Kannst du das bitte näher erläutern, inwiefern Geralt vom Spiel beweihräuchert wird? Ich denke, wenn es ein Spiel geschafft hat einen Charakter zu zeichnen, der auf der anderen Seite Einfluss in der Welt nehmen kann, aber auch gleichzeitig "nicht wichtig" für die Welt ist (die Welt wirkt so, als könnte sie auch ohne Geralt von Riva existieren), dann ist es TW3. Sowas kriegt kaum ein Rollenspiel hin, selbst die hochgelobten 90er-Bioware-Spiele sind verdammt stark auf ihre Helden fixiert. Im Ernst, wie meinst du das, mich würde das wahnsinnig gerne interessieren...Alandarkworld hat geschrieben:Die ständige Beweihräucherung des "Anti-Helden" Gerald von Riva hat mich nach 20 Stunden nur noch genervt. Geralt als Charakter ist für mich untragbar, und das Spiel hört nicht auf ihn zu feiern. Da spiele ich lieber die oft kritisierte "Leere Hülle" in einem Fallout.
4Players: Spiele des Jahres 2015: Das Spiel des Jahres 2015
Moderatoren: Moderatoren, Redakteure
-
Astorek86
- Beiträge: 2103
- Registriert: 23.09.2012 18:36
- Persönliche Nachricht:
Re: 4Players: Spiele des Jahres 2015: Das Spiel des Jahres 2015
Ich will garnicht soviel zum kritischen Post schreiben (stand kurz davor, aber ich hab mich doch noch umentschieden). Aber eines, das möchte ich wirklich verdammt gerne erfahren:
- VokuhilaChildLover
- Beiträge: 220
- Registriert: 21.09.2012 15:20
- Persönliche Nachricht:
Re: 4Players: Spiele des Jahres 2015: Das Spiel des Jahres 2015
Oh ja bitte mehr über fallout 4 und witcher 3. Ich bin gespannt auf eure Meinungen
- Dafuh
- Beiträge: 1055
- Registriert: 29.01.2012 12:27
- Persönliche Nachricht:
Re: 4Players: Spiele des Jahres 2015: Das Spiel des Jahres 2015
wait woot? Ich kann verstehen, wenn man aufgrund unterschiedlicherer Präferenzen die eine oder die andere Art RPG schätzt.Alandarkworld hat geschrieben:blabla
Aber Dinge wie: Der Hexer, wird in der Welt beweihräuchert, Nebenquests seien stupide Standardkost und im gleichem Atemzug meinen zu müssen, aus diesen Gründen, lieber F4 zu zocken, grenzt schon an Blasphemie und ist rein objektiv betrachtet Bullshit...
Es wirkt bei deiner Argumentation eher so, als hättest du Witcher3 nicht einmal ausführlich genug gezockt, um eine fundierte Meinung darüber abgeben zu können, da viele deiner Punkte genau dem Gegenteil entsprechen (über das Thema Landschaft/Design der Hexerwelt, will ich nicht mal sprechen, denn das ist absolut lächerlich).
Ich mag beide Games, aber in genau diesen Punkten, sticht Witcher3 die Konkurrenz aus.
-
Alandarkworld
- Beiträge: 856
- Registriert: 12.11.2007 19:10
- Persönliche Nachricht:
Re: 4Players: Spiele des Jahres 2015: Das Spiel des Jahres 2015
Nein, es gibt nur eine. Und zwar die, wo man sich elends lang durch Velen schleppt - hier versumpft nicht nur die Landschaft, sondern leider auch der Spielspaß. Wie viele echte Landmarks gibt es denn? Im Grunde sieht jedes Dorf gleich aus. Es ist ja auch nicht nur die Landschaft. Two Worlds 1 wurde seinerzeit stark angekreidet, dass die Landschaft und die Bauten von außen zwar toll sind, aber praktisch über kein Innenleben verfügen. Ich kann mich beim Witcher nicht entsinnen, jemals mehr als 15 Minuten tatsächlich innerhalb einer Höhle oder eines Gebäudes gewesen zu sein. Richtige Dungeons (wo man auch mal ne Stunde oder länger darin verbringt) sucht man imho vergebens. Wenn ich ein paar Spiele mit wirklich tollen Landschaften nennen müsste, würde ich Skyrim, Xenoblade Chronicles X, die Risen-Serie sowie Arcania ins Rennen führen.Ivan1914 hat geschrieben:Seltsam, es muss wohl wirklich zwei verschiedene Versionen von Witcher 3 geben.Alandarkworld hat geschrieben:Hinzu kommen lieblos gestaltete Landschaften mit duzenden bedeutungslosen Copy-Pase-Dörfern.
Was die Quests betrifft: so gut wie jede Quest läuft nach folgendem Muster ab:
1) Treffen mit dem Questgeber
2) Rede mit X Leuten
3) Untersuchung um herauszufinden wer gelogen hat
4) Rede wieder mit X Leuten
5) Kampf am Ende der Quest
... für Kreaturen-Jadgen ersetze man Schritt 3 durch (mechanisch identische) Hinweis-Suchen und streiche Schritt 4.
[quote=""Astorek86"]Kannst du das bitte näher erläutern, inwiefern Geralt vom Spiel beweihräuchert wird?[/quote]
So ziemlich jede dahergelaufene Gestalt scheint ihn zu kennen. "Sieh an, der große Geralt von Riva, Schlächter von Blaviken" auf der einen und "Stirb, Mutant!" auf der anderen Seite. Egal wo man hin kommt, Geralt ist niemals ein unbeschriebenes Blatt. Als Spieler möchte ich weder Vorschuss-Lorbeeren noch Abneigung begegnen, die ich nicht selber in diesem Spieldurchlauf zu verantworten habe. Für mich zerstört das die Immersion. Wie bereits gesagt, kann ich mit Geralt als Charakter absolut nichts anfangen - aber es ist auch fast unmöglich ihn zu ignorieren und sich auf andere Teile des Spiels zu konzentrieren, weil einen jeder NPC wieder und wieder darauf hinweist, wer man ist. Genau das meine ich mit "beweihräuchern".
Lass mich das bitte näher erklären. Ich will gar nicht mal sagen, dass ein Fallout 4 in irgendeiner Weise besser im Questdesign wäre. Aber was Fallout 4 definitiv KANN, ist über die kleinen Details, über die leiseren Töne Geschichten zu erzählen - man muss nur mal hinsehen. Zum Beispiel war ich einmal auf einer (belanglosen) Quest unterwegs - in einem Haus das offenbar mal eine Bank oder Ähnliches war. Das Spiel drückt dem Spieler diese Information nicht unmittelbar auf's Auge, aber man findet Rezeption, einen Raum mit Regalen und einem Safe.... der offen ist. Genauso wie die Wand gegenüber, in der ein Loch klafft. Überall liegen Geldscheine herum, und auf der anderen Seite der Wand parkt ein Auto. Zwei Leichen in schwarzer Kleidung findet man ebenfalls. Hier hat offenbar grade ein Banküberfall stattgefunden, als die Bomben gefallen sind. Das schlussfolgere aber ich als Spieler, und nicht mein Alter Ego im Spiel. Und genau das meine ich - NICHTS von alledem braucht in Fallout auch nur eine Zeile Text. Ich kann mir als Spieler selber einen Reim darauf machen, was hier passiert sein könnte. Beim Witcher wäre hier mit Sicherheit schon wieder dieser unsägliche Hexer-Sinn zum Einsatz gekommen (der übrigens verpflichtend eingesetzt werden MUSS, auch wenn ich als Spieler selber die richtigen Schlüsse gezogen hätte). Fallout glänzt mit Sicherheit nicht durch seine Quests oder Dialoge. Aber die Welt an sich ist eine, die es zu entdecken lohnt. Wohingegen der Hexer von einem belanglosen Kuhdorf ins nächste stolpert. Was mir persönlich in Fallout 4 auch deutlich besser gefällt als im Hexer ist, dass man auch oft Orte findet und erkunden kann, die eben gerade nicht unmittelbar mit einer Quest zusammen hängen. Beim Hexer ist mir das bislang nicht untergekommen, da wirkt alles extrem... bemüht. Nur ja keinen Ort ohne Quest. Nur ja nicht den Spieler erzählerisch mal von der Leine lassen. Aber von Freiheit reden.Dafuh hat geschrieben:Aber Dinge wie: Der Hexer, wird in der Welt beweihräuchert, Nebenquests seien stupide Standardkost und im gleichem Atemzug meinen zu müssen, aus diesen Gründen, lieber F4 zu zocken, grenzt schon an Blasphemie und ist rein objektiv betrachtet Bullshit
Generell schnürt The Witcher 3 (genauso wie die Vorgänger) dem Spieler ein sehr enges Korsett:
- Der Charakter (Geschlecht, Aussehen, Hintergrund...) ist fix vorgegeben.
- Der Beruf des Charakters ist fix vorgegeben.
- Die Skill-Trees enthalten nur Fähigkeiten, die dem Beruf entsprechen. Warum darf mein Geralt zB kein Magier oder Bogenschütze sein? Aber die Loremonger haben da wohl ihre Freude daran...
- Mit Ausnahme der Hexer-Equipments ist sämtliche Ausrüstung ist rein von den Stats her vollkommen nutzlos. Nur die Hexer-Ausrüstung lässt sich upgraden. Klar darf man auch Plattenpanzer tragen. Nur sinnvoll ist es nicht. Das Spiel schreibt einem damit sogar vor, welche Kleidung die Spielfigur zu tragen hat.
- Geralt kann auch Äxte und andere Meinungsverstärker schwingen. Aber wer würde das wollen, wenn die Hexerschwerter viel stärker sind? Auch hier wird man (wenn auch subtiler) wieder in das Rollenbild von Geralt gezwängt, das die Entwickler scheinbar unbedingt sehen wollten.
- Kampfstile mit Schilden oder zwei Waffen sucht man vergeblich.
- Das Balancing ist furchtbar und es gibt zu viele Loopholes, die viel zu leicht zu missbrauchen sind. Zeichen wirken durch Zornpunkte plus Zorn-Regeneration plus Quen = 90% Unverwundbarkeit, um nur ein Beispiel zu nennen.
Jemand hat auch gefragt wie lange ich das Spiel gespielt habe. Es waren zirka 30 Stunden. Weißgarten, Velen und Novigrad hatte ich fast vollständig abgegrast. Ich habe wirklich versucht das Spiel zu mögen, wo es doch von allen so gehyped wurde. Ich finde es durchaus in Ordnung wenn ein Spiel mal langsamer in Fahrt kommt. Aber wenn es mich nach 30 Stunden immer noch nicht fesselt, dann war's das für mich - ganz egal was da danach noch gekommen wäre.
Und wenn man ganz ehrlich ist: welches Spiel wird in 5-10 Jahren noch von vielen Leuten aktiv gespielt werden? Fallout 4 oder Witcher 3? Die Steam-Statistik spricht da eine sehr klare Sprache was die Vorgänger beider Serien angeht.
- Randall Flagg78
- Beiträge: 2145
- Registriert: 27.12.2012 13:15
- Persönliche Nachricht:
Re: 4Players: Spiele des Jahres 2015: Das Spiel des Jahres 2015
Du weißt aber schon das es da ein paar Romane gibt und die Spiele auf diesen basieren? Und in dieser Welt gibt es neben Druiden und Magiern, Königen, Elfen, Dryaden und jeder Menge Monster, eben auch Hexer. Und die sind dafür zuständig, eben jene Monster, gegen Bezahlung, zu beseitigen.
Und Geralt von Riva sticht heraus, da er eine Legende ist und weithin berühmt, genau wie seine Freundin Yennefer. Es wäre eher total unrealistisch, wenn die Leute ihn nicht kennen würden.
Zudem verhält es sich, in den Büchern genauso wie im Spiel: Die Menschen beäugen die Hexer eher misstrauisch, alleine wegen der Mutationen. Sie sind Außenseiter, derer man sich bedient wenn ein Ungeheuer aus dem Weg geschafft werden muss, sie ansonsten aber lieber von hinten sieht.
Da auch Rassismus ein Thema in den Büchern ist, findet man den auch im Spiel. Nicht nur was Elfen und andere Nichtmenschen betrifft, auch die Hexer werden irgendwie dazugezählt.
Die Leute verachten sie nicht direkt, wollen aber meistens nichts mit Ihnen zu tun haben. Dazu kommt auch eine gewisse Furcht, da sich viele Geschichten um sie ranken.
Und genau das spiegelt das Spiel wieder. Die Menschen bedenken ihn auch mal mit Verachtung, dann aber auch wieder mit einer gewissen Unterwürfigkeit, wenn sie direkt mit ihm in Kontakt treten.
Darum ist das was Du geschrieben hast, auch nicht wirklich passend. Geralt ist kein Niemand in einer Welt von Niemanden, die sich CD Project extra für ihre Spiele ausgedacht haben. Es basiert nun mal auf den Büchern und da verhält es sich eben genauso und ergibt Sinn.
Man merkt auch das Du davon überhaupt keine Ahnung hast, hier aber versuchst es als unlogisch hinzustellen, weil Du überhaupt nichts über diese Welt weißt und nur Deine eigene Meinung, zusammen mit ein paar Mutmaßungen als Fakten hinstellst. Nur leider passen die überhaupt nicht zu Thema.
Interessant auch, dass Du in Velen und Novigrad alles abgegrast hast, in 30 Stunden.. Die habe ich wohl alleine in Novigrad gebraucht, aus dem ich 2-3 Tage versucht habe zu "entkommen"..
Und das Geralt beweihräuchert wird, ist ebenfalls ein großer Quatsch. Die Welt würde auch ohne ihn funktionieren und hättest Du die Geschichte aufmerksam verfolgt, sowie Kenntnis der Hintergründe, wüsstest Du das Geralt eher ein Spielball der Mächtigen ist und nicht der Retter der Welt. Selbst wenn er am Ende der Retter ist, werden doch am Schluss andere davon profitieren, während er sich auf einer staubigen Straße den nächsten Job organisiert, um sich durchzuschlagen. Er sitzt nämlich am Ende in keinem Schloss und regiert die Welt..
Du beantwortest die Frage schon selber.. Warum kann ein Goldschmied keine Uhren reparieren, oder ein Metzger keine Diamanten schleifen?
Ich kann nur nochmal auf die Bücher verweisen, da wird alles ausführlich erklärt. Es mag sein, dass dieses Spiel nichts für Dich ist. Das ist natürlich absolut okay.
Aber akzeptiere doch bitte das Universum als gegeben und verlange nicht Dinge, die nicht mit selbigem vereinbar wären.
Nun ja.. Die Lindenstraße läuft auch schon seit 20 Jahren und GZSZ hat mittlerweile fast den gleichen Status.
Justin Bieber verkauft Millionen Songs und Die Transformers und "Jonny Depp tut in der Karibik auf Dumm" Filmreihe ist ebenfalls recht erfolgreich.
Als Qualitätsmerkmale hält "die Masse" irgendwie trotzdem nicht besonders gut her. Und was man nicht vergessen sollte: Was spielen denn die Spieler von Fallout 4 in 2-3 Jahren?
Das originale Spiel, oder die tausenden Mods, die von den Usern selbst gemacht wurden?
Und Geralt von Riva sticht heraus, da er eine Legende ist und weithin berühmt, genau wie seine Freundin Yennefer. Es wäre eher total unrealistisch, wenn die Leute ihn nicht kennen würden.
Zudem verhält es sich, in den Büchern genauso wie im Spiel: Die Menschen beäugen die Hexer eher misstrauisch, alleine wegen der Mutationen. Sie sind Außenseiter, derer man sich bedient wenn ein Ungeheuer aus dem Weg geschafft werden muss, sie ansonsten aber lieber von hinten sieht.
Da auch Rassismus ein Thema in den Büchern ist, findet man den auch im Spiel. Nicht nur was Elfen und andere Nichtmenschen betrifft, auch die Hexer werden irgendwie dazugezählt.
Die Leute verachten sie nicht direkt, wollen aber meistens nichts mit Ihnen zu tun haben. Dazu kommt auch eine gewisse Furcht, da sich viele Geschichten um sie ranken.
Und genau das spiegelt das Spiel wieder. Die Menschen bedenken ihn auch mal mit Verachtung, dann aber auch wieder mit einer gewissen Unterwürfigkeit, wenn sie direkt mit ihm in Kontakt treten.
Darum ist das was Du geschrieben hast, auch nicht wirklich passend. Geralt ist kein Niemand in einer Welt von Niemanden, die sich CD Project extra für ihre Spiele ausgedacht haben. Es basiert nun mal auf den Büchern und da verhält es sich eben genauso und ergibt Sinn.
Man merkt auch das Du davon überhaupt keine Ahnung hast, hier aber versuchst es als unlogisch hinzustellen, weil Du überhaupt nichts über diese Welt weißt und nur Deine eigene Meinung, zusammen mit ein paar Mutmaßungen als Fakten hinstellst. Nur leider passen die überhaupt nicht zu Thema.
Interessant auch, dass Du in Velen und Novigrad alles abgegrast hast, in 30 Stunden.. Die habe ich wohl alleine in Novigrad gebraucht, aus dem ich 2-3 Tage versucht habe zu "entkommen"..
Und das Geralt beweihräuchert wird, ist ebenfalls ein großer Quatsch. Die Welt würde auch ohne ihn funktionieren und hättest Du die Geschichte aufmerksam verfolgt, sowie Kenntnis der Hintergründe, wüsstest Du das Geralt eher ein Spielball der Mächtigen ist und nicht der Retter der Welt. Selbst wenn er am Ende der Retter ist, werden doch am Schluss andere davon profitieren, während er sich auf einer staubigen Straße den nächsten Job organisiert, um sich durchzuschlagen. Er sitzt nämlich am Ende in keinem Schloss und regiert die Welt..
Alandarkworld hat geschrieben:
- Die Skill-Trees enthalten nur Fähigkeiten, die dem Beruf entsprechen. Warum darf mein Geralt zB kein Magier oder Bogenschütze sein?
Du beantwortest die Frage schon selber.. Warum kann ein Goldschmied keine Uhren reparieren, oder ein Metzger keine Diamanten schleifen?
Ich kann nur nochmal auf die Bücher verweisen, da wird alles ausführlich erklärt. Es mag sein, dass dieses Spiel nichts für Dich ist. Das ist natürlich absolut okay.
Aber akzeptiere doch bitte das Universum als gegeben und verlange nicht Dinge, die nicht mit selbigem vereinbar wären.
Alandarkworld hat geschrieben:
Und wenn man ganz ehrlich ist: welches Spiel wird in 5-10 Jahren noch von vielen Leuten aktiv gespielt werden? Fallout 4 oder Witcher 3? Die Steam-Statistik spricht da eine sehr klare Sprache was die Vorgänger beider Serien angeht.
Nun ja.. Die Lindenstraße läuft auch schon seit 20 Jahren und GZSZ hat mittlerweile fast den gleichen Status.
Justin Bieber verkauft Millionen Songs und Die Transformers und "Jonny Depp tut in der Karibik auf Dumm" Filmreihe ist ebenfalls recht erfolgreich.
Als Qualitätsmerkmale hält "die Masse" irgendwie trotzdem nicht besonders gut her. Und was man nicht vergessen sollte: Was spielen denn die Spieler von Fallout 4 in 2-3 Jahren?
Das originale Spiel, oder die tausenden Mods, die von den Usern selbst gemacht wurden?
- Hans Hansemann
- Beiträge: 1048
- Registriert: 27.05.2009 19:58
- Persönliche Nachricht:
Re: 4Players: Spiele des Jahres 2015: Das Spiel des Jahres 2015
Ich bin Bethesda fan boy und hab nach 2-3 stunden spielen bei witcher 3 das spiel fallen gelassen aber selbst ich kann sehen das den award mehr verdient hat als Fallout 4. Fallout 4 hat doch einige schwächen die oft einfach mit der alten engine eijnhergehen. Story telling zwischen witcher und Fallout 4 ist keinbe diskusion wert, die ist beim witcher wesentlich besser.
Klingt jetzt so als würde ch den Witcher lieben aber irgentwie bin ich mit der serie nie warm geworden. Ich kann nicht mal genau sagen warum weil es eigentlich genau mein genre ist. Also ich kann eure meinung gut verstehen das es am Witcher war. Fallout 4 war ein sehr gutes spiel aber definitv nicht gut genug für Game of the year. Visuel zu alt backen, teilweise zu eintönig im missions design, allegeim riechts manchmal etwas zu sehr nach baukasten spiel anstatt nach lebendiger welt.
Klingt jetzt so als würde ch den Witcher lieben aber irgentwie bin ich mit der serie nie warm geworden. Ich kann nicht mal genau sagen warum weil es eigentlich genau mein genre ist. Also ich kann eure meinung gut verstehen das es am Witcher war. Fallout 4 war ein sehr gutes spiel aber definitv nicht gut genug für Game of the year. Visuel zu alt backen, teilweise zu eintönig im missions design, allegeim riechts manchmal etwas zu sehr nach baukasten spiel anstatt nach lebendiger welt.
-
Alandarkworld
- Beiträge: 856
- Registriert: 12.11.2007 19:10
- Persönliche Nachricht:
Re: 4Players: Spiele des Jahres 2015: Das Spiel des Jahres 2015
Das mag alles sein, alles gut und recht, was ich gehört habe sind die Bücher sogar ziemlich gut. Auch Hut ab vor CD Projekt Red dass sie der Vorlage so treu bleiben, auch wenn der Roman-Autor sich was man so hört nicht am Spiel beteiligen will. Man darf aber nicht vergessen, als was sich The Witcher 3 zu verkaufen versucht - nämlich als offenes, freies Rollenspiel. Und das stimmt so einfach nicht, denn im Grunde ist mit "Freiheit" (wie bereits ausführlich erläutert) beim Hexer im Grunde nicht viel los, das Spiel gibt sehr viel vor.Randall Flagg78 hat geschrieben:Du weißt aber schon das es da ein paar Romane gibt und die Spiele auf diesen basieren? (snip)
Wäre es wirklich zu viel verlangt wenn man dem Spieler tatsächlich mehr Freiheiten zugestehen würde? Ich frage mich lediglich, warum diese Einbahnstraße in der Charakter-Entwicklung in keiner Kritik jemals auftaucht. Wenn jemand von einem Rollenspiel in einer offenen Welt spricht, und mir die Hauptstory, der Plot etc. nicht zusagen, dann erwarte ich mir als Spieler, dass ich dem Ganzen den Rücken kehren kann, das alles ignorieren kann und trotzdem meine eigenen Abenteuer erleben kann - quasi "mein eigenes Ding drehen". Das kann ich in Skyrim, das kann ich in Fallout, das geht in sehr vielen Spielen. Was dem Hexer hier einfach fehlt, ist dieser "Sandbox-Charakter", die situative Spannung die durch das Aufeinandertreffen tatsächlich zufälliger (nicht gescripteter) Ereignisse entsteht. Und trotzdem wird der Hexer als Offenbarung, als riesiger Fortschritt im bereich offener (!) Rollenspiele gefeiert. Tut mir leid, aber für mich ist das eher Rück- denn Fortschritt. Von der offenen Welt her ja, aber auf offener Rollenspiel-Seite her ist das ziemlich schwach. Das wäre ja beinahe so, als wenn in einer D&D-Runde jeder mit demselben Charakterbogen am Tisch sitzt. Was der Hexer betreibt, ist aus Rollenspiel-Sicht schlicht und ergreifend Railroading - hier gibt's kein links und kein rechts. Du sagst es ja selber: man muss das akzeptieren was einem gegeben wird, auf Gedeih und Verderb. Das ist per se nichts schlechtes, das machen sehr viele Games so (man denke an diverse Action-Serien), aber für mich hat das mit offenem Rollenspiel nichts mehr zu tun, und genau als das wird der Hexer gefeiert.Randall Flagg78 hat geschrieben:Du beantwortest die Frage schon selber.. Warum kann ein Goldschmied keine Uhren reparieren, oder ein Metzger keine Diamanten schleifen? Ich kann nur nochmal auf die Bücher verweisen, da wird alles ausführlich erklärt. Es mag sein, dass dieses Spiel nichts für Dich ist. Das ist natürlich absolut okay.
Aber akzeptiere doch bitte das Universum als gegeben und verlange nicht Dinge, die nicht mit selbigem vereinbar wären.
Und was ist, wenn ich das aber will? Als Spieler? Verkauft sich der Hexer nicht über "Entscheidungen und Konsequenzen"? Wenn es tatsächlich so frei wäre wie es vorgibt, sollte ich auch diese Möglichkeit haben. Warum darf sich mein Geralt von Riva nicht dafür entscheiden (!), einem Magierzirkel beizutreten und deren Künste zu lernen? Vielleicht passt das nicht zur Roman-Vorlage. Aber in der Welt wäre es potenziell durchaus möglich, er kennt ja genug Magier(innen). Es ist aber auch nicht der Roman-Held Gerald von Riva von dem wir hier sprechen, sondern von meiner ganz persönlichen Spielfigur Geralt von Riva. Von einem offenen (!) Rollenspiel erwarte ich mir persönlich mehr, als ständig nur dem vorgegebenen Pfad zu folgen (ich spreche hier vom konzeptionellen Pfad, nicht von Schlauch-Levels durch die man rennen muss, das kann man dem Hexer nicht vorwerfen). Im Grunde ist das genau der Punkt. Es ist okay für ein offenes Rollenspiel, eine initiale Bühne bereitzustellen. Es ist aber NICHT in Ordnung, wenn man vom ersten bis zum letzten Akt an der Hand genommen wird. Aus welchem Grund muss mein Geralt am Ende des Spiels dieselbe Profession haben wie deiner? Macht nicht gerade das ein offenes Rollenspiel aus, dass man mit anderen Spielern nach zig Stunden Spielzeit redet und berichtet, was man alles erlebt hat, wie man seinen Charakter geskillt hat, und der andere sagt "Krass, bei mir war das total anders"?Randall Flagg78 hat geschrieben:Selbst wenn er am Ende der Retter ist, werden doch am Schluss andere davon profitieren, während er sich auf einer staubigen Straße den nächsten Job organisiert, um sich durchzuschlagen. Er sitzt nämlich am Ende in keinem Schloss und regiert die Welt.
Ich verlange das nicht von jedem Rollenspiel. Nur von jenen, die sich als offenes Rollenspiel verkaufen wollen.Alandarkworld hat geschrieben:Aber akzeptiere doch bitte das Universum als gegeben und verlange nicht Dinge, die nicht mit selbigem vereinbar wären.
Und wenn wir jetzt mal die Story-Keule wieder einpacken - was ist mit all den anderen Kritikpunkten? Immerhin geht es um ein interaktives Spiel, nicht um einen Film.
Vollkommen richtig. Weil Bethesda das erlaubt, fördert und auch davon ausgeht, dass das Spiel gemoddet werden wird. Mein Skyrim hat über 100 Mods aktiv. Skyrim wird heute noch hunderttausendfach gespielt. Skyrim war und ist unbestreitbar einer der wichtigsten Titel, einer der Meilensteine der letzten Jahre. Ich würde nicht sagen, dass Skyrim zu Release ein Meisterwerk war - aber es hat eine unvergleichliche Plattform geschaffen, auf der Großartiges entstanden ist. Und bei Fallout 4 wird es genauso sein, das zeichnet sich bereits ab. Trotzdem feiert man hier den Hexer als ob der Titel der Weisheit letzter Schluss wäre, bezeichnet ihn als Messlatte, als Meisterwerk. Den Großteil dessen, was ich vom Hexer gesehen habe, würde ich aus rein spielmechanischer Sicht (aus den genannten Gründen) eher als Blendwerk denn Meisterwerk bezeichnen, von der Mechanik her nur wenige Stufen über dem was man auch in einem Assassin's Creed findet (große ziemlich leere Umgebungen wo man Map Markern hinterher rennt). Wir sprechen hier vom Spiel des Jahres 2015. Einem Rollenspiel-Sieger in einem Jahr, welches Giganten wie Pillars of Eternity, Xenoblade Chronicles X, Divinity Original Sin, Fallout 4 und noch dazu Bloodborne gesehen hat. Die Rollenspiel-Mechaniken all dieser Titel sind dem Hexer weit voraus. Ich sage nicht, dass der Hexer ein schlecht gemachtes Spiel ist - aber ich sehe den oft beschworenen riesigen Vorsprung des Hexers absolut nicht, insbesondere was die Rollenspiel-Mechaniken betrifft. Es geht mir nicht darum, dass Fallout 4 der King ist. Ich hätte mit jedem der genannten Titel als GOTY gut leben können. Aber ausgerechnet der Hexer? Wirklich?Alandarkworld hat geschrieben:Was spielen denn die Spieler von Fallout 4 in 2-3 Jahren? Das originale Spiel, oder die tausenden Mods, die von den Usern selbst gemacht wurden?
- MesseNoire
- Beiträge: 596
- Registriert: 17.12.2015 22:35
- Persönliche Nachricht:
Re: 4Players: Spiele des Jahres 2015: Das Spiel des Jahres 2015
Deine "Magier, Bogenschütze, Skilltree usw." Argumente machen doch gar keinen Sinn. Das Ding hält sich an die Bücher und da turnt kein Gerald mit Pfeil und Bogen über Dächer und schießt Feuerbälle auf auf Einhörner reitenden Elfen... Die Kritik ist so sinnig wie sich zu fragen warum ich in Fallout 4 nicht Missionen auf dem Mond machen kann, den sehe ich ja auch dort. Oder warum kann ich keinen Charakter im Stile es Tornado Shot Builds von POE erschaffen, Fallout will doch ein Rollenspiel mit freier Entwicklung sein... 
- dermitdemballspielt
- Beiträge: 37
- Registriert: 05.11.2008 09:23
- Persönliche Nachricht:
Re: 4Players: Spiele des Jahres 2015: Das Spiel des Jahres 2015
Spiele von CD Projekt/Bioware und Bethesda sind für mich zwei verschieden Welten.
Bei CD Projekt/Bioware hast du soviel Story, das ich ab und zu den Kontroller auf die Seite lege, um mir alle Kommentare und Story Elemente mir durch den Kopf gehen zu lasse. Platz für eigen Phantasie ist da kaum, was nicht negativ gemeint, die Storys sind faszinierend.
Bethesda ist der Meister der Sandbox,im Wahrsten Sinne des Wortes Sandkasten
, wenn ich sehe wie viel Kreativität um als Beispiel Skyrim und Fallout 3 herum entstanden ist auf Youtube und bei den Mods. Das finde ich einen Ansatz, der bei den Spiele Test gar nicht kommentiert und bewertet wird. Obwohl ich die Nachfrage nach Sandbox Spielen in meinen Augen sehr groß ist. Es passt auch zu dem heutigen Individualismus der Menschen. Man spielt heut zu tage, um sich selber zu erfahren und seine eigenen Phantasien auszuleben.
Die Technik war nie eine Stärke von Bethesda, ich würde gerne mal von den Verantwortlichen von Bethesda wissen, wie viel wert sie eigentlich auf die Technik legen.
Was CD Projekt hingelegt hat, ist schon Kunst. So ein schönes Spiel, so tolle Animationen habe ich noch nie in einem Spiel gesehen.
Die KI ist beider Entwicklerstudios nicht ihre besondere Stärke. Kämpfe sind repetitiv, bei keinen der Spiele reagiert der Gegner wirklich auf die Combos die man macht und durch dumme Aktionen kann man die Gegner Austricksen.
Was bei The Witcher 3 wirklich stört, ist die mangelnde Interaktion mit der Umwelt. Ich finde es als Beispiel schlichtweg dumm, das man in Häuser gehen kann, alles looten ohne Konsequenzen oder Reaktionen der Bewohner.
Daher würde ich mir mal mehr Artikel, Videos und Beiträge zum Thema KI wünschen, da ist noch großer Entwicklungsbedarf.
Bei CD Projekt/Bioware hast du soviel Story, das ich ab und zu den Kontroller auf die Seite lege, um mir alle Kommentare und Story Elemente mir durch den Kopf gehen zu lasse. Platz für eigen Phantasie ist da kaum, was nicht negativ gemeint, die Storys sind faszinierend.
Bethesda ist der Meister der Sandbox,im Wahrsten Sinne des Wortes Sandkasten
Die Technik war nie eine Stärke von Bethesda, ich würde gerne mal von den Verantwortlichen von Bethesda wissen, wie viel wert sie eigentlich auf die Technik legen.
Was CD Projekt hingelegt hat, ist schon Kunst. So ein schönes Spiel, so tolle Animationen habe ich noch nie in einem Spiel gesehen.
Die KI ist beider Entwicklerstudios nicht ihre besondere Stärke. Kämpfe sind repetitiv, bei keinen der Spiele reagiert der Gegner wirklich auf die Combos die man macht und durch dumme Aktionen kann man die Gegner Austricksen.
Was bei The Witcher 3 wirklich stört, ist die mangelnde Interaktion mit der Umwelt. Ich finde es als Beispiel schlichtweg dumm, das man in Häuser gehen kann, alles looten ohne Konsequenzen oder Reaktionen der Bewohner.
Daher würde ich mir mal mehr Artikel, Videos und Beiträge zum Thema KI wünschen, da ist noch großer Entwicklungsbedarf.
-
johndoe711686
- Beiträge: 15758
- Registriert: 23.12.2007 19:02
- Persönliche Nachricht:
Re: 4Players: Spiele des Jahres 2015: Das Spiel des Jahres 2015
Hm, weißt du eigentlich was du da verlangst? Ein Spiel, das völlige Freiheit bietet und in dem man machen kann was man will, wer soll sowas denn programmieren? Keiner kann sich all das ausdenken, was irgendjemand anderes vielleicht im Kopf hat.Alandarkworld hat geschrieben: ...
Kann man bei F4 sagen, lasst mich doch alle in Ruhe, ich führe jetzt ein Einsiedlerleben, ziehe mich zurück, horte Kühe und mach einen Hofladen auf? Denn laut deiner Aussage eines offenen RPGs muss das ja gehen?
Ich glaube du nimmst hier den Begriff offen auch zu ernst. Witcher 3 ist ein Spiel, dass dich eine Rolle spielen lässt, eine zwar sehr enge Rolle, aber du kannst sie in gewissen Teilen selbst bestimmen. Bist du ein neutraler Beobachter der sich nicht einmischt? Eilst du jedem zur Hilfe einfach aus gutem Willen (was an sich schon einen Hexer und dem Geralt aus den Büchern widerspricht, aber möglich ist)? Bist du ein geldgeiler Typ, der alles macht so lange der Preis stimmt? Natürlich bist du kein Magier plötzlich, die noch darüber hinaus recht rar sind in der gezeichneten Welt, heißt, man wird nicht mal eben so Magier nebenbei. Du bist ein Hexer, der je nach Spielweise leichte, mittlere oder Schwere Rüstung trägt, dabei hab ich durchaus schon "normale" Waffen getragen, weil die grad besser waren, oder bessere Werte hatten als mein Hexerzeug bzw. ich die Baupläne nicht hatte. Du kannst dich voll auf den Schwertkampf stürzen, du kannst dich sehr groß in die Zeichen stürzen, was an sich schon recht offen ist, da das eigentlich nur Hilfsmagie darstellt, du kannst dich aber auch auf die stärkende Wirkung von Tränken fokussieren. Zugegeben, ganz ohne Schwert geht es nicht, aber das gehört zum Charakter eben dazu. Final Fantasy 7 gilt gemeinhin als Rollenspiel, da haben die Charaktere alle nur eine Waffenart und immer die gleichen Klamotten an.
Ich gebe dir recht, dass man feste Charaktere und vorgezeichnete Welt nicht mit Baukasten vereinen kann, das wurde aber auch nicht versucht. In Witcher 3 besteht die Offenheit darin, dass du nicht der Quest folgen musst, du kannst auch in eine Himmelsrichtung reiten und mal schauen was da hinter dem Berg wartet. Natürlich auch das nur im Rahmen, aber deutlich offener als beim Vorgänger.
Mir persönlich ist das eigentlich schon zu viel. Ich mag den Witcher für seine Geschichte, für die Regie, die zum Teil sehr harten Entscheidungen deren Konsequenzen man oft erst viel später mitbekommt und sich denkt, fuck. Ich muss nicht 400 Quadratmeilen Land haben über das ich laufen, fahren, fliegen kann um hier noch ne Höhle, oder dort noch ein Banditencamp zu finden. Das ist in meinen Augen ein Zugeständnis an diese Skyrim Fraktion, weil seit dem Spiel plötzlich alles ganz groß und offen sein muss. Für mich völlig unverständlich, ich habe Skyrim nach 5 Stunden gelöscht, weil mir alles so beliebig vorkam, ob ich nach links oder rechts gehe ist egal, ob ich dies tue oder jenes ist egal, es hat keine Auswirkung auf irgendwas. Wandern kann ich auch selber draußen im Wald, vielleicht finde ich da sogar ne Höhle und die sieht dann nicht aus wie die drei letzten.
Ich habe für mich daraus die Konsequenz gezogen, die Fragezeichen und Markierungen der Karte abzustellen und nur noch den 4 großen Punkten Hauptstory, Nebengeschichten, Hexer Aufträge und Schatzsuche zu folgen. Was ich unterwegs finde ist nett, was nicht ist egal. Und seit dem ist es ein für mich viel besseres Spielgefühl.
Und der Witcher wird nicht für seine tolle Open World so geifert, sondern weil es großartige Geschichtenerzählung mit freier Entdeckung verbindet, da man eben rumreiten und Orte finden kann UND einer dichten Geschichte folgen kann.
-
Alandarkworld
- Beiträge: 856
- Registriert: 12.11.2007 19:10
- Persönliche Nachricht:
Re: 4Players: Spiele des Jahres 2015: Das Spiel des Jahres 2015
... das war auch nur ein Beispiel. Ich wäre schon mit *irgendeiner* ernst zu nehmenden Alternative zufrieden gewesen.Ryan2k6 hat geschrieben:Hm, weißt du eigentlich was du da verlangst? Ein Spiel, das völlige Freiheit bietet und in dem man machen kann was man will, wer soll sowas denn programmieren? Keiner kann sich all das ausdenken, was irgendjemand anderes vielleicht im Kopf hat.Alandarkworld hat geschrieben: ...
Warte 10-12 Monate, dann wird das gehenRyan2k6 hat geschrieben:Kann man bei F4 sagen, lasst mich doch alle in Ruhe, ich führe jetzt ein Einsiedlerleben, ziehe mich zurück, horte Kühe und mach einen Hofladen auf? Denn laut deiner Aussage eines offenen RPGs muss das ja gehen?
Das ist sehr gut möglich. Ich spiele Rollenspiele aller Art seit ich denken kann. Und dass jemand den Hexer als ausgezeichnetes Rollenspiel bezeichnet, das fühlt sich bei mir an wie ein Schlag in die Magengrube. Als Action-Adventure lass ich es mir einreden. Ich halte selbst den Vergleich mit Fallout für ziemlich faul um ehrlich zu sein (der hinkt sehr stark), der Hexer ist für mich kein Rollenspiel, aber psssst das darf man aber nicht laut sagen, sonst kommen hier gleich wieder die Fanboys angerücktRyan2k6 hat geschrieben:Ich glaube du nimmst hier den Begriff offen auch zu ernst. Witcher 3 ist ein Spiel, dass dich eine Rolle spielen lässt, eine zwar sehr enge Rolle, aber du kannst sie in gewissen Teilen selbst bestimmen.
Dazu kann ich nur sagen: technische Einschränkungen (PSX und so...) und anderer Fokus (Gruppenmanagement). Bei FF kann ich zwar pro Charakter nicht so viel machen um die Entwicklung zu beeinflussen, aber ich kann im Allgemeinen auswählen, welche ich in der Gruppe haben will und welche nicht, was die Art und Weise, wie ich als Spieler die Kämpfe erlebe, drastisch ändert. Aber der Vergleich ist wirklich arg weit her geholtRyan2k6 hat geschrieben:Zugegeben, ganz ohne Schwert geht es nicht, aber das gehört zum Charakter eben dazu. Final Fantasy 7 gilt gemeinhin als Rollenspiel, da haben die Charaktere alle nur eine Waffenart und immer die gleichen Klamotten an.
Ich glaube dass genau das auch einen großen Teil des Hypes ausmacht - beide Vorgänger waren ja eher mittelprächtig und ziemlich linear. Und jetzt gibt's plötzlich was offeneres und alle so "yaaay". Dass andere das seit Jahren machen, scheint dem Hype keinen Abbruch zu tun.Ryan2k6 hat geschrieben:In Witcher 3 besteht die Offenheit darin, dass du nicht der Quest folgen musst, du kannst auch in eine Himmelsrichtung reiten und mal schauen was da hinter dem Berg wartet. Natürlich auch das nur im Rahmen, aber deutlich offener als beim Vorgänger.
Jedem das Seine. Genau das letztere erwarte ich mir von einem offenen Rollenspiel. Und hier versagt der Hexer.Ryan2k6 hat geschrieben:Mir persönlich ist das eigentlich schon zu viel. Ich mag den Witcher für seine Geschichte, für die Regie, die zum Teil sehr harten Entscheidungen deren Konsequenzen man oft erst viel später mitbekommt und sich denkt, fuck. Ich muss nicht 400 Quadratmeilen Land haben über das ich laufen, fahren, fliegen kann um hier noch ne Höhle, oder dort noch ein Banditencamp zu finden.
Es hat auswirkungen auf deinen Charakter! Lynchen, leveln, looten - die drei goldenen L's!Ryan2k6 hat geschrieben:Für mich völlig unverständlich, ich habe Skyrim nach 5 Stunden gelöscht, weil mir alles so beliebig vorkam, ob ich nach links oder rechts gehe ist egal, ob ich dies tue oder jenes ist egal, es hat keine Auswirkung auf irgendwas. Wandern kann ich auch selber draußen im Wald, vielleicht finde ich da sogar ne Höhle und die sieht dann nicht aus wie die drei letzten.
Vielleicht hätte ich das auch machen sollen. Bin da ein bisschen zu sehr zwanghafter "Completionist". Ein unerforschter Mapmarker? Geht ja mal gar nicht.Ryan2k6 hat geschrieben:Ich habe für mich daraus die Konsequenz gezogen, die Fragezeichen und Markierungen der Karte abzustellen und nur noch den 4 großen Punkten Hauptstory, Nebengeschichten, Hexer Aufträge und Schatzsuche zu folgen. Was ich unterwegs finde ist nett, was nicht ist egal. Und seit dem ist es ein für mich viel besseres Spielgefühl.
Das ist die erste sinnige Erklärung die ich jemals für den Hype gehört habe. Allerdings ist die Idee nicht neu. Assassin's Creed macht das seit Jahren. Mit Sicherheit in vielen Dingen nicht auf dem Niveau des Hexers, aber bahnbrechend finde ich es trotzdem nicht. Ja, die Optik ist hübscher und ja, die Dialoge und Quests sind besser. Ich kann trotzdem (in Anbetracht meiner Kritikpunkte zur Mechanik, die bislang scheinbar niemanden interessiert haben) nur sagen: so what?Ryan2k6 hat geschrieben:Und der Witcher wird nicht für seine tolle Open World so geifert, sondern weil es großartige Geschichtenerzählung mit freier Entdeckung verbindet, da man eben rumreiten und Orte finden kann UND einer dichten Geschichte folgen kann.
Naja, immerhin einen kleinen Einblick in die Hintergründe des Hypes hab ich gewonnen. Ich frag mich trotzdem noch, wie es das Spiel damit zum GOTY bringen konnte, aber wayne - ist so. Vielleicht gewinnt nächstes Jahr ein richtiges Rollenspiel
-
johndoe711686
- Beiträge: 15758
- Registriert: 23.12.2007 19:02
- Persönliche Nachricht:
Re: 4Players: Spiele des Jahres 2015: Das Spiel des Jahres 2015
Ist aber auch etwas faul von Bethesda ein Spiel rauszuhauen, dann einfach MOD-fähigkeit zu aktivieren, da man genau weiß, die Fehler bastelt sich die Community schon hin. Denn wie schon jemand sagte, in 3 Jahren spielt keiner mehr Vanilla, sondern F4 mit 100 Mods. Das wiederum ist Segen und Fluch zugleich. Man muss sich ewig mit den Mods auseinandersetzen, gucken welcher mit welchem passt und in welcher Reihenfolge, durchwühlt dutzende Mods die alle die Landschaft verbessern um den einen zu finden und sowas wie eine "10 Must-Have Mods" Liste gibt es auch nicht.
Warum W3 jetzt ein Rollenspiel ist und AC nicht, das sind Debatten, die ich mir nicht antun möchte. Ich mochte F3, konnte mit New Vegas aber schon nichts mehr anfangen und dieser ganze Open-World Hype erschließt sich mir eh nicht. Für mich braucht ein Rollenspiel eine Geschichte die mich packt und mitreißt. Sicherlich gibts auch schöne (auch unausgesprochene) Geschichten bei Fallout, aber dieses "hier habt ihr, jetzt macht was draus" gefällt mir einfach nicht. W3 ist mehr GOTY als F4, ob es mehr Rollenspiel ist und vor allem ob es mehr Spaß macht, das soll jeder für sich entscheiden.
Warum W3 jetzt ein Rollenspiel ist und AC nicht, das sind Debatten, die ich mir nicht antun möchte. Ich mochte F3, konnte mit New Vegas aber schon nichts mehr anfangen und dieser ganze Open-World Hype erschließt sich mir eh nicht. Für mich braucht ein Rollenspiel eine Geschichte die mich packt und mitreißt. Sicherlich gibts auch schöne (auch unausgesprochene) Geschichten bei Fallout, aber dieses "hier habt ihr, jetzt macht was draus" gefällt mir einfach nicht. W3 ist mehr GOTY als F4, ob es mehr Rollenspiel ist und vor allem ob es mehr Spaß macht, das soll jeder für sich entscheiden.
-
Alandarkworld
- Beiträge: 856
- Registriert: 12.11.2007 19:10
- Persönliche Nachricht:
Re: 4Players: Spiele des Jahres 2015: Das Spiel des Jahres 2015
Das stimmt zum Teil. Einerseits finde ich es wie du sagst auch nicht in Ordnung, dass Bethesda viele Dinge (scheinbar mit Absicht?) der Community überlässt. Nicht umsonst sind einige der am häufigsten genutzten Skyrim-Mods reine Bugfix-Patches für den Content, der von Bethesda geliefert wurde. Als Publisher darf eigentlich die Aussage "Das richten die Modder dann schon" gar nicht fallen, das ist definitiv die falsche Einstellung.Ryan2k6 hat geschrieben:Ist aber auch etwas faul von Bethesda ein Spiel rauszuhauen, dann einfach MOD-fähigkeit zu aktivieren, da man genau weiß, die Fehler bastelt sich die Community schon hin.
Was man allerdings schon sagen muss, ist dass man die Modbarkeit eines Spiels nicht mal eben erreicht indem man einen Schalter umlegt. Das sind grundlegende Design-Fragen auf technischer Ebene, die sehr viel Zeit, Erfahrung und Mühe benötigen, damit ein Spiel wirklich vernünftig modbar wird (Hex-Edit-Hacks nehm ich jetzt mal bewusst aus). Insofern hat sich Bethesda hier imho schon einiges an Lob verdient, das ist vorbildlich.
Ich persönlich bastle total gern an den Bethesda-Titeln herum, treibe mich auf Nexusmods und anderen Portalen rum und schaue mir an, was es Neues an Mods gibt. Das mache ich so, wie andere Leute Zeitung lesenRyan2k6 hat geschrieben:Denn wie schon jemand sagte, in 3 Jahren spielt keiner mehr Vanilla, sondern F4 mit 100 Mods. Das wiederum ist Segen und Fluch zugleich. Man muss sich ewig mit den Mods auseinandersetzen, gucken welcher mit welchem passt und in welcher Reihenfolge, durchwühlt dutzende Mods die alle die Landschaft verbessern um den einen zu finden und sowas wie eine "10 Must-Have Mods" Liste gibt es auch nicht.
- Randall Flagg78
- Beiträge: 2145
- Registriert: 27.12.2012 13:15
- Persönliche Nachricht:
Re: 4Players: Spiele des Jahres 2015: Das Spiel des Jahres 2015
@Alandarkworld:
Trotzdem ist das Ganze irgendwie ein wenig unrealistisch. Du kreidest dem Witcher Dinge an, die man nicht tun kann und wenn Dir andere dann sagen, bei Fallout kann man auch dies und jenes nicht, verweist Du auf kommende Mods.
Also entweder vergleichen wir die Spiele wie sie erschienen sind, oder wir lassen es gleich ganz. Du wirfst TW3 schlechte Menüs vor, aber bei Fallout werden die dann total ignoriert.
Und das ist der größte Witz überhaupt. Beth hat diese einfach hin geklatscht und nun darf ich mich mit "(Metall[emalliert]mit Taschen[gehärtet]abgedunkelt[vernietet]) Harnisch" ausrüsten, von dem aber nur 2 Wörter auf dem Screen zu sehen sind. Da hat sich aber jemand richtig Mühe gegeben.. Aber ich weiß natürlich, die Mods..
Und was das Spiel des Jahres angeht: Hätte 4 Players (oder auch andere Portale) 3-5 Jahre warten sollen, bis die Fans (nicht Beth) das Spiel so zurechtgemodet wurde, wie Du und andere es sich vorstellen und dann den Award für 2015 verleihen?
Um auf Deine Antwort einzugehen, was Heldentum und Deine Entwicklungswünsche angeht: Das Spiel heißt nun mal "Der Hexer 3" und nicht "Der namenlose in einer erdachten Fantasy Welt". Mehr gibt's darüber nicht zu sagen.
Trotzdem ist das Ganze irgendwie ein wenig unrealistisch. Du kreidest dem Witcher Dinge an, die man nicht tun kann und wenn Dir andere dann sagen, bei Fallout kann man auch dies und jenes nicht, verweist Du auf kommende Mods.
Also entweder vergleichen wir die Spiele wie sie erschienen sind, oder wir lassen es gleich ganz. Du wirfst TW3 schlechte Menüs vor, aber bei Fallout werden die dann total ignoriert.
Und das ist der größte Witz überhaupt. Beth hat diese einfach hin geklatscht und nun darf ich mich mit "(Metall[emalliert]mit Taschen[gehärtet]abgedunkelt[vernietet]) Harnisch" ausrüsten, von dem aber nur 2 Wörter auf dem Screen zu sehen sind. Da hat sich aber jemand richtig Mühe gegeben.. Aber ich weiß natürlich, die Mods..
Und was das Spiel des Jahres angeht: Hätte 4 Players (oder auch andere Portale) 3-5 Jahre warten sollen, bis die Fans (nicht Beth) das Spiel so zurechtgemodet wurde, wie Du und andere es sich vorstellen und dann den Award für 2015 verleihen?
Um auf Deine Antwort einzugehen, was Heldentum und Deine Entwicklungswünsche angeht: Das Spiel heißt nun mal "Der Hexer 3" und nicht "Der namenlose in einer erdachten Fantasy Welt". Mehr gibt's darüber nicht zu sagen.
-
Astorek86
- Beiträge: 2103
- Registriert: 23.09.2012 18:36
- Persönliche Nachricht:
Re: 4Players: Spiele des Jahres 2015: Das Spiel des Jahres 2015
Ich muss ebenfalls sagen, dass ich die "The Witcher"-Teile schon immer wegen der Story gespielt habe - auch die für viele nur durchschnittlichen Teile 1 und 2. Ich geb ehrlich zu, dass ich mit der ganzen OpenWorld-Diskussion auch nichts anfangen kann - ich hätte mir W3 auch gekauft, wenn es nicht OpenWorld gewesen wäre. Der Star der Spielereihe war schon immer die Story. Ich und vermutlich eine ganze Reihe von Fans wären hingegen richtig sauer geworden, wenn W3 plötzlich alles über den Haufen geworfen hätte, nur um Skyrim-ähnlicher zu sein, und dafür die traditionellen Stärken der Reihe einfach fallengelassen wird (eben das Storytelling, dem man anmerkt, dass sich jemand auch um Details Gedanken gemacht hat und sich von typischen Klischee-Storys abhebt). Nicht falsch verstehen, Fallout hat mit Sicherheit auch eine gute Geschichte zu bieten - aber die wahre Stärke der Fallout-Teile lag schon immer an der offenen Welt mit frei gestaltbarem Charakter. Ich wär sicher, dass umgekehrt zahlreiche Fans der frühen Fallout-Teile sauer wären, wenn plötzlich das Storytelling enorm zunimmt und dabei die Freiheit der Charaktererstellung geopfert wird. Sollte Bethesda das wirklich vorhaben, werden sie das Spiel allerdings mit Sicherheit nicht "Fallout 5" nennen (oder eine massive Marketingoffensive vornehmen, damit auch jeder die Änderung mitbekommt)...
