Spielereien sparen. Nein, mir geht es um die tatsächlichen Neuerungen oder grundlegenden Verbesserungen im SPIEL.
Als ich vor 30 Jahren meinem ersten P&P Meister vor der Nase saß, hat er mich immersionstechnisch geflasht. Über die Jahre hat er es geschafft, das immer und immer wieder aufs Neue zu schaffen. Trotz Änderungen in der "Engine" die mir nicht gefielen, jedoch durch Erzähl- und Präsentationskunst hat er mich bei der Stange gehalten.
Hätte der selbe Meister sein erstes Kunststück immer und immer wieder erzählt und nur ein paar kleine, unwichtige und immersionstechnisch irrellevante Dinge eingebaut, hätte ich ihm spätestens beim 4. Abenteuer den Effenberg-Finger gezeigt und wäre abgedampft.
Gleiches gilt für mich im PC Bereich. Wie froh war ich, als ich 2014 - dank D:OS - endlich wieder ein Spiel vorgesetzt bekam was technisch grundlegend etwas anders gemacht hat (dieser Einbau der 4 Elemente). Dann kamen Wasteland 2, PoE - großartige Immersion aber halt mit Lesen verbunden und beide benötigten ein gewisses Mass an verbliebener Ph(F?)antasie. Beide kamen mit einer grenzwertigen Präsentation für's Jahr 2015.
Nach all dem über W3 zu stolpern und dann zum Einen die Präsentation zu sehen, aber auch gleichzeitig die Hingabe der Designer. Es war mein neues Mekka.
Und schau Dir einmal den technischen Fortschritt von W1 - 3 an und danach den von Morrowind - F4.
Jeder hat seine anderen Maßstäbe, Spiele zu werten und bewerten, andere Vorlieben, mit was er sich zufrieden gibt bzw. worauf er mehr Wert legt. Aber für mich war W3 einfach absolut herausragend. Nicht nur rein technisch, sondern auch präsentationstechnisch. Und dann eben dieses Gefühl sich 100e von Stunden in einer Welt bewegen zu können ohne immer wieder Kopf-Tisch spielen zu müssen. Was übrigens bei F4 gar nich sooo schwer gewesen wäre, es zu verhindern! Das sei an dieser Stelle auch noch einmal gesagt.
Ohne Dich komplett auf die Palme bringen zu wollen: Ich bleibe dabei, noch (*fast) nie eine perfekter designte, realistische und keineswegs langweilige Welt in einem OW gespielt zu haben als bei W3.
*außer bei GTA4 + GTA5
P.S.: Kinder gab es auch schon in F3
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Alandarkworld
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Re: 4Players: Spiele des Jahres 2015: Das Spiel des Jahres 2015
Ein ClubmitgliedIvan1914 hat geschrieben:Als ich vor 30 Jahren meinem ersten P&P Meister vor der Nase saß
Ich spiele es gerade mit einem Kumpel im Koop auf der PS4. Grandios. Anders kann ich es nicht beschreiben. Imho wäre das auch ein GOTY-Kandidat gewesen.Ivan1914 hat geschrieben:Wie froh war ich, als ich 2014 - dank D:OS - endlich wieder ein Spiel vorgesetzt bekam was technisch grundlegend etwas anders gemacht hat (dieser Einbau der 4 Elemente).
Wasteland 2 fehlt noch in meiner Sammlung, aber bei PoE kann ich nur zustimmen. Da waren viele großartige Dinge drin - die Präsentation gehörte leider nicht dazu.Ivan1914 hat geschrieben:Dann kamen Wasteland 2, PoE - großartige Immersion aber halt mit Lesen verbunden und beide benötigten ein gewisses Mass an verbliebener Ph(F?)antasie. Beide kamen mit einer grenzwertigen Präsentation für's Jahr 2015.
Vielleicht täuscht mich meine Erinnerung, aber optisch hässlich war TW1 doch damals auch nicht? TW2 mal mit Sicherheit nicht, ich kann mich heute noch erinnern wie mein damaliger Rechenknecht da den Lüfter hoch gedreht hat. Rein auf technischer Ebene erkenne ich nur einen einzigen Unterschied - den Umstieg von Schlauch-Levels auf open world. Zugegeben, es gibt nicht viele Serien die das erfolgreich geschafft haben ohne daran zu zerbrechen oder den Rest komplett über Bord zu werfen (letzteres ist kürzlich bei Xenoblade Chronicles X passiert), das muss man dem Hexer lassen. Aber das wirft bei mir jetzt grade auch die Frage auf - wer hat die Polen denn darum gebeten? Ich hatte nicht den Eindruck, dass die Fangemeinde danach gegiert hätte. Eine respektable Leistung, ohne Frage, nur: wem hilft's? Dafür muss sich der Hexer jetzt (zugegebenermaßen stark hinkende) Vergleiche mit anderen Serien gefallen lassen, denn ich bin mir fast sicher, dass nicht nur meine Erwartungen an die offene Welt ziemlich enttäuscht wurden.Ivan1914 hat geschrieben:Und schau Dir einmal den technischen Fortschritt von W1 - 3 an und danach den von Morrowind - F4.
Das würde mich interessieren. Kannst du das näher erläutern?Ivan1914 hat geschrieben:Und dann eben dieses Gefühl sich 100e von Stunden in einer Welt bewegen zu können ohne immer wieder Kopf-Tisch spielen zu müssen. Was übrigens bei F4 gar nich sooo schwer gewesen wäre, es zu verhindern! Das sei an dieser Stelle auch noch einmal gesagt.
Ich glaube vieles spießt sich an dem kleinen Wörtchen "realistisch". Realismus hat in den Fantasy-Welten, die ich mag, nicht viel verloren. Da wird überzeichnet, übertrieben, schwarz-weiß gemalt, immer auf der Suche nach dem nächsten Overkill. Mit dem Raketenwerfer auf ne Blähfliege schießen? Sowieso, jederzeit! Mit dem Fatman in die Raider-Familienversammlung? Das bringt doch Schwung in die Bude - wenn da zum Schluss mehr als rote Suppe übrig bleibt ist was schief gelaufenIvan1914 hat geschrieben:Ohne Dich komplett auf die Palme bringen zu wollen: Ich bleibe dabei, noch (*fast) nie eine perfekter designte, realistische und keineswegs langweilige Welt in einem OW gespielt zu haben als bei W3.
... richtig, ganz zu Beginn in der Anfangssequenz in der Vault. Aber danach im "Hauptspiel"? Hat sich Bethesda nicht so lang gegen die Kinder gewehrt weil (Zitat) "Wir wissen was ihr mit ihnen machen würdet"? :wink:Ivan1914 hat geschrieben:P.S.: Kinder gab es auch schon in F3
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Re: 4Players: Spiele des Jahres 2015: Das Spiel des Jahres 2015
Was ich damit meine ist, dass es mit relativ wenig Aufwand möglich gewesen wäre, mit ganz billigen scripts Aussagen der entsprechenden Parteien zu verändern. Ein Punkt, der eben aufgrund fehlender Sprecher als Mod nicht mehr nachzureichen ist.Alandarkworld hat geschrieben:Das würde mich interessieren. Kannst du das näher erläutern?Ivan1914 hat geschrieben:Was übrigens bei F4 gar nich sooo schwer gewesen wäre, es zu verhindern! Das sei an dieser Stelle auch noch einmal gesagt.
Beispiel 1: es gibt nur 2 Player-Siedlungen die man nach "Beseitigung" eines gewissen Ballons nach der Flucht zeitnah erreichen kann. Dort einfach den/die 1/2 Sprecher etwas anderes sagen lassen wenn man sich "zufällig" genau zu dem Zeitpunkt wo man das Feuerwerk beobachtet dort aufhält. Gleiches dann eben für den Rest des Spiels, einfach 2-3 Textlines die einem nur das "Gefühl" geben, dass es wirklich passiert ist!
Beispiel 2: (Name vergessen) Die Fraktion mit der man ohne Zeppelin das Institute vernichtet. Es wäre auf gleiche Art problemlos möglich gewesen, alle Sprecher zu bitten ihre 1-3 Standardbegrüßungstexte zu ändern mit 1-3 anderen sinnfreien. Einfach nur der Immersion wegen.
Ich rede hier nicht einmal von der gesamten Spielwelt (da klappt es ja sogar!), sondern zumindest die Fraktionen mit denen man sich zusammenschliesst oder noch besser auch die direkte Umgebung eines solchen Ereignisses sollte schon - wenn auch nur mit 1-linern darauf Bezug nehmen.
Mir bei den Kirchenbrüdern auch nach Vollendigung der Mainquest immer wieder anhören zu müssen, wie groß die Gefahr durch das Institute noch ist, war ein dauerhaftes "Schmerz-im-Hirn"-Erlebnis.
Übrigens ein Punkt, den ich am Witcher auch so liebe. Da sich die Standardbevölkerung einen Dreck um einen schert hört man meist halt Neuigkeiten über Gespräche der NPC untereinander. Auch wenn das der "einfachere" Weg ist, immersionstechnisch funktioniert er erheblich besser als die Standard-Bethesda-Variante: Ich stehe immer im Mittelpunkt.
Hihi, da unterscheiden wir uns anscheinend wirklich grundlegend.Alandarkworld hat geschrieben:Ich glaube vieles spießt sich an dem kleinen Wörtchen "realistisch". Realismus hat in den Fantasy-Welten, die ich mag, nicht viel verloren. Da wird überzeichnet, übertrieben, schwarz-weiß gemalt, immer auf der Suche nach dem nächsten Overkill. Mit dem Raketenwerfer auf ne Blähfliege schießen? Sowieso, jederzeit! Mit dem Fatman in die Raider-Familienversammlung? Das bringt doch Schwung in die Bude - wenn da zum Schluss mehr als rote Suppe übrig bleibt ist was schief gelaufenIvan1914 hat geschrieben:Ohne Dich komplett auf die Palme bringen zu wollen: Ich bleibe dabei, noch (*fast) nie eine perfekter designte, realistische und keineswegs langweilige Welt in einem OW gespielt zu haben als bei W3.Ne ganz im Ernst, für meine Begriffe hat der Hexer im Fluff zu viel "Bodenhaftung". Da schlaf ich wirklich ein dabei. Das hat bislang nur Game of Thrones geschafft, mich mit einem "nur mäßig Fantasy-lastigen" Setting mit Hilfe von Story und Charakteren bei der Stange zu halten - und von dem Niveau ist auch der werte Herr Hexer noch ziemlich weit weg. Nach 2 Stunden TW3 hab ich das dringende Bedürfnis, mir vier Folgen Anime am Stück rein zu ziehen.
Ich habe mich dort so wohl gefühlt wie in meinem einstigen Nachbarwald (Großstädter aus NRW, zunächst geflohen ins badische, dann soweit südlich wie ohne Ozean-Überquerung möglich): man stapft durch die Pampa und alles passt zusammen. Geht man zuweit nach Norden endet man im nordischen Bereich - bestenfalls in Schweden samt eines Monatsvorrat's Bier aufgrund der örtlichen Preise - und alles passt zusammen wie es sich gehört. Und auf dem Weg dorthin durchquert man Brügge oder (da zu wenig ordentliche Kirchen vorhanden) Gent. Es passt einfach, vor allem mit diesen kleinen liebevollen Details. Vogelkacke an Dächern, langweilige Dörfer mit ihren kleinen, passenden Merkmalen... Ich könnte Dir bezüglich dessen noch ein Ohr (in dem Fall Auge) abkauen. W3 hat mich diesbezüglich so beeindruckt, dass ich vieles schon wieder vergessen / bzw. mein Blatt Papier an die Tochter verloren habe.
Ja, es ist realistisch. Aber ich bin absolut konform damit, dass andere Spieler das nicht als ihren Mainfokus bezeichnen. Trotz alledem ist - und das ist recht objektiv gesehen - in die von mir bewunderten und geliebten Kleinigkeiten eine Menge Zeit und Herzblut gesteckt worden. Was ich persönlich CDP übrigens höchst anrechne und ihnen unfassbar dankbar für bin.
*Räusper*Alandarkworld hat geschrieben:... richtig, ganz zu Beginn in der Anfangssequenz in der Vault. Aber danach im "Hauptspiel"? Hat sich Bethesda nicht so lang gegen die Kinder gewehrt weil (Zitat) "Wir wissen was ihr mit ihnen machen würdet"? :wink:Ivan1914 hat geschrieben:P.S.: Kinder gab es auch schon in F3
Also hast Du es in Fallout 3 nie nach "Little Lamplight" geschafft?
Und ja! Bei meinem ersten Besuch hatte ich ziemlich genau das vor, vor dem mich Bethesda laut Deines Zitats bewahren wollte
Ach und ja, die Vorgehensweise bei Bethesda war: machen wir sie unsterblich...
Andererseits bin ich dafür ganz dankbar, weil mir ansonsten ein halbwegs interessanter Charakter in F4 entgangen wäre
P.S.:
Bezüglich Deines Vergleichs Schlauchlevel-OW. Ich bin auf der einen Seite sehr froh, dass W den Schritt gewagt und in meinen Augen auch gemeistert hat. Ganz im Gegensatz zu Ubisoft-US mit ihrem DA:I. Ganz zufrieden bin ich allerdings nicht, habe aber ganz starke Hoffnung auf Verbesserung. Besagte Hoffnung ist übrigens auf polnischem Sand gebaut.
Wenn CDP es wirklich schafft, ein ähnlich immersives Spiel wie W3 in einer OW auf die Beine zu stellen, was die Entscheidungsvielfalt von W1 und W2 auf einem ähnlichen Niveau präsentiert.... Dann würden wir uns in drei Jahren gar nicht mehr darüber unterhalten.
Zumindest nicht, wenn es dann eine Eiswüste neben Las Vegas neben einem Fichtenwald in der Spielwelt geben würde :wink:
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Alandarkworld
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Re: 4Players: Spiele des Jahres 2015: Das Spiel des Jahres 2015
Ich verstehe. Daran hat Bethesda wohl schlicht und ergreifend nicht gedacht - man möchte meinen, bei den über 100.000 Dialogzeilen, die für das Spiel aufgenommen wurden, wären die paar noch drin gewesen. Und nein, nach-modden lässt sich das mit ziemlicher Sicherheit nicht.Ivan1914 hat geschrieben:Was ich damit meine ist, dass es mit relativ wenig Aufwand möglich gewesen wäre, mit ganz billigen scripts Aussagen der entsprechenden Parteien zu verändern. Ein Punkt, der eben aufgrund fehlender Sprecher als Mod nicht mehr nachzureichen ist.
Beispiel 1: es gibt nur 2 Player-Siedlungen die man nach "Beseitigung" eines gewissen Ballons nach der Flucht zeitnah erreichen kann. Dort einfach den/die 1/2 Sprecher etwas anderes sagen lassen wenn man sich "zufällig" genau zu dem Zeitpunkt wo man das Feuerwerk beobachtet dort aufhält. Gleiches dann eben für den Rest des Spiels, einfach 2-3 Textlines die einem nur das "Gefühl" geben, dass es wirklich passiert ist!
Beispiel 2: (Name vergessen) Die Fraktion mit der man ohne Zeppelin das Institute vernichtet. Es wäre auf gleiche Art problemlos möglich gewesen, alle Sprecher zu bitten ihre 1-3 Standardbegrüßungstexte zu ändern mit 1-3 anderen sinnfreien. Einfach nur der Immersion wegen.
Einen Gedanken möchte ich an dieser Stelle dennoch loswerden. Aus Sicht von Bethesda hat man (ein zwar großes aber dennoch) limitiertes Kapital und begrenzte Zeit. Da stellt sich auch dem nicht-pragmatischen Denker die Frage, wo man diese begrenzten Ressourcen investieren soll - in einen Bereich, der das ganze Spiel über ständig präsent ist (zB das Kampfsystem), oder in Bereiche, die vielleicht nur ein Bruchteil der Spieler jemals sehen wird, und einem noch viel kleineren Prozentsatz überhaupt auffallen wird? Die Entwickler hatten wirklich große Zahlen gegen sich stehen. Ich kann schon verstehen, dass man da mal ein paar Ecken gekappt hat. Der Hexer macht das auch (wie wir bereits erörtert haben), es lässt sich bei diesen Dimensionen auch gar nicht vermeiden, die Kunst besteht darin, es so zu machen dass es nicht auffällt. Und das macht der Hexer (zumindest für die Story-orientierten Spieler) scheinbar besser. Es ist im Nachhinein oft leicht zu sagen "Die Kleinigkeit hätte doch wohl noch drin sein müssen" - aber aus wie vielen solcher "Kleinigkeiten" setzt sich ein Fallout 4, ein Witcher 3 zusammen? Ich denke, dass Bethesda (auch wenn sie die Verkaufszahlen als Erfolg feiern werden) ziemlich viel Kritik hat einstecken müssen. Wenn man in Betracht zieht, dass das letzte Elder Scrolls als MMO auch nicht der gesamten Fanbase zugesagt hat, wird es wieder mal Zeit, die Elder Scrolls aus dem Schrank zu holen. Dann wird sich zeigen, ob sie was gelernt haben. Ich denke nämlich schon, dass sowohl Fallout 4 die Entwickler von CD Projekt Red beeinflusst hat, als auch TW3 die Entwickler von Bethesda. Beide Spiele hatten genügend "impact" um nicht spurlos an der Szene vorüber zu gehen. Und Addons gibt's ja auch noch. Hoffe ich zumindest, denn für den Season Pass bei Fallout 4 hab ich schon gezahlt
Ich wünschte, sie hätten sich so viel Zeit mit dem Design und der Umsetzung des Kampfsystems genommen wie es gebraucht hat, um Vogelkacke auf jedem Dach zu montierenIvan1914 hat geschrieben: Vogelkacke an Dächern, langweilige Dörfer mit ihren kleinen, passenden Merkmalen... Ich könnte Dir bezüglich dessen noch ein Ohr (in dem Fall Auge) abkauen. W3 hat mich diesbezüglich so beeindruckt, dass ich vieles schon wieder vergessen / bzw. mein Blatt Papier an die Tochter verloren habe.
(sorry, ich konnte nicht widerstehen
Shiiiiiiit ja du hast Recht - verdammt ist das lang her, ich werd alt XDIvan1914 hat geschrieben: *Räusper*
Also hast Du es in Fallout 3 nie nach "Little Lamplight" geschafft?
Und ja! Bei meinem ersten Besuch hatte ich ziemlich genau das vor, vor dem mich Bethesda laut Deines Zitats bewahren wollte
Wir reden hier nicht über DA:I. Das ist nie passiert. NIE. PASSIERT. Dragon Age ist eine Serie mit nur einem Spiel :wink:Ivan1914 hat geschrieben: P.S.:
Bezüglich Deines Vergleichs Schlauchlevel-OW. Ich bin auf der einen Seite sehr froh, dass W den Schritt gewagt und in meinen Augen auch gemeistert hat. Ganz im Gegensatz zu Ubisoft-US mit ihrem DA:I.
Ivan1914 hat geschrieben:Ganz zufrieden bin ich allerdings nicht, habe aber ganz starke Hoffnung auf Verbesserung. Besagte Hoffnung ist übrigens auf polnischem Sand gebaut.

Man kann Bethesda ja viel vorwerfen, aber die Themepark-Keule lassen wir mal stecken ja? :wink: (bei MMOs darfst drauf hauen, die haben's verdient.)Ivan1914 hat geschrieben:Zumindest nicht, wenn es dann eine Eiswüste neben Las Vegas neben einem Fichtenwald in der Spielwelt geben würde :wink:
